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Kategorie: Eco Lifestyle

Die Liebe zum Licht – Gibt es natürliche und ökologische Kerzen?

Jetzt wo die Adventszeit wieder beginnt habe ich mir die Frage gestellt, welche Kerzen ökologisch sind und worauf du beim Kauf achten kannst, um der Umwelt nicht zu schaden. Früher wurden Kerzen neben Fackeln, Öl- und Talglampen zur Beleuchtung genutzt.

Jetzt wo die Adventszeit wieder beginnt habe ich mir die Frage gestellt, welche Kerzen ökologisch sind und worauf du beim Kauf achten kannst, um der Umwelt nicht zu schaden. Früher wurden Kerzen neben Fackeln, Öl- und Talglampen zur Beleuchtung genutzt. Nach wie vor werden Kerzen heute in der Kirche, im Haus und an Festen verwendet, um eine feierliche oder besinnliche Atmosphäre zu schaffen.

Rund 654.000 Tonnen Kerzen verbrauchen die Europäer pro Jahr. Aus dem Branchenbericht Herbst/Winter 2015 der ECA (European Candle Association) geht hervor, dass statistisch gesehen jeder EU-Bürger etwa 1,3 Kilogramm Kerzen kauft. Überwiegend werden die Kerzen aus Paraffin und Stearin hergestellt.

Teelichter liegen in der Beliebtheitsskala weit vorn. Rund acht Millionen Stück werden jedes Jahr verkauft. Besonders stören mich immer die Aluminiumummantelungen. Hier gibt es bereits gute Alternativen – wiederverwendbare Edelstahl- oder Glastöpfchen. Die Teelichter selbst werden dann lose gekauft.

Spitzenreiter beim Kerzenabsatz dürfte ein schwedisches Möbelhaus sein. Jede fünfte verkaufte Kerze in Deutschland geht dort laut Expertenschätzungen über die Ladentheke.

Problematisch: Erdöl auf dem Adventskranz

75 % der handelsüblichen Kerzen bestehen aus Paraffin, einem Erdölprodukt. Deshalb sind diese Art von Kerzen nicht nachhaltig. Der Klimakiller Erdöl ist eine endliche Ressource und zudem nicht biologisch abbaubar.

Stearinkerzen lassen den Regenwald brennen

Stearinkerzen werden häufig als ökologisch bezeichnet. Da Stearinkerzen zumeist aus nachwachsenden Rohstoffen und nicht aus Erdöl hergestellt werden, sind diese auf den ersten Blick auch ökologischer als Paraffinkerzen. Doch bei den vermeintlichen Biokerzen werden oft hochwertige Palm- und Kokosöle verwendet.

Für den Anbau riesiger Palmölplantagen werden ganze Landstriche in den zwei Hauptanbauländern, Indonesien und Malaysia, brandgerodet. Orang-Utans und Sumatra-Tiger verlieren ihren Lebensraum. Die Böden werden durch den Anbau von Palmölpflanzen schnell ausgelaugt. Auf diesen Böden wächst dann nur noch minderwertiger Sekundärwald. Diese Flächen sind für Jahrhunderte verloren. Lies auch meinen Beitrag über Palmölanbau und dessen sozio-ökologische Auswirkungen.

Kerzen aus gentechnikfreiem Rapsöl, Sojaöl und Sonnenblumenöl

Es gibt mittlerweile Kerzen aus gentechnikfreiem Soja-, Raps- oder Sonnenblumenöl, die ich mehr als Paraffin- oder Stearinkerzen (aus Palmöl) empfehlen würde. Positiv ist auch, dass Raps und Sonnenblumen einheimische Pflanzen sind. Dennoch stellt sich auch hier die Frage, ob wir eigens für die Herstellung von diesen Kerzen Pflanzen anbauen wollen und damit Flächen für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion verschwenden. Ähnlich wie beim Biodiesel sieht die Ökobilanz bei Raps zum Beispiel nicht viel besser aus.

