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Kategorie: Inspiration

Bananenmilch ohne Milch und Nüsse – vegan und plastikfrei

Bananenmilch ist lecker, schnell zubereitet und komplett milch- und nussfrei. Wie du dir eine vegane Bananenmilch selber machen kannst, verrate ich dir in diesem Rezept.

Bananenmilch ist lecker, schnell zubereitet und komplett milch- und nussfrei. Wie du dir eine vegane Bananenmilch selber machen kannst, verrate ich dir in diesem Rezept.

Diese Zutaten brauchst du:

Ergibt etwa 0,5 Liter

  • 2 Bananen (in Scheiben geschnitten und gefroren)
  • 2 Tassen Wasser
  • 1 Messerspitze Ceylon-Zimt (oder Kardamom oder beides)
  • nach Belieben Ahornsirup, Zitronensaft, Bourbon Vanille, Spekulatiusgewürz, Kakao, Sesammus (Tahin), Haferflocken, Stein- oder Himalayasalz
Bananenmilch ohne Milch und Nüsse

Vegane Bananenmilch – milchfrei und nussfrei
© Umweltgedanken

 

So bereitest du die Bananenmilch zu:

Die Bananen in Scheiben schneiden und für etwa eine Stunde in den Gefrierschrank stellen, damit das Getränk später schön kalt ist (Kühlschrank geht auch). Dann die Bananenscheiben im Mixer zerkleinern oder mit dem Pürierstab pürieren und das Wasser nach und nach zugeben. Die Milch sollte wässrig sein. Wenn es von der Konsistenz eher wie ein Smoothie ist, gib noch etwas Wasser dazu. Zum Schluss mit einer Messerspitze Ceylon-Zimt verfeinern. Zucker brauchst du nicht extra zugeben, denn Bananen sind süß genug.

Du kannst natürlich auch Nüsse oder Mandeln zugeben, wenn du möchtest. Hier sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Bananenmilch ohne Milch

Die Bananenmilch hält sich bis zu zwei Tage im Kühlschrank
© Umweltgedanken

 

Leckerer Frühstücksdrink und Energielieferant

Bananenmilch ist schnell gemacht, schmeckt richtig lecker, besonders zum Frühstück, und gibt dir viel Energie für den Tag. Die gibt es jetzt definitiv öfter bei uns. Im Kühlschrank kannst du sie bis zu zwei Tage lagern. Fülle die Milch dazu in eine verschließbare Flasche, beispielsweise in eine gebrauchte Sahne- oder Milchpfandflasche.

Hast du auch schon mal Bananenmilch selbst gemacht? Erzähl mir von deinen Erfahrungen.

Titelbild: © Umweltgedanken

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Warum Bio-Tee aus fairem Handel besser ist – 5 Fakten, die mich zum Umdenken gebracht haben

Tee ist beliebt und nach Wasser das weitverbreitetste Getränk. Die größten Teeproduzenten sind China, Indien, Kenia und Sri Lanka. Sozial- und Umweltstandards sind dort vergleichsweise niedrig oder lassen sich nur schwer durchsetzen. Diese 5 Fakten haben mich zum Umdenken gebracht und werden mein Konsumverhalten nachhaltig verändern.

Tee ist beliebt und nach Wasser das weitverbreitetste Getränk. Die größten Teeproduzenten sind China, Indien, Kenia und Sri Lanka. Sozial- und Umweltstandards sind dort vergleichsweise niedrig oder lassen sich nur schwer durchsetzen. Diese 5 Fakten haben mich zum Umdenken gebracht und werden mein Konsumverhalten nachhaltig verändern.

 

Monokulturen sind schlecht für die Umwelt

Fast alle Teeanbaugebiete werden in Monokulturen bewirtschaftet. Monokulturen sind anfälliger für Schädlingsbefall und erfordern im konventionellen Anbau einen verstärkten Einsatz von Pestiziden. Die Bodenfruchtbarkeit verringert sich, und als Folge dessen werden vermehrt Kunstdünger eingesetzt. Monokulturen sind in der Natur nicht vorgesehen und zerstören das ökologische Gleichgewicht.

Ökologischere Alternativen können beispielsweise Mischkulturen mit Nelken- und Muskatbäumen, Kokospalmen und Gewürzpflanzen (Ingwer, Kardamom, Pfeffer) sein. Dadurch kann die Artenvielfalt erhöht und die Bodenfruchtbarkeit verbessert werden.

