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Kategorie: Inspiration

Upcycling Idee: Weihnachtsstern aus Toilettenpapierrollen

Weihnachten rückt immer näher und du hast noch kein Weihnachtsgeschenk? Dann habe ich eine tolle Last-Minute Upcycling-Idee für dich. Bastel doch schnell einen Weihnachtsstern aus Toilettenapierrollen. So gibst du einem Wegwerf- (Recycling-)produkt einen neuen Zweck, das dazu auch noch super schön aussieht und vielfältig verwendet werden kann (als Fensterdeko, für den Adventskranz, als Tischdeko).

Weihnachten rückt immer näher und du hast noch kein Weihnachtsgeschenk? Dann habe ich eine tolle Last-Minute Upcycling-Idee für dich. Bastel doch schnell einen Weihnachtsstern aus Toilettenapierrollen. So gibst du einem Wegwerf- (Recycling-)produkt einen neuen Zweck, das dazu auch noch super schön aussieht und vielfältig verwendet werden kann (als Fensterdeko, für den Adventskranz, als Tischdeko).

Das brauchst du dafür:

Drücke für einen Weihnachtsstern zunächst 2 Toilettenpapierrollen platt.

© Anja Blumschein

Anschließend schneidest du die Toilettenpapierrolle in 1,5 cm breite Streifen.

© Anja Blumschein

© Anja Blumschein

Dann klebst du 6 Streifen mit der Heißflebepistole zusammen.

© Anja Blumschein

Füge dann die restlichen Streifen in die Zwischenräume.

© Anja Blumschein

Nun kannst du deinen Stern noch weiß lackieren und mit Glitterspray besprühen. Du kannst ihn aber auch natur lassen und eventuell nur mit Klarlack versiegeln.

© Anja Blumschein

© Anja Blumschein

Hier siehst du einen Vergleich von einem weiß lackierten mit silbernen Glitterspray besprühten und einem naturbelassenen Weihnachtsstern.

© Anja Blumschein

Und nun viel Spaß beim Nachmachen!

© Anja Blumschein

© Anja Blumschein

Inspiriert von noz!design und Petronella

Verlinkt mit Alt trifft neu

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RePack gewinnt Natur- und Umweltpreis des Nordischen Rates 2017

Die Menschen lieben es online einzukaufen. Mit dem expandierenden Online-Handel steigen auch die Mengen an Verpackungsmüll. Das Unternehmen RePack aus Finnland will dem Verpackungswahnsinn mit einem nachhaltigen Verpackungs- und Rückgabesystem ein Ende bereiten.

Die Menschen lieben es online einzukaufen. Mit dem expandierenden Online-Handel steigen auch die Mengen an Verpackungsmüll. Das Unternehmen RePack aus Finnland will deshalb dem Verpackungswahnsinn mit einem nachhaltigen Verpackungs- und Rückgabesystem ein Ende bereiten.

© RePack

Der diesjährige Natur- und Umweltpreis des Nordischen Rates ging an den CEO von RePack, Jonne Hellgren. Aus 11 Nominierten wurde RePack für den mit etwa 47.000 Euro dotierten Preis ausgewählt.

Die Versandverpackungen von RePack sind bis zu 20-mal wiederverwendbar, in drei Größen verfügbar, und werden zu 100 % aus recycelbaren Materialien hergestellt. Unter anderem entstehen die Verpackungen durch Upcycling von alten Plakatwänden und das passte gut zum diesjährigen Thema des Natur-und Umweltpreises des Nordischen Rates: Müllfreie Gesellschaft. Bis zu 90 % Müll und 80 % CO2 Emissionen können durch RePack im Vergleich mit anderen Verpackungen eingespart werden.

© RePack

Im Jahre 2014 gewannen die Gründer Hellgren, Piirainen und Peltonen bereits den Green Alley Award, Europas größter Startup-Award, und erlangten mit ihrem nachhaltigen Verpackungs- und Rückgabeservice erstmals große Medienwirksamkeit.

Scandinavian Outdoor, Pure Waste und Filippa K sind nur einige der 30 Unternehmen, die RePack als umweltfreundliche Versandoption anbieten. Besonders nachhaltige Unternehmen entscheiden sich dafür.

Wie funktioniert das System RePack?

Der Endverbraucher wählt RePack anstatt von Einwegverpackungen und zahlt ein kleines Pfand. Dann erhält der Verbraucher das Paket in einer nachhaltigen Verpackung und bekommt das Pfand als Gutschein zurück. Der Gutschein kann in allen Online-Shops eingelöst werden, die RePack anbieten.