Bienenwachskerzen sind nicht umweltfreundlicher und nachhaltiger

Im Gegensatz zu Paraffin ist Bienenwachs ein echtes Naturprodukt. Deswegen gilt die Bienenwachskerze nach wie vor als „Ökokerze“ schlechthin. Am besten du verzichtest ganz auf Bienenwachskerzen, denn leider reicht die Menge an Bienenwachs bei weitem nicht aus, um den Bedarf an Kerzen zu decken.

Eine Biene produziert in ihrem Leben nur wenige Milligramm Wachs. Deshalb müssen 150.000 Bienen arbeiten, um 1 Kilogramm Wachs zu erzeugen. Bienenwachs ist ein kostbarer und teurer Rohstoff.

Weniger ist oft mehr und wenn du einfach nur zu bestimmten Anlässen deine Kerzen anzündest, kannst du den Produktwert noch mehr schätzen. Wenn es schon die Bienenwachskerze sein muss, dann von einem Imker aus der Region, der nachhaltige und artgerechte Imkerei betreibt.

In Drogerie- und Supermärkten werden Bienenwachskerzen verkauft, deren Bienenwachs zum Teil aus China, Südamerika oder Südafrika stammt. Die langen Transportwege wirken sich negativ auf die Ökobilanz aus und wie können wir uns in diesen Ländern der artgerechten Bienenhaltung sicher sein?

Sei sparsam und verwende nur wenige Kerzen

Sparsamkeit ist wahrscheinlich die Zauberformel. Auf Paraffinkerzen aus Erdöl und Stearinkerzen aus Palm- oder Kokosöl würde ich verzichten. Ich würde sogar so weit gehen auch keine Stearinkerzen aus Biopalmöl zu kaufen, da ich die Zertifizierungen hier auch nicht immer nachvollziehen kann und trotzdem Landflächen für die wilden Tiere gerodet werden.

Die Zertifizierungsstelle RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) ist bei einigen Umweltorganisationen auch in die Kritik geraten. Kerzen aus Rapsöl oder Sonnenblumenöl würde ich zu bestimmten Anlässen kaufen, aber nur in sehr geringen Mengen.

Verglichen mit einer Paraffin- oder Stearinkerze finde ich eine Bienenwachskerze nicht ökologischer. Bevor ich eine Bienenwachskerze kaufe, würde ich lieber zu einer Rapsöl- oder Sonnenblumenölkerze greifen.

Seit einigen Jahren gibt es LED-Kerzen, die zwar in Punkto besinnliche Kerzenatmosphäre nicht ganz mit den anderen Kerzen mithalten können, aber dennoch meist sehr schön aussehen. Wäre zumindest eine wiederverwendbare Alternative.

Aus alten Wachsresten lassen sich Kerzen auch selber gießen. Frag doch mal in der Kirche deiner Gemeinde nach, ob du die Wachsreste bekommen kannst. Manche Kirchen gießen selbst Kerzen daraus, aber ich habe schon einmal eine große Kiste voller Wachsreste bekommen. Wenn die Wachsreste farblich gemischt sind, lassen sich daraus nicht unbedingt schöne Kerzen gießen. Aber du kannst tolle Fackeln für den Sommer daraus bauen.

Nochmal das Wichtigste zusammengefasst:

  • Im ökologischen Vergleich schneiden Paraffin-Kerzen nicht unbedingt schlechter ab als Kerzen auf Basis nachwachsender pflanzlicher Rohstoffe.
  • Auf Stearin-Kerzen aus Palmöl solltest du besser verzichten.
  • Beim Teelichterkauf keine aluminiumummantelten Teelichter kaufen, sondern lose Teelichter und wiederverwendbare Edelstahl- oder Glastöpfchen.
  • Für das reine Gewissen: Beim Kauf von Bienenwachskerzen darauf achten bei einheimischen Imkern zu kaufen, die eine nachhaltige und artgerechte Bienenhaltung garantieren.
  • Kerzenreste nicht wegwerfen, sondern wiederverwenden.

