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Kategorie: Umwelt-Mantra

Zero Waste: Neo-Ökologische Nische oder mehr als nur ein Ökotrend?

Aus bestehenden Business-Strategien wie Bio-Produkten, Fair Trade, Cradle-to-Cradle und Sharing Economy entwickelte sich mit Zero Waste ein weiterer Ansatz nachhaltigen Konsumierens.

Aus bestehenden Business-Strategien wie Bio-Produkten, Fair Trade, Cradle-to-Cradle und Sharing Economy entwickelte sich mit Zero Waste ein weiterer Ansatz nachhaltigen Konsumierens.

Körperseife und festes Shampoo statt Duschgel aus der Plastikverpackung, wiederverwendbare Baumwollbeutel für Obst und Gemüse statt Plastiktüten, selbstgemachte Zahnpasta, Bambuszahnbürste (Werbelink) und Menstruationstasse statt Tampons – das sind nur einige Schlagworte für den noch jungen Ökotrend Zero Waste.

Zero Waste ist ein Trend der Neo-Ökologie und die Weiterführung des Cradle-to-Cradle Konzepts, ein Wirtschaftssystem ohne Abfall. Neo-Ökologie umfasst laut Zukunftsinstitut dabei nicht nur die klassischen ökologischen Themen, sondern auch die sozio-ökologischen Folgen unseres Handelns. Es ist immer mehr eine Ökonomisierung einst rein moralischer, ethischer oder ökologischer Fragen zu beobachten.

Precycling – Upcycling – Recycling

Den Cradle-to-Cradle Ansatz von Chemiker Michael Braungart und Architekt William McDonough gibt es schon seit mehr als 15 Jahren, doch schon lange sind nicht mehr nur Recycling oder Upcycling von Bedeutung. Jetzt wird Precycling, also erst gar keinen Müll entstehen zu lassen, ein zunehmend wichtiges Thema auf den Konsummärkten.

Restaurant ohne Müll

In Brighton (Großbritannien) gibt es seit 2014 ein Zero Waste Restaurant, das Silo, in dem alles darauf ausgerichtet ist keinen Müll zu produzieren. Gleichzeitig ist es auch Bäckerei, Rösterei und Brauerei. Gegründet wurde es von Doug McMaster, der zuvor 2012 „Silo by Joost“, das erste Zero Waste Restaurant in Melbourne ins Leben gerufen hatte. Gekocht wird im Silo regional-saisonal. Getränke werden in recycelten Marmeladengläsern serviert. Muss ich mir unbedingt merken und auch ausprobieren. Die Inneneinrichtung besteht komplett aus recycelbaren Materialien. Kernstück des Restaurants ist ein Schnellkomposter, der die biologischen Abfälle innerhalb von 24 Stunden in Kompost umwandelt. Klingt super.

Warum gibt es das (noch) nicht bei uns? Oder weiter gedacht: Warum können nicht alle Restaurants und Bars Zero Waste Ansätze wie die des Silos integrieren? Bisher kann ich in Deutschland wohl nicht mehr tun als meinen eigenen plastikfreien Glas- oder Edelstahltrinkhalm mit ins Restaurant nehmen, um wenigstens den Milchshake Zero Waste zu schlürfen.

Umdenken bei Verbrauchern

Verbraucher achten auch vermehrt darauf wie Konsumgüter hergestellt werden. So sinkt zum Beispiel die Akzeptanz von industriell verarbeiteten Produkten auf dem Foodmarkt immer mehr.

Auch mit dem To-Go Lifestyle sind viele Verbraucher nicht mehr einverstanden, denn dieser kostet viel Energie bei der Produktion. Beispielsweise entspricht der Energieverbrauch für die geschätzten 2,8 Milliarden Coffee-To-Go-Becher, die deutschlandweit jährlich im Müll landen, dem jährlichen Strombedarf einer Stadt mit 100.000 Einwohnern (Deutsche Umwelthilfe). Immer mehr Coffee-To-Go-Anbieter erlauben das Mitbringen eigener wiederverwendbarer Thermobecher. Einige gewähren sogar einen Preisnachlass.

Zero Waste Coffee

Thermobecher für den Coffee-To-Go sind umweltfreundlich
© Everest – Fotolia.com

Mit einer erhöhten Sensibilität für Ressourcenverschwendung möchten Verbraucher sich aus umweltschädlichen Systemen ausklinken.

Zero Waste Pionierin Bea Johnson und Bloggerin Shia vom Blog Wasteland Rebel leben es vor. Ihr Restmüll eines ganzen Jahres passt in ein kleines Schraubglas. Von Skeptikern kritisiert werden die beiden, weil sie auf den ersten Blick utopische Vorstellungen verkaufen. Auch bei den radikalen Zero Waste Verfechtern fällt Müll an, allerdings fast nur Müll, der recycelt oder kompostiert werden kann. Nichtsdestotrotz ist das ökologische Engagement und das was jede(r) theoretisch erreichen könnte, wenn sie(er) so leben würde wie die beiden, lobenswert und alles andere als negativ kritisierbar.

Anzahl der Unverpackt-Läden steigt

Das Einkaufen ohne Verpackungen begann in Deutschland 2014 mit dem Unverpackt Kiel und Original Unverpackt in Berlin. Europäisches Vorbild war das Unpacked in London. Heute gibt es mehr als 50 Unverpackt-Läden in Deutschland. Während die Idee des verpackungslosen Einkaufens bei uns erst in den letzten Jahren an Zustimmung gewann, gab es in den USA schon lange Bulkstores, wo die Verbraucher sich die losen Lebensmittel aus Bulks in mitgebrachte Behälter abfüllen können.

