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Kategorie: Eco Lifestyle

Vorbereitung ist alles – mein verpackungsfreier Einkauf auf dem Wochenmarkt

Ich bin Nicole und gehöre nicht zu den Vorzeige-Zero-Wastlern, die nur ein Schraubglas Müll im Jahr produzieren. Auch wenn dies erstrebenswert ist, sieht der Alltag für mich anders aus. Ich habe keinen Unverpackt-Laden in der Nähe oder die Zeit die Dinge des täglichen Bedarfs selbst herzustellen. Auf meinem Blog noeko.de verbinde ich die Themen alltagsfreundliche Nachhaltigkeit mit meiner großen Leidenschaft zum Nähen. Dazu gehören zum Beispiel selbstgenähte Beutel für den Obst- und Gemüseeinkauf, an die sich auch ein Nähanfänger herantrauen kann.

Ich bin Nicole und gehöre nicht zu den Vorzeige-Zero-Wastlern, die nur ein Schraubglas Müll im Jahr produzieren. Auch wenn dies erstrebenswert ist, sieht der Alltag für mich anders aus. Ich habe keinen Unverpackt-Laden in der Nähe oder die Zeit die Dinge des täglichen Bedarfs selbst herzustellen. Auf meinem Blog noeko.de verbinde ich die Themen alltagsfreundliche Nachhaltigkeit mit meiner großen Leidenschaft zum Nähen. Dazu gehören zum Beispiel selbstgenähte Beutel für den Obst- und Gemüseeinkauf, an die sich auch ein Nähanfänger herantrauen kann.

© Nicole Thörmer

 

Der wöchentliche Samstagseinkauf auf dem Wochenmarkt ist für meinen Mann und mich mittlerweile zur Routine geworden.

Auf dem Wochenmarkt einzukaufen bedeutet aber nicht unbedingt verpackungsfrei einzukaufen. Darum heißt es vor dem Einkaufen erstmal unseren Einkaufskorb packen.

Das mag etwas aufwendig wirken, ist aber eine Sache von fünf Minuten und spart beim Einkaufen eine Menge Plastikbeutel und andere unnötige Verpackungen.

Bevor wir uns auf den Weg machen, überlegen wir, was wir einkaufen wollen. Brauchen wir beispielsweise Käse oder wollen wir etwas beim Fischhändler kaufen? Was wollen wir am Wochenende kochen und was benötigen wir noch für Zutaten?

Dementsprechend suchen wir uns dann passende Transportbehältnisse heraus. Bei uns ist es unsere seit Jahren benutzte Tupperware. Auf Glas oder Edelstahl wird erst umgestiegen, wenn mal etwas kaputt geht.
Da wir unsere Frühstücksbrötchen auf dem Markt kaufen, packen wir dafür auch einen Beutel ein. Den habe ich selbstgenäht. Zudem packen wir noch die leeren Eierverpackungen und leere Marmeladengläser mit in den Korb, die wir den Händlern wieder zurückgeben, bei denen wir sie gekauft haben.

Bevor du dich auf den Weg zum Wochenmarkt machst:

  • Überlege dir was du einkaufen möchtest und welche Gefäße du dafür brauchst.
  • Denke daran, wenn möglich, leere Verpackungen wieder mit zurückzunehmen.

Mit unserem Korb geht es dann von Stand zu Stand. Die leeren Eierverpackungen werden wieder mit frischen Eiern befüllt. Dann geht’s weiter Äpfel kaufen. Auch dafür habe ich ein paar Beutel dabei, die ich mir aus altem Baumwollstoff genäht habe.
Beim Käsestand geben wir der Verkäuferin ein passendes Behältnis und sie schneidet dann den Käse gleich direkt hinein. Das Umwickeln mit Plastikfolie und ein zusätzliches Einpacken mit Papier ist dadurch nicht notwendig. Das gleiche machen wir beim Fischhändler.

Während des Einkaufs:

  • Habe immer deinen Beutel oder ein Transportbehältnis für deine Lebensmittel griffbereit. Die Händler sind aus Gewohnheit immer noch super schnell mit der Plastiktüte.
  • Frage deinen Händler, ob es möglich ist, das Gekaufte direkt in deine mitgebrachten Gefäße oder Beutel zu packen. Ich hatte damit bis jetzt noch keine Probleme.

© Nicole Thörmer

 

Zu Hause angekommen, werden die Lebensmittel verstaut und ohne erstmal alles aus seinen Plastikverpackungen rauszuholen zu müssen. Der Fisch oder der Käse ist bereits in der Tupperware, in den wir ihn sowieso gepackt hätten. Die Brötchen lege ich dann in den Brotkorb. Der Brötchenbeutel wird dann ordentlich ausgeschüttelt und geht dann gleich wieder zurück in den Einkaufskorb.