Ich wünsche dir eine schöne Adventszeit und ab und zu ein Lichtlein anzünden ist in Ordnung. Ich wollte in diesem Beitrag in erster Linie darauf aufmerksam machen, wie sehr wir mit dem Kauf von Kerzen auch der Umwelt schaden können.

Schreib mir mal unten in die Kommentare, ob dir der Beitrag weitergeholfen hat und welche Kerzen du verwendest. Welche Alternativen kennst du noch und worauf achtest du beim Kauf von Kerzen?

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2 Kommentare zu Die Liebe zum Licht – Gibt es natürliche und ökologische Kerzen?

Plastikfrei leben – Kleine Schritte führen zum Erfolg

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe.

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe. Immer wieder gibt es auch Tage an denen ich mich erwische und gegen meine eigenen Prinzipien arbeite.

„Ich kann mir kein seligeres Wissen denken, als dieses Eine: dass man ein Beginner werden muss. Einer, der das erste Wort schreibt hinter einen jahrhundertelangen Gedankenstrich.“ (Zitat von Rainer Maria Rilke, eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker, 1875-1926)

Um dir einen Überblick zu geben was ich schon alles erreicht habe, erzähle ich dir jetzt meine Erfolgserlebnisse in Bezug auf ein plastikfreies Leben. Zudem erfährst du auch meine nächsten Vorhaben für den kommenden Monat.

Als erstes ist es wichtig, dass du weißt: Vergiss den Spaß am Leben nicht! Plastikfrei zu leben ist keine dogmatische Einstellung. Mit jedem kleinen Schritt können wir etwas für unsere Umwelt und unsere Gesundheit tun.

Wie alles bei mir begann…

Zuerst habe ich keine abgepackten Lebensmittel mehr gekauft. Meine Milch und meine Schlagsahne kaufe ich seit Beginn meines Experiments nur noch in Mehrwegflaschen. Auf alles andere habe ich meistens verzichtet.

Wenn ich einen Kuchen backen wollte und mir ein oder zwei Zutaten fehlten, die ich nur abgepackt bekomme, dann habe ich diese gelegentlich gekauft, zum Beispiel Schmand. Du siehst also, dass der Spaß am Leben trotz plastikfreiem Lebensstil immer noch bestehen bleiben sollte, sonst wird es anstrengend und macht keine Freude mehr.

Obst und Gemüse kaufe ich verpackungsfrei. Leider nicht immer in Bioqualität. Ich lege die Produkte lose in meinen Einkaufskorb und einzeln auf das Band an der Kasse. In meinem Supermarkt habe ich vor kurzem ausprobiert lose Kartoffeln in einem mitgebrachten Leinenbeutel zu kaufen. Es hat funktioniert.

Plastikfrei leben

GOTS zertifizierter Leinenbeutel aus Biobaumwolle

Grundnahrungsmittel wie Reis und Nudeln kaufe ich seit diesem Sommer lose aus dem Biounverpackt Wiesbaden. Ich habe mir dafür von Weck Gläser in verschiedenen Größen gekauft. Muskatnuss habe ich dort auch schon lose gekauft. Vorher habe ich auf Reis meistens verzichtet. Nudeln habe ich damals noch von Barilla gekauft, da diese in Pappkartons angeboten werden.

Weniger oder gar keine tierischen Produkte zu konsumieren erleichtert ein plastikfreies Leben

Vor meinem Umzug in ein anderes Stadtviertel war ich oft bei einem kleinen Metzger um die Ecke, um meine Wurst und Fleisch zu kaufen. Dort wurden mir die Produkte in meine selbst mitgebrachten Gefäße gepackt. Leider komme ich seit meinem Umzug nicht mehr so häufig dort vorbei. Längere Diskussionen an der Supermarkt-Frischetheke kenne ich seitdem zu genüge.