Verpackungswahnsinn im Onlinehandel 

Neben dem Foodmarkt bietet der Onlinehandel ein großes Potential für Zero-Waste-Konzepte. Laut einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney gehört Deutschland zu den fünf wachstumsstärksten Märkten für Onlinegeschäfte. Der gestiegene Onlinehandel lässt sich auch am aktuell steigenden Konzernergebnis der Deutschen Post erkennen. Mit steigenden Paketzahlen wachsen auch die Verpackungsberge. Eine wunderbare Zero Waste Lösung für den Verpackungswahnsinn im Onlinehandel bietet seit 2014 das Unternehmen RePack aus Finnland.

© RePack

Das ist aber bisher leider nicht sonderlich bekannt oder akzeptiert. RePack stellt recycelbare Verpackungen her, die bis zu 20-mal wiederverwendet werden können. Die erhaltene Verpackung wird dann gefaltet wieder in einen Briefkasten gesteckt und kostenfrei an den Absender geschickt

© RePack

Natural Branding: Laser-Logo für Obst und Gemüse

Bioprodukte und Zero Waste scheinen bisher kaum vereinbar und wenn nur in reinen Bioläden. Das „Natural Branding“, bei dem das Bio-Siegel mittels Laser auf das Obst und Gemüse aufgebracht wird, könnte die Plastikverpackungen im konventionellen Handel ersetzen. Seit März 2017 ist es in Filialen von Penny und Rewe in Nordrhein-Westfalen im Test. Es ist noch nicht klar, wann und ob sich das überall durchsetzt. Unklar ist auch die Akzeptanz beim Verbraucher. Schädlich ist es nicht, denn es werden mittels eines Lasers lediglich die Pigmente der äußersten Schalenschicht abgetragen. In Neuseeland und Australien gibt es diese Methode schon seit 2009.

Mehr Mehrweg?

Es wäre zudem wünschenswert, wenn es eine größere Auswahl an Mehrwegprodukten in Supermärkten oder auch Discountern gäbe. Bisher lassen sich nur Milch, Sahne und Joghurt Zero Waste einkaufen und das auch nicht überall. Das geringe Angebot an Mehrwegglas im Kühlregal lässt sich möglicherweise auf logistische Gründe zurückführen. Der Transport von Produkten in Mehrwegglas braucht mehr Kraftstoff, unter Umständen sind mehr Transporte nötig und auch die Leerguttransporte müssen mitberücksichtigt werden. Da bleibt zu überlegen, ob der ökologische Nutzen dann noch gegeben ist.

Ist ein Leben komplett ohne Müll möglich?

Nein. Zero Waste ist im Alltag nicht immer realisierbar, teilweise mit Verzicht und Aufwand verbunden und auch (noch) nicht für jeden alltagstauglich. Wir müssen uns auf keinen Fall schlecht fühlen, wenn es nur Less Waste und Less Plastic ist. Jeder Schritt ist ein Schritt zu mehr ökologischem Bewusstsein.

Zusammengefasst: Auch wenn die selbstgemachte Zahnpasta oder die Menstruationstasse nichts für dich ist, kannst du trotzdem in deinem Alltag eine erhebliche Menge Müll reduzieren und leistest somit einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz. Seinen eigenen Konsum kritisch hinterfragen kann jeder. Denk immer daran: Die Herstellung neuer Produkte und somit auch Verpackungen kostet wertvolle Ressourcen wie Energie, Wasser und Rohstoffe.

Plastikfreies Badezimmer

Zero Waste Badezimmer mit Bambuszahnbürste und Körperseife
© Anja Blumschein

Vorsicht! Zero Waste als Marketingstrategie

Leider wird Zero Waste von Unternehmen immer häufiger auch als öffentlichkeitswirksame Marketingstrategie genutzt, um Nachhaltigkeit zu demonstrieren. Das bedeutet, immer achtsam sein und prüfen, ob das Unternehmen auf einem ganzheitlichen Niveau nachhaltig ist. Einige Produkte, die eine Cradle-to-Cradle Zertifizierung haben, das heißt die vollständig wiederverwertbar oder in deren Bestandteile zerlegbar sind, findest du zum Beispiel in dem Onlineshop cradlelution.

Starke Argumente für einen (plastikfreien) Zero Waste Lifestyle

Minimalismus: Das Bewusstsein für das Notwendige wird gestärkt. Es macht Spaß Zero Waste zu leben und auf Produkte bewusst zu verzichten, weil du merkst, dass du diese nicht vermisst.

Gesundheit: Der Verzicht auf Plastik ist gut für deine Gesundheit, denn die in Plastik enthaltenen Schadstoffe (Bisphenol A, Phthalate und Flammschutzmittel) sind krebserregend und zum Teil hormonwirksam. In meinem Beitrag über Plastik vermeiden erfährst du mehr über die Schadstoffe und deren Wirkung.

Vorbild: Je mehr Menschen eine ökologische Lebensweise ausprobieren und befürworten, desto mehr setzen wir Hersteller unter Druck nachhaltige Produkte auf den Markt zu bringen und die Unternehmenskultur zu überdenken.

Auch wenn es den einen oder anderen Kritiker gibt, glaube ich weiterhin an Zero Waste und den Cradle-to-Cradle Ansatz und hoffe, dass noch mehr Menschen und vor allem Unternehmen diesen neo-ökologischen Trends folgen. Zukünftig wird ein verantwortungsvolles Wirtschaften, das Rücksicht auf die Ressourcen der Natur und des Menschens nimmt, im Vordergrund stehen.

Erdbeerwoche - Nachhaltige Frauenhygiene. Die neue Generation.

Umwelt-Mantra für den Monat September

Cradle-to-Cradle und Zero Waste sind ökoeffektive Trend-Konzepte, die den Gedanken der Kreislaufführung beziehungsweise des Precyclings verfolgen und zukunftsweisend sind. Eine völlig müllfreie Welt ist Utopie, aber dank der Zero-Waste und Cradle-to-Cradle Bewegung kann das Bewusstsein für langlebige Produkte und nachhaltige Verpackungskonzepte weltweit gestärkt und weiterentwickelt werden.