Zu den ökologischen Nachteilen kommen erhebliche wirtschaftliche Einbußen bei Ernteausfällen. In Anbaugebieten mit riesigen Monokulturen sind die Teepflückerinnen und Teepflücker von den Plantagenbesitzern abhängig, denn es gibt auf dem Land kaum Möglichkeiten einen anderen Beruf zu erlernen.

 

Tee gehört zu den Lebensmitteln, die häufig mit Schadstoffen belastet sind

Pestizide, Herbizide und Insektizide werden mit Sprühflugzeugen über die Plantagen verteilt. Hautausschlag, Lungenentzündungen und Atemwegserkrankungen sind die häufigsten Erkrankungen der Plantagenarbeiter. Die Pestizide sind nicht nur für die Umwelt und die Arbeiter schädlich, sie können auch die Verbraucher gefährden. Bei einem Test des ZDF-Magazins WISO enthielten beispielsweise fünf von sechs Schwarztees den krebserregenden Stoff Anthrachinon, der zur Abwehr von Vögeln eingesetzt wird.

 

Kinderarbeit ist auf den Plantagen immer noch Alltag

Um eine gute Qualität zu erzielen, wird Tee immer noch von Hand geerntet. Da die Teebüsche nicht hoch sind und das Bücken für die Erwachsenen anstrengend ist, greifen die Plantagenbesitzer oft auf Kinderarbeiter zurück – in Kenia sind ein Drittel der Teearbeiter Kinder. Viele Kinder sind auch unbezahlte Helfer ihrer Eltern, damit die ihre Quoten erfüllen können. Die Schulen sind oft weit entfernt und die Plantagenbesitzer organisieren keine Transporte, so dass einige Frauen gezwungen sind, ihre Kinder mit auf die Arbeit zu nehmen.

 

Schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen auf den Plantagen

Viele der Teepflückerinnen und Teepflücker sind abhängig von den Plantagenbesitzern und leben und arbeiten tatsächlich wie vor hundert Jahren. Ungeeignete Unterkünfte, Verweigerung von Gesundheitsvorsorge, unzureichender Arbeitsschutz, Überstunden und mangelnde Wasserversorgung sind die typischen Arbeitsrechtsverstöße auf Teeplantagen. Auch sexuelle Übergriffe sind nicht selten.

 

Die Löhne befinden sich oft weit unter der Armutsgrenze

Einer Studie des Katholischen Hilfswerks Misereor nach erhalten die Teepflückerinnen und Teepflücker weniger als ein Prozent des Verkaufserlöses als Lohn. Mindestlöhne werden selten gezahlt und entsprechen oft nicht dem aktuellen Preisniveau, so das Hilfswerk. In den meisten Anbauländern liegen die Löhne weit unter dem von der Weltbank definierten Existenzminimum, in Malawi zum Beispiel 50 Prozent unterhalb der definierten Grenze zur extremen Armut.

Zu niedrige Löhne und die schlechten Arbeitsbedingungen führen in den größten Teeanbaugebieten zu weit verbreiteter Unterernährung. Fast in allen Anbaugebieten leiden über 30 % der unter 5 Jahre alten Kinder an Unterentwicklung, stellte das Katholische Hilfswerk Misereor fest.

Selbst fairer Handel kann in Indien laut Umwelt-Ethnologin Sarah Besky kaum etwas am Lohn auf den Plantagen ändern. Sie lebte einige Zeit im Nordosten Indiens und erforschte die Auswirkungen von fairem Handel. Alle Arbeiterinnen und Arbeiter auf Indiens Teeplantagen verdienen laut Besky gleich, da der Lohn gesetzlich festgelegt ist.

 

Warum Fair Trade trotzdem wichtig ist?

Fairer Handel ermöglicht soziale, ökologische und ökonomische Projekte (zum Beispiel Gewährung von Kleinkrediten, Lehrgänge in ökologischer Landwirtschaft), regelt die Arbeitsbedingungen der Teepflückerinnen und Teepflücker (Mutterschutz, Arbeitszeiten, Schutzkleidung, Sanitäranlagen, Trinkwasserverfügbarkeit und Erste-Hilfe-Ausstattung) und schützt durch Umweltstandards Mensch, Tier und Natur. Außerdem wird Kinderarbeit unterbunden und dafür gesorgt, dass Kinder von Produzentenfamilien die Schule besuchen können.