Nach dem Einkauf:

  • Schüttle Beutel, die du zum Einkaufen von Obst- und/ oder Gemüse genutzt hast, kurz aus und lege diese dann gleich wieder zurück in den Einkaufskorb. So vergisst du sie beim nächsten Einkauf nicht.
  • Sobald du Verpackungen hast, die du wieder auf dem Markt zurückgeben kannst, packe sie gleich in deinen Einkaufskorb. Dadurch hast du alles zusammen und bist perfekt vorbereitet für den nächsten Wochenmarktbesuch.

© Nicole Thörmer

Zum Abschluss ist es mir diese Botschaft am wichtigsten:

Lass Dich nicht entmutigen, wenn das mit dem verpackungsfreien Einkauf nicht immer funktioniert. Auch ich bin manchmal nicht schnell genug mit meinen Baumwollbeuteln und schon landen die Kartoffeln in der Plastiktüte. Oder beim Käsestand habe ich Käse gekauft, der von der Menge her gepasst hat, jedoch bereits in Plastik verpackt war. Trotz meiner guten Vorsätze passiert es mir auch mal, dass ich meinen Brötchenbeutel vergesse und dann doch wieder auf eine Papiertüte zurückgreifen muss.

Niemand ist perfekt und denkt immer an alles. Wichtig ist, dass du es versuchst und mit jedem Mal wird diese Art einzukaufen zur Routine zur Routine. Jede Verpackung, die wir einsparen, zählt.

Wie du siehst – Vorbereitung ist alles!

Was sind deine Erfahrungen beim verpackungsfreien Einkaufen? Hast du vielleicht noch weitere Vorschläge, die du gern teilen möchtest?

Titelbild: © Nicole Thörmer

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Saisonkalender Juni: Heimisches Obst und Gemüse

Der Juni wird bunt! In diesem Beitrag findest du eine Übersicht welches Obst und Gemüse im Juni aus heimischen Anbau erhältlich ist. Mittlerweile ist die Auswahl an regionalem Freilandgemüse und -obst auch schon recht groß. Es freut mich besonders, dass jetzt die Beerensaison beginnt.

Der Juni wird bunt! In diesem Beitrag findest du eine Übersicht welches Obst und Gemüse im Juni aus heimischen Anbau erhältlich ist. Mittlerweile ist die Auswahl an regionalem Freilandgemüse und -obst auch schon recht groß. Es freut mich besonders, dass jetzt die Beerensaison beginnt.

Warum regional-saisonal einkaufen zu einer klima- und umweltbewussten Ernährung beiträgt und wo du saisonale Lebensmittel aus der Region kaufen kannst, erfährst du hier.

Folgendes Gemüse und Salat ist im Juni frisch aus heimischen Anbau verfügbar

Nachfolgend wird unter heimischen Anbau in der Regel Freiland verstanden. Wenn es sich um geschützten Anbau, Gewächshausanbau etc. handelt, ist dies angegeben.

  • Spargel (nur noch im Juni!)
  • Frühlingszwiebeln
  • Kohlrabi
  • Radieschen
  • Mangold
  • Spinat (Freilandware geringes Angebot)
  • Fenchel
  • Rucola
  • Speisefrühkartoffeln (ab Mitte Juni im Freiland)
  • Karotten (ab Mitte Juni im Freiland)
  • Dicke Bohnen
  • Erbsen
  • Kopfsalat
  • Lollo Rosso
  • Lollo Biondo
  • Eisbergsalat
  • Eichblattsalat
  • Rhabarber (nur noch im Juni!)
  • Zucchini (Mitte Juni, z. T. geschützter Anbau)
  • Gurke (ab Mitte Juni im Freiland, vorher geschützter Anbau)
  • Wirsing (geschützter Anbau?)
  • Mairübe
  • Brokkoli (Freilandware geringes Angebot)
  • Blumenkohl (Freilandware geringes Angebot)
  • Tomaten (Gewächshaus)
  • Paprika (Gewächshaus)
  • Auberginen (Gewächshaus)

Folgendes Obst ist im Juni frisch aus heimischen Anbau verfügbar

  • Erdbeeren
  • Süßkirschen
  • Stachelbeeren
  • Johannisbeeren (Mitte Juni)
  • Heidelbeeren (Ende Juni)
  • Himbeeren (Ende Juni, vorher geschützter Anbau)

Folgendes Obst und Gemüse ist im Juni als Lagerware regional verfügbar (Achtung meist aus dem Kühlhaus)

  • (Äpfel)
  • Knollensellerie
  • Kartoffeln
  • Rotkohl
  • Weißkohl
  • Rote Beete
  • Zwiebeln

Kaufst du auch regional-saisonal? Und auf welches Gemüse oder Obst freust du dich im Juni ganz besonders?

Hast du Anmerkungen, Kritik und/ oder Ergänzungen zum Beitrag? Dann freue ich mich ebenfalls über deine Nachricht.

Hier findest du eine Übersicht erprobter regional-saisonaler Rezepte, die regelmäßig aktualisiert wird.

