Blog Umwelt und Nachhaltigkeit. Ökologischer Lifestyle und recherchierte Informationen. Dein Nachhaltigkeitsblog mit vielen Tipps für den Alltag.

Kategorie: Eco Lifestyle

Zero Waste Lifestyle: Ohne Müll leben – 6 Fragen an die Gründerin vom Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade

Immer mehr Menschen versuchen ihren Lebensstil umzustellen und weniger Müll zu verursachen. Der Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade steht für nachhaltige und wiederverwendbare Produkte. Ich habe der Gründerin von Zum Wegwerfen zu schade zu ihren Produkten und dem Thema Zero Waste Lifestyle ein paar Fragen gestellt.

Immer mehr Menschen versuchen ihren Lebensstil umzustellen und weniger Müll zu verursachen. Der Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade steht für nachhaltige und wiederverwendbare Produkte. Ich habe der Gründerin von Zum Wegwerfen zu schade zu ihren Produkten und dem Thema Zero Waste Lifestyle ein paar Fragen gestellt.

1 Kommentar zu Zero Waste Lifestyle: Ohne Müll leben – 6 Fragen an die Gründerin vom Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade

3 selbstgemachte Badreiniger, die alles sauber machen

Ich möchte dir meine 3 selbstgemachten Putzmittel für unser Bad vorstellen. Schnell gemacht mit nur wenigen Zutaten und ohne schädliche Substanzen. Und dazu macht es noch Spaß die Reiniger selber zu machen.

Ich möchte dir meine 3 selbstgemachten Putzmittel für unser Bad vorstellen. Schnell gemacht mit nur wenigen Zutaten und ohne schädliche Substanzen. Und dazu macht es noch Spaß die Reiniger selber zu machen.

Zitronen-Essig-Reiniger

Zero Waste Badreiniger

© Umweltgedanken

Das brauchst du:

  • Zitronenschalen
  • Essig
  • Flasche oder Sprühflasche

Für den Zitronen-Essig-Reiniger brauchst du nur Zitronenschalen beziehungsweise ich nehme immer die ganze Zitrone und schneide diese in Stücke. Besonders praktisch, wenn du für ein Kochrezept nur die abgeriebene Schale der Zitrone brauchst. Dann gieße ich die Zitrone soweit mit Essig auf bis diese bedeckt ist. Diesen Ansatz lasse ich bis zu zwei Wochen in der Sonne stehen. Dann quetsche ich die Zitronen nochmal gut aus und gieße die Mischung durch ein Sieb. Dieser konzentrierte Reiniger eignet sich hervorragend für Armaturen und stark verkalkte Flächen. Theoretisch kannst du auch Orangenschalen für den Reiniger verwenden.

WC-Reinigertabs

Zero Waste WC-Reiniger

© Umweltgedanken

Das brauchst du:

  • 100 g Natron
  • 100 g Maisstärke
  • 100 g Zitronensäure
  • Wasser in Sprühflasche
  • Ätherisches Öl nach Belieben – Orange, Teebaumöl etc.
  • Silikonformen oder Badebomben-Formen (Affiliatelink)

Für die WC-Reinigertabs vermischst du Natron, Maisstärke und Zitronensäure zu gleichen Teilen in einer Glasschale. Dann sprühst du nach und nach Wasser drauf und vermengst alles miteinander bis es eine Masse ergibt, die ähnlich wie nasser Sand aussieht. Wer möchte kann noch ein paar Tropfen ätherisches Öl dazugeben. Ich habe den Duft Süßorange genommen. Entweder du füllst dann die Masse in Silikonformen (hat bei mir nicht funktioniert) oder wie ich in eine halbe Badebomben-Form. Fertig sind die selbstgemachten WC-Reinigertabs.

Kalkreiniger für Bad und Küche

Kalkspray selbstgemacht

© Umweltgedanken

Das brauchst du:

  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • 50 g Zitronensäure
  • 1 TL Bio-Spülmittel
  • 10 bis 15 Tropfen ätherisches Öl – Orange, Teebaumöl etc.
  • Flasche oder Sprühflasche

Du löst die Zitronensäure in lauwarmen Wasser vollständig auf, wobei du die Zitronensäure am besten mit einem Trichter in die Flasche füllst. Dann gibst du das Spülmittel (damit das Ganze an Flächen haften bleibt und auch Fett löst) und ein ätherisches Öl deiner Wahl dazu. Anstatt einer normalen Flasche kannst du auch eine Sprühflasche nehmen, denn so lässt sich der Reiniger gut auf Flächen verteilen. Ich benutze aber eine normale Flasche und gebe den Reiniger auf einen Putzlappen.

