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Kategorie: Eco Lifestyle

Mit diesen Tipps gelingt das Einfrieren ohne Plastik

Das gute selbstgebackene Brot einfrieren? Oder die übriggebliebene Suppe? Oft habe ich mich gefragt wie ich das ohne Plastikgefäße oder Gefriertüte machen soll? In diesem Beitrag findest du brauchbare Tipps, damit es in Zukunft auch bei dir mit dem plastikfreien Einfrieren klappt.

Das gute selbstgebackene Brot einfrieren? Oder die übriggebliebene Suppe? Oft habe ich mich gefragt wie ich das ohne Plastikgefäße oder Gefriertüte machen soll? In diesem Beitrag findest du brauchbare Tipps, damit es in Zukunft auch bei dir mit dem plastikfreien Einfrieren klappt.

Brot und Brötchen plastikfrei einfrieren mit Papier und Stoff

Brot kannst du in Papier oder Stofftücher (alte Bettlaken, Tischdecken, Geschirrtücher) einschlagen. Frische Brötchen lassen sich auch in den Papiertüten vom Bäcker einfrieren.

Wenn du Papier nimmst, solltest du das Gefriergut beim Auftauen vorher aus dem Papier nehmen und das Brot oder die Brötchen gegebenenfalls im Backofen kurz aufbacken. Du kannst auch Leinen- oder Baumwollbeutel zum Einfrieren verwenden. Bei allen Varianten würde ich das Gefriergut nicht über lange Zeit einfrieren, ein paar Monate sind aber möglich.

Achtung Glasbruch: Flüssigkeiten in Glasgefäßen nicht bis oben auffüllen

Einmachglas eignet sich zum Einfrieren von Flüssigkeiten. Achte darauf, dass du Flüssigkeiten nicht komplett bis oben auffüllst, sonst könnte das Glas aufgrund der Ausdehnung von der Flüssigkeit platzen. Im Gegensatz zu stückigem Gefriergut, wie zum Beispiel Erbsen oder Bohnen, sind bei Flüssigkeiten keine Hohlräume vorhanden, so dass sich das Gefriergut nicht ausdehnen kann. Deswegen sollte jedes Glas nur zu dreiviertel gefüllt werden und stehend gefrieren.

Weiter Öffnungsquerschnitt reduziert den Druck auf die Glaswände

Besonderen Einfluss hat der Querschnitt des Glases im Verhältnis zum Volumen. Vermeide daher schmale hohe Gläser und verwende am besten Gläser mit weiten Öffnungen, so dass der Druck auf die Glaswände geringer ist.

Wichtig: Lasse erhitzte Speisen erst erkalten bevor du sie ins Tiefkühlfach gibst.

Auch frische Kräuter kannst du in Einmachgläsern einfrieren. Lediglich das Platzproblem ist nervig, denn runde Gläser lassen sich schlechter stapeln als eckige Formen.

In Schraubgläsern kannst du Gemüse, Apfelmus, Kräuter, Obst und anderes einfrieren. Das Glas in den Gefrierschrank stellen, den Deckel nur locker auflegen bis der Inhalt am Tag darauf gefroren ist und dann erst fest zuschrauben.

Im Prinzip eignen sich alle Gläser von Marmeladen oder Konserven mit Schraubverschluss. Einmachgläser sind aber besonders hitzestabil und halten Spannungen besonders gut aus.

Bioplastik ist frei von Bisphenol-A und Phthalaten, aber nicht die umweltfreundlichste Alternative

Gefriersichere Biokunststoffbehälter gibt es zum Beispiel von ajaa. Diese sind ohne Bisphenol-A und bestehen zu 100 % aus dem nachwachsenden Rohstoff und Biopolymer Zucker. Es gibt die Dosen in unterschiedlichen Volumina. Das Platzproblem wird durch solche Dosen geringer, da eckige Formen besser sind als runde Gläser. Ich habe selbst eine Dose des Herstellers und bin zufrieden.

Rohes Fleisch luftdicht einfrieren oder vorher kochen

Rohes Fleisch würde ich nur äußerst luftdicht einfrieren. Ich habe bisher noch keine Erfahrungen mit Einmachgläsern gemacht. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du das Fleisch vorher zubereitest und dann erst einfrierst. Wer das nicht möchte, kann Fleisch frisch kaufen und direkt zubereiten und verzehren.

Für diejenigen, die Fleisch in großen Mengen zur Selbstversorgung einfrieren, eignen sich vermutlich nur Bioplastiktüten, da diese sich vakuumdicht verschließen lassen. Da gibt es zum Beispiel die in Österreich produzierten Bio-Gefrierbeutel von NaKu, die laut Hersteller innerhalb weniger Wochen im Kompost verrotten. Ich würde mich über eure Erfahrungen darüber sehr freuen.

Kräuter und Bratenfond lassen sich in Eiswürfelbehältern vorportionieren

Selbst gekochter, konzentrierter Bratenfond und Kräuter lassen sich auch super in Eiswürfelbehälter einfrieren, ebenso Spinat. Bei den Kräutern kommt noch etwas Wasser dazu. Wenn die Portionen tiefgefroren sind, kannst du diese herauslösen und direkt verwenden. Bei größeren Mengen empfehle ich die gefrorenen Portionen in ein Glasgefäß umzufüllen und schnell wieder einzufrieren. Dann kannst du aus dem Gefäß immer die gewünschte Menge entnehmen. Eiswürfelformen gibt es plastikfrei.

Wiederverwendbare Kühlsteine aus Edelstahl und Speckstein für Cocktails und Longdrinks

Bei der Recherche bin ich noch auf wiederverwendbaren Eiswürfel aus Edelstahl gestoßen. Vielleicht eine nachhaltige Alternative für Getränke? Es gibt diese wiederverwendbaren Kühlsteine auch aus Speckstein. Schöner Nebeneffekt: Es verwässert dein Getränk nicht.

Hast du noch Tipps für das gelingsichere plastikfreie Einfrieren? Habe ich etwas vergessen? Her damit in den Kommentaren!

Der Beitrag enthält Affiliatelinks, die als solche auch gekennzeichnet sind.

Noch mehr Tipps für ein plastikfreies Leben bekommst du in dem Buch Besser leben ohne Plastik (Werbelink) von Anneliese Bunk und Nadine Schubert oder hier auf Umweltgedanken.

Titelbild: © Adriana Nikolova – Fotolia.com

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2 Kommentare zu Mit diesen Tipps gelingt das Einfrieren ohne Plastik

Nachhaltige Weihnachten: Weihnachtsbaum und Weihnachtsgans

Wie nachhaltig ist mein Weihnachtsessen? Wo bekomme ich einen giftfreien Weihnachtsbaum her? Die Antworten auf diese Fragen und noch weitere Tipps für ein nachhaltiges Weihnachtsfest rund ums Essen und den Weihnachtsbaum verrate ich dir in diesem Blogbeitrag.

Wie nachhaltig ist mein Weihnachtsessen? Wo bekomme ich einen giftfreien Weihnachtsbaum her? Die Antworten auf diese Fragen und noch weitere Tipps für ein nachhaltiges Weihnachtsfest rund ums Essen und den Weihnachtsbaum verrate ich dir in diesem Blogbeitrag.

Teil 1: Der ökologische Weihnachtsbaum

Weihnachtsbäume gehören für uns zur Weihnachtszeit fest dazu. In den nächsten Wochen beginnt wieder überall die Jagd nach dem schönsten Baum. Wer sich an Weihnachten Gedanken um ein nachhaltiges Weihnachtsessen macht, der möchte sicher auch einen ungespritzten Weihnachtsbaum aus ökologischer Waldbewirtschaftung kaufen.

Vorweg – ich persönlich habe keinen Weihnachtsbaum zu Hause, da ich die Weihnachtfeiertage entweder immer bei den Eltern meines Freundes in Namibia verbringe oder bei meinen Eltern im Norden Deutschlands. In Namibia gibt es keinen Weihnachtsbaum so wie wir ihn in Deutschland kennen – es ist ein Dornbusch vom Farmland – also 100 % ökologisch, sieht nur etwas anders aus und piekst mehr.

Jährlich werden in Deutschland rund 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft (Robin Wood e. V.). Etwa 10 % Prozent davon werden importiert, besonders aus Dänemark, aber auch aus Ungarn, Österreich, Polen und Tschechien. Der größte Teil stammt aus Weihnachtsbaumkulturen. Nur etwa 15 % aller in Deutschland gehandelten Weihnachtsbäume werden noch von Waldbetrieben verkauft.

Kein Gift im Wohnzimmer: Ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume

Robin Wood e. V. stellt einen Überblick samt Kaufadressen der deutschen Anbieter von Weihnachtsbäumen aus ökologischer Waldbewirtschaftung oder aus ökologisch anerkannten Weihnachtsbaumkulturen zur Verfügung. Dort wirst du bestimmt auch für deine Region fündig.

Die meisten Verkaufsplätze für ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume gibt es in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.

Weihnachtsbäume aus anerkannt ökologischem Anbau erkennst du zum Beispiel an den Siegeln Biokreis, Bioland oder Naturland. Die Kriterien für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung bei Naturland sind der Verzicht auf Kahlschlag, Pestizide, Düngemittel und Entwässerungsmaßnahmen.

Pestizide und Düngemittel belasten nicht nur Trinkwasser, Tier- und Pflanzenwelt, sondern bilden auch Rückstände im Baum, die dann ins festlich geschmückte Wohnzimmer einziehen. 2014 stellte die Umweltschutzorganisation BUND bei einer Stichprobe fest, dass 50 % der untersuchten Weihnachtsbäume Rückstände von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat enthalten.

Auch das Siegel nach EU-Öko-Verordnung (Bio) garantiert einen Weihnachtsbaum aus ökologischem Anbau. Ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume aus Dänemark werden vom Generaldirektorat für Pflanzenbau kontrolliert.

Alle Naturlandbetriebe tragen zusätzlich auch das internationale Zertifikat des FSC (Forest Stewardchip Council). Es ist kein Umweltsiegel, wird aber von den meisten Umweltorganisationen weltweit als Mindeststandard einer verantwortbaren Forstwirtschaft akzeptiert.

„Fair Trees“-Label steht für faire soziale Arbeits- und Lebensbedingungen

Das „Fair Trees“-Label für Nordmann-Tannenbäume ist kein Öko-Siegel, aber ein Zeichen einer dänischen Initiative, die sich für faire soziale Arbeits- und Lebensbedingungen der Zapfenpflücker und ihrer Familien in Georgien einsetzt.

Die geernteten Samen tragen das Fair Seeds-Siegel der WFTA (World Fair Trade Organisation) und sind nach EU-Öko-Verordnung (Bio) zertifiziert. Werden aus diesen Samen Weihnachtsbäume kultiviert und pro verkauftem Baum 0,68 Euro an die Initiative gezahlt, dürfen die Weihnachtsbäume dieser Produzenten das Label der Initiative tragen.

Damit der Weihnachtsbaum 100 % ökologisch zertifiziert werden kann, müssen auch die anderen Kriterien des ökologischen Landbaus zutreffen. Ist das der Fall, ist es ein rundum geschlossener ökologischer Kreislauf von der fairen Samenproduktion bis zur Kultivierung unter ökologischen Bedingungen.

Mit Shropshire-Schafen auf Herbizide und Maschinen verzichten

Einige Weihnachtsbaumproduzenten setzen Shropshire-Schafe ein, die das wuchernde Grün um die Weihnachtsbäume kurz halten, die Nadelbäume aber in Ruhe lassen. Dadurch kann der Produzent auf den Einsatz von Herbiziden und Maschinen verzichten.

PEFC-Forstlabel ist nicht ökologisch

Bäume mit dem PEFC-Forstlabel (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) gelten nicht als ökologische zertifizierte Weihnachtsbäume. Das Label lässt den Einsatz von Pestiziden und Düngemittel ausdrücklich zu.

Teil 2: Bio-Gans oder doch lieber ein fleischloses Weihnachtsfest?

Weihnachten ist ein Fest der Liebe, der Besinnung. Wir freuen uns darauf Plätzchen zu backen, den Weihnachtsbaum zu schmücken, ein festliches Menü zu verspeisen. Nur die Weihnachtsgans freut sich nicht darauf. Jährlich landen 10 Millionen Weihnachtsgänse in deutschen Bratöfen (Deutscher Vegetarierbund). Die meisten haben bis dahin weniger als 5 Monate gelebt. Die normale Lebenserwartung liegt zwischen 10 und 20 Jahren.

