Blog Umwelt und Nachhaltigkeit. Ökologischer Lifestyle und recherchierte Informationen. Dein Nachhaltigkeitsblog mit vielen Tipps für den Alltag.

Autor: Anja

Osterbasteln mit Kleinkind – eine einfache Bastel-Idee

Fehlt dir noch ein passendes Ostergeschenk? Dann habe ich eine einfache Bastel-Idee für dich, die auf kreative Weise die Feinmotorik deines Kindes fördert. Diese schönen Ostereier kannst du auch schon mit ganz kleinen Kindern für Ostern basteln.

Fehlt dir noch ein passendes Ostergeschenk? Dann habe ich eine einfache Bastel-Idee für dich, die auf kreative Weise die Feinmotorik deines Kindes fördert. Diese schönen Ostereier kannst du auch schon mit ganz kleinen Kindern für Ostern basteln.

Die liebe Diana vom Mama-Blog I need sunshine hat mich dazu inspiriert.

Diese Materialien brauchst du

  • weißen Tonkarton (es geht auch jede andere Farbe)
  • Bleistift
  • Geodreieck
  • Lineal
  • Zirkel
  • Schere
  • Buntstifte, Wachsmalstifte, Wachsmalblöcke, Wasserfarben oder Fingerfarben
  • Klebestift
  • Seidenpapier, z. B. Reste von Verpackungsmaterial
  • nach Bedarf farbiges Tonpapier

Vorbereitete Umgebung

Vorbereitete Umgebung

Vorbereiteter Malplatz © Umweltgedanken

Für Kinder ist es immer hilfreich, wenn sie eine vorbereitete Umgebung vorfinden, das heißt du schneidest die Ostereier aus Tonkarton aus und legst alle Materialien schon mal bereit. So kannst du dich später zusammen mit deinem Kind besser auf die gemeinsame Zeit konzentrieren und dein Kind beim Gestalten mit mehr Ruhe begleiten. Plane gerade bei Kleinkindern genügend Zeit (eventuell auch mehrere Tage) ein, da die Konzentration oft schnell nachlässt.

Erwarte auch nicht zu viel von deinem Kind ?, dann werden die Bilder am schönsten. Wenn du willst, kannst du die „Kritzeleien“ später noch entsprechend in Szene setzen. Dann kommt das Geschenk noch besser an.

So konstruierst du ein Osterei

Zunächst stellst du dir eine Schablone für das Osterei her. Ich habe im Internet eine Anleitung gefunden und werde dir die wichtigsten Schritte nochmal zusammenfassen. Folge der Anleitung unter dem Bild.

Osterei zeichnen

So konstruierst du ein Osterei © Umweltgedanken

Zeichne ein Dreieck wie abgebildet (lila Linien). Dann schlägst du mit dem Zirkel um den Punkt B einen Halbkreis mit einem Radius von 6 cm (grüne Linie). Danach folgen zwei Achtelkreise mit einem Radius von 12 cm um die Punkte A und C (rote Linien). Als letzten Schritt schlägst du mit dem Zirkel einen Viertelkreis von 3,5 cm Radius um den Punkt D (blaue Linie). Fertig ist die Osterei-Schablone.

Nun kannst du mit der Schablone beliebig viele Ostereier zeichnen, ausschneiden und von deinem Kind nach Lust und Laune bemalen lassen. Größere Kinder können die Ostereier auch selbst ausschneiden ?.

Osterei bemalen und bekleben

Bei der künstlerischen Gestaltung sind der Phantasie deines Kindes keine Grenzen gesetzt. Unser Sohn hat sich für Wachsmalstifte und Wachsmalblöcke entschieden.

Ostern Basteln mit Kind

Ostereier nach Lust und Laune schön bunt bemalen © Umweltgedanken

Beim Knüllen und Kleben der Seidenpapierkugeln habe ich ein bisschen geholfen. Du kannst diese auch schon komplett im Vorfeld vorbereiten, wenn dein Kind noch sehr jung ist. Es bleibt dir überlassen, wie du die Papierkugeln auf dem Osterei anordnest. Ich habe mich für zwei Linien entschieden.

Osterei basteln mit Kleinkind

Ostereier mit Papierkügelchen bekleben © Umweltgedanken

Entweder lässt du das Osterei so wie es ist oder du setzt es noch ein bisschen in Szene. Ich habe dazu ein farbiges Tonpapier auf einen weißen Tonkarton (halbes DIN A4 Blatt) geklebt. Der weiße Rand beträgt 1 cm.

Kleinkind-Kritzeleien schön in Szene gesetzt © Umweltgedanken

Ich wünsche dir und deinem Kind nun viel Spaß beim Malen und Kleben! Schreib mir gerne einen Kommentar wie dir diese Bastel-Idee gefällt.

Titelbild: © Umweltgedanken

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

Keine Kommentare zu Osterbasteln mit Kleinkind – eine einfache Bastel-Idee

Regional-saisonal einkaufen: 30-Tage-Challenge

Wir möchten nachhaltiger leben, damit die Generationen nach uns auch noch genügend Ressourcen und eine intakte Umwelt vorfinden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten im Alltag den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Ein guter Ansatz ist es Lebensmittel möglichst regional-saisonal einzukaufen.

Wir möchten nachhaltiger leben, damit die Generationen nach uns auch noch genügend Ressourcen und eine intakte Umwelt vorfinden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten im Alltag den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Ein guter Ansatz ist es Lebensmittel möglichst regional-saisonal einzukaufen.

Trotz des Wissens kaufen auch wir Lebensmittel, die gerade keine Saison haben (Tomate, Paprika im Winter) oder die von weit her kommen (Reis, Bananen, Kichererbsen). Deshalb haben wir als Familie jetzt beschlossen 30 Tage regional-saisonal einzukaufen, um zu zeigen wie eine besonders umwelt- und klimabewusste Ernährung im April wirklich aussieht.

Warum möchten wir regional-saisonal einkaufen und kochen?

  • Die Transportwege bei regionalen-saisonalen Lebensmitteln sind kurz und es wird weniger Energie verbraucht. Kurze Transportwege entlasten auch die Straßen und es gelangen weniger Schadstoffe aus Abgasen an die Luft. Auch die Nährstoffverluste bei einem längeren Transport werden minimiert. Besonders klimaschädlich sind Lebensmittel, die mit dem Flugzeug transportiert werden.
  • Saisonale Lebensmittel aus der Region schmecken gut und haben einen höheren Vitamingehalt, da sie voll ausgereift und erntefrisch sind.
  • Saisonal bedeutet Anbau im Freiland. Die CO2-Emissionen sind 34-mal geringer (Dienstleistungszentren Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz) als beim Anbau in beheizten Gewächshäusern. Außerdem ist im Vergleich zum Anbau unter Folie der Primärenergieverbrauch viel geringer.
  • Regional-saisonale Lebensmittel sind aufgrund des hohen Angebots oft günstiger als Importware.
  • Die regionale Wirtschaft wird gestärkt.
  • Der Speiseplan ist abwechslungsreicher, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so wirkt. Wir greifen im Jahresverlauf nicht immer zu den gleichen Lebensmitteln, die uns schmecken.

Wo kannst du saisonale Lebensmittel aus der Region kaufen?

  • Ganz klassich im Supermarkt, Bioladen oder Reformhaus (hier auf regionale Label achten)
  • Auf dem Wochenmarkt
  • Direkt beim Erzeuger im Hofladen bzw. über das Direktvermarktungsportal Marktschwärmer, an Verkaufsständen oder auf (Selbstpflück-)Plantagen (z. B. Erdbeeren, Äpfel), bei regionalen Mühlen
  • Eine Ökokiste oder Biokiste beziehen
  • Aus eigenem Anbau aus dem Garten/ Schrebergarten, auf dem Balkon, auf dem Fensterbrett
  • Aus solidarischer Landwirtschaft/ eigener Landwirtschaft
  • Beteiligung an einem Urban-Gardening-Projekt (in Wiesbaden z. B. beim Tatengarten oder Biberbau)

Saisonkalender April – Was wächst im Freiland?

Der Monat April ist im Jahresdurchschnitt gesehen eine Herausforderung, um regional-saisonal einzukaufen, da die Lagerware zu Neige geht und die neue Ernte noch nicht eingeholt wurde.

Die Recherche zu diesem Beitrag war nicht einfach, da die im Internet vorhandenen Saisonkalender sich teilweise unterscheiden, so dass ich meine eigene Liste zusammengestellt habe. Da Gemüse aus Lagerware oft gekühlt werden muss, greife ich bevorzugt zu frischen Lebensmitteln aus heimischen Freilandanbau. Bei Obst ist das nur Rharbarber, so dass ich auch noch Äpfel als einziges Lagerobst kaufen werde, da wir sonst gar kein frisches Obst hätten. Diese Umweltsünde nehme ich in Kauf. Selbst gekühlt eingelagerte Äpfel aus der Region sind Überseeimporten eindeutig vorzuziehen (DLR Rheinland-Pfalz).

Wir werden versuchen das meiste regional aus einem Umkreis von maximal 200 km zu beziehen. Wenn wir aber dafür mit dem Auto viele zusätzliche Wege zurücklegen müssten, setzten wir die Grenze in Deutschland, das heißt das Lebensmittel muss möglichst aus unserem Land kommen (z. B. bei Käse und Bio-Milch in Glasflaschen).