Zitronensäure und Natron bekommst du übrigens hier oder hier plastikfrei im Papierbeutel.

Zero Waste Reiniger

© Umweltgedanken

Welche Reiniger machst du selber? Schreib mir doch mal dein Rezept in die Kommentare.

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

Badreiniger selber machen
6 Kommentare zu 3 selbstgemachte Badreiniger, die alles sauber machen

Zero Waste im Alltag Teil 1: Haarpflege

Ich wasche schon seit zwei Jahren meine Haare mit festem Shampoo. Du erfährst in diesem Beitrag welche empfehlenswerten Anbieter für Zero Waste Shampoo es gibt und welche Produkte sich bei mir bewährt haben.

Ich wasche schon seit zwei Jahren meine Haare mit festem Shampoo. Du erfährst in diesem Beitrag welche empfehlenswerten Anbieter für Zero Waste Shampoo es gibt und welche Produkte sich bei mir bewährt haben.

Warum wasche ich meine Haare mit festem Shampoo?

Der Hauptgrund warum ich das mache, ist die Vermeidung von Plastikverpackungen. Außerdem enthalten meine festen Shampoos keine Parabene, Silikone oder Erdölprodukte. Oft enthalten diese auch nicht so scharfe Tenside wie konventionelles Shampoo aus der Drogerie oder vom Friseur. Meine derzeitigen Lieblingsanbieter, Sauberkunst und Rosenrot, bei denen ich momentan mein festes Shampoo kaufe, benutzen das Tensid Sodium Lauryl Sulfoacetate (SLSA). Ich habe dir die Anbieter weiter unten verlinkt. Update 12.07.2018 Ich benutze aktuell das feste Shampoo (und auch die Körperseifen) von der Naturseifen Manufaktur Uckermark (Tensid ist SLSA und SCI) und bin super zufrieden!

Sodium Lauryl Sulfoacetate, unter Verbrauchern kurz SLSA genannt, ist ein ecozertifiziertes Tensid auf Basis von Fettsäuren aus meistens Kokosöl (kann aber auch aus Palmöl hergestellt werden). Es ist milder im Vergleich zum in der konventionellen Kosmetikindustrie verwendeten und kostengünstigeren Sodium Lauryl Sulfate.

Feste Shampoos sind keine Haarseifen! Seifen werden mit Natronlauge angesetzt und haben einen gruseligen pH-Wert für unsere Haare. Marion Garz, Naturfriseur

Mit Haarseifen bin ich nicht zurecht gekommen und meine Haare wirkten fettig. Ich hatte aber auch keine Geduld. Viele sagen, dass sich das mit der Zeit reguliert.

Ich kaufe mir das feste Shampoo entweder im Unverpackt-Laden oder im Onlineshop der jeweiligen Manufaktur. Wenn ich online bestelle, dann immer gleich eine größere Menge, damit der Versand gerechtfertigt ist. Ich achte darauf, dass alles plastikfrei geliefert wird. Ich habe zwei Lieblingsanbieter für festes Shampoo (Sauberkunst und Rosenrot), die ich euch weiter unten verlinken werde. Den ersten Anbieter nutze ich seit zwei Jahren und bin nun zu dem anderen Anbieter gewechselt. Obwohl ich den auch schon länger kannte, denn die Shampoo Bars gibt es bei uns im Unverpackt-Laden. Update 12.07.2018 Ich nutze ab jetzt die festen Shampoos von der Naturseifen Manufaktur Uckermark (sind für meine Haare am besten).

Lush stellt zum Beispiel auch festes Shampoo her, doch würde ich davon abraten, da darin größtenteils bedenkliche Substanzen enthalten sind. In den Lush Solidshampoos ist das Tensid Sodium Lauryl Sulfate enthalten. Außerdem kann zum Beispeil Alpha-Isomethyl Ionone enthalten sein. Das ist ein Duftstoff, der Allergien auslösen kann. Dieser Stoff ist allerdings auch in Shampoo Bars von Sauberkunst enthalten. Einige Shampoo Bars von Lush enthalten leider auch Parabene und Polyethylenglycol (PEG). Und wer auf Naturkosmetik und gute Inhaltstoffe wert legt, sollte besser zu Rosenrot, oder anderen Naturkosmetikanbietern greifen beziehungsweise ganz genau die Inhaltstoffe von den Lush Shampoo Bars studieren (da gibt es erhebliche Unterschiede).