Es ist schwierig jedes Mal die Verkäuferin davon zu überzeugen die Wurst in eine Papiertüte ohne die mit Kunststoff beschichtete Papierfolie zu legen. In meinem Haushalt gibt es daher viel weniger tierische Produkte. Ich lebe nicht 100 % vegetarisch, aber versuche oft vegetarische Tage einzulegen. Meinen Freund kann ich auch langsam davon überzeugen.

Ganzheitlich auf die Konsumgewohnheiten achten

Da ich nicht nur plastikfrei zu leben versuche, sondern ganzheitlich auf meine Ernährung achte, kaufe ich die meisten Produkte im Supermarkt gar nicht mehr. Ganz zum Anfang als ich meinen Blog begonnen habe, war für mich das Thema auf Palmöl zu verzichten ganz groß: Das habe ich geschafft. In unserem Haushalt finden sich keine Produkte, die Palmöl enthalten. Du kannst einmal den Selbstversuch starten und genau auf die Zutatenliste achten. Dann wird dir schnell auffallen, dass viele Produkte Palmöl enthalten. Warum du besser keine Palmöl-Produkte kaufen solltest, kannst du hier nachlesen.

Um eine ganzheitliche ökologische Lebensweise zu fokussieren, hilft mir auch immer wieder Yoga und Meditation. Lies hierzu am besten meine Beiträge Green Yoga: Öko-Yogische Prinzipien für den Alltag und Green Yoga – ein nachhaltiges Lebensmodell.

Ein guter und einfacher Anfang: Einführung plastikfreier Alternativen im Badezimmer

Meine Allzweckreinigerflasche fülle ich aus einem großen Kanister im Biounverpackt Wiesbaden wieder auf. Das spart Abfall. Als nächsten Schritt möchte ich mein Handspülmittel und das Geschirrspülreinigerpulver aus dem Biounverpackt Wiesbaden ausprobieren.

Die Seife an meinem Waschbecken ist schon lange keine Flüssigseife mehr, sondern ein einfaches Seifenstück von Weleda. Das war zum Beispiel einer meiner ersten Schritte.

Ich kaufe seit diesem Sommer meine Körperseife und mein Shampoo-Bar (Shampoo in fester Form) ohne Verpackung im Biounverpackt Wiesbaden. Dieser Schritt von Duschgel und Shampoo in Verpackung hin zu einer verpackungsfreien Variante hat bei mir sehr lange gedauert. Immer wieder habe ich überlegt, ob ich damit zu recht komme, anstatt es endlich zu tun.

Plastikfrei leben

Shampoo-Bar (Kornblume-Zitrone-Salbei) und Calendula-Körperseife

Jetzt fühle ich mich wohl damit und würde nie wieder umsteigen. Meiner Haut und meinen Haaren geht es seitdem auch viel besser, weil in den Produkten keine schädlichen Substanzen enthalten sind. Die Produkte sind in Bioqualität.

Wenn ich eine Haarkur machen möchte, benutze ich ein selbstgemachtes Roggenmehl-Shampoo. Als Shampoo kann ich es mir nicht für jeden Tag vorstellen, da ich das Gefühl von Schaum vermisst habe und meine Haare sich auf Dauer nicht so sauber angefühlt haben, aber als reichhaltige Haarkur ist es wunderbar. Im nächsten Schritt möchte ich ein selbstgemachtes Zahnputzpulver ausprobieren.

Waschmittel aus Kastanien überzeugt mich im Alltag nicht

Diesen Monat habe ich Waschpulver aus Kastanien hergestellt. Das Rezept findest du in meinem Beitrag Die besten Tipps für ein gelingsicheres natürliches Waschmittel aus Kastanien. Als Dauerlösung kommt es für mich nicht in Frage, zum einen aufgrund des großen Herstellungsaufwandes und zum anderen bin ich bei stark verschmutzter Kleidung nicht besonders von der Reinigungswirkung überzeugt. Das Ausprobieren lohnt sich trotzdem und macht viel Spaß.