Folgendes Obst, Gemüse und Salat ist im April frisch aus heimischen Anbau verfügbar

  • Rhabarber
  • Spinat
  • Lauch (Porree)
  • Schalotten
  • Frühlingszwiebeln
  • Spargel (z.T. ab Mitte April in milden Regionen)
  • Rucola (erste Freilandernte Ende April)
  • Champignons (ganzjährig, meist aus dem klimatisierten Fruchtraum, Kellergewölbe, Stollen, auch in Heimfertigkultur möglich)

Folgendes Obst und Gemüse ist im April als Lagerware regional verfügbar (Achtung meist aus dem Kühlhaus)

  • Äpfel (u. a. Elstar, Boskop, Pinova)
  • Kartoffeln
  • Möhren
  • Knollensellerie
  • Zwiebeln
  • Weißkohl
  • Rote Beete
  • Rotkohl
  • Pastinaken (nur noch im April, dann erst wieder im August/September aus regionalem Anbau)

Folgende Kräuter gibt es im April frisch aus heimischen Anbau

  • Schnittlauch
  • Kresse (auf der Fensterbank ganzjährig möglich)
  • Basilikum
  • Koriander
  • Bärlauch (wächst auch im Wald)
  • Portulak (gedeiht wie Kresse auch ganzjährig auf der Fensterbank)

Folgende Kräuter und Gewürze aus heimischen Anbau verwenden wir getrocknet

  • Bohnenkraut (als Pfefferersatz)
  • Majoran
  • Thymian
  • Salbei (auch ab März im Freiland)
  • Estragon
  • Kümmel
  • Rosmarin (ganzjährig auch frisch, bei Überwinterung im Haus)
  • Oregano
  • Dill
  • Lorbeer

Pfeffer, Muskat, Vanille und sonstige exotische Gewürze möchten wir nicht benutzen.

Regionale Alternativen zu Reis

  • Dinkel (z. B. in Papierverpackung von Campo Verde, aus Süddeutschland) bzw. Dinkelreis
  • Hirse (z. B. in Papierverpackung von Campo Verde)
  • Grünkern
  • Buchweizen
  • Gerste
  • Khorasan-Weizen (nur geringer Anbau in Deutschland, zum Beispiel Biolandhof Knauf)

Regionale Speiseöle

Bei Speiseölen ist es gar nicht so einfach auf heimische Alternativen umzusteigen. Zum Braten gut geeignet sind Bio-Bratöle mit Sonnnblumenkernen der Sorte high oleic, das heißt mit einem erhöhten Anteil an Ölsäure. Dadurch sind diese höher erhitzbar (werden aber trotzdem kaltgepresst). Aber auch hier musst du gut auf das Herkunftsland bzw. Ursprungsland schauen, denn Sonnenblumenkerne werden auch oft aus Frankreich, Bulgarien, Ungarn oder Rumänien importiert. Bio Planète Ölmühle Moog aus dem sächsischen Lommatzsch oder die Ölmühle Sander aus Mecklenburg-Vorpommern (Bio-Rapsöl, Bio-Hanföl) bieten Öle aus heimischen Anbau.

Regionaler Zucker und Alternativen

Am schwersten wird mir der Verzicht auf Schokolade bzw. Kakao fallen 😉 (Edit 12.04.2019 Ich bin auch schon kurz schwach geworden, aber ich will es auf jeden Fall reduzieren). Als süße Alternative backe ich selbst Kekse (u. a. Honig-Haferflocken-Kekse) und es gibt öfter einen süßen Nachtisch. Bei Zucker lohnt es sich auch regional zu denken: Nach einer Studie der Schweizer Zucker AG belastet der regional angebaute und verarbeitete Bio-Rübenzucker die Umwelt um rund 37 % weniger als ein Bio-Fair-Trade-Rohrzucker aus Paraguay. Wer auf normalen Zucker verzichten möchte, kann auch Apfelsüße als regionale Alternative oder Honig versuchen.

Eine Ausnahme lassen wir zu: Kaffee

Ohne Kaffee geht bei uns gar nichts. Wir kaufen fair gehandelten Kaffee aus kontrolliert biologischem Anbau. Noch ökologischer wäre ein koffeeinfreier heimischer Kaffee-Ersatz wie zum Beispiel Lupinenkaffee. Auch mit Haselnüssen und Walnüssen ließe sich ein Mittagstief umgehen.

Mitmachen zählt! Perfekt sein ist nicht wichtig

Dir wird beim Einkaufen schnell auffallen, dass das Sortiment im Laden ein Überangebot ist und vieles von dem was angeboten wird gar keine Saison hat und meist nicht regional ist.

Du wirst ein wenig suchen müssen, um Alternativen in deiner Region zu finden, aber das macht auch Spaß und du kommst vielleicht sogar mit den Erzeugern in direkten Kontakt. Ich finde das hat auch nochmal einen ganz anderen Stellenwert, wenn du weißt wer dein Gemüse oder Getreide anbaut und wo die Kühe ihr Gras fressen. Es muss auch nicht alles auf einmal klappen. Wichtig ist, dass du überhaupt anfängst umzudenken.

Wir würden uns freuen, wenn du im April bei dieser Challenge mitmachst und stellen dir dafür unsere Lieblingsrezepte (im Alltag schnell und fast immer plastikfrei kochbar) zur Verfügung (z. T. habe ich Rezepte aus anderen Quellen angepasst). So kannst du direkt starten. Die Rezepte sind nicht alle vegan (hauptsächlich vegetarisch), können aber bestimmt leicht angepasst werden.

REGIONAL-SAISONALE REZEPTE

Auf dem Blog folgen in Kürze noch weitere interessante Beiträge zum Thema. Außerdem gebe ich auf Instagram regelmäßig Tipps für den regional-saisonalen Einkauf. Also folge mir auch auf Instagram, damit du nichts verpasst. Unter dem Hashtag #30tageregionalsaisonal können wir uns gegenseitig motivieren.

Machst du mit bei der Challenge? Gibt es ein nicht-regionales oder nicht-saisonales Lebensmittel worauf du gar nicht verzichten könntest? Schreib mir gerne einen Kommentar. Schreib mir auch gerne, wenn du etwas zum Beitrag ergänzen möchtest. Ich freue mich auf deine Gedanken zum Thema.

Titelbild: Regional-saisonaler Einkauf © Umweltgedanken

Bitte teile den Beitrag mit deinen Freunden, wenn er dir gefällt.

2 Kommentare zu Regional-saisonal einkaufen: 30-Tage-Challenge

Zero Waste im Badezimmer: Diese Produkte benutzen wir

Minimalismus ist uns auch in unserem Badezimmer wichtig. Im Beitrag erfährst du welche Produkte wir in unserem (fast) Zero Waste Badezimmer benutzen.

Minimalismus ist uns auch in unserem Badezimmer wichtig. Im Beitrag erfährst du welche Produkte wir in unserem (fast) Zero Waste Badezimmer benutzen.

Seit dem wir auf weniger Plastik in unserem Badezimmer umgestellt haben, finden wir es auch viel schöner. Und wir haben natürlich viel weniger Plastikmüll. Das schont die Umwelt.

Duschen und Baden

Körperseifen

Zum Duschen nutzen wir Körperseifen von der Naturseifen-Manufaktur Uckermark. Diese enthalten alle mehr oder weniger Kokosöl. Wer komplett auf Kokosöl verzichten möchte, kann auch zu einer reinen Pflanzenölseife greifen, zum Beispiel Alepposeife (Olivenölseife).

Wir benutzen noch Waschlappen, eine Bambus-Handbürste und am Handwaschbecken eine palmölfreie Handseife.

Shampoo Bar

Ein Shampoo Bar ist ein festes Shampoo. Einfach das Stück in den Händen reiben und Schaum erzeugen. Dann wie gewohnt waschen. Nach vielem Ausprobieren sind wir mit den festen Shampoos der Naturseifen-Manufaktur Uckermark sehr zufrieden.

Badebomben

Badebombe Zero Waste

Zero Waste Badebomben kannst du ganz leicht selber machen © Umweltgedanken

Wir baden nicht oft, aber wenn dann kann ich selbstgemachte Badebomben empfehlen. Sieht auch als Deko im Bad toll aus. Ich habe meine Badebomben nach diesem Rezept vom Blog Nia Latea gemacht.

Rasieren (noch in der Entwicklung)

Viele schwören auf Rasierhobel und Rasierseife (von Savion gibt es eine ohne Palmöl). Ich hatte bisher immer Angst mich mit dem Rasierhobel zu schneiden und nehme daher (leider) noch die Wegwerfvariante. Für die Beine benutze ich schon seit vielen Jahren ein Epiliergerät.

Haarpflege

Ich benutze Bio-Jojobaöl (aus einem örtlichen Naturkosmetikladen) als Pflege für meine Haarspitzen. Außerdem verwende ich manchmal nach dem Waschen einen selbstgemachten Leave-In Conditioner aus Aloe-Vera.

Hier kommst du zum Rezept: Aloe Vera Leave-In Conditioner aus Aloe-Vera

Körper und Gesichtspflege

Körperöl

Ich benutze für die Körper- und Gesichtspflege auch ein Bio-Jojoboöl (nicht-komedogen) und gelegentlich ein Mandelöl – zur Zeit das Weleda Gesichtsöl. Früher musste ich meinen ganzen Körper eincremen, aber heute brauche ich das nicht mehr. Gelegentlich benutze ich das Öl an rauhen Stellen wie Ellenbogen oder Knie.

Peeling

Zero Waste Bad

Kaffee-Peeling mit Bio-Jojobaöl mache ich selber © Umweltgedanken

Als Peeling kann ich puren Kaffeesatz, Rohrohrzucker, grobes Salz (Himalaya- oder Steinsalz) oder mein selbst gemachtes Kaffee-Peeling mit Bio-Jojobaöl empfehlen.

