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Kategorie: Eco Lifestyle

Plastikfrei leben: 10 Tipps, die jeder im Alltag umsetzen kann

Seit 2015 versuche ich ein Leben ohne Plastik zu führen. Oft gelingt mir das sehr gut. Die folgenden Tipps, die alle leicht umsetzbar sind, kann jeder in seinen Alltag integrieren und damit viel Müll vermeiden.

Seit 2015 versuche ich ein Leben ohne Plastik zu führen. Oft gelingt mir das sehr gut. Die folgenden Tipps, die alle leicht umsetzbar sind, kann jeder in seinen Alltag integrieren und damit viel Müll vermeiden.

Warum ich plastikfrei leben möchte, kannst du im Beitrag über Kunststoffe und deren Gesundheitsgefahren nachlesen.

Tipp 1: Frisch kochen und keine abgepackten Lebensmittel kaufen

In einigen Supermärkten, in Bio- und Hofläden oder auf Wochenmärkten kannst du Obst und Gemüse lose kaufen. Verzichte auf die kostenlosen Plastik- beziehungsweise Papiertüten und nehme stattdessen einen Korb, eine Tragetasche oder einen Rucksack mit.

Für Kartoffeln oder Tomaten nehme ich einen Baumwollbeutel (Werbelink). Auch Käse, Wurst und Fleisch kaufe ich nicht mehr abgepackt. Unverpackt einkaufen ist die am meisten wirksamste Lösung, leider aber (noch) nicht überall möglich.

Tipp 2: Verzichte möglichst auf Süßigkeiten und Knabbereien der Großkonzerne

Seit dem ich plastikfrei lebe, fällt es mir gar nicht mehr schwer an den Süßigkeitenregalen im Supermarkt vorbei zu gehen. Abgesehen davon sind die meisten Süßigkeiten pure Zuckerbomben und enthalten fast immer Palmöl.  Hin und wieder gönne ich mir ein Stück Kuchen vom Bäcker oder mache uns einen leckeren selbstgemachten Schokoladenpudding.

Bei mir um die Ecke gibt es einen türkischen Bäcker, bei dem ich mir leckere frischgebackene Kekse in meine Dose abfüllen lasse. Wenn du einen Unverpackt-Laden in der Nähe hast, bekommst du dort unter anderem Nüsse, Bananenchips und andere Leckereien wie Gummibärchen oder schokolierte Früchte.

Tipp 3: Körperseife statt Duschgel und feste Shampoobars

Ich liebe zum Duschen die veganen und palmölfreien Körperseifen von SauberKunst (liefern plastikfrei). Am besten finde ich die Sorten Kirschblüte, Sanddorn und Meertau. Zum Haare waschen benutze ich feste Shampoobars (Kokosmakrone und Mango Lassi). Mein Freund benutzt das Avocado-Hanföl Shampoobar. Auch Haarseifen sind denkbar, aber da habe ich keine Erfahrung mit.

Festes Schampoobar Avocado-Hanföl
© Anja Blumschein

Tipp 4: Waschmittelpulver im Karton oder selbstgemachtes Waschmittel benutzen

Ich benutze das Frosch Aloe Vera Waschmittel im Karton. Denkbar, aber mit mehr Aufwand, wären auch selbstgemachtes Waschmittel aus Kastanien oder Efeu.

Kastanien Waschmittel

Waschmittelpulver aus Kastanien – natürlich, verpackungsfrei und ohne Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe
© Anja Blumschein

Tipp 5: Keinen Weichspüler benutzen

Erstens ist Weichspüler nicht ökologisch und zweitens bekommst du diesen nicht ohne Plastik. Lass ihn einfach weg! Es geht auch ohne.

Tipp 6: Stofftaschentücher oder Recyclingtaschentücher aus der plastikfreien Spenderbox

Stofftaschentücher sind wieder im Kommen. Alternativ kannst du Recyclingtaschentücher aus der Spenderbox kaufen. Bei Rossmann gibt es jetzt ein Produkt mit dem Blauen Engel, das komplett ohne Plastik auskommt.

Recyclingtaschentücher in plastikfreier Spenderbox
© Anja Blumschein

Tipp 7: Benutze Mehrwegbecher für deinen Coffee to go

Wir benutzen den Contigo Thermobecher (Werbelink). Bei dem auslaufsicheren Edelstahlbecher besteht lediglich der Deckel aus Plastik. Von der Funktionalität ist dieser Becher für uns die beste Kompromisslösung. Viele Bäckereien bieten mittlerweile auch einen Preisnachlass an, wenn du deinen eigenen Becher mitbringst.

Tipp 8: Milchprodukte in Mehrwegglas kaufen

Vermeide Milch in Tetrapacks, kaufe Mehrwegflaschen. Alternativ kannst du dir Milch auch frisch vom Bauern holen. In einigen Supermärkten gibt es bereits Milchzapfstationen. Das ist aber bisher noch selten. Kaufe Joghurt und Sahne im Pfandglas. Milchreis, Gries und Pudding bereite ich selbst zu.

Verschiedene Frischkäse lasse ich mir auf dem Wochenmarkt am Käsestand in mitgebrachte Glasgefäße abfüllen. Am besten eignen sich nach meiner Erfahrung eckige Glasschalen (Werbelink).

Tipp 9: Immer eine Tragetasche dabei haben

Für den geplanten Einkauf habe ich mehrereTragetaschen aus Jute, die besonders stabil sind und sehr lange halten. In meiner Handtasche ist auch immer ein Baumwollbeutel, falls ich einen Spontankauf mache.

unverpackt einkaufen

Auf geht`s zum Einkauf mit eigenen Gefäßen und Jutebeutel
© Anja Blumschein

Tipp 10: Babys Po ohne Feuchttücher waschen

Bei unserem Baby benutzen wir nur Waschlappen und Wasser zum Reinigen des Pos. Wenn es nötig ist, halten wir den Babypo direkt unter fließendes Wasser. Feuchttücher benutzen wir nur unterwegs.

Wasser und Waschlappen anstatt Feuchttücher spart Ressourcen
© Anja Blumschein

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren. Du musst zugeben: Alle diese Tipps kannst du direkt ab heute umsetzen. Alles andere kommt mit der Zeit.

Plastikfrei leben, aber bitte ohne Dogma ;-).

Ich liebe zum Beispiel griechischen Joghurt mit gerösteten Walnüssen und Honig. Den Joghurt bekomme ich leider nur in Plastik. Hier gebe ich mich dem Genuss hin und sage mir, es soll Spaß machen und nicht eine Last sein auf Plastik zu verzichten. Wenn jeder diese 10 Tipps beherzigen würde, wäre schon viel Plastik vermieden.

Ich verlinke dir noch das Rezept für den Schokoladenpudding, den ich gerne koche. Das Rezept ist sehr gut.

Welche Tipps hast du noch? Ich freue mich über deine besten Tipps für ein Leben ohne Plastik. Her damit in den Kommentaren. Und mich interessiert brennend worauf du gar nicht verzichten kannst.

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

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Kosmische Erziehung: Definition und gesellschaftliche Bedeutung

Maria Montessori, die ihr Konzept zur kosmischen Erziehung erstmals 1935 vorstellte, entwickelte die Auffassung, dass die Gesamtheit der Natur – sowohl die belebte als auch die unbelebte – seit der Entstehung des Universums bis in die heutige Zeit einem einheitlichen „Kosmischen Plan“ folge, dessen Bestandteile in gegenseitiger Abhängigkeit zueinanderstehen.

Maria Montessori, die ihr Konzept zur kosmischen Erziehung erstmals 1935 vorstellte, entwickelte die Auffassung, dass die Gesamtheit der Natur – sowohl die belebte als auch die unbelebte – seit der Entstehung des Universums bis in die heutige Zeit einem einheitlichen „Kosmischen Plan“ folge, dessen Bestandteile in gegenseitiger Abhängigkeit zueinanderstehen.

Der Mensch nimmt seine „kosmischen Aufgaben“ wahr, indem er an der Entwicklung und Gestaltung seiner „Supra-Natur“ (= Kultur) arbeitet, ohne, dass es ihm bewusst ist. Auf der einen Seite hat der Mensch die Natur bereichert und verschönert, aber auf der anderen Seite bringt er sich selbst in große Gefahr und verkennt die durch ihn selbst verursachten Bedingungen auf der Erde. Maria Montessori schreibt:

„Heute ist er nicht gerüstet, die aus einer Supra-Natur bestehende Umgebung zu beherrschen.“

Es ist deshalb umso wichtiger, dass die Menschheit verantwortungsvoll mit ihrer Umwelt umgeht und nach dem „kosmischen Plan“ handelt, um das Gleichgewicht der Natur wiederherzustellen und Katastrophen, wie Kriege oder anderweitige Störungen, abzuwenden. Kosmische Erziehung trägt im Wesentlichen zum Verstehen der Zusammenhänge einer kosmischen Ordnung bei.

In einem universalen Lehrplan müssen alle Aspekte des Wissens und vom Kosmos verbunden werden.

„Astronomie, Geographie, Geologie, Biologie, Physik, Chemie sind nur Details des Ganzen. Ihr Bezug untereinander ist das, was das Interesse von einem Zentrum bis zu seinen Ausläufern hin treibt.“

Dieser Lehrplan ist jedoch kein Lehrplan im üblichen Sinne, der in Schritten abgearbeitet werden muss. Er beinhaltet vielmehr das gesamte Spektrum der menschlichen Kultur und des Wissens aller Kulturkreise. Aus diesem breitgefächerten Angebot suchen die Kinder selbst aus und bearbeiten die Aspekte, die sie näher interessieren.

Dem Kind wird die Gesamtheit des Universums dargeboten. Montessori verfolgte dabei immer den Grundsatz:

„Das Ganze geben, indem man das Detail als Mittel gibt.“

Genauer gesagt: „Man studiert die Wirklichkeit des Details, und dann stellt man sich das Ganze vor.“

Die Vorstellungskraft wächst und führt zum Verständnis des Ganzen. Wenn das Kind einen Fluss oder See kennt, kann es sich auch die anderen Seen und Flüsse der Welt vorstellen. Es ist für den Pädagogen von Bedeutung, selbst zu verinnerlichen was das Ganze bedeutet, und wie er das Interesse in dem Kind wachruft.

„Die geringsten Details werden interessant, wenn sie als Teil eines Ganzen dargestellt werden; das Interesse wächst um so mehr, je mehr man von den Details weiß.“

Lernen am Modell und durch selbstbestimmte Erfahrung

Kinder lernen durch Beobachtung und durch aktive, selbstgesteuerte Erfahrung, das heißt es ist wichtig, Kindern die wahrhaftige Natur zu zeigen. Die Kinder sollen hinausgehen und in der Natur die Pracht einer Blumenwiese, einen rauschenden Fluss, die Schönheit eines Sternenhimmels, die Beschaffenheit des Bodens, die Vielfalt der Tiere und vieles mehr erfahren.

„Wenn das Kind wandert, bietet sich ihm die Welt selbst dar. Veranlassen wir das Kind zu wandern, zeigen wir ihm Dinge in ihrer Wirklichkeit, anstatt Gegenstände anzufertigen, die Begriffe darstellen, und sie in einen Schrank einzuschließen.“

Schlüsselgeschichten als Einführung

Im Kapitel „Menschliche Potentialität und Erziehung“ der Schrift Kosmische Erziehung beschreibt Montessori mit einer beeindruckenden Originalität und Anschaulichkeit die ökologischen Zusammenhänge. Für Kinder, speziell im Grundschulalter, entwarf Montessori sogenannte Schlüsselgeschichten, die sogenannten cosmic tales (Werbelink), um ihnen auf diese Weise in komprimierter Form Einführungen in ökologische, geschichtliche und sozial-anthropologische Zusammenhänge zu geben.

