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Kategorie: Inspiration

Wie mein Weg des bewussten Lebens begann

Der Verzicht auf Plastik in meinem Leben ist ein Weg von vielen, um umweltfreundlich und gesund zu leben. Warum die Reduzierung deines Plastikkonsums wichtig für dich und deine Umwelt ist, erzähle ich dir in diesem besonderen Beitrag.

Der Verzicht auf Plastik in meinem Leben ist ein Weg von vielen, um umweltfreundlich und gesund zu leben. Warum die Reduzierung deines Plastikkonsums wichtig für dich und deine Umwelt ist, erzähle ich dir in diesem besonderen Beitrag. Anschließend verrate ich dir mein persönliches Umwelt-Mantra. Ab heute bekommst du hier auf Umweltgedanken jeden Monat ein Umwelt-Mantra, dass dich auf deinem Weg zu einem bewussten und nachhaltigen Leben begleiten kann.

Was ist ein Mantra, fragst du dich jetzt?

Mantra bedeutet Geistprojektion. Das Mantra entfaltet seine Wirkung durch das Hören und Sprechen bzw. Singen. Du musst es aber nicht singen, wenn du nicht möchtest. Mit einem Mantra können Informationen in Form eines Rituals in das Bewusstsein des Geistes transportiert werden. Es hilft den Geist auszurichten und produziert einen veränderten Bewusstseinszustand, welches das Muster des Gedankenflusses einstellt.

Du kannst dein Mantra zum Beispiel bei deiner Meditation sprechen oder es dir präsent an einen Ort hinhängen, damit du es immer wieder siehst. Die Wiederholung bewirkt eine Vertiefung der Erfahrung. Klänge oder Rhythmen können dich bei der Meditation unterstützen, so dass du dir dein Mantra besser einprägst.

Warum du auf dem Weg zu einem nachhaltigen und gesunden Leben mit der Reduzierung deines Plastikkonsums auf jeden Fall beginnen solltest, erzähle ich dir jetzt.

 

Ohne Plastik ist dein Leben gesünder

Plastik enthält unter anderem Weichmacher, Bisphenol A und Flammschutzmittel. Die Chemikalie Bisphenol A mit der Abkürzung BPA ist nachweislich ein Hormongift, erbgutschädigend und gilt als krebserregend. Das heißt, es wirkt wie andere endokrine Substanzen schädlich auf unseren Organismus ein. Mehr Informationen zu Bisphenol A kannst du in meinem ersten Beitrag auf Umweltgedanken nachlesen.

 

Weniger Plastikkonsum bedeutet weniger Müll

Jedes Jahr gelangen nach Angaben des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) über 6 Millionen Tonnen Müll in die Meere. Plastik ist langlebig – es dauert je nach Kunststoffart bis zu 450 Jahre bis es sich zersetzt.

Besonders kritisch für unser Ökosystem ist das sogenannte Mikroplastik. Nach Angaben des Umweltbundesamtes kommen im nordwestlichen Mittelmeer auf zwei Planktontierchen ein Teilchen Mikroplastik. Schwer abbaubare Schadstoffe wie Pestizide oder PCB (Polychlorierte Biphenyle) binden sich zudem an die Mikroplastikteilchen und gelangen in den Organismus der Meerestiere. Über den Fisch oder die Meeresfrüchte, die wir konsumieren, gelangen diese in unseren Körper.

 

Meerestiere und Vögel können durch die Aufnahme von Plastikteilchen sterben

Fische, Vögel, Schildkröten und Robben verfangen sich im Plastik oder verschlucken es, weil sie es mit Nahrung verwechseln. Studien zufolge haben fast alle der untersuchten Nordseevögel Plastik im Magen.

Selbst in unbewohnten Regionen, wie einigen pazifischen Archipelen, finden sich die Zeichen unserer Wegwerfgesellschaft.