Hier kommst du zum Rezept: Kaffee-Peeling mit Bio-Jojobaöl

Deodorant

Selbstgemachte Deos mit Natron sind für meine empfindliche Haut nichts (Natron kann die Haut reizen). Deswegen benutze ich das palmölfreie Creme-Deo Zitrone von der Naturseifen-Manufaktur Uckermark. Vorher hatte ich auch andere feste Deos ausprobiert, die mir aber im Vergleich zum einen von der Wirksamkeit und zum anderen von den Inhaltsstoffen nicht so gefallen haben wie das was ich jetzt benutze.

Zahnpflege

Ich benutze seit kurzem eine Bambuszahnbürste von Hydrophil mit Borsten aus erdölfreiem Rizinusöl. Vorher hatte ich auch schon mal eine Bürste eines anderen Herstellers mit der ich vom Putzgefühl nicht zufrieden war. Die von Hydrophil ist aber gut. Bambus ist zwar nicht einheimisch und somit nicht wirklich nachhaltig, aber es ist eine bessere Alternative zu Plastik. Es gibt wohl auch Zahnbürsten aus einheimischen Hölzern wie Buchenholz (z. B. von Alverde). Weiß aber nicht wie gut die sind und ob die Borsten auch biologisch abbaubar sind. Häufig sind die auch mit Schweineborsten und damit nicht vegan.

Zahncreme benutze ich noch welche in der Plastiktube. Ich möchte aber Zahnputztabletten oder Zahnkreide (mit Xylitol) ausprobieren. Ganz ohne Zahnpasta kannst du mit dem Miswak Zahnputzholz putzen. Bin mir aber noch unsicher, ob die Alternativen zur normalen Zahncreme wirklich so gut für die Zähne sind. An die selbst gemachte Zahnpasta traue ich mich auch nicht so ran. Hast du da Erfahrung was Zahnärzte dazu sagen?

Zahnseide gibt es im wiederverwendbaren Glastiegel.

Make up

Zero Waste Puder

Zero Waste Puder aus 3 Zutaten selbst mischen © Umweltgedanken

Ich benutze nicht allzu viel. Mein Puder mische ich selbst. Im nächsten Schritt möchte ich meine Mascara und Rouge selber machen.

Hier kommst du zum Rezept: Plastikfreies Puder aus 3 Zutaten herstellen

Sinnvoll sind eventuell noch waschbare Reinigungs- und Abschminkpads. Ich habe keine – Wasser, Seife und Waschlappen reichen bei mir.

Hygiene

Toilettenpapier

Da ist es bei mir nicht so Zero Waste, aber zumindest umweltverträglich. Wir benutzen Recycling-Toilettenpapier. Die Plastikverpackung benutze ich weiter als Mülltüte für den Kosmetikeimer. Von dem oft angepriesenen Bambustoilettenpapier halte ich nicht so viel, denn dieses muss erst importiert werden. Besser ist Recyclingtoilettenpapier mit dem Blauen Engel.

Monatshygiene (noch in der Entwicklung)

An eine Menstruationstasse oder einen Menstruationsschwamm (z. B. Levantiner) habe ich mich bisher noch nicht ran getraut, obwohl ich denke, dass es eine gute Sache ist. Ökologische Tampons gibt es zum Beispiel von Natracare (bei Alnatura, tegut, denn’s), Masmi, Organyc oder Ovy. Slipeinlagen benutze ich von Cosmea. Es gibt waschbare Slipeinlagen (Kulmine, Ella, Bloodmilla), die ich auch mal ausprobieren möchte.

Ohrstäbchen

Da gibt es plastikfreie Varianten mit Biobaumwolle in der Drogerie. Ich verzichte aber seit zwei Woche komplett auf Wattestäbchen. In den ersten Tagen war es ein komisches Gefühl, das geht aber schnell weg.

So das waren im Großen und Ganzen meine Pflegeprodukte und Utensilien. Mehr brauche ich nicht. Dinge wie Kamm und Bürste sind bei uns nicht plastikfrei, da die erst ausgetauscht werden, wenn diese nicht mehr gebrauchsfähig sind ?.

„We don’t need a handful of people doing zero waste perfectly. We need millions of people doing it imperfectly.“ (Anne-Marie Bonneau)

An das Thema Zero Waste Monatshygiene muss ich mich erst noch herantasten. Verwendest du Bio-Tampons oder Menstruationstassen oder waschbare Slipeinlagen? Was benutzt du sonst so an Produkten in deinem Zero Waste Badezimmer? Schreib mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich auf deine Gedanken zum Thema Zero Waste Bad.

Titelbild: © Umweltgedanken

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

10 Kommentare zu Zero Waste im Badezimmer: Diese Produkte benutzen wir

Bananenmilch ohne Milch und Nüsse – vegan und plastikfrei

Bananenmilch ist lecker, schnell zubereitet und komplett milch- und nussfrei. Wie du dir eine vegane Bananenmilch selber machen kannst, verrate ich dir in diesem Rezept.

Bananenmilch ist lecker, schnell zubereitet und komplett milch- und nussfrei. Wie du dir eine vegane Bananenmilch selber machen kannst, verrate ich dir in diesem Rezept.

Diese Zutaten brauchst du:

Ergibt etwa 0,5 Liter

  • 2 Bananen (in Scheiben geschnitten und gefroren)
  • 2 Tassen Wasser
  • 1 Messerspitze Ceylon-Zimt (oder Kardamom oder beides)
  • nach Belieben Ahornsirup, Zitronensaft, Bourbon Vanille, Spekulatiusgewürz, Kakao, Sesammus (Tahin), Haferflocken, Stein- oder Himalayasalz
Bananenmilch ohne Milch und Nüsse

Vegane Bananenmilch – milchfrei und nussfrei
© Umweltgedanken

 

So bereitest du die Bananenmilch zu:

Die Bananen in Scheiben schneiden und für etwa eine Stunde in den Gefrierschrank stellen, damit das Getränk später schön kalt ist (Kühlschrank geht auch). Dann die Bananenscheiben im Mixer zerkleinern oder mit dem Pürierstab pürieren und das Wasser nach und nach zugeben. Die Milch sollte wässrig sein. Wenn es von der Konsistenz eher wie ein Smoothie ist, gib noch etwas Wasser dazu. Zum Schluss mit einer Messerspitze Ceylon-Zimt verfeinern. Zucker brauchst du nicht extra zugeben, denn Bananen sind süß genug.

Du kannst natürlich auch Nüsse oder Mandeln zugeben, wenn du möchtest. Hier sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Bananenmilch ohne Milch

Die Bananenmilch hält sich bis zu zwei Tage im Kühlschrank
© Umweltgedanken

 

Leckerer Frühstücksdrink und Energielieferant

Bananenmilch ist schnell gemacht, schmeckt richtig lecker, besonders zum Frühstück, und gibt dir viel Energie für den Tag. Die gibt es jetzt definitiv öfter bei uns. Im Kühlschrank kannst du sie bis zu zwei Tage lagern. Fülle die Milch dazu in eine verschließbare Flasche, beispielsweise in eine gebrauchte Sahne- oder Milchpfandflasche.

Hast du auch schon mal Bananenmilch selbst gemacht? Erzähl mir von deinen Erfahrungen.

Titelbild: © Umweltgedanken

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

Keine Kommentare zu Bananenmilch ohne Milch und Nüsse – vegan und plastikfrei

Kaffee-Peeling selber machen – mit Bio-Jojobaöl

Ich verwende meinen Kaffeesatz weiter zu einem Kaffee-Peeling. Warum für deine Haut ein Peeling von Zeit zu Zeit wichtig ist und wieso ich Kaffee-Peeling ohne Kokosöl bevorzuge, erfährst du in diesem Beitrag.

Ich verwende meinen Kaffeesatz weiter zu einem Kaffee-Peeling. Warum für deine Haut ein Peeling von Zeit zu Zeit wichtig ist und wieso ich Kaffee-Peeling ohne Kokosöl bevorzuge, erfährst du in diesem Beitrag.

Warum ist ein Hautpeeling wichtig?

Die Hautzellen erneuern sich regelmäßig. Alte Hautschüppchen befinden sich somit auf deiner Haut. Diese fallen auch irgendwann von selbst ab. Um aber eine schöne glatte Haut zu haben, ist es gut etwa 1- bis 2-mal im Monat ein Peeling unter der Dusche zu machen. Konventionelle Peelings aus der Drogerie enthalten oft Mikroplastik. Ein selbstgemachtes Peeling aus Kaffeesatz ist viel ökologischer und garantiert plastikfrei.

Ich verzichte auf Kokosöl aus folgenden Gründen:

– Kokosöl ist nicht nachhaltig (auch für Kokospalmen werden Regenwälder gerodet – lies auch diesen Beitrag hier)
– Kokosöl ist stark komedogen, d. h. es verstopft die Poren und führt zu Hautunreinheiten und Pickeln
– Bei Raumtemperatur ist Kokosöl fest und kann den Abfluss verstopfen (insbesondere in Kombination mit dem sogenannten Kaffeefett – das sind Rückstände der ätherischen Kaffeeöle)

Den Hype um Kokosöl verstehe ich nicht. Manchmal ist Kokosöl schwer ersetzbar (in meinem Cremedeo zum Beispiel), aber meistens kann ich darauf verzichten.

Diese Zutaten brauchst du für das Kaffee-Peeling:

  • 2 Esslöffel Kaffeesatz (ich lasse den Kaffeesatz immer trocknen und sammle diesen in einem Schraubglas, so dass ich immer eine kleine Menge zur Verfügung habe)
  • 2 Esslöffel Bio-Jojobaöl
  • nach Belieben Rohrohrzucker (gröber als normaler Haushaltszucker) als zusätzliches Peelingmittel zugeben
  • 1 verschließbares Glas zum Aufbewahren

Alle Zutaten mischen und in ein Glas füllen.