Less Waste, less Worries!

Weiterführende Informationen

Auf dem Blog Wasteland Rebel findest du eine umfangreiche Liste von Unverpackt-Läden.

Jetzt bist du gefragt: Hat die Zero-Waste und Cradle-to-Cradle Bewegung Zukunft und wie kann eine breitere Masse der Gesellschaft mit Ökotrends erreicht werden? Lebst du selber Zero Waste? Schreib es mir in deinem Kommentar. Ich freue mich auf deine Meinung und deine Erfahrungen.

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4 Kommentare zu Zero Waste: Neo-Ökologische Nische oder mehr als nur ein Ökotrend?

Soziale Medien – Haben wir noch Zeit für sinnvolle Kommunikation?

Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook & Co sind besonders aus dem Leben junger Menschen kaum noch wegzudenken. Dank des Smartphones ist das Internet heutzutage überall mit dabei. Schon nahezu reflexartig zücken wir unser Handy in der Bahn oder im Bus, manche auch im zwischenmenschlichen Gespräch. Zeit haben wir allerdings nie.

Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook & Co sind besonders aus dem Leben junger Menschen kaum noch wegzudenken. Dank des Smartphones ist das Internet heutzutage überall mit dabei. Schon nahezu reflexartig zücken wir unser Handy in der Bahn oder im Bus, manche auch im zwischenmenschlichen Gespräch. Zeit haben wir allerdings nie.

Wie lange wird es diese oberflächige Kommunikation bei Facebook über Like oder Dislike Buttons und zum Teil sinnfreien Kommentaren noch geben? Wird die Sinnfreiheit bald gefolgt von der Sehnsucht nach Tiefe? So wie bei Beziehungen oder Büchern?

Intelligenz bedingt Aufmerksamkeit

Es ist nicht die Intelligenz, die fehlt. Ich bin mir sicher, dass die heutigen Menschen genauso intelligent sind wie vor 30 Jahren. Nur die Aufmerksamkeit kommt immer mehr und mehr abhanden. Ich habe keine Zeit!

In der letzten Zeit hat sich der Begriff Slow Media herauskristallisiert. Das ist genau wie mit dem Fast Food: Nicht nebenbei konsumieren, der Mensch möchte ein Gegenüber zum in Kontakt treten. Soziale Kontakte im Real Life werden wieder wichtiger.

Ohne Facebook ist das Leben besser?

Für mich sind beide Extreme nicht die Lösung – weder Entbehrung noch Unterwerfung. Besser ist es doch, den konstruktiven Umgang mit den sozialen Medien und dem Internet im Allgemeinen zu lernen. Daher finde ich es auch wichtig, dass Medienunterricht an Schulen immer wichtiger wird.

Kennst du auch die Bequemlichkeitsmentalität?

Liest du Blogs regelmäßig? Nutzt du die Kommentarfunktion unter dem Beitrag? Klar, es gibt viele Leser, die verfolgen Blogs, aber kommentieren nicht. Das ist auch gut so. Ich mache das auch nicht immer und trotzdem begeistern und inspirieren mich viele Blogbeiträge.

Ich bin, seit dem ich blogge, in einigen einschlägigen Facebook Gruppen vertreten. Mir fällt auf, dass sich Fragen oft wiederholen. Ständig kommen neue Mitglieder hinzu, die alle die gleiche Frage haben wie viele andere schon zuvor. Und dann gibt es da viele Blogger, die diese Fragen aufgreifen und in einem Blog Post beantworten. Sogar auch eine Frage im Facebook Post stellen.

Doch häufig wird hier nur schwach kommentiert, und schon meist gar nicht direkt unter dem Beitrag auf dem Blog oder auch nur selten auf der Fanseite. Warum? Das ist schade.

Einem Blogger bedeuten Seiten-Likes und Beitrags-Likes viel, aber noch viel mehr freuen wir Blogger uns über Kommentare. Ein guter Blogger schreibt für seine Leser und möchte im Gegenzug auch etwas über seine Leser erfahren.

Facebook Posts sind kurzlebig: Meinungen und Ideen verblassen schnell

Wird nicht auf dem Blog selbst kommentiert, verschwindet die Meinung des Einzelnen bei den sozialen Medien geschwind, weil ein Post auf den anderen folgt. Das hilft nur temporär den Usern, aber die Information bleibt nicht langfristig. Anders bei den Kommentaren auf einem Blog.

Waren früher nicht Blogs in etwa das was heute auf Facebook passiert? Nur, dass die Beiträge damals intensiver gelesen und nicht nur das Beitragsbild und der kurze Facebook Text dazu geliked wurden.

Warum machen wir uns nicht die Mühe und kommentieren zu mindestens unter dem Original Facebook Beitrag auf der Fanseite? Ein Klick, eine Sekunde zu viel, die wir brauchen, um zum nächsten Post zu wechseln. Der vorherige ist schnell vergessen.

Einziger Vorteil Beiträge auf Facebook zu kommentieren: Deine „Facebook-Freunde“ sehen deinen Kommentar, wenn sie dich zum Beispiel abonniert haben oder den gleichen Gruppen folgen. Im Prinzip ist dies auch der Sinn eines sozialen Netzwerkes – überall und mit allen vernetzt zu sein – ein öffentlicher Raum.

Monats-Umwelt-Mantra

Ich nehme Beiträge in den sozialen Medien bewusster wahr und schenke meine Aufmerksamkeit und Zeit dem Inhalt. Ich nehme in Kauf, dass ich nicht alle Meldungen erfassen kann. Dafür kommuniziere ich bewusst und auf gleicher Ebene mit dem Autor eines Textes und setze mich mit dem Inhalt und der Aussage auseinander.