Nach der AMI-Tradition (AMI – Association Montessori Internationale) gibt es die fünf großen Erzählungen:

  • Die Geschichte des Universums (Gott hat keine Hände)
  • Die Entstehung des Lebens
  • Die Entwicklung des Menschen
  • Die Geschichte der Zahlen
  • Die Geschichte der Schrift

Die Zeit von 3 bis 6 Jahren wird als eine Art Vorbereitung auf die Zeit der kosmischen Erziehung angesehen, wobei dort zunächst nur die Phänomene an sich interessieren und nicht die Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten. Im Alter von 6 bis 12 Jahren findet die eigentliche kosmische Erziehung statt, in der auch die Zusammenhänge und das „Warum?“ von Interesse sind. Nach dem Alter von 12 Jahren wird in der Arbeit auf die kosmische Erziehung aufgebaut und zurückgegriffen.

Erdkinderplan zur Förderung der Entwicklung in einer ökologischen Gemeinschaft

Maria Montessori sieht für die 12- bis 15-jährigen Jugendlichen eine spezielle Form des Lernens und Erfahrens in ihrem „Erdkinderplan“ vor.

„Die Schulen, so wie sie heute sind, sind weder den Bedürfnissen des jungen Menschen noch denen unserer jetzigen Epoche angepasst.“

Schon damals erkannte Maria Montessori die Notwendigkeit einer Reform der Pädagogik. Einer der wenigen Versuche weltweit ist die Hershey Montessori Farm School in Ohio, die von David Kahn gegründet wurde und im Schuljahr 2000/2001 ihre Tore öffnete. In dieser Gemeinschaftseinrichtung wird die „Vorstellung eines Studien- und Arbeitszentrums auf dem Lande als eine den Bedürfnissen und Interessen dieses Alters optimal angemessene Erziehungsform umfassend verwirklicht“.

In Deutschland gibt es bisher kaum Einrichtungen dieser Art, in der es möglich ist, in dieser Art von Gemeinschaft zu leben, produktive Arbeit in der Natur zu leisten und einen ökologischen Lebensstil zu führen. Es werden stattdessen immer nur Ansätze des „Erdkinderplans“ verwirklicht. In einigen Montessori-Schulen gibt es Kooperationen mit Bauernhöfen oder praktische Wochen, in denen die Jugendlichen Handwerk in der Nachbarschaft erlernen. Der gemeinnützige Verein Erdkinder-Projekt e.V. in Eberharting im oberbayrischen Voralpenland bietet ganzheitliches und praktisches Lernen auf dem Lande in einer Montessori-Schule, einem integrativen Kinderhaus sowie in einem Abiturkolleg an.

Indviduelle Persönlichkeitsentwicklung

Nur fehlt der Ansatz, dass Kinder nach Montessori, im Alter von 12 bis 18 Jahren, bevorzugt nicht im Elternhaus die meiste Zeit verbringen sollten, da sie hier zu sehr in ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung beeinflusst und gesteuert werden.

Daher wäre, wie in Ohio, ein Internat als Wohnort der Familie, im Sinne von einer Gemeinschaft junger Menschen, wünschenswert. Dort übernehmen die Internatseltern die Funktion des Vertrauenspädagogen, fördern die Entwicklung, geben aber den Jugendlichen auch den Freiraum und lassen sie ihren eigenen individuellen Weg gehen.

Es fehlen noch der Mut und die Kraft ein Projekt, wie es in Ohio funktioniert, in Deutschland zu verwirklichen. Dazu bedarf es gute Überlegungen und vor allem Ausdauer und Liebe zum Detail in der Umsetzung. Eine Akzeptanz für diese Erziehungsform beziehungsweise Erfahrungsschule ist bisher nicht weit verbreitet, sowohl bei Schulämtern, als auch bei Eltern.

Zur Vorbereitung auf eine Berufsausbildung oder ein Universitätsstudium ist diese Form des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens sicherlich von Vorteil, denn ab Verlassen der Schule sind wir auf uns alleine gestellt. Wir müssen uns die Details selber erarbeiten, um das große Ganze zu verstehen.

Zusammenfassung

Ich möchte abschließend betonen, dass ich die Art von kosmischer Erziehung, wie sie Montessori für alle Altersgruppen beschreibt, für geeignet halte und diese sollte in der Zukunft eine höhere Bedeutung in den Schulen oder sonstigen Einrichtungen haben.

Um meinen Beitrag zusammenzufassen, möchte ich einen wesentlichen Erziehungsgrundatz von Montessori anbringen:

„Einzelheiten lehren bedeutet Verwirrung stiften. Die Beziehung unter den Dingen herstellen bedeutet Erkenntnisse vermitteln“.

Die Methoden in der Lehre der kosmischen Erziehung der 6- bis 12-jährigen Kinder sind bisher sehr gut, aber auf dem Weg einer ganzheitlichen Montessori-Pädagogik für die 12- bis 15-jährigen bzw. 15- bis 18-jährigen Jugendlichen gibt es noch viele unbetretene Ufer.

Gibt es in deiner Umgebung Montessori-Schulen oder ähnliche Einrichtungen, die den von Montessori gedachten Erdkinderplan verwirklichen? Erzähl mir mehr davon in deinem Kommentar.

Literatur

Maria Montessori: Kosmische Erziehung (Werbelink) – Die Stellung des Menschen – Menschliche Potentialität und Erziehung – Von der Kindheit zur Jugend. Hrsg. Paul Oswald und Günther Schulz-Bensch. Kleine Schriften Maria Montessoris. Herder-Verlag. Freiburg. 1988.

Ela Eckert: Maria Montessoris Erdkinderplan und die Praxis der Hershey Montessori Farm School. In: Das Kind. Halbjahresschrift für Montessori-Pädagogik. 2. Halbjahr 2005, Heft 38.

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Vegane Energie: Tierethisch unbedenklicher Strom für 100 % veganes Leben?

Ökostrom kennen die meisten, aber hast du schon mal etwas von veganem Strom gehört? Eine Marke der TWL Energie Deutschland GmbH, Vegawatt, liefert Energie, die unter nachhaltig veganen Gesichtspunkten erzeugt wurde.

Ökostrom kennen die meisten, aber hast du schon mal etwas von veganem Strom gehört? Eine Marke der TWL Energie Deutschland GmbH, Vegawatt, liefert Energie, die unter nachhaltig veganen Gesichtspunkten erzeugt wurde. In diesem Beitrag erfährst du den Unterschied zwischen konventionellem Strom, Ökostrom und veganem Strom. Ich gehe auch der Frage nach, wie vegan unterschiedliche Ökostromarten sind.

Zunächst werde ich etwas zu den Motiven einer veganen Lebensweise schreiben.

Veganer konsumieren keine tierischen Lebensmittel, tragen keine Kleidung aus Pelz, Wolle, Leder oder Seide, benutzen keine Produkte, die an Tieren getestet wurden, gehen nicht jagen oder angeln und meiden Orte, an denen Tiere ausgestellt, vorgeführt oder von anderen Tieren gehetzt werden.

Es gibt viele Motive sich dafür zu entscheiden vegan zu leben. Die meisten Veganer entscheiden sich für diese Lebensweise aus ethisch-moralischen Gründen. So sind die Motive unter anderem Mitleid mit den Tieren und die Forderung nach gesellschaftlicher Anerkennung der Rechte von Tieren, zum Beispiel das Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit. Aber auch ökologische, gesundheitliche und religiöse Motive spielen eine Rolle.

Vegawatt liefert tierethisch unbedenkliche Energie

Ist Ökostrom auch veganer Strom?

Konventioneller Strom wird unter anderem in Kohle- und Atomkraftwerken erzeugt. Die Ausgangsprodukte sind zum Beispiel entweder Stein- oder Braunkohle oder Uran, Thorium sowie Plutonium. Aus ökologischer Sicht und mit Blick auf das Tierwohl ist die Erzeugung von Energie aus Atom- und Kohlekraftwerken nicht empfehlenswert. Denken wir bei Atomkraftwerken nur an mögliche Reaktorunglücke wie Tschernobyl und Fukushima.

Ökostrom stammt, im Gegensatz zu Kohle- und Atomenergie, aus erneuerbaren Quellen und ist nahezu unbegrenzt verfügbar. Doch die grünen Energiearten Wind, Wasser und Biomasse, wenngleich umweltfreundlich, haben mitunter negative Auswirkungen auf die Tierwelt.

Windenergie ist aufgrund des Vogelschlags aus veganer Sicht bedenklich. Das gilt auch für den negativen Einfluss von Offshore-Anlagen auf die Meerestiere.

Wasserkraftanlagen wirken sich ebenso nachteilig auf die Tierwelt aus. Für solche Anlagen sind Eingriffe in die Natur mit massiven Erdbewegungen unvermeidbar. Staudämme und Wehre führen dazu, dass Fische ihre Laichplätze nicht mehr finden. Trotz Fischtreppen sterben immer noch Fische. Ganze Landstriche trocknen durch Staudämme aus. Andererseits werden große Natur- und Kulturlandschaften von Stauseen überschwemmt.

Auch konventionelle Gaserzeugungsarten wie Erdgas und Fracking sind weder nachhaltig noch vegan. Insbesondere der Pipelinebau hat empfindliche Auswirkungen auf die Tierwelt.

Biomasse zählt zu den ökologischen Energiearten, wenn organische Abfälle verwertet werden. Wenn aber nachwachsende Biomasse auf Flächen angepflanzt wird, die eigentlich der Nahrungsmittelerzeugung dienen sollten, dann ist das nicht ganz ökologisch. Energie aus Biomasse ist nicht 100 % klimaneutral, da schädliche Methangase ausgestoßen werden. Biogas oder Strom aus Biomasse klingt erstmal ökologisch, doch werden für die Vergärung tierische Abfälle verwendet, ist das nicht vegan. Wenn es sich nicht um eine kontrolliert biologische Tierhaltung handelt, fördert der Gebrauch von Biogas außerdem die Massentierhaltung.

Vegawatt

Biogaserzeugung aus Abfällen der Zuckerrübe, wie es Vegawatt macht, ist vegan, ökologisch und nachhaltig
© Bits and Splits – Fotolia.com

Vegawatt verwendet für die vegane Biogasherstellung Zuckerrübenabfälle und hat einen Biogaserzeuger gefunden, der ausschließlich Zuckerrübenschnitzel in seiner Anlage fermentiert. Zudem wird das Gas direkt in das Ortsnetz eingespeist, so dass kein Pipelinebau notwendig ist.

Sonnenenergie ist relativ klimaneutral und lässt sich gut als vegane Energiequelle nutzen. Allerdings werden die Auswirkungen des Rohstoffabbaus sowie die CO2-Emissionen zur Herstellung der Solarzellen nicht genügend berücksichtigt.

Vegawatt produziert veganen Strom aus Photovoltaikanlagen. Auf den ersten Blick hat diese Art der Stromerzeugung keinen negativen Einfluss auf den Lebensraum der Tiere, sofern die Anlagen in Europa hergestellt und installiert werden. In einer vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Studie wurde hingegen nachgewiesen, dass die Reproduktionsrate von Insekten und Reptilien in der Nähe von Solarparks sinkt, da die Tiere ihre Eier auf den wasserähnlich aussehenden Paneelen ablegen.

Auf Freiflächen, die zum Nahrungsmittelanbau geeignet sind, sollten keine Photovoltaikanlagen aufgestellt werden. Aus veganer Sicht sind Photovoltaikanlagen auf Dächern von Fleischindustrie und Tierhaltungsbetrieben inakzeptabel. Ein weiteres Problem von Solaranlagen ist die Veränderung der Bodenstruktur (Verdichtung) sowie die Überschirmung und damit die Verschattung von Flächen was dazu führt, dass sich das Mikroklima ändert. Wegen der Einzäunung der Anlage wird der Lebensraum von insbesondere mittelgroßen bis großen Tieren zerschnitten.