Alternativ kannst du das Peeling mit jedem nicht-komedogenen Öl wie beispielsweise Traubenkernöl, Arganöl oder Ringelblumenöl ansetzen. Ob du ein nicht-komedogenes Öl benutzt, hängt von deinem Hauttyp ab. Wenn du Mischhaut hast und eher zu Hautunreinheiten neigst, empfehle ich dir ein nicht-komedogenes Öl. Bei eher trockener Haut geht zum Beispiel auch Oliven- oder Mandelöl.

Wer Angst hat, dass die Abflussrohre durch das Kaffee-Peeling verstopfen, kann das Peeling auch nur mit Rohrohrzucker machen. Der Zucker löst sich nach einiger Zeit auf. Ich habe aber noch nie Probleme mit Kaffeesatz im Abfluss gehabt.

Auf die Zugabe von ätherischen Ölen verzichte ich, da diese wassergefährdend sein können. Der Duft nach Kaffee ist schon lecker genug. Wer das Peeling nur mit Rohrohrzucker macht, kann etwas abgeriebene Zitrone oder Orange dazugeben, damit es gut duftet.

Darum nehme ich Jojobaöl anstatt Kokosöl:

  • Jojobaöl ist genau genommen ein Wachs und hinterlässt keinen schmierigen Film auf der Haut
  • die Jojobapflanze wächst in Halbwüsten oder Wüsten auf Böden, die nicht für die Landwirtschaft nutzbar sind
  • Jojoba hat viel Vitamin E und ist sehr pflegend
  • Jojobaöl wird nicht ranzig (da es keine Triglyzeride – Fette enthält), so dass sich das Peeling länger hält

Ich bin total begeistert von meinem Kaffee-Peeling ?. Es ist eine gute Möglichkeit Kaffeesatz weiterzuverwenden. Einfach unter der Dusche den nassen Körper damit in kreisenden Bewegungen einreiben und anschließend gut mit Wasser abspülen. Die Haut ist danach angenehm weich.

Benutzt du auch Peeling aus Kaffeesatz? Welches Öl benutzt du für dein Peeling?

Titelbild: © Umweltgedanken

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

Keine Kommentare zu Kaffee-Peeling selber machen – mit Bio-Jojobaöl

Warum Bio-Tee aus fairem Handel besser ist – 5 Fakten, die mich zum Umdenken gebracht haben

Tee ist beliebt und nach Wasser das weitverbreitetste Getränk. Die größten Teeproduzenten sind China, Indien, Kenia und Sri Lanka. Sozial- und Umweltstandards sind dort vergleichsweise niedrig oder lassen sich nur schwer durchsetzen. Diese 5 Fakten haben mich zum Umdenken gebracht und werden mein Konsumverhalten nachhaltig verändern.

Tee ist beliebt und nach Wasser das weitverbreitetste Getränk. Die größten Teeproduzenten sind China, Indien, Kenia und Sri Lanka. Sozial- und Umweltstandards sind dort vergleichsweise niedrig oder lassen sich nur schwer durchsetzen. Diese 5 Fakten haben mich zum Umdenken gebracht und werden mein Konsumverhalten nachhaltig verändern.

 

Monokulturen sind schlecht für die Umwelt

Fast alle Teeanbaugebiete werden in Monokulturen bewirtschaftet. Monokulturen sind anfälliger für Schädlingsbefall und erfordern im konventionellen Anbau einen verstärkten Einsatz von Pestiziden. Die Bodenfruchtbarkeit verringert sich, und als Folge dessen werden vermehrt Kunstdünger eingesetzt. Monokulturen sind in der Natur nicht vorgesehen und zerstören das ökologische Gleichgewicht.

Ökologischere Alternativen können beispielsweise Mischkulturen mit Nelken- und Muskatbäumen, Kokospalmen und Gewürzpflanzen (Ingwer, Kardamom, Pfeffer) sein. Dadurch kann die Artenvielfalt erhöht und die Bodenfruchtbarkeit verbessert werden.

Zu den ökologischen Nachteilen kommen erhebliche wirtschaftliche Einbußen bei Ernteausfällen. In Anbaugebieten mit riesigen Monokulturen sind die Teepflückerinnen und Teepflücker von den Plantagenbesitzern abhängig, denn es gibt auf dem Land kaum Möglichkeiten einen anderen Beruf zu erlernen.

 

Tee gehört zu den Lebensmitteln, die häufig mit Schadstoffen belastet sind

Pestizide, Herbizide und Insektizide werden mit Sprühflugzeugen über die Plantagen verteilt. Hautausschlag, Lungenentzündungen und Atemwegserkrankungen sind die häufigsten Erkrankungen der Plantagenarbeiter. Die Pestizide sind nicht nur für die Umwelt und die Arbeiter schädlich, sie können auch die Verbraucher gefährden. Bei einem Test des ZDF-Magazins WISO enthielten beispielsweise fünf von sechs Schwarztees den krebserregenden Stoff Anthrachinon, der zur Abwehr von Vögeln eingesetzt wird.

 

Kinderarbeit ist auf den Plantagen immer noch Alltag

Um eine gute Qualität zu erzielen, wird Tee immer noch von Hand geerntet. Da die Teebüsche nicht hoch sind und das Bücken für die Erwachsenen anstrengend ist, greifen die Plantagenbesitzer oft auf Kinderarbeiter zurück – in Kenia sind ein Drittel der Teearbeiter Kinder. Viele Kinder sind auch unbezahlte Helfer ihrer Eltern, damit die ihre Quoten erfüllen können. Die Schulen sind oft weit entfernt und die Plantagenbesitzer organisieren keine Transporte, so dass einige Frauen gezwungen sind, ihre Kinder mit auf die Arbeit zu nehmen.

 

Schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen auf den Plantagen

Viele der Teepflückerinnen und Teepflücker sind abhängig von den Plantagenbesitzern und leben und arbeiten tatsächlich wie vor hundert Jahren. Ungeeignete Unterkünfte, Verweigerung von Gesundheitsvorsorge, unzureichender Arbeitsschutz, Überstunden und mangelnde Wasserversorgung sind die typischen Arbeitsrechtsverstöße auf Teeplantagen. Auch sexuelle Übergriffe sind nicht selten.

 

Die Löhne befinden sich oft weit unter der Armutsgrenze

Einer Studie des Katholischen Hilfswerks Misereor nach erhalten die Teepflückerinnen und Teepflücker weniger als ein Prozent des Verkaufserlöses als Lohn. Mindestlöhne werden selten gezahlt und entsprechen oft nicht dem aktuellen Preisniveau, so das Hilfswerk. In den meisten Anbauländern liegen die Löhne weit unter dem von der Weltbank definierten Existenzminimum, in Malawi zum Beispiel 50 Prozent unterhalb der definierten Grenze zur extremen Armut.

Zu niedrige Löhne und die schlechten Arbeitsbedingungen führen in den größten Teeanbaugebieten zu weit verbreiteter Unterernährung. Fast in allen Anbaugebieten leiden über 30 % der unter 5 Jahre alten Kinder an Unterentwicklung, stellte das Katholische Hilfswerk Misereor fest.

Selbst fairer Handel kann in Indien laut Umwelt-Ethnologin Sarah Besky kaum etwas am Lohn auf den Plantagen ändern. Sie lebte einige Zeit im Nordosten Indiens und erforschte die Auswirkungen von fairem Handel. Alle Arbeiterinnen und Arbeiter auf Indiens Teeplantagen verdienen laut Besky gleich, da der Lohn gesetzlich festgelegt ist.

 

Warum Fair Trade trotzdem wichtig ist?

Fairer Handel ermöglicht soziale, ökologische und ökonomische Projekte (zum Beispiel Gewährung von Kleinkrediten, Lehrgänge in ökologischer Landwirtschaft), regelt die Arbeitsbedingungen der Teepflückerinnen und Teepflücker (Mutterschutz, Arbeitszeiten, Schutzkleidung, Sanitäranlagen, Trinkwasserverfügbarkeit und Erste-Hilfe-Ausstattung) und schützt durch Umweltstandards Mensch, Tier und Natur. Außerdem wird Kinderarbeit unterbunden und dafür gesorgt, dass Kinder von Produzentenfamilien die Schule besuchen können.

 

Was kannst du tun?

Kaufe am besten losen fair gehandelten Tee aus kontrolliert biologischem Anbau. Damit verringerst du das Risiko einer Pestizidbelastung, unterstützt faire Handelsstrukturen und einen umweltverträglichen Teeanbau. Weiterhin förderst du damit bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für Teepflückerinnen und Teepflücker.

Fair gehandelte Produkte sind nicht immer teurer als konventionelle Produkte. Die meisten großen Supermarktketten haben mittlerweile fair gehandelten Tee in ihrem Hausmarken-Sortiment.

 

Woran erkennst du Fair Trade? Durchblick im Siegel-Dschungel

Das Naturland Fair Siegel, das Fairtrade-Siegel vom TransFair e.V. und die Fairhandels-Häuser GEPA, dwp – Die Weltpartner und El Puente sind gute Anhaltspunkte, wenn du fairen Tee kaufen möchtest. Zudem gibt es noch das eigenständige Gütesiegel Hand in Hand der Rapunzel Naturkost AG sowie das Pro Planet Siegel der Rewe Group (zertifiziert konventionelle Produkte), die beide auch vertrauenswürdig sind.

Es gibt außerdem das Siegel mit dem grünen Frosch – Rainforest Alliance. Dieses geht aber von geringeren Standards aus und legt den Schwerpunkt vor allem auf effizientere Anbaupraktiken. Faire Arbeitsbedingungen und Mindestpreise für das Produkt stehen nicht im Vordergrund. So sind nur nationale Mindestlöhne Standard, die teilweise nicht existenzsichernd sind. Außerdem wird bemängelt, dass Kontrollen unzureichend sind.