Vor allem in Ländern, in denen es keine Müllverwertung gibt und die Abfälle auf Deponien, in Flüsse und das Meer gelangen, sind die Auswirkungen des gestiegenen Plastikkonsums auf die Umwelt gravierend.

 

Es geht auch ohne Verpackungen!

Plastik ist ein synthetisches Produkt der Industriegesellschaft. Kunststoffe werden erst seit 1907 industriell hergestellt, so das Umweltbundesamt. Der Chemiker Ernst Richard Escales vergab im Jahr 1910 erstmals den Namen Kunststoff.

In Deutschland werden jedes Jahr 14 Millionen Tonnen Verpackungen verbraucht. Etwa 40 % davon bestehen aus Kunststoff. Seit dem Bewusstsein, dass Plastikverpackungen schlecht für die Umwelt sind, gibt es immer mehr biobasierte Alternativen auf dem Markt. Als Biomasse für Biokunststoffverpackungen sind Mais, Kartoffeln, Zuckerrohr, Zuckerrüben und Bambus relevant.

Der BUND empfiehlt, generell auf Plastiktüten oder Verpackungen zu verzichten, egal ob diese aus Bioplastik oder aus herkömmlichen Kunststoffen hergestellt wurden, denn Biokunststoffe haben momentan keine bedeutenden Vorteile gegenüber Plastik auf Erdölbasis.

Deshalb will ich gar keine Verpackungen mehr konsumieren. Auch Verpackungen aus Papier sind ökologisch nicht besser, meist ist die Ökobilanz noch schlechter.

Vielleicht ist es nicht immer umzusetzen, aber ich stelle mir einfach vor, dass es Kunststoffe früher auch nicht gab und versuche danach zu leben. Ich möchte wenig Müll produzieren und meinem Körper bewusst nicht den Risiken, die durch die Verpackungen entstehen, aussetzen.

 

Wie mein Weg des bewussten Lebens begann

Begonnen hat bei mir alles mit dem Wunsch weniger Müll zu produzieren und keine schädlichen Substanzen aus Plastik mehr in meinen Körper gelangen zu lassen. Das war der Anfang vor etwa zwei Jahren – danach folgten viele weitere Ansätze, die ich verfolge, um bewusster und gesünder zu leben.

Mir helfen dabei bestimmte positive Glaubenssätze, um mich immer wieder zu motivieren und anzutreiben. Der allererste Satz, den ich verinnerlicht habe, war das folgende Umwelt-Mantra, dass ich dir auf deinem Weg mitgeben möchte.

 

Dein erstes Umwelt-Mantra zum Vorsprechen und Verinnerlichen

Du kannst es dir auf ein Blatt Papier oder eine Tafel schreiben, damit du es immer siehst. Vielleicht klebst du es an deinen Kühlschrank oder an eine Zimmertür.

Ich bin Teil der Natur und lebe jeden Tag im Einklang mit der Natur.

Wenn du dir diesen Satz bewusst einprägst, kommen die nächsten Schritte von ganz alleine. Ich verspreche es dir.

In meinem nächsten Umwelt-Mantra im Oktober verrate ich dir genau wie du Plastik aus deinem Leben streichen kannst. Du bekommst mein zweites Umwelt-Mantra, dass mir jeden Tag dabei hilft diesen Weg immer weiter zu gehen. Eine große Rolle spielt dabei Verzicht und die Suche nach umweltfreundlichen und gesunden Alternativen.

Schreib mir in den Kommentaren, ob dir das Umwelt-Mantra auf deinem Weg geholfen hat und was sich für dich seit dem verändert hat. Wenn du schon weiter bist und verinnerlicht hast im Einklang mit der Natur zu leben, freue ich mich natürlich auch auf deinen Kommentar.

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Green Yoga – ein nachhaltiges Lebensmodell

In diesem Beitrag soll es darum gehen wie du mit Green Yoga dein Leben veränderst und die Welt verbesserst. Yoga kennt jeder, aber Green Yoga?