Gänsefleischbedarf in Deutschland kann nicht aus eigener Produktion gedeckt werden

Die Nachfrage nach Gänsefleisch in Deutschland kann nur zu maximal 20 % aus eigener Produktion gedeckt werden. Über 75 % des hier verzehrten Gänsefleisches wird aus dem meist osteuropäischen Ausland importiert. Besonders Polen und Ungarn gehören zu den Exporteuren.

Vorsicht vor Gänsefleisch aus Frankreich, Bulgarien oder Ungarn

14 europäische Länder, darunter auch Deutschland, Österreich und Schweiz, haben Stopfverbot, allerdings ist der Import von Fettleber (Foie gras) und dem Fleisch gestopfter Tiere in Länder mit Stopfverbot erlaubt. In Polen ist die Produktion von Stopfleber zwar verboten, die Haltungsbedingungen lassen dennoch häufig zu wünschen übrig. Wenn du Gänse und Entenfleisch aus Ungarn, Bulgarien oder Frankreich kaufst, ist es nicht ausgeschlossen, dass du diese Tierquälerei unterstützt, denn dort ist das Stopfen bisher noch erlaubt.

Den Tieren wird über mehrere Wochenmehrmals täglich mit einem 50 cm langen Metallrohr ein Brei direkt in den Magen gepumpt. Dabei werden den Tieren enorme Verletzungen zugefügt, zum Teil entstehen sogar offene Löcher an der Speiseröhre, so dass aufgenommenes Wasser wieder austritt. Meistens werden hohe Dosen an Antibiotika verabreicht, damit die Enten und Gänse diese Tortur überstehen. Und das alles für ein Luxusprodukt.

Tipps für ein Weihnachten ohne Reue

  • Wenn du dir bei konventionellem Enten- und Gänsefleisch, das nicht aus einem Land mit Stopfverbot kommt, nicht sicher bist, dann lass die Finger davon. Nicht immer wird Ware mit dem Hinweis „aus Stopfleberproduktion“ gekennzeichnet. Wenn du Tiere kaufst bei denen die Innereien enthalten sind, kannst du davon ausgehen, dass diese höchstwahrscheinlich nicht gestopft wurde, wenn die Leber noch enthalten ist. Bei konventioneller Ware ist auch die Umettiketierung ein Problem, zum Beispiel, wenn die Gans in Österreich geschlachtet wurde (Herkunftsland war aber Ungarn).
  • Bestelle schon rechtzeitig vor Weihnachten bei einem regionalen Produzenten deine Weihnachtsente oder Weihnachtsgans, um sicher zu sein, dass du die Haltungsbedingungen vor Ort kennst.
  • Wem vor allem das Tierwohl wichtig ist, der sollte besser zu Biofleisch greifen.
  • Fleisch der Marke Neuland ist eine gute Option. Hier wird auch auf artgerechte Haltung und Umweltschutz geachtet. Der Preis für Neuland-Produkte liegt zwischen dem Preis konventioneller Produkte und Bioware. Hinter dem Verein Neuland stehen der Deutsche Tierschutzbund und der BUND. Allerdings gab es auch bei Neuland 2014 einen Skandal. Der wichtigste Geflügellieferant hatte zugegeben jahrelang konventionell gehaltene Tiere gekauft, geschlachtet und das Fleisch mit als mit dem Siegel konforme Ware verkauft zu haben. Der BUND als Mitbegründer des Siegels für artgerechte Tierhaltung forderte daraufhin stärkere Kontrollen von Neuland.
  • Die Klimabilanz bei Fleisch ist immer schlechter als bei Gemüse – bei Geflügel aber immer noch besser als bei Rindfleisch. Doch auch ein fleischloses Weihnachten wäre überlegenswert, wenn du nicht schon vegetarisch oder vegan lebst. Der Deutsche Vegetarierbund bietet alternative Rezepte für eine vegetarische Weihnacht, zum Beispiel der Rheinische Sauerbraten (aus Dinkel- oder Weizenseitan) mit Spätzle und Rotkohl.

Das esse ich dieses Jahr an Weihnachten

Bei mir gibt es dieses Jahr in Namibia an Heiligabend hoffentlich wieder die leckere Trüffelpastete von der Mama meines Freundes. Mmhhh, lecker. Die namibischen Trüffel werden auf dem Farmland gesammelt. Wenn es regnet, sprießen sie aus der Erde. Da die Trüffel im Vergleich zu anderen Trüffeln relativ groß sind, werden sie dort nicht als Gewürz, sondern als Gemüse verwendet. Dazu gab es die letzten Jahre eine leckere alkoholfreie Bowle. Denn in Namibia scheint zu Weihnachten die Sonne und da tut etwas Erfrischendes sehr gut!

Am ersten Weihnachtstag gibt es wahrscheinlich Gemsbockbraten. Da die Wildtiere dort in extensiver Weidewirtschaft aufwachsen und nur so viel gejagt wird wie es für den Bestand in Ordnung ist, kann ich hier von ökologischem Fleisch aus artgerechter Haltung sprechen. Diese Wildtiere haben noch nie Antibiotika gesehen und auch Düngemittel und andere Pestizide sind auf dem Farmland nicht zu finden.

Ich hoffe, dass dir der Beitrag gefallen hat und du den einen oder anderen Tipp nutzen kannst bei deinen Entscheidungen für die Vorbereitung des Weihnachtsfestes.

Schreib mir mal in die Kommentare worauf du beim Weihnachtsfest achtest, damit es ein nachhaltiges und ökologisches Fest wird.

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Die Liebe zum Licht – Gibt es natürliche und ökologische Kerzen?

Jetzt wo die Adventszeit wieder beginnt habe ich mir die Frage gestellt, welche Kerzen ökologisch sind und worauf du beim Kauf achten kannst, um der Umwelt nicht zu schaden. Früher wurden Kerzen neben Fackeln, Öl- und Talglampen zur Beleuchtung genutzt.

Jetzt wo die Adventszeit wieder beginnt habe ich mir die Frage gestellt, welche Kerzen ökologisch sind und worauf du beim Kauf achten kannst, um der Umwelt nicht zu schaden. Früher wurden Kerzen neben Fackeln, Öl- und Talglampen zur Beleuchtung genutzt. Nach wie vor werden Kerzen heute in der Kirche, im Haus und an Festen verwendet, um eine feierliche oder besinnliche Atmosphäre zu schaffen.

Rund 654.000 Tonnen Kerzen verbrauchen die Europäer pro Jahr. Aus dem Branchenbericht Herbst/Winter 2015 der ECA (European Candle Association) geht hervor, dass statistisch gesehen jeder EU-Bürger etwa 1,3 Kilogramm Kerzen kauft. Überwiegend werden die Kerzen aus Paraffin und Stearin hergestellt.

Teelichter liegen in der Beliebtheitsskala weit vorn. Rund acht Millionen Stück werden jedes Jahr verkauft. Besonders stören mich immer die Aluminiumummantelungen. Hier gibt es bereits gute Alternativen – wiederverwendbare Edelstahl- oder Glastöpfchen. Die Teelichter selbst werden dann lose gekauft.

Spitzenreiter beim Kerzenabsatz dürfte ein schwedisches Möbelhaus sein. Jede fünfte verkaufte Kerze in Deutschland geht dort laut Expertenschätzungen über die Ladentheke.

Problematisch: Erdöl auf dem Adventskranz

75 % der handelsüblichen Kerzen bestehen aus Paraffin, einem Erdölprodukt. Deshalb sind diese Art von Kerzen nicht nachhaltig. Der Klimakiller Erdöl ist eine endliche Ressource und zudem nicht biologisch abbaubar.

Stearinkerzen lassen den Regenwald brennen

Stearinkerzen werden häufig als ökologisch bezeichnet. Da Stearinkerzen zumeist aus nachwachsenden Rohstoffen und nicht aus Erdöl hergestellt werden, sind diese auf den ersten Blick auch ökologischer als Paraffinkerzen. Doch bei den vermeintlichen Biokerzen werden oft hochwertige Palm- und Kokosöle verwendet.

Für den Anbau riesiger Palmölplantagen werden ganze Landstriche in den zwei Hauptanbauländern, Indonesien und Malaysia, brandgerodet. Orang-Utans und Sumatra-Tiger verlieren ihren Lebensraum. Die Böden werden durch den Anbau von Palmölpflanzen schnell ausgelaugt. Auf diesen Böden wächst dann nur noch minderwertiger Sekundärwald. Diese Flächen sind für Jahrhunderte verloren. Lies auch meinen Beitrag über Palmölanbau und dessen sozio-ökologische Auswirkungen.

Kerzen aus gentechnikfreiem Rapsöl, Sojaöl und Sonnenblumenöl

Es gibt mittlerweile Kerzen aus gentechnikfreiem Soja-, Raps- oder Sonnenblumenöl, die ich mehr als Paraffin- oder Stearinkerzen (aus Palmöl) empfehlen würde. Positiv ist auch, dass Raps und Sonnenblumen einheimische Pflanzen sind. Dennoch stellt sich auch hier die Frage, ob wir eigens für die Herstellung von diesen Kerzen Pflanzen anbauen wollen und damit Flächen für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion verschwenden. Ähnlich wie beim Biodiesel sieht die Ökobilanz bei Raps zum Beispiel nicht viel besser aus.

Bienenwachskerzen sind nicht umweltfreundlicher und nachhaltiger

Im Gegensatz zu Paraffin ist Bienenwachs ein echtes Naturprodukt. Deswegen gilt die Bienenwachskerze nach wie vor als „Ökokerze“ schlechthin. Am besten du verzichtest ganz auf Bienenwachskerzen, denn leider reicht die Menge an Bienenwachs bei weitem nicht aus, um den Bedarf an Kerzen zu decken.

Eine Biene produziert in ihrem Leben nur wenige Milligramm Wachs. Deshalb müssen 150.000 Bienen arbeiten, um 1 Kilogramm Wachs zu erzeugen. Bienenwachs ist ein kostbarer und teurer Rohstoff.

Weniger ist oft mehr und wenn du einfach nur zu bestimmten Anlässen deine Kerzen anzündest, kannst du den Produktwert noch mehr schätzen. Wenn es schon die Bienenwachskerze sein muss, dann von einem Imker aus der Region, der nachhaltige und artgerechte Imkerei betreibt.

In Drogerie- und Supermärkten werden Bienenwachskerzen verkauft, deren Bienenwachs zum Teil aus China, Südamerika oder Südafrika stammt. Die langen Transportwege wirken sich negativ auf die Ökobilanz aus und wie können wir uns in diesen Ländern der artgerechten Bienenhaltung sicher sein?

Sei sparsam und verwende nur wenige Kerzen

Sparsamkeit ist wahrscheinlich die Zauberformel. Auf Paraffinkerzen aus Erdöl und Stearinkerzen aus Palm- oder Kokosöl würde ich verzichten. Ich würde sogar so weit gehen auch keine Stearinkerzen aus Biopalmöl zu kaufen, da ich die Zertifizierungen hier auch nicht immer nachvollziehen kann und trotzdem Landflächen für die wilden Tiere gerodet werden.

Die Zertifizierungsstelle RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) ist bei einigen Umweltorganisationen auch in die Kritik geraten. Kerzen aus Rapsöl oder Sonnenblumenöl würde ich zu bestimmten Anlässen kaufen, aber nur in sehr geringen Mengen.

Verglichen mit einer Paraffin- oder Stearinkerze finde ich eine Bienenwachskerze nicht ökologischer. Bevor ich eine Bienenwachskerze kaufe, würde ich lieber zu einer Rapsöl- oder Sonnenblumenölkerze greifen.

Seit einigen Jahren gibt es LED-Kerzen, die zwar in Punkto besinnliche Kerzenatmosphäre nicht ganz mit den anderen Kerzen mithalten können, aber dennoch meist sehr schön aussehen. Wäre zumindest eine wiederverwendbare Alternative.

Aus alten Wachsresten lassen sich Kerzen auch selber gießen. Frag doch mal in der Kirche deiner Gemeinde nach, ob du die Wachsreste bekommen kannst. Manche Kirchen gießen selbst Kerzen daraus, aber ich habe schon einmal eine große Kiste voller Wachsreste bekommen. Wenn die Wachsreste farblich gemischt sind, lassen sich daraus nicht unbedingt schöne Kerzen gießen. Aber du kannst tolle Fackeln für den Sommer daraus bauen.

Nochmal das Wichtigste zusammengefasst:

  • Im ökologischen Vergleich schneiden Paraffin-Kerzen nicht unbedingt schlechter ab als Kerzen auf Basis nachwachsender pflanzlicher Rohstoffe.
  • Auf Stearin-Kerzen aus Palmöl solltest du besser verzichten.
  • Beim Teelichterkauf keine aluminiumummantelten Teelichter kaufen, sondern lose Teelichter und wiederverwendbare Edelstahl- oder Glastöpfchen.
  • Für das reine Gewissen: Beim Kauf von Bienenwachskerzen darauf achten bei einheimischen Imkern zu kaufen, die eine nachhaltige und artgerechte Bienenhaltung garantieren.
  • Kerzenreste nicht wegwerfen, sondern wiederverwenden.