Genau wie Solarenergie ist auch Geothermie eine weitgehend vegane Energiequelle. Dennoch kann es auch bei Geothermie durch mögliche Erdabsenkungen zu negativen Auswirkungen auf die Tierwelt kommen.

Mein Fazit: 100 % vegane Energie gibt es nicht. Selbst Solarenergie und Geothermie können negative Auswirkungen auf die Tierwelt haben. Einem Veganer geht es aber um das Vermeiden des Vermeidbaren und da sind diese beiden Energiearten veganer als andere.

Im deutschen Stromnetz kommt immer ein Mix aus konventioneller und grüner Energie aus der Steckdose. Vielleicht fragst du dich jetzt: Warum soll ich veganen Strom von Vegawatt beziehen, wenn ich diesen Strom gar nicht geliefert bekomme?

Die Antwort ist einfach: Du unterstützt damit tierethisch unbedenklichen Strom in Deutschland und vielleicht kommt dann schon bald veganer Strom aus deiner Steckdose.

Wer sich vegane Energie wünscht, kommt an Ökostrom oder Ökogas von Vegawatt nicht vorbei.

Wechsel zu Vegawatt, unterstütze die Energiewende und lebe konsequent vegan. Berechne dir jetzt deinen veganen Tarif.

Bist du selbst Veganer und nutzt schon vegane Energie oder möchtest du in Zukunft zu einem veganen Energieanbieter wechseln? Erzähl mir mehr davon in deinem Kommentar.

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Vegawatt entstanden.

Titelbild: © VioNet – Fotolia.com

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Reisetipp: Plastikfrei einkaufen in der Markthalle Colmar

Ausspannen. Genießen. Kurzurlaub. Ich war mit meiner kleinen Familie für ein Wochenende in der wunderschönen elsässischen Stadt Colmar in Frankreich. Dort habe ich die traditionelle Markthalle (Marché Couvert) besucht und war begeistert von dem Angebot. Die Markthalle gehört zu den Top Sehenswürdigkeiten in Colmar.

Ausspannen. Genießen. Kurzurlaub. Ich war mit meiner kleinen Familie für ein Wochenende in der wunderschönen elsässischen Stadt Colmar in Frankreich. Dort habe ich die traditionelle Markthalle (Marché Couvert) besucht und war begeistert von dem Angebot. Die Markthalle gehört zu den Top Sehenswürdigkeiten in Colmar.

Colmar ist eine hübsche Stadt mit viel Charme und einer mittelalterlichen Altstadt. Die liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser kannst du bei einem Bummel durch das besonders interessante Petit Venice (Klein-Venedig) bewundern. Dort war auch unsere kleine Ferienwohnung. Vielleicht kommst du bei deinem Spaziergang entlang der Lauch (Fluss in Colmar) mit deren üppigen Blumendekorationen an der Markthalle vorbei. Die tollen Blumenarrangements an Brückengeländern und Straßenlaternen sind mir überall im Elsass begegnet.

Blumendekoration entlang der Lauch (rechts Markthalle Colmar) © R. Kubisch

Fachwerkhäuser Petit Venice © R. Kubisch

© R. Kubisch

Allein die Architektur der Markthalle lohnt für einen Besuch. Die Halle wurde zwischen 1863 bis 1865 von dem Architekten Louis-Michael Boltz aus Ziegelstein und Sandstein gebaut. Jahrzehntelang wurde die Markthalle als Garage für Autos genutzt. Erst dank einer umfassenden Renovierung im Jahr 2010 dient sie heute wieder als Ort an dem Feinschmecker voll auf ihre Kosten kommen.

Markthalle Colmar © R. Kubisch

Neben Biogemüse gibt es viele regionale elsässische Spezialitäten. Wir haben dort kleine Snacks für den Nachmittagsausflug zum Col de la Schlucht, einem 1139 m hohen Pass in den Vogesen, und für unser Abendessen gekauft.

Sehenswerte Deckenkonstruktion in der Markthalle Colmar © R. Kubisch

Plastiktüten habe ich bei den Händlern in der Markthalle keine gesehen. Das Obst und Gemüse wird vom Kunden selbst in Papiertüten oder Körbe gepackt. Auch Nüsse und Gewürze lassen sich in Papiertütchen abfüllen. Ich habe viele Kunden beobachtet, die kleine Baumwollsäckchen oder eigene Körbe dabei hatten, in die dann Tomaten und Kartoffeln gelegt wurden.

© R. Kubisch

In der Reduzierung von Plastiktüten spielt Frankreich eine Vorreiterrolle in Europa. Seit 1. Juli 2016 sind bereits Einkaufstüten aus Plastik verboten. Danach folgte das Verbot von Plastiktüten zum Verpacken für Lebensmittel. In diesem Sinne dürfen seit dem 1. Januar 2017 abseits der Kasse nur noch Verpackungen aus Papier und Stoff oder solche, die biologisch abbaubar sind, ausgelegt werden. Das betrifft vor allem Tüten für Obst und Gemüse, Aufschnitt, Fleisch und Fisch.

Kräuter in der Markthalle © R. Kubisch

Frankreichs Regierung übernimmt noch viel mehr Verantwortung für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. So muss Einweggeschirr bis 2020 biologisch abbaubar sein. Außerdem dürfen unverkaufte Lebensmittel in großen Supermärkten mit einer Ladenfläche ab 400 Quadratmeter nicht mehr weggeworfen werden und müssen einer kariativen Einrichtung gespendet werden. Im Gegensatz zu Frankreich baut Deutschland statt auf ein Gesetz mehr auf Aufklärung, denn die größten Lebensmittelverschwender sind die Verbraucher selbst.

Elsässische Spezialitäten, die mein Herz höher schlagen lassen

Wenn du im Elsass bist, probiere unbedingt den leckeren Käse dort. Besonders der Munster hat es uns angetan. Der Munster wird östlich der Vogesen im Münstertal hergestellt.

Wir haben unseren Munsterkäse in der traditionellen Schaukäserei Maison du Fromage auf dem Weg von Munster nach Gunsbach gekauft. Hier wurde mit viel Liebe zum Detail eine moderne und gut gemachte Ausstellung zum Thema Käseherstellung aufgebaut.

Traditionelle Schaukäserei Maison du Fromage © R. Kubisch

Den Käse haben wir dann nachmittags zusammen mit Baguette genossen. Ein Träumchen! Zum Nachtisch gab es Tarte aux chocolat (französische Schokoladentarte) und Tarte aux pommes (französische Apfeltarte), die wir auch in der Markthalle gekauft haben.

Einkäufe aus der Markthalle © R. Kubisch

Kleiner Käseladen in Colmar  © R. Kubisch

Colmar – eine Stadt zum Verlieben © R. Kubisch

Mehr traditionelle Markthallen wie die in Colmar oder kleine Käseläden wären doch auch bei uns schön, oder? Kennst du ähnliche dauerhafte Markthallen in anderen Ländern, die auf Regionalität, Bio und Nachhaltigkeit setzen? Ich freue mich auf deinen Tipp.

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Nachhaltige Inspirationen für Kinderkrippe und Kindergarten

Du bist auf der Suche nach einer Checkliste für die Kinderkrippe oder den Kindergarten? Du suchst Inspirationen und nachhaltige Ideen? Mit dieser Liste vergisst du bestimmt nichts mehr.

Du bist auf der Suche nach einer Checkliste für die Kinderkrippe oder den Kindergarten? Du suchst Inspirationen und nachhaltige Ideen? Mit dieser Liste vergisst du bestimmt nichts mehr.

Welche Dinge du brauchst, ist individuell von Einrichtung zu Einrichtung verschieden. Beim Informationsgespräch wirst du bestimmt eine Liste mit benötigten Dingen bekommen.

Hygieneprodukte

In den meisten Kinderkrippen bringst du deine eigenen Hygieneprodukte mit.

Windeln

Ich nutze Windeln von Lillydo, da sie frei von Parfum, Lotion und Farbstoffen sind und mir von der Haptik und dem Design gut gefallen. Im Praxistest haben sich die Windeln bewährt. Aus Nachhaltigkeitsaspekten sind es nicht die besten Windeln (enthalten unter anderem saugstarke Mikroperlen), da gibt es sicher bessere, zum Beispiel Windeln von Naty by Nature oder Stoffwindeln. Lillydo bezeichnet sich trotz OEKO-TEX Standard 100 Zertifizierung auch nicht als Öko-Windelmarke. Im Vergleich zu Pampers etc. sind Lillydo dennoch ökologischer und dazu angenehmer auf der Haut. Die Produktion ist in Europa, die Verpackung ist industriell kompostierbar, die Feuchttücher sind zu 100 % biologisch abbaubar und die Windeln bestehen aus chlorfrei gebleichtem Zellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Ist schon alles nachhaltiger als bei anderen Herstellern. Besonders praktisch finde ich bei den Lillydo Windeln, dass sie im Abonnement monatlich nach Hause geliefert werden und ich online Menge und Größe ändern und jederzeit kündigen kann.

Ein paar wenige Kinderkrippen wickeln auch mit Stoffwindeln.

Erhalte 10 Euro Rabatt auf deine erste Bestellung bei Abschluss eines Lillydo Windelabos (begrenztes Angebot). Einfach den Code A3400C51 bei deiner Bestellung angeben.

Feuchttücher

Zu Hause benutzen wir keine Feuchttücher, sondern waschen mit Mullwaschlappen und Wasser oder bei größeren Verschmutzungen direkt unter dem Wasserhahn. Für unterwegs beziehungsweise die Kinderkrippe empfehle ich die Feuchttücher von Lillydo oder von Naty by Nature (Werbelink). Übrigens diesen tollen Mullwaschlappen aus Bio-Baumwolle habe ich bei einem Dawanda Shop (Lunaciel) bestellt.

Wasser und Waschlappen anstatt Feuchttücher spart Ressourcen
© Anja Blumschein

Wundschutzcreme

Der Babypopo von unserem Kind ist kaum wund. Wenn aber doch einmal eine kleine Stelle zu sehen ist, benutzen wir den Windelbalsam von Ingeborg Stadelmann. Dieser enthält Rohstoffe aus Bioanbau, ist frei von Konservierungsstoffen, Stabilisatoren und anderen Zusatzstoffen (kein Zink!). Das Produkt ist nicht ganz günstig, wirkt aber Wunder und ist sehr ergiebig. Ich würde keine andere Wundcreme mehr nehmen. Leider ist die Creme in einem Plastiktiegel. Ich gehe hier aufgrund des guten Produkts aber den Kompromiss ein.

Umweltfreundliche Brotbox ohne Plastik

Ob du überhaupt eine Brotbox brauchst, hängt davon ab, ob dein Kind eine Ganztagesverpflegung in der Kita bekommt oder eventuell das Frühstück und einen Nachmittagssnack mitbringen muss. Inspirationen für abwechslungsreiche und bunt gestaltete Brotboxfüllungen gibt es zum Beispiel auf der Seite Lunchboxdiary. Mir wäre wichtig, dass nur frische Biolebensmittel in die Brotbox meines Kindes wandern. Außerdem sollen keine verpackten Produkte in die Brotbox kommen, da ich versuche so weit wie möglich auf Verpackungen zu verzichten.

Aufgepasst bei Biokunststoffbrotboxen aus Bambus oder Maisstärke! Wer plastikfrei lebt, möchte möglichst keine Schadstoffe, aber Eltern sollten genau hinsehen: Frei von Bisphenol-A (BPA) bedeutet noch lange nicht schadstofffrei. Angepriesen als reine Ökoware sind in manchen Biokunststoffbrotboxen auch Kunststoffe, unter anderem Melaminharze und Polylactat enthalten. Da die Hersteller diese Brotboxen meist als rein natürlich anpreisen, ist das Verbrauchertäuschung. Problematisch ist der Produktionsgrundstoff des Melaminharzes: Formaldehyd. Dieses wird von der EU als krebsverdächtig eingestuft.