Zusammengefasst sind Blogs in erster Linie auch soziale Medien, nicht nur reine Wissens- und Meinungsvermittlung. Viele Menschen schließen sich einer Community an. Über die Möglichkeit von anderen Kommentaren informiert und inspiriert zu werden, können auch Interaktionen entstehen.

Prinzipiell ist der Ton und die Qualität der Kommentare auf Blogs teilweise angenehmer als in Facebook. Ob das daran liegt, dass dieser Kommentar länger im Internet sichtbar ist? Vielleicht für Jahrzehnte? Oder weil die Menschen, die auf dem Blog kommentieren, sich mehr Zeit nehmen?

Ich freue mich über deine Meinung zu den sozialen Medien. Was denkst du woran es liegt, dass viele Menschen keine Zeit mehr haben und schnell auf Facebook liken oder kommentieren, aber selten auf dem Blog selbst?

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5 Kommentare zu Soziale Medien – Haben wir noch Zeit für sinnvolle Kommunikation?

Minimalismus leben: 8 Tipps um Bücher richtig auszusortieren

Ich bin gerade dabei mich von Dingen und Glaubenssätzen zu befreien, die ich nicht wirklich zum Leben und Glücklichsein brauche. Begonnen habe ich bei unseren vielen Büchern. Da hat sich in den letzten Jahren vieles angehäuft.

Ich bin gerade dabei mich von Dingen und Glaubenssätzen zu befreien, die ich nicht wirklich zum Leben und Glücklichsein brauche. Begonnen habe ich bei unseren vielen Büchern. Da hat sich in den letzten Jahren vieles angehäuft.

Zum Minimalismus und bewussten Leben bin ich unter anderem durch die Gebote (Yamas und Niyamas) des Raja Yogas gekommen. Eines der 5 Yamas ist Aparigraha und heißt soviel wie Nicht-Horten. Es bedeutet auch Großzügigkeit oder Freundlichkeit ohne Hintergedanken. Und es bedeutet loslassen, gelassen sein.

Ein neuer Lebensstil erwächst – der Minimalismus

Bei der minimalistischen Lebensweise geht es nicht nur um Verzicht, sondern auch um das bewusste Wollen oder Nicht-Wollen. Der Begriff Minimalismus kommt aus der Architektur und steht dort für eine klare Formsprache. Als Lebensphilosophie umfasst Minimalismus totale Konsumverweigerer, aber auch Menschen, die ihren Konsum regelmäßig hinterfragen.

Das bewusste sich von etwas trennen zu wollen, führt zu einer inneren Befriedigung und Zufriedenheit. Du hast anschließend nicht nur mehr Platz und weniger Staubfänger – auch dein Bewusstsein fühlt sich freier an.

Bücher weitergeben statt verstauben lassen

Wie funktioniert das konsequente Trennen von alten Büchern, die du nicht mehr in deinem Bücherschrank verstauben lassen möchtest? Sicher, du kannst einfach alle nicht mehr gewollten Bücher ins Altpapier werfen. Das kam für mich nicht in Frage, denn hinter jedem Buch steht eine Geschichte, die es verdient weitergegeben zu werden. Es ist nachhaltiger ein Produkt weiterzuverwenden als es in den Abfall zu werfen.

Folgende Möglichkeiten hast du, um gebrauchte Bücher loszuwerden:

1. Selbstverkauf auf dem Flohmarkt (Nachteil: Standgebühr muss bezahlt werden; du wirst Bücher nicht los)
2. Selbstverkauf auf Ebay Auktion (Nachteil: du wirst Bücher nicht los oder bekommst nicht den Wunschpreis, es müssen Fotos und Bechreibungen über das Buch und den Zustand gemacht werden; jedes Buch muss unter Umständen einzeln verschickt werden, außer du bietest Bücherpakete an)
3. Selbstverkauf auf Ebay Kleinanzeigen (mit Selbstabholung)
4. Nachhaltige Lösung zu Ebay & Co: Selbstverkauf auf fairmondo.de (Vorteile: keine Großinvestoren, Fairmondo unterstützt Organisationen, die gegen Korruption sind, Spendenfunktion)
5. Bücher verschenken, zum Beispiel an Familie, Freunde, Sozialkaufhäuser, Kindergärten, Kinderheime, Stadtbibliotheken, öffentliche Bücherschränke
6. Bücher tauschen auf Online-Tauschbörsen, zum Beispiel auf tauschgnom.de
7. BookCrossing – eine ID ermöglicht dir die Reise deines Buches auf der ganzen Welt zu verfolgen. Wie BookCrossing funktioniert erfährst du hier. Wenn du ein Buch von dir freilassen möchtest, findest du auf ballycumber.de eine Liste offizieller BookCrossing Zonen (OBCZ) im deutschen Sprachraum.
8. Unkomplizierter, schneller und einfacher Verkauf über Re-Commerce Ankaufsportale, zum Beispiel momox.de, rebuy.de, regalfrei.de, studibuch.de (Nachteil: Anbieter wollen etwas verdienen, daher gibt es oft nur geringe Verkaufspreise)

Verkauf von Büchern auf Re-Commerce Ankaufsportalen

Im ersten Schritt habe ich alle Bücher, die ich nicht mehr haben wollte, auf einen Stapel gelegt. Dann habe ich über das Internet verschiedene Ankaufsportale gefunden. Du kannst theoretisch auch über Ebay oder andere Portale verkaufen. Den Weg habe ich nicht gewählt, da mir der Aufwand, das heißt das Versenden jedes einzelnen Buches, zu aufwändig wäre. Bei den Ankaufsportalen bekommst du für gewisse Bücher nur einen geringen Verkaufswert, aber es summiert sich bei vielen Büchern. Bücher für die es nur 0,01 Euro gibt, verkaufe ich nicht.

Es gibt diverse Anbieter, die vergleichen bei welchen Ankaufsportalen du für Gebrauchtes am meisten Verkaufserlöse erhältst. Ein Portal zum Vergleichen wäre zum Beispiel bonavendi.de.