Ich wünsche dir eine schöne Adventszeit und ab und zu ein Lichtlein anzünden ist in Ordnung. Ich wollte in diesem Beitrag in erster Linie darauf aufmerksam machen, wie sehr wir mit dem Kauf von Kerzen auch der Umwelt schaden können.

Schreib mir mal unten in die Kommentare, ob dir der Beitrag weitergeholfen hat und welche Kerzen du verwendest. Welche Alternativen kennst du noch und worauf achtest du beim Kauf von Kerzen?

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Plastikfrei leben – Kleine Schritte führen zum Erfolg

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe.

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe. Immer wieder gibt es auch Tage an denen ich mich erwische und gegen meine eigenen Prinzipien arbeite.

„Ich kann mir kein seligeres Wissen denken, als dieses Eine: dass man ein Beginner werden muss. Einer, der das erste Wort schreibt hinter einen jahrhundertelangen Gedankenstrich.“ (Zitat von Rainer Maria Rilke, eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker, 1875-1926)

Um dir einen Überblick zu geben was ich schon alles erreicht habe, erzähle ich dir jetzt meine Erfolgserlebnisse in Bezug auf ein plastikfreies Leben. Zudem erfährst du auch meine nächsten Vorhaben für den kommenden Monat.

Als erstes ist es wichtig, dass du weißt: Vergiss den Spaß am Leben nicht! Plastikfrei zu leben ist keine dogmatische Einstellung. Mit jedem kleinen Schritt können wir etwas für unsere Umwelt und unsere Gesundheit tun.

Wie alles bei mir begann…

Zuerst habe ich keine abgepackten Lebensmittel mehr gekauft. Meine Milch und meine Schlagsahne kaufe ich seit Beginn meines Experiments nur noch in Mehrwegflaschen. Auf alles andere habe ich meistens verzichtet.

Wenn ich einen Kuchen backen wollte und mir ein oder zwei Zutaten fehlten, die ich nur abgepackt bekomme, dann habe ich diese gelegentlich gekauft, zum Beispiel Schmand. Du siehst also, dass der Spaß am Leben trotz plastikfreiem Lebensstil immer noch bestehen bleiben sollte, sonst wird es anstrengend und macht keine Freude mehr.

Obst und Gemüse kaufe ich verpackungsfrei. Leider nicht immer in Bioqualität. Ich lege die Produkte lose in meinen Einkaufskorb und einzeln auf das Band an der Kasse. In meinem Supermarkt habe ich vor kurzem ausprobiert lose Kartoffeln in einem mitgebrachten Leinenbeutel zu kaufen. Es hat funktioniert.

Plastikfrei leben

GOTS zertifizierter Leinenbeutel aus Biobaumwolle

Grundnahrungsmittel wie Reis und Nudeln kaufe ich seit diesem Sommer lose aus dem Biounverpackt Wiesbaden. Ich habe mir dafür von Weck Gläser in verschiedenen Größen gekauft. Muskatnuss habe ich dort auch schon lose gekauft. Vorher habe ich auf Reis meistens verzichtet. Nudeln habe ich damals noch von Barilla gekauft, da diese in Pappkartons angeboten werden.

Weniger oder gar keine tierischen Produkte zu konsumieren erleichtert ein plastikfreies Leben

Vor meinem Umzug in ein anderes Stadtviertel war ich oft bei einem kleinen Metzger um die Ecke, um meine Wurst und Fleisch zu kaufen. Dort wurden mir die Produkte in meine selbst mitgebrachten Gefäße gepackt. Leider komme ich seit meinem Umzug nicht mehr so häufig dort vorbei. Längere Diskussionen an der Supermarkt-Frischetheke kenne ich seitdem zu genüge.

Es ist schwierig jedes Mal die Verkäuferin davon zu überzeugen die Wurst in eine Papiertüte ohne die mit Kunststoff beschichtete Papierfolie zu legen. In meinem Haushalt gibt es daher viel weniger tierische Produkte. Ich lebe nicht 100 % vegetarisch, aber versuche oft vegetarische Tage einzulegen. Meinen Freund kann ich auch langsam davon überzeugen.

Ganzheitlich auf die Konsumgewohnheiten achten

Da ich nicht nur plastikfrei zu leben versuche, sondern ganzheitlich auf meine Ernährung achte, kaufe ich die meisten Produkte im Supermarkt gar nicht mehr. Ganz zum Anfang als ich meinen Blog begonnen habe, war für mich das Thema auf Palmöl zu verzichten ganz groß: Das habe ich geschafft. In unserem Haushalt finden sich keine Produkte, die Palmöl enthalten. Du kannst einmal den Selbstversuch starten und genau auf die Zutatenliste achten. Dann wird dir schnell auffallen, dass viele Produkte Palmöl enthalten. Warum du besser keine Palmöl-Produkte kaufen solltest, kannst du hier nachlesen.

Um eine ganzheitliche ökologische Lebensweise zu fokussieren, hilft mir auch immer wieder Yoga und Meditation. Lies hierzu am besten meine Beiträge Green Yoga: Öko-Yogische Prinzipien für den Alltag und Green Yoga – ein nachhaltiges Lebensmodell.

Ein guter und einfacher Anfang: Einführung plastikfreier Alternativen im Badezimmer

Meine Allzweckreinigerflasche fülle ich aus einem großen Kanister im Biounverpackt Wiesbaden wieder auf. Das spart Abfall. Als nächsten Schritt möchte ich mein Handspülmittel und das Geschirrspülreinigerpulver aus dem Biounverpackt Wiesbaden ausprobieren.

Die Seife an meinem Waschbecken ist schon lange keine Flüssigseife mehr, sondern ein einfaches Seifenstück von Weleda. Das war zum Beispiel einer meiner ersten Schritte.

Ich kaufe seit diesem Sommer meine Körperseife und mein Shampoo-Bar (Shampoo in fester Form) ohne Verpackung im Biounverpackt Wiesbaden. Dieser Schritt von Duschgel und Shampoo in Verpackung hin zu einer verpackungsfreien Variante hat bei mir sehr lange gedauert. Immer wieder habe ich überlegt, ob ich damit zu recht komme, anstatt es endlich zu tun.

Plastikfrei leben

Shampoo-Bar (Kornblume-Zitrone-Salbei) und Calendula-Körperseife

Jetzt fühle ich mich wohl damit und würde nie wieder umsteigen. Meiner Haut und meinen Haaren geht es seitdem auch viel besser, weil in den Produkten keine schädlichen Substanzen enthalten sind. Die Produkte sind in Bioqualität.

Wenn ich eine Haarkur machen möchte, benutze ich ein selbstgemachtes Roggenmehl-Shampoo. Als Shampoo kann ich es mir nicht für jeden Tag vorstellen, da ich das Gefühl von Schaum vermisst habe und meine Haare sich auf Dauer nicht so sauber angefühlt haben, aber als reichhaltige Haarkur ist es wunderbar. Im nächsten Schritt möchte ich ein selbstgemachtes Zahnputzpulver ausprobieren.

Waschmittel aus Kastanien überzeugt mich im Alltag nicht

Diesen Monat habe ich Waschpulver aus Kastanien hergestellt. Das Rezept findest du in meinem Beitrag Die besten Tipps für ein gelingsicheres natürliches Waschmittel aus Kastanien. Als Dauerlösung kommt es für mich nicht in Frage, zum einen aufgrund des großen Herstellungsaufwandes und zum anderen bin ich bei stark verschmutzter Kleidung nicht besonders von der Reinigungswirkung überzeugt. Das Ausprobieren lohnt sich trotzdem und macht viel Spaß.

Kastanien Waschmittel

Waschmittelpulver aus Kastanien – natürlich, verpackungsfrei und ohne Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe

Nachhaltige Verpackungslösungen im Kosmetikbereich

Als nächstes werde ich mir meine Kosmetikprodukte vornehmen und schrittweise durch nachhaltige und verpackungsarme Varianten ersetzen. Überzeugt haben mich dabei die tollen ökologischen Produkte von ZAO. Du kaufst zum Beispiel einmal dein Puder oder deinen Lippenstift und kannst die Packung immer wieder auffüllen. In einem Beitrag über meine Wochenlieblinge habe ich dir diese Produkte von ZAO schon einmal vorgestellt. Ich benutze nicht so viele Produkte, das heißt ich brauche eine Abdeckcreme, Lippenstift, Puder und Wimperntusche und das auch nicht in tausend Variationen.

ZAO Matt Lipstick 462 old pink altrosa rosa-rot Lippenstift, in nachfüllbarer Bambus-Dose (bio, Ecocert, Cosmebio, Naturkosmetik) *

Restmüll braucht keine Plastiktüte

Meinen Restmüll lege ich in einen mit Zeitung ausgekleideten Mülleimer, so dass ich hier auch Plastik spare.

Lebensmittel nicht in Plastikdosen lagern

Schon seit 2015 lagere ich meine Lebensmittel nicht mehr in Plastikdosen. Das hat für mich hauptsächlich gesundheitliche Gründe. In den meisten Plastikdosen ist BPA (Bisphenol-A) enthalten. Ich hatte einige davon zu Hause und habe das meiste bei einem Umzug 2015 verschenkt.

Meine Küche ist im Prinzip bis auf ein paar Kleinigkeiten (Pürierstab, Wasserkocher, Sparschäler, Kaffeemühle) plastikfrei. Yippie!

Um meine Lebensmittel im Kühlschrank zu lagern, benutze ich häufig Gläser von Weck oder Keramikschalen. Da ich auf Aluminiumfolie oder Frischhaltefolie verzichten möchte, nehme ich oft einen Frühstücksteller zum Abdecken. Nachhaltige Alternativen zum Frischhalten findest du hier.

Noch ein Tipp, der nicht unbedingt für das plastikfreie Leben wichtig ist: Ich mache meine Säfte oder Smoothies mittlerweile alle selbst. Du brauchst einen Mixer oder einen guten Pürierstab und Obst oder Gemüse deiner Wahl. Meine Lieblingssmoothies sind zur Zeit: Orange-Banane-Mango-Ingwer Smoothie (sehr gesund besonders in der kalten Jahreszeit, wo wir zu Erkältungen neigen) und Avocado-Schoko-Shake (kenne ich aus Indonesien und ich liebe es).

Zusammengefasst ist das Leben ohne Plastik gar nicht so schwer. Es dauert etwas Zeit bis du alle Möglichkeiten erkannt hast, um dein Leben plastikfrei zu gestalten. Wichtig war und ist mir immer noch: Lass dich nicht stressen von den einschlägigen Gruppen in den sozialen Medien oder deinen Mitmenschen und sei stolz auf das was du bis jetzt geschafft hast.

Schreib deine Erfolge am besten auf einem Blatt Papier und du wirst merken, dass du schon viel erreicht hast. So habe ich es auch gemacht. Das Ergebnis hast du gerade gelesen.

Mein Umwelt-Mantra für den Monat Oktober

Mit kleinen Schritten erreiche ich mein Ziel plastikfrei und gesund zu leben!

Schreib jetzt auf was du schon erreicht hast und was du im nächsten Monat erreichen möchtest.

Warte nicht zu lange, sondern mache es genau jetzt. Sonst vergisst du es wieder. Sei dir bewusst, dass gute Dinge Zeit brauchen und du es schaffen kannst. Kleine Schritte und Erfolge sind besser als gar nichts zu tun und nur darüber zu reden.

Schreib mir in den Kommentaren wie dir der Beitrag gefällt und was du schon erreicht hast. Mich interessiert auch was du bei der Umstellung auf eine plastikfreie und gesunde Lebensweise schwierig findest.

Halte durch und verliere nicht den Spaß am plastikfreien Leben!

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Die besten Tipps für ein gelingsicheres natürliches Waschmittel aus Kastanien 

Mit Kastanien waschen ist gerade total angesagt. Auch ich als Zero Waste und Plastikfrei Begeisterte habe mich damit beschäftigt und mein eigenes natürliches Waschmittel gezaubert. Heute erfährst du mein persönliches Rezept und viele Tipps für eine gelingsichere Herstellung deines eigenen Kastanienwaschmittels.

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Beeindruckende ökologische Bauweisen und Konzepte, die jeder kennen sollte

Unsere Erde wurde über viele Jahrzehnte beansprucht. CO2-Emissionen, Artensterben, durch den Klimawandel verursachte Naturkatastrophen und unverhältnismäßige Ressourcenverschwendung: Jeden Tag hören wir immer wieder davon in den Medien. Am 8. August war der Earth Overshoot Day 2016 und an diesem Tag haben wir bereits mehr Ressourcen durch Überfischung, Abholzung von Wäldern und CO2-Ausstoß in die Umwelt verbraucht als die Natur in der Lage wäre zu kompensieren.

