Blog Umwelt und Nachhaltigkeit. Ökologischer Lifestyle und recherchierte Informationen. Dein Nachhaltigkeitsblog mit vielen Tipps für den Alltag.

Kategorie: Fair Fashion

The URA Collective – Bedachte nachhaltige Mode aus Reststoffen

Tue Gutes und rede darüber: Genau das tat Sportfotograf Florian Breitenberger, Gründer von The URA Collective, als er mich fragte, ob ich nicht auf Umweltgedanken über sein junges Fair Fashion Label berichten möchte. Sehr gerne mache ich das, denn die Kleidung von The URA Collective sieht stylisch aus und ist nachhaltig produziert.

Tue Gutes und rede darüber: Genau das tat Sportfotograf Florian Breitenberger, Gründer von The URA Collective, bedachte – nachhaltige Mode aus Reststoffen, als er mich fragte, ob ich nicht auf Umweltgedanken über sein junges Fair Fashion Label berichten möchte. Sehr gerne mache ich das, denn die Kleidung von The URA Collective sieht stylisch aus und ist nachhaltig produziert.

Aus Müll nachhaltige Mode machen

Der namhafte, nachhaltige und soziale Produzent Hemp Fortex stellt für The URA Collective Shirts und Sweater ausschließlich aus Reststoffen her, die ansonsten als Industrieabfälle entsorgt werden würden. Das spart Rohmaterialien.

URA kommt von der Zusammensetzung „useful rag“ was so viel bedeutet wie „nützlicher Lumpen“. Es wird englisch betont und deswegen wie „jura“ ausgesprochen.

©The URA Collective

Kleidung von Hemp Fortex ist mit dem Siegel „Global Organic Textile Standard“ (GOTS) zertifiziert. Das GOTS Siegel sichert die Einhaltung von Umweltstandards. Außerdem müssen soziale Kriterien wie sichere und hygienische Arbeitsbedingungen, Vereinigungsfreiheit und das Verbot von Kinderarbeit gewährleistet werden.

Hemp Fortex ist außerdem Mitglied bei der Fair Wear Foundation (das höchste Gütesiegel in der Textilndustrie) und verantwortet die gesamte Wertschöpfungskette vom Anpflanzen der Rohmaterialien bis zum Versand der Kleidung und garantiert somit die komplette Kontrolle über Herkunft, Nachhaltigkeit und Qualität der Produkte.

Liebevoll designte „Lieblingsstücke“

The URA Collective hat mir ein Shirt aus Biobaumwolle, Hanf und Elasthan zur Verfügung gestellt. Das Shirt Diamond Patch kam plastikfrei in einem Recyclingumschlag verpackt.

Besonders die hochwertige Qualität der Stoffe hat mich überzeugt. Das kastig geschnittene Rundhalsshirt mit Rauten Aufnäher fühlt sich super weich an auf der Haut und gehört schon jetzt zu meinen Lieblingsteilen. Auch die Farbe ist megaschön – Anthrazit Gletschereis mit einer rosé farbenen Applikation. Und genau die Applikationen sind es auch die den Style von den T-Shirts und Pullovern von The URA Collective auszeichnen.

Umweltengagement

The URA Collective ist Mitglied bei der Organisation 1 % for the Planet und spendet 1 % des Brutto Jahres-Einkommens für ressourcenschonende Projekte. Außerdem besteht aktuell beim Kauf die Möglichkeit den Preis aufzurunden und für das Azulita-Projekt zu spenden. Das Azulita Projekt hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht den Rückkauf von Altkunststoffen zu fördern, Recycling-Behälter in Gemeinden zu installieren, Jungendliche über einen verantwortungsvollen Umgang mit Plastik und Kunststoffen zu erziehen und arbeitet eng mit lokalen Firmen zusammen, um mehr Verantwortung für die Verwendung von Kunststoffen zu übernehmen.

Gemeinsam gegen Fast Fashion

Wusstest du, dass die Textilindustrie nach der Ölindustrie an zweiter Stelle der umweltschädlichen Industrien steht? Über 90 % unserer Kleidung stammt aus Asien, insbesondere aus China, Bangladesh und Indien – und verursacht dort große Umweltschäden. Die kurze Tragedauer von Textilien und die immer schnelllebigeren Modetrends tragen in hohem Maße zu dieser Umweltverschmutzung bei. Das es auch anders und nachhaltig geht, zeigt der Produzent Hemp Fortex, der die Kleidung für The URA Collective herstellt: Ein Best-Practice Beispiel für die Textilindustrie in Asien.

