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Kategorie: Eco Lifestyle

Entdecke jetzt 9 einfache Regeln für nachhaltigen Fischkonsum

Die Lage der Fischbestände in den Weltmeeren ist besorgniserregend. Ich verrate dir zunächst die Gründe warum nachhaltige Fischerei wichtig ist. Anschließend gebe ich dir 9 Regeln mit auf den Weg, die du zukünftig bei deinem Fischkonsum beachten kannst.

Die Lage der Fischbestände in den Weltmeeren ist besorgniserregend. Ich verrate dir zunächst die Gründe warum nachhaltige Fischerei wichtig ist. Anschließend gebe ich dir 9 Regeln mit auf den Weg, die du zukünftig bei deinem Fischkonsum beachten kannst.

Warum ist nachhaltige Fischerei wichtig?

Immer mehr Menschen essen immer öfter Fisch. Das ist daran zu erkennen, dass sich der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch als Nahrungsmittel in den letzten 50 Jahren verdoppelt hat. Die langjährige Übernutzung der Meere hat dazu geführt, dass laut Welternährungsorganisation (FAO) weltweit 29 % der Fischbestände überfischt und 61 % bis an die Grenzen überfischt sind. Im Mittelmeer sind laut WWF sogar unglaubliche 93 % überfischt. Dadurch sind viele Fischarten vom Aussterben bedroht.

Weitere Opfer des konventionellen Fischfangs sind Wale, Delfine, Haie und Meeresschildkröten, die sich in den Netzen und Langleinen als Beifang verheddern und qualvoll sterben. Gemäß WWF zerstören vor allem grundberührende Fanggeräte auf der Jagd nach Scholle, Seezunge und Krabben durch das Umpflügen das empfindliche Ökosystem Meeresboden. Es sind aber nicht nur die Tiere, die als Beifang verenden, sondern 800 Millionen Menschen leben von der Fischerei und sind insbesondere in den Entwicklungsländern wegen der Überfischung in ihrer Existenz bedroht. Für viele ist Fisch nicht nur eine Einnahmequelle, sondern auch ein wichtiges Nahrungsmittel.

Als Verbraucher kannst du etwas gegen illegale und umweltzerstörerische Fangmethoden tun, denn die Nachfrage nach nachhaltig gefangenen Fisch bestimmt das Angebot. Nachfolgend gebe ich dir 9 wichtige Regeln mit auf den Weg wie du Fisch bewusster konsumieren kannst und damit vom Aussterben bedrohte Fischarten rettest.

9 Regeln für nachhaltigen Fischkonsum

Regel 1

Achte auf Nachhaltigkeitszertifikate. Für Fisch aus Zucht kannst du auf die Siegel von Bioland, Naturland und vom ASC (Aquaculture Stewardship Council) bei Verwendung gentechnikfreier Futtermittel achten. Bei Wildfisch gilt das MSC-Siegel einen Hinweis auf nachhaltige Fischerei. Wie bei vielen Zertifizierungen gibt es auch hier Kritik an bestimmten Siegeln. So fordert der WWF, dass die Anforderungen beim MSC-Siegel nachgebessert werden.

Regel 2

Kaufe nur Fische, die der WWF mit Hilfe eines Ampelsystems als „Gute Wahl“ einstuft.
Mit Hilfe des WWF-Ratgebers „Fische & Meeresfrüchte“ solltest du dich nur für Fische mit der Kennzeichnung „Gute Wahl“ entscheiden. Es gibt noch „Zweite Wahl“ und „Lieber nicht“. Den WWF-Einkaufsratgeber gibt es für unterwegs auch als App. Laut WWF werden kaum uneingeschränkt Fischarten zum Kauf empfohlen. Lediglich Karpfen und Afrikanischer Wels können ohne schlechtes Gewissen konsumiert werden. Bei vielen Fischarten kommt es auf die Herkunft an. Zum Beispiel ist Zander aus deutscher, niederländischer oder dänischer Zucht empfehlenswert, während Wildfang zum Beispiel aus Estland oder Kasachstan gemieden werden sollte.

Aal, Rochen, Hai, Granatbarsch und Schnapper sind immer rot!

Regel 3

Auch Greenpeace hat einen Einkaufsratgeber herausgegeben. Demnach ist Karpfen in Ordnung sowie Hering und Afrikanischer Wels, wobei bei den beiden letztgenannten auch kritische Ausnahmen bestehen, die du lieber meiden solltest.

Regel 4

Da Deutschland rund 90 % des Fisches importiert (Fisch-Informationszentrum e. V.) ist es ohnehin wichtig Fisch nur als nichtalltägliche Delikatesse zu genießen und wertzuschätzen. Der Schweizer Verein fair-fish empfiehlt wenn überhaupt nur einmal pro Monat Fisch zu essen.

Regel 5

Konsumiere keine vom Aussterben bedrohte oder kritische Fischarten. Verzichte zum Beispiel auf Aal, Dornhai (Schillerlocken), Rotbarsch, Steinbutt und Steinbeißer. Welcher Handel bedrohte oder kritische Fischarten im Angebot hat kannst du im WWF Bericht „Nicht im Trüben fischen“ nachlesen.

Regel 6

Ernährungsexperten raten ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu essen. Wir müssen Fisch jedoch nicht essen um gesund zu bleiben. Eiweiß ist auch in Hülsenfrüchten enthalten und Jod in Speisesalz. Auch wegen der Omega-3-Fettsäuren wird Fisch häufig empfohlen. Besonders fette Fischarten wie Lachs, Makrele, Thunfisch oder Hering enthalten viele der Omega-3-Fettsäuren, die der Körper selbst nicht bilden kann, welche aber beispielsweise für die Gehirnleistung und muskelaufbaubauende Prozesse im Körper bedeutend sind. Alternativen sind Walnüsse, Mandeln und Leinöl. Mehr über Omega-3-Fettsäuren kannst du in meinem Artikel über Leinsamen als regionale Superfood-Alternative nachlesen.