Unsere Erde wurde über viele Jahrzehnte beansprucht. CO2-Emissionen, Artensterben, durch den Klimawandel verursachte Naturkatastrophen und unverhältnismäßige Ressourcenverschwendung: Jeden Tag hören wir immer wieder davon in den Medien. Am 8. August war der Earth Overshoot Day 2016 und an diesem Tag haben wir bereits mehr Ressourcen durch Überfischung, Abholzung von Wäldern und CO2-Ausstoß in die Umwelt verbraucht als die Natur in der Lage wäre zu kompensieren. Es ist wirklich Zeit unserem einmaligen Lebensraum ein wenig von dem zurückzugeben was wir uns täglich durch unsere Konsumgewohnheiten und unserem Lebensstil nehmen.

 

„Die Güter der Welt gleiten uns durch die Finger wie der Sand der Dünen.“ Antoine de Saint-Exupéry, Wind, Sand und Sterne

 

In diesem Beitrag möchte ich dir drei beeindruckende ökologische Bauwerke und Konzepte vorstellen von denen es viel mehr auf der Welt geben sollte. Mich bringen diese Bauwerke und Ideen zum Nachdenken. Ich möchte, dass meine Kinder in Zukunft auch das Leben auf dieser Erde führen können wie ich es (jetzt noch) kann. Lass dich nun von diesen ökologischen Bauweisen und Lebenskonzepten inspirieren.

 

Nachhaltiges Konzept Nr. 1

Green School Bali: Eigenmotiviertes und umweltbewusstes Lernen unterm Bambusdach

Sehr beeindruckend ist die Green School, die es seit 2008 im Dschungel, in der Nähe von Ubud auf Bali in Indonesien gibt. Die beiden Gründer John und Cynthia Hardy haben hier etwas Wundervolles und Einzigartiges geschaffen. Ein Paradebeispiel für nachhaltige Bildung. Die Kinder lernen dort mit einem ganzheitlichen pädagogischen Modell. Jede Klasse hat maximal 25 Kinder mit drei Lehrern. Die Schulräume sind offen gestaltet ohne Wände, so dass die Kinder spüren können, wie die Luft durch die Räume strömt. Die Natur liefert den Lernstoff.

Alle Bauten sind aus Bambus, einem sehr schnell wachsenden und robusten Material. Die Dächer bestehen aus Alang-Alang-Gras. Sämtliche Möbel in der Schule bestehen ebenfalls aus Bambus. Beide Rohstoffe kommen in der Umgebung in großen Mengen vor und sind biologisch abbaubar. Schutz vor starken Monsunregen bieten die weiten Dachüberstände der Bauten.

Es gibt eine Photovoltaikanlage zur Stromproduktion, Komposttoiletten und ein eigenes Abfallmanagementsystem. Mit der Kraft des Wassers vom Ayung-Fluss wird ein Hydropowergenerator betrieben, der zusätzlichen Strom liefert. Sogar einen ökologischen Schulbus gibt es, der zu 100 % mit Biodiesel betrieben wird. Den Bio Bus gibt es aufgrund einer Initiative von Schülern der Green School. Unter anderem wird von den Schülern im Umkreis der Schule gebrauchtes Öl vom Kochen für die Herstellung des Biodiesels gesammelt. 90 % des Essens, das es in der Green School gibt, stammt aus dem eigenen Garten. Auf den eigenen Reisfeldern lernen die Kinder den Anbau und die Ernte von Reis. Die Tafeln bestehen zum Teil aus alten aufgearbeiteten Autowindschutzscheiben.

In den ersten Jahren war die Pädagogik noch sehr stark an der Waldorfpädagogik orientiert. Mehr und mehr entwickelten sich aber eigene Ideen. Besonders in den höheren Klassen weicht die Pädagogik mehr und mehr von der Methodik und Didaktik Rudolf Steiners ab. Vor allem geht es um die Integration praktischer und künstlerische Fähigkeiten, um Kreativität, Phantasie und selbstbestimmtes, eigenmotiviertes, analytisches Lernen und die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten.

Ziel ist es, einen besonderen Lernraum zu schaffen, der ein späteres Leben in Freiheit, Liebe und öko-sozialer Verantwortung gegenüber anderen Menschen, anderen Kulturen und der Umwelt ermöglicht. Das Lernen ist allerdings nicht ganz billig. Je nach Alterstufe zahlen Eltern zwischen 6.000 und 14.000 Euro im Jahr.

Abgesehen von den Kosten, sind das Konzept einer nachhaltigen und naturnahen Schule und die nachfolgenden Konzepte so genial, dass sich alle darüber Gedanken machen sollten wie wir auch in größerem Maßstab und vor allem kostengünstiger etwas mehr Ökologie in unseren Alltag bringen können.

 

Nachhaltiges Konzept Nr. 2

WaterNest 100 – das nachhaltige Hausboot, dessen Materialien zu 98 % recycelbar sind

Zusammen mit dem italienischen Architekten Giancarlo Zema hat EcoFloLife das WaterNest 100, ein ökologisches Hausboot mit 100 Quadratmeter Wohnfläche, 12 Metern im Durchmesser und einer Höhe von 4 Metern konzipiert. Dieses Niedrig-Energie-Haus, das die benötigte Energie aus der installierten Photovoltaikanlage bezieht, ist durch die Bauweise mit recycelten Schichtholz für die Wohnfläche und recyceltem Aluminium für den Rumpf zu 98 % recycelbar. Auch das Abwassersystem ist ökologisch.

Das Trinkwasser aus dem 1500 Liter großen Tank wird gefiltert und entweder rückstandsfrei zurück in das Meer, den Fluss oder den See geleitet, kann aber auch in den Hauskreislauf zurückfließen. Zugegeben, es ist ein Luxus-Hausboot und mit 1 Million Euro auch für die meisten von uns nicht bezahlbar, aber die Idee eines autarken Hauses, dass seine Energie selbst produziert, fast keinen Abfall produziert und im Einklang mit unserer Umwelt ist, finde ich toll.

 

Nachhaltiges Konzept Nr. 3

Earthship – ein Haus aus Müll, das sich selbst heizt, sein Wasser liefert und Essen produziert

Das letzte Projekt, das ich vorstellen möchte, ist das Konzept „Earthship“, auf deutsch Erdschiff. Patentieren lassen hat sich diesen Begriff Michael Reynolds, ein amerikanischer Architekt: der Erfinder des Earthships und Gründer von Earthship Biotecture sowie der Earthship Akademie. Der Begriff Biotecture setzt sich aus Biological und Architecture zusammen.

Das Erdschiff besteht hauptsächlich aus Müll und produziert seine gesamte Energie selbst, sogar das Abwasser wird recycelt. Es fallen also keine hohen Betriebskosten an. Alles was man dazu braucht sind Autoreifen, Glasflaschen, Dosen, Lehm und ein paar weitere Baumaterialien. Und natürlich das Wissen des genialen Erfinders dieser Erdhäuser.

Die Idee kam dem Visionär Michael Reynolds in den 70er Jahren. Damals hielten die meisten ihn für einen Spinner, aber er war ein Mann, der sich wirklich entschlossen hatte die Dinge zu verändern. Nun denkt keiner mehr von ihm, dass er ein Spinner ist. Seine Earthships exportiert er weltweit. „Es kann überall und von jedem gebaut werden aus Dingen, die unsere Gesellschaft wegwirft“, so Michael Reynolds. Sein erstes Haus hat der Architekt in der Wüste Mexikos aus Bierdosen gebaut.

Mittlerweile hat Reynolds viele Anhänger und es gibt tausende Earthships auf der ganzen Welt. In Kreßberg wurde von der Zukunftswerkstatt am Schloss Tempelhof nun auch ein Earthship erbaut als soziale und ökologische Begegnungsstätte zum Experimentieren und als Möglichkeit des aktiven Austausches. Ein Lernort für alle, die anders denken und zukunftsfähige Lebensräume schaffen wollen.

Der Bau startete am 28. September 2015 und ist der erste in Deutschland genehmigte Bau dieser Art und soll Vorbild für viele weitere Bauprojekte in Deutschland sein. Der Großteil des Bauwerks wurde aus eigenen Mitteln der Stiftung und aus Spenden finanziert. 70 Menschen aus 17 Nationen haben beim Bau des Earthships geholfen.

Warum verwendet man bei Reynolds Earthships immer Autoreifen? Diese werden mit Erde gefüllt und dienen als Wärmespeicher. „Autoreifen gibt es auf der ganzen Welt“, sagt Reynolds, „und es ist ökologischer diese noch Jahre nach Gebrauch weiterzuverwenden als zu recyceln.“ Das nennt man heutzutage Upcycling. Beim Upcycling werden (scheinbar) nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. Das reduziert die Neuproduktion von Rohmaterial.

Wie findest du die vorgestellten ökologischen Konzepte? Könntest du dir vorstellen, dass deine Kinder in einer Green School wie auf Bali von der Natur lernen und ihre Umwelt erforschen? Wäre ein Earthship auch etwas für dich? Vielleicht willst du auch bald dein eigenes Earthship bauen? Her mit deinen Gedanken in den Kommentaren!

 

Weiterführende Informationen:

Möchtest du mehr über die Vision der Earthships erfahren? Dann besuche die Webseite von Michael Reynolds und erfahre alles Wichtige über die Bauweise und die Funktion dieser einzigartigen Wohnräume.

Du interessierst dich für die Gemeinschaft Tempelhof (Werkstatt für Nachhaltigkeit, Gemeinschaft, Vielfalt und freiheitliches Leben) und deren Earthship Projekt? Dann schau mal hier.

Lass dich auch von der Green School in Bali und dem ökologischen Hausboot von EcoFloLife inspirieren.

Lebe nachhaltig und bewusst!

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Ist Kokosöl eine ökologische Alternative zu Palmöl?

Kokosöl ist ein wahrer Alleskönner, wenn man den Medien glaubt. Selbstgemachte Beauty-Produkte mit Kokosöl werden immer beliebter: Da werden Cremes mit Kokosöl angerührt und Deos hergestellt. Auch zum Braten, Backen und Zubereiten von Süßspeisen eignet sich Kokosöl. Es verleiht Gerichten eine leichte exotische Note. Kann ich Kokosöl eigentlich unbedenklich einsetzen?

Kokosöl ist ein wahrer Alleskönner, wenn man den Medien glaubt. Selbstgemachte Beauty-Produkte mit Kokosöl werden immer beliebter: Da werden Cremes mit Kokosöl angerührt und Deos hergestellt. Auch zum Braten, Backen und Zubereiten von Süßspeisen eignet sich Kokosöl. Es verleiht Gerichten eine leichte exotische Note. Kann ich Kokosöl unbedenklich einsetzen?

Der Kokosölmarkt  boomt

Es ist überall erhältlich und wird in vielen Produkten als Ersatz für Palmöl verwendet. Sogenannte Superfoods können heilen und es heißt viel hilft viel. Doch die Wirkung von Gojibeeren, Kokosöl, Maca und Chiasamen kann durch andere Lebensmittel genauso erzielt werden. Das wissen nur viele nicht und lassen sich von der Werbung leiten. Genauso wirkungsvoll wie Chiasamen sollen zum Beispiel Leinsamen sein.

Viele Menschen, die bewusst nachhaltig leben wollen, stellen sich die Frage, ob Kokosöl ökologischer ist als Palmöl.

 

„Von zwei Übeln, wird niemand das größere wählen, wenn er das kleinere wählen kann.“ (Platon, griechischer Philosoph)

 

Kokosöl wird auch in den Tropen angebaut

Kokosöl ist ein pflanzliches Öl, das aus dem getrockneten Nussfleisch (Kopra) gewonnen wird. Ursprünglich stammt Kokosöl aus Indonesien, den Philippinen, Indien, Sri Lanka, Malaysia und Papua-Neuguinea. Hierzulande ist es zu einem Hype geworden und die Nachfrage nach Kokosöl steigt. Der Transport nach Europa verursacht enorme CO2-Emissionen.

Noch wird Kokosöl meist von Kleinbauern angebaut, während Palmölpflanzen auf großen Monoplantagen angebaut werden. Für diese Monokulturen werden seit Jahrzehnten Regenwälder, oft illegal, abgeholzt oder abgebrannt. Indigene Völker und vom Aussterben bedrohte Tierarten, wie der Orang Utan, der Sumatra-Tiger oder der Malaienbär werden aus ihrem Lebensraum verdrängt.

