Plastikfrei leben – Kleine Schritte führen zum Erfolg

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe. Immer wieder gibt es auch Tage an denen ich mich erwische und gegen meine eigenen Prinzipien arbeite.

„Ich kann mir kein seligeres Wissen denken, als dieses Eine: dass man ein Beginner werden muss. Einer, der das erste Wort schreibt hinter einen jahrhundertelangen Gedankenstrich.“

Zitat von Rainer Maria Rilke, eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker, 1875-1926

Um dir einen Überblick zu geben was ich schon alles erreicht habe, erzähle ich dir jetzt meine Erfolgserlebnisse in Bezug auf ein plastikfreies Leben. Zudem erfährst du auch meine nächsten Vorhaben für den kommenden Monat.

Als erstes ist es wichtig, dass du weißt: Vergiss den Spaß am Leben nicht! Plastikfrei zu leben ist keine dogmatische Einstellung. Mit jedem kleinen Schritt können wir etwas für unsere Umwelt und unsere Gesundheit tun.

Wie alles bei mir begann…

Zuerst habe ich keine abgepackten Lebensmittel mehr gekauft. Meine Milch und meine Schlagsahne kaufe ich seit Beginn meines Experiments nur noch in Mehrwegflaschen. Auf alles andere habe ich meistens verzichtet.

Wenn ich einen Kuchen backen wollte und mir ein oder zwei Zutaten fehlten, die ich nur abgepackt bekomme, dann habe ich diese gelegentlich gekauft, zum Beispiel Schmand. Du siehst also, dass der Spaß am Leben trotz plastikfreiem Lebensstil immer noch bestehen bleiben sollte, sonst wird es anstrengend und macht keine Freude mehr.

Obst und Gemüse kaufe ich verpackungsfrei. Leider nicht immer in Bioqualität. Ich lege die Produkte lose in meinen Einkaufskorb und einzeln auf das Band an der Kasse. In meinem Supermarkt habe ich vor kurzem ausprobiert lose Kartoffeln in einem mitgebrachten Leinenbeutel zu kaufen. Es hat funktioniert.

Plastikfrei leben
GOTS zertifizierter Leinenbeutel aus Biobaumwolle

Grundnahrungsmittel wie Reis und Nudeln kaufe ich seit diesem Sommer lose aus dem Biounverpackt Wiesbaden. Ich habe mir dafür von Weck Gläser in verschiedenen Größen gekauft. Muskatnuss habe ich dort auch schon lose gekauft. Vorher habe ich auf Reis meistens verzichtet. Nudeln habe ich damals noch von Barilla gekauft, da diese in Pappkartons angeboten werden.

Weniger oder gar keine tierischen Produkte zu konsumieren erleichtert ein plastikfreies Leben

Vor meinem Umzug in ein anderes Stadtviertel war ich oft bei einem kleinen Metzger um die Ecke, um meine Wurst und Fleisch zu kaufen. Dort wurden mir die Produkte in meine selbst mitgebrachten Gefäße gepackt. Leider komme ich seit meinem Umzug nicht mehr so häufig dort vorbei. Längere Diskussionen an der Supermarkt-Frischetheke kenne ich seitdem zu genüge.

Es ist schwierig jedes Mal die Verkäuferin davon zu überzeugen die Wurst in eine Papiertüte ohne die mit Kunststoff beschichtete Papierfolie zu legen. In meinem Haushalt gibt es daher viel weniger tierische Produkte. Ich lebe nicht 100 % vegetarisch, aber versuche oft vegetarische Tage einzulegen. Meinen Freund kann ich auch langsam davon überzeugen.

Ganzheitlich auf die Konsumgewohnheiten achten

Da ich nicht nur plastikfrei zu leben versuche, sondern ganzheitlich auf meine Ernährung achte, kaufe ich die meisten Produkte im Supermarkt gar nicht mehr. Ganz zum Anfang als ich meinen Blog begonnen habe, war für mich das Thema auf Palmöl zu verzichten ganz groß: Das habe ich geschafft. In unserem Haushalt finden sich keine Produkte, die Palmöl enthalten. Du kannst einmal den Selbstversuch starten und genau auf die Zutatenliste achten. Dann wird dir schnell auffallen, dass viele Produkte Palmöl enthalten. Warum du besser keine Palmöl-Produkte kaufen solltest, kannst du hier nachlesen.