Um den administrativen Aufwand so gering wie möglich zu halten, habe ich mich schlussendlich für drei Ankaufsportale entschieden. Folgende Buchankaufsportale habe ich verwendet: momox.de, regalfrei.de und studibuch.de. Momox zählt zu den größten Anbietern. Studibuch.de ist ein Portal für Fachliteratur. Bei Fachbüchern lohnt sich eventuell auch der Selbstverkauf. Da ich die Bücher schnell und unkompliziert loswerden wollte, habe ich mich für studibuch.de entschieden.

© Anja Blumschein

Bei allen Buchankaufsportalen gibst du die ISBN Nummer oder den Barcode des Buches ein. Dann wird dir ein Verkaufspreis angezeigt. Ich habe die ISBN Nummer immer bei regalfrei.de und momox.de eingegeben, da es zum Teil beachtliche Unterschiede bei den Erlösen gab. Es lohnt sich also mehrere Pakete zu packen. Allerdings würde ich mich schlussendlich auf eine gewisse Anzahl beschränken, da jeder Versand auch wieder zu Lasten der Umwelt geht.

Ich hatte einige Bücher aus der ehemaligen DDR – diese lassen sich nur schwer verkaufen, da meist keine ISBN Nummer vorhanden ist.

Der Verkauf ist einfach. Nach Eingabe der ISBN Nummer wird dir ein Verkaufspreis angezeigt. Du musst jetzt nur noch das Paket packen. Je nach Anbieter gibt es verschiedene Ankaufsbedingungen zu beachten. Regalfrei.de nimmt zum Beispiel keine Mängelexemplare an. Bücher mit einem Bibliotheksstempel werden sowohl von momox.de als auch von regalfrei.de nicht angenommen.

Die meisten Ankaufsportale übernehmen die Versandgebühren, allerdings oft erst nach einer Mindestankaufssumme (in der Regel 10 Euro). Du kannst dir einen Paketschein ausdrucken und das Paket zur Post bringen. Bei momox.de kannst du das Paket auch von Hermes bei dir zu Hause abholen lassen.

© Anja Blumschein

Öffentliche Bücherschränke

Einige Bücher werden nicht angenommen – diese wandern dann in einen öffentlichen Bücherschrank und finden vielleicht dort einen Leser. Der Gedanke hinter Bücherschränken ist folgender: Du nimmst dir ein Buch und legst dieses entweder nach dem Lesen wieder zurück in den Bücherschrank oder du tauschst das gewünschte Buch gegen ein altes von dir aus. Hier findest du eine Liste von öffentlichen Bücherschränken in Deutschland.

Uns hat das Aussortieren und vergleichen auf den Verkaufsportalen sehr viel Spaß gemacht. Die Pakete müssen jetzt nur noch abgeschickt werden. Der Zeitaufwand war vertretbar. Es hat etwa einen Abend gedauert.

Ich habe ungefähr 50 Bücher aussortiert. Nun ist wieder Platz im Bücherschrank. Von meinen heißbegehrten Lieblingsbüchern kann ich mich aber nicht trennen. Einige Bücher, die besonders gut sind, werden bei uns sogar mehrmals gelesen oder in der Familie weitergegeben.

Hast du auch Lust bekommen bei dir auszusortieren? Bei den Büchern zu beginnen, ist ein guter Anfang. Weiter soll es bei uns mit der Kleidung gehen.

Mein Umwelt-Mantra für diesen Monat: Ohne geht es mir besser. 

Trenne dich von nicht mehr benötigten Gegenständen, Gefühlen und Glaubenssätzen und du wirst Stück für Stück bemerken, dass es dir ohne besser geht.

Viel Erfolg auf deinem Weg in ein minimalistisches Leben bei dem das bewusste Haben und Nicht-Haben immer wichtiger wird. Lebe das öko-yogische Prinzip Aparigraha Tag für Tag in deinem Alltag.

Noch ein Tipp für die Wiederverwendung alter Bücher: Es lassen sich wunderschöne Geschenktüten aus alten Buchseiten basteln. Eine tolle Alternative zu Geschenkpapier.

Welche Tipps und Strategien kennst du noch, um sich von alten verstaubten Dingen und Gewohnheiten oder Glaubenssätzen zu trennen? Her damit in den Kommentaren! Ich freue mich auf dein Feedback.

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3 Kommentare zu Minimalismus leben: 8 Tipps um Bücher richtig auszusortieren

Plastikfrei leben – Kleine Schritte führen zum Erfolg

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe.

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe. Immer wieder gibt es auch Tage an denen ich mich erwische und gegen meine eigenen Prinzipien arbeite.

„Ich kann mir kein seligeres Wissen denken, als dieses Eine: dass man ein Beginner werden muss. Einer, der das erste Wort schreibt hinter einen jahrhundertelangen Gedankenstrich.“

Zitat von Rainer Maria Rilke, eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker, 1875-1926

Um dir einen Überblick zu geben was ich schon alles erreicht habe, erzähle ich dir jetzt meine Erfolgserlebnisse in Bezug auf ein plastikfreies Leben. Zudem erfährst du auch meine nächsten Vorhaben für den kommenden Monat.

Als erstes ist es wichtig, dass du weißt: Vergiss den Spaß am Leben nicht! Plastikfrei zu leben ist keine dogmatische Einstellung. Mit jedem kleinen Schritt können wir etwas für unsere Umwelt und unsere Gesundheit tun.

Wie alles bei mir begann…

Zuerst habe ich keine abgepackten Lebensmittel mehr gekauft. Meine Milch und meine Schlagsahne kaufe ich seit Beginn meines Experiments nur noch in Mehrwegflaschen. Auf alles andere habe ich meistens verzichtet.