Manche Händler wählen auch den Direct Trade Ansatz und kaufen Produkte ohne Zwischenhändler von Kleinbauern ein und sorgen vor Ort durch eigene Projekte für bessere Lebensbedingungen für sie und ihre Familien. So kann eine höhere Transparenz in der gesamten Produktionskette gewährleistet und auf die Qualität gut Einfluss genommen werden.

Mit dem Thema Teeanbau habe ich mich (leider, da sehr interessant) erst so richtig im Rahmen einer Kooperation mit dem Online-Teehändler Dear Mr. Nice Guy auseinandergesetzt.

Die sympathischen Gründer von Dear Mr. Nice Guy haben mir leckeren Tee aus kontrolliert biologischem Anbau und eine Teebereiterflasche zum Testen zur Verfügung gestellt. Auf der Teeverpackung steht, dass der Biotee ausschließlich von Partnern der Ethical Tea Partnership (ETP) Organisation bezogen wird, um faire Verhältnisse vom Anbau bis zum Handel zu garantieren.

 

Bio und lecker: Dear Mr. Oorange – Oolong Tee mit Orangenschalen von Dear Mr. Nice Guy (Oolong Tee ist halbfermentierter Tee und verbindet somit die Eigenschaften von Grün- und Schwarztee)
© Umweltgedanken

 

Da ich die Ethical Tea Partnership Organisation bisher nicht kannte, habe ich nach weiterführenden Informationen gesucht. Die 1997 gegründete Zertifizierungs-organisation sagt von sich selbst, dass sie sich für Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen im Teeanbau und Teehandel einsetzt. Das Non-Profit-Magazin Ethical Consumer jedoch beschreibt die ETP als Initiative der Mainstream Teeindustrie und die Zertifizierung gilt verglichen mit einer Fairtrade-Zertifizierung als einfacher erreichbar. Auch das niederländische Centre for Research on Multinational Corporations (SOMO) kritisiert in einem Bericht aus dem Jahr 2006, dass wichtige Grundsätze wie ein existenzsichernder Lohn oder die Festlegung der maximalen Arbeitszeit fehlen; Kontrollen würden zuvor angekündigt.

 

Fair Trade Tee

Die Teebereiterflasche Dear Mr. Bamboottle eignet sich auch super, um aufgebrühten Tee umweltfreundlich mitzunehmen
© Umweltgedanken

 

Die ETP hat zwar nicht die höchsten Standards bezogen auf fairen Teeanbau und Teehandel, aber eine solche Zertifizierung ist besser als gar keine. Auch wenn mich die ETP als Zertifizierungsorganisation (ähnlich wie bei der Rainforest Alliance) nicht 100 % überzeugt, hat mich das ökologische Engagement und das Teesortiment von Dear Mr. Nice Guy dennoch sehr angesprochen.

Der Tee stammt aus kontrolliert biologischem Anbau und ist nach EU-Bio-Richtlinien zertifiziert. Für einen noch besseren ökologischen Fußabdruck spendet Dear Mr. Nice Guy 2 % des Warenkorbwertes für Aufforstungsprojekte an die Tropenwaldstiftung Oro Verde – 1 Euro steht dabei für einen gepflanzten Baum. Die Stiftung begleitet und betreut seit 1989 Regenwaldschutzprojekte in Lateinamerika und Asien. Auch beim Versand der Biotees achtet Dear Mr. Nice Guy auf Klimaschutz und versendet klimaneutral mit DHL Go Green.

Wenn du die leckeren Teesorten, wie beispielsweise Dear Mr. Apple Crumple oder Dear Mr. Cookie Monster auch mal ausprobieren möchtest, schau doch mal im Onlineshop von Dear Mr. Nice Guy vorbei. Es lohnt sich, denn das Angebot ist vielfältig und macht Lust auf einen gemütlichen Abend mit einer Tasse Tee. #qualitytime # teatime

 

Weiterführende Informationen zum Thema fairer Handel

Mit dem Produkt- und Einkaufsfinder von Fairtrade Deutschland kannst du fair gehandelte Produkte oder Verkaufsstellen in deiner Umgebung recherchieren.

Die fair gehandelten Produkte von El Puente gibt es in Weltläden und im eigenen Onlineshop. Auf der Webseite des Fairhandels-Unternehmens findest du einen Weltladen-Finder.

Fairtrade-Mythen: Die 10 bekanntesten Irrtümer über Fairtrade im Fakten-Check

Sustainabilitea – The Dutch Tea Market and Corporate Social Responsibility, SOMO, ProFound & India Committee of the Netherlands, 2006

 

Biotee von Dear Mr. Nice Guy

Der leckere Biotee von Dear Mr. Nice Guy hat mich überzeugt
© Umweltgedanken

 

Mit dem Kauf von fair gehandeltem Tee aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft unterstützt du einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit den Teepflückerinnen und Teepflückern auf den Plantagen. Außerdem schützt du dich als Verbraucher selbst vor Schadstoffen.

Waren dir die 5 Fakten über Tee bekannt? Ist dir fairer Handel und Bioqualität beim Teekauf wichtig? Ich freue mich auf deinen wertvollen Kommentar.

Titelbild: © Umweltgedanken

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

Keine Kommentare zu Warum Bio-Tee aus fairem Handel besser ist – 5 Fakten, die mich zum Umdenken gebracht haben

Spülmittel selber machen – 2 einfache Rezepte zum Nachmachen

Konventionelles Spülmittel enthält umweltschädliche Tenside auf Erdölbasis. Auch Bio-Spülmittel enthält Tenside, meist auf Pflanzenölbasis, die zwar besser abbaubar sind, aber oft aus Palmöl oder Kokosöl bestehen. Und das ist auch nicht umweltfreundlicher. Wenn du auf ein herkömmliches Spülmittel aus dem Supermarkt verzichtest, tust du etwas für die Umwelt und sparst auch noch Plastik. Mit nur wenigen Zutaten kannst du dir ein ökologisches Spülmittel selber machen.

Konventionelles Spülmittel enthält umweltschädliche Tenside auf Erdölbasis. Auch Bio-Spülmittel enthält Tenside, meist auf Pflanzenölbasis, die zwar besser abbaubar sind, aber oft aus Palmöl oder Kokosöl bestehen. Und das ist auch nicht umweltfreundlicher.

Wenn du auf ein herkömmliches Spülmittel aus dem Supermarkt verzichtest, tust du etwas für die Umwelt und sparst auch noch Plastik. Mit nur wenigen Zutaten kannst du dir ein ökologisches Spülmittel selber machen.

Spülmittel selber machen aus Bio-Zitronen, Bio-Apfelessig, Wasser und Speisesalz

Spülmittel selber machen

Spülmittel aus Bio-Zitrone, Bio-Apfelessig, Salz und Wasser ist ökologisch und plastikfrei
© Umweltgedanken

 

Dieses Öko-Spülmittel ist auch für die Spülmaschine geeignet. Zwei Esslöffel davon enstprechen einem Geschirrspültab.

Diese Zutaten brauchst du für das selbstgemachte Spülmittel:

  • 3 Bio-Zitronen (möglichst Ernte aus Europa)
  • 100 ml Bio-Apfelessig
  • 200 g Speisesalz (ich habe grobes Meersalz genommen)
  • 400 ml Wasser

Außerdem brauchst du:

  • Pürierstab oder Mixer
  • Kochtopf
  • Küchensieb und Schüssel
  • Gläser oder Flaschen (alternativ Seifenspender, wenn du bereits hast) zum Abfüllen, ggf. einen Trichter

So stellst du das DIY-Flüssigspülmittel her:

  1. Bio-Zitronen in kleine Stücke schneiden und anschließend pürieren oder mit einem Mixer zu einem groben Brei zerkleinern.
  2. Die zerkleinerten Bio-Zitronen und alle weiteren Zutaten (Bio-Apfelessig, Speisesalz und Wasser) in einen Kochtopf geben.
  3. Den Brei etwa 10 bis 15 Minuten zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln lassen.
  4. Spülmittel durch ein Küchensieb passieren.
  5. Wenn die aufgefangene Flüssigkeit etwas abgekühlt ist, kannst du diese in Gläser oder Flaschen füllen.

Das abgekühlte Spülmittel hat eine leicht dickflüssige Konsistenz. Ich entnehme das Spülmittel mit einem sauberen Teelöffel. Da es komplett schadstofffrei ist, eignet sich das Öko-Spülmittel besonders gut zum Spülen von Babyflaschen oder Geschirr, das nicht in die Spülmaschine darf, beispielsweise aus Olivenholz. Wie schon weiter oben geschrieben, eignet es sich auch als Ersatz für Geschirrspültabs. Aufgrund der Zitronensäure sparst du dir den Klarspüler. Du kannst das Spülmittel auch als Scheuermilch für verkalkte Armaturen benutzen. Funktioniert richtig gut! Welche selbstgemachten Reiniger ich noch verwende, findest du hier.

Spülmittel selber machen aus Olivenölseife, Natron und Wasser

Spüli aus Natron

Natürliches Spülmittel aus Olivenölseife, Natron und Wasser ist umweltfreundlich und hautschonend
© Umweltgedanken

 

Dieses Spülmittel ist umweltfreundlich und schnell zu machen. Aufgrund der milden Inhaltstoffe ist es sehr hautfreundlich. Außerdem ist es günstiger als herkömmliches Spülmittel. Ich benutze für das selbstgemachte Spülmittel reine Pflanzenölseife ohne Palmöl – in meinem Fall Alepposeife aus 100 % Olivenöl, die ich in einem Esoterik-Geschäft um die Ecke unverpackt (nur mit Papierbanderole) kaufen kann. Alepposeife (meist noch mit Lorbeeröl) gibt es aber in den meisten Biomärkten und eignet sich auch als Feinwaschmittel für Wolle und Seide. Kernseife geht grundsätzlich auch, enthält aber meist Zusätze und besteht fast immer aus Palmöl.