Kastanien Waschmittel

Waschmittelpulver aus Kastanien – natürlich, verpackungsfrei und ohne Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe

Nachhaltige Verpackungslösungen im Kosmetikbereich

Als nächstes werde ich mir meine Kosmetikprodukte vornehmen und schrittweise durch nachhaltige und verpackungsarme Varianten ersetzen. Überzeugt haben mich dabei die tollen ökologischen Produkte von ZAO. Du kaufst zum Beispiel einmal dein Puder oder deinen Lippenstift und kannst die Packung immer wieder auffüllen. In einem Beitrag über meine Wochenlieblinge habe ich dir diese Produkte von ZAO schon einmal vorgestellt. Ich benutze nicht so viele Produkte, das heißt ich brauche eine Abdeckcreme, Lippenstift, Puder und Wimperntusche und das auch nicht in tausend Variationen.

ZAO Matt Lipstick 462 old pink altrosa rosa-rot Lippenstift, in nachfüllbarer Bambus-Dose (bio, Ecocert, Cosmebio, Naturkosmetik) *

Restmüll braucht keine Plastiktüte

Meinen Restmüll lege ich in einen mit Zeitung ausgekleideten Mülleimer, so dass ich hier auch Plastik spare.

Lebensmittel nicht in Plastikdosen lagern

Schon seit 2015 lagere ich meine Lebensmittel nicht mehr in Plastikdosen. Das hat für mich hauptsächlich gesundheitliche Gründe. In den meisten Plastikdosen ist BPA (Bisphenol-A) enthalten. Ich hatte einige davon zu Hause und habe das meiste bei einem Umzug 2015 verschenkt.

Meine Küche ist im Prinzip bis auf ein paar Kleinigkeiten (Pürierstab, Wasserkocher, Sparschäler, Kaffeemühle) plastikfrei. Yippie!

Um meine Lebensmittel im Kühlschrank zu lagern, benutze ich häufig Gläser von Weck oder Keramikschalen. Da ich auf Aluminiumfolie oder Frischhaltefolie verzichten möchte, nehme ich oft einen Frühstücksteller zum Abdecken. Nachhaltige Alternativen zum Frischhalten findest du hier.

Noch ein Tipp, der nicht unbedingt für das plastikfreie Leben wichtig ist: Ich mache meine Säfte oder Smoothies mittlerweile alle selbst. Du brauchst einen Mixer oder einen guten Pürierstab und Obst oder Gemüse deiner Wahl. Meine Lieblingssmoothies sind zur Zeit: Orange-Banane-Mango-Ingwer Smoothie (sehr gesund besonders in der kalten Jahreszeit, wo wir zu Erkältungen neigen) und Avocado-Schoko-Shake (kenne ich aus Indonesien und ich liebe es).

Zusammengefasst ist das Leben ohne Plastik gar nicht so schwer. Es dauert etwas Zeit bis du alle Möglichkeiten erkannt hast, um dein Leben plastikfrei zu gestalten. Wichtig war und ist mir immer noch: Lass dich nicht stressen von den einschlägigen Gruppen in den sozialen Medien oder deinen Mitmenschen und sei stolz auf das was du bis jetzt geschafft hast.

Schreib deine Erfolge am besten auf einem Blatt Papier und du wirst merken, dass du schon viel erreicht hast. So habe ich es auch gemacht. Das Ergebnis hast du gerade gelesen.

Mein Umwelt-Mantra für den Monat Oktober

Mit kleinen Schritten erreiche ich mein Ziel plastikfrei und gesund zu leben!

Schreib jetzt auf was du schon erreicht hast und was du im nächsten Monat erreichen möchtest.