 

Was kannst du tun?

Kaufe am besten losen fair gehandelten Tee aus kontrolliert biologischem Anbau. Damit verringerst du das Risiko einer Pestizidbelastung, unterstützt faire Handelsstrukturen und einen umweltverträglichen Teeanbau. Weiterhin förderst du damit bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für Teepflückerinnen und Teepflücker.

Fair gehandelte Produkte sind nicht immer teurer als konventionelle Produkte. Die meisten großen Supermarktketten haben mittlerweile fair gehandelten Tee in ihrem Hausmarken-Sortiment.

 

Woran erkennst du Fair Trade? Durchblick im Siegel-Dschungel

Das Naturland Fair Siegel, das Fairtrade-Siegel vom TransFair e.V. und die Fairhandels-Häuser GEPA, dwp – Die Weltpartner und El Puente sind gute Anhaltspunkte, wenn du fairen Tee kaufen möchtest. Zudem gibt es noch das eigenständige Gütesiegel Hand in Hand der Rapunzel Naturkost AG sowie das Pro Planet Siegel der Rewe Group (zertifiziert konventionelle Produkte), die beide auch vertrauenswürdig sind.

Es gibt außerdem das Siegel mit dem grünen Frosch – Rainforest Alliance. Dieses geht aber von geringeren Standards aus und legt den Schwerpunkt vor allem auf effizientere Anbaupraktiken. Faire Arbeitsbedingungen und Mindestpreise für das Produkt stehen nicht im Vordergrund. So sind nur nationale Mindestlöhne Standard, die teilweise nicht existenzsichernd sind. Außerdem wird bemängelt, dass Kontrollen unzureichend sind.

Manche Händler wählen auch den Direct Trade Ansatz und kaufen Produkte ohne Zwischenhändler von Kleinbauern ein und sorgen vor Ort durch eigene Projekte für bessere Lebensbedingungen für sie und ihre Familien. So kann eine höhere Transparenz in der gesamten Produktionskette gewährleistet und auf die Qualität gut Einfluss genommen werden.

Mit dem Thema Teeanbau habe ich mich (leider, da sehr interessant) erst so richtig im Rahmen einer Kooperation mit dem Online-Teehändler Dear Mr. Nice Guy auseinandergesetzt.

Die sympathischen Gründer von Dear Mr. Nice Guy haben mir leckeren Tee aus kontrolliert biologischem Anbau und eine Teebereiterflasche zum Testen zur Verfügung gestellt. Auf der Teeverpackung steht, dass der Biotee ausschließlich von Partnern der Ethical Tea Partnership (ETP) Organisation bezogen wird, um faire Verhältnisse vom Anbau bis zum Handel zu garantieren.

 

Bio und lecker: Dear Mr. Oorange – Oolong Tee mit Orangenschalen von Dear Mr. Nice Guy (Oolong Tee ist halbfermentierter Tee und verbindet somit die Eigenschaften von Grün- und Schwarztee)
© Umweltgedanken

 

Da ich die Ethical Tea Partnership Organisation bisher nicht kannte, habe ich nach weiterführenden Informationen gesucht. Die 1997 gegründete Zertifizierungs-organisation sagt von sich selbst, dass sie sich für Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen im Teeanbau und Teehandel einsetzt. Das Non-Profit-Magazin Ethical Consumer jedoch beschreibt die ETP als Initiative der Mainstream Teeindustrie und die Zertifizierung gilt verglichen mit einer Fairtrade-Zertifizierung als einfacher erreichbar. Auch das niederländische Centre for Research on Multinational Corporations (SOMO) kritisiert in einem Bericht aus dem Jahr 2006, dass wichtige Grundsätze wie ein existenzsichernder Lohn oder die Festlegung der maximalen Arbeitszeit fehlen; Kontrollen würden zuvor angekündigt.

 

Fair Trade Tee

Die Teebereiterflasche Dear Mr. Bamboottle eignet sich auch super, um aufgebrühten Tee umweltfreundlich mitzunehmen
© Umweltgedanken

 

Die ETP hat zwar nicht die höchsten Standards bezogen auf fairen Teeanbau und Teehandel, aber eine solche Zertifizierung ist besser als gar keine. Auch wenn mich die ETP als Zertifizierungsorganisation (ähnlich wie bei der Rainforest Alliance) nicht 100 % überzeugt, hat mich das ökologische Engagement und das Teesortiment von Dear Mr. Nice Guy dennoch sehr angesprochen.