© RePack

Die leere Verpackung wird wie ein Brief zusammengefaltet und kann in jeden Briefkasten der Welt geworfen werden. Die Rücksenderate liegt bei 75 %.

 

Gutscheinsystem lockt neue Kunden in die Online-Shops

Eine Studie hat ergeben, dass die Nutzer von RePack bis zu 30 % mehr Geld in Online-Shops ausgeben als durchschnittliche Käufer.

© RePack

Der skandinavische Textilhändler Finlayson bietet RePack seit 2016 an und sammelte vor Kurzem in einer Take-back Kampagne 11 Tonnen alte Jeans von Finnischen Kunden ein, stellte daraus Handtücher her und verkaufte diese wieder. Alle Leute, die sich an der Aktion beteiligten, bekamen einen 30 % Gutschein für den Finlayson Shop.

RePack ist eine Dienstleistung, das heißt die Verpackungen, die ausgedient haben, gehören RePack. Das  Unternehmen kümmert sich auch um das Rückgabe- und Verwertungssystem.

© RePack

Das intelligente Verpackungs- und Rückgabesystem von RePack könnte den gesamten Onlinehandel revolutionieren. RePack gibt es bisher hauptsächlich in Skandinavien. Jetzt hat es das Verpackungs- und Rückgabesystem aber auch nach Deutschland geschafft.

© Kiezbett

Das nachhaltige Berliner Unternehmen Kiezbett verpackt mit RePack und versendet innerhalb von Berlin und Potsdam mit dem Lastenfahrrad oder dem Elektroauto.

Mehr erfahren zu den Preisen des Nordischen Rates

Mehr Informationen zum Natur- und Umweltpreis des Nordischen Rates

Hier findest du alle RePack Stores

Kannst du dir vorstellen den Service RePack bei deiner nächsten Onlinebestellung in Anspruch zu nehmen? Lass es mich in deinem Kommentar wissen.

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Titelbild: © Magnus Froderberg – norden.org

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Kosmische Erziehung: Definition und gesellschaftliche Bedeutung

Maria Montessori, die ihr Konzept zur kosmischen Erziehung erstmals 1935 vorstellte, entwickelte die Auffassung, dass die Gesamtheit der Natur – sowohl die belebte als auch die unbelebte – seit der Entstehung des Universums bis in die heutige Zeit einem einheitlichen „Kosmischen Plan“ folge, dessen Bestandteile in gegenseitiger Abhängigkeit zueinanderstehen.

Maria Montessori, die ihr Konzept zur kosmischen Erziehung erstmals 1935 vorstellte, entwickelte die Auffassung, dass die Gesamtheit der Natur – sowohl die belebte als auch die unbelebte – seit der Entstehung des Universums bis in die heutige Zeit einem einheitlichen „Kosmischen Plan“ folge, dessen Bestandteile in gegenseitiger Abhängigkeit zueinanderstehen.

Der Mensch nimmt seine „kosmischen Aufgaben“ wahr, indem er an der Entwicklung und Gestaltung seiner „Supra-Natur“ (= Kultur) arbeitet, ohne, dass es ihm bewusst ist. Auf der einen Seite hat der Mensch die Natur bereichert und verschönert, aber auf der anderen Seite bringt er sich selbst in große Gefahr und verkennt die durch ihn selbst verursachten Bedingungen auf der Erde. Maria Montessori schreibt:

„Heute ist er nicht gerüstet, die aus einer Supra-Natur bestehende Umgebung zu beherrschen.“

Es ist deshalb umso wichtiger, dass die Menschheit verantwortungsvoll mit ihrer Umwelt umgeht und nach dem „kosmischen Plan“ handelt, um das Gleichgewicht der Natur wiederherzustellen und Katastrophen, wie Kriege oder anderweitige Störungen, abzuwenden. Kosmische Erziehung trägt im Wesentlichen zum Verstehen der Zusammenhänge einer kosmischen Ordnung bei.

In einem universalen Lehrplan müssen alle Aspekte des Wissens und vom Kosmos verbunden werden.

„Astronomie, Geographie, Geologie, Biologie, Physik, Chemie sind nur Details des Ganzen. Ihr Bezug untereinander ist das, was das Interesse von einem Zentrum bis zu seinen Ausläufern hin treibt.“

Dieser Lehrplan ist jedoch kein Lehrplan im üblichen Sinne, der in Schritten abgearbeitet werden muss. Er beinhaltet vielmehr das gesamte Spektrum der menschlichen Kultur und des Wissens aller Kulturkreise. Aus diesem breitgefächerten Angebot suchen die Kinder selbst aus und bearbeiten die Aspekte, die sie näher interessieren.