Warte nicht zu lange, sondern mache es genau jetzt. Sonst vergisst du es wieder. Sei dir bewusst, dass gute Dinge Zeit brauchen und du es schaffen kannst. Kleine Schritte und Erfolge sind besser als gar nichts zu tun und nur darüber zu reden.

Schreib mir in den Kommentaren wie dir der Beitrag gefällt und was du schon erreicht hast. Mich interessiert auch was du bei der Umstellung auf eine plastikfreie und gesunde Lebensweise schwierig findest.

Halte durch und verliere nicht den Spaß am plastikfreien Leben!

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Die besten Tipps für ein gelingsicheres natürliches Waschmittel aus Kastanien 

Mit Kastanien waschen ist gerade total angesagt. Auch ich als Zero Waste und Plastikfrei Begeisterte habe mich damit beschäftigt und mein eigenes natürliches Waschmittel gezaubert. Heute erfährst du mein persönliches Rezept und viele Tipps für eine gelingsichere Herstellung deines eigenen Kastanienwaschmittels.

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Beeindruckende ökologische Bauweisen und Konzepte, die jeder kennen sollte

Unsere Erde wurde über viele Jahrzehnte beansprucht. CO2-Emissionen, Artensterben, durch den Klimawandel verursachte Naturkatastrophen und unverhältnismäßige Ressourcenverschwendung: Jeden Tag hören wir immer wieder davon in den Medien. Am 8. August war der Earth Overshoot Day 2016 und an diesem Tag haben wir bereits mehr Ressourcen durch Überfischung, Abholzung von Wäldern und CO2-Ausstoß in die Umwelt verbraucht als die Natur in der Lage wäre zu kompensieren.

Unsere Erde wurde über viele Jahrzehnte beansprucht. CO2-Emissionen, Artensterben, durch den Klimawandel verursachte Naturkatastrophen und unverhältnismäßige Ressourcenverschwendung: Jeden Tag hören wir immer wieder davon in den Medien. Am 8. August war der Earth Overshoot Day 2016 und an diesem Tag haben wir bereits mehr Ressourcen durch Überfischung, Abholzung von Wäldern und CO2-Ausstoß in die Umwelt verbraucht als die Natur in der Lage wäre zu kompensieren. Es ist wirklich Zeit unserem einmaligen Lebensraum ein wenig von dem zurückzugeben was wir uns täglich durch unsere Konsumgewohnheiten und unserem Lebensstil nehmen.

 

„Die Güter der Welt gleiten uns durch die Finger wie der Sand der Dünen.“ Antoine de Saint-Exupéry, Wind, Sand und Sterne

 

In diesem Beitrag möchte ich dir drei beeindruckende ökologische Bauwerke und Konzepte vorstellen von denen es viel mehr auf der Welt geben sollte. Mich bringen diese Bauwerke und Ideen zum Nachdenken. Ich möchte, dass meine Kinder in Zukunft auch das Leben auf dieser Erde führen können wie ich es (jetzt noch) kann. Lass dich nun von diesen ökologischen Bauweisen und Lebenskonzepten inspirieren.

 

Nachhaltiges Konzept Nr. 1

Green School Bali: Eigenmotiviertes und umweltbewusstes Lernen unterm Bambusdach

Sehr beeindruckend ist die Green School, die es seit 2008 im Dschungel, in der Nähe von Ubud auf Bali in Indonesien gibt. Die beiden Gründer John und Cynthia Hardy haben hier etwas Wundervolles und Einzigartiges geschaffen. Ein Paradebeispiel für nachhaltige Bildung. Die Kinder lernen dort mit einem ganzheitlichen pädagogischen Modell. Jede Klasse hat maximal 25 Kinder mit drei Lehrern. Die Schulräume sind offen gestaltet ohne Wände, so dass die Kinder spüren können, wie die Luft durch die Räume strömt. Die Natur liefert den Lernstoff.