In diesem Beitrag soll es darum gehen wie du mit Green Yoga dein Leben veränderst und die Welt verbesserst. Yoga kennt jeder, aber Green Yoga? Menschen, die Yoga praktizieren fühlen sich mit der eigenen Identität verbundener. Sie entwickeln die Fähigkeit sich selbst zu erkennen und das Leben so zu sehen wie es ist. Menschen, die Yoga praktizieren sind mit sich selbst und allem im Einklang und erleben ein Gefühl der Freiheit, Verbindung und Aufrichtigkeit. Sie sehen mit dem Herzen.

Meine Erfahrungen mit Yoga und warum ich es so wichtig in meinem Leben finde

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die jeden Tag Yogaübungen machen, aber ich versuche mindestens zweimal in der Woche meine Asanas zu üben. Noch stehe ich am Anfang, aber das ging jeder Anfängerin einmal so. Das Buch Yoga: Das große Praxisbuch für Einsteiger & Fortgeschrittene von Inge Schöps hat mich dabei stets gut begleitet. Anschauliche Bilder und exakte Erklärungen helfen mir die Übungen im Selbststudium zu erlernen. Dennoch ersetzt ein Buch mit Sicherheit keine gute Yogalehrerin.

Begonnen habe ich mit dem Sonnengruß (Sanskr.: surja namaskar). Der Sonnengruß besteht aus einer Abfolge von Körperübungen, die in Indien traditionell vor oder bei Sonnenaufgang ausgeführt wird. Ich stehe morgens meistens um halb fünf auf. Die Übung muss aber nicht bei Sonnenaufgang durchgeführt werden, sie ist zu jeder Tageszeit möglich. Ich persönlich kann mich vor der Arbeit nicht dazu überwinden, obwohl das sicher gut wäre, um sich gelassener und gewappneter für den Tag zu fühlen.

Das Leben fühlt sich wieder rund an

Bei jeder Übung spüre ich die Kraft, die sich entwickelt. Mittlerweile kann ich ein paar mehr Übungen als den Sonnengruß und jedes Mal bin ich stolz weitere zu erlernen. Mir geht es nicht darum schnell viele Übungen zu können, vielmehr möchte ich die wenigen erlernten Asanas gut beherrschen. Danach fühlt sich das Leben wieder rund an.

Nach dem Yoga meditiere ich manchmal. Ich sitze einfach da und lasse meinen Gedanken freien Lauf, die Augen sind dabei geschlossen. Das ist meine Methode der inneren Selbstreflexion. Es braucht nichts außer mich selbst und einen Raum, an dem ich mich geborgen fühle und die Ruhe spüren kann. Einen Rückzugsort eben. Ich beginne dem Rauschen der Blätter und dem Säuseln der Luft zuzuhören. Manchmal versuche ich es auch in der Bahn. Das gelingt mir (noch) nicht so gut. Zu groß sind die Ablenkungen des Tages, die dann auf dem Weg zur Arbeit auf mich einströmen.

Mit Yoga lerne ich immer mehr und mehr mich auf Dinge einzulassen und mich den vielfältigsten Herausforderungen des Lebens zu stellen. Einfach Mut zu haben und meine Reise des Lebens zur inneren Freiheit zu beschreiten. Auch bevor ich Yoga gemacht habe, war ich schon ein bewusst lebender Mensch und schätzte die Natur. Yoga ist kein Sport, es ist eine Lebensform, die aus uns einen gesünderen und bewussteren Menschen machen kann. Yoga lehrt dich die Welt in seiner Ganzheit zu betrachten und das Wir-Gefühl zu entwickeln und zu stärken.