The URA Collective macht nicht nur nachhaltige Mode, sondern sie sprechen von bedachter nachhaltiger Mode. Das heißt, dass für die Produktion nicht nur Reststoffe verwendet werden, sondern sie achten auch auf die Qualität und Umweltfreundlichkeit der Stoffe. Das macht das Label so einzigartig. Es ist nicht einfach ein weiteres Label, das Greenwashing betreibt und den Begriff Nachhaltigkeit verwendet, weil dieser gerade im Trend ist. The URA Collective will etwas verändern und zwar gemeinsam mit dir. Das spiegelt auch der Teil Collective (engl. gemeinsam) im Namen des jungen nachhaltigen Modelabels wider.

In der Textilbranche muss sich noch einiges tun, da häufig nur die Baumwolle fair und nicht die gesamte Produktion mit einbezogen ist.
TransFair Vorstandsvorsitzender Dieter Overath

©The URA Collective

In einer idealen Welt dürfte es nur Fair Fashion Mode geben!

Schreib mir doch gerne mal einen Kommentar, welche weiteren Modelabels, die nachhaltige und bewusste Kleidung aus Reststoffen herstellen, du noch kennst?

Und noch etwas: Wir verlosen gemeinsam mit The URA Collective 3 Gutscheine á 25 Euro (Gutscheine sind einzulösen bis 31.12.2018)! Wenn du mitmachen möchtest, schau auf der Umweltgedanken Facebook-Seite vorbei. Dort findest du alle Informationen zum Gewinnspiel. Hier geht es zu den Teilnahmebedingungen.

Weiterführende Informationen:

Titelbild: ©The URA Collective

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

2 Kommentare zu The URA Collective – Bedachte nachhaltige Mode aus Reststoffen

Die 9 besten Öko Baby Onlineshops

Du suchst ökologische fair produzierte Kleidung oder Spielzeug für dein eigenes Kind? Oder du bist auf der Suche nach einem Geschenk zur Geburt oder zum Geburtstag? Dann lass dich von meinen persönlichen Favoriten unter den Öko Baby Onlineshops inspirieren. Du wirst begeistert sein. Es sind bestimmt welche dabei, die du noch nicht kennst.

Du suchst ökologische fair produzierte Kleidung oder Spielzeug für dein eigenes Kind? Oder du bist auf der Suche nach einem Geschenk zur Geburt oder zum Geburtstag? Dann lass dich von meinen persönlichen Favoriten unter den Öko Baby Onlineshops inspirieren. Du wirst begeistert sein. Es sind bestimmt welche dabei, die du noch nicht kennst.

Greenstories

Mein Favorit unter den Öko Baby Onlineshops! Übersichtlicher moderner Onlineshop mit großer Auswahl von Kleidung über Bastelmaterial bis hin zu Spielzeug, der versucht den Einsatz von Kunststoffverpackungen ganz zu vermeiden. Ich habe selbst dort bestellt und die Waren wurden nicht einzeln verpackt, sondern viele Einzelteile wurden als ein Päckchen in dünnem Papier eingewickelt. Verpackungsmaterial und Füllmaterial werden aus recycelten Papier und Kartonagen gewonnen. Der Versand erfolgt klimaneutral durch DHL GoGreen. Greenstories verwendet Ökostrom und achtet darauf, dass Lieferanten und Partner ebenfalls aktiv ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten. Rechnungen werden mit Pflanzenfarben auf 100 % Recyclingpapier gedruckt. Greenstories achtet darauf stromsparende Geräte einzusetzen, bevorzugt mit dem blauen Engel.

https://www.greenstories.de/

Bio Babydecke

Hier gibt es liebevoll hergestellte Babydecken aus GOTS-zertifizierter Baumwolle zu bewundern. Wer mag, kann sich seine Babydecke auch individuell mit dem Namen oder Geburtsdatum personalisieren lassen. Das Design der Babydecken ist sehr ansprechend. Die Decken kosten zwischen 50 und 200 Euro. Es gibt auch Decken für Erwachsene.