Regel 7

Beim Thunfischfang werden auch Delphine getötet. Daher achte auf das Siegel des Delfin-Schutzprogramms SAFE. Durch das 1990 ins Leben gerufene Programm SAFE werden heute über 90 % des weltweiten Handels in Europa, Kanada, Australien und in den USA kontrolliert. Laut der Gesellschaft zur Rettung der Delfine (GRD) werden dadurch jedes Jahr 80.000 bis 100.000 Delfine vom grausamen Tod als Beifang im Fischernetz verschont. Delfine dürfen auf der Fangfahrt weder gejagt noch mit Netzen umkreist werden. Treibnetze dürfen gar nicht zum Einsatz kommen. Außerdem sollen die dem SAFE-Programm angeschlossenen Fischereien auf den Fang von Jungthunfischen verzichten und diese wie alle anderen Beifangarten wieder freilassen. SAFE ist somit das wirkungsvollste Delfinschutzprogramm der Welt. Ohne das SAFE-Programm wären die im tropischen Ostpazifik heimischen Schlank- und Spinnerdelfinpopulationen schon ausgestorben.

Regel 8

Wenn du Fisch außerhalb essen gehst achte darauf, dass das Restaurant Fisch aus nachhaltiger Fischerei anbietet. Einen Anhaltspunkt für grüne Restaurant liefert dir die Webseite von Greentable – die 2014 gegründete Plattform für nachhaltiges Essen in Restaurants.

Regel 9

Garnelen am besten nur aus ökologisch zertifizierter Zucht kaufen, denn Garnelen aus konventioneller Aquakultur sind meist mit Pestiziden und Antibiotika belastet. Zudem werden für die Zucht oftmals Mangrovenwälder gerodet, die aber die Küsten vor Erosion und Überschwemmungen schützen sollen. Farmen, die zum Beispiel das Naturland-Siegel tragen investieren in die Wiederaufforstung der Mangrovenwälder, die auch als Regenwälder der Küsten gelten.

Mehr Informationen zum Thema nachhaltiger Fischkonsum

Naturland Broschüre Mit gutem Gewissen genießen – Fisch und Meeresfrüchte

Worauf achtest du beim Einkauf von Fisch? Denkst du, dass wir überhaupt noch Fisch essen sollten angesichts der erschreckenden Umweltauswirkungen des Fischfangs? Ich freue mich auf deinen wertvollen Kommentar.

Titelbild: © curto – Fotolia.com

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Zero Waste Lifestyle: Ohne Müll leben – 6 Fragen an die Gründerin vom Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade

Immer mehr Menschen versuchen ihren Lebensstil umzustellen und weniger Müll zu verursachen. Der Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade steht für nachhaltige und wiederverwendbare Produkte. Ich habe der Gründerin von Zum Wegwerfen zu schade zu ihren Produkten und dem Thema Zero Waste Lifestyle ein paar Fragen gestellt.

Immer mehr Menschen versuchen ihren Lebensstil umzustellen und weniger Müll zu verursachen. Der Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade steht für nachhaltige und wiederverwendbare Produkte. Ich habe der Gründerin von Zum Wegwerfen zu schade zu ihren Produkten und dem Thema Zero Waste Lifestyle ein paar Fragen gestellt.

Zero Waste ist eine Bewegung, die mittlerweile viele erreicht. Immer öfter begegnen mir seit kurzem wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze in Supermärkten oder festes Shampoo in Drogeriemärkten. Parallel dazu fällt mir auch auf, dass es immer mehr Verpackungsmüll und Einwegartikel gibt.

Vieles kannst du selbst machen, wie zum Beispiel diesen Badreiniger und dadurch Plastikmüll vermeiden. Für die Dinge, die man nicht selbst machen kann oder will, möchte ich dir die Produktpalette vom Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade empfehlen. Dort findest du nachhaltige Mehrwegprodukte mit einer längeren Lebensdauer. Auch Artikel aus Materialien, die durch Recycling zurückgewonnen wurden und Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Kork, Bambus oder Hanf gibt es im Sortiment. Bei der Auswahl der Produkte wird darauf geachtet, dass diese möglichst wenig oder gar keinen Verpackungsmüll verursachen.

Vier Produktkategorie stehen zur Auswahl: Küche & Haushalt, Bad & Hygiene, Baby & Kind und Einkaufen.

 

Zero waste lifestyle

Ausschnitt Produktkategorie Küche & Haushalt im Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade

 

Die Auswahl der Produkte ist sehr gut und es sind auch welche dabei, die ich vorher noch nicht kannte wie zum Beispiel die Cheeky Wipes (u. a. wiederverwendbare Babyfeuchttücher aus Baumwolle oder Bambus). Gut finde ich auch die wiederverwendbaren Küchentücher aus Bio-Baumwolle als Alternative zur Küchenrolle und die Deocremes in Gläsern.

 

zero waste

Ausschnitt Produktkategorie Bad & Hygiene im Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade

 

Ich habe der Gründerin Susann Köthe vom Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade ein paar Fragen zu ihren Produkten und dem Thema Zero Waste Lifestyle gestellt. Viel Spaß beim Lesen des Interviews.

Am Ende erwartet dich noch eine Überraschung!

 

Du bist Gründerin des Onlineshops Zum Wegwerfen zu schade. Was ist das Besondere an deinem Shop?