Dem Kind wird die Gesamtheit des Universums dargeboten. Montessori verfolgte dabei immer den Grundsatz:

„Das Ganze geben, indem man das Detail als Mittel gibt.“

Genauer gesagt: „Man studiert die Wirklichkeit des Details, und dann stellt man sich das Ganze vor.“

Die Vorstellungskraft wächst und führt zum Verständnis des Ganzen. Wenn das Kind einen Fluss oder See kennt, kann es sich auch die anderen Seen und Flüsse der Welt vorstellen. Es ist für den Pädagogen von Bedeutung, selbst zu verinnerlichen was das Ganze bedeutet, und wie er das Interesse in dem Kind wachruft.

„Die geringsten Details werden interessant, wenn sie als Teil eines Ganzen dargestellt werden; das Interesse wächst um so mehr, je mehr man von den Details weiß.“

Lernen am Modell und durch selbstbestimmte Erfahrung

Kinder lernen durch Beobachtung und durch aktive, selbstgesteuerte Erfahrung, das heißt es ist wichtig, Kindern die wahrhaftige Natur zu zeigen. Die Kinder sollen hinausgehen und in der Natur die Pracht einer Blumenwiese, einen rauschenden Fluss, die Schönheit eines Sternenhimmels, die Beschaffenheit des Bodens, die Vielfalt der Tiere und vieles mehr erfahren.

„Wenn das Kind wandert, bietet sich ihm die Welt selbst dar. Veranlassen wir das Kind zu wandern, zeigen wir ihm Dinge in ihrer Wirklichkeit, anstatt Gegenstände anzufertigen, die Begriffe darstellen, und sie in einen Schrank einzuschließen.“

Schlüsselgeschichten als Einführung

Im Kapitel „Menschliche Potentialität und Erziehung“ der Schrift Kosmische Erziehung beschreibt Montessori mit einer beeindruckenden Originalität und Anschaulichkeit die ökologischen Zusammenhänge. Für Kinder, speziell im Grundschulalter, entwarf Montessori sogenannte Schlüsselgeschichten, die sogenannten cosmic tales (Werbelink), um ihnen auf diese Weise in komprimierter Form Einführungen in ökologische, geschichtliche und sozial-anthropologische Zusammenhänge zu geben.

Nach der AMI-Tradition (AMI – Association Montessori Internationale) gibt es die fünf großen Erzählungen:

  • Die Geschichte des Universums (Gott hat keine Hände)
  • Die Entstehung des Lebens
  • Die Entwicklung des Menschen
  • Die Geschichte der Zahlen
  • Die Geschichte der Schrift

Die Zeit von 3 bis 6 Jahren wird als eine Art Vorbereitung auf die Zeit der kosmischen Erziehung angesehen, wobei dort zunächst nur die Phänomene an sich interessieren und nicht die Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten. Im Alter von 6 bis 12 Jahren findet die eigentliche kosmische Erziehung statt, in der auch die Zusammenhänge und das „Warum?“ von Interesse sind. Nach dem Alter von 12 Jahren wird in der Arbeit auf die kosmische Erziehung aufgebaut und zurückgegriffen.

Erdkinderplan zur Förderung der Entwicklung in einer ökologischen Gemeinschaft

Maria Montessori sieht für die 12- bis 15-jährigen Jugendlichen eine spezielle Form des Lernens und Erfahrens in ihrem „Erdkinderplan“ vor.

„Die Schulen, so wie sie heute sind, sind weder den Bedürfnissen des jungen Menschen noch denen unserer jetzigen Epoche angepasst.“

Schon damals erkannte Maria Montessori die Notwendigkeit einer Reform der Pädagogik. Einer der wenigen Versuche weltweit ist die Hershey Montessori Farm School in Ohio, die von David Kahn gegründet wurde und im Schuljahr 2000/2001 ihre Tore öffnete. In dieser Gemeinschaftseinrichtung wird die „Vorstellung eines Studien- und Arbeitszentrums auf dem Lande als eine den Bedürfnissen und Interessen dieses Alters optimal angemessene Erziehungsform umfassend verwirklicht“.

In Deutschland gibt es bisher kaum Einrichtungen dieser Art, in der es möglich ist, in dieser Art von Gemeinschaft zu leben, produktive Arbeit in der Natur zu leisten und einen ökologischen Lebensstil zu führen. Es werden stattdessen immer nur Ansätze des „Erdkinderplans“ verwirklicht. In einigen Montessori-Schulen gibt es Kooperationen mit Bauernhöfen oder praktische Wochen, in denen die Jugendlichen Handwerk in der Nachbarschaft erlernen. Der gemeinnützige Verein Erdkinder-Projekt e.V. in Eberharting im oberbayrischen Voralpenland bietet ganzheitliches und praktisches Lernen auf dem Lande in einer Montessori-Schule, einem integrativen Kinderhaus sowie in einem Abiturkolleg an.