Der Tee stammt aus kontrolliert biologischem Anbau und ist nach EU-Bio-Richtlinien zertifiziert. Für einen noch besseren ökologischen Fußabdruck spendet Dear Mr. Nice Guy 2 % des Warenkorbwertes für Aufforstungsprojekte an die Tropenwaldstiftung Oro Verde – 1 Euro steht dabei für einen gepflanzten Baum. Die Stiftung begleitet und betreut seit 1989 Regenwaldschutzprojekte in Lateinamerika und Asien. Auch beim Versand der Biotees achtet Dear Mr. Nice Guy auf Klimaschutz und versendet klimaneutral mit DHL Go Green.

Wenn du die leckeren Teesorten, wie beispielsweise Dear Mr. Apple Crumple oder Dear Mr. Cookie Monster auch mal ausprobieren möchtest, schau doch mal im Onlineshop von Dear Mr. Nice Guy vorbei. Es lohnt sich, denn das Angebot ist vielfältig und macht Lust auf einen gemütlichen Abend mit einer Tasse Tee. #qualitytime # teatime

 

Weiterführende Informationen zum Thema fairer Handel

Mit dem Produkt- und Einkaufsfinder von Fairtrade Deutschland kannst du fair gehandelte Produkte oder Verkaufsstellen in deiner Umgebung recherchieren.

Die fair gehandelten Produkte von El Puente gibt es in Weltläden und im eigenen Onlineshop. Auf der Webseite des Fairhandels-Unternehmens findest du einen Weltladen-Finder.

Fairtrade-Mythen: Die 10 bekanntesten Irrtümer über Fairtrade im Fakten-Check

Sustainabilitea – The Dutch Tea Market and Corporate Social Responsibility, SOMO, ProFound & India Committee of the Netherlands, 2006

 

Biotee von Dear Mr. Nice Guy

Der leckere Biotee von Dear Mr. Nice Guy hat mich überzeugt
© Umweltgedanken

 

Mit dem Kauf von fair gehandeltem Tee aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft unterstützt du einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit den Teepflückerinnen und Teepflückern auf den Plantagen. Außerdem schützt du dich als Verbraucher selbst vor Schadstoffen.

Waren dir die 5 Fakten über Tee bekannt? Ist dir fairer Handel und Bioqualität beim Teekauf wichtig? Ich freue mich auf deinen wertvollen Kommentar.

Titelbild: © Umweltgedanken

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Montessori im Bad: Waschtisch für Kleinkinder – so geht’s

In diesem Beitrag bekommst du Tipps, Ideen und Inspirationen für ein kleinkindgerechtes Badezimmer. Wir haben für unseren Sohn einen Montessori-inspirierten Waschplatz umgesetzt. Das Ziel ist es, dem Kind damit zur größtmöglichen Eigenständigkeit zu verhelfen.

In diesem Beitrag bekommst du Tipps, Ideen und Inspirationen für ein kleinkindgerechtes Badezimmer. Wir haben für unseren Sohn einen Montessori-inspirierten Waschplatz umgesetzt. Das Ziel ist es, dem Kind damit zur größtmöglichen Eigenständigkeit zu verhelfen.

 

Wir haben den Waschtisch selbstgebaut

Wir haben den kleinen Waschtisch nach den Maßen eines Ikea RAST Ablagetisches (52 x 40 x 30 cm) nachgebaut, da es den Tisch des schwedischen Möbelhauses leider nicht mehr zu kaufen gibt. Wenn du nicht selbst bauen willst, findest du einen passenden Beistelltisch zum Beispiel bei NATUREHOME, einem Markenhersteller für exklusives und ökologisches Wohndesign. NATUREHOME verbindet nachhaltige Produktionsverfahren mit elegantem Design. Der Nachteil ist, dass der Beistelltisch von NATUREHOME keinen zweiten Boden hat. Das war mir jedoch wichtig, um genügend Ablagefläche zu haben. Da wir nichts Vergleichbares wie den Ikea RAST gefunden habe, entschieden wir uns für den Selbstbau.