Es gibt noch festes Shampoo von Lamazuna, welches ich aber bisher nicht getestet habe. Darin ist das Tensid Sodium Cocoyl Isothioniate (SCI) enthalten, das sulfatfrei und eine milde Alternative zu SLSA ist. Es besteht ebenso aus natürlichen Fettsäuren des Kokosöls. Allerdings sind Glycerin und Stearinsäure enthalten. Die können aus Palmöl stammen. Es gibt aber auch palmölfreies Glyzerin, wie es Sauberkunst zum Beispiel verwendet.

Folgende feste Shampoos, die ohne Plastikverpackung auskommen, habe ich noch gefunden, aber noch nicht getestet:

  • Marion Garz – your loving nature (ohne Alkohol, Onlineshop, aber auch Salon & Shop in Berlin-Mitte, Naturfriseur, Shampoo Bars in Dose und als Refill & festes leave-in Pflege Konzentrat)
  • Rapunzel festes Shampookonzentrat (Tensid ist SLSA)
  • Natural & Pure Solids (Shampoo-Stein Tensid ist SLSA, Shampoo Bar Tensid ist sulfatfrei)
Zero Waste Haare waschen

Festes Shampoo (links) und Conditioner (rechts) von Rosenrot
© Anja Blumschein

Preise (23.04.2018)

  • Rosenrot (vegan, außer Honig) 8,99 Euro / 55 g (festes Shampoo mit Pappschachtel oder in Zellglas)
  • Sauberkunst (vegan) 5,50 Euro / 45 g
  • Marion Garz – your loving nature 12,00 Euro / 50 g (Refill)
  • Naturseifen Manufaktur Uckermark (vegan) 7,00 bis 8,00 Euro / 55 g
  • Natural & Pure Solids (vegan) Shampoo-Stein 7,50 Euro / 50 g; Shampoo Bar (sulfatfrei) 8,50 Euro / 70 g
  • Lamazuna (vegan) 9,90 Euro / 55 g
  • Schwesterchen Shampookonzentrat Rapunzel 14,40 Euro / 80 g
  • Lush (vegan) 8,95 Euro / 55 g

Andere Alternativen wie selbsthergestelltes Kastanienshampoo habe ich noch nicht ausprobiert – kann ich mir aber sehr gut vorstellen, da in Kastanien waschaktive Substanzen, sogenannte Saponine, enthalten sind. Das Kastanienshampoo wird ähnlich wie das Kastanienwaschmittel hergestellt. Vielleicht hast du mit einem Kastanien-Shampoo Erfahrungen und magst sie mir in einem Kommentar schreiben?

Alle Vorteile von festem Shampoo auf einen Blick:

  • Ergiebiger: Ein Stück festes Shampoo (45 g bis 55 g) reicht etwa so lange wie zwei bis drei der üblichen Shampooflaschen je nach Waschhäufigkeit.
  • Platzsparender: Auf Reisen nimmt das feste Shampoo weniger Platz im Gepäck ein. Und es hat auch ein geringeres Gewicht.
  • Mitnahme im Flugzeug: Keine Mengenbeschränkung wie bei flüssigem Shampoo.
  • Weniger Müll: Du kannst Plastik vermeiden und sparst viel unnötigen Müll.
Zero Waste Haarpflege

Feste Shampoos von Rosenrot (Sorten Kokos-Meersalz und Walnuss)
© Anja Blumschein

Fester Conditioner als Pflegespülung

Lange war ich auf der Suche nach einer plastikfreien Alternative, die meine Haare nach dem Waschen entwirrt, die Kämmbarkeit verbessert und meine Haare glänzender aussehen lässt. Meine schulterlangen Haare haben sich nach der Haarwäsche mit den Shampoo Bars von Sauberkunst oft stumpf und verfilzt angefühlt. Ich habe sie mit der Bürste kaum durchbekommen. Dann habe ich vor ein paar Wochen feste Conditioner Bits gefunden, die dazu sogar noch aus natürlichen Substanzen sind. Die funktionieren wie das Shampoo. Der Conditioner wird in die Spitzen und Längen massiert und nach einer kurzen Einwirkzeit wieder ausgespült. Die habe ich bis jetzt nur bei Rosenrot gefunden. Das war auch mit ein Grund warum ich den Anbieter jetzt gewechselt habe. Rosenrot gefällt mir von den Inhaltsstoffen aber auch besser.