Indviduelle Persönlichkeitsentwicklung

Nur fehlt der Ansatz, dass Kinder nach Montessori, im Alter von 12 bis 18 Jahren, bevorzugt nicht im Elternhaus die meiste Zeit verbringen sollten, da sie hier zu sehr in ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung beeinflusst und gesteuert werden.

Daher wäre, wie in Ohio, ein Internat als Wohnort der Familie, im Sinne von einer Gemeinschaft junger Menschen, wünschenswert. Dort übernehmen die Internatseltern die Funktion des Vertrauenspädagogen, fördern die Entwicklung, geben aber den Jugendlichen auch den Freiraum und lassen sie ihren eigenen individuellen Weg gehen.

Es fehlen noch der Mut und die Kraft ein Projekt, wie es in Ohio funktioniert, in Deutschland zu verwirklichen. Dazu bedarf es gute Überlegungen und vor allem Ausdauer und Liebe zum Detail in der Umsetzung. Eine Akzeptanz für diese Erziehungsform beziehungsweise Erfahrungsschule ist bisher nicht weit verbreitet, sowohl bei Schulämtern, als auch bei Eltern.

Zur Vorbereitung auf eine Berufsausbildung oder ein Universitätsstudium ist diese Form des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens sicherlich von Vorteil, denn ab Verlassen der Schule sind wir auf uns alleine gestellt. Wir müssen uns die Details selber erarbeiten, um das große Ganze zu verstehen.

Zusammenfassung

Ich möchte abschließend betonen, dass ich die Art von kosmischer Erziehung, wie sie Montessori für alle Altersgruppen beschreibt, für geeignet halte und diese sollte in der Zukunft eine höhere Bedeutung in den Schulen oder sonstigen Einrichtungen haben.

Um meinen Beitrag zusammenzufassen, möchte ich einen wesentlichen Erziehungsgrundatz von Montessori anbringen:

„Einzelheiten lehren bedeutet Verwirrung stiften. Die Beziehung unter den Dingen herstellen bedeutet Erkenntnisse vermitteln“.

Die Methoden in der Lehre der kosmischen Erziehung der 6- bis 12-jährigen Kinder sind bisher sehr gut, aber auf dem Weg einer ganzheitlichen Montessori-Pädagogik für die 12- bis 15-jährigen bzw. 15- bis 18-jährigen Jugendlichen gibt es noch viele unbetretene Ufer.

Gibt es in deiner Umgebung Montessori-Schulen oder ähnliche Einrichtungen, die den von Montessori gedachten Erdkinderplan verwirklichen? Erzähl mir mehr davon in deinem Kommentar.

Literatur

Maria Montessori: Kosmische Erziehung (Werbelink) – Die Stellung des Menschen – Menschliche Potentialität und Erziehung – Von der Kindheit zur Jugend. Hrsg. Paul Oswald und Günther Schulz-Bensch. Kleine Schriften Maria Montessoris. Herder-Verlag. Freiburg. 1988.

Ela Eckert: Maria Montessoris Erdkinderplan und die Praxis der Hershey Montessori Farm School. In: Das Kind. Halbjahresschrift für Montessori-Pädagogik. 2. Halbjahr 2005, Heft 38.

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Reisetipp: Plastikfrei einkaufen in der Markthalle Colmar

Ausspannen. Genießen. Kurzurlaub. Ich war mit meiner kleinen Familie für ein Wochenende in der wunderschönen elsässischen Stadt Colmar in Frankreich. Dort habe ich die traditionelle Markthalle (Marché Couvert) besucht und war begeistert von dem Angebot. Die Markthalle gehört zu den Top Sehenswürdigkeiten in Colmar.

Ausspannen. Genießen. Kurzurlaub. Ich war mit meiner kleinen Familie für ein Wochenende in der wunderschönen elsässischen Stadt Colmar in Frankreich. Dort habe ich die traditionelle Markthalle (Marché Couvert) besucht und war begeistert von dem Angebot. Die Markthalle gehört zu den Top Sehenswürdigkeiten in Colmar.

Colmar ist eine hübsche Stadt mit viel Charme und einer mittelalterlichen Altstadt. Die liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser kannst du bei einem Bummel durch das besonders interessante Petit Venice (Klein-Venedig) bewundern. Dort war auch unsere kleine Ferienwohnung. Vielleicht kommst du bei deinem Spaziergang entlang der Lauch (Fluss in Colmar) mit deren üppigen Blumendekorationen an der Markthalle vorbei. Die tollen Blumenarrangements an Brückengeländern und Straßenlaternen sind mir überall im Elsass begegnet.

