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Kategorie: Food

Wie du als Lebensmittelretter unsere Ressourcen schützen kannst

Jeder von uns wirft pro Jahr etwa 55 Kilogramm Lebensmittel weg. Fast die Hälfte davon wird als vermeidbar eingeschätzt. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ins Leben gerufene Zu gut für die Tonne!-Bundespreis greift das Thema Lebensmittelverschwendung auf und sucht deinen #EinfallGegenAbfall.

Jeder von uns wirft pro Jahr etwa 55 Kilogramm Lebensmittel weg. Fast die Hälfte davon wird als vermeidbar eingeschätzt. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ins Leben gerufene Zu gut für die Tonne!-Bundespreis greift das Thema Lebensmittelverschwendung auf und sucht deinen #EinfallGegenAbfall.

 

Wieder zu viel eingekauft und nicht rechtzeitig verbraucht? Laut BMEL landen in Deutschland jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Die größten Verschwender sind die Verbraucher, aber auch in Supermärkten, Bäckereien und Restaurants landen noch essbare Nahrungsmittel in der Tonne. In den Statistiken überhaupt nicht berücksichtigt sind die Lebensmittel, die auf Äckern liegen bleiben, weil sie nicht der Norm entsprechen.

 

Der Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung

In den letzten Jahren haben sich daher immer mehr Initiativen gegründet, die gegen die Lebensmittelverschwendung kämpfen. So können Restaurantabfälle zum Beispiel mit der App Too Good to Go verteilt werden. Brotabfälle aus Bäckereien können mittlerweile einer Weiterverwertung zugeführt werden: Die Firma Knödelkult stellt aus altem Brot Knödel im Glas her, die dann, in Scheiben geschnitten, angebraten werden können. Aus Brotresten entsteht auch schon Bier. In vielen Städten gibt es sogenannte Essensretter, die noch brauchbare Lebensmittel aus Geschäften abholen und verteilen.

 

Den Gesamtprozess betrachten

Da wir auch Lebensmittel von anderen Kontinenten essen, sind die Auswirkungen weltweit zu spüren, wenn wir Lebensmittel verschwenden. Verschwendet werden nicht nur die eigentlichen Lebensmittel, sondern es werden im gesamten Herstellungsprozess wertvolle Ressourcen verbraucht. Für ein Kilo Äpfel sind zum Beispiel mehr als 800 Liter Wasser notwendig, dazu Dünger, Energie und Anbauflächen.

 

Deutschland hat sich verpflichtet die Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren

Deutschland hat sich aufgrund der hohen Ressourcenverschwendung, die immer mehr zunimmt, verpflichtet, die Lebensmittelabfälle bis zum Jahr 2030 um bis zu 50 % zu reduzieren. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, das wir nur mit klaren Zielvorgaben und Zuständigkeiten erreichen.

Frankreich hat Anfang 2016 beispielsweise ein Gesetz verabschiedet, das größeren Supermärkten (ab 400 m²) verbietet, unverkaufte aber genießbare Lebensmittel in den Müll zu werfen. Vielmehr sollen die Lebensmittel gespendet, zu Tiernahrung oder kompostiert beziehungsweise zur Energiegewinnung verwendet werden. Ein guter Ansatz!

 

Mach mit beim Zu gut für die Tonne!-Bundespreis

Weil das Thema Ressourcenschutz von sehr hoher Bedeutung ist, vergibt das BMEL seit ein paar Jahren einen Preis an Unternehmen, Privatpersonen, Kommunen, Nichtregierungsorganisationen oder Bürgerinitiativen für vorbildliche Aktionen rund um das Thema Lebensmittelverschwendung. Wenn du eine Idee hast, wie du Lebensmittel retten kannst, bewirb dich noch bis zum 31. Oktober 2018 für den Zu gut für die Tonne!-Bundespreis.

In der Kategorie Gastronomie hat 2017 das Berliner Restaurant Restlos glücklich, das komplett aus Resten kocht, gewonnen. Den Bundespreis 2018 in der Kategorie Handel gewann der Laden und Onlineshop SirPlus, der Lebensmittel anbietet, die im Handel nicht mehr verkauft werden dürfen.

 

Der Laden und Onlinehandel SirPlus gewann in der Kategorie Handel 2018 den Zu gut für die Tonne!-Bundespreis (© BMEL/Christof Rieken)

 

4 Tipps wie du Lebensmittel retten kannst

  • Bewusster einkaufen: Du kannst einen Essensplan für die ganze Woche schreiben. Das mache ich immer so. Ich kaufe dann nur die Dinge, die auf dem Einkaufszettel stehen. Seitdem werfen wir kaum noch Lebensmittel weg.
  • Achte auf die richtige Lagerung der Lebensmittel: Zum Beispiel solltest du Tomaten und Äpfel getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten lagern. Das enthaltende Ethylengas könnte sonst zur schnelleren Reifung führen.
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum: Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, sind oft noch lange genießbar.
  • Schließe dich in deiner Stadt einer Essensretter- oder Foodsharing-Initiative an.

Mehr Informationen zum Thema Lebensmittelverschwendung

Dokumentarfilm „Taste the Waste“ von Valentin Thurn

https://www.lebensmittelwertschaetzen.de/

Studie: Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland

WWF Studie: Das große Wegschmeißen

Foodsharing Initiative

 

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) entstanden.

Titelbild: ©highwaystarz

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Marktschwärmer: Fair und regional einkaufen direkt vom Erzeuger

Marktschwärmer ist eine Initiative, die Onlineshop und Bauernmarkt verbindet. Ich habe die Plattform getestet und bei einer Schwärmerei meiner Wahl einen Gutschein eingelöst. Regional einkaufen und dabei die Erzeuger persönlich kennenlernen.

Vor einiger Zeit bekam ich eine E-Mail von Volker Zepperitz, dem Sprecher der Initiative der Marktschwärmer. Darin enthalten war ein 25-Euro-Gutschein, den ich in einer Schwärmerei meiner Wahl einlösen kann. Was um Himmels willen ist eine Schwärmerei, dachte ich? Ich hatte noch nie davon gehört. Da ich mich zu nichts verpflichtet fühlen sollte, löste ich den Gutschein ein und hatte ein positives Einkaufserlebnis und eine nette Begegnung mit den Gastgebern einer Schwärmerei in Mainz.

Ich war so begeistert von der Vision hinter dem Konzept Marktschärmer, dass ich dich an meiner Freude teilhaben lassen möchte. Vielleicht probierst du die Marktschwärmer auch mal aus?

Ich suchte mir eine Schwärmerei in meiner Nähe und zwar die Amorella Kirsch-Manufaktur in Mainz. Leider gibt es aktuell noch keine Schwärmerei in Wiesbaden (ist aber in Aufbau im Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden). Denn immer von Wiesbaden nach Mainz zu fahren ist auch nicht nachhaltig!