In meinem Shop Zum Wegwerfen zu Schade geht es hauptsächlich um Alternativen zu Wegwerfartikeln. Früher war es ganz normal, Dinge zu hegen und zu pflegen. Es kam keiner auf die Idee, etwas nach nur einmaliger Benutzung wegzuwerfen. Heute in unserer Überflussgesellschaft haben wir den Blick dafür leider verloren.

Ich möchte mit meinem Produktsortiment aufmerksam machen! Es gibt so viele tolle und auch qualitativ bessere Artikel. Produkte mehrmals zu nutzen und damit Ressourcen zu schonen, Dingen eine Wertschätzung zu geben und Respekt und Anerkennung denen entgegen zu bringen, die an der Wertschöpfungskette beteiligt sind – das ist meine Mission.

 

Wie kamst du zum Thema Müllvermeidung? Gab es ein bestimmtes Schlüsselerlebnis?

Angefangen hat alles 1998 mit der Geburt meines Sohnes. Von da an waren Stoffwindeln in meinem Leben präsent. Ich war einfach nur begeistert, sparte jede Menge Müll und Geld. Daraufhin gründete ich meine Firma Babys Natur und war 1999 der erste Online-Shop für Stoffwindeln im Internet.

Vor einigen Jahren kreierte ich unter dem Label Feine Lebensart Geschenksäckchen aus Stoff als Alternative zum Geschenkpapier, das oft nur einmal zum Einsatz kommt. Diese Idee griff ich auf und fand viele Alternativen mit einem Mehrwert – nachhaltige Produkte, die nach nur einmaliger Nutzung nicht weggeworfen werden müssen. Und so entstand das Konzept: Zum Wegwerfen zu Schade.

 

Worauf achtest du bei der Auswahl deiner Produkte?

Zuerst bin ich auf die Suche nach Alternativen zu Wegwerfprodukten gegangen. Und da habe ich mittlerweile jede Menge gefunden: statt Plastikbeutel für Obst und Gemüse gibt es Gemüsenetze, statt Plastiktüten für den Einkauf gibt es Baumwolltaschen und Canvas-Bags, statt Servietten aus Papier gibt es Stoffservietten, statt der Wegwerfunterlage für unterwegs gibt es die waschbare Variante, statt Plastikrasierer gibt es den Rasierhobel aus Edelstahl, Babypflegetücher zum Selbstmachen statt Feuchtpflegetücher – um nur einige Beispiele zu nennen.

 

Zero waste leben

Zero Waste Lifestyle: Trinkflasche aus Edelstahl statt aus Plastik
© SpelaG – Fotolia.com

 

Plastikvermeidung beim Produkt und der Verpackung ist ebenfalls ein großes Thema bei der Auswahl meines Sortiments: Seife und Shampoobar statt Duschbad und Haarshampoo in der Plastikflasche, Trinkflaschen aus Edelstahl statt aus Plastik, waschbare Slipeinlagen statt der Wegwerfvariante.

Und Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen finden ebenso den Weg in meinen Shop: Baumwoll-Wischtücher statt aus Microfaser, Ohrenstäbchen aus Bambus und Baumwolle statt aus Plastik, Bienenwachstücher statt Frischhalte- und Alufolie.

Außerdem gibt es noch Kosmetik mit unbedenklichen Inhaltsstoffen – ohne Mikroplastik und Nanopartikel – wie Seifen, Cremeparfüms, Zahnpasta und Deocremes.

 

Welche Produkte sind bei deinen Kunden besonders beliebt?

Die Renner in meinem Sortiment sind Gemüsenetze, Bienenwachstücher, Ohrenstäbchen, Trinkhalme und Rasierer aus Edelstahl, Bambus-Zahnbürsten, Stoffservietten und Seifen.

 

Nicht nur deine Produkte sind besonders nachhaltig, auch sonst ist dir das Thema sehr wichtig – zum Beispiel beim Versand deiner Produkte. Erzähl mal.

Beim Versand ist mir besonders wichtig: Der Karton muss zur Größe der Bestellung passen. Und nicht: Es ist noch Platz für Verpackungsmaterial. Kartons und Versandtüten werden oft mehrmals benutzt. Kartons hole ich mir auch gern von benachbarten Firmen oder aus dem Supermarkt.

 

Für alle, die sich noch nicht so sehr mit dem Thema Zero Waste Lifestyle beziehungsweise Müllvermeidung auseinandergesetzt haben: Wo fängt man am besten an?

Da kann man bei ganz banalen Dingen einsteigen: Kaufe Waschmittel im Karton statt in der Plastikflasche, versuche auf Joghurt und Milch in Glasflaschen umzusteigen, nimm Gemüsenetze und Dosen mit in den Supermarkt. Der Trend zeigt, dass sich auch die großen Supermarktketten nicht davor verschließen können und schon Lösungen an der Wurst- und Käsetheke gefunden haben, um die Ware in mitgebrachte Dosen zu verpacken.

Greife eher zu der nachhaltigen Lösung statt alles in Plastik verpackt zu kaufen. Nutze regionale Hofläden, Fleischereien und Wochenmärkte. Auch die kleinen Dinge zählen!

 

Wenn du langlebige und wiederverwendbare Produkte suchst, schau dich mal im Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade um. Außerdem betreibt Susann mit Baby Natur noch einen weiteren schönen Onlineshop für biologische Babybekleidung, Stoffwindeln und vielem mehr.

 

Ich verlose gemeinsam mit Zum Wegwerfen zu schade 1 x 1 Bees Wrap Bienenwachstücher Bears & Bees Lunchpack 3er-Set und 1 x 1 Cheeky Wipes Komplett-Kit! Wenn du mitmachen möchtest, schau auf der Umweltgedanken Facebook-Seite vorbei. Dort findest du alle Informationen zum Gewinnspiel. Hier geht es zu den Teilnahmebedingungen.