Warum du mit Green Yoga dein Leben und die Welt verändern kannst

Green Yoga lehrt uns ein achtsames und umweltbewusstes Leben zu führen. Green steht dabei für das Harmonische und als Symbol für Balance und Leben. Green Yoga macht uns auf die Dinge aufmerksam, die wir nachhaltig in unserer Umwelt verändern können. Traditionelle Lebensweisheiten wie Nicht-Stehlen, Nicht-Horten und Gewaltlosigkeit können mit Hilfe des Green Yogas gelebt werden. Mit bewusstem Kaufverhalten, der Wahl von biologisch und saisonal-regional angebauten Lebensmitteln, dem Kauf von Fair-Trade-Produkten oder auch durch Konsumverzicht kann die Lebensphilosophie des Green Yogas umgesetzt werden. Die nachhaltige Lebensweise steht im Einklang mit dem eigenen Selbst. Wir können die Welt verändern, wenn wir achtsam, bewusst und nachhaltig mit ihr umgehen und alles um uns herum als etwas Ganzes betrachten – die Luft, das Wasser, den Boden, jede Pflanze, jedes Tier und jeden Menschen.

Green Yoga vereint ökologische und sinnliche Harmonie

Yoga zu praktizieren bedeutet nicht immer, dass Menschen sich auch nachhaltig gegenüber ihrer Umwelt verhalten. Menschen, die Yoga praktizieren ernähren sich aber oft sehr bewusst und meist vegetarisch oder vegan. Aber eben nicht alle. Green Yoga vereint beides: innerer Selbstfrieden und ein ganzheitliches umweltbewusstes Leben.

Dieser kurze Beitrag soll dich inspirieren Yoga, Meditation und eine nachhaltige Lebensweise in dein Leben zu integrieren. Wenn du dich noch schwer damit tust, zu entscheiden was nachhaltig ist oder deiner Umwelt gut tut, dann probiere auch einmal Yogaübungen oder Meditation aus. Du wirst merken, dass es zu einem bewussteren Umgang mit dir selbst und deinem Umkreis führt. Besonders schön ist das Gefühl zu lernen und immer besser zu verstehen worauf es bei einer nachhaltigen Lebensweise ankommt.

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Hilft dir Yoga oder Meditation auch dabei dein Leben nachhaltiger und umweltbewusst zu gestalten und zu leben? Ich freue mich auf deinen wertvollen Kommentar.

Lebe nachhaltig, bewusst und im Einklang mit dir und deiner Umwelt.

Titelbild: © nenetus – Fotolia.com

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Bewusst leben: Ganz einfach mit meinem 6-Schritte-Plan

Bewusst leben und einen nachhaltigen Lifestyle in deinen Alltag zu integrieren ist ein Prozess, an dem du wachsen kannst. In diesem Beitrag zeige ich dir, dass deine innere Motivation der Motor für jede bewusste Entscheidung in deinem Leben ist.

Bewusst leben und einen nachhaltigen Lifestyle in deinen Alltag zu integrieren ist ein Prozess, an dem du wachsen kannst. In diesem Beitrag zeige ich dir, dass deine innere Motivation der Motor für jede bewusste Entscheidung in deinem Leben ist. Du kannst bewusst über deine Karriere bestimmen, deine Ernährung und deinen ganz persönlichen Lifestyle wählen. Mein 6-Schritte-Plan hilft dir dabei dich zu fokussieren und deinen persönlichen bewussten Weg zu finden.

„Wenn du etwas loslässt, bist du etwas glücklicher. Wenn du viel loslässt, bist du viel glücklicher. Wenn du ganz loslässt, bist du frei.“ (Ajahn Chah, theravada-buddhistischer Mönch, 1918 – 1992)

 

Schritt 1

Bewusst leben ist ein Prozess: Werde dir dessen bewusst

Ich schreibe hier auf Umweltgedanken oft meine eigenen Erfahrungen. Das Wissen dazu habe ich mir über einen längeren Zeitraum erarbeitet. Wie vieles im Leben, ist eine bewusste und umweltfreundliche Lebensweise ein Prozess. Du kannst nicht von heute auf morgen alles verändern und einen nachhaltigen Lifestyle leben.