Marktschwärmer ist ein sozial und ökologisch orientiertes Netzwerk zur Direktvermarktung

Nun zu dem Konzept Marktschwärmer. Was ist das? Hierbei finden sich regionale Anbieter zusammen und verkaufen Lebensmittel und Getränke zu fairen Preisen an nachhaltig denkende Menschen. Aktuell gibt es 44 Schwärmereien in Deutschland. Das Ganze ist auch nicht brandneu. Zuvor hieß Marktschwärmer Food Assembly, doch dies war vielen zu international und spiegelte nicht den Grundgedanken – die Regionalität – wider. So wurde Food Assembly 2017 in Marktschwärmer umbenannt.

Der Vorteil für die Erzeuger ist, dass diese nur so viele Produkte produzieren müssen wie auch gekauft wurden. Es gibt dadurch keine Verschwendung verderblicher Lebensmittel. Lies dazu auch meinen Beitrag zum Thema Lebensmittelverschwendung.

Der Kunde bekommt nicht einfach nur eine anonyme Lieferung wie es zum Beispiel bei Lebensmittelkisten der Fall ist, sondern kann am Abholtag direkt mit den Erzeugern ins Gespräch kommen. Auch muss der Kunde nicht jeden Erzeugerhof einzeln anfahren, um dort in den Hofläden die Lebensmittel zu kaufen. Das spart Kraftstoff und somit CO2-Emissionen. Und das ist gut für unser Klima!

Kombination aus Onlineshop und Bauernmarkt

Der Einkauf erfolgt ganz bequem online, so dass beim Abholen mehr Zeit für das Wesentliche, das Miteinander sprechen bleibt, da der Bezahlvorgang schon abgeschlossen ist. Das Tolle an den Marktschwärmern ist also, dass die Erzeuger bei der Verteilung, die einmal die Woche in Mainz zum Beispiel in der Zeit von 17:30 Uhr bis 19 Uhr stattfindet, anwesend sind. So kannst du direkt etwas zu den Produkten und deren Anbau- bzw. Aufzuchtbedingungen fragen.

Ich kam leider etwas spät, so dass ich nur noch zwei Erzeuger treffen konnte. Die anderen waren schon wieder unterwegs, weil die einen längeren Anfahrtsweg von einer Stunde hatten. Die meisten meiner Produkte waren schon zusammengestellt und wurden mir von der Gastgeberin der Schwärmerei, Katja Mossel, in der Alten Waschküche vom Chausseehaus in Mainz-Marienborn überreicht.

Mit dabei waren frische Milch und Quark vom Milchhof Soonwald, zwei Sorten Käse vom Buchenhof, ein Paket Feldsalat von Stein`s Kräuter und Garten, ein halbes Dinkel-Kartoffel-Nuss-Brot (ohne jegliche Zusatzstoffe) von Kaegy’s Kornkammer. Das Highlight war das Rinder-Hackfleisch von Bauer-Balzer.

Saisonal und regional einkaufen

Leckere regionale Produkte, die ich in der Schwärmerei gekauft habe (leider nicht alle plastikfrei)
© Anja Blumschein

Gut fand ich, dass alles regional und saisonal ist. Nicht gefallen hat mir das viele Plastik bei den Verpackungen. Die Milch kam immerhin im 2-Liter-Mehrwegbehälter. Leider war die Portionsgröße 250 g beim Quark nicht in einem Mehrwegbecher möglich. Erst ab 500 g gibt es den Quark oder Joghurt im Mehrwegbecher. Auch das Rinder-Hackfleisch war in einer Plastiktüte eingepackt. Der Feldsalat war ebenfalls in einem Einwegplastikschale mit Deckel. Hier hätte ich den Vorschlag wiederverwendbare Plastikschalen zu verwenden. Das wäre umweltfreundlicher und würde mir besser gefallen. Die Erzeuger können dann wie der Milchhof Soonwald auch ein Pfand auf die Schale erheben.

Die Produkte waren allesamt sehr lecker. Den Käse und das Brot haben wir noch gleich am selben Abend probiert.

Mir gefällt das Konzept von Marktschwärmer. Daher wollte ich es hier mit euch teilen. Sicher gibt es auch Erzeuger in anderen Schwärmereien Deutschlands, die mehr auf plastikarmes Verpacken achten. Schau doch mal bei Marktschwärmer vorbei und vielleicht gibt es auch in deiner Nähe eine Schwärmerei bei der du tolle regionale Produkte kaufen kannst. Die Registrierung beziehungsweise die Mitgliedschaft bei Marktschwärmer ist kostenlos.

Katja Mossel, Gastgeberin der Schwärmerei in Mainz, erzählte mir, dass zu jedem Marktschwärmer-Tag rund 50 Menschen kommen. Da ist sicher noch Potential. Ich denke, dass viele gar nicht wissen, dass es diese Möglichkeit des regionalen Einkaufs neben Wochenmarkt und Hofladen gibt.

Für Menschen, die es zeitlich nicht schaffen auf den Wochenmarkt zu gehen, ist so eine Schwärmerei eine Alternative für den regionalen Einkauf.

Kaufst du immer regional? Und warst du schon mal bei einer Schwärmerei in deiner Nähe? Ich freue mich auf deine Erfahrung und Meinung in deinem Kommentar.

Weiterführende Informationen:

Werbevideo von Marktschwärmer: Wir sind Marktschwärmer. Und du? 
Hier kommst du zur Plattform Marktschwärmer
Marktschwärmer bei Facebook

Titelbild: © Marktschwärmer

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Foodtrends unter der Lupe: Chiasamen und regionale Superfood-Alternativen

Chiasamen, das Superfood der Mayas, Inkas und Azteken soll super-gesund sein. Wir wissen längst, dass die Anbieter mit dem Begriff Superfood eine reine Marketingstrategie verfolgen.

Chiasamen, das Superfood der Mayas, Inkas und Azteken soll super-gesund sein. Wir wissen längst, dass die Anbieter mit dem Begriff Superfood eine reine Marketingstrategie verfolgen. Viele der seit einigen Jahren angepriesenen Superfoods haben regionale Alternativen (u. a. Leinsamen, Johannisbeeren), die ebenso gute Vitamine und Nährstoffe enthalten, aber nur einen Bruchteil von dem kosten was die Anbieter für Chiasamen, Gojibeeren, Matcha-Pulver & Co verlangen.

Warum Chiasamen so beliebt sind

Chiasamen werden von Veganern gern als Eiersatz genommen, da sie sich aufgegossen mit Wasser oder Mandelmilch in eine gelartige Masse verwandeln. Aufgrund ihrer aufquellenden und dadurch sättigenden Eigenschaft sollen sie auch beim Abnehmen helfen, allerdings gibt es hier keine Beweise. Zudem ist der Abnehmerfolg auch noch davon abhängig was sonst noch so gegessen wird.

Chiasamen werden positive Wirkungen auf die Gesundheit zugesprochen. So bestehen die Samen des Salbeigewächses „Salvia hispanica“ aus vielen gesunde Bestandteilen. Sie haben zum Beispiel einen hohen Kalzium- und Eisengehalt.