Welche nachhaltigen „Zero Waste“ Produkte benutzt du so? Schreib es mir in deinem Kommentar!

Titelbild: © Werner – Fotolia.com

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3 selbstgemachte Badreiniger, die alles sauber machen

Ich möchte dir meine 3 selbstgemachten Putzmittel für unser Bad vorstellen. Schnell gemacht mit nur wenigen Zutaten und ohne schädliche Substanzen. Und dazu macht es noch Spaß die Reiniger selber zu machen.

Ich möchte dir meine 3 selbstgemachten Putzmittel für unser Bad vorstellen. Schnell gemacht mit nur wenigen Zutaten und ohne schädliche Substanzen. Und dazu macht es noch Spaß die Reiniger selber zu machen.

Zitronen-Essig-Reiniger

Zero Waste Badreiniger

© Umweltgedanken

Das brauchst du:

  • Zitronenschalen
  • Essig
  • Flasche oder Sprühflasche

Für den Zitronen-Essig-Reiniger brauchst du nur Zitronenschalen beziehungsweise ich nehme immer die ganze Zitrone und schneide diese in Stücke. Besonders praktisch, wenn du für ein Kochrezept nur die abgeriebene Schale der Zitrone brauchst. Dann gieße ich die Zitrone soweit mit Essig auf bis diese bedeckt ist. Diesen Ansatz lasse ich bis zu zwei Wochen in der Sonne stehen. Dann quetsche ich die Zitronen nochmal gut aus und gieße die Mischung durch ein Sieb. Dieser konzentrierte Reiniger eignet sich hervorragend für Armaturen und stark verkalkte Flächen. Theoretisch kannst du auch Orangenschalen für den Reiniger verwenden.

WC-Reinigertabs

Zero Waste WC-Reiniger

© Umweltgedanken

Das brauchst du:

  • 100 g Natron
  • 100 g Maisstärke
  • 100 g Zitronensäure
  • Wasser in Sprühflasche
  • Ätherisches Öl nach Belieben – Orange, Teebaumöl etc.
  • Silikonformen oder Badebomben-Formen (Affiliatelink)

Für die WC-Reinigertabs vermischst du Natron, Maisstärke und Zitronensäure zu gleichen Teilen in einer Glasschale. Dann sprühst du nach und nach Wasser drauf und vermengst alles miteinander bis es eine Masse ergibt, die ähnlich wie nasser Sand aussieht. Wer möchte kann noch ein paar Tropfen ätherisches Öl dazugeben. Ich habe den Duft Süßorange genommen. Entweder du füllst dann die Masse in Silikonformen (hat bei mir nicht funktioniert) oder wie ich in eine halbe Badebomben-Form. Fertig sind die selbstgemachten WC-Reinigertabs.

Kalkreiniger für Bad und Küche

Kalkspray selbstgemacht

© Umweltgedanken

Das brauchst du:

  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • 50 g Zitronensäure
  • 1 TL Bio-Spülmittel
  • 10 bis 15 Tropfen ätherisches Öl – Orange, Teebaumöl etc.
  • Flasche oder Sprühflasche

Du löst die Zitronensäure in lauwarmen Wasser vollständig auf, wobei du die Zitronensäure am besten mit einem Trichter in die Flasche füllst. Dann gibst du das Spülmittel (damit das Ganze an Flächen haften bleibt und auch Fett löst) und ein ätherisches Öl deiner Wahl dazu. Anstatt einer normalen Flasche kannst du auch eine Sprühflasche nehmen, denn so lässt sich der Reiniger gut auf Flächen verteilen. Ich benutze aber eine normale Flasche und gebe den Reiniger auf einen Putzlappen.

Zitronensäure und Natron bekommst du übrigens hier oder hier plastikfrei im Papierbeutel.

Zero Waste Reiniger

© Umweltgedanken

Welche Reiniger machst du selber? Schreib mir doch mal dein Rezept in die Kommentare.

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Zero Waste im Alltag Teil 1: Haarpflege

Ich wasche schon seit zwei Jahren meine Haare mit festem Shampoo. Du erfährst in diesem Beitrag welche empfehlenswerten Anbieter für Zero Waste Shampoo es gibt und welche Produkte sich bei mir bewährt haben.

Ich wasche schon seit zwei Jahren meine Haare mit festem Shampoo. Du erfährst in diesem Beitrag welche empfehlenswerten Anbieter für Zero Waste Shampoo es gibt und welche Produkte sich bei mir bewährt haben.

Warum wasche ich meine Haare mit festem Shampoo?

Der Hauptgrund warum ich das mache, ist die Vermeidung von Plastikverpackungen. Außerdem enthalten meine festen Shampoos keine Parabene, Silikone oder Erdölprodukte. Oft enthalten diese auch nicht so scharfe Tenside wie konventionelles Shampoo aus der Drogerie oder vom Friseur. Meine derzeitigen Lieblingsanbieter, Sauberkunst und Rosenrot, bei denen ich momentan mein festes Shampoo kaufe, benutzen das Tensid Sodium Lauryl Sulfoacetate (SLSA). Ich habe dir die Anbieter weiter unten verlinkt. Update 12.07.2018 Ich benutze aktuell das feste Shampoo (und auch die Körperseifen) von der Naturseifen Manufaktur Uckermark (Tensid ist SLSA und SCI) und bin super zufrieden!

Sodium Lauryl Sulfoacetate, unter Verbrauchern kurz SLSA genannt, ist ein ecozertifiziertes Tensid auf Basis von Fettsäuren aus meistens Kokosöl (kann aber auch aus Palmöl hergestellt werden). Es ist milder im Vergleich zum in der konventionellen Kosmetikindustrie verwendeten und kostengünstigeren Sodium Lauryl Sulfate.