Um eine ganzheitliche ökologische Lebensweise zu fokussieren, hilft mir auch immer wieder Yoga und Meditation. Lies hierzu am besten meine Beiträge Green Yoga: Öko-Yogische Prinzipien für den Alltag und Green Yoga – ein nachhaltiges Lebensmodell.

Ein guter und einfacher Anfang: Einführung plastikfreier Alternativen im Badezimmer

Meine Allzweckreinigerflasche fülle ich aus einem großen Kanister im Biounverpackt Wiesbaden wieder auf. Das spart Abfall. Als nächsten Schritt möchte ich mein Handspülmittel und das Geschirrspülreinigerpulver aus dem Biounverpackt Wiesbaden ausprobieren.

Die Seife an meinem Waschbecken ist schon lange keine Flüssigseife mehr, sondern ein einfaches Seifenstück von Weleda. Das war zum Beispiel einer meiner ersten Schritte.

Ich kaufe seit diesem Sommer meine Körperseife und mein Shampoo-Bar (Shampoo in fester Form) ohne Verpackung im Biounverpackt Wiesbaden. Dieser Schritt von Duschgel und Shampoo in Verpackung hin zu einer verpackungsfreien Variante hat bei mir sehr lange gedauert. Immer wieder habe ich überlegt, ob ich damit zu recht komme, anstatt es endlich zu tun.

Plastikfrei leben
Shampoo-Bar (Kornblume-Zitrone-Salbei) und Calendula-Körperseife

Jetzt fühle ich mich wohl damit und würde nie wieder umsteigen. Meiner Haut und meinen Haaren geht es seitdem auch viel besser, weil in den Produkten keine schädlichen Substanzen enthalten sind. Die Produkte sind in Bioqualität.

Wenn ich eine Haarkur machen möchte, benutze ich ein selbstgemachtes Roggenmehl-Shampoo. Als Shampoo kann ich es mir nicht für jeden Tag vorstellen, da ich das Gefühl von Schaum vermisst habe und meine Haare sich auf Dauer nicht so sauber angefühlt haben, aber als reichhaltige Haarkur ist es wunderbar. Im nächsten Schritt möchte ich ein selbstgemachtes Zahnputzpulver ausprobieren.

Waschmittel aus Kastanien überzeugt mich im Alltag nicht

Diesen Monat habe ich Waschpulver aus Kastanien hergestellt. Das Rezept findest du in meinem Beitrag Die besten Tipps für ein gelingsicheres natürliches Waschmittel aus Kastanien. Als Dauerlösung kommt es für mich nicht in Frage, zum einen aufgrund des großen Herstellungsaufwandes und zum anderen bin ich bei stark verschmutzter Kleidung nicht besonders von der Reinigungswirkung überzeugt. Das Ausprobieren lohnt sich trotzdem und macht viel Spaß.

Kastanien Waschmittel
Waschmittelpulver aus Kastanien – natürlich, verpackungsfrei und ohne Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe

Nachhaltige Verpackungslösungen im Kosmetikbereich

Als nächstes werde ich mir meine Kosmetikprodukte vornehmen und schrittweise durch nachhaltige und verpackungsarme Varianten ersetzen. Überzeugt haben mich dabei die tollen ökologischen Produkte von ZAO. Du kaufst zum Beispiel einmal dein Puder oder deinen Lippenstift und kannst die Packung immer wieder auffüllen. In einem Beitrag über meine Wochenlieblinge habe ich dir diese Produkte von ZAO schon einmal vorgestellt. Ich benutze nicht so viele Produkte, das heißt ich brauche eine Abdeckcreme, Lippenstift, Puder und Wimperntusche und das auch nicht in tausend Variationen.