Aus den Samen lässt sich auch ein Chiasamen-Öl gewinnen, das mit den enthaltenen Vitamin B3 und Zink Entzündungen vorbeugt und mit Hilfe der Antioxidantien unterstützend im Kampf gegen Bakterien, Pilze, Viren und Umweltgifte wirken soll. Chiasamen-Extrakt ist auch in der Kosmetikindustrie immer häufiger in Produkten enthalten.

Ist der Hype um Chiasamen begründet? Sind Leinsamen nicht genauso gesund?

Leinsamen sind die Früchte des Flachses (Linum usitatissimum) und sind als Verdauungshilfe beliebt. Die kleinen, glatten und braunen Samen haben auch als Nährstoffquelle eine Menge zu bieten. Es gibt zwei verschiedene Züchtungen: Öl- und Faserlein. Im letzten Jahrhundert war das nährstoffreiche Leinöl in unseren Breiten eines der am häufigsten verwendeten Öle. Aufgrund der mehrfach ungesättigten Fettsäuren steigt Leinöl in seiner Bedeutung. Der Faserleinanbau hat in Deutschland kaum mehr eine Bedeutung. Ende des 19. Jahrhundert waren noch ganze Landstriche in Schleswig-Holstein und Brandenburg von den blauen Blüten bedeckt. Baumwolle verdrängte das Textilgewebe Leinen. Leinöl kommt häufig als schnell härtendes Öl im Handwerk zum Einsatz.

Leinsamen müssen gemahlen werden, damit der Körper die guten Nährstoffe verwerten kann. Quellende Gerichte wie mit Chiasamen (z. B. Pudding) lassen sich mit Leinsamen nicht herstellen. Dennoch würde ich Leinsamen Chiasamen vorziehen, da ich den hohen CO2 Austausch von transatlantisch importierten Lebensmitteln nicht fördern möchte. Hauptanbaugebiete von Chiasamen sind Mexiko und Guatemala. Aber auch Exporte aus Argentinien, Peru und Australien nehmen zu.

Leinsamen enthalten ebenso wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren und lassen sich ähnlich wie Chiasamen verdauungsfördernd als Topping für Müslis, Joghurts oder geschrotet in Smoothies verwenden. Hier findest du zum Beispiel ein tolles Rezept für einen Heidelbeer-Mandel-Smoothie mit geschroteten Leinsamen.

Einkaufstipp: Kaufe Bio-Leinsamen, denn diese sind weniger mit Schadstoffen belastet, da im Biolandbau keine Klärschlämme ausgebracht werden dürfen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) empfielt nicht mehr als 20 Gramm Leinsamen pro Tag zu essen.

Leinöl liefert wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Wer Leinsamen pur nicht mag, kann auch zu Leinöl greifen, um etwas für die Gesundheit zu tun. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. empfielt für einen Erwachsenen eine Tagesdosis von 1-1,5 Esslöffel Leinöl pro Tag.

Besonders gut für unseren Körper sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie die alpha-Linolensäure aus der unser Körper langkettige Omega-3-Fettsäuren bilden kann. Weitere Quellen für Omega-3-Fettsäuren finden sich in Fisch, vorallem in Lachs, Makrele und Hering. Zum Vergleich: Leinöl enthält 41 % Alpha-Linolensäure, Olivenöl nur 1 %. Omega-3-Fettsäuren gelten als entzündungshemmend. In einer Studie der Universität Jena wurde nachgewiesen, dass sich der Verzehr von Leinöl positiv auf die Blutdruckwerte und Blutfette auswirkt.

Leinöl wirkt aufgrund des hohen Alpha-Linolengehaltes genau wie Chiasamen-Öl zellregenerierend. Wenn es frisch ist eignet es sich sehr gut als Hautfunktionsöl.

Leider zählt Leinöl zu den schnell verderblichen Ölen. Bereits nach wenigen Wochen ist es bitter. Im Vergleich mit Leinsamen sind Chiasamen wegen der natürlichen Konservierungsmittel ewig haltbar.

Achtung: Leinöl darf nicht erhitzt werden. Deshalb für Salate verwenden oder erst nach dem Kochen der Speise hinzufügen.

Weitere gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind Walnuss- oder Rapsöl. Auch Hanfsamen passen gut ins Müsli und haben viel Eiweiß, bieten Magnesium, Zink und Vitamine B und E ähnlich wie Chiasamen und Leinsamen.

Wie du siehst, können Leinsamen nicht eins zu eins mit Chiasamen verglichen werden, aber viele der positiven Eigenschaften und Wirkungen lassen sich auch mit Leinsamen erreichen. Außerdem kosten Chiasamen fünfmal so viel wie Leinsamen. Es spricht daher vieles für die regionale Superfood-Alternative Leinsamen.

Was denkst du über Superfoods?

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Titelbild: Leinsaat von Maja Dumat. Lizenz: CC BY 2.0

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Gentechnik: Die Gewinner sind die Saatgutmonopolisten – die Verlierer die Verbraucher, die Landwirte und die Umwelt

Nach der Verlängerung von Glyphosat (zum Glück keine Wiederzulassung für 15 Jahre, sondern nur eine Verlängerung für 18 Monate seit dem 1. Juli 2016), der Übernahme Monsantos durch Bayer und der umstrittenen Freihandelsabkommen Ceta und TTIP habe ich mich intensiver mit dem Thema Gentechnik und Agrochemie-Konzerne beschäftigt.

Nach der Verlängerung von Glyphosat (zum Glück keine Wiederzulassung für 15 Jahre, sondern nur eine Verlängerung für 18 Monate seit dem 1. Juli 2016), der Übernahme Monsantos durch Bayer und der umstrittenen Freihandelsabkommen Ceta und TTIP habe ich mich intensiver mit dem Thema Gentechnik und Agrochemie-Konzerne beschäftigt. Dieser Beitrag wird dir helfen, besser zu verstehen warum Gentechnik nicht die Lösung der Welternährungsprobleme ist. Zudem gebe ich dir wertvolle Tipps woran du in Deutschland erkennst, das Produkte gentechnikfrei sind.

Das Abkommen Ceta ist „ausverhandelt“. Die Unterzeichnung des Abkommens ist Ende Oktober auf dem EU-Kanada Gipfel geplant.

Kommen mit Ceta und TTIP auch Gentechnikprodukte in die Supermarktregale?

Die Freihandelsabkommen Ceta und TTIP werden Auswirkungen auf die Umwelt und die Menschen haben. Viele befürchten, dass Standards in der Landwirtschaft und bei Lebensmitteln sinken könnten. In Kanada und den USA gilt nicht das Vorsorgeprinzip, d. h. es können Produkte zugelassen werden auch wenn die Unschädlichkeit für Mensch und Umwelt noch nicht nachgewiesen wurde.

Die EU sagt, sie werde grundlegende Gesetze wie die zur Gentechnik nicht verhandeln, die Sicherheitsbewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) beibehalten, ebenso das Risikomanagement-Verfahren, so der BUND.