Wenn ich einen Kuchen backen wollte und mir ein oder zwei Zutaten fehlten, die ich nur abgepackt bekomme, dann habe ich diese gelegentlich gekauft, zum Beispiel Schmand. Du siehst also, dass der Spaß am Leben trotz plastikfreiem Lebensstil immer noch bestehen bleiben sollte, sonst wird es anstrengend und macht keine Freude mehr.

Obst und Gemüse kaufe ich verpackungsfrei. Leider nicht immer in Bioqualität. Ich lege die Produkte lose in meinen Einkaufskorb und einzeln auf das Band an der Kasse. In meinem Supermarkt habe ich vor kurzem ausprobiert lose Kartoffeln in einem mitgebrachten Leinenbeutel zu kaufen. Es hat funktioniert.

Plastikfrei leben

GOTS zertifizierter Leinenbeutel aus Biobaumwolle

Grundnahrungsmittel wie Reis und Nudeln kaufe ich seit diesem Sommer lose aus dem Biounverpackt Wiesbaden. Ich habe mir dafür von Weck Gläser in verschiedenen Größen gekauft. Muskatnuss habe ich dort auch schon lose gekauft. Vorher habe ich auf Reis meistens verzichtet. Nudeln habe ich damals noch von Barilla gekauft, da diese in Pappkartons angeboten werden.

Weniger oder gar keine tierischen Produkte zu konsumieren erleichtert ein plastikfreies Leben

Vor meinem Umzug in ein anderes Stadtviertel war ich oft bei einem kleinen Metzger um die Ecke, um meine Wurst und Fleisch zu kaufen. Dort wurden mir die Produkte in meine selbst mitgebrachten Gefäße gepackt. Leider komme ich seit meinem Umzug nicht mehr so häufig dort vorbei. Längere Diskussionen an der Supermarkt-Frischetheke kenne ich seitdem zu genüge.

Es ist schwierig jedes Mal die Verkäuferin davon zu überzeugen die Wurst in eine Papiertüte ohne die mit Kunststoff beschichtete Papierfolie zu legen. In meinem Haushalt gibt es daher viel weniger tierische Produkte. Ich lebe nicht 100 % vegetarisch, aber versuche oft vegetarische Tage einzulegen. Meinen Freund kann ich auch langsam davon überzeugen.

Ganzheitlich auf die Konsumgewohnheiten achten

Da ich nicht nur plastikfrei zu leben versuche, sondern ganzheitlich auf meine Ernährung achte, kaufe ich die meisten Produkte im Supermarkt gar nicht mehr. Ganz zum Anfang als ich meinen Blog begonnen habe, war für mich das Thema auf Palmöl zu verzichten ganz groß: Das habe ich geschafft. In unserem Haushalt finden sich keine Produkte, die Palmöl enthalten. Du kannst einmal den Selbstversuch starten und genau auf die Zutatenliste achten. Dann wird dir schnell auffallen, dass viele Produkte Palmöl enthalten. Warum du besser keine Palmöl-Produkte kaufen solltest, kannst du hier nachlesen.

Um eine ganzheitliche ökologische Lebensweise zu fokussieren, hilft mir auch immer wieder Yoga und Meditation. Lies hierzu am besten meine Beiträge Green Yoga: Öko-Yogische Prinzipien für den Alltag und Green Yoga – ein nachhaltiges Lebensmodell.

Ein guter und einfacher Anfang: Einführung plastikfreier Alternativen im Badezimmer

Meine Allzweckreinigerflasche fülle ich aus einem großen Kanister im Biounverpackt Wiesbaden wieder auf. Das spart Abfall. Als nächsten Schritt möchte ich mein Handspülmittel und das Geschirrspülreinigerpulver aus dem Biounverpackt Wiesbaden ausprobieren.

Die Seife an meinem Waschbecken ist schon lange keine Flüssigseife mehr, sondern ein einfaches Seifenstück von Weleda. Das war zum Beispiel einer meiner ersten Schritte.

Ich kaufe seit diesem Sommer meine Körperseife und mein Shampoo-Bar (Shampoo in fester Form) ohne Verpackung im Biounverpackt Wiesbaden. Dieser Schritt von Duschgel und Shampoo in Verpackung hin zu einer verpackungsfreien Variante hat bei mir sehr lange gedauert. Immer wieder habe ich überlegt, ob ich damit zu recht komme, anstatt es endlich zu tun.

Plastikfrei leben

Shampoo-Bar (Kornblume-Zitrone-Salbei) und Calendula-Körperseife

Jetzt fühle ich mich wohl damit und würde nie wieder umsteigen. Meiner Haut und meinen Haaren geht es seitdem auch viel besser, weil in den Produkten keine schädlichen Substanzen enthalten sind. Die Produkte sind in Bioqualität.

Wenn ich eine Haarkur machen möchte, benutze ich ein selbstgemachtes Roggenmehl-Shampoo. Als Shampoo kann ich es mir nicht für jeden Tag vorstellen, da ich das Gefühl von Schaum vermisst habe und meine Haare sich auf Dauer nicht so sauber angefühlt haben, aber als reichhaltige Haarkur ist es wunderbar. Im nächsten Schritt möchte ich ein selbstgemachtes Zahnputzpulver ausprobieren.

Waschmittel aus Kastanien überzeugt mich im Alltag nicht

Diesen Monat habe ich Waschpulver aus Kastanien hergestellt. Das Rezept findest du in meinem Beitrag Die besten Tipps für ein gelingsicheres natürliches Waschmittel aus Kastanien. Als Dauerlösung kommt es für mich nicht in Frage, zum einen aufgrund des großen Herstellungsaufwandes und zum anderen bin ich bei stark verschmutzter Kleidung nicht besonders von der Reinigungswirkung überzeugt. Das Ausprobieren lohnt sich trotzdem und macht viel Spaß.