https://www.bio-babydecke.de/

Hans Natur

Ursprünglich aus einem kleinen Bioladen entstanden bietet Hans Natur heute nicht nur Artikel für Geburt und Baby an, sondern sinnvolle ökologische Produkte für die ganze Familie. Versendet wird mit DHL GoGreen. Hans Natur unterstützt die Evers-ReForest Initiative, die sich für ökologische Medienproduktion einsetzt. Die meisten der Artikel werden in kleinen Betrieben handwerklich in Deutschland gefertigt. Außerdem engagiert sich der Firmeninhaber für soziale Projekte und sammelte 2013 Babywäsche und Kinderkleidung sowie Spielzeug für Waisenkinder in Simbabwe.

https://www.hans-natur.de/

Echtkind

Hier gibt es wunderschönes schadstofffreies und natürliches Spielzeug, aber auch  tolle Bücher. Mein Favorit unter den Öko Spielzeug Onlineshops.

http://www.echtkind.de/bio-babykleidung

Goldkind Wien

Die bekannten Marken, aber auch viele exotische Hersteller, die ich noch nicht kannte. Tolles buntes ökologisches Spielzeug.

https://www.goldkind.wien/

Ulalue

Kindermode und Babykleidung aus Biobaumwolle oder Naturtextilien, die mitwächst – ökologisch und ressourcenschonend. Den Gedanken hinter Ulalue finde ich sehr innovativ und das Konzept zieht sich konsequent durch die Produkte.

http://www.ulalue.de/

Babylotta

Standard Bio Babykleidung und -spielzeug. Übersichtlicher, ansprechender Shop mit guter Auswahl.

http://www.babylotta-shop.de/

Efie

Efie bezeichnet sich selbst als der Bio Spielzeugmacher. Dort kannst du Plüschspielwaren kaufen. Ich habe mich direkt in die Produkte von Efie verliebt, die es übrigens auch bei Greenstories oder Echtkind gibt. Besonders angetan hat es mir die Elefanten Spieluhr mit Plüsch aus kontrolliert biologischem Anbau bzw. kontrolliert biologischer Tierhaltung (Füllung Schafwolle. Ich mag am liebsten die Melodie Brahms Wiegenlied (Guten Abend, Gute Nacht). Das Schöne an den Spieluhren ist, dass du zwischen 8 Melodien wählen kannst. Die meisten Produkte sind GOTS-zertifiziert.

http://www.efie.de/

Lotties Naturtextilien

Bei Lotties gibt es von naturbelassener Bettwäsche über Schlafsäcke bis hin zu Bio-Baby- und Kinderkleidung alles was das Ökoherz begehrt. Ich mag die Marke Lotties sehr. Es gibt die Produkte auch bei Greenstories zum Beispiel, aber beim Lottie Onlineshop ist die Auswahl noch viel größer. Also ruhig einmal direkt bei den Herstellern in den Shops stöbern.

http://lotties.de/

Noch ein Tipp zum Schluss: Cottonbudbaby

Hier noch ein Geheimtipp für diejenigen, die gerne gebraucht kaufen, aber keine Zeit haben bei Auktionen zu bieten oder stundenlang auf überfüllten Flohmärkten zu stöbern. Bei Cottonbudbaby kannst du für 59 Euro im Monat ein Paket gebrauchter hochwertige GOTS- oder IVN Best-zertifizierte Kleidung kaufen. Jedes Paket enthält 17 bis 21 Teile. Immer wenn das Baby in die nächste Größe wechselt, und das ist im ersten Jahr sehr häufig, dann forderst du das nächste Paket an. Die getragene Kleidung sendest du zurück. Normale Gebrauchsspuren seien angeblich kein Problem. Wenn jemand von euch Erfahrungen mit Cottonbudbaby hat, lasst es mich in den Kommentaren wissen.

http://www.cottonbudbaby.com/

Welche Onlineshops kennst du noch, die unbedingt in diese Liste müssen? Schreib mir doch gerne einen Kommentar mit deinem persönlichen Favoriten.

Bitte teile den Beitrag mit deinen Freunden, wenn er dir gefällt.