REGIONAL-SAISONALE REZEPTE

Titelbild: Ökokistenlieferung im Juni © Umweltgedanken

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Saisonkalender Mai: Heimisches Obst und Gemüse

Unsere Challenge 30 Tage nur regional-saisonal einzukaufen ist vorbei, aber wir machen weiter und haben regional-saisonal einkaufen jetzt fest in unseren Alltag integriert. Im Mai wird der Speiseplan abwechslungsreicher und es gibt noch mehr frische Lebensmittel aus dem heimischen Freiland. Jetzt beginnt auch langsam die Salatsaison. Nachfolgend findest du eine Übersicht welches Obst und Gemüse im Mai aus heimischen Anbau erhältlich ist.

Unsere Challenge 30 Tage nur regional-saisonal einzukaufen ist vorbei, aber wir machen weiter und haben regional-saisonal einkaufen jetzt fest in unseren Alltag integriert. Im Mai wird der Speiseplan abwechslungsreicher und es gibt noch mehr frische Lebensmittel aus dem heimischen Freiland. Jetzt beginnt auch langsam die Salatsaison. Nachfolgend findest du eine Übersicht welches Obst und Gemüse im Mai aus heimischen Anbau erhältlich ist.

Bewusst verzichtet habe ich auf Gemüse, das jetzt bereits aus dem ungeheizten Treibhaus verfügbar ist, wie beispielsweise Blumenkohl, da die Pflanzen in den Monaten zuvor in beheizten Gewächshäusern vorgezogen werden müssen. Blumenkohl aus Freilandernte gibt es frühestens ab Juli. Wobei es auch nachhaltige Wärmekonzepte, zum Beispiel durch Kombination von Biogasanlage und Gewächshaus, gibt.

Warum regional-saisonal einkaufen zu einer klima- und umweltbewussten Ernährung beiträgt und wo du saisonale Lebensmittel aus der Region kaufen kannst, erfährst du hier.

Hier kommst du zu vorwiegend vegetarischen Rezepten, die du im Mai kochen kannst.

REGIONAL-SAISONALE REZEPTE

Sieh dir auch die Rezepte aus dem Monat April an, denn Spinat, Bärlauch und Lauch hatten schon im vergangenen Monat Saison. Die Rezepte für den jeweiligen Monat werden wöchentlich aktualisiert. Als Alternative zu Pfeffer verwenden wir häufig getrocknetes Bohnenkraut.

Saisonkalender Mai – Was wächst im Freiland?

Nachfolgend wird unter heimischen Anbau in der Regel Freiland verstanden. Wenn es sich um Folienanbau etc. handelt, ist dies angegeben. Teilweise sind Anfang Mai einige Salate noch unter Folie und das ist nicht besonders nachhaltig, da zur Herstellung der Kunststofffolien wertvolle Ressourcen verbraucht werden.

Folgendes Obst, Gemüse und Salat ist im Mai frisch aus heimischen Anbau verfügbar

  • Erdbeeren (Mitte/Ende Mai, vorher aus geschütztem Anbau unter Folie oder Vlies)
  • Rhabarber
  • Spargel
  • Spinat
  • Radieschen
  • Frühlingszwiebeln
  • Lauch (Porree)
  • Mairübe (unter Folie, Vlies)
  • Mangold
  • Kohlrabi (Ende Mai)
  • Rucola (auch Rauke genannt im deutschsprachigen Raum)
  • Kopfsalat (teils unter Folie, Vlies)
  • Eissalat (teils unter Folie, Vlies)
  • Lollo Rosso / Lollo Bionda (teils unter Folie, Vlies)
  • Batavia (teils unter Folie, Vlies)
  • Eichblattsalat (teils unter Folie, Vlies)
  • Pilze – Champignons (nicht so nachhaltig, außer ggf. in Heimfertigkultur, ansonsten vollklimatisierter Fruchtraum, Kellergewölbe, Stollen, meist beheizt)

Folgende Kräuter sind im Mai frisch aus heimischen Anbau verfügbar

  • Schnittlauch
  • Kresse
  • Bärlauch
  • Löwenzahn (in türkischen Supermärkten gesehen)
  • Petersilie (ganzjährig?)
  • Rosmarin (ganzjährig)
  • Salbei (ganzjährig)
  • Thymian (ganzjährig)
  • Lorbeer (ganzjährig)
  • Dill
  • Oregano
  • Kerbel
  • Basilikum

Folgendes Obst und Gemüse ist im Mai als Lagerware regional verfügbar (Achtung meist aus dem Kühlhaus)

  • Äpfel (Lagerware, ab Juni/Juli meist keine Lagerware mehr)
  • Kartoffeln
  • Möhren
  • Spitzkohl
  • Rotkohl
  • Zwiebeln

Kaufst du auch regional-saisonal? Und auf welches Gemüse oder Obst freust du dich im Mai ganz besonders?

Hast du Anmerkungen, Kritik und/ oder Ergänzungen zum Beitrag? Dann freue ich mich ebenfalls über deine Nachricht.