Kastanien Waschmittel

Waschmittelpulver aus Kastanien – natürlich, verpackungsfrei und ohne Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe

Nachhaltige Verpackungslösungen im Kosmetikbereich

Als nächstes werde ich mir meine Kosmetikprodukte vornehmen und schrittweise durch nachhaltige und verpackungsarme Varianten ersetzen. Überzeugt haben mich dabei die tollen ökologischen Produkte von ZAO. Du kaufst zum Beispiel einmal dein Puder oder deinen Lippenstift und kannst die Packung immer wieder auffüllen. In einem Beitrag über meine Wochenlieblinge habe ich dir diese Produkte von ZAO schon einmal vorgestellt. Ich benutze nicht so viele Produkte, das heißt ich brauche eine Abdeckcreme, Lippenstift, Puder und Wimperntusche und das auch nicht in tausend Variationen.

ZAO Matt Lipstick 462 old pink altrosa rosa-rot Lippenstift, in nachfüllbarer Bambus-Dose (bio, Ecocert, Cosmebio, Naturkosmetik) *

Restmüll braucht keine Plastiktüte

Meinen Restmüll lege ich in einen mit Zeitung ausgekleideten Mülleimer, so dass ich hier auch Plastik spare.

Lebensmittel nicht in Plastikdosen lagern

Schon seit 2015 lagere ich meine Lebensmittel nicht mehr in Plastikdosen. Das hat für mich hauptsächlich gesundheitliche Gründe. In den meisten Plastikdosen ist BPA (Bisphenol-A) enthalten. Ich hatte einige davon zu Hause und habe das meiste bei einem Umzug 2015 verschenkt.

Meine Küche ist im Prinzip bis auf ein paar Kleinigkeiten (Pürierstab, Wasserkocher, Sparschäler, Kaffeemühle) plastikfrei. Yippie!

Um meine Lebensmittel im Kühlschrank zu lagern, benutze ich häufig Gläser von Weck oder Keramikschalen. Da ich auf Aluminiumfolie oder Frischhaltefolie verzichten möchte, nehme ich oft einen Frühstücksteller zum Abdecken. Nachhaltige Alternativen zum Frischhalten findest du hier.

Noch ein Tipp, der nicht unbedingt für das plastikfreie Leben wichtig ist: Ich mache meine Säfte oder Smoothies mittlerweile alle selbst. Du brauchst einen Mixer oder einen guten Pürierstab und Obst oder Gemüse deiner Wahl. Meine Lieblingssmoothies sind zur Zeit: Orange-Banane-Mango-Ingwer Smoothie (sehr gesund besonders in der kalten Jahreszeit, wo wir zu Erkältungen neigen) und Avocado-Schoko-Shake (kenne ich aus Indonesien und ich liebe es).

Zusammengefasst ist das Leben ohne Plastik gar nicht so schwer. Es dauert etwas Zeit bis du alle Möglichkeiten erkannt hast, um dein Leben plastikfrei zu gestalten. Wichtig war und ist mir immer noch: Lass dich nicht stressen von den einschlägigen Gruppen in den sozialen Medien oder deinen Mitmenschen und sei stolz auf das was du bis jetzt geschafft hast.

Schreib deine Erfolge am besten auf einem Blatt Papier und du wirst merken, dass du schon viel erreicht hast. So habe ich es auch gemacht. Das Ergebnis hast du gerade gelesen.

Mein Umwelt-Mantra für den Monat Oktober

Mit kleinen Schritten erreiche ich mein Ziel plastikfrei und gesund zu leben!

Schreib jetzt auf was du schon erreicht hast und was du im nächsten Monat erreichen möchtest.

Warte nicht zu lange, sondern mache es genau jetzt. Sonst vergisst du es wieder. Sei dir bewusst, dass gute Dinge Zeit brauchen und du es schaffen kannst. Kleine Schritte und Erfolge sind besser als gar nichts zu tun und nur darüber zu reden.

Schreib mir in den Kommentaren wie dir der Beitrag gefällt und was du schon erreicht hast. Mich interessiert auch was du bei der Umstellung auf eine plastikfreie und gesunde Lebensweise schwierig findest.

Halte durch und verliere nicht den Spaß am plastikfreien Leben!

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9 Kommentare zu Plastikfrei leben – Kleine Schritte führen zum Erfolg

Wie mein Weg des bewussten Lebens begann

Der Verzicht auf Plastik in meinem Leben ist ein Weg von vielen, um umweltfreundlich und gesund zu leben. Warum die Reduzierung deines Plastikkonsums wichtig für dich und deine Umwelt ist, erzähle ich dir in diesem besonderen Beitrag.

Der Verzicht auf Plastik in meinem Leben ist ein Weg von vielen, um umweltfreundlich und gesund zu leben. Warum die Reduzierung deines Plastikkonsums wichtig für dich und deine Umwelt ist, erzähle ich dir in diesem besonderen Beitrag. Anschließend verrate ich dir mein persönliches Umwelt-Mantra. Ab heute bekommst du hier auf Umweltgedanken jeden Monat ein Umwelt-Mantra, dass dich auf deinem Weg zu einem bewussten und nachhaltigen Leben begleiten kann.

Was ist ein Mantra, fragst du dich jetzt?

Mantra bedeutet Geistprojektion. Das Mantra entfaltet seine Wirkung durch das Hören und Sprechen bzw. Singen. Du musst es aber nicht singen, wenn du nicht möchtest. Mit einem Mantra können Informationen in Form eines Rituals in das Bewusstsein des Geistes transportiert werden. Es hilft den Geist auszurichten und produziert einen veränderten Bewusstseinszustand, welches das Muster des Gedankenflusses einstellt.

Du kannst dein Mantra zum Beispiel bei deiner Meditation sprechen oder es dir präsent an einen Ort hinhängen, damit du es immer wieder siehst. Die Wiederholung bewirkt eine Vertiefung der Erfahrung. Klänge oder Rhythmen können dich bei der Meditation unterstützen, so dass du dir dein Mantra besser einprägst.