 

Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen. Sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen. Maria Montessori

 

Waschschüssel und Krug aus Emaille

 

Montessori Waschtisch

© Umweltgedanken

 

Nachdem der Waschtisch fertig war, ging es an die Utensilien. Eine Waschschüssel musste her und ein Wasserkrug, mit dem mein Sohn das Wasser vom großen Waschbecken zur eigenen Waschschüssel transportieren kann. Ich habe mich bewusst für eine Schüssel und einen Krug aus Emaille entschieden. Hier wird häufiger mal etwas heruntergeschmissen und so gibt es keinen Bruch. Zudem haben mir die Griffe an der Schüssel sehr gut gefallen, denn so kann mein Sohn nach dem Waschen die Schüssel selbstständig in die Toilette schütten.

 

Welche Utensilien haben wir sonst noch auf dem Waschtisch?

 

Waschtisch

© Umweltgedanken

 

Für den Waschtisch habe ich noch einen runden Flechtkorb für die zusammengerollten Handtücher und einen Standspiegel (stelle ich erst später auf) sowie eine kleine Handbürste und eine schlichte Seifenschale besorgt. Unser Sohn benutzt zurzeit eine duftfreie Handseife mit Bio-Stutenmilch und Mandelöl. Da das Seifenstück für seine kleinen Hände zu groß wäre, habe ich ein kleineres Stück von der Seife abgeschnitten. Dann finden noch seine Haarbürste und bald auch sein Zahnputzzeug Platz auf dem Waschtisch. Die Pflege soll sich langsam immer mehr vom Wickeltisch ins Bad verlagern.

 

Montessori im Bad

© Umweltgedanken

 

Ich werde noch einen kleinen Eimer und ein Aufwischtuch bereitstellen, falls mal etwas daneben geht.

 

Mit einem Tritthocker das Erwachsenenwaschbecken erreichen

© Umweltgedanken

 

Mit dem Buche Massivholz Tritthocker von NATUREHOME gelangt unser Sohn auch leicht ans große Waschbecken, um dort Wasser zu holen. Später wird er mit dem Tritthocker auch das große Waschbecken nutzen können. Der Tritthocker ist ebenso praktisch, um an alle anderen höhergelegenen Bereiche in der Wohnung zu kommen wie in der Küche oder im Kinderzimmer. Dank des Tragegriffes kannst du ihn problemlos transportieren und überall einsetzen.

 

Tritthocker Badezimmer

© Umweltgedanken

 

Ich habe den Tritthocker im Rahmen einer Kooperation mit NATUREHOME kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Er ist mir schon jetzt sehr ans Herz gewachsen.

 

Der in Europa gefertigte Tritthocker besteht aus nachhaltigem, zertifiziertem Holz aus deutscher Forstwirtschaft und wurde mit einem veganen, in Deutschland hergestellten Bio-Möbelöl behandelt.

 

Wir nutzen den Tritthocker auch als Sitzgelegenheit, wenn unser Sohn badet. Aufgrund der wertigen Verarbeitung kann ich dir den Tritthocker uneingeschränkt empfehlen. Die gute Qualität rechtfertigt den hohen Preis. Der Tritthocker kann auch prima als Sitzbank beim Anziehen genutzt werden.

 

Bei NATUREHOME gibt es viele tolle nachhaltige Design-Möbel und Wohnaccessoires. Mir gefallen auch die in Deutschland produzierten Tablets sehr gut, die du zum Beispiel für Montessori-Darbietungen verwenden kannst.

 

Mit Wasser planschen macht große Freude

Den Waschplatz haben wir eingerichtet als unser Sohn etwa 11 Monate alt war. Noch benötigt er Hilfe beim Waschen. Nichtsdestotrotz findet er seinen Waschplatz super und planscht immer munter drauf los oder versucht mit dem Krug Wasser in die Schüssel zu schütten. Er liebt es auch besonders auf den Tritthocker zu steigen, um am großen Waschbecken zu stehen und das Wasser auf- und zuzudrehen. Wie die Erwachsenen! Das ist immer ein großer Spaß!

 

Die Übungen des täglichen Lebens fördern Selbstständigkeit

Hände waschen gehört zu den Übungen des täglichen Lebens, genauer zu den Übungen zur Pflege der eigenen Person. Die Übungen des täglichen Lebens sind die Grundlage dafür, selbstständig zu werden. Hilf mir, es selbst zu tun – das ist der Grundsatz von Maria Montessori und ich liebe diesen Satz. Freiheit und Unabhängigkeit hilft dem Kind Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu bekommen. Im Alter ab etwa 1,5 Jahren kann mit der Übung Hände waschen begonnen werden. Anstatt eines Spiels kannst du diese Übung anbieten. Hier findest du eine Anleitung für die Durchführung der Übung Hände waschen

 

Montessori im Bad

© Umweltgedanken

 

Uns ist es wichtig für unseren Sohn in der Wohnung viele auf seine Bedürfnisse ausgerichtete Bereiche zu schaffen an denen er sich ohne Hilfe zurecht findet. So fühlt er sich angenommen und respektiert.