Der Malaienbär aus Südostasien ist vom Aussterben bedroht – Schuld ist die Papier-, Holz- und Palmölindustrie © Martina Berg – Fotolia.com

Laut Rettet den Regenwald e. V. brannten 2015 etwa 17.000 Quadratkilometer Regenwald auf Borneo und Sumatra. 25 Millionen Menschen leben dort. In der Trockenzeit Ende 2015 war die Schadstoffpartikelkonzentration 90 mal höher als von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Rettet den Regenwald e. V. sammelt Unterschriften, um die Bundesregierung aufzufordern die fatale Biospritpolitik zu beenden. Bis 2020 sollen unsere Autos mit 7 % Biosprit fahren. Aktuell enthält jede Tankfüllung durchschnittlich fünf Prozent. Bitte unterschreibt die Petition, damit die Regierung endlich aufwacht!

Palmöl ist das mit Abstand billigste Pflanzenöl auf dem Weltmarkt. Der größte Palmölproduzent ist Indonesien: Hier wurden bereits viele Millionen Hektar Regenwald vernichtet.

Was würde mit dem Ökosystem passieren, wenn die Nachfrage nach Kokosöl steigt, so dass immer mehr Monokulturen angebaut werden müssten? Der Palmölanbau steigt stetig an. Wenn auch noch der Kokosölanbau rapide ansteigt, werden weitere Flächen für die Monokulturplantagen benötigt.

Wer bewusst lebt, möchte sich vielleicht Beauty-Produkte selbst herstellen, um zu wissen welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Doch in vielen Rezepten kommt Kokosöl vor, weil man das „böse“ Palmöl nicht verwenden will.

 

Kokosöl wird als Superfood und Wundermittel von der Werbung angepriesen

Im Internet wird von dem vermeintlichen Wundermittel Kokosöl gesprochen, vielseitig einsetzbar. Da wird Kokosöl in vielerlei Funktion angepriesen: Als das perfekte Nahrungsergänzungsmittel aufgrund der Reichhaltigkeit an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralien, als die geschmeidigste Hautpflege, als Wundermittel gegen Hautalterung, als Lederpflege und als Mittel, das Bakterien abtötet und zu weißeren Zähnen verhilft. Nur frage ich mich, können diese Wirkungen nicht auch von einheimischen Ölen erzielt werden?

Beim Palmöl halte ich es persönlich so, dass ich niemals Produkte kaufe, die dieses enthalten, auch keine Produkte, die Palmöl aus ökologisch zertifiziertem Anbau versprechen. Ich hatte endlich einen Schokoaufstrich im Supermarkt vom Feinkosthändler Grashoff gefunden, der kein Palmöl enthält und sehr lecker ist.

Gerade habe ich mir nochmal die Zusammensetzung angesehen: Shea-, Raps- und Kokosnussöl. Selbst herstellen ist wahrscheinlich doch am besten. Ich kann mich daran erinnern, dass meine Mutter früher Schokoaufstrich mit Haselnüssen, Schokolade und Vollmilchpulver gemacht hat. Das war so unschlagbar lecker. Leider gibt es das Rezept nicht mehr.

Auf den Philippinen wird Biotreibstoff aus Kokosöl staatlich gefördert und in hohem Maße produziert. Die Nachfrage steigt stetig. Die Organisation Rettet den Regenwald schreibt auf ihrer Internetseite folgendes: „Doch nicht nur die Erzeugung von Palmöl hat katastrophale Auswirkungen auf die Natur und das Leben der Menschen in den Regenwaldländern. Auch andere tropische Pflanzenöle wie Kokosfett und Sojaöl sind genauso schädlich…Rettet den Regenwald fordert deshalb ein generelles Importverbot für Palm-, Kokos- und Sojaöl. Die für den europäischen Bedarf benötigten Pflanzenöle können und sollten auf heimischen Äckern angebaut werden.“

Für mich ist damit die Frage beantwortet. Kokosöl stellt für mich keine Alternative zu Palmöl dar, auch wenn das Internet häufig etwas anderes suggeriert.

Leinöl, Kürbiskernöl, Distelöl und Hanföl werden in Europa produziert und können aus meiner jetzigen Sicht bedenkenlos verwendet werden.

Welche Pflanzenöle verwendest du zum Herstellen von Kosmetik oder zum Backen und Braten? Wie sind deine Erfahrungen mit heimischen Ölen? Schreib es mir in deinem Kommentar.

Weitere Informationen

Kokosöl: Gesund und ökologischer als Palmöl? Gastbeitrag auf www.ricemilkmaid.de

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27 Kommentare zu Ist Kokosöl eine ökologische Alternative zu Palmöl?

15 einfache Tipps, die dir helfen Aluminium in deinem Alltag zu vermeiden

Bei Aluminium denkt fast jeder zuerst an Deos oder Alufolie. Das Problem Aluminium wird schon seit geraumer Zeit vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als kritisch eingestuft. Aber noch viel zu wenig Menschen wissen Bescheid über die Gefahren, die in Lebensmitteln lauern.

Bei Aluminium denkt fast jeder zuerst an Deos oder Alufolie. Das Problem Aluminium wird schon seit geraumer Zeit vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als kritisch eingestuft. Aber noch viel zu wenig Menschen wissen Bescheid über die Gefahren, die in Lebensmitteln lauern. In diesem Beitrag erfährst du wissenswerte Informationen über Aluminium und die davon ausgehenden Gefahren. Dazu bekommst du meine 15 Tipps, wie du in Zukunft deinen Körper vor Aluminium schützen kannst.

Die Verwendung von Aluminium ist aus ökologischer Sicht untragbar

Die Herstellung von Aluminium ist extrem umweltschädlich, angefangen beim Abbau des Rohstoffs Bauxit bis hin zum hohen Energieverbrauch bei der Herstellung. Große Lagerstätten für Bauxit gibt es im Amazonasregenwald in Brasilien. Um an die Vorkommnisse zu gelangen, wird der Regenwald abgeholzt. Die energieintensive Herstellung sorgt für einen erheblichen Ausstoß des klimaschädlichen CO2.

Wir unterscheiden Aluminium in Primäraluminium, das direkt aus dem Rohstoff Bauxit per Elektrolyse gewonnen wird und Sekundäraluminium, das aus wiederverwertetem Alt-Aluminium per Recycling gewonnen wird. Im Jahr 2014 verbrauchte der Sektor Verkehr in Deutschland rund 1,4 Milliarden Tonnen Aluminium, weitere 25 Prozent des weltweit verwendeten Aluminiums werden im Bauwesen eingesetzt (Statista, 2016). Der Sektor Verpackungen benötigte 304.000 Tonnen Aluminium und steht somit an dritter Stelle.

Weißt du wo überall Aluminium enthalten ist?

Aluminium ist teils natürlich in Lebensmitteln enthalten, teils stammt es aber auch aus aluminiumhaltigen Lebensmittelzusatzstoffen und gelangt so in unseren Körper. Lebensmittelzusatzstoffe sollen die Beschaffenheit des Lebensmittels beeinflussen und werden eingesetzt um bestimmte Eigenschaften oder Wirkungen zu erzielen.

Aluminium ist heute in vielen Produkten des Alltags enthalten: Verpackungen, Deckel, Folien, Tüten, aber auch in Kosmetikprodukten. In Deos wird es aufgrund seiner schweißhemmenden Wirkung eingesetzt. In Cremes wird Aluminium als Emulgator (Aluminiumstearat) eingesetzt, in Zahncremes als Antibakterium (Aluminiumfluorid) und abrasives Mittel (Schleifmittel). Sonnencreme enthält Aluminium, das als Beschichtung von Nanopartikeln dient.

Aluminium in Lebensmitteln kannst du an den E-Nummern erkennen: E173 (Aluminium), E520 (Aluminiumsulfat), E521 (Aluminiumnatriumsulfat), E523 (Aluminiumammoniumsulfat), E554 (Natriumaluminiumsilikat), E555 (Kaliumaluminiumsilikat), E556 (Calciumaluminiumsilikat) und E598 (Calciumaluminat).

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat 2008 in einer Stellungnahme den typischen Aluminiumgehalt von unbehandelten Lebensmitteln mit weniger als 5 mg/kg angegeben.

Aluminium ist auch in Impfstoffen enthalten. Hier ist die Konzentration der Aufnahme besonders hoch. Allerdings ist eine einmalige Impfung nicht in dem Maße schädlich wie eine tagtägliche chronische Dosis, die über Nahrung, Kosmetika und Medikamente zugeführt wird. Doch bei Kindern ist die Blut-Hirn-Schranke noch nicht vollständig ausgebildet, so dass hier besonders auf den Verzicht von Aluminium geachtet werden sollte. Besonders die frühen Impfungen sind kritisch zu betrachten.

Fertigprodukte stehen besonders in der Kritik, da diese auch künstliche Aluminiumzusätze enthalten können. Im Trinkwasser findet sich auch Aluminium. Die Wasserwerke dürfen Aluminium als Flockungsmittel einsetzen, um dadurch kleinste Fremdpartikel zu binden. Nach der Trinkwasserverordnung beträgt der Grenzwert für Aluminium 0,2 mg/L. Medikamente zur Linderung von Sodbrennen, zum Beispiel Maaloxan, enthalten Aluminium. Bei Käsescheiben wird Aluminium als Trennmittel eingesetzt, damit die Scheiben nicht zusammenkleben.

Die Lebensmittelindustrie benutzt Aluminium auch als Lebensmittelzusatzstoff mit der Bezeichnung E173 als Farbstoff für Überzüge von Zuckerwaren. Die lustigen bunten Linsen sind voll damit. Die Brezel morgens zum Frühstück oder als Snack zwischendurch: Eine warme, knusprige Laugenbrezel liebt fast jeder von uns. Aber war dir bewusst, dass du weniger davon essen solltest, damit du deine Gesundheit nicht gefährdest? Auch in Brezeln und anderem Laugengebäck finden sich erhöhte Mengen an Aluminium.

Warum enthält Laugengebäck so hohe Gehalte an Aluminium?

Die Brezeln werden samt der Bleche vor dem Backen in Natronlauge getaucht. Diese kann das Leichtmetall lösen. Das Aluminium gelangt in die Brezel. In Bayern gibt es seit 1999 einen Aluminiumgrenzwert von 10 mg/kg Frischgewicht. Alternativen zum Backen auf Aluminium-Lochblechen gibt es bereits, zum Beispiel beschichtete Lochbleche oder Edelstahlbleche. Auch Backpapier oder ein Stofftuch zwischen Blech und Brezel sind Alternativen.

In einem Beitrag der Sendung Markt wurden die Höchstmengen an Aluminium in Laugengebäck von Discountern untersucht. Die Laugenstange von Netto enthielt zum Beispiel 5 mg/kg. Dies liegt noch unter der empfohlenen Höchstmenge von 10 mg/kg. Wenn du aber jeden Tag so eine Laugenstange isst, dann nimmst du einen beachtlichen Anteil der wöchentlich unbedenklichen Dosis an Aluminium zu dir.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nehmen viele Menschen allein über die Nahrung so hohe Mengen Aluminium auf, dass die wöchentlich verträgliche Menge bereits überschritten wird. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat im Jahr 2013 jedes fünfte untersuchte Laugengebäck in Bayern den Grenzwert von 10 Milligramm Aluminium pro Kilogramm Backware überschritten.

Warum ist Aluminium so gefährlich für dich?

Laut des Bundesinstitutes für Risikobewertung steht Aluminium unter Verdacht bestimmte Krankheiten auszulösen, unter anderem Demenz und Brustkrebs. Nachgewiesen werde konnte dies aber wohl noch nicht beziehungsweise gibt es unterschiedliche Studien, die sich widersprechen. Forscher fanden zum Beispiel bei Brustkrebspatientinnen erhöhtere Gehalte an Aluminium im Brustdrüsensekret als bei gesunden Frauen. Unklar ist, ob Aluminium der Auslöser ist oder es sich in Folge der Krebserkrankung bildet.

Aluminium schädigt ab bestimmten Konzentrationen das Nervensystem und hat eine reproduktionstoxische Wirkung (Wirkung auf Fruchtbarkeit und ungeborenes Leben) sowie negative Effekte auf die Knochenentwicklung (Demineralisierung der Knochen). Das Leichtmetall steht auch im Verdacht Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität und Lernschwächen hervorzurufen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (Tolerable Weekly Intake, TWI) von 1 Milligramm Aluminium je Kilogramm Körpergewicht für die orale Aufnahme über die Nahrung festgelegt.

Salz- oder säurehaltige Lebensmittel lösen Aluminiumionen heraus

Wenn Aluminium mit salz- oder säurehaltigen Lebensmitteln in Kontakt kommt, lösen sich die Aluminiumionen heraus und gelangen in die Nahrung und somit in unseren Körper.