ZAO Matt Lipstick 462 old pink altrosa rosa-rot Lippenstift, in nachfüllbarer Bambus-Dose (bio, Ecocert, Cosmebio, Naturkosmetik) *

Restmüll braucht keine Plastiktüte

Meinen Restmüll lege ich in einen mit Zeitung ausgekleideten Mülleimer, so dass ich hier auch Plastik spare.

Lebensmittel nicht in Plastikdosen lagern

Schon seit 2015 lagere ich meine Lebensmittel nicht mehr in Plastikdosen. Das hat für mich hauptsächlich gesundheitliche Gründe. In den meisten Plastikdosen ist BPA (Bisphenol-A) enthalten. Ich hatte einige davon zu Hause und habe das meiste bei einem Umzug 2015 verschenkt.

Meine Küche ist im Prinzip bis auf ein paar Kleinigkeiten (Pürierstab, Wasserkocher, Sparschäler, Kaffeemühle) plastikfrei. Yippie!

Um meine Lebensmittel im Kühlschrank zu lagern, benutze ich häufig Gläser von Weck oder Keramikschalen. Da ich auf Aluminiumfolie oder Frischhaltefolie verzichten möchte, nehme ich oft einen Frühstücksteller zum Abdecken. Nachhaltige Alternativen zum Frischhalten findest du hier.

Noch ein Tipp, der nicht unbedingt für das plastikfreie Leben wichtig ist: Ich mache meine Säfte oder Smoothies mittlerweile alle selbst. Du brauchst einen Mixer oder einen guten Pürierstab und Obst oder Gemüse deiner Wahl. Meine Lieblingssmoothies sind zur Zeit: Orange-Banane-Mango-Ingwer Smoothie (sehr gesund besonders in der kalten Jahreszeit, wo wir zu Erkältungen neigen) und Avocado-Schoko-Shake (kenne ich aus Indonesien und ich liebe es).

Zusammengefasst ist das Leben ohne Plastik gar nicht so schwer. Es dauert etwas Zeit bis du alle Möglichkeiten erkannt hast, um dein Leben plastikfrei zu gestalten. Wichtig war und ist mir immer noch: Lass dich nicht stressen von den einschlägigen Gruppen in den sozialen Medien oder deinen Mitmenschen und sei stolz auf das was du bis jetzt geschafft hast.

Schreib deine Erfolge am besten auf einem Blatt Papier und du wirst merken, dass du schon viel erreicht hast. So habe ich es auch gemacht. Das Ergebnis hast du gerade gelesen.

Mein Umwelt-Mantra für den Monat Oktober

Mit kleinen Schritten erreiche ich mein Ziel plastikfrei und gesund zu leben!

Schreib jetzt auf was du schon erreicht hast und was du im nächsten Monat erreichen möchtest.

Warte nicht zu lange, sondern mache es genau jetzt. Sonst vergisst du es wieder. Sei dir bewusst, dass gute Dinge Zeit brauchen und du es schaffen kannst. Kleine Schritte und Erfolge sind besser als gar nichts zu tun und nur darüber zu reden.

Schreib mir in den Kommentaren wie dir der Beitrag gefällt und was du schon erreicht hast. Mich interessiert auch was du bei der Umstellung auf eine plastikfreie und gesunde Lebensweise schwierig findest.

Halte durch und verliere nicht den Spaß am plastikfreien Leben!

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9 Kommentare zu “Plastikfrei leben – Kleine Schritte führen zum Erfolg

  1. Sabrina

    Hallo, ich bin vor etwa einen Monat in das plastikarme Leben gestartet. Bisher kaufe ich möglichst ohne Wegwetfplastik ein, also Obst und Gemüse lose, Wurst und Käse an der Theke in die Dose. Ich habe Teile meiner Lagerung schon auf Glas umgestellt, alles auf einmal ist zu viel. Wir haben bereits Shampoo als Seifenstück ausprobiert und werden darauf umsatteln, wenn der letzte Rest verbraucht ist. Meinen Haushaltsreiniger mache ich schon länger selbst auf Basis von Essig und fülle die Flasche immer wieder auf.
    Genauso mit meinem Deo. Funktioniert super. Für mich ist jeder kleine Schritt schon ein Erfolg. Der Weg ist das Ziel.