Eine gute Alternative zu Plastikbrotboxen sind Edelstahlbrotboxen. Da gibt es zum Beispiel die ECO Brotbox (Werbelink), die in einem Familienbetrieb in Indien produziert wird. Kinderarbeit ist dort selbstverständlich tabu und den Arbeitern werden faire Löhne gezahlt. Die Box hat an den Seiten Klippverschlüsse, die von den Kindern leicht bedient werden können. Hier kannst du dir ein Video über die Produktion der ECO Brotbox ansehen.

 

Die Edelstahl Brotbox von LunchBots mit 3 Fächern (Werbelink) finde ich auch sehr praktisch, zum Beispiel für Käsewürfel, Gemüsesticks oder Obst.

Geschirrset und Trinkbecher

In einigen Einrichtungen musst du das Geschirrset und einen Trinkbecher mitbringen.

Glas und Porzellangeschirr, sofern erlaubt, sollte frei von Blei und Kadmium sein.

Bei Bioplastik gilt das gleiche wie bei den Brotboxen. Biokunststoff heißt nicht gleich schadstofffrei. Fast immer ist das gefährliche Melamin enthalten. In der Ökotest 02/2016 wurde Kindergeschirr getestet. Getestet wurde vor allem ob die Produkte Melamin oder Formaldehyd abgeben. Das Raupe Nimmersatt Geschirrset war unetr anderem unter den Testsiegern. Fünf getestete Kunststoffalternativen aus Bambus (darunter Hungry Flamingo Set von Zupersozial und Biobu von Ekobo) wurden als nicht verkehrsfähig eingestuft! Ein Bambusset sonderte sogar krebsverdächtiges Formaldehyd in Mengen, die über dem EU-Grenzwert liegen, in heiße Speisen ab.

Besonders schade ist, dass das Beco Feeding Set nicht mehr produziert wird, da es kein Melamin enthalten hat, sondern aus Bambus, Reiskörnern und einem natürlichen Bindemittel (eine Art Harz aus Aminosäuren) bestand (Quelle). Es ist frei von BPA und Phthalaten. Mit ein bisschen Internetrecherche lassen sich noch Restposten bei dem einen oder anderen Shop ergattern. Warum der Hersteller die Produktion eingestellt hat, weiß ich nicht. Der Hersteller heißt jetzt Beco pets statt Beco things, so dass ich vermute, dass er nur noch umweltfreundliche Artikel für Tiere produziert.

Melaminfreies Bioplastikgeschirr: Teller, Schale und Becher aus Bambusabfallprodukten und Spelzen von Reiskörnern mit einem natürlichen Bindemittel
© Anja Blumschein

Ich habe kürzlich noch ein Beco Feeding Set kaufen können. Die Lieferung erfolgte allerdings aus Italien. Zusätzlich habe ich noch eine Babybreischale und -löffel aus Olivenholz (Werbelink). Diese kann ich später auch als Salat- oder Müslischale für das Kind verwenden. Olivenholzprodukte sind nicht für die Spülmaschine geeignet.

Babybreischale und -löffel aus Olivenholz
© Anja Blumschein

Für ältere Kinder eignet sich Besteck aus Edelstahl zum Beispiel das Kinder-Besteckset von Lunchbots (Werbelink).

Für die kleinen Babys, die noch nicht aus einem normalen Becher trinken können empfehle ich statt Schnabeltasse oder anderer Trinklernbecher den Doidy Cup (Werbelink). Dieser ist sowohl BPA als auch PVC frei. Dieser Becher hat zwei Henkel zum Festhalten und durch die schräge Form kann das Kind den Inhalt gut sehen. Eine korrekte Mund- und Kieferentwicklung sowie das gesunde Wachstum der Milchzähne werden unterstützt. Der Becher ist laut Hersteller ab 3 Monate geeignet. Der Kopf muss beim Trinken nicht nach hinten geneigt werden.

Trinkflasche

Als Trinkflasche, die auf den Ausflug oder auf den Spielplatz mitkommt, gefällt mir die Emil Bio Line, Größe 0,3 Liter am besten. Emil, die ökologische Trinkflasche, ist bereits seit 1991 auf dem Markt und wird in Europa hergestellt. Ich bevorzuge Glas, da das Wasser einfach besser schmeckt. Die Emil Flasche hat einen bruchsicheren Thermo-Isolierbecher (aus Polypropylen ohne Weichmacher) um das Glas, so dass auch nichts kaputt gehen kann. Toll ist auch die Individualisierbarkeit der Flasche mit Hilfe der bunten Stofftaschen. Übrigens ist eine Trinkflasche auch für den Hin- und Heimweg sinnvoll.

Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor

Da Babys und Kleinkinder eine größere Hautoberfläche im Verhältnis zur Körpergröße haben, ist es besonders wichtig, dass der Sonnenschutz frei von schädlichen Substanzen ist. Die enthaltenen Schadstoffe werden von der Haut absorbiert und damit in höherem Umfang aufgenommen als bei Erwachsenen. Der beste Sonnenschutz ist immer noch lange Kleidung und eine Kopfbedeckung mit Nackenschutz. Bei Babys unter einem Jahr sollte auch versucht werden ganz auf Sonnenschutzcreme zu verzichten, um die junge Haut nicht unnötig zu beanspruchen.

Laut Ökotest 2015 wurde der Sonnenbalsam LSF 30 Sonnenmichel von Alverde (dm Drogeriemarkt) als einziges Produkt mit sehr gut bewertet und zählt zu den günstigsten Produkten. Mit gut bewertet wurden unter anderem die Bübchen Sensitive Sonnenlotion LSF 50+, die Ladival Sonnenschutzmilch für Kinder 50+ und die Lavera Sun Sensitiv Sonnencreme LSF 30.

Ich benutze aktuell die vegane Sonnencreme von eco cosmetics Baby & Kids neutral (Werbelink) (ebenfalls von Ökotest mit gut bewertet und ohne Parfum), die frei von Konservierungs- und Farbstoffen, Nanopartikeln, PEG und Parabenen ist. Die Produkte von eco Cosmetics bestehen aus rein natürlichen Rohstoffe, viele davon aus Bio-Anbau, sowie Demeter-zertifizierte Öle.

Gummistiefel, Regenjacke und Matschhose

Bei Matschhosen gibt es für die ganz Kleinen auch welche mit Fuß (gesehen bei Hans Natur). Ich empfehle sowohl Regenkleidung als auch Gummistiefel in zweifacher Ausführung anzuschaffen, so dass einmal davon immer im Kindergarten bleibt. PVC freie Regenjacken und Gummistiefel aus synthetischem Kautschuk (Werbelink) gibt es bei dem nachhaltigen Hersteller Kamik, der auch den Zero Waste Gedanken in der Produktion verfolgt.

Regenkleidung und Gummistiefel am besten in zweifacher Ausführung kaufen, einmal für den Kindergarten und einmal für zu Hause
© Peter – Fotolia.com

Wechselkleidung

Die Wechselkleidung sollte vom Body bis zu den Socken eine komplette Garnitur umfassen. Für die schmutzige Kleidung brauchst du noch einen Wäschebeutel. Das kann ein einfacher Baumwollbeutel oder ein wasserfester Beutel (zum Beispiel Permanenttragetasche) sein. Meine Lieblingsökoonlineshops für Baby- und Kinderbekleidung habe ich hier für dich zusammengestellt.

Hausschuhe

Da wirst du sicher auch in einem meiner empfohlenen Ökoonlineshops für Babys und Kinder fündig.

Zahnbürste und Zahncreme

Wenn dein Kind eine Zahnbürste für den Kindergarten braucht, empfehle ich eine aus Bambus, um Plastik zu vermeiden. Bambuszahnbürsten sind kompostierbar. Die Auswahl der Anbieter ist mittlerweile groß und es ist gar nicht so einfach das beste Produkt auf dem Markt zu finden. Am besten nimmst du eine bei der auch die Borsten plastikfrei sind.

Bei der Zahncreme ist entscheidend: Mit oder ohne Fluorid? Ich möchte nicht darüber schreiben, ob Fluorid ja oder nein. Ich denke, es sollte eine Zahncreme sein, die speziell für die Bedürfnisse von kleinen Kindern entwickelt ist, das heißt nicht zu scharf im Geschmack und ohne Farb- und Süßstoffe. Kinderärzte empfehlen die Verwendung fluoridhaltig Zahncreme erst ab einem Alter von 4 Jahren, wenn ein Verschlucken von Zahncreme weitestgehend ausgeschlossen werden kann. Säuglinge und Kleinkinder sollen Fluorid in Form von Tabletten bekommen. Zahnärzte sind da anderer Auffassung. Wenn es nach ihnen geht müssen Kinder fluoridhaltige Zahncreme benutzen. Über die Art der Fluoridaufnahme streiten sich die Experten. Eines ist aber sicher: Niemals Fluoridtabletten verabreichen und fluoridhaltige Zahncreme gleichzeitig benutzen. Ökotest hat im Jahr 2016 Kinderzahnpastas getestet. Die Testsieger findest du hier, darunter zum Beispiel die Elmex Junior. Schreib mir doch gerne in die Kommentare wie du das mit dem Fluorid siehst.

Kuscheltier und Schmusetuch

Schöne schadstofffreie Kuscheltiere gibt es zum Beispiel bei Efie.

Schlafsack

In manchen Einrichtungen musst du einen eigenen Schlafsack mitbringen. Meine Favoriten sind die Schlafsäcke von Lotties und PoPoLiNi Iobio.

Rucksack oder Umhängetasche

Tolle fair produzierte Kindergartenrucksäcke und Kindergartentaschen in verschiedenen Größen findest du bei Affenzahn. Der Affenzahn Kinderrucksack Toni Tiger (Werbelink) und der Affenzahn Kinderrucksack Timmy Tiger (Werbelink) sind meine Favoriten. Ich kann mich nicht entscheiden: Welchen würdest du nehmen?

Wer es nicht so verspielt mag, dem möchte ich die Vaude Kinderrucksäcke ans Herz legen. Vaude setzt sich für faire Arbeitsbedingungen und Umweltschutz ein.

Habe ich etwas Wichtiges in der Checkliste vergessen? Schreib mir bitte einen Kommentar.

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Zero Waste: Neo-Ökologische Nische oder mehr als nur ein Ökotrend?

Aus bestehenden Business-Strategien wie Bio-Produkten, Fair Trade, Cradle-to-Cradle und Sharing Economy entwickelte sich mit Zero Waste ein weiterer Ansatz nachhaltigen Konsumierens.

Aus bestehenden Business-Strategien wie Bio-Produkten, Fair Trade, Cradle-to-Cradle und Sharing Economy entwickelte sich mit Zero Waste ein weiterer Ansatz nachhaltigen Konsumierens.

Körperseife und festes Shampoo statt Duschgel aus der Plastikverpackung, wiederverwendbare Baumwollbeutel für Obst und Gemüse statt Plastiktüten, selbstgemachte Zahnpasta, Bambuszahnbürste und Menstruationstasse statt Tampons – das sind nur einige Schlagworte für den noch jungen Ökotrend Zero Waste.

Zero Waste ist ein Trend der Neo-Ökologie und die Weiterführung des Cradle-to-Cradle Konzepts, ein Wirtschaftssystem ohne Abfall. Neo-Ökologie umfasst laut Zukunftsinstitut dabei nicht nur die klassischen ökologischen Themen, sondern auch die sozio-ökologischen Folgen unseres Handelns. Es ist immer mehr eine Ökonomisierung einst rein moralischer, ethischer oder ökologischer Fragen zu beobachten.

Precycling – Upcycling – Recycling

Den Cradle-to-Cradle Ansatz von Chemiker Michael Braungart und Architekt William McDonough gibt es schon seit mehr als 15 Jahren, doch schon lange sind nicht mehr nur Recycling oder Upcycling von Bedeutung. Jetzt wird Precycling, also erst gar keinen Müll entstehen zu lassen, ein zunehmend wichtiges Thema auf den Konsummärkten.