Titelbild: Unverpacktes regionales Gemüse in der Ökokiste © Umweltgedanken

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Regional-saisonal einkaufen: 30-Tage-Challenge

Wir möchten nachhaltiger leben, damit die Generationen nach uns auch noch genügend Ressourcen und eine intakte Umwelt vorfinden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten im Alltag den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Ein guter Ansatz ist es Lebensmittel möglichst regional-saisonal einzukaufen.

Wir möchten nachhaltiger leben, damit die Generationen nach uns auch noch genügend Ressourcen und eine intakte Umwelt vorfinden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten im Alltag den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Ein guter Ansatz ist es Lebensmittel möglichst regional-saisonal einzukaufen.

Trotz des Wissens kaufen auch wir Lebensmittel, die gerade keine Saison haben (Tomate, Paprika im Winter) oder die von weit her kommen (Reis, Bananen, Kichererbsen). Deshalb haben wir als Familie jetzt beschlossen 30 Tage regional-saisonal einzukaufen, um zu zeigen wie eine besonders umwelt- und klimabewusste Ernährung im April wirklich aussieht.

Warum möchten wir regional-saisonal einkaufen und kochen?

  • Die Transportwege bei regionalen-saisonalen Lebensmitteln sind kurz und es wird weniger Energie verbraucht. Kurze Transportwege entlasten auch die Straßen und es gelangen weniger Schadstoffe aus Abgasen an die Luft. Auch die Nährstoffverluste bei einem längeren Transport werden minimiert. Besonders klimaschädlich sind Lebensmittel, die mit dem Flugzeug transportiert werden.
  • Saisonale Lebensmittel aus der Region schmecken gut und haben einen höheren Vitamingehalt, da sie voll ausgereift und erntefrisch sind.
  • Saisonal bedeutet Anbau im Freiland. Die CO2-Emissionen sind 34-mal geringer (Dienstleistungszentren Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz) als beim Anbau in beheizten Gewächshäusern. Außerdem ist im Vergleich zum Anbau unter Folie der Primärenergieverbrauch viel geringer.
  • Regional-saisonale Lebensmittel sind aufgrund des hohen Angebots oft günstiger als Importware.
  • Die regionale Wirtschaft wird gestärkt.
  • Der Speiseplan ist abwechslungsreicher, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so wirkt. Wir greifen im Jahresverlauf nicht immer zu den gleichen Lebensmitteln, die uns schmecken.

Wo kannst du saisonale Lebensmittel aus der Region kaufen?

  • Ganz klassich im Supermarkt, Bioladen oder Reformhaus (hier auf regionale Label achten)
  • Auf dem Wochenmarkt
  • Direkt beim Erzeuger im Hofladen bzw. über das Direktvermarktungsportal Marktschwärmer, an Verkaufsständen oder auf (Selbstpflück-)Plantagen (z. B. Erdbeeren, Äpfel), bei regionalen Mühlen
  • Eine Ökokiste oder Biokiste beziehen
  • Aus eigenem Anbau aus dem Garten/ Schrebergarten, auf dem Balkon, auf dem Fensterbrett
  • Aus solidarischer Landwirtschaft/ eigener Landwirtschaft
  • Beteiligung an einem Urban-Gardening-Projekt (in Wiesbaden z. B. beim Tatengarten oder Biberbau)

Saisonkalender April – Was wächst im Freiland?

Der Monat April ist im Jahresdurchschnitt gesehen eine Herausforderung, um regional-saisonal einzukaufen, da die Lagerware zu Neige geht und die neue Ernte noch nicht eingeholt wurde.

Die Recherche zu diesem Beitrag war nicht einfach, da die im Internet vorhandenen Saisonkalender sich teilweise unterscheiden, so dass ich meine eigene Liste zusammengestellt habe. Da Gemüse aus Lagerware oft gekühlt werden muss, greife ich bevorzugt zu frischen Lebensmitteln aus heimischen Freilandanbau. Bei Obst ist das nur Rharbarber, so dass ich auch noch Äpfel als einziges Lagerobst kaufen werde, da wir sonst gar kein frisches Obst hätten. Diese Umweltsünde nehme ich in Kauf. Selbst gekühlt eingelagerte Äpfel aus der Region sind Überseeimporten eindeutig vorzuziehen (DLR Rheinland-Pfalz).

Wir werden versuchen das meiste regional aus einem Umkreis von maximal 200 km zu beziehen. Wenn wir aber dafür mit dem Auto viele zusätzliche Wege zurücklegen müssten, setzten wir die Grenze in Deutschland, das heißt das Lebensmittel muss möglichst aus unserem Land kommen (z. B. bei Käse und Bio-Milch in Glasflaschen).