In Wolfsburg wurde nochmals betont, dass beim Freihandelsabkommen mit Kanada bei kritischen Punkten nachgeschärft wurde, wie bei dem sogenannten Vorsorgeprinzip, das Produkte nur erlaubt, wenn deren Unschädlichkeit für Mensch und Umwelt nachgewiesen ist. Ebenso wurde von Sanktionsmechanismen gesprochen, die bei Verstößen gegen Umweltstandards entwickelt werden müssen.

Der BUND befürchtete schon länger, dass es der EU nicht um Änderungen der Gesetze geht, aber um Angleichen und Anerkennung von Standards, nach dem Motto: Was in den USA zugelassen ist, ist auch in der EU zugelassen. Ebenso ließen sich Grenzwerte einführen, wie auch schon bei den Futtermitteln geschehen.

Es bleibt also nur zu hoffen, dass zukünftig im Sinne der Bürger entschieden wird. Ich habe mich in der letzten Zeit oft gefragt, wie wir in Europa als Verbraucher vor Gentechnik geschützt sind und was ich tun kann, um sicher zu gehen, dass ich keine Lebensmittel konsumiere, die gentechnisch veränderte Organismen enthalten. Noch gelingt das in Deutschland halbwegs gut. Wie es in ein paar Jahren sein wird, kann momentan kaum einer greifen. Für mich ist die Entscheidung enttäuschend. Wird auch TTIP folgen?

Die Beweggründe der Regierung sind umfassender und ich möchte auch nicht unterstellen, dass es um die Machtausdehnung der großen Konzerne geht. Dennoch werden sich Dinge ändern vor denen viele Umweltschutz- und Verbraucherschutzorganisationen lange schon gewarnt haben. Das Problem „Gentechnik“ ist nur eines von vielen.

Agro-Gentechnik verursacht massive Probleme ökologischer, sozialer und ökonomischer Art. Gentechnisch veränderte Pflanzen in der Natur sind ein nicht zu kontrollierendes Risiko.

In Kanada ist ökologischer und konventioneller Rapsanbau mittlerweile unmöglich geworden. In den Gen-Mais Gebieten Spaniens haben Bauern den Anbau von ökologischem Mais ganz aufgegeben.

Dieser Beitrag wird dir helfen, besser zu verstehen warum Gentechnik nicht die Lösung der Welternährungsprobleme ist. Zudem gebe ich dir wertvolle Tipps woran du in Deutschland erkennst, das Produkte gentechnikfrei sind.

Die Milliardenübernahme des US-Biotechnologieherstellers Monsanto durch Bayer wurde vergangenen Mittwoch von Bayer bestätigt. Die Aktionäre und die Kartellbehörde müssen der Übernahme noch zustimmen. Das kann sich bis Ende 2017 hinziehen.

Das sich nur wenige Agrochemie-Konzerne die Macht teilen, führt zu gravierenden Folgen für die Gesellschaft und die Umwelt:

  • Agrarkonzerne bestimmen was auf unseren Tellern kommt.
  • Die Abhängigkeit der Bauern von wenigen Konzernen steigt.
  • Die Kosten für Saatgut und Lebensmittel steigen.
  • Die Vielfalt landwirtschaftlicher Nutzpflanzenarten sinkt dramatisch.

Gentechnik ist ein Teilgebiet der Biotechnologie

Als „gentechnisch verändert“ werden Pflanzen oder Organismen bezeichnet, deren Erbsubstanz in einer Weise verändert wurde, die in der Natur nicht vorkommt. Während bei klassischen Züchtungsmethoden nur Arten miteinander gekreuzt werden können, die mehr oder weniger verwandt sind, ist es mit gentechnischen Methoden möglich, Gene vom Menschen auf Tiere und von Bakterien auf Pflanzen zu übertragen.

Im Sprachgebrauch unterscheiden wir drei große Bereiche der Gentechnik:

Grüne Gentechnik (Landwirtschaftliche Produktion): Die Anwendung gentechnischer Verfahren in der Pflanzenzüchtung, die Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor.

Rote Gentechnik (Medizin und Pharmazie): Die Anwendung von Gentechnik in der Medizin zur Entwicklung von diagnostischen und therapeutischen Verfahren sowie von Arzneimitteln und Impfstoffen.

Weiße Gentechnik (Industrielle Verfahren): Die Herstellung von Enzymen und Feinchemikalien für industrielle Zwecke mit Hilfe gentechnisch veränderter Organismen.

In diesem Beitrag geht es hauptsächlich um die „Grüne Gentechnik“.

In welchen Ländern werden gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut?

Gentechnik findet heute nur in wenigen Anbauländern und nur für wenige Kulturpflanzen Anwendung. Nur auf 3 % der weltweiten Agrarflächen werden gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut.

Die globale Anbaufläche von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen wurde 2013 vom ISAAA auf 175,2 Millionen Hektar geschätzt. Die vier bedeutendsten Anbaupflanzen waren dabei Sojabohnen (47,6 %), Mais (32,7 %), Baumwolle (14,3 %) und Raps (5,4 %).

Geschätzte 18 Millionen Landwirte bauten 2013 in über 27 Ländern gentechnisch veränderte Kulturpflanzen an. 97 % der gesamten GV-Anbaufläche entfiel auf 9 Länder. Die Hauptanbauländer für gentechnisch veränderte Pflanzen sind nach James (2015) die USA (40,3 %) gefolgt von Brasilien (23,3 %) und Argentinien (13,4 %). Weitere Anbauländer sind Indien, Kanada, China und Paraguay.

In China und Indien findet sich vorrangig eine gentechnisch veränderte Pflanze, die aber nicht der Ernährung dient – die Baumwolle. Die Verwendung von gentechnisch veränderter Baumwolle ist nicht kennzeichnungspflichtig. Nur Textilien aus zertifizierter Bio-Baumwolle sind garantiert gentechnikfrei.

Abgesehen von Versuchsfeldern sind die Äcker in Deutschland gentechnikfreie Zone. Die Politik hat hier streng reguliert, erst 2009 verbot die damalige Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) national einen EU-weit zugelassenen Monsanto-Mais (MON810). BASF hat 2012 aufgegeben, stoppte den Anbau der Gentech-Kartoffel Amflora und verlagerte seine Gentechniksparte in die USA.

Doch im Handel gibt es zahlreiche Lebensmittel, die mithilfe von Agrar-Gentechnik hergestellt wurden – und die nicht als solche zu erkennen sind. Gentechnik gelangt vor allem über den Import in die europäische Lebensmittelkette. Derzeit sind nach Angaben der EU-Kommission 58 gentechnisch veränderte Organismen für den Gebrauch in Lebens- und Futtermitteln in der EU zugelassen.