Alle Bauten sind aus Bambus, einem sehr schnell wachsenden und robusten Material. Die Dächer bestehen aus Alang-Alang-Gras. Sämtliche Möbel in der Schule bestehen ebenfalls aus Bambus. Beide Rohstoffe kommen in der Umgebung in großen Mengen vor und sind biologisch abbaubar. Schutz vor starken Monsunregen bieten die weiten Dachüberstände der Bauten.

Es gibt eine Photovoltaikanlage zur Stromproduktion, Komposttoiletten und ein eigenes Abfallmanagementsystem. Mit der Kraft des Wassers vom Ayung-Fluss wird ein Hydropowergenerator betrieben, der zusätzlichen Strom liefert. Sogar einen ökologischen Schulbus gibt es, der zu 100 % mit Biodiesel betrieben wird. Den Bio Bus gibt es aufgrund einer Initiative von Schülern der Green School. Unter anderem wird von den Schülern im Umkreis der Schule gebrauchtes Öl vom Kochen für die Herstellung des Biodiesels gesammelt. 90 % des Essens, das es in der Green School gibt, stammt aus dem eigenen Garten. Auf den eigenen Reisfeldern lernen die Kinder den Anbau und die Ernte von Reis. Die Tafeln bestehen zum Teil aus alten aufgearbeiteten Autowindschutzscheiben.

In den ersten Jahren war die Pädagogik noch sehr stark an der Waldorfpädagogik orientiert. Mehr und mehr entwickelten sich aber eigene Ideen. Besonders in den höheren Klassen weicht die Pädagogik mehr und mehr von der Methodik und Didaktik Rudolf Steiners ab. Vor allem geht es um die Integration praktischer und künstlerische Fähigkeiten, um Kreativität, Phantasie und selbstbestimmtes, eigenmotiviertes, analytisches Lernen und die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten.

Ziel ist es, einen besonderen Lernraum zu schaffen, der ein späteres Leben in Freiheit, Liebe und öko-sozialer Verantwortung gegenüber anderen Menschen, anderen Kulturen und der Umwelt ermöglicht. Das Lernen ist allerdings nicht ganz billig. Je nach Alterstufe zahlen Eltern zwischen 6.000 und 14.000 Euro im Jahr.

Abgesehen von den Kosten, sind das Konzept einer nachhaltigen und naturnahen Schule und die nachfolgenden Konzepte so genial, dass sich alle darüber Gedanken machen sollten wie wir auch in größerem Maßstab und vor allem kostengünstiger etwas mehr Ökologie in unseren Alltag bringen können.

 

Nachhaltiges Konzept Nr. 2

WaterNest 100 – das nachhaltige Hausboot, dessen Materialien zu 98 % recycelbar sind

Zusammen mit dem italienischen Architekten Giancarlo Zema hat EcoFloLife das WaterNest 100, ein ökologisches Hausboot mit 100 Quadratmeter Wohnfläche, 12 Metern im Durchmesser und einer Höhe von 4 Metern konzipiert. Dieses Niedrig-Energie-Haus, das die benötigte Energie aus der installierten Photovoltaikanlage bezieht, ist durch die Bauweise mit recycelten Schichtholz für die Wohnfläche und recyceltem Aluminium für den Rumpf zu 98 % recycelbar. Auch das Abwassersystem ist ökologisch.

Das Trinkwasser aus dem 1500 Liter großen Tank wird gefiltert und entweder rückstandsfrei zurück in das Meer, den Fluss oder den See geleitet, kann aber auch in den Hauskreislauf zurückfließen. Zugegeben, es ist ein Luxus-Hausboot und mit 1 Million Euro auch für die meisten von uns nicht bezahlbar, aber die Idee eines autarken Hauses, dass seine Energie selbst produziert, fast keinen Abfall produziert und im Einklang mit unserer Umwelt ist, finde ich toll.