8 Kommentare zu Die 9 besten Öko Baby Onlineshops

Auf einen Blick: faire ökologische Outdoorprodukte

Du bist auf der Suche nach ökologisch und fair produzierter Outdoorkleidung? Du möchtest einen Rucksack kaufen, der nachhaltig ist? Dann lies meinen Beitrag und verschaffe dir eine Übersicht wo du fündig wirst. Ganz leicht ist es nicht, aber es gibt einige gute Anbieter, denen ich vertrauen würde.

Du bist auf der Suche nach ökologisch und fair produzierter Outdoorkleidung? Du möchtest einen Rucksack kaufen, der nachhaltig ist? Dann lies meinen Beitrag und verschaffe dir eine Übersicht wo du fündig wirst. Ganz leicht ist es nicht, aber es gibt einige gute Anbieter, denen ich vertrauen würde.

Immer wieder wirst du in diesem Beitrag lesen: bluesign® oder GOTS zertifiziert. Was heißt das?

Wenn ein Unternehmen bluesign® system Partner ist, werden die Textilien nachhaltig und frei von umweltbelastenden Substanzen hergestellt. GOTS heißt Global Organic Textile Standard. Mit diesem Zertifikat wird gewährleistet, dass Textilien aus Biofasern aus biologisch erzeugten, natürlichen Rohstoffen gefertigt werden und das unter umwelt- und sozialverantwortlichen Bedingungen. Lies hierzu auch meinen Beitrag Textilien aus Baumwolle – Ökologische und soziale Verantwortung.

Jetzt geht es aber los mit der Übersicht zu den Anbietern von fairer und ökologischer Outdoorkleidung. Der Beitrag ist länger geworden als erwartet, da mich das Thema so gefesselt hat und ich doch mehr gute Anbieter aufspüren konnte als zuvor gedacht. Nimm dir also etwas Zeit zum Lesen. Ich beginne mit den bekannten Anbietern.

Vaude

Vaude bezeichnet sich selbst als nachhaltigster Outdoor-Ausrüster auf dem Markt und bewertet mit einem eigenen Bewertungssystem – Green Shape – wie ökologisch ein Material ist. Aber nicht nur das Material wird geprüft, sondern der gesamte Produktlebenszyklus, vom Design über die Produktionsstätte bis hin zu einem möglichen Recycling oder einer umweltfreundlichen Entsorgung.

Green Shape schließt z. B. PVC, Fluorcarbone, Nanotechnologie und lösungsmittelhaltige Drucke aus. Dabei geht die Green Shape Garantie sogar noch über die bluesign® Zertifizierung hinaus, da Green Shape den Einsatz von Fluorcarbonen nicht erlaubt, bei bluesign® das aber unter strengen Bedingungen möglich ist. Vaude ist seit 2010 Mitglied in der Fair Wear Foundation (FWF) und verpflichtet sich einen Verhaltenskodex einzuhalten. Die FWF überprüft als unabhängige non-profit Organisation regelmäßig die Fabriken und bewertet, ob die Arbeitsbedingungen sicher und sozial verträglich sind.

Vaude achtet darauf, dass sich die Produkte leicht reparieren lassen und bietet ein Reparaturhandbuch sowie einen Reparaturservice an. Sollte die Reparatur doch einmal nicht möglich sein, kannst du über Vaude die Produkte spenden. Die Altkleiderspende geht dann an FairWertung, einem Dachverband gemeinnütziger Organisationen.

Für wasserabweisende Produkte werden normalerweise poly- und perfluorierte Chemikalien (PFC oder auch Fluorcarbone) eingesetzt. Vaude hat sich freiwillig verpflichtet bis 2020 komplett PFC-freie Kollektionen zu produzieren. Insbesondere Greenpeace weist seit langem mit der „Detox“ Kampagne auf diese bioakkumulativen Stoffe hin, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Der Outdoor-Ausrüster arbeitet daher an Alternativen, die sowohl eine gute Performance aufweisen als auch ökologisch und gesundheitlich verträglich sind. Erkennbar an dem Eco Finish Label.

Weitere Informationen kannst du im Nachhaltigkeitsbericht von Vaude nachlesen. Alle tollen Nachhaltigkeitsaktionen hier aufzuführen würde den Beitrag sprengen. Mit ihrem großen sozialen und nachhaltigem Engagement für die Umwelt ist Vaude für mich einer der Top Outdoor-Ausrüster. Für gemäßigtes Klima gibt es dort zum Beispiel einen coolen Schlafsack, den Arctic 450 mit Green Shape Garantie und Eco Finish Label, also ohne PFC hergestellt. Achte einfach beim Kauf immer auf das Green Shape Logo.