Folgendes Obst, Gemüse und Salat ist im April frisch aus heimischen Anbau verfügbar

  • Rhabarber
  • Spinat
  • Lauch (Porree)
  • Schalotten
  • Frühlingszwiebeln
  • Spargel (z.T. ab Mitte April in milden Regionen)
  • Rucola (erste Freilandernte Ende April)
  • Champignons (ganzjährig, meist aus dem klimatisierten Fruchtraum, Kellergewölbe, Stollen, auch in Heimfertigkultur möglich)

Folgendes Obst und Gemüse ist im April als Lagerware regional verfügbar (Achtung meist aus dem Kühlhaus)

  • Äpfel (u. a. Elstar, Boskop, Pinova)
  • Kartoffeln
  • Möhren
  • Knollensellerie
  • Zwiebeln
  • Weißkohl
  • Rote Beete
  • Rotkohl
  • Pastinaken (nur noch im April, dann erst wieder im August/September aus regionalem Anbau)

Folgende Kräuter gibt es im April frisch aus heimischen Anbau

  • Schnittlauch
  • Kresse (auf der Fensterbank ganzjährig möglich)
  • Basilikum
  • Koriander
  • Bärlauch (wächst auch im Wald)
  • Portulak (gedeiht wie Kresse auch ganzjährig auf der Fensterbank)

Folgende Kräuter und Gewürze aus heimischen Anbau verwenden wir getrocknet

  • Bohnenkraut (als Pfefferersatz)
  • Majoran
  • Thymian
  • Salbei (auch ab März im Freiland)
  • Estragon
  • Kümmel
  • Rosmarin (ganzjährig auch frisch, bei Überwinterung im Haus)
  • Oregano
  • Dill
  • Lorbeer

Pfeffer, Muskat, Vanille und sonstige exotische Gewürze möchten wir nicht benutzen.

Regionale Alternativen zu Reis

  • Dinkel (z. B. in Papierverpackung von Campo Verde, aus Süddeutschland) bzw. Dinkelreis
  • Hirse (z. B. in Papierverpackung von Campo Verde)
  • Grünkern
  • Buchweizen
  • Gerste
  • Khorasan-Weizen (nur geringer Anbau in Deutschland, zum Beispiel Biolandhof Knauf)

Regionale Speiseöle

Bei Speiseölen ist es gar nicht so einfach auf heimische Alternativen umzusteigen. Zum Braten gut geeignet sind Bio-Bratöle mit Sonnnblumenkernen der Sorte high oleic, das heißt mit einem erhöhten Anteil an Ölsäure. Dadurch sind diese höher erhitzbar (werden aber trotzdem kaltgepresst). Aber auch hier musst du gut auf das Herkunftsland bzw. Ursprungsland schauen, denn Sonnenblumenkerne werden auch oft aus Frankreich, Bulgarien, Ungarn oder Rumänien importiert. Bio Planète Ölmühle Moog aus dem sächsischen Lommatzsch oder die Ölmühle Sander aus Mecklenburg-Vorpommern (Bio-Rapsöl, Bio-Hanföl) bieten Öle aus heimischen Anbau.

Regionaler Zucker und Alternativen

Am schwersten wird mir der Verzicht auf Schokolade bzw. Kakao fallen 😉 (Edit 12.04.2019 Ich bin auch schon kurz schwach geworden, aber ich will es auf jeden Fall reduzieren). Als süße Alternative backe ich selbst Kekse (u. a. Honig-Haferflocken-Kekse) und es gibt öfter einen süßen Nachtisch. Bei Zucker lohnt es sich auch regional zu denken: Nach einer Studie der Schweizer Zucker AG belastet der regional angebaute und verarbeitete Bio-Rübenzucker die Umwelt um rund 37 % weniger als ein Bio-Fair-Trade-Rohrzucker aus Paraguay. Wer auf normalen Zucker verzichten möchte, kann auch Apfelsüße als regionale Alternative oder Honig versuchen.

Eine Ausnahme lassen wir zu: Kaffee

Ohne Kaffee geht bei uns gar nichts. Wir kaufen fair gehandelten Kaffee aus kontrolliert biologischem Anbau. Noch ökologischer wäre ein koffeeinfreier heimischer Kaffee-Ersatz wie zum Beispiel Lupinenkaffee. Auch mit Haselnüssen und Walnüssen ließe sich ein Mittagstief umgehen.

Mitmachen zählt! Perfekt sein ist nicht wichtig

Dir wird beim Einkaufen schnell auffallen, dass das Sortiment im Laden ein Überangebot ist und vieles von dem was angeboten wird gar keine Saison hat und meist nicht regional ist.

Du wirst ein wenig suchen müssen, um Alternativen in deiner Region zu finden, aber das macht auch Spaß und du kommst vielleicht sogar mit den Erzeugern in direkten Kontakt. Ich finde das hat auch nochmal einen ganz anderen Stellenwert, wenn du weißt wer dein Gemüse oder Getreide anbaut und wo die Kühe ihr Gras fressen. Es muss auch nicht alles auf einmal klappen. Wichtig ist, dass du überhaupt anfängst umzudenken.

Wir würden uns freuen, wenn du im April bei dieser Challenge mitmachst und stellen dir dafür unsere Lieblingsrezepte (im Alltag schnell und fast immer plastikfrei kochbar) zur Verfügung (z. T. habe ich Rezepte aus anderen Quellen angepasst). So kannst du direkt starten. Die Rezepte sind nicht alle vegan (hauptsächlich vegetarisch), können aber bestimmt leicht angepasst werden.