Diese Zutaten brauchst du für das selbstgemachte Spülmittel:

  • 1 TL Natron (Natron bzw. Backsoda in Papierverpackung gibt es hier)
  • 20 g Olivenölseife (z. B. Alepposeife ist palmölfrei) oder Kernseife (ohne Palmöl) – bei Verwendung von Kernseife hat das Spülmittel eine dickflüssige Konsistenz wie Pudding (liegt am Glyzerin)
  • 450 ml Wasser
  • optional: etwas abgeriebene Zitronen- oder Orangenschale

Außerdem brauchst du:

  • eine Küchenreibe
  • einen Topf
  • einen Schneebesen
  • einen Teelöffel
  • eine Flasche oder einen Seifenspender (wenn du bereits einen hast) zum Abfüllen, ggf. einen Trichter

So stellst du das DIY-Flüssigspülmittel her:

  1. Olivenölseife kleinraspeln. Du kannst auch direkt das ganze Stück raspeln und die Seifenflocken in einem Schraubglas aufbewahren. So hast du immer Nachschub, wenn du neues Spülmittel selber machen willst.
  2. Wasser in einem Topf erhitzen. Die Seifenflocken in das Wasser schütten und solange mit dem Schneebesen rühren bis sich die gesamte Seife aufgelöst hat.
  3. Natron dazugeben und umrühren.
  4. Alles abkühlen lassen und in die Flasche füllen (ggf. Trichter verwenden).

In manchen Rezepten wird noch ätherisches Öl als Zutat angegeben. Ich verzichte darauf, da auch ätherische Öle wassergefährdend und allergieauslösend sein können. Wer etwas Duft braucht, kann optional abgeriebene Zitronen- oder Orangenschale verwenden.

Wenn du naturreine Alepposeife benutzt, sollte das DIY Spülmittel flüssig bleiben, lediglich die ölhaltige Phase setzt sich unten ab. Bei Verwendung von Kernseife kann es passieren, dass das Spülmittel aufgrund der Zusätze (Glyzerin) stark eindickt. Dann musst du dein Spülmittel vor Gebrauch gut schütteln.

Tipps für nachhaltiges Spülen

Selbstgemachtes Spülmittel

Plastikfreie Spüle mit natürlichem Spülmittel und waschbarem Baumwolllappen (alter Waschlappen)
© Umweltgedanken

 

  • Verwende zum Spülen keine Spülschwämme oder Spüllappen aus Kunststoff, denn diese geben Mikroplastikpartikel an das Abwasser ab. Verwende stattdessen auswaschbare Spüllappen aus Baumwolle (auch Weiterverwendung von alten Waschlappen oder Handtüchern denkbar).
  • Benutze Spülbürsten (wenn überhaupt, ich habe gar keine) mit auswechselbaren Köpfen (aus Naturborsten – kompostierbar) und möglichst mit einem Stiel aus Metall. Holzstiele eignen sich nur, wenn du die Bürste aufhängen kannst, sonst schimmelt der Stiel sehr schnell (Spülbürsten mit Wechselkopf und Metallstiel bekommst du z. B. hier)
  • Entferne Essensreste vom Geschirr, bevor sie angetrocknet sind.
  • Spüle mit lauwarmen Wasser und lasse das Geschirr etwas im Wasser einweichen.
  • Vermeide es unter fließendem Wasser zu spülen.
  • Gereinigtes Geschirr kannst du anschließend in eine Schüssel mit klarem Wasser und einem Schuss Essig (wirkt wie Klarspüler) abspülen.
  • Spüle ohne Plastikhandschuhe (das selbstgemachte Spülmittel greift die Hände nicht so stark an wie herkömmliches Spülmittel).
  • Verwende nur so viel Spülmittel wie nötig.

Ich komme mit beiden Spülmitteln gut zurecht, nutze sie in Kombination (das mit Zitrone ist für Glas besser) und werde in Zukunft auf das gekaufte verzichten. Am Anfang ist es etwas gewöhnungsbedürftig, da das selbstgemachte Spülmittel nicht schäumt. Außerdem musst du bei starker Fettverschmutzung das Spülmittel konzentrierter anwenden.

Wieder einen Schritt in die richtige Richtung geschafft. Jetzt ist unsere Spüle auch endlich plastikfrei! Noch mehr Tipps wie du in der Küche Plastik einsparst findest du in meinem Beitrag Das schafft jeder! In 10 Schritten zur plastikfreien Küche – die ultimative Anleitung

Und nun wünsche ich dir viel Spaß beim Nachmachen.

Welches Geschirrspülmittel gefällt dir besser? Benutzt du schon selbstgemachtes Spülmittel? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Titelbild: © Umweltgedanken

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

8 Kommentare zu Spülmittel selber machen – 2 einfache Rezepte zum Nachmachen

Plastikfreie Küche in 10 Schritten – das schafft jeder

Du möchtest in der Küche auf Plastik verzichten und weißt nicht wie du anfangen sollst? Weniger Plastik in der Küche zu haben, ist gar nicht schwer. In diesem Beitrag zeige ich dir wie du Schritt für Schritt eine plastikfreie Küche bekommst. Ich stelle dir mein gesammeltes Wissen zur Verfügung, welches ich in den letzten Jahren gelernt habe.

Du möchtest eine plastikfreie Küche und weißt nicht wie du anfangen sollst? Eine Küche ohne Plastik zu haben, ist gar nicht schwer. In diesem Beitrag zeige ich dir wie du Schritt für Schritt eine plastikfreie Küche bekommst. Ich stelle dir mein gesammeltes Wissen zur Verfügung, welches ich in den letzten Jahren gelernt habe.

Schritt 1

Obst, Gemüse, Kräuter, Nüsse, Brot und Brötchen unverpackt kaufen

In vielen Supermärkten werden Obst, Gemüse und Kräuter lose angeboten. Du verzichtest am besten auf die kostenlosen Hemdchentragetüten aus Plastik und legst dein Obst und Gemüse direkt in deinen Korb oder in einen Baumwollbeutel. Für Nüsse, Pilze, Feldsalat und Kartoffeln sind Stoffbeutel praktisch. Ich habe welche aus Biobaumwolle, Leinen und aus Baumwollgardine (Upcycling). Du kannst dir auch selbst welche nähen, zum Beispiel mit Tüllstoff aus Biobaumwolle.

plastikfreier Einkauf

Mit Stoffbeuteln plastikfrei einkaufen
© Umweltgedanken

 

In vielen Städten gibt es türkische Lebensmittelläden. Hier habe ich schon oft die Erfahrung gemacht, dass vieles unverpackt angeboten wird (leider meist nicht in Bioqualität). Auch auf dem Wochenmarkt, in Markthallen oder in Bio- und Hofläden findest du ein gutes Angebot. Kräuter kannst du auch im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank kultivieren und hast damit immer frische Petersilie, Minze und andere Küchenkräuter wie Salbei, Thymian und Rosmarin zur Hand.

Die Papiertüten beim Bäcker sind genauso umweltschädlich wie Einweg-Coffee-To-Go Becher! Für die Herstellung sind wertvolle Ressourcen verbraucht worden und sie landen viel zu schnell wieder im Müll.

Brot, Brötchen und andere Teilchen vom Bäcker kannst du ebenfalls in deinen Stoffbeutel packen lassen. Frag mal bei deinem Bäcker nach, ob das geht und schau beispielsweise bei Etsy – da gibt es jede Menge Brötchenbeutel für jeden Geschmack – auch für Baguettes ? oder bei Waschbär – Der Umweltversand – DE.

Ich habe außerdem tolle wiederverwendbare Stoffbeutel mit eingenähtem Sichtfenster bei Pinterest entdeckt. Die wären besonders in Supermärkten oder Discountern sinnvoll, da das Personal an der Kasse so direkt den Inhalt erkennen kann.

Schritt 2

Kaufe möglichst keine in Plastik verpackten Lebensmittel mehr

Das hört sich im ersten Moment schwer an, ist es aber nicht. Milch, Sahne und Joghurt kaufe ich im Glasgefäß (Pfandsystem). Das ist zwar nicht besonders ökologisch, da die Produkte meistens nicht aus der Region sind, aber ich mache das eher aus gesundheitlichen Gründen, denn in fetthaltigen Lebensmitteln wurden Weichmacher in höheren Konzentrationen nachgewiesen. Möchtest du mehr über die gesundheitlichen Auswirkungen von Plastik erfahren? Dann lies auch meinen Beitrag über die Auswirkungen von Weichmachern auf deine Gesundheit. Käse kaufe ich nur noch an der Frischetheke. In einigen Unverpackt-Läden gibt es auch Quark im Glas. Leckere Kekse und Fladenbrot kaufe ich beim türkischen Bäcker.

Plastikfrei einkaufen heißt für mich einkaufen ohne Dogma: Lass dich nicht entmutigen, wenn du doch einmal das eine oder andere in Plastik kaufst. Das mache ich auch, aber sehr selten. Ich versuche es immer entweder durch Verzicht oder andere Alternativen zu umgehen. Viele heißgeliebte Dinge kannst du selbst machen wie Pommes (besonders lecker aus Süßkartoffeln), Chips, Eis, Apfelmus etc.

Deine Kochkünste werden sich sogar verbessern, wenn du weniger Fertigprodukte einkaufst.