Patagonia

Auch Patagonia setzt auf soziale und ökologische Verantwortung. Interessant finde ich, dass Patagonia 1 % des Umsatzes zur Förderung von Umweltprojekten bereitstellt. Das habe ich zum Beispiel gar nicht gewusst, dass es diese Möglichkeit der Förderung von Umweltprojekten gibt, obwohl ich mich doch ganz gut in der Förderlandschaft auskenne. Viele der Patagonia Produkte sind bluesign® zertifiziert.

Klättermusen

Einen sehr nachhaltigen Eindruck macht auch Klättermusen. Die Produkte sind bluesign® oder GOTS zertifiziert. Es werden Produkte aus recycelten Materialien angeboten und da gehört Klättermusen zu den Pionieren bei den Outdoor-Ausrüstern. Noch ambitionierter als Vaude möchte Klättermusen im September 2017 zu 100 % auf Fluorcarbone verzichten.

Pinqponq

Bei pinqponq findest du super coole Rucksäcke mit den unverwechselbaren zwei Punkten des Labels. Die Rucksäcke wurden aus 100 % recycelten PET Flaschen hergestellt. Die Rucksäcke sind bluesign® zertifiziert.

AEP

AEP ist zwar kein Outdoor-Anbieter in dem Sinne, bietet aber auch tolle aus PET recycelte Rucksäcke für den modernen Stadtbewohner an. Die Produzenten von AEP werden von der Fair Wear Foundation überwacht. Die Produkte von AEP sind bluesign® zertifiziert. Hier findest du tolle nachhaltige  Laptoptaschen und Rucksäcke in einem modernen, minimalistischen Design.

Miceweekend

Miceweekend stellt umweltfreundliche Rucksäcke in minimalistischem Design aus 100 % Altpapier her. Es lohnt sich diese Tagesrucksäcke anzuschauen. Du wirst staunen. Das Design ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber die Idee ist toll. Mich würde interessieren wie strapazierfähig diese Rucksäcke sind und ob sie auch einen starken Regenguss überstehen?

Du siehst es gibt tolle Anbieter für faire und ökologische Outdoorkleidung und Accessoires. Aber ich habe noch viel mehr für dich gefunden.

Pyua

Mit der Kleidung von Pyua kannst du auch deinen ökologischen Fußabdruck verringern. Pyua produziert Outdoor-Bekleidung aus recycelten bzw. recycel-fähigen Polyestermaterialien und setzt wie Vaude auch auf das Closed-Loop-Recycling. Das funktioniert mit einem Rücknahmesystem, so dass aus alter Pyua Kleidung wieder neue wird. Pyua steht weiterhin für eine sozial verantwortliche Produktion in Europa und bluesign® zertifizierte Produkte ohne Fluorcarbone.

Felsenfest

Den Anbieter für Kletterbekleidung Felsenfest fand ich auch ganz spannend, denn die T-Shirts sind aus Fair Trade Biobaumwolle. Bei den Mützen aus Merinowolle wird darauf geachtet, dass die Schafe aus der Umgebung kommen und artgerecht gehalten werden. Weiterhin engagiert sich Felsenfest sozial und zwar werden die Mützen von älteren Menschen in einer sozialen Einrichtung gehäkelt.

mela wear

Das Label mela wear bietet sowohl eigene Kollektionen als auch Kollektionen der folgenden Marken an: Do U Speak Green und Frajorden. Hier handelt es sich nicht unbedingt um Outdoor-Kleidung, aber ich wollte mela wear mit aufnehmen, da hier tolle Fair Trade und GOTS zertifizierte Streetware und Schals angeboten werden.

Do U Speak Green arbeitet neben GOTS zertifizierter Biobaumwolle auch mit nachhaltigen Stoffen wie Hanf, Bambus oder Recycling Materialien. Das Modelabel Frajorden bietet Seidenschals an, wobei entgegen der konventionellen Seidenproduktion die Raupe am Leben bleibt und als Schmetterling in die Natur zurück kann.