REGIONAL-SAISONALE REZEPTE

Auf dem Blog folgen in Kürze noch weitere interessante Beiträge zum Thema. Außerdem gebe ich auf Instagram regelmäßig Tipps für den regional-saisonalen Einkauf. Also folge mir auch auf Instagram, damit du nichts verpasst. Unter dem Hashtag #30tageregionalsaisonal können wir uns gegenseitig motivieren.

Machst du mit bei der Challenge? Gibt es ein nicht-regionales oder nicht-saisonales Lebensmittel worauf du gar nicht verzichten könntest? Schreib mir gerne einen Kommentar. Schreib mir auch gerne, wenn du etwas zum Beitrag ergänzen möchtest. Ich freue mich auf deine Gedanken zum Thema.

Titelbild: Regional-saisonaler Einkauf © Umweltgedanken

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2 Kommentare zu Regional-saisonal einkaufen: 30-Tage-Challenge

Zero Waste im Badezimmer: Diese Produkte benutzen wir

Minimalismus ist uns auch in unserem Badezimmer wichtig. Im Beitrag erfährst du welche Produkte wir in unserem (fast) Zero Waste Badezimmer benutzen.

Minimalismus ist uns auch in unserem Badezimmer wichtig. Im Beitrag erfährst du welche Produkte wir in unserem (fast) Zero Waste Badezimmer benutzen.

Inspiriert zu diesem Beitrag hat mich Matthias. Er wollte wissen welche Körperpflegeprodukte wir verwenden und wie zufrieden wir damit sind. Da die Beantwortung der Frage auch für dich spannend sein könnte, habe ich mich entschlossen das Thema jetzt im Rahmen meiner Rubrik Crossroads – Deine Frage zu beantworten.

Crossroads heißt auf Deutsch Straßenkreuzung. In dieser Rubrik geht es um die Beantwortung von deiner Frage zu einer Lebensentscheidung. Hast du auch eine Frage, die dich gerade beschäftigt und bei der du dich an einer wichtigen Kreuzung deines Lebens befindest? Die Frage kann sich zum Beispiel mit dem Thema Nachhaltigkeit, Minimalismus, Umweltschutz beschäftigen. Schreib mir einfach deine Frage in einer E-Mail. Alternativ kannst du deine Frage auch unten in die Kommentare schreiben.

Nun aber zu den Produkten, die wir in unserem Badezimmer benutzen. Es ist nicht alles 100 % Zero Waste bei uns. Dennoch haben wir schon viel umgesetzt und möchten dich damit motivieren auch anzufangen.

Seit dem wir auf weniger Plastik in unserem Badezimmer umgestellt haben, finden wir es auch viel schöner. Und wir haben natürlich viel weniger Plastikmüll. Das schont die Umwelt.

Duschen und Baden

Körperseifen

Zum Duschen nutzen wir Körperseifen von der Naturseifen-Manufaktur Uckermark. Diese enthalten alle mehr oder weniger Kokosöl. Wer komplett auf Kokosöl verzichten möchte, kann auch zu einer reinen Pflanzenölseife greifen, zum Beispiel Alepposeife (Olivenölseife).

Wir benutzen noch Waschlappen, eine Bambus-Handbürste und am Handwaschbecken eine palmölfreie Handseife.

Shampoo Bar

Ein Shampoo Bar ist ein festes Shampoo. Einfach das Stück in den Händen reiben und Schaum erzeugen. Dann wie gewohnt waschen. Nach vielem Ausprobieren sind wir mit den festen Shampoos der Naturseifen-Manufaktur Uckermark sehr zufrieden.

Badebomben

Badebombe Zero Waste

Zero Waste Badebomben kannst du ganz leicht selber machen © Umweltgedanken

Wir baden nicht oft, aber wenn dann kann ich selbstgemachte Badebomben empfehlen. Sieht auch als Deko im Bad toll aus. Ich habe meine Badebomben nach diesem Rezept vom Blog Nia Latea gemacht.

Rasieren (noch in der Entwicklung)

Viele schwören auf Rasierhobel und Rasierseife (von Savion gibt es eine ohne Palmöl). Ich hatte bisher immer Angst mich mit dem Rasierhobel zu schneiden und nehme daher (leider) noch die Wegwerfvariante. Für die Beine benutze ich schon seit vielen Jahren ein Epiliergerät.

Haarpflege

Ich benutze Bio-Jojobaöl (aus einem örtlichen Naturkosmetikladen) als Pflege für meine Haarspitzen. Außerdem verwende ich manchmal nach dem Waschen einen selbstgemachten Leave-In Conditioner aus Aloe-Vera.