Seit 2004 sind Lebensmittel in der EU kennzeichnungspflichtig, wenn sie pro Inhaltsstoff mehr als 0,9 % zufällige oder unvermeidbare gentechnisch veränderte Spuren enthalten. Werden gentechnisch veränderte Pflanzen oder Organismen bewusst eingesetzt, müssen diese auf den Verpackungen gekennzeichnet werden: „Enthält genetisch veränderte …“ oder „Hergestellt aus genetisch verändertem …“.

In Deutschland lehnt eine große Mehrheit Gentechnik ab

Deshalb finden sich gentechnisch veränderte Lebensmittel, die laut EU-Gesetz gekennzeichnet werden müssen, kaum in den Regalen deutscher Supermärkte. Doch die Regelungen sind lückenhaft: Verbraucher können beispielsweise nicht erkennen, ob tierische Produkte wie Milch, Fleisch oder Eier von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden. Auch nicht gekennzeichnet werden müssen Zusatzstoffe wie Aromen, Geschmacksverstärker, Vitamine und Enzyme, die mithilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt wurden.

Das „Ohne Gentechnik“ Siegel ist eine freiwillige Kennzeichnung

Verbraucher, die konventionelle Waren kaufen, haben keine Wahlfreiheit. Das Siegel „Ohne Gentechnik“ ist ein freiwilliges Siegel, das seit 2008 vom Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e. V. (VLOG) vergeben wird. VLOG vergibt zudem ab sofort das Siegel „VLOG geprüft“ für Futtermittel, die nach EU-Recht nicht als gentechnisch verändert gelten und nach dem strengen VLOG-Zertifizierungsstandard von unabhängigen Instituten kontrolliert wurden. Das neue Siegel für Futtermittel vereinfacht somit auch die Vergabe für das „Ohne Gentechnik“ Siegel.

Eine sichere Alternative bietet der ökologische Anbau. Hier dürfen keine gentechnisch veränderten Organismen oder gentechnisch verändertes Futter eingesetzt werden. Bio-Siegel garantieren neben der Gentechnikfreiheit auch eine artgerechte Tierhaltung.

Für Lebensmittel mit einer „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung oder einem entsprechenden Label gilt:

– ein Verbot des Einsatzes von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) oder Teilen davon

– ein Verbot des Einsatzes von Vitaminen, Aromen, Enzymen und anderen Lebensmittelzusatzstoffen, die mithilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt wurden

– eine Fütterung ohne gentechnisch veränderte Pflanzen. Dabei müssen strenge Fristen eingehalten werden

Bei pflanzlichen Lebensmitteln bedeutet das Siegel gemäß Foodwatch, das genveränderte Bestandteile noch nicht einmal in Spuren enthalten sein dürfen. Das geht über die EU-Kennzeichnungspflicht hinaus: Sind genveränderte pflanzliche Bestandteile im Produkt, muss dies erst ab einem Anteil von 0,9 Prozent deklariert werden – das „Ohne“-Siegel legt also strengere Maßstäbe an.

Anders bei Tierprodukten: Tragen Eier, Milch oder Fleisch das Siegel, bedeutet dies, dass die Futtermittel maximal 0,9 Prozent genveränderten Bestandteile enthalten (diese Futtermittel gelten vor dem Gesetz als gentechnikfrei).

Das „Ohne Gentechnik“ Siegel ist freiwillig. Foodwatch, Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) und VLOG fordern, das „Ohne Gentechnik“ Siegel durch eine verpflichtende und überarbeitete „Mit Gentechnik“ Kennzeichnung zu ersetzen. Nur Pflichtangaben schaffen Verlässlichkeit für Verbraucher.

Fakten, die zeigen, dass Gentechnik nicht das halten kann was Agrochemie-Konzerne versprochen haben

in Anlehnung an Greenpeace, 2015

In der Publikation von Greenpeace aus dem Jahr 2015 könnt ihr viele Fakten zu den größten Mythen der Agro-Gentechnik noch einmal nachlesen: Zwei Jahrzehnte des Versagens. Die gebrochenen Versprechen der Agro-Gentechnik

Große Agrochemie-Konzerne verhindern unabhängige Forschung

Mehr als 300 unabhängige Wissenschaftler lehnen den Konsens zur Unbedenklichkeit von Gen-Pflanzen ab (Hilbeck et al. 2015). Unabhängige Forschung ist schwierig, denn vielen Wissenschaftlern wird der Zugang zu Saatgutmaterial zur Durchführung von Tests zu Umweltauswirkungen erschwert oder gar nicht ermöglicht. Zudem fürchten Forscher die unbarmherzige Verfolgung und Diskreditierung der Gentechnik-Industrie (Waltz, 2009).

Pestizide werden aufgrund von Resistenzen in immer höheren Mengen ausgebracht

Monsanto entwickelte Herbizidtolerante HT-„Roundup Ready“-Gen-Pflanzen, um den vom Konzern hergestellten und vertriebenen Herbiziden auf Glyphosatbasis (Roundup) standzuhalten. Mehr als 90 % der in den USA 2009 angebauten Sojabohnen waren herbizidtolerante Gen-Pflanzen (National Agricultural Statistics Service, 2009).

Die anfänglichen Vorteile herbizidtoleranter Gen-Pflanzen können sich nicht halten, weil Unkräuter gegen extensiv eingesetzte Herbizide tolerant werden. So müssen Pestizide in immer höheren Mengen ausgebracht werden, was zu mehr Umweltbelastungen führt. Inzwischen wurden in den USA 14 glyphosatresistente Unkrautarten identifiziert, 2004 waren es noch 5 Arten (Benbrook, 2012).

Patentiertes Gen-Saatgut ist ein Geschäft der Saatgutmonopolisten zu Lasten der Kleinbauern

Die Preise für Gen-Mais-Saatgut lagen 2012 bei durchschnittlich 263 USD pro Einheit, herkömmliches Saatgut kostete hingegen nur 167 USD (Benbrook, 2012). Bei Gen-Saatgut zahlen die Bauern jedes Jahr, da die Agrochemiekonzerne verbieten, Saatgut für die nächste Saison zu gewinnen, da dies als Verletzung der Patentrechte für Gen-Saatgut ausgelegt wird.

Gen-Baumwollbauern in Indien gaben im Vergleich zu Bio-Baumwollbauern 15 bis 150 USD pro Hektar mehr für chemische Pestizide und sieben Mal mehr für Düngemittel aus (Greenpeace, 2010).

Gen-Kontaminationen sind Realität

Von 1994 bis 2013 wurden 396 Fälle von Gen-Kontaminationen erfasst (Price und Cotter, 2014). Versuchsweise angebauter Gen-Reis gelangte in China in die Lebensmittelkette, führte zu Verunreinigungen von Säuglingsnahrung und beeinträchtigte Reisexporte nach Österreich, Frankreich, Großbritannien und Deutschland (Price und Cotter, 2014).

Reichtum und Macht konzentriert in den Händen weniger Agrarkonzerne

Dadurch werden echte Innovationen verhindert. Fast alle Gen-Pflanzen gehören zu einem der sechs folgenden Unternehmen: Monsanto, Dow, Syngenta, Bayer, DuPont und BASF. Zusammen kontrollieren diese den Agrochemie-Markt zu 76 % (ETC, 2013). Fortschritte in der Saatgutzüchtung werden behindert und verlangsamt, wenn Wettbewerb, Forschung und Entwicklung von Saatgutmonopolen beeinflusst werden (Louwaars, 2009).