Restaurant ohne Müll

In Brighton (Großbritannien) gibt es seit 2014 ein Zero Waste Restaurant, das Silo, in dem alles darauf ausgerichtet ist keinen Müll zu produzieren. Gleichzeitig ist es auch Bäckerei, Rösterei und Brauerei. Gegründet wurde es von Doug McMaster, der zuvor 2012 „Silo by Joost“, das erste Zero Waste Restaurant in Melbourne ins Leben gerufen hatte. Gekocht wird im Silo regional-saisonal. Getränke werden in recycelten Marmeladengläsern serviert. Muss ich mir unbedingt merken und auch ausprobieren. Die Inneneinrichtung besteht komplett aus recycelbaren Materialien. Kernstück des Restaurants ist ein Schnellkomposter, der die biologischen Abfälle innerhalb von 24 Stunden in Kompost umwandelt. Klingt super.

Warum gibt es das (noch) nicht bei uns? Oder weiter gedacht: Warum können nicht alle Restaurants und Bars Zero Waste Ansätze wie die des Silos integrieren? Bisher kann ich in Deutschland wohl nicht mehr tun als meinen eigenen plastikfreien Glas- oder Edelstahltrinkhalm mit ins Restaurant nehmen, um wenigstens den Milchshake Zero Waste zu schlürfen.

Umdenken bei Verbrauchern

Verbraucher achten auch vermehrt darauf wie Konsumgüter hergestellt werden. So sinkt zum Beispiel die Akzeptanz von industriell verarbeiteten Produkten auf dem Foodmarkt immer mehr.

Auch mit dem To-Go Lifestyle sind viele Verbraucher nicht mehr einverstanden, denn dieser kostet viel Energie bei der Produktion. Beispielsweise entspricht der Energieverbrauch für die geschätzten 2,8 Milliarden Coffee-To-Go-Becher, die deutschlandweit jährlich im Müll landen, dem jährlichen Strombedarf einer Stadt mit 100.000 Einwohnern (Deutsche Umwelthilfe). Immer mehr Coffee-To-Go-Anbieter erlauben das Mitbringen eigener wiederverwendbarer Thermobecher. Einige gewähren sogar einen Preisnachlass.

Zero Waste Coffee

Thermobecher für den Coffee-To-Go sind umweltfreundlich
© Everest – Fotolia.com

Mit einer erhöhten Sensibilität für Ressourcenverschwendung möchten Verbraucher sich aus umweltschädlichen Systemen ausklinken.

Zero Waste Pionierin Bea Johnson und Bloggerin Shia vom Blog Wasteland Rebel leben es vor. Ihr Restmüll eines ganzen Jahres passt in ein kleines Schraubglas. Von Skeptikern kritisiert werden die beiden, weil sie auf den ersten Blick utopische Vorstellungen verkaufen. Auch bei den radikalen Zero Waste Verfechtern fällt Müll an, allerdings fast nur Müll, der recycelt oder kompostiert werden kann. Nichtsdestotrotz ist das ökologische Engagement und das was jede(r) theoretisch erreichen könnte, wenn sie(er) so leben würde wie die beiden, lobenswert und alles andere als negativ kritisierbar.

Anzahl der Unverpackt-Läden steigt

Das Einkaufen ohne Verpackungen begann in Deutschland 2014 mit dem Unverpackt Kiel und Original Unverpackt in Berlin. Europäisches Vorbild war das Unpacked in London. Heute gibt es mehr als 50 Unverpackt-Läden in Deutschland. Während die Idee des verpackungslosen Einkaufens bei uns erst in den letzten Jahren an Zustimmung gewann, gab es in den USA schon lange Bulkstores, wo die Verbraucher sich die losen Lebensmittel aus Bulks in mitgebrachte Behälter abfüllen können.

Verpackungswahnsinn im Onlinehandel 

Neben dem Foodmarkt bietet der Onlinehandel ein großes Potential für Zero-Waste-Konzepte. Laut einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney gehört Deutschland zu den fünf wachstumsstärksten Märkten für Onlinegeschäfte. Der gestiegene Onlinehandel lässt sich auch am aktuell steigenden Konzernergebnis der Deutschen Post erkennen. Mit steigenden Paketzahlen wachsen auch die Verpackungsberge. Eine wunderbare Zero Waste Lösung für den Verpackungswahnsinn im Onlinehandel bietet seit 2014 das Unternehmen RePack aus Finnland.

© RePack

Das ist aber bisher leider nicht sonderlich bekannt oder akzeptiert. RePack stellt recycelbare Verpackungen her, die bis zu 20-mal wiederverwendet werden können. Die erhaltene Verpackung wird dann gefaltet wieder in einen Briefkasten gesteckt und kostenfrei an den Absender geschickt

© RePack

Natural Branding: Laser-Logo für Obst und Gemüse

Bioprodukte und Zero Waste scheinen bisher kaum vereinbar und wenn nur in reinen Bioläden. Das „Natural Branding“, bei dem das Bio-Siegel mittels Laser auf das Obst und Gemüse aufgebracht wird, könnte die Plastikverpackungen im konventionellen Handel ersetzen. Seit März 2017 ist es in Filialen von Penny und Rewe in Nordrhein-Westfalen im Test. Es ist noch nicht klar, wann und ob sich das überall durchsetzt. Unklar ist auch die Akzeptanz beim Verbraucher. Schädlich ist es nicht, denn es werden mittels eines Lasers lediglich die Pigmente der äußersten Schalenschicht abgetragen. In Neuseeland und Australien gibt es diese Methode schon seit 2009.

Mehr Mehrweg?

Es wäre zudem wünschenswert, wenn es eine größere Auswahl an Mehrwegprodukten in Supermärkten oder auch Discountern gäbe. Bisher lassen sich nur Milch, Sahne und Joghurt Zero Waste einkaufen und das auch nicht überall. Das geringe Angebot an Mehrwegglas im Kühlregal lässt sich möglicherweise auf logistische Gründe zurückführen. Der Transport von Produkten in Mehrwegglas braucht mehr Kraftstoff, unter Umständen sind mehr Transporte nötig und auch die Leerguttransporte müssen mitberücksichtigt werden. Da bleibt zu überlegen, ob der ökologische Nutzen dann noch gegeben ist.

Ist ein Leben komplett ohne Müll möglich?

Nein. Zero Waste ist im Alltag nicht immer realisierbar, teilweise mit Verzicht und Aufwand verbunden und auch (noch) nicht für jeden alltagstauglich. Wir müssen uns auf keinen Fall schlecht fühlen, wenn es nur Less Waste und Less Plastic ist. Jeder Schritt ist ein Schritt zu mehr ökologischem Bewusstsein.

Zusammengefasst: Auch wenn die selbstgemachte Zahnpasta oder die Menstruationstasse nichts für dich ist, kannst du trotzdem in deinem Alltag eine erhebliche Menge Müll reduzieren und leistest somit einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz. Seinen eigenen Konsum kritisch hinterfragen kann jeder. Denk immer daran: Die Herstellung neuer Produkte und somit auch Verpackungen kostet wertvolle Ressourcen wie Energie, Wasser und Rohstoffe.

Vorsicht! Zero Waste als Marketingstrategie

Leider wird Zero Waste von Unternehmen immer häufiger auch als öffentlichkeitswirksame Marketingstrategie genutzt, um Nachhaltigkeit zu demonstrieren. Das bedeutet, immer achtsam sein und prüfen, ob das Unternehmen auf einem ganzheitlichen Niveau nachhaltig ist. Einige Produkte, die eine Cradle-to-Cradle Zertifizierung haben, das heißt die vollständig wiederverwertbar oder in deren Bestandteile zerlegbar sind, findest du zum Beispiel in dem Onlineshop cradlelution.

Starke Argumente für einen (plastikfreien) Zero Waste Lifestyle

Minimalismus: Das Bewusstsein für das Notwendige wird gestärkt. Es macht Spaß Zero Waste zu leben und auf Produkte bewusst zu verzichten, weil du merkst, dass du diese nicht vermisst.

Gesundheit: Der Verzicht auf Plastik ist gut für deine Gesundheit, denn die in Plastik enthaltenen Schadstoffe (Bisphenol A, Phthalate und Flammschutzmittel) sind krebserregend und zum Teil hormonwirksam. In meinem Beitrag über Plastik vermeiden erfährst du mehr über die Schadstoffe und deren Wirkung.

Vorbild: Je mehr Menschen eine ökologische Lebensweise ausprobieren und befürworten, desto mehr setzen wir Hersteller unter Druck nachhaltige Produkte auf den Markt zu bringen und die Unternehmenskultur zu überdenken.

Auch wenn es den einen oder anderen Kritiker gibt, glaube ich weiterhin an Zero Waste und den Cradle-to-Cradle Ansatz und hoffe, dass noch mehr Menschen und vor allem Unternehmen diesen neo-ökologischen Trends folgen. Zukünftig wird ein verantwortungsvolles Wirtschaften, das Rücksicht auf die Ressourcen der Natur und des Menschens nimmt, im Vordergrund stehen.

Umwelt-Mantra für den Monat September

Cradle-to-Cradle und Zero Waste sind ökoeffektive Trend-Konzepte, die den Gedanken der Kreislaufführung beziehungsweise des Precyclings verfolgen und zukunftsweisend sind. Eine völlig müllfreie Welt ist Utopie, aber dank der Zero-Waste und Cradle-to-Cradle Bewegung kann das Bewusstsein für langlebige Produkte und nachhaltige Verpackungskonzepte weltweit gestärkt und weiterentwickelt werden. Less Waste, less Worries!

 

Weiterführende Informationen

Auf dem Blog Wasteland Rebel findest du eine umfangreiche Liste von Unverpackt-Läden.

Jetzt bist du gefragt: Hat die Zero-Waste und Cradle-to-Cradle Bewegung Zukunft und wie kann eine breitere Masse der Gesellschaft mit Ökotrends erreicht werden? Lebst du selber Zero Waste? Schreib es mir in deinem Kommentar. Ich freue mich auf deine Meinung und deine Erfahrungen.

Titelbild: © Umweltgedanken

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Mit diesen Tipps gelingt das Einfrieren ohne Plastik

Das gute selbstgebackene Brot einfrieren? Oder die übriggebliebene Suppe? Oft habe ich mich gefragt wie ich das ohne Plastikgefäße oder Gefriertüte machen soll? In diesem Beitrag findest du brauchbare Tipps, damit es in Zukunft auch bei dir mit dem plastikfreien Einfrieren klappt.

Das gute selbstgebackene Brot einfrieren? Oder die übriggebliebene Suppe? Oft habe ich mich gefragt wie ich das ohne Plastikgefäße oder Gefriertüte machen soll? In diesem Beitrag findest du brauchbare Tipps, damit es in Zukunft auch bei dir mit dem plastikfreien Einfrieren klappt.

Brot und Brötchen plastikfrei einfrieren mit Papier und Stoff

Brot kannst du in Papier oder Stofftücher (alte Bettlaken, Tischdecken, Geschirrtücher) einschlagen. Frische Brötchen lassen sich auch in den Papiertüten vom Bäcker einfrieren.

Wenn du Papier nimmst, solltest du das Gefriergut beim Auftauen vorher aus dem Papier nehmen und das Brot oder die Brötchen gegebenenfalls im Backofen kurz aufbacken. Du kannst auch Leinen- oder Baumwollbeutel zum Einfrieren verwenden. Bei allen Varianten würde ich das Gefriergut nicht über lange Zeit einfrieren, ein paar Monate sind aber möglich.