Hier kommst du zum Rezept: Aloe Vera Leave-In Conditioner aus Aloe-Vera

Körper und Gesichtspflege

Körperöl

Ich benutze für die Körper- und Gesichtspflege auch ein Bio-Jojoboöl (nicht-komedogen) und gelegentlich ein Mandelöl – zur Zeit das Weleda Gesichtsöl. Früher musste ich meinen ganzen Körper eincremen, aber heute brauche ich das nicht mehr. Gelegentlich benutze ich das Öl an rauhen Stellen wie Ellenbogen oder Knie.

Peeling

Zero Waste Bad

Kaffee-Peeling mit Bio-Jojobaöl mache ich selber © Umweltgedanken

Als Peeling kann ich puren Kaffeesatz, Rohrohrzucker, grobes Salz (Himalaya- oder Steinsalz) oder mein selbst gemachtes Kaffee-Peeling mit Bio-Jojobaöl empfehlen.

Hier kommst du zum Rezept: Kaffee-Peeling mit Bio-Jojobaöl

Deodorant

Selbstgemachte Deos mit Natron sind für meine empfindliche Haut nichts (Natron kann die Haut reizen). Deswegen benutze ich das palmölfreie Creme-Deo Zitrone von der Naturseifen-Manufaktur Uckermark. Vorher hatte ich auch andere feste Deos ausprobiert, die mir aber im Vergleich zum einen von der Wirksamkeit und zum anderen von den Inhaltsstoffen nicht so gefallen haben wie das was ich jetzt benutze.

Zahnpflege

Ich benutze seit kurzem eine Bambuszahnbürste von Hydrophil mit Borsten aus erdölfreiem Rizinusöl. Vorher hatte ich auch schon mal eine Bürste eines anderen Herstellers mit der ich vom Putzgefühl nicht zufrieden war. Die von Hydrophil ist aber gut. Bambus ist zwar nicht einheimisch und somit nicht wirklich nachhaltig, aber es ist eine bessere Alternative zu Plastik. Es gibt wohl auch Zahnbürsten aus einheimischen Hölzern wie Buchenholz (z. B. von Alverde). Weiß aber nicht wie gut die sind und ob die Borsten auch biologisch abbaubar sind. Häufig sind die auch mit Schweineborsten und damit nicht vegan.

Zahncreme benutze ich noch welche in der Plastiktube. Ich möchte aber Zahnputztabletten oder Zahnkreide (mit Xylitol) ausprobieren. Ganz ohne Zahnpasta kannst du mit dem Miswak Zahnputzholz putzen. Bin mir aber noch unsicher, ob die Alternativen zur normalen Zahncreme wirklich so gut für die Zähne sind. An die selbst gemachte Zahnpasta traue ich mich auch nicht so ran. Hast du da Erfahrung was Zahnärzte dazu sagen?

Zahnseide gibt es im wiederverwendbaren Glastiegel.

Make up

Zero Waste Puder

Zero Waste Puder aus 3 Zutaten selbst mischen © Umweltgedanken

Ich benutze nicht allzu viel. Mein Puder mische ich selbst. Im nächsten Schritt möchte ich meine Mascara und Rouge selber machen.

Hier kommst du zum Rezept: Plastikfreies Puder aus 3 Zutaten herstellen

Sinnvoll sind eventuell noch waschbare Reinigungs- und Abschminkpads. Ich habe keine – Wasser, Seife und Waschlappen reichen bei mir.

Hygiene

Toilettenpapier

Da ist es bei mir nicht so Zero Waste, aber zumindest umweltverträglich. Wir benutzen Recycling-Toilettenpapier. Die Plastikverpackung benutze ich weiter als Mülltüte für den Kosmetikeimer. Von dem oft angepriesenen Bambustoilettenpapier halte ich nicht so viel, denn dieses muss erst importiert werden. Besser ist Recyclingtoilettenpapier mit dem Blauen Engel.

Monatshygiene (noch in der Entwicklung)

An eine Menstruationstasse oder einen Menstruationsschwamm (z. B. Levantiner) habe ich mich bisher noch nicht ran getraut, obwohl ich denke, dass es eine gute Sache ist. Ökologische Tampons gibt es zum Beispiel von Natracare (bei Alnatura, tegut, denn’s), Masmi, Organyc oder Ovy. Slipeinlagen benutze ich von Cosmea. Es gibt waschbare Slipeinlagen (Kulmine, Ella, Bloodmilla), die ich auch mal ausprobieren möchte.

Ohrstäbchen

Da gibt es plastikfreie Varianten mit Biobaumwolle in der Drogerie. Ich verzichte aber seit zwei Woche komplett auf Wattestäbchen. In den ersten Tagen war es ein komisches Gefühl, das geht aber schnell weg.

So das waren im Großen und Ganzen meine Pflegeprodukte und Utensilien. Mehr brauche ich nicht. Dinge wie Kamm und Bürste sind bei uns nicht plastikfrei, da die erst ausgetauscht werden, wenn diese nicht mehr gebrauchsfähig sind 😉.