Blumendekoration entlang der Lauch (rechts Markthalle Colmar) © R. Kubisch

Fachwerkhäuser Petit Venice © R. Kubisch

© R. Kubisch

Allein die Architektur der Markthalle lohnt für einen Besuch. Die Halle wurde zwischen 1863 bis 1865 von dem Architekten Louis-Michael Boltz aus Ziegelstein und Sandstein gebaut. Jahrzehntelang wurde die Markthalle als Garage für Autos genutzt. Erst dank einer umfassenden Renovierung im Jahr 2010 dient sie heute wieder als Ort an dem Feinschmecker voll auf ihre Kosten kommen.

Markthalle Colmar © R. Kubisch

Neben Biogemüse gibt es viele regionale elsässische Spezialitäten. Wir haben dort kleine Snacks für den Nachmittagsausflug zum Col de la Schlucht, einem 1139 m hohen Pass in den Vogesen, und für unser Abendessen gekauft.

Sehenswerte Deckenkonstruktion in der Markthalle Colmar © R. Kubisch

Plastiktüten habe ich bei den Händlern in der Markthalle keine gesehen. Das Obst und Gemüse wird vom Kunden selbst in Papiertüten oder Körbe gepackt. Auch Nüsse und Gewürze lassen sich in Papiertütchen abfüllen. Ich habe viele Kunden beobachtet, die kleine Baumwollsäckchen oder eigene Körbe dabei hatten, in die dann Tomaten und Kartoffeln gelegt wurden.

© R. Kubisch

In der Reduzierung von Plastiktüten spielt Frankreich eine Vorreiterrolle in Europa. Seit 1. Juli 2016 sind bereits Einkaufstüten aus Plastik verboten. Danach folgte das Verbot von Plastiktüten zum Verpacken für Lebensmittel. In diesem Sinne dürfen seit dem 1. Januar 2017 abseits der Kasse nur noch Verpackungen aus Papier und Stoff oder solche, die biologisch abbaubar sind, ausgelegt werden. Das betrifft vor allem Tüten für Obst und Gemüse, Aufschnitt, Fleisch und Fisch.

Kräuter in der Markthalle © R. Kubisch

Frankreichs Regierung übernimmt noch viel mehr Verantwortung für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. So muss Einweggeschirr bis 2020 biologisch abbaubar sein. Außerdem dürfen unverkaufte Lebensmittel in großen Supermärkten mit einer Ladenfläche ab 400 Quadratmeter nicht mehr weggeworfen werden und müssen einer kariativen Einrichtung gespendet werden. Im Gegensatz zu Frankreich baut Deutschland statt auf ein Gesetz mehr auf Aufklärung, denn die größten Lebensmittelverschwender sind die Verbraucher selbst.

Elsässische Spezialitäten, die mein Herz höher schlagen lassen

Wenn du im Elsass bist, probiere unbedingt den leckeren Käse dort. Besonders der Munster hat es uns angetan. Der Munster wird östlich der Vogesen im Münstertal hergestellt.

Wir haben unseren Munsterkäse in der traditionellen Schaukäserei Maison du Fromage auf dem Weg von Munster nach Gunsbach gekauft. Hier wurde mit viel Liebe zum Detail eine moderne und gut gemachte Ausstellung zum Thema Käseherstellung aufgebaut.

Traditionelle Schaukäserei Maison du Fromage © R. Kubisch

Den Käse haben wir dann nachmittags zusammen mit Baguette genossen. Ein Träumchen! Zum Nachtisch gab es Tarte aux chocolat (französische Schokoladentarte) und Tarte aux pommes (französische Apfeltarte), die wir auch in der Markthalle gekauft haben.

Einkäufe aus der Markthalle © R. Kubisch

Kleiner Käseladen in Colmar  © R. Kubisch

Colmar – eine Stadt zum Verlieben © R. Kubisch

Mehr traditionelle Markthallen wie die in Colmar oder kleine Käseläden wären doch auch bei uns schön, oder? Kennst du ähnliche dauerhafte Markthallen in anderen Ländern, die auf Regionalität, Bio und Nachhaltigkeit setzen? Ich freue mich auf deinen Tipp.

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2 Kommentare zu Reisetipp: Plastikfrei einkaufen in der Markthalle Colmar

Plastikstrohhalme adé #StopSucking

Die Firma HALM hat mir Trinkhalme aus Glas zum Testen zugesendet. Da mich das nachhaltige Gesamtkonzept von HALM anspricht, möchte ich euch heute diese wunderbaren Trinkhalme vorstellen. Außerdem habe ich den Gründern von HALM drei Fragen zu ihrem Produkt gestellt.