Mit Hilfe der Gentechnik konnten viele Probleme nicht gelöst werden.

Förderung von Ökolandbau und gentechnikfreien Biotechnologie-Innovationen

Bei der Präzisionszüchtung (SMART Breeding) oder der markergestützten Selektion (Marker Assisted Selection – MAS) werden biotechnologische Verfahren ohne Gentechnik eingesetzt, um für eine breite Palette an Nutzpflanzen viele gute Eigenschaften zu erreichen (Greenpeace, 2014).

Ökologische Anbaumethoden verbessern die Bodenfruchtbarkeit und können den Bauern ein gesichertes Einkommen verschaffen, dass vergleichbar mit dem des konventionellen Sektors ist.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten fließen Millionen in die Entwicklung von Gentechnik. Alleine 10 Millionen wurden in den USA in die gescheiterte Entwicklung des gentechnisch veränderten „Golden Rice“ gesteckt (Greenpeace, 2013). Goldener Reis ist eine Reissorte, die durch gentechnische Verfahren erhöhte Mengen an Beta-Carotin (Vitamin A) enthält.

Eine Technologie, die Monokulturen fördert, den Einsatz von Pestiziden in die Höhe treibt und den ökonomischen Druck auf Bauern erhöht, ist eindeutig keine Innovation und hat in einer ökologischen und fairen Welt keinen Platz verdient, so Greenpeace. Wünschenswert wären höhere Investitionen in den ökologischen Landbau. Biologische Diversität hat sich als entscheidender Faktor gegen Veränderungen des Ökosystems erwiesen (Chapin et. al, 2000).

4 Tipps, wie du gentechnikfrei einkaufst

#Tipp 1: Kaufe Produkte aus ökologischem Anbau.

#Tipp 2: Kaufe bei regionalen Bauern, die du im Zweifel direkt fragen kannst welche Futtermittel sie verwenden. Zudem unterstützt du die Wertschöpfung in deiner Region und trägst zum Erhalt einer gentechnikfreien Landwirtschaft bei.

#Tipp 3: Achte bei konventionellen Produkten auf die Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“.

#Tipp 4: Geschmacksverstärker, Aromen, Säuerungsmittel und vieles mehr hat seine Ursprünge in gentechnisch veränderten Enzymen, Pilzen und Bakterien. Vermeide Produkte mit Zusatzstoffen.

Nach dieser Recherche war mir erstmals so richtig bewusst wie komplex die Auswirkungen von Gentechnik sind. Und wie verheerend die Freihandelsabkommen Ceta und TTIP für uns Verbraucher und unsere Entscheidungsfreiheit beim Thema gentechnikfreie Produkte sein können.

Was denkst du über Gentechnik? Können wir als Verbraucher noch beeinflussen was wir essen? Ich freue mich über deinen Kommentar.

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Weiterführende Informationen

Eine Publikation von Greenpeace aus dem Jahr 2013 behandelt die Wahrheit über den vielfach angepriesenen „Golden Rice“, der den Vitamin-A-Mangel in Schwellen- und Entwicklungsländern lösen sollte: Die Goldene Illusion. Gentechnisch veränderter „goldener Reis“ hält nicht, was er verspricht

Wenn du mehr über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP erfahren möchtest, lies das Positionspapier des BUND: Das Gemeinwohl ist nicht ver(frei) handelbar. Kein transatlantisches Freihandelsabkommen TTIP auf Kosten von Mensch und Umwelt

Keine Kommentare zu Gentechnik: Die Gewinner sind die Saatgutmonopolisten – die Verlierer die Verbraucher, die Landwirte und die Umwelt

Ist Kokosöl eine ökologische Alternative zu Palmöl?

Kokosöl ist ein wahrer Alleskönner, wenn man den Medien glaubt. Selbstgemachte Beauty-Produkte mit Kokosöl werden immer beliebter: Da werden Cremes mit Kokosöl angerührt und Deos hergestellt. Auch zum Braten, Backen und Zubereiten von Süßspeisen eignet sich Kokosöl. Es verleiht Gerichten eine leichte exotische Note. Kann ich Kokosöl eigentlich unbedenklich einsetzen?

Kokosöl ist ein wahrer Alleskönner, wenn man den Medien glaubt. Selbstgemachte Beauty-Produkte mit Kokosöl werden immer beliebter: Da werden Cremes mit Kokosöl angerührt und Deos hergestellt. Auch zum Braten, Backen und Zubereiten von Süßspeisen eignet sich Kokosöl. Es verleiht Gerichten eine leichte exotische Note. Kann ich Kokosöl eigentlich unbedenklich einsetzen?

Der Kokosölmarkt  boomt

Es ist überall erhältlich und wird in vielen Produkten als Ersatz für Palmöl verwendet. Sogenannte Superfoods können heilen und es heißt viel hilft viel. Doch die Wirkung von Gojibeeren, Kokosöl, Maca und Chiasamen kann durch andere Lebensmittel genauso erzielt werden. Das wissen nur viele nicht und lassen sich von der Werbung leiten. Genauso wirkungsvoll wie Chiasamen sollen zum Beispiel Leinsamen sein.

Viele Menschen, die bewusst nachhaltig leben wollen, stellen sich die Frage, ob Kokosöl ökologischer ist als Palmöl.

 

„Von zwei Übeln, wird niemand das größere wählen, wenn er das kleinere wählen kann.“

Platon, griechischer Philosoph

 

Kokosöl wird auch in den Tropen angebaut

Kokosöl ist ein pflanzliches Öl, das aus dem getrockneten Nussfleisch (Kopra) gewonnen wird. Ursprünglich stammt Kokosöl aus Indonesien, den Philippinen, Indien, Sri Lanka, Malaysia und Papua-Neuguinea. Hierzulande ist es zu einem Hype geworden und die Nachfrage nach Kokosöl steigt. Der Transport nach Europa verursacht enorme CO2-Emissionen.

Noch wird Kokosöl meist von Kleinbauern angebaut, während Palmölpflanzen auf großen Monoplantagen angebaut werden. Für diese Monokulturen werden seit Jahrzehnten Regenwälder, oft illegal, abgeholzt oder abgebrannt. Indigene Völker und vom Aussterben bedrohte Tierarten, wie der Orang Utan, der Sumatra-Tiger oder der Malaienbär werden aus ihrem Lebensraum verdrängt.