  2. Anja Blumschein

    Liebe Sabrina,

    toll, dass du schon so viel umgestellt hast und meinen Blog Umweltgedanken gefunden hast. Bei mir hat das auch länger gedauert und auch ich habe noch lange nicht alles erreicht. Für eine abfallreduzierte Lebensweise müssen wir uns schon ziemlich anstrengen ;-). Ich habe auch einen Haushaltsreiniger aus Zitronenschalen und Essig. Ich nutze aber zusätzlich (leider) immer noch den Orangenreiniger von Frosch (zumindest ökologischer als andere Reiniger). Ich muss mich auch erst noch näher mit dem Selbstherstellen von Reinigern beschäftigen.

    Viele Grüße
    Anja

  3. Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Ich setze seit 3 Jahren immer mehr um. Die Idee auf Müllbeutel zu verzichten ist gut. Die Produkte von ZAO kenne ich noch nicht, werde ich mir auf jeden Fall anschauen.

    Also seit 3 Jahren ist mein Bad insoweit plastikfrei, dass ich nichts mehr nachkaufe, sondern selber mache. Wo es geht benutze ich Gläser oder fülle meine selbstgemachten Reiniger in die alten Plastikflaschen.

    Als Waschmittel habe ich zu Anfang nur verdünnte Essigessenz genutzt für bunt und dunkel, für weiße Wäsche Natron. Inzwischen habe ich 3 große Gläser – geriebene Bio-Kernseife, Waschsoda und Sauerstoffbleiche (glaube ich).

    Einfrieren tu ich auch in Gläsern, habe aber auch noch ein paar Plastikdosen für größere Mengen.

    Seit ich das angefangen habe, bin ich stolz bei jeder neuen Idee und freue mich, dass ich damit einen guten Beitrag leiste.

    Einige Rezepte für Reiniger etc. und neue Entdeckungen poste ich auf fb. Dort heißt meine Seite Ask4more – Alles was Dir gut tut. Vielleicht magst Du ja mal schauen 😊

  4. Anja Blumschein

    Liebe Sonja,

    wow, da hast du ja eine Menge umgesetzt in den letzten Jahren. Ich bin beeindruckt. Soweit bin ich noch gar nicht. Meine Gesichtscreme und Zahncreme kaufe ich noch in Plastik, muss ich gestehen, aber zur Körperpflege benutze ich nur noch Seife, feste Shampoo-Bars und Creme-Deo von Sauberkunst oder Wolkenseifen (leider enthalten die Kokosöl, aber ich mag die trotzdem so und sonst benutze ich kaum Kokosöl).

    Wenn du die Dinge selber machst, sind dann die Zutaten nicht auch zum Teil in Plastik?

    Auf deiner Facebook Seite habe ich auch schon gestöbert. Ich werde in Zukunft sicher öfter dort vorbeischauen 🙂 Kennst du auch schon meine Facebook Seite? Dort teile ich zusätzlich zu meinen Beiträgen auch immer wieder interessante Posts, die auch für deine Seite relevant sein könnten.

    Liebe Grüße
    Anja

  5. Liebe Anja,

    das ist jetzt irgendwie wie Karma. Ich hab heute grad in unserer Facebook-Gruppe meinen Einkauf gepostet und wie glücklich ich darüber bin immer mehr auf Plastik verzichten zu können, da lese ich deinen Artikel und denke „Die Anja spricht mir aus der Seele“. Ich mach das jetzt seit Anfang des Jahres und bin bei jedem Einkauf glücklicher. Wurst kauf ich übrigens im Glas. Meinen Männern schmeckt sie sogar besser als Schnittwurst. Auf Toastbrot verzichte ich auch schon sehr lange und nehme lieber Kastenweißbrot. Das schmeckt getoastet ganz lecker. Bei den Haushaltsartikeln bin ich noch nicht so weit. Sicher weil ich auch versuche mein plastikfreies Leben im normalen Discounter oder Großmarkt umzusetzen. Weil ich mir vorgenommen habe, das es für jeden klappen sollte, auch wenn man keinen Unverpacktladen in der Nähe hat.