Achtung Glasbruch: Flüssigkeiten in Glasgefäßen nicht bis oben auffüllen

Einmachglas eignet sich zum Einfrieren von Flüssigkeiten. Achte darauf, dass du Flüssigkeiten nicht komplett bis oben auffüllst, sonst könnte das Glas aufgrund der Ausdehnung von der Flüssigkeit platzen. Im Gegensatz zu stückigem Gefriergut, wie zum Beispiel Erbsen oder Bohnen, sind bei Flüssigkeiten keine Hohlräume vorhanden, so dass sich das Gefriergut nicht ausdehnen kann. Deswegen sollte jedes Glas nur zu dreiviertel gefüllt werden und stehend gefrieren.

Weiter Öffnungsquerschnitt reduziert den Druck auf die Glaswände

Besonderen Einfluss hat der Querschnitt des Glases im Verhältnis zum Volumen. Vermeide daher schmale hohe Gläser und verwende am besten Gläser mit weiten Öffnungen, so dass der Druck auf die Glaswände geringer ist.

Wichtig: Lasse erhitzte Speisen erst erkalten bevor du sie ins Tiefkühlfach gibst.

Auch frische Kräuter kannst du in Einmachgläsern einfrieren. Lediglich das Platzproblem ist nervig, denn runde Gläser lassen sich schlechter stapeln als eckige Formen.

In Schraubgläsern kannst du Gemüse, Apfelmus, Kräuter, Obst und anderes einfrieren. Das Glas in den Gefrierschrank stellen, den Deckel nur locker auflegen bis der Inhalt am Tag darauf gefroren ist und dann erst fest zuschrauben.

Im Prinzip eignen sich alle Gläser von Marmeladen oder Konserven mit Schraubverschluss. Einmachgläser sind aber besonders hitzestabil und halten Spannungen besonders gut aus.

Bioplastik ist frei von Bisphenol-A und Phthalaten, aber nicht die umweltfreundlichste Alternative

Gefriersichere Biokunststoffbehälter gibt es zum Beispiel von ajaa. Diese sind ohne Bisphenol-A und bestehen zu 100 % aus dem nachwachsenden Rohstoff und Biopolymer Zucker. Es gibt die Dosen in unterschiedlichen Volumina. Das Platzproblem wird durch solche Dosen geringer, da eckige Formen besser sind als runde Gläser. Ich habe selbst eine Dose des Herstellers und bin zufrieden.

Rohes Fleisch luftdicht einfrieren oder vorher kochen

Rohes Fleisch würde ich nur äußerst luftdicht einfrieren. Ich habe bisher noch keine Erfahrungen mit Einmachgläsern gemacht. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du das Fleisch vorher zubereitest und dann erst einfrierst. Wer das nicht möchte, kann Fleisch frisch kaufen und direkt zubereiten und verzehren.

Für diejenigen, die Fleisch in großen Mengen zur Selbstversorgung einfrieren, eignen sich vermutlich nur Bioplastiktüten, da diese sich vakuumdicht verschließen lassen. Da gibt es zum Beispiel die in Österreich produzierten Bio-Gefrierbeutel von NaKu, die laut Hersteller innerhalb weniger Wochen im Kompost verrotten. Ich würde mich über eure Erfahrungen darüber sehr freuen.

Kräuter und Bratenfond lassen sich in Eiswürfelbehältern vorportionieren

Selbst gekochter, konzentrierter Bratenfond und Kräuter lassen sich auch super in Eiswürfelbehälter einfrieren, ebenso Spinat. Bei den Kräutern kommt noch etwas Wasser dazu. Wenn die Portionen tiefgefroren sind, kannst du diese herauslösen und direkt verwenden. Bei größeren Mengen empfehle ich die gefrorenen Portionen in ein Glasgefäß umzufüllen und schnell wieder einzufrieren. Dann kannst du aus dem Gefäß immer die gewünschte Menge entnehmen. Eiswürfelformen gibt es plastikfrei.

Wiederverwendbare Kühlsteine aus Edelstahl und Speckstein für Cocktails und Longdrinks

Bei der Recherche bin ich noch auf wiederverwendbaren Eiswürfel aus Edelstahl gestoßen. Vielleicht eine nachhaltige Alternative für Getränke? Es gibt diese wiederverwendbaren Kühlsteine auch aus Speckstein. Schöner Nebeneffekt: Es verwässert dein Getränk nicht.

Hast du noch Tipps für das gelingsichere plastikfreie Einfrieren? Habe ich etwas vergessen? Her damit in den Kommentaren!

Der Beitrag enthält Affiliatelinks, die als solche auch gekennzeichnet sind.

Noch mehr Tipps für ein plastikfreies Leben bekommst du in dem Buch Besser leben ohne Plastik (Werbelink) von Anneliese Bunk und Nadine Schubert oder hier auf Umweltgedanken.

Titelbild: © Adriana Nikolova – Fotolia.com

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Nachhaltige Weihnachten: Weihnachtsbaum und Weihnachtsgans

Wie nachhaltig ist mein Weihnachtsessen? Wo bekomme ich einen giftfreien Weihnachtsbaum her? Die Antworten auf diese Fragen und noch weitere Tipps für ein nachhaltiges Weihnachtsfest rund ums Essen und den Weihnachtsbaum verrate ich dir in diesem Blogbeitrag.

Wie nachhaltig ist mein Weihnachtsessen? Wo bekomme ich einen giftfreien Weihnachtsbaum her? Die Antworten auf diese Fragen und noch weitere Tipps für ein nachhaltiges Weihnachtsfest rund ums Essen und den Weihnachtsbaum verrate ich dir in diesem Blogbeitrag.

Teil 1: Der ökologische Weihnachtsbaum

Weihnachtsbäume gehören für uns zur Weihnachtszeit fest dazu. In den nächsten Wochen beginnt wieder überall die Jagd nach dem schönsten Baum. Wer sich an Weihnachten Gedanken um ein nachhaltiges Weihnachtsessen macht, der möchte sicher auch einen ungespritzten Weihnachtsbaum aus ökologischer Waldbewirtschaftung kaufen.

Vorweg – ich persönlich habe keinen Weihnachtsbaum zu Hause, da ich die Weihnachtfeiertage entweder immer bei den Eltern meines Freundes in Namibia verbringe oder bei meinen Eltern im Norden Deutschlands. In Namibia gibt es keinen Weihnachtsbaum so wie wir ihn in Deutschland kennen – es ist ein Dornbusch vom Farmland – also 100 % ökologisch, sieht nur etwas anders aus und piekst mehr.

Jährlich werden in Deutschland rund 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft (Robin Wood e. V.). Etwa 10 % Prozent davon werden importiert, besonders aus Dänemark, aber auch aus Ungarn, Österreich, Polen und Tschechien. Der größte Teil stammt aus Weihnachtsbaumkulturen. Nur etwa 15 % aller in Deutschland gehandelten Weihnachtsbäume werden noch von Waldbetrieben verkauft.

Kein Gift im Wohnzimmer: Ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume

Robin Wood e. V. stellt einen Überblick samt Kaufadressen der deutschen Anbieter von Weihnachtsbäumen aus ökologischer Waldbewirtschaftung oder aus ökologisch anerkannten Weihnachtsbaumkulturen zur Verfügung. Dort wirst du bestimmt auch für deine Region fündig.

Die meisten Verkaufsplätze für ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume gibt es in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.

Weihnachtsbäume aus anerkannt ökologischem Anbau erkennst du zum Beispiel an den Siegeln Biokreis, Bioland oder Naturland. Die Kriterien für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung bei Naturland sind der Verzicht auf Kahlschlag, Pestizide, Düngemittel und Entwässerungsmaßnahmen.

Pestizide und Düngemittel belasten nicht nur Trinkwasser, Tier- und Pflanzenwelt, sondern bilden auch Rückstände im Baum, die dann ins festlich geschmückte Wohnzimmer einziehen. 2014 stellte die Umweltschutzorganisation BUND bei einer Stichprobe fest, dass 50 % der untersuchten Weihnachtsbäume Rückstände von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat enthalten.

Auch das Siegel nach EU-Öko-Verordnung (Bio) garantiert einen Weihnachtsbaum aus ökologischem Anbau. Ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume aus Dänemark werden vom Generaldirektorat für Pflanzenbau kontrolliert.

Alle Naturlandbetriebe tragen zusätzlich auch das internationale Zertifikat des FSC (Forest Stewardchip Council). Es ist kein Umweltsiegel, wird aber von den meisten Umweltorganisationen weltweit als Mindeststandard einer verantwortbaren Forstwirtschaft akzeptiert.

„Fair Trees“-Label steht für faire soziale Arbeits- und Lebensbedingungen

Das „Fair Trees“-Label für Nordmann-Tannenbäume ist kein Öko-Siegel, aber ein Zeichen einer dänischen Initiative, die sich für faire soziale Arbeits- und Lebensbedingungen der Zapfenpflücker und ihrer Familien in Georgien einsetzt.

Die geernteten Samen tragen das Fair Seeds-Siegel der WFTA (World Fair Trade Organisation) und sind nach EU-Öko-Verordnung (Bio) zertifiziert. Werden aus diesen Samen Weihnachtsbäume kultiviert und pro verkauftem Baum 0,68 Euro an die Initiative gezahlt, dürfen die Weihnachtsbäume dieser Produzenten das Label der Initiative tragen.

Damit der Weihnachtsbaum 100 % ökologisch zertifiziert werden kann, müssen auch die anderen Kriterien des ökologischen Landbaus zutreffen. Ist das der Fall, ist es ein rundum geschlossener ökologischer Kreislauf von der fairen Samenproduktion bis zur Kultivierung unter ökologischen Bedingungen.

Mit Shropshire-Schafen auf Herbizide und Maschinen verzichten

Einige Weihnachtsbaumproduzenten setzen Shropshire-Schafe ein, die das wuchernde Grün um die Weihnachtsbäume kurz halten, die Nadelbäume aber in Ruhe lassen. Dadurch kann der Produzent auf den Einsatz von Herbiziden und Maschinen verzichten.

PEFC-Forstlabel ist nicht ökologisch

Bäume mit dem PEFC-Forstlabel (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) gelten nicht als ökologische zertifizierte Weihnachtsbäume. Das Label lässt den Einsatz von Pestiziden und Düngemittel ausdrücklich zu.

Teil 2: Bio-Gans oder doch lieber ein fleischloses Weihnachtsfest?

Weihnachten ist ein Fest der Liebe, der Besinnung. Wir freuen uns darauf Plätzchen zu backen, den Weihnachtsbaum zu schmücken, ein festliches Menü zu verspeisen. Nur die Weihnachtsgans freut sich nicht darauf. Jährlich landen 10 Millionen Weihnachtsgänse in deutschen Bratöfen (Deutscher Vegetarierbund). Die meisten haben bis dahin weniger als 5 Monate gelebt. Die normale Lebenserwartung liegt zwischen 10 und 20 Jahren.

Gänsefleischbedarf in Deutschland kann nicht aus eigener Produktion gedeckt werden

Die Nachfrage nach Gänsefleisch in Deutschland kann nur zu maximal 20 % aus eigener Produktion gedeckt werden. Über 75 % des hier verzehrten Gänsefleisches wird aus dem meist osteuropäischen Ausland importiert. Besonders Polen und Ungarn gehören zu den Exporteuren.

Vorsicht vor Gänsefleisch aus Frankreich, Bulgarien oder Ungarn

14 europäische Länder, darunter auch Deutschland, Österreich und Schweiz, haben Stopfverbot, allerdings ist der Import von Fettleber (Foie gras) und dem Fleisch gestopfter Tiere in Länder mit Stopfverbot erlaubt. In Polen ist die Produktion von Stopfleber zwar verboten, die Haltungsbedingungen lassen dennoch häufig zu wünschen übrig. Wenn du Gänse und Entenfleisch aus Ungarn, Bulgarien oder Frankreich kaufst, ist es nicht ausgeschlossen, dass du diese Tierquälerei unterstützt, denn dort ist das Stopfen bisher noch erlaubt.