Kaffeekapseln bestehen zum Teil auch aus Aluminium. Deutsche Kaffee-Trinker verbrauchen pro Jahr mehr als eine Milliarde davon. Auch Kaffee hat einen hohen Säuregehalt. Innerhalb der Kapsel ist der Kaffee durch eine transparente Folie vom Aluminium getrennt. Diese Folie wird aber beim Brühvorgang durchstoßen. Belegt ist das Risiko aber bislang nicht.

Glutamat, Zitronensäure und Aspartam begünstigen die Aufnahme von Aluminium ins Gehirn

Normalerweise zirkuliert das Aluminium mit dem Blut im Körper. Glutamat ermöglicht dem Aluminium ins Gehirn zu gelangen, indem es leichter durch die Blut-Hirn-Schranke dringt. Auch Zitronensäure oder der Süßstoff Aspartam wirken ähnlich wie Glutamat. Zitronensäure findet sich in Soft-Drinks, Fertiggerichten und auch in Süßigkeiten. Neben den Aluminiumlacken, die zur Färbung eingesetzt werden, werden auch Aluminium-Zusatzstoffe verwendet, die reines Aluminium (E173) enthalten. Es ist zum Beispiel in kandiertem Obst und als Trennmittel in Soßenpulver und Tütensuppen zu finden.

Meine 15 Tipps für dich, wie du Aluminium in deinem Alltag vermeiden kannst

#Tipp 1: Der gute alte Espressokocher – auch hier lauern die Gefahren. Die Schutzschicht wird beim Spülen in der Spülmaschine zerstört. Daher sollte der Espressokocher lieber von Hand abgewaschen werden.

#Tipp 2: Für Liebhaber von Schlemmerfilets: Frosta bietet den Fisch in Pappfaltschachteln aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung an. Diese Pappschachtel besteht laut Frosta aus Frischfasern, so dass keine erhöhten Werte von Mineralölen darin zu erwarten sind. Lies hierzu auch meinen Beitrag über Mineralöle in Lebensmitteln. Als Produktschutz enthalten die Pappschachteln eine Kunststoffschicht aus PET, die allerdings frei von Bisphenol-A (BPA) ist. Auch die verwendeten Klebersysteme enthalten keine Weichmacher.

#Tipp 3: Verwende beim Grillen umweltfreundliche Mehrweggrillschalen aus Edelstahl oder mit einer Emaillebeschichtung. Du kannst außerdem Fisch- und Gemüsehalter verwenden.

#Tipp 4: Wenn du unbedingt Alufolie benutzen möchtest, dann verwende zumindest zu 100 % recycelte Alufolie von If You Care.

#Tipp 5: Benutze doch anstatt Alufolie, Klarsichtfolie oder Butterbrotpapier einmal die individuell gestalteten Eco-Brotverpackungen von Eversnack, zum Beispiel die Eversnack Brottücher. Diese bestehen aus 100 % Baumwolle, zum Teil Öko-Tex-100 zertifizierte Baumwolle. Innen sind die Brottücher mit einer recycelbaren und BPA freien Kunststofffolie vernäht.

#Tipp 6: Eine weitere Alternative zu Alufolie ist Wachspapier aus 100% natürlichem Sojabohnenwachs von If You Care oder Bienenwachspapier von Bee’s Wrap oder die wiederverwendbare Bienenwachstücher von Abeego aus Biobaumwolle. Du kannst Wachstücher auch selbst machen. Eine gute Anleitung findest du hier. Es ist fraglich, ob Wachstücher nachhaltig sind, da der Baumwollanbau auch Probleme mit sich bringt. Lies hierzu auch meinen Beitrag über verantwortungsvollen Baumwollanbau. Für Veganer sind die Bienenwachstücher nicht geeignet. 

#Tipp 7: Verwende anstatt Alufolie Frischhaltedosen aus Porzellan, Glas oder wer möchte auch aus Kunststoff. Kunststoff würde ich persönlich nicht uneingeschränkt empfehlen, da davon wieder andere Gefahren ausgehen. Mehr dazu in meinem Beitrag über die Gesundheitsrisiken von Kunststoff.

#Tipp 8: Am besten vermeidest du mit Farblack überzogene Süßigkeiten und Kaugummis oder verzehrst diese nur in geringen Mengen.

#Tipp 9: Kaufe aluminiumfreie Deos und Sonnencreme.

#Tipp 10: Laugengebäck kannst du weiterhin essen, aber nicht in überdurchschnittlich hohen Mengen. Wenn du mehr über die Risikobewertung lesen möchtest, kannst du in einer Stellungnahme zu erhöhten Gehalten von Aluminium in Laugengebäck des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) nachlesen.

#Tipp 11: Teflonpfannen sind meist aus Aluminium gegossen. Als Alternative kannst du Pfannen aus Gusseisen oder Edelstahl verwenden.

#Tipp 12: Am besten keine Konservendosen kaufen, auch wegen der Innenbeschichtung, die Weichmacher enthält. Wenn du doch einmal etwas in Dosen kaufen musst, kannst du mit einem einfachen Trick prüfen, ob es sich um eine Weißblech- oder eine Aluminiumdose handelt. Nimm einen Magneten mit. Aluminium ist nicht magnetisch. Besonders Fischdosen bestehen häufig aus Aluminium. Bei Hering in Tomatensoße wird das Aluminium dann durch die saure Tomatensoße gelöst.

#Tipp 13: Fisch kannst du in Pergamentpapier garen zum Beispiel mit SAGA Kochpergament. Das ist biologisch abbaubar, wird aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern hergestellt und ist als umweltfreundlich zertifiziert.

#Tipp 14: Kaufe keine Fertigprodukte, wie Tütensuppen oder Soßenpulver.

#Tipp 15: Wenn du eine Kaffeemaschine mit Kaffeekapseln benutzt, kannst du diese durch Edelstahlmehrwegkapseln ersetzen. Du müsstest dann zwar den gemahlenen Kaffee selbst einfüllen, aber es ist in jedem Fall ökologischer und du verursachst keine Müllberge. Für Nespresso Maschinen gibt es zum Beispiel Mehrwegkapseln.

 

Um das Aluminium, dass du nun schon über Jahre in deinem Körper angereichert hast, wieder loszuwerden, kannst du speziell auf deine Ernährung achten. Vitamin D oder auch Silicium und Calcium begünstigen das Ausleiten von Aluminium aus deinem Körper.

Die Liste was du alles tun kannst, um weniger Aluminium zu dir zu nehmen, ist mit Sicherheit nicht vollständig. Ich freue mich auf deine Ergänzungen und weitere Tipps. Schreibe mir deine hilfreiche Anregung in den Kommentaren.

Titelbild: © exclusive-design – Fotolia.com

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9 Kommentare zu 15 einfache Tipps, die dir helfen Aluminium in deinem Alltag zu vermeiden

Sind Airbnb Unterkünfte wirklich nachhaltiger? Diese Fakten solltest du wissen

Der Gedanke hinter Airbnb ist einfach. Airbnb steht für Airbed (Luftmatratze) und Breakfast (Frühstück). Airbnb wurde 2008 in San Francisco gegründet. So war es anfangs auch gedacht – eine günstige Übernachtungsmöglichkeit als Alternative zu Hotels und Pensionen.

Der Gedanke hinter Airbnb ist einfach. Airbnb steht für Airbed (Luftmatratze) und Breakfast (Frühstück). Airbnb wurde 2008 in San Francisco gegründet. So war es anfangs auch gedacht – eine günstige Übernachtungsmöglichkeit als Alternative zu Hotels und Pensionen. Toll ist, dass man sich irgendwie heimischer fühlt und mehr verbunden ist mit den Menschen des Landes, das man gerade besucht.

 

Du hast jetzt länger nichts von mir gehört. Ich war vergangenes Wochenende auf einer Hochzeit einer sehr guten Freundin und davor für ein verlängertes Wochenende in Budapest. Warum Budapest? Warum nicht in Deutschland Kurzurlaub machen? Nun, meine Mission war es schon immer einmal nach Ungarn zu reisen, da meine Oma mütterlicherseits aus Ungarn stammt und ich unbedingt einmal dorthin wollte, sozusagen zu meinen Wurzeln.

Flug kompensieren und über Atmosfair Klimaschutzprojekte unterstützen

Ich bin mit dem Flugzeug von Frankfurt am Main zum Flughafen Ferihegy nach Budapest geflogen. Nicht nachhaltig, aber wenn man nur ein paar Tage Freizeit hat, ist diese Reiseform immer noch am schnellsten. Eine Zugreise hätte 10 Stunden und mehr gedauert. Insgesamt betrugen meine verursachten Emissionen 405 kg CO2 für den Hin- und Rückflug mit dem Airbus 321 in der Economy Class und mit einem Zwischenstopp am Flughafen Berlin-Tegel. Diese Emissionen möchte ich über die Plattform Atmosfair mit einem Beitrag in Höhe von 20 Euro zugunsten von Klimaschutzprojekten kompensieren.

Wohnen wie die Einheimischen

Meine Unterkunft in Budapest, genauer gesagt ein kleines Apartment, habe ich über das Portal Airbnb gebucht. Mein Gastgeber war ein ungarischer Mann und ich kann diese Unterkunft voll und ganz weiterempfehlen. Ihr findet den Gastgeber bei Airbnb, wenn ihr nach Bence Varga sucht. Die Unterkunft ist im quirligen jüdischen Viertel gelegen und alle Sehenswürdigkeiten sind gut zu Fuß oder mit dem Bus beziehungsweise mit der U-Bahn erreichbar. Nicht weit von der Unterkunft steht die zweitgrößte Synagoge der Welt, die ihr euch unbedingt ansehen müsst, wenn ihr einmal in Budapest seid. Diese ist fußläufig in 3 Minuten erreichbar.

Das war meine erste Erfahrung mit Airbnb. Ich war sehr zufrieden und habe mich sehr wohl gefühlt, fast wie zu Hause. Ich würde immer wieder diese Unterkunft buchen. Besonders das kleine urige Pub nebenan mit dem schönen Namen „Uri Muri“ ist so wunderbar familiär. Dort trifft sich die Künstler- und Schauspielerszene Budapests und es wird angenehme Musik, meistens Musik aus den 60ern gespielt. Ich habe dort am Sonntagabend auch das Finalspiel der Fußball Europameisterschaft gesehen.

Es ist nicht schwer mit den Ungarn in Kontakt zu kommen, aber man muss schon etwas auf die Menschen zugehen. Da ich alleine gereist bin, war es wahrscheinlich einfacher, leicht ist es aber dennoch nicht. Es gehört ein wenig Überwindung dazu in einem fremden Land, dessen Sprache man nicht spricht, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen. Das war auch meine erste private Reise alleine, aber nun würde ich wieder alleine reisen mit dem Wissen, dass es Spaß macht.

Das soll hier jetzt kein Reisebericht werden. Deswegen komme ich nun zu meinem eigentlichen Blogpost, in dem ich der Frage nachgehen möchte, ob Airbnb nachhaltiger als Hotels und andere Unterkünfte ist.

Was ist eigentlich Airbnb?

Der Gedanke hinter Airbnb ist einfach. Airbnb steht für Airbed (Luftmatratze) und Breakfast (Frühstück). Airbnb wurde 2008 in San Francisco gegründet. So war es anfangs auch gedacht: eine günstige Übernachtungsmöglichkeit als Alternative zu Hotels und Pensionen. Toll ist, dass man sich irgendwie heimischer fühlt und mehr verbunden ist mit den Menschen des Landes, das man gerade besucht. Und man hat meist eine Küche zur Verfügung, die es in einem Hotel nicht gibt. Manchmal wird man von den Hosts auch herumgeführt und lernt dadurch die Stadt, oder wo man auch immer ist, sehr viel schneller kennen. Ein Hostel würde für mich nur unter Umständen in Frage kommen, zum Beispiel, wenn ich dort ein Einzelzimmer buchen kann.

Ökologischer Nutzen von Sharing Economy

Das Thema Sharing Economy ist ein spannendes Forschungsfeld. Es gibt nur wenige unabhängige Studien zu Airbnb, aber die US-Soziologin Juliet Schor hat herausgefunden, dass Nutzer von Airbnb aufgrund der preiswerten Zimmer oder Apartments häufiger in den Urlaub fahren. Dadurch nimmt mit steigenden Übernachtungen der ökologische Nutzen ab.

Airbnb hat selbst eine Studie in Auftrag gegeben, in der es heißt, dass im Jahr 2013 in Europa Wasser für das Befüllen von 1100 Schwimmbecken eingespart wurde, weil Airbnb Gäste sich gegen ein Hotel und für ein Privatzimmer entschieden haben.