 

Wie sieht dein Badezimmer aus? Hast du einen Waschtisch oder einen Tritthocker für deine Kinder vorbereitet? Schreib mir deine Meinung in einem Kommentar. Du kannst auch gerne in deinem Kommentar auf Facebook ein Bild dazu posten. Ich freue mich auf deine Ideen!

 

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Titelbild: © Umweltgedanken

 

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Reisetipp Normandie: 7 außergewöhnliche Ausflugsziele in die Natur

Ich war mit meiner Familie im Normandie-Urlaub. Neben vielen geschichtlichen Stationen, der von Touristen überrannten Klosterinsel Mont-Saint-Michel und zwei wunderschönen Besuchen am Strand von Cabourg haben wir auch viele Ausflüge in die Natur gemacht.

Ich war mit meiner Familie im Normandie-Urlaub. Neben vielen geschichtlichen Stationen, der von Touristen überrannten Klosterinsel Mont-Saint-Michel und zwei wunderschönen Besuchen am Strand von Cabourg haben wir auch viele Ausflüge in die Natur gemacht.

 

Alle Touren haben wir von unserem Cottage Le Petit Promenant in La Bazoque aus gemacht.

 

1. Steilklippen und Gärten von Étretat

Die 120 km lange Steilküste, in der Étretat liegt, wird wegen ihrer hellen Färbung auch Alabasterküste genannt. Die in der Oberkreide entstandenen Felsklippen bestehen im Wesentlichen aus weißer Kreide und Feuerstein. Unterhalb der Felsen lagert sich Feuerstein, von dem sich die Kreide gelöst hat und vom Meer weggespült wurde, schichtweise ab. Diese bilden die charakteristischen Kiesstrände.

Ich möchte dir das Restaurant La Flotille in Étretat empfehlen – ohne dass mich dieses Restaurant beauftragt hat 😉 Das Restaurant hat einen Holzofengrill, auf dem Rumpsteaks vor deinen Augen zubereitet werden. Wir haben danach außerhalb nicht wieder so gut gegessen.

 

Ausblick auf das Felsentor Porte d’Aval und die Felsnadel Aiguille bei diesigem Wetter
© Umweltgedanken

 

Beeindruckend sind die drei Felsentore Porte d’Amont, Porte d’Aval und Manneporte. Einen grandiosen Blick auf das berühmte Porte d’Aval und die Felsnadel Aiguille bietet die Aussicht von den Gärten Étretats. Leider war es bei unserem Besuch sehr diesig.

 

Installation in den Gärten von Étretat
© Umweltgedanken

 

Grüne Skulpturen in den Gärten von Étretat
© Umweltgedanken

 

© Umweltgedanken

 

Die von Madame Thébault (franz. Schauspielerin des 20. Jahrhunderts und enge Freundin des impressionistischen Malers Claude Monet) beauftragten und vom Landschaftsarchitekten Alexander Grivko angelegten Gärten von Étretat sind eine einzigartige Sammlung moderner experimenteller Kunst. In dem folgenden Video bekommst du einen Einblick in die Gärten.

 

 

© Umweltgedanken

 

© Umweltgedanken

 

Die Ausflugsziele 2. bis 5. haben wir nacheinander als Tagestour gemacht. Alle Stationen liegen im Regionalen Naturpark der Sümpfe des Cotentin und des Bessin (franz. Parc naturel régional des Marais du Cotentin et du Bessin). Der Naturpark liegt in den Départements Calvados und Manche.

Hier findest du eine Übersichtskarte vom Naturpark.

Ich liebe Botanik und habe versucht einige Pflanzen zu bestimmen. Sollte ich mich einmal vertan haben, würde ich mich über Feedback von dir freuen.

 

2. Naturschutzhaus – Maison du Parc

Rund um das Naturschutzhaus kannst du spazieren gehen und die zahlreichen Vögel in den Salzwiesen beobachten.