    Dein Blog ist wirklich toll. Mach bitte weiter so.

    Liebe Grüße
    Moni Münch

  6. Anja Blumschein

    Hi liebe Moni,

    über dein Lob zum Blog freue ich mich ganz besonders. Vielen Dank dafür. Ich kaufe auch sehr oft im normalen Supermarkt ein. Da ist das unverpackt einkaufen schon schwieriger, das stimmt. Besonders oft steht man dann auch vor der Entscheidung Waren aus biologischem Anbau zu nehmen oder plastikfrei einzukaufen. Ich bin vor kurzem umgezogen. Hier im Viertel gibt es einen kleinen Wochenmarkt. Da werde ich jetzt auch öfter mal hingehen. Ist immer einmal in der Woche. Mir ist es auch sehr wichtig regional und saisonal zu kaufen. Bezüglich Plastik im Haushalt noch ein Tipp: Im Badezimmer ist es relativ leicht ein paar Dinge plastikfrei zu kaufen, zum Beispiel Körperseife und Shampoo. Ich benutze einfach auch viel weniger Produkte seitdem ich Plastik versuche in meinem Leben möglichst minimal zu halten. Ganz darauf zu verzichten halte ich für eine Utopie in der heutigen Zeit, aber wir können die Mengen erheblich reduzieren mit ein bisschen Nachdenken.

    Liebe Grüße an dich
    Anja

  7. Liebe Anja,

    vielen Dank für den interessanten Artikel.

    Was mich betrifft, ich versuche seit Herbst 2016 plastikreduziert zu leben.

    Bisher umgesetzt habe ich:

    – ausnahmslos kein Kauf von Plastikflaschen
    – so gut es geht nur noch unverpackt einkaufen
    – Seife statt Duschgel
    – festes Shampoo statt konventionelles
    – kompletter Verzicht auf klassische Plastiktüten im Supermarkt (auch die dünnen Tüten für Obst & Gemüse)
    – Kauf von unverpacktem Toilettenpapier
    – Nutzung von festem Deo im Glas oder am Stück (je nach Wärme)
    – Vezicht auf klassische Zahnpasta und Zahnbürste (mit Ausnahme der elektronischen – diese wird ergänzend zur Holzzahnbürste weiter benutzt bis sie irgendwann mal den Geist aufgibt)
    – Verzicht auf Plastikdosen für Lebensmittel (meine alten Plastikdosen dienen jetzt zur Aufbewahrung von Schrauben, Werkzeug, Bastelsachen etc.
    – Verzicht auf Fleisch, Fisch und zu 90 % Milchprodukte
    – Grundlebensmittel werden nur noch im Unverpackt-Laden gekauft, alles andere soweit es geht im Glas (Gläser werden weiter verwendet oder zur Weiterverwendung verschenkt)
    – Alu- und Frischhaltefolie wurde durch vegane Wraps ersetzt
    – Kaffee to go nur noch im eigenen Becher
    – Wasser wird unterwegs in die Glas- oder Edelstahl-Flasche gefüllt (Ausnahme: in unserem Fußballstadion. Dort gibt es Pfandbecher. Meist hole ich mir 1 x ein Getränk und fülle den Becher bei Bedarf nochmal mit Leitungswasser auf)
    – nach und nach wurden Küchenartikel aus Plastik durch plastikfreie ersetzt
    – Elektro-Artikel werden/ wurden so gut es geht durch plastikarme Varianten ersetzt
    – im Restaurant Verzicht auf Strohhalm/ Trinkhalm
    – hat nicht direkt was mit plastikfrei zu tun, ist aber auch umweltfreundlich: ich beziehe schon seit nunmehr 15 Jahren konsequent reinen Ökostrom

    Erfolg: musste ich früher noch brav alle zwei Wochen meinen gelben Sack rausstellen, ist es jetzt nur noch ca. alle 16 Wochen.