Zusätzliche Geschmeidigkeit und Glanz erreichst du mit einer Apfelessig-Spülung, die du gelegentlich machen kannst. Aber nicht so oft, denn bei einem Shampookonzentrat brauchst du eine saure Rinse normalerweise nicht, nur bei Haarseifen. Für die Rinse 1 EL Apfelessig mit 1 Liter warmen Wasser mischen. Alternativ geht auch Zitronensaft, wenn du den Essiggeruch nicht magst.

Noch ein Tipp: Für unterwegs nutze ich ein kleines Organza-Säckchen zum Verstauen der Seife (das lag noch bei mir herum). Damit kann ich das Shampoo und den Conditioner auch gut zum Trocknen aufhängen. Es eignen sich aber auch Gläser, Dosen oder andere Stoffsäckchen.

Zero Waste unterwegs

Festes Shampoo auf Reisen in einem Säckchen verstauen
© Anja Blumschein

Weitere Zero Waste Pflegeprodukte

Wenn meine Haare eine extra Pflegeportion brauchen, mache ich mir eine Roggenmehl-Haarkur. Dazu 3 EL Roggenmehl mit Wasser zu einer Paste verrühren und auf das gewaschene Haar auftragen, eine kurze Zeit lang einwirken lassen und dann ausspülen. Das mache ich aber selten. Anfangs habe ich auch versucht meine Haare komplett mit Roggenmehl zu waschen. Das war mir jedoch zu unpraktisch, da ich sehr häufig Haare wasche und keine Lust hatte jedes Mal das Roggenmehl-Shampoo anzurühren. Außerdem musst du hinterher immer die Dusche oder Badewanne von den Resten reinigen.

Auch eine Pflege mit Arganöl und/oder Jojobaöl wirkt gegen trockenes und brüchiges Haar. Arganöl wirkt auch als Hitzeschutz beim Fönen. Einfach 1 bis 2 Tropfen nach der Haarwäsche ins feuchte Haar (Längen und Spitzen) auftragen.

Bei Marion Garz – your loving nature gibt es eine schnelle Pflege gegen Trockenheit: ein festes leave-in Pflege Konzentrat. Das werde ich mir demnächst kaufen.

So, nun kennst du meine Haarwaschroutine. Mehr benutze ich nicht. Das spart eine Menge Plastikmüll und meine Haare sind seit dem Weglassen von Silikonen und anderem Zeug, das in konventionellem Shampoo, Pflegespülungen und Haarkuren enthalten ist, viel gesünder. Die Shampoo Bars sind auch viel ergiebiger als Shampoo in Plastikflaschen.

Links zu den Anbietern von denen ich momentan festes Shampoo kaufe (persönliche Kaufempfehlung, keine bezahlte Werbung):

Sauberkunst
Rosenrot (hier gibt es auch den festen Conditioner, wird in kompostierbarem Zellglas geliefert)

Nach meiner Recherche für diesen Beitrag sagen mir auch die Anbieter Marion Garz – your loving nature, Naturseifen Manufaktur Uckermark (Update 12.07.2018 Benutze ich aktuell auch.) und Natural & Pure Solids sehr zu.

Sauberkunst hat mittlerweile auch einen Laden in Berlin (Nikolaiviertel) und in Potzdam.

Ich hoffe, dir hat der Beitrag gefallen und dir bei deiner Enstcheidung, welches Zero Waste Shampoo das beste für dich ist, weitergeholfen. Was benutzt du so zum Haare waschen? Schreib es mir doch mal in die Kommentare.

Im zweiten Teil der Zero Waste im Alltag Serie erfährst du wie ich nachhaltig und umweltfreundlich putze und das ohne unnötige Plastikverpackungen.

Zusätzliche Informationen:

Ausführliche Liste zur Deklaration von Palmöl (Inhaltststoffe, die Palmöl enthalten können)

Sehr gute und umfangreiche Übersicht von Inhaltsstoffen in Kosmetik auf die du besser verzichten solltest

 

Titelbild: © Umweltgedanken

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

5 Kommentare zu Zero Waste im Alltag Teil 1: Haarpflege

Gefährliche Silvestertradition: Feinstaub durch Silvesterböller

Der Umsatz der Silvester-Branche ist seit 2013 stetig gestiegen. Zwischen 100 und 200 Millionen Euro geben die Deutschen jedes Jahr für Silvester-Feuerwerk aus. Ganz schön viel Geld für Feinstaub und Müll.

Der Umsatz der Silvester-Branche ist seit 2013 stetig gestiegen. Zwischen 100 und 200 Millionen Euro geben die Deutschen jedes Jahr für Silvester-Feuerwerk aus. Ganz schön viel Geld für Feinstaub und Müll.