Warum du auf dem Weg zu einem nachhaltigen und gesunden Leben mit der Reduzierung deines Plastikkonsums auf jeden Fall beginnen solltest, erzähle ich dir jetzt.

 

Ohne Plastik ist dein Leben gesünder

Plastik enthält unter anderem Weichmacher, Bisphenol A und Flammschutzmittel. Die Chemikalie Bisphenol A mit der Abkürzung BPA ist nachweislich ein Hormongift, erbgutschädigend und gilt als krebserregend. Das heißt, es wirkt wie andere endokrine Substanzen schädlich auf unseren Organismus ein. Mehr Informationen zu Bisphenol A kannst du in meinem ersten Beitrag auf Umweltgedanken nachlesen.

 

Weniger Plastikkonsum bedeutet weniger Müll

Jedes Jahr gelangen nach Angaben des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) über 6 Millionen Tonnen Müll in die Meere. Plastik ist langlebig – es dauert je nach Kunststoffart bis zu 450 Jahre bis es sich zersetzt.

Besonders kritisch für unser Ökosystem ist das sogenannte Mikroplastik. Nach Angaben des Umweltbundesamtes kommen im nordwestlichen Mittelmeer auf zwei Planktontierchen ein Teilchen Mikroplastik. Schwer abbaubare Schadstoffe wie Pestizide oder PCB (Polychlorierte Biphenyle) binden sich zudem an die Mikroplastikteilchen und gelangen in den Organismus der Meerestiere. Über den Fisch oder die Meeresfrüchte, die wir konsumieren, gelangen diese in unseren Körper.

 

Meerestiere und Vögel können durch die Aufnahme von Plastikteilchen sterben

Fische, Vögel, Schildkröten und Robben verfangen sich im Plastik oder verschlucken es, weil sie es mit Nahrung verwechseln. Studien zufolge haben fast alle der untersuchten Nordseevögel Plastik im Magen.

Selbst in unbewohnten Regionen, wie einigen pazifischen Archipelen, finden sich die Zeichen unserer Wegwerfgesellschaft.

Vor allem in Ländern, in denen es keine Müllverwertung gibt und die Abfälle auf Deponien, in Flüsse und das Meer gelangen, sind die Auswirkungen des gestiegenen Plastikkonsums auf die Umwelt gravierend.

 

Es geht auch ohne Verpackungen!

Plastik ist ein synthetisches Produkt der Industriegesellschaft. Kunststoffe werden erst seit 1907 industriell hergestellt, so das Umweltbundesamt. Der Chemiker Ernst Richard Escales vergab im Jahr 1910 erstmals den Namen Kunststoff.

In Deutschland werden jedes Jahr 14 Millionen Tonnen Verpackungen verbraucht. Etwa 40 % davon bestehen aus Kunststoff. Seit dem Bewusstsein, dass Plastikverpackungen schlecht für die Umwelt sind, gibt es immer mehr biobasierte Alternativen auf dem Markt. Als Biomasse für Biokunststoffverpackungen sind Mais, Kartoffeln, Zuckerrohr, Zuckerrüben und Bambus relevant.

Der BUND empfiehlt, generell auf Plastiktüten oder Verpackungen zu verzichten, egal ob diese aus Bioplastik oder aus herkömmlichen Kunststoffen hergestellt wurden, denn Biokunststoffe haben momentan keine bedeutenden Vorteile gegenüber Plastik auf Erdölbasis.

Deshalb will ich gar keine Verpackungen mehr konsumieren. Auch Verpackungen aus Papier sind ökologisch nicht besser, meist ist die Ökobilanz noch schlechter.

Vielleicht ist es nicht immer umzusetzen, aber ich stelle mir einfach vor, dass es Kunststoffe früher auch nicht gab und versuche danach zu leben. Ich möchte wenig Müll produzieren und meinem Körper bewusst nicht den Risiken, die durch die Verpackungen entstehen, aussetzen.

 

Wie mein Weg des bewussten Lebens begann

Begonnen hat bei mir alles mit dem Wunsch weniger Müll zu produzieren und keine schädlichen Substanzen aus Plastik mehr in meinen Körper gelangen zu lassen. Das war der Anfang vor etwa zwei Jahren – danach folgten viele weitere Ansätze, die ich verfolge, um bewusster und gesünder zu leben.

Mir helfen dabei bestimmte positive Glaubenssätze, um mich immer wieder zu motivieren und anzutreiben. Der allererste Satz, den ich verinnerlicht habe, war das folgende Umwelt-Mantra, dass ich dir auf deinem Weg mitgeben möchte.

 

Dein erstes Umwelt-Mantra zum Vorsprechen und Verinnerlichen

Du kannst es dir auf ein Blatt Papier oder eine Tafel schreiben, damit du es immer siehst. Vielleicht klebst du es an deinen Kühlschrank oder an eine Zimmertür.

Ich bin Teil der Natur und lebe jeden Tag im Einklang mit der Natur.

Wenn du dir diesen Satz bewusst einprägst, kommen die nächsten Schritte von ganz alleine. Ich verspreche es dir.

In meinem nächsten Umwelt-Mantra im Oktober verrate ich dir genau wie du Plastik aus deinem Leben streichen kannst. Du bekommst mein zweites Umwelt-Mantra, dass mir jeden Tag dabei hilft diesen Weg immer weiter zu gehen. Eine große Rolle spielt dabei Verzicht und die Suche nach umweltfreundlichen und gesunden Alternativen.

Schreib mir in den Kommentaren, ob dir das Umwelt-Mantra auf deinem Weg geholfen hat und was sich für dich seit dem verändert hat. Wenn du schon weiter bist und verinnerlicht hast im Einklang mit der Natur zu leben, freue ich mich natürlich auch auf deinen Kommentar.

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4 Kommentare zu Wie mein Weg des bewussten Lebens begann

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