Airbnb wird auch manchmal kommerziell missbraucht

Das Portal Airbnb organisiert laut Spiegel Online eine Million Übernachtungen monatlich. Da Airbnb aber auch immer mehr kommerziell genutzt wird, ist nicht mehr nur der Grundgedanke des Wohnraumteilens im Vordergrund. Einige Anbieter vermieten sehr viele Zimmer und Appartements und verdienen sich eine goldene Nase damit. Diese Wohnungen stehen dem Wohnungsmarkt nicht mehr zur Verfügung. Der Anreiz ist groß eine Wohnung zum Beispiel in einer sehr hoch frequentierten Touristenstadt wie Berlin über Airbnb zu vermieten anstatt diese regulär der Berliner Bevölkerung zur Langzeitmiete anzubieten. Insbesondere in den Innenstädten ist das ein großes Problem.

Auch muss man wissen, dass das Vermieten ohne Genehmigung Steuerhinterziehung ist. Mein Gastgeber in Budapest zahlt offiziell Steuern.

Airbnb Gäste nutzen häufiger den ÖPNV und gehen in nachhaltigen Restaurants essen

Prinzipiell denke ich, dass Menschen, die über Airbnb buchen oft nachhaltig leben und die Unterkunft wie ihre eigene Wohnung behandeln. Sie sparen Wasser und Strom und bewegen sich auch oft in dem Ort vermehrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln anstatt eines Mietwagens fort. Viele wählen vegane und vegetarische Restaurants und achten im Allgemeinen mehr auf ihre Umwelt. So habe ich auch gegenüber meiner Unterkunft lecker in einer Hummusbar gegessen. Meine Erfahrung in Budapest hat mir gezeigt, dass man dort sehr gut mit Bus und U-Bahn überall hinkommt. Das Liniennetz der U-Bahn ist übersichtlich gestaltet. Die Busse fahren mit Oberleitungsnetzen elektrisch und sind deswegen auch ökologisch.

Oberleitungsbus in Budapest © Anja Blumschein

Die Unterstützung von Einheimischen ist nachhaltig

Du siehst, es ist schwierig die Nachhaltigkeit von Airbnb einzuschätzen. Es kommt auf den jeweiligen Wohnungsanbieter an. Wenn es sich um eine einheimische Person handelt, die ein oder zwei Apartments vermietet, denke ich, dass es nachhaltiger ist diese Person mit meinem Geld zu unterstützen als eine große Hotelkette.

Abschließend möchte ich dir eines mit auf den Weg geben: Reise nachhaltig, egal ob mit Airbnb oder ohne und sei dir bewusst über dein Verhalten auf Reisen.

Nachhaltig fortbewegen in Budapest_Umweltgedanken

Nachhaltig fortbewegen mit dem Fahrrad  © Anja Blumschein

Was denkst du über Airbnb und denkst du, dass es nachhaltiger ist als andere Übernachtungsmöglichkeiten? Her mit deiner Meinung in den Kommentaren. Ich freue mich darauf.

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3 Kommentare zu Sind Airbnb Unterkünfte wirklich nachhaltiger? Diese Fakten solltest du wissen

Warum wir alle für die Lebensmittelverschwendung verantwortlich sind

Etwa 7,3 Milliarden Menschen leben heute auf der Welt. Etwa 1 Milliarde leidet täglich Hunger, obwohl weltweit Lebensmittel für 12 Milliarden Menschen produziert werden. Der deutsche Dokumentarfilm „Taste the Waste“ von Valentin Thurn aus dem Jahr 2011 machte das Thema Lebensmittelverschwendung für das breite Publikum zugänglich. In diesem Beitrag erfährst du was wir als Endverbraucher beachten müssen, um weniger Lebensmittel wegzuwerfen.

Etwa 7,3 Milliarden Menschen leben heute auf der Welt. Etwa 1 Milliarde leidet täglich Hunger, obwohl weltweit Lebensmittel für 12 Milliarden Menschen produziert werden. Der deutsche Dokumentarfilm „Taste the Waste“ von Valentin Thurn aus dem Jahr 2011 machte das Thema Lebensmittelverschwendung für das breite Publikum zugänglich. In diesem Beitrag erfährst du was wir als Endverbraucher beachten müssen, um weniger Lebensmittel wegzuwerfen.

Der Endverbraucher muss lernen umzudenken

Die Europäische Kommission hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt bis 2020 weggeworfene Lebensmittel um 50 % zu reduzieren. Über die Strategie zur Umsetzung bin ich gespannt. Momentan reden wir viel über den Sinn oder Unsinn von Verpackungsabfällen, aber auch die unnütze Lebensmittelverschwendung muss in die Köpfe der Verbraucher. Es ist das gleiche wie mit den Plastiktüten. Nur wenn der Verbraucher im übertragenen Sinne bereit ist die krumme Gurke zu kaufen, dann erst hört dieser Lebensmittelverschwendungswahnsinn auf.

In den Supermärkten erwartet der Kunde volle Regale und eine große Warenvielfalt. Der Verbraucher ist demnach mit verantwortlich, dass der Handel ein Überangebot von Lebensmitteln vorhält. In Deutschland landen beispielsweise 25 % der Backwaren auf dem Müll, weil Supermarktketten die Filialen zum Teil dazu verpflichten bis Ladenschluss volle Regale zu haben.

Der Handel entscheidet mit seiner Beschaffungspraxis auch darüber wie viel Gemüse als unverkäuflich auf den Äckern verbleibt. Die REWE Gruppe bietet laut ihrer Webseite seit Oktober 2013 unter der Eigenmarke „Wunderlinge“ Obst und Gemüse an, dass trotz besonderem Aussehen gut in Qualität und Geschmack ist. Die krummen und eigenwillig aussehenden Kartoffeln und Möhren werden zu einem günstigeren Preis angeboten. Oft können Produzenten Gemüse und Obst, dass von der Norm abweicht im Handel sonst gar nicht verkaufen.

Interessant finde ich auch die Initiative von Bäckereien, die ihr gesamtes Sortiment an Brot, Brötchen und Kuchen zum halben Preis verkaufen. Ich selbst sehe jeden Tag eine Filiale auf dem Weg zur Arbeit in Frankfurt am Main, die diesen Service in großem Maßstab neben ihrem regulären Verkauf anbietet.

Im Sinne nachhaltigen Konsums sollte die Wertschätzung für Lebensmittel in allen Teilen der Bevölkerung gesteigert werden. Lebensmittel sind Mittel zum Leben und so sollten wir sie auch behandeln. Oft ist das Verderben von Lebensmitteln Ergebnis einer falschen Lagerung oder eines falschen Transportes.

Jedes Jahr wären in Deutschland 10 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle vermeidbar

Über 18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jährlich weggeschmissen, wovon bereits heute 10 Millionen Tonnen vermeidbar wären (WWF Deutschland, 2015). Diese 10 Millionen Tonnen sind umgerechnet mit einem Ausstoß von fast 22 Millionen Tonnen Treibhausgasen verbunden.

Von den weggeworfenen Lebensmitteln sind über 60 % auf die Wertschöpfungskette vom Produzenten bis zum Großverbraucher zurückzuführen. Etwa 40 % liegen beim Endverbraucher. Insbesondere bei Gemüse, Obst, Backwaren und Speiseresten ließen sich unnötige Abfälle vermeiden.

Insgesamt liegt die globale Lebensmittelverschwendung bei etwa 30 bis 40 % unabhängig davon, ob es sich um ein Industrieland oder ein Entwicklungsland handelt. In Südamerika, Afrika und Asien sind die Ernte-, Nachernte- und Prozessverluste tendenziell höher als zum Beispiel in Nordamerika und Europa. Je höher eine Region auf der Welt wirtschaftlich entwickelt ist, desto höher sind die Verluste beim Endverbraucher.

Ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum suggeriert uns, und ich zähle mich auch dazu, das Produkt wegzuwerfen. Oft ohne zu prüfen, ob die Milch oder der Joghurt noch genießbar sind. Warum ist es aber erst dazu gekommen, dass das Lebensmittel nicht vor diesem Datum verzehrt wurde?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist seit 1981 in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Der Ernährungsminister Christian Schmidt setzt sich für die Abschaffung dieses Mindesthaltbarkeitsdatums ein. Schmidt fordert, dass auf den Verpackungen ein echtes Verfallsdatum gedruckt werden soll, nach dem diese Produkte tatsächlich nicht mehr genießbar sind.

Die Hersteller kalkulieren beim Mindesthaltbarkeitsdatum zu große Sicherheitspuffer, so dass wir als Verbraucher aus Unsicherheit dazu verleitet werden Produkte schon wegzuwerfen bevor diese überhaupt schlecht sind.

In der EU werden jährlich insgesamt 89 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, ein Großteil, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Darunter auch lange haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis oder Kaffee. EU-Mitgliedsländer, darunter Schweden und die Niederlande,  wollen die Liste der Lebensmittel ausweiten, für die nach EU-Recht kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden muss.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (im Englischen: best before) sagt lediglich aus, dass bis zu dem bestimmten Tag vom Hersteller die Qualität in Farbe, Geschmack und Nährwertgehalt garantiert wird. Anders sieht es bei Frischwaren aus: Hier handelt es sich um ein Verfallsdatum (im Englischen: use by).

Viele Verbraucher haben den Bezug zu Lebensmitteln verloren. Statt ihren eigenen Sinnen zu vertrauen, verlassen sich die Verbraucher auf einen Aufdruck der Industrie. Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn etwas schlecht riecht, ranzig schmeckt oder schimmelt, sollte man es nicht mehr essen. Früher ging es anscheinend auch ohne Mindesthaltbarkeitsdatum.

In den Industrienationen werden laut Zahlen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinigten Nationen (FAO) hauptsächlich Gemüse, Obst und Brot weggeschmissen – Lebensmittel, die ohnehin kein Mindesthaltbarkeitsdatum aufweisen müssen.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum spielt anscheinend nicht die übergeordnete Rolle bei der Lebensmittelverschwendung.

Viel entscheidender ist doch das eigene Einkaufsverhalten. Wer zuviel einkauft, verliert den Überblick und natürlich laufen dann Produkte ab, bevor wir diese überhaupt verwerten können.

Fünf einfache Tipps und Tricks, wie du in Zukunft weniger Lebensmittel wegwirfst

#Tipp 1: Am besten kaufst du nur die Produkte, die du in den nächsten zwei bis drei Tagen verzehren möchtest. Schreibe dir eine Einkaufsliste und plane dein Mittag- oder Abendessen. So vermeidest du Spontankäufe. Ich nutze als Einkaufsliste die App „Denkst du daran“. Diese ist auf mehreren Endgeräten synchron und du kannst mit jemanden zusammen einkaufen und der andere sieht was du schon in deinen Einkaufskorb gelegt hast. Das ist sehr praktisch.

#Tipp 2: Koche die Portionen so, dass du das Gericht möglichst am Zubereitungstag aufessen kannst. Aus eigener Erfahrung essen wir aufgehobene Lebensmittelreste meist nicht am Folgetag.

#Tipp 3: Obst, das bereits unschöne Stellen hat, eignet sich immer noch super für Obstsalat oder Smoothies. Eine richtig braune Banane ist zum Beispiel auch bestens für die leckersten frittierten Bananen geeignet. Erst dann haben sie die richtige Süße und schmecken genau wie im Chinarestaurant. Auch ein Bananenbrot ist umso leckerer, wenn die Bananen überreif sind.

#Tipp 4: Vertraue auf deine eigenen Sinne – riechen, schmecken, sehen. Du wirst nicht gleich an einer Lebensmittelvergiftung sterben, wenn du deine Frischmilch noch trinkst, obwohl das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist.

#Tipp 5: Verwende Abfallprodukte vom Gemüse putzen. Zum Beispiel kannst du aus den Schälresten von Spargel eine sehr leckere Spargelcremesuppe zubereiten.

Beobachte einfach einmal selbst dein Einkaufverhalten und achte darauf wie viele Lebensmittel du in die Biotonne wirfst.

Bist du für die Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums und die Verwendung echter Verfallsangaben? Welche Tipps hast du noch, um weniger Lebensmittelabfälle zu produzieren? Her damit in den Kommentaren!

Weiterführende Informationen:

Hier kommst du zur Studie vom WWF Deutschland (2015): Das große Wegschmeißen. Vom Acker bis zum Verbraucher: Ausmaß und Umwelteffekte der Lebensmittelverschwendung in Deutschland.

Die Einkaufslisten-App „Denkst du daran“ findest du hier.

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2 Kommentare zu Warum wir alle für die Lebensmittelverschwendung verantwortlich sind

Was ist nachhaltiger Tourismus?