Den Tieren wird über mehrere Wochenmehrmals täglich mit einem 50 cm langen Metallrohr ein Brei direkt in den Magen gepumpt. Dabei werden den Tieren enorme Verletzungen zugefügt, zum Teil entstehen sogar offene Löcher an der Speiseröhre, so dass aufgenommenes Wasser wieder austritt. Meistens werden hohe Dosen an Antibiotika verabreicht, damit die Enten und Gänse diese Tortur überstehen. Und das alles für ein Luxusprodukt.

Tipps für ein Weihnachten ohne Reue

  • Wenn du dir bei konventionellem Enten- und Gänsefleisch, das nicht aus einem Land mit Stopfverbot kommt, nicht sicher bist, dann lass die Finger davon. Nicht immer wird Ware mit dem Hinweis „aus Stopfleberproduktion“ gekennzeichnet. Wenn du Tiere kaufst bei denen die Innereien enthalten sind, kannst du davon ausgehen, dass diese höchstwahrscheinlich nicht gestopft wurde, wenn die Leber noch enthalten ist. Bei konventioneller Ware ist auch die Umettiketierung ein Problem, zum Beispiel, wenn die Gans in Österreich geschlachtet wurde (Herkunftsland war aber Ungarn).
  • Bestelle schon rechtzeitig vor Weihnachten bei einem regionalen Produzenten deine Weihnachtsente oder Weihnachtsgans, um sicher zu sein, dass du die Haltungsbedingungen vor Ort kennst.
  • Wem vor allem das Tierwohl wichtig ist, der sollte besser zu Biofleisch greifen.
  • Fleisch der Marke Neuland ist eine gute Option. Hier wird auch auf artgerechte Haltung und Umweltschutz geachtet. Der Preis für Neuland-Produkte liegt zwischen dem Preis konventioneller Produkte und Bioware. Hinter dem Verein Neuland stehen der Deutsche Tierschutzbund und der BUND. Allerdings gab es auch bei Neuland 2014 einen Skandal. Der wichtigste Geflügellieferant hatte zugegeben jahrelang konventionell gehaltene Tiere gekauft, geschlachtet und das Fleisch mit als mit dem Siegel konforme Ware verkauft zu haben. Der BUND als Mitbegründer des Siegels für artgerechte Tierhaltung forderte daraufhin stärkere Kontrollen von Neuland.
  • Die Klimabilanz bei Fleisch ist immer schlechter als bei Gemüse – bei Geflügel aber immer noch besser als bei Rindfleisch. Doch auch ein fleischloses Weihnachten wäre überlegenswert, wenn du nicht schon vegetarisch oder vegan lebst. Der Deutsche Vegetarierbund bietet alternative Rezepte für eine vegetarische Weihnacht, zum Beispiel der Rheinische Sauerbraten (aus Dinkel- oder Weizenseitan) mit Spätzle und Rotkohl.

Das esse ich dieses Jahr an Weihnachten

Bei mir gibt es dieses Jahr in Namibia an Heiligabend hoffentlich wieder die leckere Trüffelpastete von der Mama meines Freundes. Mmhhh, lecker. Die namibischen Trüffel werden auf dem Farmland gesammelt. Wenn es regnet, sprießen sie aus der Erde. Da die Trüffel im Vergleich zu anderen Trüffeln relativ groß sind, werden sie dort nicht als Gewürz, sondern als Gemüse verwendet. Dazu gab es die letzten Jahre eine leckere alkoholfreie Bowle. Denn in Namibia scheint zu Weihnachten die Sonne und da tut etwas Erfrischendes sehr gut!

Am ersten Weihnachtstag gibt es wahrscheinlich Gemsbockbraten. Da die Wildtiere dort in extensiver Weidewirtschaft aufwachsen und nur so viel gejagt wird wie es für den Bestand in Ordnung ist, kann ich hier von ökologischem Fleisch aus artgerechter Haltung sprechen. Diese Wildtiere haben noch nie Antibiotika gesehen und auch Düngemittel und andere Pestizide sind auf dem Farmland nicht zu finden.

Ich hoffe, dass dir der Beitrag gefallen hat und du den einen oder anderen Tipp nutzen kannst bei deinen Entscheidungen für die Vorbereitung des Weihnachtsfestes.

Schreib mir mal in die Kommentare worauf du beim Weihnachtsfest achtest, damit es ein nachhaltiges und ökologisches Fest wird.

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Die Liebe zum Licht – Gibt es natürliche und ökologische Kerzen?

Jetzt wo die Adventszeit wieder beginnt habe ich mir die Frage gestellt, welche Kerzen ökologisch sind und worauf du beim Kauf achten kannst, um der Umwelt nicht zu schaden. Früher wurden Kerzen neben Fackeln, Öl- und Talglampen zur Beleuchtung genutzt.

Jetzt wo die Adventszeit wieder beginnt habe ich mir die Frage gestellt, welche Kerzen ökologisch sind und worauf du beim Kauf achten kannst, um der Umwelt nicht zu schaden. Früher wurden Kerzen neben Fackeln, Öl- und Talglampen zur Beleuchtung genutzt. Nach wie vor werden Kerzen heute in der Kirche, im Haus und an Festen verwendet, um eine feierliche oder besinnliche Atmosphäre zu schaffen.

Rund 654.000 Tonnen Kerzen verbrauchen die Europäer pro Jahr. Aus dem Branchenbericht Herbst/Winter 2015 der ECA (European Candle Association) geht hervor, dass statistisch gesehen jeder EU-Bürger etwa 1,3 Kilogramm Kerzen kauft. Überwiegend werden die Kerzen aus Paraffin und Stearin hergestellt.

Teelichter liegen in der Beliebtheitsskala weit vorn. Rund acht Millionen Stück werden jedes Jahr verkauft. Besonders stören mich immer die Aluminiumummantelungen. Hier gibt es bereits gute Alternativen – wiederverwendbare Edelstahl- oder Glastöpfchen. Die Teelichter selbst werden dann lose gekauft.

Spitzenreiter beim Kerzenabsatz dürfte ein schwedisches Möbelhaus sein. Jede fünfte verkaufte Kerze in Deutschland geht dort laut Expertenschätzungen über die Ladentheke.

Problematisch: Erdöl auf dem Adventskranz

75 % der handelsüblichen Kerzen bestehen aus Paraffin, einem Erdölprodukt. Deshalb sind diese Art von Kerzen nicht nachhaltig. Der Klimakiller Erdöl ist eine endliche Ressource und zudem nicht biologisch abbaubar.

Stearinkerzen lassen den Regenwald brennen

Stearinkerzen werden häufig als ökologisch bezeichnet. Da Stearinkerzen zumeist aus nachwachsenden Rohstoffen und nicht aus Erdöl hergestellt werden, sind diese auf den ersten Blick auch ökologischer als Paraffinkerzen. Doch bei den vermeintlichen Biokerzen werden oft hochwertige Palm- und Kokosöle verwendet.

Für den Anbau riesiger Palmölplantagen werden ganze Landstriche in den zwei Hauptanbauländern, Indonesien und Malaysia, brandgerodet. Orang-Utans und Sumatra-Tiger verlieren ihren Lebensraum. Die Böden werden durch den Anbau von Palmölpflanzen schnell ausgelaugt. Auf diesen Böden wächst dann nur noch minderwertiger Sekundärwald. Diese Flächen sind für Jahrhunderte verloren. Lies auch meinen Beitrag über Palmölanbau und dessen sozio-ökologische Auswirkungen.

Kerzen aus gentechnikfreiem Rapsöl, Sojaöl und Sonnenblumenöl

Es gibt mittlerweile Kerzen aus gentechnikfreiem Soja-, Raps- oder Sonnenblumenöl, die ich mehr als Paraffin- oder Stearinkerzen (aus Palmöl) empfehlen würde. Positiv ist auch, dass Raps und Sonnenblumen einheimische Pflanzen sind. Dennoch stellt sich auch hier die Frage, ob wir eigens für die Herstellung von diesen Kerzen Pflanzen anbauen wollen und damit Flächen für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion verschwenden. Ähnlich wie beim Biodiesel sieht die Ökobilanz bei Raps zum Beispiel nicht viel besser aus.

Bienenwachskerzen sind nicht umweltfreundlicher und nachhaltiger

Im Gegensatz zu Paraffin ist Bienenwachs ein echtes Naturprodukt. Deswegen gilt die Bienenwachskerze nach wie vor als „Ökokerze“ schlechthin. Am besten du verzichtest ganz auf Bienenwachskerzen, denn leider reicht die Menge an Bienenwachs bei weitem nicht aus, um den Bedarf an Kerzen zu decken.

Eine Biene produziert in ihrem Leben nur wenige Milligramm Wachs. Deshalb müssen 150.000 Bienen arbeiten, um 1 Kilogramm Wachs zu erzeugen. Bienenwachs ist ein kostbarer und teurer Rohstoff.

Weniger ist oft mehr und wenn du einfach nur zu bestimmten Anlässen deine Kerzen anzündest, kannst du den Produktwert noch mehr schätzen. Wenn es schon die Bienenwachskerze sein muss, dann von einem Imker aus der Region, der nachhaltige und artgerechte Imkerei betreibt.

In Drogerie- und Supermärkten werden Bienenwachskerzen verkauft, deren Bienenwachs zum Teil aus China, Südamerika oder Südafrika stammt. Die langen Transportwege wirken sich negativ auf die Ökobilanz aus und wie können wir uns in diesen Ländern der artgerechten Bienenhaltung sicher sein?

Sei sparsam und verwende nur wenige Kerzen

Sparsamkeit ist wahrscheinlich die Zauberformel. Auf Paraffinkerzen aus Erdöl und Stearinkerzen aus Palm- oder Kokosöl würde ich verzichten. Ich würde sogar so weit gehen auch keine Stearinkerzen aus Biopalmöl zu kaufen, da ich die Zertifizierungen hier auch nicht immer nachvollziehen kann und trotzdem Landflächen für die wilden Tiere gerodet werden.

Die Zertifizierungsstelle RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) ist bei einigen Umweltorganisationen auch in die Kritik geraten. Kerzen aus Rapsöl oder Sonnenblumenöl würde ich zu bestimmten Anlässen kaufen, aber nur in sehr geringen Mengen.

Verglichen mit einer Paraffin- oder Stearinkerze finde ich eine Bienenwachskerze nicht ökologischer. Bevor ich eine Bienenwachskerze kaufe, würde ich lieber zu einer Rapsöl- oder Sonnenblumenölkerze greifen.

Seit einigen Jahren gibt es LED-Kerzen, die zwar in Punkto besinnliche Kerzenatmosphäre nicht ganz mit den anderen Kerzen mithalten können, aber dennoch meist sehr schön aussehen. Wäre zumindest eine wiederverwendbare Alternative.

Aus alten Wachsresten lassen sich Kerzen auch selber gießen. Frag doch mal in der Kirche deiner Gemeinde nach, ob du die Wachsreste bekommen kannst. Manche Kirchen gießen selbst Kerzen daraus, aber ich habe schon einmal eine große Kiste voller Wachsreste bekommen. Wenn die Wachsreste farblich gemischt sind, lassen sich daraus nicht unbedingt schöne Kerzen gießen. Aber du kannst tolle Fackeln für den Sommer daraus bauen.

Nochmal das Wichtigste zusammengefasst:

  • Im ökologischen Vergleich schneiden Paraffin-Kerzen nicht unbedingt schlechter ab als Kerzen auf Basis nachwachsender pflanzlicher Rohstoffe.
  • Auf Stearin-Kerzen aus Palmöl solltest du besser verzichten.
  • Beim Teelichterkauf keine aluminiumummantelten Teelichter kaufen, sondern lose Teelichter und wiederverwendbare Edelstahl- oder Glastöpfchen.
  • Für das reine Gewissen: Beim Kauf von Bienenwachskerzen darauf achten bei einheimischen Imkern zu kaufen, die eine nachhaltige und artgerechte Bienenhaltung garantieren.
  • Kerzenreste nicht wegwerfen, sondern wiederverwenden.