Feste Shampoos sind keine Haarseifen! Seifen werden mit Natronlauge angesetzt und haben einen gruseligen pH-Wert für unsere Haare. Marion Garz, Naturfriseur

Mit Haarseifen bin ich nicht zurecht gekommen und meine Haare wirkten fettig. Ich hatte aber auch keine Geduld. Viele sagen, dass sich das mit der Zeit reguliert.

Ich kaufe mir das feste Shampoo entweder im Unverpackt-Laden oder im Onlineshop der jeweiligen Manufaktur. Wenn ich online bestelle, dann immer gleich eine größere Menge, damit der Versand gerechtfertigt ist. Ich achte darauf, dass alles plastikfrei geliefert wird. Ich habe zwei Lieblingsanbieter für festes Shampoo (Sauberkunst und Rosenrot), die ich euch weiter unten verlinken werde. Den ersten Anbieter nutze ich seit zwei Jahren und bin nun zu dem anderen Anbieter gewechselt. Obwohl ich den auch schon länger kannte, denn die Shampoo Bars gibt es bei uns im Unverpackt-Laden. Update 12.07.2018 Ich nutze ab jetzt die festen Shampoos von der Naturseifen Manufaktur Uckermark (sind für meine Haare am besten).

Lush stellt zum Beispiel auch festes Shampoo her, doch würde ich davon abraten, da darin größtenteils bedenkliche Substanzen enthalten sind. In den Lush Solidshampoos ist das Tensid Sodium Lauryl Sulfate enthalten. Außerdem kann zum Beispeil Alpha-Isomethyl Ionone enthalten sein. Das ist ein Duftstoff, der Allergien auslösen kann. Dieser Stoff ist allerdings auch in Shampoo Bars von Sauberkunst enthalten. Einige Shampoo Bars von Lush enthalten leider auch Parabene und Polyethylenglycol (PEG). Und wer auf Naturkosmetik und gute Inhaltstoffe wert legt, sollte besser zu Rosenrot, oder anderen Naturkosmetikanbietern greifen beziehungsweise ganz genau die Inhaltstoffe von den Lush Shampoo Bars studieren (da gibt es erhebliche Unterschiede).

Es gibt noch festes Shampoo von Lamazuna, welches ich aber bisher nicht getestet habe. Darin ist das Tensid Sodium Cocoyl Isothioniate (SCI) enthalten, das sulfatfrei und eine milde Alternative zu SLSA ist. Es besteht ebenso aus natürlichen Fettsäuren des Kokosöls. Allerdings sind Glycerin und Stearinsäure enthalten. Die können aus Palmöl stammen. Es gibt aber auch palmölfreies Glyzerin, wie es Sauberkunst zum Beispiel verwendet.

Folgende feste Shampoos, die ohne Plastikverpackung auskommen, habe ich noch gefunden, aber noch nicht getestet:

  • Marion Garz – your loving nature (ohne Alkohol, Onlineshop, aber auch Salon & Shop in Berlin-Mitte, Naturfriseur, Shampoo Bars in Dose und als Refill & festes leave-in Pflege Konzentrat)
  • Rapunzel festes Shampookonzentrat (Tensid ist SLSA)
  • Natural & Pure Solids (Shampoo-Stein Tensid ist SLSA, Shampoo Bar Tensid ist sulfatfrei)
Zero Waste Haare waschen

Festes Shampoo (links) und Conditioner (rechts) von Rosenrot
© Anja Blumschein

Preise (23.04.2018)

  • Rosenrot (vegan, außer Honig) 8,99 Euro / 55 g (festes Shampoo mit Pappschachtel oder in Zellglas)
  • Sauberkunst (vegan) 5,50 Euro / 45 g
  • Marion Garz – your loving nature 12,00 Euro / 50 g (Refill)
  • Naturseifen Manufaktur Uckermark (vegan) 7,00 bis 8,00 Euro / 55 g
  • Natural & Pure Solids (vegan) Shampoo-Stein 7,50 Euro / 50 g; Shampoo Bar (sulfatfrei) 8,50 Euro / 70 g
  • Lamazuna (vegan) 9,90 Euro / 55 g
  • Schwesterchen Shampookonzentrat Rapunzel 14,40 Euro / 80 g
  • Lush (vegan) 8,95 Euro / 55 g

Andere Alternativen wie selbsthergestelltes Kastanienshampoo habe ich noch nicht ausprobiert – kann ich mir aber sehr gut vorstellen, da in Kastanien waschaktive Substanzen, sogenannte Saponine, enthalten sind. Das Kastanienshampoo wird ähnlich wie das Kastanienwaschmittel hergestellt. Vielleicht hast du mit einem Kastanien-Shampoo Erfahrungen und magst sie mir in einem Kommentar schreiben?