Wenn ich nachhaltige Kleidung kaufen möchte, ist es leicht herauszufinden, ob die Kleidung fair und ökologisch produziert wurde und Sozialstandards eingehalten werden. Bei Reisen bin ich eher verwirrt bei der Vielzahl an Siegeln, die für nachhaltigen Ökotourismus vergeben werden.

Wenn ich nachhaltige Kleidung kaufen möchte, ist es leicht herauszufinden, ob die Kleidung fair und ökologisch produziert wurde und Sozialstandards eingehalten werden. Bei Reisen bin ich eher verwirrt bei der Vielzahl an Siegeln, die für nachhaltigen Ökotourismus vergeben werden.

Diese vielen Siegel miteinander zu vergleichen ist kaum möglich, da ganz unterschiedliche Kriterien in Frage kommen. Ich habe für dich herausgefunden welchen Siegeln für nachhaltigen Ökotourismus du vertrauen kannst.

Touristenzahlen steigen weltweit weiter an

Die Anzahl der weltweiten Touristen ist von 25 Millionen in 1950 auf 1,1 Milliarden in 2015 gestiegen. Laut der Webseite von Sustaining Tourism wird bis 2030 ein Anstieg auf 1,8 Milliarden Touristen erwartet. Gerade wegen der immer steigenden Touristenzahlen ist es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich auf nachhaltiges, soziales und umweltverträgliches Reisen setzen.

You may never know what results come of your action, but if you do nothing there will be no result. (Mahatma Gandhi)

Ökotourismus und Naturtourismus ist nicht immer nachhaltig

Viele setzen Ökotourismus mit nachhaltigem Tourismus gleich. Heutzutage wird alles, das irgendwie grün ist als Ökotourismus vermarktet. Doch das muss nicht zwingend heißen, dass es umweltverträglich und nachhaltig ist. Manchmal ist Ökotourismus nur ein Wort, das nicht das verspricht was sich der ökologisch bewusst reisende Mensch darunter vorstellt. Auch ein bloßer Ausflug ins Grüne kann damit gemeint sein oder eben die Natur als Kulisse für eine Aktivität.

Häufig führt der Begriff Naturtourismus zu falschen Vorstellungen bei Reisenden. Schutz- und Erhaltungsziele der Natur sind hier nicht immer vorhanden.

Nachhaltiger Tourismus ist ein Ansatz, der ein Ziel für alle Tourismusformen darstellt. Eine nachhaltige Reise beginnt lange vor Reiseantritt. Ökotourismus entwickelt sich immer mehr in Richtung nachhaltiger Tourismus und wäre die ökologisch nachhaltige Umsetzung des Naturtourismus.

Verantwortungsvoll durchgeführte Beobachtungstouren in kleinen Gruppen schaden der Natur meist nicht. Kritisch zu betrachten sind Massenanstürme zum Beispiel auf eine kleine Insel, die nicht auf die hohen Besucherströme ausgelegt ist. Wenn du mehr erfahren möchtest wie sich so etwas auswirken kann, lies auch meinen Beitrag Wie du auf Reisen Menschen, Kultur und Natur schätzen kannst. Auch der Massentourismus auf Bali ist ein Beispiel für die Zerstörung der Natur durch Touristen.

Wenn ich in einem Land Urlaub mache, dann versuche ich die Besonderheiten der lokalen Küche zu entdecken. Zu vermeiden sind Importprodukte, statt dessen lieber saisonale und fair gehandelte Produkte aus ökologischem oder kleinbäuerlichen Anbau genießen. Und ruhig im Restaurant nachfragen, woher die Produkte kommen.

Viele Menschen suchen während ihres Urlaubes die Erholung im Einklang mit der Natur. Doch gerade in Touristenhochburgen ist das für die Natur oft nicht nachhaltig.

Ökotourismus heißt also, dass der Mensch Verantwortung übernehmen soll. Ein kurzer Ausflug mit der Reisegruppe in den Nationalpark und zurück erzeugt viele Emissionen. Können wir das als nachhaltig bezeichnen? Ich denke, nein. Auch inszenierte Tierschauen (Delfinarien, Walbeobachtungen) sollten wir meiden und statt dessen Schutzprojekt-Besuche in den Urlaub integrieren und die Tiere dort in Ruhe beobachten.

Ökotourismus wird laut Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) als Instrument zur Förderung der Regionalentwicklung und Unterstützung beim Schutzgebietsmanagement gesehen. Er trägt dazu bei, dass Schutzgebiete eingerichtet werden und zum Teil finanzieren sich diese Schutzgebiete auch durch die Tourismuseinnahmen.

Da nachhaltiger Tourismus nicht immer ein Urlaub in der Wildnis bedeutet, bestehen Chancen für den Massentourismus, der auch in Richtung Nachhaltigkeit verändert werden könnte. Der gute Wille ist bei vielen Reisebuchenden da und Umweltstandards auf Reisen werden für viele immer wichtiger.

Welchen Siegeln für Ökotourismus und nachhaltigen Tourismus kannst du trauen?

Vertrauenswürdige Ökotourismus-Siegel in Deutschland sind Viabono und Blaue Schwalbe. Schweden hat zum Beispiel nur ein Ökosiegel und zwar Naturens Bästa. Auf europäischer Ebene gibt es das etablierte European Ecolabel.

Ein internationaler Standard für nachhaltigen Tourismus wurde von der unabhängigen non-profit Organisation Global Sustainable Tourism Council (GSTC) entwickelt. Diese Kriterien sind Minimumanforderungen, die von nachhaltigen Hotels und Tourveranstaltern eingehalten werden sollten, um die natürlichen und kulturellen Ressourcen der Welt nachhaltig für die späteren Generationen zu erhalten. Für mehr Informationen besuche Global Sustainable Tourism Council.

Einen guten Überblick über nachhaltige Reiseveranstalter gibt es beim forum für anders reisen e. V., der nur Reiseveranstalter als Mitglied akzeptiert, die möglichst alle Punkte des umfangreichen Kriterienkatalogs erfüllen. Der Kriterienkatalog beinhaltet ökonomische, soziale und ökologische Dimensionen genauso wie die Verantwortung gegenüber den Reisenden und den Mitarbeitenden des Unternehmens.

Das Zitat von Ghandi beschreibt sehr treffend was ich denke und mit diesem Post sagen möchte: Wenn wir nichts tun, um die Natur und Menschen zu schützen und weiterhin rücksichtslos in Länder reisen, dann werden wir auch nicht wissen wie es wäre, wenn wir nachhaltigen Tourismus leben.

Für mich ist klar: Nachhaltiger Tourismus muss sich von einer Worthülse zu einer echten Aktion entwickeln.

Ich freue mich über dein Feedback in den Kommentaren. Hat dir der Beitrag gefallen? Achtest du bei deiner Reiseplanung selbst auch auf Zertifizierungen, die Nachhaltigkeit bestätigen? Habe ich etwas Wichtiges vergessen? Dann teile es mir bitte in deinem Kommentar mit.

Noch mehr zum Thema Nachhaltig reisen: Slow Travel – Wie du nachhaltiger und wertschätzender reisen kannst

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Titelbild: © Kar Tr – Fotolia.com

5 Kommentare zu Was ist nachhaltiger Tourismus?

Fünf einfache Tipps, wie du deinen Papierverbrauch senken kannst

Trotz vielfältiger Dokumentenablagesystemen ist an ein papierloses Büro in der heutigen Zeit fast kaum mehr zu denken. Warum steigen die Papierverbräuche in den letzten Jahren kontinuierlich an?

Trotz vielfältiger Dokumentenablagesystemen ist an ein papierloses Büro in der heutigen Zeit fast kaum mehr zu denken. Warum steigen die Papierverbräuche in den letzten Jahren kontinuierlich an?

Das hat sicher etwas mit dem erhöhten Internetkonsum und der E-Mail-Flut zu tun, die uns täglich an unserem Arbeitsplatz erreicht.

Recyclingpapier wäre doch eine umweltfreundliche Alternative, aber vieles sagen: „Das ist doch so grau und nicht schön. Das macht den Kopierer kaputt. Da kann man nicht mit dem Füller drauf schreiben.“ Hast du auch schon oft diese Argumente gehört? Ich habe jetzt beschlossen für unsere Abteilung Recyclingpapier zu kaufen und den Papierverbrauch zu verringern.

Für die meisten ist Papier in Deutschland ein Billig- und Wegwerfprodukt. Dabei haben manche Menschen auf der Welt nicht einmal Zugang zu Papier. Weltweit zählt Deutschland zu den Spitzenreitern im Pro-Kopf-Verbrauch. Durchschnittlich 250 Kilogramm Papier verbraucht jeder Bundesbürger pro Jahr. Ein interessanter Vergleich der Initiative Pro Recyclingpapier: Das jährlich in Deutschland verbrauchte Kopierpapier würde einen Turm von 16.000 Kilometern Höhe ergeben. Die Flughöhe der Raumstation ISS beträgt 400 Kilometer.

Recyclingpapier ist nicht öde

Recyclingpapier will nicht so richtig hip werden. Dabei spart jedes Kilogramm Recyclingpapier wertvolle Rohstoffe. Bis zu 60 % Wasser und Energie weniger braucht die Herstellung aus Altpapier. Auch die Abwasserbelastung ist geringer.

Seit den 80er Jahren hat sich auch viel getan. Recyclingpapier steht Frischfaserpapieren in nichts mehr nach. Es fühlt sich nicht rau an, die Tinte verläuft nicht und auch im Drucker bereitet es keine Probleme. Hochweiße Papiere sind ebenfalls erhältlich. Wird die Druckerfarbe entfernt und das Papier mit Kalk und Kreide gestrichen, ist kein Unterschied zum herkömmlichen Frischfaserpapier festzustellen.

Beim Kauf von Recyclingpapier nimmst du am besten zertifiziertes Papier mit dem Umweltsiegel „Blauer Engel“. Dann handelst du umweltfreundlich und schonst unsere Regenwälder.

Ich nutze im Büro das zu 100 % aus Altpapier hergestellte Recyclingpapier von dem Unternehmen Steinbeis in zwei unterschiedlichen Qualitäten – Trend White (ISO 80) und Evolution White (ISO 100).

Weniger drucken, weniger Papierverbrauch

#Tipp 1: Noch besser als Recyclingpapier zu nutzen, ist gar kein oder weniger Papier zu verbrauchen. In unserer Abteilung haben wir unsere Gemeinschaftsdrucker so eingestellt, dass beidseitiges Drucken Standard ist.

#Tipp 2: Power Point Folien – auch so ein leidiges Thema. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt? In einigen Unternehmen werden doch tatsächlich Folien in A4 ausgedruckt. Eigentlich nicht notwendig. Besser zwei Folien auf eine Seite drucken.

#Tipp 3: Tagesordnungen nicht ausdrucken, statt dessen am Anfang des Meetings an die Leinwand werfen. Du hast jedem die Tagesordnung geschickt oder im Projektordner abgelegt und gehst davon aus, dass alle wissen worum es geht. Da gleiche gilt für Offene-Punkte-Listen, Projektunterlagen, Manuskripte.

#Tipp 4: Nicht auf Flipchart-Papier schreiben. Investiere in ein White Board. Wir haben ein interaktives, das heißt wir können auch direkt das Geschriebene als PDF-Dokument speichern und direkt an alle Teilnehmer des Meetings versenden.

#Tipp 5: Viele Unternehmen haben unter ihrer E-Mail Signatur den schönen Hinweis: Bitte denken Sie an die Umwelt, bevor Sie diese E-Mail drucken. Erst denken, dann drucken. E-Mails werden gefühlt auch immer länger. Würden wir eine kürzere E-Mail-Korrespondenz in unserer Unternehmenskultur fördern und öfter zum Telefonhörer greifen, müssten wir nicht seitenweise E-Mails drucken und hätten auch eine Kommunikation mit weniger Missverständnissen und mehr Klarheit.

Noch ein Tipp zum Schluss: Unterlagen, die digital vorhanden sind, müssen nicht immer noch in einem Ordner im Aktenschrank archiviert werden.

Nun interessiert mich: Wie ist das bei dir auf der Arbeit? Druckst du einfach drauflos oder denkst du auch an die Umwelt? Ich freue mich über deine Tipps zum Thema weniger Papier im Büroalltag. Verrate es mir in deinem Kommentar.

Bitte teile den Beitrag, um viele Menschen davon zu überzeugen ihren Papierverbrauch zu senken und Recyclingpapier toll zu finden. Und damit jeder erfährt, was wir persönlich beitragen können, um weniger Ressourcen zu verbrauchen.

6 Kommentare zu Fünf einfache Tipps, wie du deinen Papierverbrauch senken kannst

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