Der Malaienbär aus Südostasien ist vom Aussterben bedroht – Schuld ist die Papier-, Holz- und Palmölindustrie © Martina Berg – Fotolia.com

Laut Rettet den Regenwald e. V. brannten 2015 etwa 17.000 Quadratkilometer Regenwald auf Borneo und Sumatra. 25 Millionen Menschen leben dort. In der Trockenzeit Ende 2015 war die Schadstoffpartikelkonzentration 90 mal höher als von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Rettet den Regenwald e. V. sammelt Unterschriften, um die Bundesregierung aufzufordern die fatale Biospritpolitik zu beenden. Bis 2020 sollen unsere Autos mit 7 % Biosprit fahren. Aktuell enthält jede Tankfüllung durchschnittlich fünf Prozent. Bitte unterschreibt die Petition, damit die Regierung endlich aufwacht!

Palmöl ist das mit Abstand billigste Pflanzenöl auf dem Weltmarkt. Der größte Palmölproduzent ist Indonesien: Hier wurden bereits viele Millionen Hektar Regenwald vernichtet.

Was würde mit dem Ökosystem passieren, wenn die Nachfrage nach Kokosöl steigt, so dass immer mehr Monokulturen angebaut werden müssten? Der Palmölanbau steigt stetig an. Wenn auch noch der Kokosölanbau rapide ansteigt, werden weitere Flächen für die Monokulturplantagen benötigt.

Wer bewusst lebt, möchte sich vielleicht Beauty-Produkte selbst herstellen, um zu wissen welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Doch in vielen Rezepten kommt Kokosöl vor, weil man das „böse“ Palmöl nicht verwenden will.

 

Kokosöl wird als Superfood und Wundermittel von der Werbung angepriesen

Im Internet wird von dem vermeintlichen Wundermittel Kokosöl gesprochen, vielseitig einsetzbar. Da wird Kokosöl in vielerlei Funktion angepriesen: Als das perfekte Nahrungsergänzungsmittel aufgrund der Reichhaltigkeit an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralien, als die geschmeidigste Hautpflege, als Wundermittel gegen Hautalterung, als Lederpflege und als Mittel, das Bakterien abtötet und zu weißeren Zähnen verhilft. Nur frage ich mich, können diese Wirkungen nicht auch von einheimischen Ölen erzielt werden?

Beim Palmöl halte ich es persönlich so, dass ich niemals Produkte kaufe, die dieses enthalten, auch keine Produkte, die Palmöl aus ökologisch zertifiziertem Anbau versprechen. Ich hatte endlich einen Schokoaufstrich im Supermarkt vom Feinkosthändler Grashoff gefunden, der kein Palmöl enthält und sehr lecker ist.

Gerade habe ich mir nochmal die Zusammensetzung angesehen: Shea-, Raps- und Kokosnussöl. Selbst herstellen ist wahrscheinlich doch am besten. Ich kann mich daran erinnern, dass meine Mutter früher Schokoaufstrich mit Haselnüssen, Schokolade und Vollmilchpulver gemacht hat. Das war so unschlagbar lecker. Leider gibt es das Rezept nicht mehr.

Auf den Philippinen wird Biotreibstoff aus Kokosöl staatlich gefördert und in hohem Maße produziert. Die Nachfrage steigt stetig. Die Organisation Rettet den Regenwald schreibt auf ihrer Internetseite folgendes: „Doch nicht nur die Erzeugung von Palmöl hat katastrophale Auswirkungen auf die Natur und das Leben der Menschen in den Regenwaldländern. Auch andere tropische Pflanzenöle wie Kokosfett und Sojaöl sind genauso schädlich…Rettet den Regenwald fordert deshalb ein generelles Importverbot für Palm-, Kokos- und Sojaöl. Die für den europäischen Bedarf benötigten Pflanzenöle können und sollten auf heimischen Äckern angebaut werden.“

Für mich ist damit die Frage beantwortet. Kokosöl stellt für mich keine Alternative zu Palmöl dar, auch wenn das Internet häufig etwas anderes suggeriert.

Leinöl, Kürbiskernöl, Distelöl und Hanföl werden in Europa produziert und können aus meiner jetzigen Sicht bedenkenlos verwendet werden.

Welche Pflanzenöle verwendest du zum Herstellen von Kosmetik oder zum Backen und Braten? Wie sind deine Erfahrungen mit heimischen Ölen? Schreib es mir in deinem Kommentar.

Weitere Informationen

Kokosöl: Gesund und ökologischer als Palmöl? Gastbeitrag auf www.ricemilkmaid.de

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19 Kommentare zu Ist Kokosöl eine ökologische Alternative zu Palmöl?

Warum wir alle für die Lebensmittelverschwendung verantwortlich sind

Etwa 7,3 Milliarden Menschen leben heute auf der Welt. Etwa 1 Milliarde leidet täglich Hunger, obwohl weltweit Lebensmittel für 12 Milliarden Menschen produziert werden. Der deutsche Dokumentarfilm „Taste the Waste“ von Valentin Thurn aus dem Jahr 2011 machte das Thema Lebensmittelverschwendung für das breite Publikum zugänglich. In diesem Beitrag erfährst du was wir als Endverbraucher beachten müssen, um weniger Lebensmittel wegzuwerfen.

Etwa 7,3 Milliarden Menschen leben heute auf der Welt. Etwa 1 Milliarde leidet täglich Hunger, obwohl weltweit Lebensmittel für 12 Milliarden Menschen produziert werden. Der deutsche Dokumentarfilm „Taste the Waste“ von Valentin Thurn aus dem Jahr 2011 machte das Thema Lebensmittelverschwendung für das breite Publikum zugänglich. In diesem Beitrag erfährst du was wir als Endverbraucher beachten müssen, um weniger Lebensmittel wegzuwerfen.

Der Endverbraucher muss lernen umzudenken

Die Europäische Kommission hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt bis 2020 weggeworfene Lebensmittel um 50 % zu reduzieren. Über die Strategie zur Umsetzung bin ich gespannt. Momentan reden wir viel über den Sinn oder Unsinn von Verpackungsabfällen, aber auch die unnütze Lebensmittelverschwendung muss in die Köpfe der Verbraucher. Es ist das gleiche wie mit den Plastiktüten. Nur wenn der Verbraucher im übertragenen Sinne bereit ist die krumme Gurke zu kaufen, dann erst hört dieser Lebensmittelverschwendungswahnsinn auf.

In den Supermärkten erwartet der Kunde volle Regale und eine große Warenvielfalt. Der Verbraucher ist demnach mit verantwortlich, dass der Handel ein Überangebot von Lebensmitteln vorhält. In Deutschland landen beispielsweise 25 % der Backwaren auf dem Müll, weil Supermarktketten die Filialen zum Teil dazu verpflichten bis Ladenschluss volle Regale zu haben.

Der Handel entscheidet mit seiner Beschaffungspraxis auch darüber wie viel Gemüse als unverkäuflich auf den Äckern verbleibt. Die REWE Gruppe bietet laut ihrer Webseite seit Oktober 2013 unter der Eigenmarke „Wunderlinge“ Obst und Gemüse an, dass trotz besonderem Aussehen gut in Qualität und Geschmack ist. Die krummen und eigenwillig aussehenden Kartoffeln und Möhren werden zu einem günstigeren Preis angeboten. Oft können Produzenten Gemüse und Obst, dass von der Norm abweicht im Handel sonst gar nicht verkaufen.