Als ich mein Studium „Landeskultur und Umweltschutz“ damals im Jahr 2003 begann, da habe ich vieles noch nicht so wahrgenommen wie heute, aber eines war mir schon immer bewusst: Umweltschutz ist mir wichtig und das war auch der Grund für die Wahl meines Studiums. Wie viele Studenten auch habe ich mir damals immer mal wieder Bioprodukte gekauft, aber nicht regelmäßig, da das mit dem Budget, das ich zur Verfügung hatte gar nicht möglich war.

Und auch heute kaufe ich nicht immer alles in Bioqualität. Da ich eine plastikfreie Ernährung bevorzuge und wie die meisten in einem Supermarkt den Großteil meiner Einkäufe erledige, greife ich in letzter Zeit öfter auch zu Obst und Gemüse, das aus konventionellem Anbau stammt. Dabei achte ich auf saisonal-regionale Produkte.

Ich würde mich noch besser fühlen, wenn ich nur Obst und Gemüse unverpackt in Bioqualität kaufen würde, aber dazu müsste ich immer einen Bioladen in meiner Stadt aufsuchen. Das ist aus zeitlichen Gründen im Alltag nicht jedes Mal realisierbar. Es ist schade, dass es einem so schwer gemacht wird. Obst und Gemüse in Bioqualität im Supermarkt zu kaufen und gleichzeitig plastikfrei zu leben ist definitiv eine Herausforderung.

Ich wünsche mir von den Supermärkten, dass die Bioprodukte in der Obst- und Gemüseabteilung endlich von den Plastikummantelungen befreit werden. Nicht nachvollziehen kann ich den Grund: Plastikverpackung, damit Bio nicht mit konventioneller Ware verwechselt werden kann. Gibt es da nicht einfachere Lösungen? Zum Beispiel die komischen Aufkleber, die ich zwar auch nicht mag, die aber zu mindestens weniger Müll bedeuten würden. Das ist nur ein Beispiel, das es mir nicht so leicht macht den Weg eines plastikfreien Lebens zu gehen. Es erfordert viel Recherche und Durchhaltevermögen.

Mir fehlt oft die Zeit Kosmetik und Reinigungsprodukte selber zu machen. Da wäre auch das Beispiel Zahncreme: Ich bin mir unsicher, ob eine selbstgemachte Zahncreme wirklich so gut vor Karies schützt.

Ihr seht also: Bei meinen Lebensmitteln schaffe ich es fast immer plastikfreie Alternativen zu finden oder selbst herzustellen, aber eben nicht immer in Bioqualität. Erfreulicherweise gibt es jetzt den Biounverpackt in Wiesbaden, wo viele Produkte lose kaufen kann. Gerade bei Süßigkeiten ist es ja besonders schwierig plastikfreie Alternativen in Bioqualität zu bekommen.

Verzichten ist für mich momentan die beste Alternative. Durch das Verzichten kaufe ich viele Produkte erst gar nicht, die zum Beispiel schädliche Inhaltsstoffe enthalten.

Wie man es dreht und wendet: Es ist ein Prozess und ein langer Weg alle Punkte eines nachhaltigen und bewussten Lebens umzusetzen. Ich lebe seit mehr als einem Jahr plastikarm und habe noch nicht alle Wege beschritten, die man gehen könnte. Es erfordert sehr viel Disziplin und dass man sich damit auseinandersetzt. Das gleiche gilt für vegane Ernährung. Momentan lebe ich weder vegan noch vegetarisch, aber mein Fleischkonsum ist minimal im Vergleich zum Bundesdurchschnitt.

Schritt 2

Den Fokus nicht verlieren: Nicht alles auf einmal wollen

Es muss nicht alles sofort umgestellt werden. Du musst auch nicht gleich dein Auto verkaufen oder einen Ökostromanbieter auswählen. Obwohl das natürlich ökologisch wäre.