Die Firma HALM hat mir Trinkhalme aus Glas zum Testen zugesendet. Da mich das nachhaltige Gesamtkonzept von HALM anspricht, möchte ich euch heute diese wunderbaren Trinkhalme vorstellen. Außerdem habe ich den Gründern von HALM drei Fragen zu ihrem Produkt gestellt.

In Deutschland werden geschätzt etwa 40 Milliarden Plastikstrohhalme pro Jahr verbraucht. Diese sind aufgrund der zugesetzten Weichmacher, Stabilisatoren, Flammschutzmittel und Füllstoffe zum Teil gesundheitlich bedenklich. Außerdem werden Plastikstrohhalme aus Erdöl, einem immer knapper werdenden Rohstoff, hergestellt. Laut Umweltbundesamt werden 100 bis 140 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen vermutet und gefährden die Meerestiere.

Trinkhalme aus Glas
© Anja Blumschein

HALM wurde erfunden um mehr Geschmack in deine Drinks und weniger Plastik in die Umwelt zu bringen. Die Idee kam den sympathischen Gründern, Hannah Chenney und Sebastian Müller, während eines Urlaubs auf der Insel Koh Phayam vor der Westküste Thailands. An den Stränden lag jede Menge Plastikmüll. So organisierte Hannah spontan eine Strandputzaktion. In nur zwei Stunden füllten sie und ihre Freunde zwei Dutzend 150-Liter-Säcke mit Müll. „Gefühlt war jeder zweite Gegenstand ein Plastikstrohhalm“, berichtet Hannah.

Tatsächlich ist jedes 7. Plastikteil, das am Strand gefunden wird, ein Strohhalm bzw. Stirrer (Ocean Conservancy).

Glas überzeugt als Material für Trinkhalme

Hannah und Sebastian haben sich bewusst gegen recyceltes Glas entschieden wie es zum Beispiel bei Trinkhalmen aus Fernost benutzt wird. Daher ist der Trinkhalm aus Glas gesundheitlich absolut unbedenklich und frei von Blei oder anderen Giften. Glas ist eine gute Alternative für Plastik, da es wiederverwendbar, hygienisch, geschmacksneutral und vollständig recycelbar ist.

Vor allem die Gastronomie, der Hauptverursacher des Problems, wollen die HALM-Gründer mit ihrem wiederverwendbaren und geschmacksverbessernden Trinkhalm aus Glas ansprechen. Ich bin gespannt, ob sich das Plastikstrohhalmproblem auch bei den Fastfood-Ketten mit Take away Getränken lösen lässt. Denn dieser Plastikmüll landet allzu oft nicht dort wo er eigentlich hingehört.

Wenn das Geschäft einmal profitabel wird, sollen 50 % der erwirtschafteten Erträge in nachhaltige Projekte wie CleanUps, Bildung und Forschung zum Thema Plastikmüll investiert werden.

HALM Trinkhalme aus Glas gibt es in gebogener und gerader Form plus praktischer Reinigungsbürste mit Naturborsten
© Anja Blumschein

Die Trinkhalme aus Glas werden in drei verschiedenen Längen in gebogener und gerader Form angeboten. Damit du deinen Trinkhalm aus Glas überall mitnehmen kannst, gibt es auch eine coole Tasche aus 100 % Bio-Baumwolle zum Verstauen.

Wenn du es mit Zero Waste ernst meinst, sagst du ab sofort nein zu Plastikstrohhalmen #StopSucking und trinkst deinen Cocktail mit wiederverwendbaren Trinkhalmen. Lies auch meinen Beitrag über Zero Waste und warum diese neo-ökologische Bewegung mehr als nur ein Trend ist.

Benutze doch auch mal ein gebrauchtes Marmeladenglas für deinen nächsten Smoothie
© Anja Blumschein

Drei Fragen an die HALM-Gründer Hannah Chenney und Sebastian Müller

UMWELTGEDANKEN: Es gibt auch wiederverwendbare Trinkhalme aus Edelstahl oder Bambus. Sind Trinkhalme aus Glas nachhaltiger?

HALM: Edelstahl ist genau so gut zu recyceln wie Glas und ist ebenfalls eine super wiederverwendbare Alternative. Bambus ist ein nachwachsender Rohstoff, biologisch abbaubar und kann über den Biomüll entsorgt werden. Bambus eignet sich für den privaten Gebrauch auch sehr gut, ist jedoch für die Gastronomie bezüglich der Hygiene undenkbar, denn es ziehen Stoffe in den Bambus ein. Außerdem gibt Bambus einen sehr deutlichen Eigengeschmack ab.