Besonders einfach ist es, wenn du einen Unverpackt-Laden in deiner Nähe hast. Meist werden die Lebensmittel dort auch in Bioqualität angeboten. Für mich hat sich der Einkauf in einem Unverpackt-Laden für den Alltag leider noch nicht bewährt ? und ich fand es auch immer recht teuer. Ich werde aber in diesem Jahr einen neuen Versuch starten und einmal im Monat einen geplanten Einkauf von bestimmten Lebensmitteln dort machen. Vor allem möchte ich Reis, Gummibärchen (für den Kleinen), Frühstückscerealien, Gewürze, Kaffee und Kakao regelmäßig im Unverpackt-Laden kaufen, da ich bisher keine geeigneten plastikfreien Alternativen gefunden habe. Ich denke mit etwas mehr Organisation im Vorfeld lässt es sich gut im Unverpackt-Laden einkaufen.

Schritt 3

Leitungswasser trinken statt Wasser aus Plastikflaschen

Leitungswasser trinken

Trinke Leitungswasser und vermeide Wasser aus Plastikflaschen
© Umweltgedanken

Ich trinke seit vielen Jahren Leitungswasser – manchmal lege ich Wassersteine mit in den Glaskrug. Meine Wasserstein-Grundmischung besteht aus Amethyst (harmonisierend, vermittelt Ruhe und Gelassenheit), Bergkristall (für mehr Vitalität und Kraft) und Rosenquarz (reinigt und entspannt). Aber vielleicht ist das auch zu spirituell für dich? Vielleicht magst du lieber Zitronen-, Ingwer- oder Gurkenscheiben und frische Minze in dein Wasser geben? Das gibt einen tollen Geschmack. #infusedwater

Auch pur ist Leitungswasser ein günstiges Getränk, das zumindest in Industrieländern in sehr guter Qualität verfügbar ist. Für unterwegs fülle ich Wasser in eine bruchsichere Glasflasche. Ich benutze schon lange die Emil®-Trinkflasche mit einer Hülle aus Bio-Baumwolle.

Schritt 4

French Press Kaffeekanne statt Kaffeepads und Kaffeekapseln

Vollautomatische Kaffemaschinen sind praktisch, doch es geht auch ohne und vor allem günstiger. Ich brühe meinen Kaffee direkt in der Tasse oder in meiner doppelwandigen French Press Kaffeekanne aus Edelstahl auf. Tipp: Für unterwegs kannst du deinen Kaffee in einem Mehrwegbecher mitnehmen. Mittlerweile bekommst du bei vielen Bäckereien und Läden einen Preisnachlass, wenn du deinen eigenen Kaffeebecher mitbringst und auf den umweltschädlichen To-Go-Becher verzichtest.

Schritt 5

Aufbewahren, Transportieren, Einfrieren und Einkaufen mit Schraub- und Einweckgläsern sowie Stoffbeuteln

Ich benutze für fast alles Einweckgläser (einige besonders große habe ich noch von meiner Mama). Vielleicht findest du auch geeignete Gefäße auf dem Flohmarkt. Ansonsten gehen auch Marmeladen- oder Honiggläser sehr gut. Für Flüssigkeiten, die du dir abfüllen möchtest (in Unverpackt-Läden meist Öl, Essig, Reiniger, Waschmittel, Spülmittel) sind ein paar Glasflaschen (am besten mit Bügelverschluss) von Vorteil.

Falls du damit im Unverpackt-Laden oder auch woanders einkaufst, klebe nicht die Wiegezettel darauf. Die gehen meist schwer wieder ab.

Stoffbeutel sind besonders für trockene, lose Lebensmittel wie Getreide, Trockenfrüchte, Nüsse oder Hülsenfrüchte sowie für Pilze, Salate, Kartoffeln und Rosenkohl geeignet. Stoffbeutel haben beim Transport den Vorteil, dass sie leichter sind und nicht zerbrechen können. Brot und Brötchen kannst du auch gut in Stoffbeuteln einfrieren. Glas eignet sich ebenfalls zum Einfrieren. Wie du plastikfrei einfrierst, erfährst du in diesem Beitrag von mir: Plastikfrei einfrieren: Tipps und Tricks

Mit Stoffbeuteln einkaufen

Obst plastikfrei mit Stoffbeuteln einkaufen, Anmerkung: Äpfel nicht gekauft 🙂 – Fallobst von einer öffentlichen Streuobstwiese
© Umweltgedanken

 

Schritt 6

Abdecken und einwickeln: Frischhaltefolie durch Wachstücher oder Teller ersetzen

Lebensmittel in Schüsseln kannst du entweder mit Tellern (so mache ich es) oder mit Wachstüchern (Bienen- oder vegan mit Carnaubawachs) abdecken. Wachstücher eignen sich auch super zum Einschlagen von angeschnittenem Gemüse und Obst. Äpfel und Bananen kannst du auch einfach mit der Schnittfläche nach unten im Obstkorb liegen lassen – es bildet sich eine natürliche Haut.

Schritt 7

An der Frischetheke mit mitgebrachten Edelstahl(brot)dosen einkaufen

Das Mitbringen von eigenen Behältern an der Frischetheke ist meistens in kleinen inhabergeführten Geschäften, in Unverpackt-Läden sowie in den meisten Edeka- und Tegut-Filialen und auf dem Wochenmarkt möglich. Ich nehme immer zwei Edelstahl(brot)dosen in unterschiedlichen Größen mit. Diese Dosen stelle ich nach dem Einkauf dann direkt in den Kühlschrank und habe dadurch eine Frischhaltedose, die auch auf dem Esstisch ansprechend aussieht. Ich habe mich für Edelstahl entschieden, da es hygienischer ist als Plastik und so wahrscheinlich auch besser von den Verkäufern akzeptiert wird. Glas ginge sicher auch, würde aber vielleicht schneller kaputt gehen.

Auf Fleisch und Wurst wollen wir ab jetzt weitestgehend verzichten, denn der Fleischkonsum, insbesondere von Rindfleisch, ist maßgeblich an den Treibhausgasemissionen im Nahrungsbereich verantwortlich. So lässt sich auch nochmal sehr viel Plastik einsparen. Ganz auf tierische Produkte, also auch auf Milchprodukte und Eier zu verzichten, fällt uns aber noch schwer. Wem geht es noch so?

Schritt 8

Trinkhalme ohne Plastik verwenden

Verwende für Smoothies und Milchshakes Glas-, Bambus- oder Edelstahltrinkhalme statt welche aus Einweg-Plastik (falls du überhaupt einen Trinkhalm brauchst). Für unterwegs kannst du die Trinkhalme einfach in einen Waschlappen oder in ein Geschirrtuch wickeln und mit einem Band oder einem Gummi fixieren. #StopSucking

Schritt 9

Auf Plastikmüllbeutel verzichten

Wenn du Toilettenpapier (am besten aus Recyclingpapier) oder Küchenrolle (brauche ich nicht; manche nähen sich die selbst) kaufst, kannst du beispielsweise die Plastikverpackung als Mülltüte weiterverwenden. Biomüllbeutel kannst du aus alten Tageszeitungen falten. Ich mache das nicht, da ich keine Tageszeitungen erhalte, finde den Tipp aber sehr gut. Nachfolgend findest du eine kinderleichtes Youtube Tutorial der AWR Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde GmbH

 

Schritt 10

Snacks und Essen-To-Go in Mehrwegbehältern mitnehmen

Wenn einmal eine längere Fahrt mit dem Zug oder dem Auto ansteht, bereite ich Mittagessen und kleine Snacks immer vor. Dafür eignen sich die Edelstahl(brot)boxen auch sehr gut. Auch für Essen-To-Go (vom Asiaten etc.) ist es praktisch ein auslaufsicheres Gefäß dabei zu haben, im besten Fall eines, das warmhält (schau mal im Internet nach Thermo- oder Isolier-Essensbehälter). Es erfordert ein wenig mehr Planung und Aufwand, funktioniert aber echt gut.

Du brauchst noch mehr Motivation? In meinem 6-Schritte-Plan für ein bewusstes Leben zeige ich dir wie du es auch schaffen kannst.

Es wird dir leichter fallen immer einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Ich habe auch nicht alles sofort umgesetzt. Das war ein Prozess von mehreren Jahren und dieser Prozess dauert immer noch an. Als nächstes will ich mein eigenes Spülmittel für die Küche herstellen, das hoffentlich auch die Spülmaschinentabs (gibt es mittlerweile auch mit selbstauflösender Folie) ersetzt.

Update 4.02.2019: Das selbstgemachte Spülmittel ist fertig ? Zum Beitrag hier entlang

Selbstgemachtes Spülmittel

Plastikfreie Spüle mit natürlichem Spülmittel und waschbarem Baumwolllappen (alter Waschlappen)
© Umweltgedanken

 

Wichtige Hinweise für die Umsetzung:

#Hinweis Nr. 1: In Kategorien denken! Die Reihenfolge der Schritte ist für die Umsetzung nicht entscheidend. Mir war mit diesem Beitrag wichtig, dass du lernst bei der Umstellung in Kategorien zu denken.

#Hinweis Nr. 2: Nicht mehr konsumieren als nötig! Ich habe dir bewusst kaum spezielle Produkte zum Kauf verlinkt, weil ich dich nicht zu mehr Konsum anregen möchte, außer da wo ich denke, dass die Umstellung ohne schwierig ist. Vieles von dem was du zu Hause hast, kannst du für den Anfang verwenden, grundsätzlich sogar deine Gefäße aus Plastik. Ich habe zum Beispiel auch noch keine Wachstücher und verzichte trotzdem schon lange auf Frischhaltefolie. Falls du aber einen Kauftipp brauchst, schreib mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular oder in die Kommentare.