    Denn es gibt auch noch Ausnahmen, sprich Sachen wo ich nicht auf Plastik verzichten kann.
    Diese sind zum Beispiel Tetrapacks und vegane Produkte, die ich immer dann kaufe, wenn sie kurz vorm Ablauf des MHD stehen. Hier widerstrebt mir der Gedanke, dass diese Produkte/ Lebensmittel einfach ungenutzt weggeworfen werden.

    All das mag noch nicht perfekt sein, aber es ist aktuell das, womit ich mich wohlfühle und was sich schon gut etabliert hat, ohne dass es eine gefühlte Einschränkung der Lebensqualität wäre.

    Und das ist mir ehrlich gesagt wichtiger als direkt alles „perfekt“ zu machen, aber gleichzeitig das Gefühl zu haben noch nicht genug zu tun, weil andere, vor allem in diversen Facebook Gruppen, doch immer wieder noch ein Haar in der Suppe finden und einen so ein Stück weit nieder machen.

    Grade für Anfänger kann das eher demotivierend sein.

    Umso schöner ist es dann, wenn man Artikel wie deinen liest und merkt, dass man doch schon recht viel geschafft hat! 🙂

    In diesem Sinne: Alles Liebe für dich und herzlichen Dank für die erneute Inspiration auf dem richtigen Weg zu sein.

  8. Anja Blumschein

    Liebe Britta,

    ganz klar – du bist definitiv auf dem richtigen Weg – toll, wieviel du schon verändern konntest! Besonders gut finde ich, dass du alte Plastikdosen als Aufbewahrungsmöglichkeit für Nicht-Lebensmittel weiterverwendest. Auch das du Lebensmittel rettest, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) stehen, finde ich vorbildlich 🙂

    Wo kaufst du unverpacktes Toilettenpapier und wie heißt das?

    Ich finde es manchmal auch schade wie der Umgang in den einschlägigen Facebook Gruppen ist. Eigentlich wäre es doch gut, jeden kleinen Schritt in die richtige Richtung zu unterstützen. Gerade letztens wurde wieder jemand halb zerrissen, weil beim plastikfreien Einkaufspost noch irgendwelche „nicht-ökologischen“ Produkte zu sehen waren.

    Also in diesem Sinne immer schön motiviert bleiben! Ich würde mich freuen, wenn du Umweltgedanken weiterhin verfolgst. Ich habe mich auch schon auf deinem Blog umgesehen… 🙂

    Liebe Grüße
    Anja

  9. Liebe Anja, vielen Dank für deine nette Rückmeldung! 🙂

    Das Toilettenpapier ist von der Firma „Smooth Panda“. Entweder bestelle ich es dort direkt, oder ich kaufe es im Unverpackt-Laden meines Vertrauens. (Allerdings komme ich dort nur 1x im Monat hin, da er etwas weiter weg ist.) Der Vorteil bei der Direktbestellung: Man hat die Möglichkeit gleich eine größere Menge an Rollen zu erhalten (Sie sind viel ergiebiger als normales Toilettenpapier), die wirklich nur in einem gut zu entsorgenden, oder wiederverwertbaren Karton verpackt sind. Ich habe im November 2016 einen solchen Karton bestellt und noch immer ein paar Rollen.

    Zudem gibt es eine Abo-Option und seit einiger Zeit gibt es auch Einweg-Taschentücher für Leute, die keine Stofftaschentücher mögen.

    Einziges Manko: Noch kommt das Toilettenpapier aus China. Die Firma ist aber bemüht eine Möglichkeit zu finden, den Bambus in Europa anzubauen. Daher finde ich, ist das Unternehmen unterstützenswert.

    Den Umweltgedanken werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen.

    Um dies nicht zu tun, liegt mir das Thema viel zu sehr am Herzen. 🙂

    Ich wünschte auch, ich würde einen Job / Jobs finden, in dem / denen sich dies besser umsetzen lässt, aber das ist bei meiner Ausbildung schwierig.

    Nun ja, aber zumindest privat bleibe ich am Ball und das ist ja auch schonmal was wert. 😉

    Liebe Grüße und sicherlich bis bald einmal,
    Britta

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