UMWELTGEDANKEN: Warum habt ihr euch für Trinkhalme aus Glas entschieden? Gehen die nicht schnell kaputt?

HALM: Trinkhalme aus Glas gehen genau so schnell kaputt wie unsere klassischen Trinkgläser. Mit 1,5 mm Wanddicke und dem extra-stabilen SCHOTT®-Spezialglas ist es überhaupt kein Problem auf den Halmen rumzubeißen oder diese als Stößel in Getränken zu nutzen. Glas und Edelstahl liegen in Punkten der Nachhaltigkeit und Wiederverwendbarkeit gleich auf, allerdings ist nur Glas im Vergleich komplett geschmacksneutral und erfüllt im Unterschied zu Silikon, Bambus oder speziellen Kunststoffhalmen hohe Hygienestandards. Im Gegensatz zu Edelstahl sieht man von außen auch, ob die Halme wirklich sauber geworden sind.

UMWELTGEDANKEN: Es gibt noch andere Anbieter für Trinkhalme aus Glas auf dem Markt. Warum sollen sich meine Leser für Trinkhalme von euch entscheiden?

HALM: Die meisten anderen Anbieter lassen in China in Handarbeit produzieren. Wir produzieren bei SCHOTT® in Deutschland und lassen die Halme vom Lebenshilfewerk in Neumünster einpacken. Borosilikatglas, so wie es zum Beispiel von STRAWGRACE verwendet wird, kann in diesen Größen nur in Handarbeit hergestellt werden. Von der Plakatkampagne bis zur Verpackung: Wir verzichten komplett auf die Verwendung von Mineralölen. Uns ist der ganzheitliche Ansatz sehr wichtig.

Mich haben die Antworten in Sachen Nachhaltigkeit überzeugt. Dich auch? HALM strebt außerdem an eine Firma mit Null Plastik Impact zu sein. Gerne mehr Unternehmen von dieser Sorte 🙂

© Anja Blumschein

© Anja Blumschein

Weiterführende Informationen

Ökologische Alternativen zu Strohhalmen aus Plastik im Vergleich
https://www.halm.co/de/wiederverwendbare-strohhalme-im-vergleich

Rezept Heidelbeer-Mandel-Smoothie

Zutaten: 2 Orangen, 2 Bananen, 50 g Heidelbeeren, 300 ml Mandelmilch, 20 g geschrotete Leinsamen

Zubereitung: Orangen und Bananen schälen. Dann zusammen mit den gewaschenen Heidelbeeren pürieren. Anschließend geschrotete Leinsamen hinzufügen und den Smoothie mit Mandelmilch auffüllen.

Jeder kann etwas gegen die Plastikstrohhalmflut machen. Schließt euch der Bewegung #StopSucking an und macht bei der Challenge mit.

Welche Trinkhalme verwendest du? Kennst du weitere nachhaltige Anbieter von ökologischen Trinkhalmen? Hinterlasse mir deinen wertvollen Kommentar.

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https://www.ecobrotbox.de/de/shop/zubehoer/eco-strohhalm/
2 Kommentare zu Plastikstrohhalme adé #StopSucking

Soziale Medien – Haben wir noch Zeit für sinnvolle Kommunikation?

Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook & Co sind besonders aus dem Leben junger Menschen kaum noch wegzudenken. Dank des Smartphones ist das Internet heutzutage überall mit dabei. Schon nahezu reflexartig zücken wir unser Handy in der Bahn oder im Bus, manche auch im zwischenmenschlichen Gespräch. Zeit haben wir allerdings nie.

Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook & Co sind besonders aus dem Leben junger Menschen kaum noch wegzudenken. Dank des Smartphones ist das Internet heutzutage überall mit dabei. Schon nahezu reflexartig zücken wir unser Handy in der Bahn oder im Bus, manche auch im zwischenmenschlichen Gespräch. Zeit haben wir allerdings nie.

Wie lange wird es diese oberflächige Kommunikation bei Facebook über Like oder Dislike Buttons und zum Teil sinnfreien Kommentaren noch geben? Wird die Sinnfreiheit bald gefolgt von der Sehnsucht nach Tiefe? So wie bei Beziehungen oder Büchern?

Intelligenz bedingt Aufmerksamkeit

Es ist nicht die Intelligenz, die fehlt. Ich bin mir sicher, dass die heutigen Menschen genauso intelligent sind wie vor 30 Jahren. Nur die Aufmerksamkeit kommt immer mehr und mehr abhanden. Ich habe keine Zeit!