Plastikfrei, vegan und gesund zu leben ist eine große Herausforderung. Alles zusammen und auf einmal halte ich für sehr anstrengend. Wenn aber ein Weg beschritten wurde, kann man sich auf das nächste persönliche Projekt konzentrieren. Zum Beispiel, wenn du weißt welche Produkte du plastikfrei bekommst, kannst du besser einschätzen, ob diese ausreichend für deinen Nährstoffbedarf sind und dich vegan ernähren. Ich würde mich erst gut informieren, bevor ich vegan lebe. Du musst dann abwechslungsreich kochen, um alle Vitamine und genügend Eiweiß zu dir zu nehmen. Für den Anfang kannst du mit einer vegetarischen Ernährung auch schon viel Gutes tun.

Schritt 3

So behältst du deine Motivation langfristig

Die innere Überzeugung gibt dir am meisten Motivation. Nur durch deine eigene Willenskraft kannst du es schaffen bewusster zu leben. Interesse an nachhaltigen Fragestellungen und Grundkenntnisse im Bereich Inhaltsstoffe, Produktionsbedingungen und Umweltauswirkungen solltest du dir Stück für Stück aneignen. Sonst ist es schwer abzuwägen und Entscheidungen zu treffen.

 

Dein individueller Weg ist wichtiger als der Weg den andere gehen wollen &copy Sibgat - Fotolia.com

Dein individueller Weg ist wichtig
© Sibgat – Fotolia.com

 

Am einfachsten ist es minimalistisch zu leben, das heißt Konsumgüter nur zu besorgen, wenn du sie auch wirklich brauchst. Auch aus Kombinationen einfacher Lebensmittel kannst du tolle Kreationen kochen.

„Wenn weniger mehr ist, dann ist ’nichts‘ vielleicht alles.“ (Rem Koolhaas, niederländischer Architekt, *1944)

Motivierend ist es auch sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Erfolgserlebnisse bewusst wahrnehmen und stolz auf das sein, was man erreicht hat, kann auch einen Motivationsschub geben. Wer nachhaltig leben nur als Lifestyle betrachtet, der gerade in Mode ist, wird schnell an seine Grenzen stoßen und die Motivation langfristig verlieren.

Rückschläge oder Sackgassen werden im Prozess des bewussten Lebens immer wieder auf dich zukommen. Nach Lösungen zu suchen kann aber sehr viel Spaß machen und eine innere Befriedigung hervorrufen.

Schritt 4

Dogmatismus kann den Spaß an der Nachhaltigkeit verderben

Gönne dir ruhig auch mal eine Auszeit. Zum Beispiel haben mein Freund und ich uns dieses Jahr einmalig eine Tüte Chips gekauft, weil wir nicht mehr widerstehen konnten. Und auch auf Partys habe ich schon ab und zu ein paar Chips gegessen. Ich denke, dass das auch nicht schlimm ist und da ich Chips so selten esse, ist es ein Genusserlebnis gewesen. Wenn ich bei Freunden zum Essen eingeladen werde, würde ich auch nicht darauf bestehen nur plastikfreie Lebensmittel zu mir zu nehmen. Da bin ich dann flexibel. Und ich esse auch mal eine Pizza. Alles nicht so schlimm. Hauptsache du bist dir bewusst was du tust.

Schritt 5

Fragen stellen: So findest du heraus wie nachhaltig und bewusst du lebst

Stell dir selbst die folgenden fünf Fragen und versuche sie dir nach und nach zu beantworten. Das waren ungefähr die Fragen, die ich mir zu Beginn meines eigenen Veränderungsprozesses auch immer wieder gestellt habe.

#1 Kennst du deinen ökologischen Fußabdruck?

#2 Hast du dich schon mit dem Thema Zero Waste und einem Leben ohne Plastik auseinandergesetzt?

#3 Weißt du wirklich welche Lebensmittel du tagtäglich zu dir nimmst und was darin enthalten ist?