Zersplitterte Sektflaschen, abgestürzte Raketen, Reste von Knaller-Batterien. In Frankfurt fielen 2016 rund 25 Tonnen Müll in der Silvesternacht an, in München sogar 50 Tonnen.

Was viele nicht wissen: Die Mehrheit unserer Silvesterknaller stammen aus Schwellen- und Entwicklungsländern und werden dort unter schlechten Arbeitsbedingungen hergestellt. Neben den sozialen Auswirkungen wird durch die Produktion auch die Umwelt stark belastet. In der chinesischen Provinz Hunan, wo zwei Drittel unserer Knaller produziert werden, sind um die Stadt Liuyany die Ackerflächen mit Cadmium verseucht. Dieses gelangt über Reis und Gemüse in die Nahrung und somit in den Menschen und verursacht tödliche Krankheiten.

Jedes Jahr sterben Arbeiter bei Explosionen in Feuerwerksfabriken. Erst im November 2017 kamen wieder 50 Menschen bei einer heftigen Explosion in einer Feuerwerksfabrik nahe Jakarta ums Leben. Ende 2016 starben über 30 Menschen bei einer Explosion auf einem Markt für Pyrotechnik in Mexiko.

Die Region Sivakasi in Südindien ist der Hotspot der Feuerwerksherstellung in Indien. Rund 70.000 Kinder arbeiten dort in der Feuerwerksindustrie (Aktiv gegen Kinderarbeit). Bei der Herstellung von Raketen, Böllern und Wunderkerzen verätzen sie sich die Hände, Arme und Gesicht sind mit Brandnarben gezeichnet. Manche haben keine Fingernägel mehr.

Feinstaub in der Silvesternacht höher als an anderen Tagen

Rund 5.000 Tonnen Feinstaub (PM10) werden laut Umweltbundesamt in einer Silvesternacht freigesetzt. Das sind für Deutschland etwa 17 % der jährlich im Straßenverkehr freigesetzten Feinstaubmenge. Die Luftbelastung ist also an Silvester in manchen Städten so hoch wie das ganze Jahr nicht. Die Feinstaubpartikel können die Atemwege reizen und auf Dauer die Lungenfunktion stören. Darum wird geraten Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Lärm durch Knaller löst Panik bei Tieren aus

Nicht nur der Feinstaub ist problematisch. Auch die Lärmbelastung durch das Feuerwerk löse bei vielen Tieren Panik aus. Der Naturschutzbund NABU fordert daher in Parks und Grünflächen ganz auf das Knallen zu verzichten. Einige Vögel verlieren sogar die Orientierung durch die lauten Knalleffekte.

Auf Bleigießen lieber verzichten

Auch auf das traditionelle Bleigießen solltest du besser verzichten. Giftige Bleioxide werden eingeatmet warnt das Umweltbundesamt. Beim Anfassen der Figuren gelangt Blei an die Hände und bei Kindern schnell in den Mund. Das Schwermetall kann das Nervensystem, Hirn, Niere und Leber schädigen. Zubehör, Bleireste ud alle Gegenstände, die mit Blei in direktem Kontakt kamen, gehören in den Sondermüll. Auf keinen Fall sollten diese über den Restmüll oder die Kanalisation entsorgt werden. Wer die Tradition unbedingt fortführen will, sollte Wachs statt Blei verwenden.

#silvesterohneböller

Wenn du zur Verminderung der Feinstaubbelastung in der Silvesternacht beitragen möchtest und verhindern willst, das noch mehr Arbeiter unter menschenunwürdigen Bedingungen Feuerwerkskörper herstellen müssen, verzichte doch dieses Jahr auf dein persönliches Feuerwerk.

In einigen historischen Altstädten ist das Feuerwerk aufgrund der hohen Brandgefahr verboten wie zum Beispiel in Konstanz und in Ravensburg. Aber ein komplettes Verbot für Deutschland ist leider nicht möglich. Oder vielleicht doch? Andere europäische Länder machen es vor: In Dänemark ist das private Feuerwerk verboten.

Wir brauchen keine Silvester-Knaller, um glücklich ins neue Jahr zu kommen!

Bitte kaufe keine Silvesterknaller! #silvesterohneböller

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

Keine Kommentare zu Gefährliche Silvestertradition: Feinstaub durch Silvesterböller

Suchbegriff in das unten stehende Feld eingeben und Enter drücken um zu suchen