Toll finde ich den Rucksack Ansvar, der Fair Trade und GOTS zertifiziert ist. 18 bis 25 Liter fasst dieser Rucksack, der aus robuster Biobaumwolle besteht und ausschließlich pflanzlich gegerbtes Leder hat, auch die Metalldetails sind chrom- und nickelfrei.

Wer auf Kunststofffasern bei Rucksäcken verzichten möchte, der hat mit Ansvar eine schicke Alternative in skandinavischem Design. Ansvar steht in Skandinavien übrigens für Verantwortung.

Bleed clothing

Bleed clothing ist auch kein direkter Outdoor-Ausrüster, hat aber zum Beispiel vegane Mode. Dazu findest du hier Kleidung aus verschiedenen Materialien wie Biobaumwolle, Kork, Tencel® (Naturfaser, die 50 % mehr Feuchtigkeit als Baumwolle aufnimmt), Hanf, Leinen und recyceltes Polyester. Die Produkte sind GOTS zertifiziert, vegan, fair produziert und es wird auf Wiederverwertbarkeit der Materialien geachtet. Es gibt ein paar sehr schöne Stücke dort, die auch sicher für eine Outdoor-Aktivität geeignet sind.

Kun_tiqi

Durch Zufall habe ich Kun_tiqi gefunden. Hier findest du alles was das Surfer Herz begehrt in Bio- und Fair Trade Qualität. Kun_tiqi’s Baumwolle ist GOTS zertifiziert und trägt das Fair Wear Foundation Zertifikat. Die Kleidung wird per Hand im Siebdruckverfahren bedruckt und es werden nur wasserbasierende ökologische Farben eingesetzt. Es gibt eine Kollektion für Männer und eine für Frauen.

Du bekommst hier nicht nur coole Kleidung zum Surfen, sondern auch das tolle Balsa Holz Surfboard in vielen verschiedenen Ausführungen. Kun_tiqi vertreibt auch ein Eco Surfboard Wax des Herstellers GreenFix. Aus 100 % natürlichen Stoffen und per Hand hergestellt.

Ich bin zwar keine Surferin, aber die Surfboards haben mich schon sehr beeindruckt, sind doch viel schöner als Boards aus Plastik, oder was sagen die Surfer unter euch?

Wo wir nun auch schon irgendwie bei nachhaltigen Accessoires für Outdoor-Aktivitäten sind, hier noch ein Tipp: Wie wäre es denn mit einem nachhaltigen Bambusfahrrad?

My Boo fertigt mit höchster sozialer Verantwortung Bambusfahrräder in Ghana und unterstützt mit den Einnahmen die Einheimischen vor Ort. So können dort die Bildungschancen verbessert werden.

My Boo unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Yonso Projekt die Ausbildung junger Ghanaer, die durch das gemeinsame Projekt einen festen Job haben, fair bezahlt und sozial versichert sind. Es gibt noch weitere Bambusfahrradanbieter, aber der Gedanke hinter diesem Projekt ist genial und nachhaltig. Daumen hoch.

Jetzt bist du dran. Welche Anbieter von Outdoor-Kleidung oder Accessoires habe ich vergessen? Schreib mir in deinem Kommentar, ob dieser Überblick für dich hilfreich war. Findest du, dass wir Kleidung aus Recyclingfasern angesichts der Mikroplastikproblematik tragen können?

Und auch viel Spaß beim fair und ökologisch shoppen. Und denk immer dran: Weniger ist mehr.

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links von Amazon.

Ich würde mich freuen, wenn du den Beitrag teilst.

6 Kommentare zu Auf einen Blick: faire ökologische Outdoorprodukte

Textilien aus Baumwolle – Ökologische und soziale Verantwortung

Schön, wenn das T-Shirt nur 5 Euro kostet, aber das kann nicht ökologisch und schon gar nicht unter fairen Arbeitsbedingungen produziert worden sein. Wer darunter leidet sind die Umwelt, die Bauern und die Textilverarbeiter in den Produktionsländern. Es wird Zeit umzudenken!

Schön, wenn das T-Shirt nur 5 Euro kostet, aber das kann nicht ökologisch und schon gar nicht unter fairen Arbeitsbedingungen produziert worden sein. Wer darunter leidet sind die Umwelt, die Bauern und die Textilverarbeiter in den Produktionsländern. Es wird Zeit umzudenken!