In der letzten Zeit hat sich der Begriff Slow Media herauskristallisiert. Das ist genau wie mit dem Fast Food: Nicht nebenbei konsumieren, der Mensch möchte ein Gegenüber zum in Kontakt treten. Soziale Kontakte im Real Life werden wieder wichtiger.

Ohne Facebook ist das Leben besser?

Für mich sind beide Extreme nicht die Lösung – weder Entbehrung noch Unterwerfung. Besser ist es doch, den konstruktiven Umgang mit den sozialen Medien und dem Internet im Allgemeinen zu lernen. Daher finde ich es auch wichtig, dass Medienunterricht an Schulen immer wichtiger wird.

Kennst du auch die Bequemlichkeitsmentalität?

Liest du Blogs regelmäßig? Nutzt du die Kommentarfunktion unter dem Beitrag? Klar, es gibt viele Leser, die verfolgen Blogs, aber kommentieren nicht. Das ist auch gut so. Ich mache das auch nicht immer und trotzdem begeistern und inspirieren mich viele Blogbeiträge.

Ich bin, seit dem ich blogge, in einigen einschlägigen Facebook Gruppen vertreten. Mir fällt auf, dass sich Fragen oft wiederholen. Ständig kommen neue Mitglieder hinzu, die alle die gleiche Frage haben wie viele andere schon zuvor. Und dann gibt es da viele Blogger, die diese Fragen aufgreifen und in einem Blog Post beantworten. Sogar auch eine Frage im Facebook Post stellen.

Doch häufig wird hier nur schwach kommentiert, und schon meist gar nicht direkt unter dem Beitrag auf dem Blog oder auch nur selten auf der Fanseite. Warum? Das ist schade.

Einem Blogger bedeuten Seiten-Likes und Beitrags-Likes viel, aber noch viel mehr freuen wir Blogger uns über Kommentare. Ein guter Blogger schreibt für seine Leser und möchte im Gegenzug auch etwas über seine Leser erfahren.

Facebook Posts sind kurzlebig: Meinungen und Ideen verblassen schnell

Wird nicht auf dem Blog selbst kommentiert, verschwindet die Meinung des Einzelnen bei den sozialen Medien geschwind, weil ein Post auf den anderen folgt. Das hilft nur temporär den Usern, aber die Information bleibt nicht langfristig. Anders bei den Kommentaren auf einem Blog.

Waren früher nicht Blogs in etwa das was heute auf Facebook passiert? Nur, dass die Beiträge damals intensiver gelesen und nicht nur das Beitragsbild und der kurze Facebook Text dazu geliked wurden.

Warum machen wir uns nicht die Mühe und kommentieren zu mindestens unter dem Original Facebook Beitrag auf der Fanseite? Ein Klick, eine Sekunde zu viel, die wir brauchen, um zum nächsten Post zu wechseln. Der vorherige ist schnell vergessen.

Einziger Vorteil Beiträge auf Facebook zu kommentieren: Deine „Facebook-Freunde“ sehen deinen Kommentar, wenn sie dich zum Beispiel abonniert haben oder den gleichen Gruppen folgen. Im Prinzip ist dies auch der Sinn eines sozialen Netzwerkes – überall und mit allen vernetzt zu sein – ein öffentlicher Raum.

Monats-Umwelt-Mantra

Ich nehme Beiträge in den sozialen Medien bewusster wahr und schenke meine Aufmerksamkeit und Zeit dem Inhalt. Ich nehme in Kauf, dass ich nicht alle Meldungen erfassen kann. Dafür kommuniziere ich bewusst und auf gleicher Ebene mit dem Autor eines Textes und setze mich mit dem Inhalt und der Aussage auseinander.

Zusammengefasst sind Blogs in erster Linie auch soziale Medien, nicht nur reine Wissens- und Meinungsvermittlung. Viele Menschen schließen sich einer Community an. Über die Möglichkeit von anderen Kommentaren informiert und inspiriert zu werden, können auch Interaktionen entstehen.

Prinzipiell ist der Ton und die Qualität der Kommentare auf Blogs teilweise angenehmer als in Facebook. Ob das daran liegt, dass dieser Kommentar länger im Internet sichtbar ist? Vielleicht für Jahrzehnte? Oder weil die Menschen, die auf dem Blog kommentieren, sich mehr Zeit nehmen?

Ich freue mich über deine Meinung zu den sozialen Medien. Was denkst du woran es liegt, dass viele Menschen keine Zeit mehr haben und schnell auf Facebook liken oder kommentieren, aber selten auf dem Blog selbst?

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