Alle Vorteile von festem Shampoo auf einen Blick:

  • Ergiebiger: Ein Stück festes Shampoo (45 g bis 55 g) reicht etwa so lange wie zwei bis drei der üblichen Shampooflaschen je nach Waschhäufigkeit.
  • Platzsparender: Auf Reisen nimmt das feste Shampoo weniger Platz im Gepäck ein. Und es hat auch ein geringeres Gewicht.
  • Mitnahme im Flugzeug: Keine Mengenbeschränkung wie bei flüssigem Shampoo.
  • Weniger Müll: Du kannst Plastik vermeiden und sparst viel unnötigen Müll.
Zero Waste Haarpflege

Feste Shampoos von Rosenrot (Sorten Kokos-Meersalz und Walnuss)
© Anja Blumschein

Fester Conditioner als Pflegespülung

Lange war ich auf der Suche nach einer plastikfreien Alternative, die meine Haare nach dem Waschen entwirrt, die Kämmbarkeit verbessert und meine Haare glänzender aussehen lässt. Meine schulterlangen Haare haben sich nach der Haarwäsche mit den Shampoo Bars von Sauberkunst oft stumpf und verfilzt angefühlt. Ich habe sie mit der Bürste kaum durchbekommen. Dann habe ich vor ein paar Wochen feste Conditioner Bits gefunden, die dazu sogar noch aus natürlichen Substanzen sind. Die funktionieren wie das Shampoo. Der Conditioner wird in die Spitzen und Längen massiert und nach einer kurzen Einwirkzeit wieder ausgespült. Die habe ich bis jetzt nur bei Rosenrot gefunden. Das war auch mit ein Grund warum ich den Anbieter jetzt gewechselt habe. Rosenrot gefällt mir von den Inhaltsstoffen aber auch besser.

Zusätzliche Geschmeidigkeit und Glanz erreichst du mit einer Apfelessig-Spülung, die du gelegentlich machen kannst. Aber nicht so oft, denn bei einem Shampookonzentrat brauchst du eine saure Rinse normalerweise nicht, nur bei Haarseifen. Für die Rinse 1 EL Apfelessig mit 1 Liter warmen Wasser mischen. Alternativ geht auch Zitronensaft, wenn du den Essiggeruch nicht magst.

Noch ein Tipp: Für unterwegs nutze ich ein kleines Organza-Säckchen zum Verstauen der Seife (das lag noch bei mir herum). Damit kann ich das Shampoo und den Conditioner auch gut zum Trocknen aufhängen. Es eignen sich aber auch Gläser, Dosen oder andere Stoffsäckchen.

Zero Waste unterwegs

Festes Shampoo auf Reisen in einem Säckchen verstauen
© Anja Blumschein

Weitere Zero Waste Pflegeprodukte

Wenn meine Haare eine extra Pflegeportion brauchen, mache ich mir eine Roggenmehl-Haarkur. Dazu 3 EL Roggenmehl mit Wasser zu einer Paste verrühren und auf das gewaschene Haar auftragen, eine kurze Zeit lang einwirken lassen und dann ausspülen. Das mache ich aber selten. Anfangs habe ich auch versucht meine Haare komplett mit Roggenmehl zu waschen. Das war mir jedoch zu unpraktisch, da ich sehr häufig Haare wasche und keine Lust hatte jedes Mal das Roggenmehl-Shampoo anzurühren. Außerdem musst du hinterher immer die Dusche oder Badewanne von den Resten reinigen.

Auch eine Pflege mit Arganöl und/oder Jojobaöl wirkt gegen trockenes und brüchiges Haar. Arganöl wirkt auch als Hitzeschutz beim Fönen. Einfach 1 bis 2 Tropfen nach der Haarwäsche ins feuchte Haar (Längen und Spitzen) auftragen.

Bei Marion Garz – your loving nature gibt es eine schnelle Pflege gegen Trockenheit: ein festes leave-in Pflege Konzentrat. Das werde ich mir demnächst kaufen.

So, nun kennst du meine Haarwaschroutine. Mehr benutze ich nicht. Das spart eine Menge Plastikmüll und meine Haare sind seit dem Weglassen von Silikonen und anderem Zeug, das in konventionellem Shampoo, Pflegespülungen und Haarkuren enthalten ist, viel gesünder. Die Shampoo Bars sind auch viel ergiebiger als Shampoo in Plastikflaschen.

Links zu den Anbietern von denen ich momentan festes Shampoo kaufe (persönliche Kaufempfehlung, keine bezahlte Werbung):

Sauberkunst
Rosenrot (hier gibt es auch den festen Conditioner, wird in kompostierbarem Zellglas geliefert)

Nach meiner Recherche für diesen Beitrag sagen mir auch die Anbieter Marion Garz – your loving nature, Naturseifen Manufaktur Uckermark (Update 12.07.2018 Benutze ich aktuell auch.) und Natural & Pure Solids sehr zu.

Sauberkunst hat mittlerweile auch einen Laden in Berlin (Nikolaiviertel) und in Potzdam.

Ich hoffe, dir hat der Beitrag gefallen und dir bei deiner Enstcheidung, welches Zero Waste Shampoo das beste für dich ist, weitergeholfen. Was benutzt du so zum Haare waschen? Schreib es mir doch mal in die Kommentare.

Im zweiten Teil der Zero Waste im Alltag Serie erfährst du wie ich nachhaltig und umweltfreundlich putze und das ohne unnötige Plastikverpackungen.

Zusätzliche Informationen:

Ausführliche Liste zur Deklaration von Palmöl (Inhaltststoffe, die Palmöl enthalten können)

Sehr gute und umfangreiche Übersicht von Inhaltsstoffen in Kosmetik auf die du besser verzichten solltest

Zero Waste im Alltag Teil 1: Haarpflege

Titelbild: © drubig-photo – Fotolia.com

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4 Kommentare zu Zero Waste im Alltag Teil 1: Haarpflege

Gefährliche Silvestertradition: Feinstaub durch Silvesterböller

Der Umsatz der Silvester-Branche ist seit 2013 stetig gestiegen. Zwischen 100 und 200 Millionen Euro geben die Deutschen jedes Jahr für Silvester-Feuerwerk aus. Ganz schön viel Geld für Feinstaub und Müll.

Der Umsatz der Silvester-Branche ist seit 2013 stetig gestiegen. Zwischen 100 und 200 Millionen Euro geben die Deutschen jedes Jahr für Silvester-Feuerwerk aus. Ganz schön viel Geld für Feinstaub und Müll.