Weißt du wo und unter welchen Bedingungen deine Kleidung hergestellt wird? Nehmen wir zum Beispiel meine Jacke aus Baumwolle, die ich gerade trage und die aus Bangladesch stammt. Wurde diese Jacke unter nachhaltigen und sozialverträglichen Bedingungen produziert? Ich denke nicht und in Zukunft möchte ich mehr darauf achten woher meine Kleidung kommt und unter welchen Bedingungen diese produziert wird.

Ich frage mich auch, ob wir nur noch fair gehandelte und zertifizierte Textilien aus kontrolliert biologischem Anbau kaufen sollten? Nicht jeder kann und möchte sich das leisten. Schön, wenn das T-Shirt aus Baumwolle nur 5 Euro kostet, aber das kann nicht ökologisch und schon gar nicht unter fairen Arbeitsbedingungen produziert worden sein. Wer darunter leidet sind die Umwelt, die Bauern und die Textilverarbeiter in den Produktionsländern. Es wird Zeit umzudenken!

Mit dem Kauf von Textilien, die unter schlechten Arbeitsbedingungen und mit verheerenden ökologischen Auswirkungen hergestellt werden, unterstützen wir die Ausbeuterei von Mensch und Natur. Und wir merken es oft gar nicht oder sind uns dessen nicht bewusst, sonst würden wir diese Waren nicht kaufen. Dabei gibt es Alternativen wie zum Beispiel die Anbieter Grüne Erde, Hess Natur, Waschbär, Greenality, Glore und ThokkThokk.




Ökologische Auswirkungen des Baumwollanbaus

Baumwolle ist eine der wichtigsten Rohstoffe der Textilindustrie. Die wichtigsten Anbauländer sind China, Indien, USA, Pakistan, Brasilien, Usbekistan, Türkei und Ägypten. Die Baumwollproduktion sichert die Lebensgrundlage vieler Menschen und ist gleichzeitig eine wahnsinnige Energie- und Wasserverschwendung. Weltweit werden für die Baumwollproduktion jährlich 256 Kubikkilometer Wasser benötigt. Diese Menge würde laut der Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e. V.  für die tägliche Versorgung jedes Menschen mit 120 Liter Frischwasser reichen. Für die Produktion von 1 kg Baumwolle werden im weltweiten Durchschnitt rund 11.000 Liter Wasser benötigt. Meine Baumwolljacke wiegt 185 Gramm. Das heißt für die Produktion wurden 2035 Liter Wasser benötigt.

Baumwolle Bildrechte: 168season, fotolia.com

Baumwolleernte
Bildrechte: 168season, fotolia.com

Andere Naturfasern wie Hanf oder Flachs (Leinen) sind umweltfreundlicher und verbrauchen nur ein Viertel des Wassers (2.500 Liter) wie bei der Herstellung von Baumwolle. Hanf und Flachs zählten einst zu den wichtigsten Rohstoffen für Textilien, bis sie von Baumwolle verdrängt wurden.

95 % der Baumwollfelder werden mit Oberflächenwasser bewässert, zum Beispiel durch Umleitung oder Aufstauen von Flüssen. Der Aralsee war vor Jahrzehnten das viertgrößte Binnengewässer der Welt. Doch die extensive Wasserentnahme für den Baumwollanbau hat dazu geführt, dass nur noch ein Drittel der Wassermenge vorhanden ist und der See einer Wüste gleicht.

Der konventionelle Anbau, der über 99,5 % der Welternte liefert, erfolgt meistens in großen Monokulturen ohne Fruchtfolgen. Die Böden verlieren dadurch ihre Fruchtbarkeit. Die Folgen sind der massive Einsatz von Kunstdüngern zur Ertragssteigerung und die damit verbundene Versalzung der Böden. Die Böden sind schon nach mehreren Anbaujahren nicht mehr nutzbar und erodieren. Zudem wird Grundwasser durch den Einsatz von Pestiziden und Chemikalien zum Färben und Bleichen vergiftet.

Verbraucher und Textilindustrie müssen globale Verantwortung übernehmen 

Biobaumwolle erlebt gerade einen Boom, aber auch bei kontrolliert biologischem Anbau (kbA) ist der Wasserverbrauch sehr hoch. Die wassersparende Tröpfchenbewässerung wird nur selten angewendet.