„We don’t need a handful of people doing zero waste perfectly. We need millions of people doing it imperfectly.“ (Anne-Marie Bonneau)

An das Thema Zero Waste Monatshygiene muss ich mich erst noch herantasten. Verwendest du Bio-Tampons oder Menstruationstassen oder waschbare Slipeinlagen? Was benutzt du sonst so an Produkten in deinem Zero Waste Badezimmer? Schreib mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich auf deine Gedanken zum Thema Zero Waste Bad.

Titelbild: © Umweltgedanken

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Kaffee-Peeling selber machen – mit Bio-Jojobaöl

Ich verwende meinen Kaffeesatz weiter zu einem Kaffee-Peeling. Warum für deine Haut ein Peeling von Zeit zu Zeit wichtig ist und wieso ich Kaffee-Peeling ohne Kokosöl bevorzuge, erfährst du in diesem Beitrag.

Ich verwende meinen Kaffeesatz weiter zu einem Kaffee-Peeling. Warum für deine Haut ein Peeling von Zeit zu Zeit wichtig ist und wieso ich Kaffee-Peeling ohne Kokosöl bevorzuge, erfährst du in diesem Beitrag.

Warum ist ein Hautpeeling wichtig?

Die Hautzellen erneuern sich regelmäßig. Alte Hautschüppchen befinden sich somit auf deiner Haut. Diese fallen auch irgendwann von selbst ab. Um aber eine schöne glatte Haut zu haben, ist es gut etwa 1- bis 2-mal im Monat ein Peeling unter der Dusche zu machen. Konventionelle Peelings aus der Drogerie enthalten oft Mikroplastik. Ein selbstgemachtes Peeling aus Kaffeesatz ist viel ökologischer und garantiert plastikfrei.

Ich verzichte auf Kokosöl aus folgenden Gründen:

– Kokosöl ist nicht nachhaltig (auch für Kokospalmen werden Regenwälder gerodet – lies auch diesen Beitrag hier)
– Kokosöl ist stark komedogen, d. h. es verstopft die Poren und führt zu Hautunreinheiten und Pickeln
– Bei Raumtemperatur ist Kokosöl fest und kann den Abfluss verstopfen (insbesondere in Kombination mit dem sogenannten Kaffeefett – das sind Rückstände der ätherischen Kaffeeöle)

Den Hype um Kokosöl verstehe ich nicht. Manchmal ist Kokosöl schwer ersetzbar (in meinem Cremedeo zum Beispiel), aber meistens kann ich darauf verzichten.

Diese Zutaten brauchst du für das Kaffee-Peeling:

  • 2 Esslöffel Kaffeesatz (ich lasse den Kaffeesatz immer trocknen und sammle diesen in einem Schraubglas, so dass ich immer eine kleine Menge zur Verfügung habe)
  • 2 Esslöffel Bio-Jojobaöl
  • nach Belieben Rohrohrzucker (gröber als normaler Haushaltszucker) als zusätzliches Peelingmittel zugeben
  • 1 verschließbares Glas zum Aufbewahren

Alle Zutaten mischen und in ein Glas füllen.

Alternativ kannst du das Peeling mit jedem nicht-komedogenen Öl wie beispielsweise Traubenkernöl, Arganöl oder Ringelblumenöl ansetzen. Ob du ein nicht-komedogenes Öl benutzt, hängt von deinem Hauttyp ab. Wenn du Mischhaut hast und eher zu Hautunreinheiten neigst, empfehle ich dir ein nicht-komedogenes Öl. Bei eher trockener Haut geht zum Beispiel auch Oliven- oder Mandelöl.

Wer Angst hat, dass die Abflussrohre durch das Kaffee-Peeling verstopfen, kann das Peeling auch nur mit Rohrohrzucker machen. Der Zucker löst sich nach einiger Zeit auf. Ich habe aber noch nie Probleme mit Kaffeesatz im Abfluss gehabt.

Auf die Zugabe von ätherischen Ölen verzichte ich, da diese wassergefährdend sein können. Der Duft nach Kaffee ist schon lecker genug. Wer das Peeling nur mit Rohrohrzucker macht, kann etwas abgeriebene Zitrone oder Orange dazugeben, damit es gut duftet.

Darum nehme ich Jojobaöl anstatt Kokosöl:

  • Jojobaöl ist genau genommen ein Wachs und hinterlässt keinen schmierigen Film auf der Haut
  • die Jojobapflanze wächst in Halbwüsten oder Wüsten auf Böden, die nicht für die Landwirtschaft nutzbar sind
  • Jojoba hat viel Vitamin E und ist sehr pflegend
  • Jojobaöl wird nicht ranzig (da es keine Triglyzeride – Fette enthält), so dass sich das Peeling länger hält

Ich bin total begeistert von meinem Kaffee-Peeling 😍. Es ist eine gute Möglichkeit Kaffeesatz weiterzuverwenden. Einfach unter der Dusche den nassen Körper damit in kreisenden Bewegungen einreiben und anschließend gut mit Wasser abspülen. Die Haut ist danach angenehm weich.

Benutzt du auch Peeling aus Kaffeesatz? Welches Öl benutzt du für dein Peeling?

Titelbild: © Umweltgedanken

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