#4 Wie wichtig ist dir deine Gesundheit, deine persönliche Entwicklung und deine Umwelt?

#5 Was weißt du über eine bewusste und nachhaltige Lebensweise?

Schritt 6

Womit fange ich am besten an?

Das ist keine einfach zu beantwortende Frage. Jeder ist da anders. Wenn du noch nie viel Fleisch gegessen hast, wäre sicherlich die Umstellung auf eine vegetarische Ernährung gar nicht mal das Schwerste und würde deinen ökologischen Fußabdruck erheblich reduzieren. Habe ich allerdings trotz des Bewusstseins leider noch nicht geschafft. Plastikfrei einzukaufen muss man einfach ausprobieren. Nach ein paar Monaten weißt du dann ganz gut was geht und was nicht. Dazulernen kann man immer. Palmölprodukte nicht zu kaufen geht auch ganz einfach – es steht ja immer auf der Verpackung drauf. Ökologische Produkte zum Reinigen zu benutzen wäre auch eine einfache Möglichkeit nachhaltiger zu leben.

Im Prinzip kann ich das auch nicht pauschal beantworten oder will ich auch gar nicht. Wichtig ist einfach, dass du wie in Schritt 2 deinen Fokus nicht verlierst und eine Veränderung nach der anderen umsetzt. Dann gehen gewisse Handlungsweisen mit der Zeit in deinen Alltag über und du merkst gar nicht mehr, dass du ökologisch oder bewusst handelst, sondern es ist einfach dann normal für dich. Viele gute Tipps für ein nachhaltiges und bewusstes Leben findest du hier auf Umweltgedanken.

Ich hoffe, dass dir meine Schritte helfen deinen eigenen bewussten Lebensweg zu finden und wir zusammen die Welt ein wenig nachhaltiger gestalten. Schreib mir doch in den Kommentaren welche Strategie du hast. Mich würde auch interessieren, welche Prozesse des bewussten Lebens du durchlaufen hast und was dein Erfolgsgeheimnis ist? Stehst du noch ganz am Anfang? Auch gut. Schreib mir was du als nächstes vorhast, um bewusster zu leben. Ich freue mich auf deinen wertvollen Kommentar.

Lebe bewusst und nachhaltig.

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Soziale Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz – so schaffst du es frei zu sein

Jeder weiß was passiert, wenn Hennen in Massen auf dem Boden oder in Volieren gehalten werden. Sie rupfen immer wieder ihren Artgenossinnen die Federn aus und picken sie wund bis aufs Blut. Soziale Nachhaltigkeit? Ich verrate dir, wie du dich im Arbeitsalltag frei und selbstbestimmt fühlst. Es liegt in deiner Hand. Los geht’s.

Jeder weiß was passiert, wenn Hennen in Massen auf dem Boden oder in Volieren gehalten werden. Sie rupfen immer wieder ihren Artgenossinnen die Federn aus und picken sie wund bis aufs Blut. Soziale Nachhaltigkeit? Ich verrate dir, wie du dich im Arbeitsalltag frei und selbstbestimmt fühlst. Es liegt in deiner Hand. Los geht’s.

Der Mensch hat ein nachhaltiges und faires Leben am Arbeitsplatz verdient. Doch manche Personen verhalten sich wie Legehennen in Bodenhaltung.

Wir kaufen doch Bioeier, weil wir nicht unterstützen wollen, dass die Legehennen artfremd auf engem Platz gehalten werden. Freie und glückliche Hühner, die gesund sind – das wollen wir.

In meinen Beiträgen schreibe ich oft, dass wir uns wertschätzend der Umwelt gegenüber verhalten sollen. Wir schützen unsere Natur und unsere Tiere. Doch verhalten wir uns auch nachhaltig gegenüber uns selbst und anderen?

 

Ist der Mensch nicht auch ein Teil der Umwelt, der geschützt werden will?

Leben wir nicht oft in einem Käfig auf begrenztem Raum ohne die Chance zu haben uns aus eigener Kraft Platz zu verschaffen?