Dennoch ziehe ich aber Naturfasern vor Kunstfasern vor, denn Kunstfasern sparen zwar Wasser, sind aber biologisch nur schwer abbaubar und belasten die Umwelt bei der Entsorgung.

Woran erkennt der Verbraucher aber nun zertifizierte Naturtextilien, die ohne schlechtes Gewissen gekauft werden können?

Seit 2006 gibt es den Global Organic Textile Standard (GOTS). Dieser Mindeststandard für Naturtextilien hat einheitliche Richtlinien, angefangen von der Gewinnung der Rohstoffe über eine umwelt- und sozialverträgliche Fertigung bis hin zur transparenten Kennzeichnung. Zertifiziert werden nur Textilprodukte, die zu 70 % aus biologisch erzeugten Naturfasern bestehen. Farbstoffe und Hilfsmittel müssen bestimmte umweltrelevante und toxikologische Kriterien erfüllen. Die Verarbeitungsbetriebe müssen soziale Mindestkriterien einhalten. Du erkennst GOTS-zertifizierte Ware an dem grün-weißen Logo.

Weniger verbreitet, aber noch höhere Ansprüche hat das Siegel NATURTEXTIL IVN ZERTIFIZIERT BEST vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft e. V., dessen Richtlinien vorschreiben, dass nur Naturfasern eingesetzt werden dürfen, die zu 100 % aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) eingesetzt werden dürfen.

Subsahara Afrika ist der weltweit fünftgrößte Baumwollexporteur. Etwa 3,4 Millionen Kleinbauern bauen dort Baumwolle an. 20 Millionen Menschen leben direkt oder indirekt vom Baumwollanbau. Der Anbau von Baumwolle ist somit eine wichtige Schlüsselfunktion zur Bekämpfung von Armut und trägt zur Existenzsicherung vieler Menschen bei. Die Initiative „Cotton Made in Afrika“ setzt sich für einen nachhaltigen Anbau in dieser Region ein und bietet Hilfe zur Selbsthilfe. So erhalten die Kleinbauern Schulungen über ökologische und ertragssteigernde Anbaumethoden. Für die Nutzung des Siegels zahlen Textilunternehmen eine Lizenzgebühr. Von den Einnahmen aus den Lizenzgebühren profitieren dann die regionalen Bauern und ihre Familien, denn diese fließen in Kooperationsprojekte, zum Beispiel in den Ausbau der schulischen Infrastruktur.

Worauf kannst du beim Textilkauf achten?

Trage deine Textilien möglichst lange und kaufe neue Kleidung nur, wenn du diese auch wirklich brauchst. So verbesserst du die Ökobilanz. Unterstütze Kleinbauern und Textilarbeiter, indem du Fair Trade, NATURTEXTIL IVN BEST oder GOTS zertifizierte Kleidung oder Kleidung mit dem Siegel „Cotton Made in Afrika“ kaufst. Eine schöne und umfangreiche Übersicht von 22 nachhaltigen Modelabels findest du auf Utopia.

Mit dem Kauf von Biobaumwolle, bei der keine schädlichen Pestizide oder Chemikalien eingesetzt werden dürfen, trägst du außerdem zum Schutz von Boden und Grundwasser bei und verbesserst somit die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort. Außerdem schützt du dich selbst, wenn du zertifizierte Naturtextilien kaufst, da keine schädlichen Chemikalienrückstände enthalten sind, wie zum Beispiel Formaldehyd, das Kontaktallergien auslösen kann. Formaldehyd wird zur Behandlung von Kleidung eingesetzt, damit diese nicht so schnell knittert und in Form bleibt.

Probiere auch andere Naturfasern wie Hanf oder Flachs (Leinen) aus, deren Wasserverbrauch bei der Produktion nur ein Viertel des Verbrauches wie bei Baumwolle beträgt.

Informiere dich über die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Textilindustrie und über nachhaltige Qualitätsstandards bei der Produktion von Baumwolle.

Wo kaufst du deine Kleidung und achtest du darauf unter welchen ökologischen und sozialen Bedingungen diese produziert wird? Schreib es mir in deinem hilfreichen Kommentar.

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

Keine Kommentare zu Textilien aus Baumwolle – Ökologische und soziale Verantwortung

Suchbegriff in das unten stehende Feld eingeben und Enter drücken um zu suchen