Zersplitterte Sektflaschen, abgestürzte Raketen, Reste von Knaller-Batterien. In Frankfurt fielen 2016 rund 25 Tonnen Müll in der Silvesternacht an, in München sogar 50 Tonnen.

Was viele nicht wissen: Die Mehrheit unserer Silvesterknaller stammen aus Schwellen- und Entwicklungsländern und werden dort unter schlechten Arbeitsbedingungen hergestellt. Neben den sozialen Auswirkungen wird durch die Produktion auch die Umwelt stark belastet. In der chinesischen Provinz Hunan, wo zwei Drittel unserer Knaller produziert werden, sind um die Stadt Liuyany die Ackerflächen mit Cadmium verseucht. Dieses gelangt über Reis und Gemüse in die Nahrung und somit in den Menschen und verursacht tödliche Krankheiten.

Jedes Jahr sterben Arbeiter bei Explosionen in Feuerwerksfabriken. Erst im November 2017 kamen wieder 50 Menschen bei einer heftigen Explosion in einer Feuerwerksfabrik nahe Jakarta ums Leben. Ende 2016 starben über 30 Menschen bei einer Explosion auf einem Markt für Pyrotechnik in Mexiko.

Die Region Sivakasi in Südindien ist der Hotspot der Feuerwerksherstellung in Indien. Rund 70.000 Kinder arbeiten dort in der Feuerwerksindustrie (Aktiv gegen Kinderarbeit). Bei der Herstellung von Raketen, Böllern und Wunderkerzen verätzen sie sich die Hände, Arme und Gesicht sind mit Brandnarben gezeichnet. Manche haben keine Fingernägel mehr.

Feinstaub in der Silvesternacht höher als an anderen Tagen

Rund 5.000 Tonnen Feinstaub (PM10) werden laut Umweltbundesamt in einer Silvesternacht freigesetzt. Das sind für Deutschland etwa 17 % der jährlich im Straßenverkehr freigesetzten Feinstaubmenge. Die Luftbelastung ist also an Silvester in manchen Städten so hoch wie das ganze Jahr nicht. Die Feinstaubpartikel können die Atemwege reizen und auf Dauer die Lungenfunktion stören. Darum wird geraten Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Lärm durch Knaller löst Panik bei Tieren aus

Nicht nur der Feinstaub ist problematisch. Auch die Lärmbelastung durch das Feuerwerk löse bei vielen Tieren Panik aus. Der Naturschutzbund NABU fordert daher in Parks und Grünflächen ganz auf das Knallen zu verzichten. Einige Vögel verlieren sogar die Orientierung durch die lauten Knalleffekte.

Auf Bleigießen lieber verzichten

Auch auf das traditionelle Bleigießen solltest du besser verzichten. Giftige Bleioxide werden eingeatmet warnt das Umweltbundesamt. Beim Anfassen der Figuren gelangt Blei an die Hände und bei Kindern schnell in den Mund. Das Schwermetall kann das Nervensystem, Hirn, Niere und Leber schädigen. Zubehör, Bleireste ud alle Gegenstände, die mit Blei in direktem Kontakt kamen, gehören in den Sondermüll. Auf keinen Fall sollten diese über den Restmüll oder die Kanalisation entsorgt werden. Wer die Tradition unbedingt fortführen will, sollte Wachs statt Blei verwenden.

#silvesterohneböller

Wenn du zur Verminderung der Feinstaubbelastung in der Silvesternacht beitragen möchtest und verhindern willst, das noch mehr Arbeiter unter menschenunwürdigen Bedingungen Feuerwerkskörper herstellen müssen, verzichte doch dieses Jahr auf dein persönliches Feuerwerk.

In einigen historischen Altstädten ist das Feuerwerk aufgrund der hohen Brandgefahr verboten wie zum Beispiel in Konstanz und in Ravensburg. Aber ein komplettes Verbot für Deutschland ist leider nicht möglich. Oder vielleicht doch? Andere europäische Länder machen es vor: In Dänemark ist das private Feuerwerk verboten.

Wir brauchen keine Silvester-Knaller, um glücklich ins neue Jahr zu kommen!

Bitte kaufe keine Silvesterknaller! #silvesterohneböller

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Plastikfrei leben: 10 Tipps, die jeder im Alltag umsetzen kann

Seit 2015 versuche ich ein Leben ohne Plastik zu führen. Oft gelingt mir das sehr gut. Die folgenden Tipps, die alle leicht umsetzbar sind, kann jeder in seinen Alltag integrieren und damit viel Müll vermeiden.

Seit 2015 versuche ich ein Leben ohne Plastik zu führen. Oft gelingt mir das sehr gut. Die folgenden Tipps, die alle leicht umsetzbar sind, kann jeder in seinen Alltag integrieren und damit viel Müll vermeiden.

Warum ich plastikfrei leben möchte, kannst du im Beitrag über Kunststoffe und deren Gesundheitsgefahren nachlesen.

Tipp 1: Frisch kochen und keine abgepackten Lebensmittel kaufen

In einigen Supermärkten, in Bio- und Hofläden oder auf Wochenmärkten kannst du Obst und Gemüse lose kaufen. Verzichte auf die kostenlosen Plastik- beziehungsweise Papiertüten und nehme stattdessen einen Korb, eine Tragetasche oder einen Rucksack mit.

Für Kartoffeln oder Tomaten nehme ich einen Baumwollbeutel (Werbelink). Auch Käse, Wurst und Fleisch kaufe ich nicht mehr abgepackt. Unverpackt einkaufen ist die am meisten wirksamste Lösung, leider aber (noch) nicht überall möglich.