Wir genießen veganes Food, kaufen Fair Trade Kleidung und setzen uns für artgerechte Tierhaltung ein. Anderen Menschen gegenüber sind wir immer wieder unfair und legen ungesunde Verhaltensweisen an den Tag.

Warum ist uns Nachhaltigkeit auf ökologischer Ebene so wichtig? Und warum sind wir nicht auch öfter nachhaltig auf sozialer Ebene?

Es gibt einen Verhaltenskodex im Arbeitsleben, aber der wird gar nicht von unabhängigen Instituten oder Prüflaboren unter die Lupe genommen. Kleiner Scherz, das geht bestimmt auch nicht.

 

Woran messen wir ein mitarbeiterfreundliches Unternehmen?

Ist es das Angebot eines kostenlosen Kindergartenplatzes oder einer firmeneigenen Kantine? Vielleicht auch ein Dienstwagen, Firmenevents oder Weiterbildungsmöglichkeiten?

Oder fairer Umgang miteinander? Die Kunst den anderen zu schätzen, die Stärken und die Schwächen zu erkennen. Nicht die Schwächen des anderen und von sich selbst zu sehr in den Vordergrund zu heben, sondern die Stärken zu nutzen. Wenn dein Gegenüber deine Stärken nicht kennt: Dann zeige sie ihm doch einfach. Und finde die Stärken der anderen heraus.

Einige von euch arbeiten im Freiland, sozusagen in „artgerechter“ Biohaltung. Andere zählen sich eher zu der Gruppe Bodenhaltung mit Gehacke und Blut.

 

Wie kommst du in die Bio-Freilandhaltung?

Ich verrate es dir. Es liegt in deiner Hand.

Merke dir: Von Natur aus bist du ein freier Mensch. Also fühle dich verdammt nochmal auch auf der Arbeit frei. Wehr dich. Kommunikation ist alles. Vieles passiert oft unterschwellig, so dass wir es nicht immer gleich merken. Fang bei dir selbst an etwas zu verändern. Das merken auch die anderen.

Sei mutig, sage deinem Gesprächspartner, wenn dich etwas stört. Sonst weiß er es ja nicht. Es hilft, dass der andere dich besser versteht. Sag es direkt, sage stopp. Körpersprache verstehen kann nicht jeder. Im Normalfall sind wir ja keine Psychologen. Pack die Emotionen in den Koffer und hole sie erst raus, wenn sachliche Argumentationen nicht mehr helfen.

Die Probleme offen ansprechen. Das machen wir beim Natur- und Tierschutz doch auch. Hilft leider auch nicht immer. Etwas zu unternehmen ist aber besser als sich der hackenden Henne wehrlos auszusetzen.

Hennen, die Stress nicht so gut ertragen können, so spekulieren Wissenschaftler, neigen eher zum Federpicken, das heißt sie hacken auf Artgenossen ein, weil sie sich anders offenbar nicht zu helfen wissen. Bei freilebenden Wildhühnern treten diese Verhaltensanomalien wohl nicht auf.

Genau wie von den Legehennen wird im Arbeitsleben immer mehr Leistung gefordert. Eine qualitativ hohe Leistung ist wichtig, aber welchen Preis zahlt man uns für das Erreichen dieser Höchstleistungen? Soziales Miteinander? Faire Gehälter? Wertschätzung? Freiheit? Schutz?

Fragen über Fragen, die wir uns in einer Gesellschaft, die so oft von Nachhaltigkeit spricht, auch einmal stellen sollten.

Ich würde mich freuen, wenn du mir in deinem Kommentar schreibst wie jeder von uns zu mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz beitragen kann. Und damit meine ich ausnahmsweise nicht die ökologische Dimension.

Findest du soziale Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz wichtig oder sind andere Dinge für dich von mehr Bedeutung? Ich freue mich auf deinen Kommentar. Trau dich.

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