Ich wünsche dir eine schöne Adventszeit und ab und zu ein Lichtlein anzünden ist in Ordnung. Ich wollte in diesem Beitrag in erster Linie darauf aufmerksam machen, wie sehr wir mit dem Kauf von Kerzen auch der Umwelt schaden können.

Schreib mir mal unten in die Kommentare, ob dir der Beitrag weitergeholfen hat und welche Kerzen du verwendest. Welche Alternativen kennst du noch und worauf achtest du beim Kauf von Kerzen?

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3 Kommentare zu Die Liebe zum Licht – Gibt es natürliche und ökologische Kerzen?

Plastikfrei leben – Kleine Schritte führen zum Erfolg

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe.

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe. Immer wieder gibt es auch Tage an denen ich mich erwische und gegen meine eigenen Prinzipien arbeite.

„Ich kann mir kein seligeres Wissen denken, als dieses Eine: dass man ein Beginner werden muss. Einer, der das erste Wort schreibt hinter einen jahrhundertelangen Gedankenstrich.“ (Zitat von Rainer Maria Rilke, eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker, 1875-1926)

Um dir einen Überblick zu geben was ich schon alles erreicht habe, erzähle ich dir jetzt meine Erfolgserlebnisse in Bezug auf ein plastikfreies Leben. Zudem erfährst du auch meine nächsten Vorhaben für den kommenden Monat.

Als erstes ist es wichtig, dass du weißt: Vergiss den Spaß am Leben nicht! Plastikfrei zu leben ist keine dogmatische Einstellung. Mit jedem kleinen Schritt können wir etwas für unsere Umwelt und unsere Gesundheit tun.

Wie alles bei mir begann…

Zuerst habe ich keine abgepackten Lebensmittel mehr gekauft. Meine Milch und meine Schlagsahne kaufe ich seit Beginn meines Experiments nur noch in Mehrwegflaschen. Auf alles andere habe ich meistens verzichtet.

Wenn ich einen Kuchen backen wollte und mir ein oder zwei Zutaten fehlten, die ich nur abgepackt bekomme, dann habe ich diese gelegentlich gekauft, zum Beispiel Schmand. Du siehst also, dass der Spaß am Leben trotz plastikfreiem Lebensstil immer noch bestehen bleiben sollte, sonst wird es anstrengend und macht keine Freude mehr.

Obst und Gemüse kaufe ich verpackungsfrei. Leider nicht immer in Bioqualität. Ich lege die Produkte lose in meinen Einkaufskorb und einzeln auf das Band an der Kasse. In meinem Supermarkt habe ich vor kurzem ausprobiert lose Kartoffeln in einem mitgebrachten Leinenbeutel zu kaufen. Es hat funktioniert.

Plastikfrei leben

GOTS zertifizierter Leinenbeutel aus Biobaumwolle

Grundnahrungsmittel wie Reis und Nudeln kaufe ich seit diesem Sommer lose aus dem Biounverpackt Wiesbaden. Ich habe mir dafür von Weck Gläser in verschiedenen Größen gekauft. Muskatnuss habe ich dort auch schon lose gekauft. Vorher habe ich auf Reis meistens verzichtet. Nudeln habe ich damals noch von Barilla gekauft, da diese in Pappkartons angeboten werden.

Weniger oder gar keine tierischen Produkte zu konsumieren erleichtert ein plastikfreies Leben

Vor meinem Umzug in ein anderes Stadtviertel war ich oft bei einem kleinen Metzger um die Ecke, um meine Wurst und Fleisch zu kaufen. Dort wurden mir die Produkte in meine selbst mitgebrachten Gefäße gepackt. Leider komme ich seit meinem Umzug nicht mehr so häufig dort vorbei. Längere Diskussionen an der Supermarkt-Frischetheke kenne ich seitdem zu genüge.

Es ist schwierig jedes Mal die Verkäuferin davon zu überzeugen die Wurst in eine Papiertüte ohne die mit Kunststoff beschichtete Papierfolie zu legen. In meinem Haushalt gibt es daher viel weniger tierische Produkte. Ich lebe nicht 100 % vegetarisch, aber versuche oft vegetarische Tage einzulegen. Meinen Freund kann ich auch langsam davon überzeugen.

Ganzheitlich auf die Konsumgewohnheiten achten

Da ich nicht nur plastikfrei zu leben versuche, sondern ganzheitlich auf meine Ernährung achte, kaufe ich die meisten Produkte im Supermarkt gar nicht mehr. Ganz zum Anfang als ich meinen Blog begonnen habe, war für mich das Thema auf Palmöl zu verzichten ganz groß: Das habe ich geschafft. In unserem Haushalt finden sich keine Produkte, die Palmöl enthalten. Du kannst einmal den Selbstversuch starten und genau auf die Zutatenliste achten. Dann wird dir schnell auffallen, dass viele Produkte Palmöl enthalten. Warum du besser keine Palmöl-Produkte kaufen solltest, kannst du hier nachlesen.

Um eine ganzheitliche ökologische Lebensweise zu fokussieren, hilft mir auch immer wieder Yoga und Meditation. Lies hierzu am besten meine Beiträge Green Yoga: Öko-Yogische Prinzipien für den Alltag und Green Yoga – ein nachhaltiges Lebensmodell.

Ein guter und einfacher Anfang: Einführung plastikfreier Alternativen im Badezimmer

Meine Allzweckreinigerflasche fülle ich aus einem großen Kanister im Biounverpackt Wiesbaden wieder auf. Das spart Abfall. Als nächsten Schritt möchte ich mein Handspülmittel und das Geschirrspülreinigerpulver aus dem Biounverpackt Wiesbaden ausprobieren.

Die Seife an meinem Waschbecken ist schon lange keine Flüssigseife mehr, sondern ein einfaches Seifenstück von Weleda. Das war zum Beispiel einer meiner ersten Schritte.

Ich kaufe seit diesem Sommer meine Körperseife und mein Shampoo-Bar (Shampoo in fester Form) ohne Verpackung im Biounverpackt Wiesbaden. Dieser Schritt von Duschgel und Shampoo in Verpackung hin zu einer verpackungsfreien Variante hat bei mir sehr lange gedauert. Immer wieder habe ich überlegt, ob ich damit zu recht komme, anstatt es endlich zu tun.

Plastikfrei leben

Shampoo-Bar (Kornblume-Zitrone-Salbei) und Calendula-Körperseife

Jetzt fühle ich mich wohl damit und würde nie wieder umsteigen. Meiner Haut und meinen Haaren geht es seitdem auch viel besser, weil in den Produkten keine schädlichen Substanzen enthalten sind. Die Produkte sind in Bioqualität.

Wenn ich eine Haarkur machen möchte, benutze ich ein selbstgemachtes Roggenmehl-Shampoo. Als Shampoo kann ich es mir nicht für jeden Tag vorstellen, da ich das Gefühl von Schaum vermisst habe und meine Haare sich auf Dauer nicht so sauber angefühlt haben, aber als reichhaltige Haarkur ist es wunderbar. Im nächsten Schritt möchte ich ein selbstgemachtes Zahnputzpulver ausprobieren.

Waschmittel aus Kastanien überzeugt mich im Alltag nicht

Diesen Monat habe ich Waschpulver aus Kastanien hergestellt. Das Rezept findest du in meinem Beitrag Die besten Tipps für ein gelingsicheres natürliches Waschmittel aus Kastanien. Als Dauerlösung kommt es für mich nicht in Frage, zum einen aufgrund des großen Herstellungsaufwandes und zum anderen bin ich bei stark verschmutzter Kleidung nicht besonders von der Reinigungswirkung überzeugt. Das Ausprobieren lohnt sich trotzdem und macht viel Spaß.

Kastanien Waschmittel

Waschmittelpulver aus Kastanien – natürlich, verpackungsfrei und ohne Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe

Nachhaltige Verpackungslösungen im Kosmetikbereich

Als nächstes werde ich mir meine Kosmetikprodukte vornehmen und schrittweise durch nachhaltige und verpackungsarme Varianten ersetzen. Überzeugt haben mich dabei die tollen ökologischen Produkte von ZAO. Du kaufst zum Beispiel einmal dein Puder oder deinen Lippenstift und kannst die Packung immer wieder auffüllen. In einem Beitrag über meine Wochenlieblinge habe ich dir diese Produkte von ZAO schon einmal vorgestellt. Ich benutze nicht so viele Produkte, das heißt ich brauche eine Abdeckcreme, Lippenstift, Puder und Wimperntusche und das auch nicht in tausend Variationen.

ZAO Matt Lipstick 462 old pink altrosa rosa-rot Lippenstift, in nachfüllbarer Bambus-Dose (bio, Ecocert, Cosmebio, Naturkosmetik) *

Restmüll braucht keine Plastiktüte

Meinen Restmüll lege ich in einen mit Zeitung ausgekleideten Mülleimer, so dass ich hier auch Plastik spare.

Lebensmittel nicht in Plastikdosen lagern

Schon seit 2015 lagere ich meine Lebensmittel nicht mehr in Plastikdosen. Das hat für mich hauptsächlich gesundheitliche Gründe. In den meisten Plastikdosen ist BPA (Bisphenol-A) enthalten. Ich hatte einige davon zu Hause und habe das meiste bei einem Umzug 2015 verschenkt.

Meine Küche ist im Prinzip bis auf ein paar Kleinigkeiten (Pürierstab, Wasserkocher, Sparschäler, Kaffeemühle) plastikfrei. Yippie!

Um meine Lebensmittel im Kühlschrank zu lagern, benutze ich häufig Gläser von Weck oder Keramikschalen. Da ich auf Aluminiumfolie oder Frischhaltefolie verzichten möchte, nehme ich oft einen Frühstücksteller zum Abdecken. Nachhaltige Alternativen zum Frischhalten findest du hier.

Noch ein Tipp, der nicht unbedingt für das plastikfreie Leben wichtig ist: Ich mache meine Säfte oder Smoothies mittlerweile alle selbst. Du brauchst einen Mixer oder einen guten Pürierstab und Obst oder Gemüse deiner Wahl. Meine Lieblingssmoothies sind zur Zeit: Orange-Banane-Mango-Ingwer Smoothie (sehr gesund besonders in der kalten Jahreszeit, wo wir zu Erkältungen neigen) und Avocado-Schoko-Shake (kenne ich aus Indonesien und ich liebe es).

Zusammengefasst ist das Leben ohne Plastik gar nicht so schwer. Es dauert etwas Zeit bis du alle Möglichkeiten erkannt hast, um dein Leben plastikfrei zu gestalten. Wichtig war und ist mir immer noch: Lass dich nicht stressen von den einschlägigen Gruppen in den sozialen Medien oder deinen Mitmenschen und sei stolz auf das was du bis jetzt geschafft hast.

Schreib deine Erfolge am besten auf einem Blatt Papier und du wirst merken, dass du schon viel erreicht hast. So habe ich es auch gemacht. Das Ergebnis hast du gerade gelesen.

Mein Umwelt-Mantra für den Monat Oktober

Mit kleinen Schritten erreiche ich mein Ziel plastikfrei und gesund zu leben!

Schreib jetzt auf was du schon erreicht hast und was du im nächsten Monat erreichen möchtest.

Warte nicht zu lange, sondern mache es genau jetzt. Sonst vergisst du es wieder. Sei dir bewusst, dass gute Dinge Zeit brauchen und du es schaffen kannst. Kleine Schritte und Erfolge sind besser als gar nichts zu tun und nur darüber zu reden.

Schreib mir in den Kommentaren wie dir der Beitrag gefällt und was du schon erreicht hast. Mich interessiert auch was du bei der Umstellung auf eine plastikfreie und gesunde Lebensweise schwierig findest.

Halte durch und verliere nicht den Spaß am plastikfreien Leben!

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9 Kommentare zu Plastikfrei leben – Kleine Schritte führen zum Erfolg

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