#Hinweis Nr. 3: Gerichte vorplanen! Ich empfehle dir einen Essensplan für eine Woche zu machen und darauf aufbauend eine Einkaufsliste zu erstellen. Ich benutze dafür seit mehreren Jahren die App denkst-du-daran.de. Diese Vorgehensweise hat mir beim plastikfreien Einkauf sehr geholfen.

Ich hoffe, das diese Anleitung hilfreich für dich war und du damit maximale Erfolge erzielst ?

Jetzt interessiert mich aber noch: Welche Dinge hast du schon durch plastikfreie Alternativen in deiner Küche ersetzt? Was nimmst du dir als nächstes vor? Ich bin gespannt auf deinen wertvollen Kommentar und freue mich über viele weiterführende Tipps.

Titelbild: © anaumenko – stock.adobe.com

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

2 Kommentare zu Plastikfreie Küche in 10 Schritten – das schafft jeder

DIY Aloe Vera Leave-In Conditioner – Natürliche Zero-Waste-Haarpflege

Aloe Vera ist ein Allrounder in Sachen Gesundheit und Pflege und versorgt die Haare mit viel Feuchtigkeit. In diesem Beitrag zeige ich dir wie du einen natürlichen Aloe Vera Leave-In Conditioner selbst herstellen kannst.

Aloe Vera ist ein Allrounder in Sachen Gesundheit und Pflege und versorgt die Haare mit viel Feuchtigkeit. In diesem Beitrag zeige ich dir wie du einen natürlichen Aloe Vera Leave-In Conditioner selbst herstellen kannst.

Du brauchst dafür eine Aloe Vera Pflanze oder ein einzelnes Blatt (zum Beispiel aus dem Biosupermarkt) und Wasser. Wer mag kann noch ein beliebiges Öl dazugeben wie Kokosöl, Mandelöl oder Arganöl.

© juefraphoto – stock.adobe.com

 

Ich habe seit 1,5 Jahren eine Aloe Vera Pflanze (damals als Ableger bekommen) und möchte sie nun verwenden. Besser ist es sogar 3 Jahre zu warten bevor die Blätter geerntet werden.

So geht’s – Aloe Vera Leave-In Conditioner herstellen

Als erstes schneidest du ein äußeres Blatt von deiner Aloe-Pflanze ab. Nun stellst du das Blatt aufrecht in ein Gefäß und wartest bis die gelbliche Flüssigkeit vollständig abgelaufen ist (am besten über Nacht stehen lassen). Diese könnte sonst deine Haut reizen. Bei einem großen Blatt ist es sinnvoll dieses vorher in kleinere Abschnitte zu zerteilen.

© xjbxjhxm – stock.adobe.com

 

Anschließend wird das Mark, das Innere des Blattes, mit einem Messer oder einem Löffel aus der Schale gekratzt und mit einem Pürierstab oder Mixer zerkleinert (es geht auch mit einer Gabel, dauert nur länger). Das schäumt dann ein bisschen. Danach füllst du die gleiche Menge Wasser auf und schüttest alles durch ein Sieb in eine Sprühflasche (meine ist aus Plastik, weil ich die noch von damals aufgehoben hatte). Nun kannst du nach Belieben noch einige Tropfen eines pflegenden Öls hinzugeben (ich mache es ohne). Auch Honig oder Zitrone sind als Beigaben denkbar. Alles gut durchschütteln. Jetzt kannst du deinen Zero-Waste-Conditioner anwenden: Den Leave-In Conditioner auf das noch feuchte Haar aufsprühen und leicht einmassieren.

Aloe Vera Gel kann in Eiswürfelbehälter eingefroren werden

Mindestens eine Woche kannst du den Zero-Waste-Conditioner im Kühlschrank aufbewahren.

Es ist ratsam immer nur eine kleine Menge zu machen, je nachdem wie oft du deine Haare wäschst. Das Aloe Vera Gel lässt sich sehr gut in Eiswürfelbehältern einfrieren und dann immer nach Bedarf auftauen.

Ich würde mich freuen, wenn du den Aloe Vera Leave-In Conditioner auch mal ausprobierst. Jedenfalls bin ich jetzt begeistert von dieser Pflanze! Für mich die beste plastikfreie Lösung, da reines Öl nicht in Frage kommt.

Die Vorteile des Leave-In Conditioners lassen sich wie folgt beschreiben:

  • deine Haare werden mit Feuchtigkeit versorgt
  • die Kämmbarkeit deiner Haare wird verbessert
  • ökologisch, da kein Plastikabfall anfällt
  • ein Produkt mit natürlichen Inhaltsstoffen ohne Konservierungsstoffe und Silikone
  • einfach herzustellen

Was benutzt du als Leave-in Conditioner oder kommst du ohne aus? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Titelbilder: © Umweltgedanken

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

Zero Waste Leave-In Conditioner
3 Kommentare zu DIY Aloe Vera Leave-In Conditioner – Natürliche Zero-Waste-Haarpflege

Wie du dir in 5 Minuten ein transparentes Puder herstellst – plastikfrei und mit nur drei Zutaten

Seit einem Jahr benutze ich mein selbstgemachtes Puder und spare mir dadurch den Kauf von teurer Kosmetik. Außerdem kann ich damit auf unnötiges Plastik in meinem Leben verzichten und tue damit etwas für die Umwelt. Ich möchte dir heute zeigen wie du ein gut mattierendes plastikfreies Puder aus nur drei Zutaten – zwei davon befinden sich in jeder Küche – ganz einfach selbst mischen kannst.

Seit einem Jahr benutze ich mein selbstgemachtes Puder und spare mir dadurch den Kauf von teurer Kosmetik. Außerdem kann ich damit auf unnötiges Plastik in meinem Leben verzichten und tue damit etwas für die Umwelt. Ich möchte dir zeigen wie du ein gut mattierendes plastikfreies Puder aus nur drei Zutaten – zwei davon befinden sich in jeder Küche – ganz einfach selbst mischen kannst.

Mein erster Blogbeitrag im neuen Jahr soll dich motivieren etwas für die Umwelt zu tun. Wenn du bisher dachtest beim Schminken kannst du nicht auf Plastik verzichten, dann kann ich dich mit diesem Beitrag bestimmt vom Gegenteil überzeugen.

Das plastikfreie Puder besteht aus Maisstärke, Heilerde für die Haut und Zimtpulver. Maisstärke und Heilerde für die Haut bekommst du in Papierverpackungen und wenn du einen Unverpackt-Laden in deiner Nähe hast, kannst du dort auch Zimt lose kaufen. Achte noch darauf, dass du Cylon-Zimt nimmst und nicht den billigen Cassia-Zimt (musste eben auch erstmal auf mein Zimtdöschen schauen ;-)). Warum Cylon-Zimt besser ist, erfährst du unter der Anleitung im Infokasten.

Eine vorgeschriebene Mengenangabe je Zutat gibt es nicht. Du musst einfach selbst etwas experimentieren bis du die Mischung, die deinem Hautton entspricht, gefunden hast.

Für eine Portion brauchst du (Mengen können nach eigenem Belieben angepasst werden):

  • 1 verschließbares Glas oder eine Dose
  • 2 Teelöffel Maisstärke
  • 1 bis 2 Teelöffel Heilerde (z. B. Luvos hautfein, gibt es in jeder Drogerie)
  • 0,5 bis 1 Teelöffel Zimtpulver oder Kakao-Pulver zum Backen oder beides (Menge kann erhöht werden bis die gewünschte Farbnuance erreicht ist)

Die Zutaten durch ein kleines Sieb in das Gefäß füllen und gut mischen.

Zimt wirkt aufgrund der ätherischen Öle stimulierend. Der anregende Duft ist hauptsächlich beim Öffnen des Glases zu riechen und verfliegt auf der Haut. Im Altertum war Zimt auch ein begehrtes Aphrodisiakum.

Wenn du Zimt kaufst, solltest du Cylon-Zimt nehmen. Im Gegensatz zu Cassia-Zimt enthält dieser nur Spuren des potentiell schädlichen Pflanzenstoffs Cumarin. Dieser kann auch über die Haut gut aufgenommen werden. Übrigens Tonkobohnen und Datteln enthalten auch Cumarin.

Und Achtung! Nicht jeder verträgt Zimt: Die Anwendung kann allergische Hautreaktionen hervorrufen. Besonders Pollenallergiker sollten auf Zimt verzichten, da dieser in einigen Fällen Kreuzallergien auslöst. Wer mag kann anstatt Zimt auch Back-Kakao nehmen. Der Duft von Kakao ist auch sehr angenehm.

5 Gründe, warum ich plastikfreies Puder selber mache – und warum du es mir nachmachen solltest:

  1. Du sparst Verpackungsmüll und tust damit etwas für die Umwelt.
  2. Heilerde pflegt und beugt Hautunreinheiten vor.
  3. Zimt wirkt entzündungshemmend und desinfizierend (antibakteriell).
  4. Das Puder ist sehr kostengünstig und du kommst sehr lange mit den Einzelzutaten aus.
  5. Die Herstellung geht schnell und das Puder besteht aus natürlichen Zutaten.

Ich komme gut mit losem Puder zurecht. Wenn du bisher Kompaktpuder gewöhnt bist, musst du dich etwas umstellen. Du brauchst auch noch einen großen Pinsel zum Auftragen des Puders. Vor dem Auftragen klopfe ich den Puderpinsel am Glasrand etwas ab, damit überschüssiges Puder abfällt.

Ich freue mich, wenn du das plastikfreie Puder auch mal ausprobierst und mir berichtest. Schreib mir gerne einen Kommentar wie du es findest. Ganz viel Freude beim Ausprobieren!

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

8 Kommentare zu Wie du dir in 5 Minuten ein transparentes Puder herstellst – plastikfrei und mit nur drei Zutaten

Suchbegriff in das unten stehende Feld eingeben und Enter drücken um zu suchen