 

Nachhaltiges Konzept Nr. 3

Earthship – ein Haus aus Müll, das sich selbst heizt, sein Wasser liefert und Essen produziert

Das letzte Projekt, das ich vorstellen möchte, ist das Konzept „Earthship“, auf deutsch Erdschiff. Patentieren lassen hat sich diesen Begriff Michael Reynolds, ein amerikanischer Architekt: der Erfinder des Earthships und Gründer von Earthship Biotecture sowie der Earthship Akademie. Der Begriff Biotecture setzt sich aus Biological und Architecture zusammen.

Das Erdschiff besteht hauptsächlich aus Müll und produziert seine gesamte Energie selbst, sogar das Abwasser wird recycelt. Es fallen also keine hohen Betriebskosten an. Alles was man dazu braucht sind Autoreifen, Glasflaschen, Dosen, Lehm und ein paar weitere Baumaterialien. Und natürlich das Wissen des genialen Erfinders dieser Erdhäuser.

Die Idee kam dem Visionär Michael Reynolds in den 70er Jahren. Damals hielten die meisten ihn für einen Spinner, aber er war ein Mann, der sich wirklich entschlossen hatte die Dinge zu verändern. Nun denkt keiner mehr von ihm, dass er ein Spinner ist. Seine Earthships exportiert er weltweit. „Es kann überall und von jedem gebaut werden aus Dingen, die unsere Gesellschaft wegwirft“, so Michael Reynolds. Sein erstes Haus hat der Architekt in der Wüste Mexikos aus Bierdosen gebaut.

Mittlerweile hat Reynolds viele Anhänger und es gibt tausende Earthships auf der ganzen Welt. In Kreßberg wurde von der Zukunftswerkstatt am Schloss Tempelhof nun auch ein Earthship erbaut als soziale und ökologische Begegnungsstätte zum Experimentieren und als Möglichkeit des aktiven Austausches. Ein Lernort für alle, die anders denken und zukunftsfähige Lebensräume schaffen wollen.

Der Bau startete am 28. September 2015 und ist der erste in Deutschland genehmigte Bau dieser Art und soll Vorbild für viele weitere Bauprojekte in Deutschland sein. Der Großteil des Bauwerks wurde aus eigenen Mitteln der Stiftung und aus Spenden finanziert. 70 Menschen aus 17 Nationen haben beim Bau des Earthships geholfen.

Warum verwendet man bei Reynolds Earthships immer Autoreifen? Diese werden mit Erde gefüllt und dienen als Wärmespeicher. „Autoreifen gibt es auf der ganzen Welt“, sagt Reynolds, „und es ist ökologischer diese noch Jahre nach Gebrauch weiterzuverwenden als zu recyceln.“ Das nennt man heutzutage Upcycling. Beim Upcycling werden (scheinbar) nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. Das reduziert die Neuproduktion von Rohmaterial.

Wie findest du die vorgestellten ökologischen Konzepte? Könntest du dir vorstellen, dass deine Kinder in einer Green School wie auf Bali von der Natur lernen und ihre Umwelt erforschen? Wäre ein Earthship auch etwas für dich? Vielleicht willst du auch bald dein eigenes Earthship bauen? Her mit deinen Gedanken in den Kommentaren!

 

Weiterführende Informationen:

Möchtest du mehr über die Vision der Earthships erfahren? Dann besuche die Webseite von Michael Reynolds und erfahre alles Wichtige über die Bauweise und die Funktion dieser einzigartigen Wohnräume.

Du interessierst dich für die Gemeinschaft Tempelhof (Werkstatt für Nachhaltigkeit, Gemeinschaft, Vielfalt und freiheitliches Leben) und deren Earthship Projekt? Dann schau mal hier.

Lass dich auch von der Green School in Bali und dem ökologischen Hausboot von EcoFloLife inspirieren.

Lebe nachhaltig und bewusst!

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