Strandflieder

Strandflieder taucht die Salzwiesen in ein zartes Violett (hinter dem Maison du Parc)
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Schafgarbe rosafarben

Gewöhnliche Schafgarbe mit seltenen rosafarbenen Zungenblüten
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3. Mont Castre

See beim ehemaligen Sandsteinbruch Mont Castre
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Der Mont Castre ist einer der höchsten Erhebungen im Cotentin. Es handelt sich beim Mont Castre um einen alten Sandsteinbruch. Neben dem Parkplatz gibt es auch einen Kinderspielplatz und Sitzmöglichkeiten. Außerdem habe ich dort Brombeeren gesammelt. Lecker!

 

Einer der beiden Seen unterhalb des Mont Castre
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Brombeersträucher am Mont Castre (Ansicht vom Spielplatz aus)
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4. Fluss Ay

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Im Flussgebiet der Ay gibt es einen 2 km langen Wanderweg. Wir haben unseren Nachmittagssnack auf der neben dem Fluss liegenden Wiese gegessen und Schmetterlinge und Libellen beobachtet. Anschließend war unser Sohn im Fluss baden.

 

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5. Dünen von Créances

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Die Dünen begrenzen im Süden den Naturhafen von Saint-Germain-Sur-Ay. Dieser ist mit 600 Hektar der größte Naturhafen der Westküste des Cotentin. Besonders interessant fande ich die Pflanzenwelt in den Salzwiesen.

 

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Strand-Distel
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Samtgras (wird auch Hasenschwänzchen genannt)
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6. Tal der Vire und Crêperie Les Roches de Ham

Atemberaubender Blick ins Tal der Vire
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Das Tal der Vire, eine hügelige Heckenlandschaft, hat mich nachhaltg beeindruckt. Diese schöne Landschaft, südlich von Saint-Lô, kannst du am besten bei Les Roches de Ham auf dich wirken lassen. Wir haben diesen Ausflug an unserem letzten Urlaubstag unternommen. Ich habe diese Gegend nur durch Zufall entdeckt, da ich nach einer guten Crêperie in der Nähe von unserem Aufenthaltsort gegoogelt hatte. Der Kaffee und die für die Normandie typischen Buchweizen-Crêpes waren der Hammer! Ich wurde nicht von Les Roche de Ham für diese Empfehlung bezahlt!

 

Blick von Les Roche de Ham
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Exkurs Bocage – Heckenlandschaft

Wallhecke und Hohlweg nahe an unserem Cottage Le Petit Promenant
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Die Hecken oder Wallhecken und Hohlwege wurden durch keltische Bauern vor etwa 2000 Jahren als Flurgrenzen angelegt und spielen heute aufgrund der großen Diversität kleinräumiger Landschaftsstrukturen eine wichtige Rolle für den Erhalt der biologischen Artenvielfalt. Der auch als Bocage bezeichnete Landschaftstyp kommt vorwiegend in den französischen Atlantikregionen vor. Weitere großflächige Heckenlandschaften gibt es in Belgien und Großbritannien.

Hier noch eine spannende ARTE-Dokumentation über die Bocage-Landschaft in der Normandie.

 

Wer noch mehr über die Heckenlandschaft erfahren will, der kann den 3 km langen Lehrpfad bei Carentan besuchen.

 

7. Parc Animalier du Beauquet Marais

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Lama
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Ich bin gegen Tierparks und Zoos, weil die Tier dort meist nicht artgerecht gehalten werden, doch diesen Tierpark mit ausschließlich domestizierten Tieren in hoher Artenvielfalt kann ich dir dennoch empfehlen.

 

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Angora-Ziege
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Gerade wenn du mit kleinen Kindern unterwegs bist, macht ein Ausflug und das gemeinsame Füttern der Schweine, Schafe und Ziegen sehr viel Freude, denn die Tiere leben auf großen Weiden und werden artgerecht gehalten.

 

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Wollschwein
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© Umweltgedanken

 

Uns hat die Normandie sehr beeindruckt, auch wegen der interessanten Kulturlandschaften. Wir kommen auf jeden Fall wieder, denn es ist fast unmöglich in zwei Wochen Urlaub alle Sehenswürdigkeiten und schönen Plätze zu besuchen. Und dann möchten wir auf der Vire Kanu fahren gehen.

Warst du auch schon in der Normandie? Welche Orte kannst du empfehlen?

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