Interessant finde ich auch die Initiative von Bäckereien, die ihr gesamtes Sortiment an Brot, Brötchen und Kuchen zum halben Preis verkaufen. Ich selbst sehe jeden Tag eine Filiale auf dem Weg zur Arbeit in Frankfurt am Main, die diesen Service in großem Maßstab neben ihrem regulären Verkauf anbietet.

Im Sinne nachhaltigen Konsums sollte die Wertschätzung für Lebensmittel in allen Teilen der Bevölkerung gesteigert werden. Lebensmittel sind Mittel zum Leben und so sollten wir sie auch behandeln. Oft ist das Verderben von Lebensmitteln Ergebnis einer falschen Lagerung oder eines falschen Transportes.

Jedes Jahr wären in Deutschland 10 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle vermeidbar

Über 18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jährlich weggeschmissen, wovon bereits heute 10 Millionen Tonnen vermeidbar wären (WWF Deutschland, 2015). Diese 10 Millionen Tonnen sind umgerechnet mit einem Ausstoß von fast 22 Millionen Tonnen Treibhausgasen verbunden.

Von den weggeworfenen Lebensmitteln sind über 60 % auf die Wertschöpfungskette vom Produzenten bis zum Großverbraucher zurückzuführen. Etwa 40 % liegen beim Endverbraucher. Insbesondere bei Gemüse, Obst, Backwaren und Speiseresten ließen sich unnötige Abfälle vermeiden.

Insgesamt liegt die globale Lebensmittelverschwendung bei etwa 30 bis 40 % unabhängig davon, ob es sich um ein Industrieland oder ein Entwicklungsland handelt. In Südamerika, Afrika und Asien sind die Ernte-, Nachernte- und Prozessverluste tendenziell höher als zum Beispiel in Nordamerika und Europa. Je höher eine Region auf der Welt wirtschaftlich entwickelt ist, desto höher sind die Verluste beim Endverbraucher.

Ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum suggeriert uns, und ich zähle mich auch dazu, das Produkt wegzuwerfen. Oft ohne zu prüfen, ob die Milch oder der Joghurt noch genießbar sind. Warum ist es aber erst dazu gekommen, dass das Lebensmittel nicht vor diesem Datum verzehrt wurde?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist seit 1981 in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Der Ernährungsminister Christian Schmidt setzt sich für die Abschaffung dieses Mindesthaltbarkeitsdatums ein. Schmidt fordert, dass auf den Verpackungen ein echtes Verfallsdatum gedruckt werden soll, nach dem diese Produkte tatsächlich nicht mehr genießbar sind.

Die Hersteller kalkulieren beim Mindesthaltbarkeitsdatum zu große Sicherheitspuffer, so dass wir als Verbraucher aus Unsicherheit dazu verleitet werden Produkte schon wegzuwerfen bevor diese überhaupt schlecht sind.

In der EU werden jährlich insgesamt 89 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, ein Großteil, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Darunter auch lange haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis oder Kaffee. EU-Mitgliedsländer, darunter Schweden und die Niederlande,  wollen die Liste der Lebensmittel ausweiten, für die nach EU-Recht kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden muss.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (im Englischen: best before) sagt lediglich aus, dass bis zu dem bestimmten Tag vom Hersteller die Qualität in Farbe, Geschmack und Nährwertgehalt garantiert wird. Anders sieht es bei Frischwaren aus: Hier handelt es sich um ein Verfallsdatum (im Englischen: use by).

Viele Verbraucher haben den Bezug zu Lebensmitteln verloren. Statt ihren eigenen Sinnen zu vertrauen, verlassen sich die Verbraucher auf einen Aufdruck der Industrie. Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn etwas schlecht riecht, ranzig schmeckt oder schimmelt, sollte man es nicht mehr essen. Früher ging es anscheinend auch ohne Mindesthaltbarkeitsdatum.

In den Industrienationen werden laut Zahlen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinigten Nationen (FAO) hauptsächlich Gemüse, Obst und Brot weggeschmissen – Lebensmittel, die ohnehin kein Mindesthaltbarkeitsdatum aufweisen müssen.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum spielt anscheinend nicht die übergeordnete Rolle bei der Lebensmittelverschwendung.

Viel entscheidender ist doch das eigene Einkaufsverhalten. Wer zuviel einkauft, verliert den Überblick und natürlich laufen dann Produkte ab, bevor wir diese überhaupt verwerten können.

Fünf einfache Tipps und Tricks, wie du in Zukunft weniger Lebensmittel wegwirfst

#Tipp 1: Am besten kaufst du nur die Produkte, die du in den nächsten zwei bis drei Tagen verzehren möchtest. Schreibe dir eine Einkaufsliste und plane dein Mittag- oder Abendessen. So vermeidest du Spontankäufe. Ich nutze als Einkaufsliste die App „Denkst du daran“. Diese ist auf mehreren Endgeräten synchron und du kannst mit jemanden zusammen einkaufen und der andere sieht was du schon in deinen Einkaufskorb gelegt hast. Das ist sehr praktisch.

#Tipp 2: Koche die Portionen so, dass du das Gericht möglichst am Zubereitungstag aufessen kannst. Aus eigener Erfahrung essen wir aufgehobene Lebensmittelreste meist nicht am Folgetag.

#Tipp 3: Obst, das bereits unschöne Stellen hat, eignet sich immer noch super für Obstsalat oder Smoothies. Eine richtig braune Banane ist zum Beispiel auch bestens für die leckersten frittierten Bananen geeignet. Erst dann haben sie die richtige Süße und schmecken genau wie im Chinarestaurant. Auch ein Bananenbrot ist umso leckerer, wenn die Bananen überreif sind.

#Tipp 4: Vertraue auf deine eigenen Sinne – riechen, schmecken, sehen. Du wirst nicht gleich an einer Lebensmittelvergiftung sterben, wenn du deine Frischmilch noch trinkst, obwohl das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist.

#Tipp 5: Verwende Abfallprodukte vom Gemüse putzen. Zum Beispiel kannst du aus den Schälresten von Spargel eine sehr leckere Spargelcremesuppe zubereiten.

Beobachte einfach einmal selbst dein Einkaufverhalten und achte darauf wie viele Lebensmittel du in die Biotonne wirfst.

Bist du für die Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums und die Verwendung echter Verfallsangaben? Welche Tipps hast du noch, um weniger Lebensmittelabfälle zu produzieren? Her damit in den Kommentaren!

Weiterführende Informationen:

Hier kommst du zur Studie vom WWF Deutschland (2015): Das große Wegschmeißen. Vom Acker bis zum Verbraucher: Ausmaß und Umwelteffekte der Lebensmittelverschwendung in Deutschland.

Die Einkaufslisten-App „Denkst du daran“ findest du hier.

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2 Kommentare zu Warum wir alle für die Lebensmittelverschwendung verantwortlich sind

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