Tipp 2: Verzichte möglichst auf Süßigkeiten und Knabbereien der Großkonzerne

Seit dem ich plastikfrei lebe, fällt es mir gar nicht mehr schwer an den Süßigkeitenregalen im Supermarkt vorbei zu gehen. Abgesehen davon sind die meisten Süßigkeiten pure Zuckerbomben und enthalten fast immer Palmöl.  Hin und wieder gönne ich mir ein Stück Kuchen vom Bäcker oder mache uns einen leckeren selbstgemachten Schokoladenpudding.

Bei mir um die Ecke gibt es einen türkischen Bäcker, bei dem ich mir leckere frischgebackene Kekse in meine Dose abfüllen lasse. Wenn du einen Unverpackt-Laden in der Nähe hast, bekommst du dort unter anderem Nüsse, Bananenchips und andere Leckereien wie Gummibärchen oder schokolierte Früchte.

Tipp 3: Körperseife statt Duschgel und feste Shampoobars

Ich liebe zum Duschen die veganen und palmölfreien Körperseifen von SauberKunst (liefern plastikfrei). Am besten finde ich die Sorten Kirschblüte, Sanddorn und Meertau. Zum Haare waschen benutze ich feste Shampoobars (Kokosmakrone und Mango Lassi). Mein Freund benutzt das Avocado-Hanföl Shampoobar. Auch Haarseifen sind denkbar, aber da habe ich keine Erfahrung mit.

Festes Schampoobar Avocado-Hanföl
© Anja Blumschein

Tipp 4: Waschmittelpulver im Karton oder selbstgemachtes Waschmittel benutzen

Ich benutze das Frosch Aloe Vera Waschmittel im Karton. Denkbar, aber mit mehr Aufwand, wären auch selbstgemachtes Waschmittel aus Kastanien oder Efeu.

Kastanien Waschmittel

Waschmittelpulver aus Kastanien – natürlich, verpackungsfrei und ohne Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe
© Anja Blumschein

Tipp 5: Keinen Weichspüler benutzen

Erstens ist Weichspüler nicht ökologisch und zweitens bekommst du diesen nicht ohne Plastik. Lass ihn einfach weg! Es geht auch ohne.

Tipp 6: Stofftaschentücher oder Recyclingtaschentücher aus der plastikfreien Spenderbox

Stofftaschentücher sind wieder im Kommen. Alternativ kannst du Recyclingtaschentücher aus der Spenderbox kaufen. Bei Rossmann gibt es jetzt ein Produkt mit dem Blauen Engel, das komplett ohne Plastik auskommt.

Recyclingtaschentücher in plastikfreier Spenderbox
© Anja Blumschein

Tipp 7: Benutze Mehrwegbecher für deinen Coffee to go

Wir benutzen den Contigo Thermobecher (Werbelink). Bei dem auslaufsicheren Edelstahlbecher besteht lediglich der Deckel aus Plastik. Von der Funktionalität ist dieser Becher für uns die beste Kompromisslösung. Viele Bäckereien bieten mittlerweile auch einen Preisnachlass an, wenn du deinen eigenen Becher mitbringst.

Tipp 8: Milchprodukte in Mehrwegglas kaufen

Vermeide Milch in Tetrapacks, kaufe Mehrwegflaschen. Alternativ kannst du dir Milch auch frisch vom Bauern holen. In einigen Supermärkten gibt es bereits Milchzapfstationen. Das ist aber bisher noch selten. Kaufe Joghurt und Sahne im Pfandglas. Milchreis, Gries und Pudding bereite ich selbst zu.

Verschiedene Frischkäse lasse ich mir auf dem Wochenmarkt am Käsestand in mitgebrachte Glasgefäße abfüllen. Am besten eignen sich nach meiner Erfahrung eckige Glasschalen (Werbelink).

Tipp 9: Immer eine Tragetasche dabei haben

Für den geplanten Einkauf habe ich mehrereTragetaschen aus Jute, die besonders stabil sind und sehr lange halten. In meiner Handtasche ist auch immer ein Baumwollbeutel, falls ich einen Spontankauf mache.

unverpackt einkaufen

Auf geht`s zum Einkauf mit eigenen Gefäßen und Jutebeutel
© Anja Blumschein

Tipp 10: Babys Po ohne Feuchttücher waschen

Bei unserem Baby benutzen wir nur Waschlappen und Wasser zum Reinigen des Pos. Wenn es nötig ist, halten wir den Babypo direkt unter fließendes Wasser. Feuchttücher benutzen wir nur unterwegs.

Wasser und Waschlappen anstatt Feuchttücher spart Ressourcen
© Anja Blumschein

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren. Du musst zugeben: Alle diese Tipps kannst du direkt ab heute umsetzen. Alles andere kommt mit der Zeit.

Plastikfrei leben, aber bitte ohne Dogma ;-).

Ich liebe zum Beispiel griechischen Joghurt mit gerösteten Walnüssen und Honig. Den Joghurt bekomme ich leider nur in Plastik. Hier gebe ich mich dem Genuss hin und sage mir, es soll Spaß machen und nicht eine Last sein auf Plastik zu verzichten. Wenn jeder diese 10 Tipps beherzigen würde, wäre schon viel Plastik vermieden.

Ich verlinke dir noch das Rezept für den Schokoladenpudding, den ich gerne koche. Das Rezept ist sehr gut.

Welche Tipps hast du noch? Ich freue mich über deine besten Tipps für ein Leben ohne Plastik. Her damit in den Kommentaren. Und mich interessiert brennend worauf du gar nicht verzichten kannst.

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

6 Kommentare zu Plastikfrei leben: 10 Tipps, die jeder im Alltag umsetzen kann

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