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Aus alt mach neu – Upcycling-Ideen für deine alte Jeans

Jeans sind zeitlos und unterstreichen jeden Modetrend. Sie haben nur ein Manko: Ihre Umweltbilanz ist schlecht. Wie du deine Jeans wieder auffrischen kannst zeige ich dir in diesem Beitrag. Upcycling Ideen für deine Jeans.

Zum Anziehen zu alt, zum Wegschmeißen zu schade. Hast du auch eine verblichene oder kaputte Jeans im Schrank liegen, die du aber auf gar keinen Fall wegschmeißen oder in die Altkleidersammlung geben möchtest? Vielleicht magst du den Used-Look – wenn nicht, dann zeige ich dir in diesem Blog-Post wie du deine Lieblingsjeans auffrischst oder daraus großartige Dinge zaubern kannst. Lass dich inspirieren.

Jeans haben eine schlechte Umweltbilanz

Jeans sind zeitlos und unterstreichen jeden Modetrend. Sie haben nur ein Manko: Ihre Umweltbilanz ist schlecht. Für die Herstellung werden viele Ressourcen verbraucht. Das fängt schon beim Stoff an, aus dem die Jeans hergestellt wird – Baumwolle – bei ihrem Anbau werden massig Pestizide eingesetzt, mit denen auch die Arbeiter in Kontakt kommen. Außerdem werden im weltweiten Durchschnitt für den Anbau von 1 Kilogramm Baumwolle rund 11.000 Liter Wasser verbraucht (Mekonnen & Hoekstra, 2010). Mehr dazu findest du in meinem Blog-Post über Baumwollanbau.

Alte Jeans mit Textilfarbe auffrischen

Da die Produktion von Jeans alles andere als nachhaltig ist, ist es sinnvoll zweimal zu überlegen, ob es wirklich eine neue Jeans sein muss. Mit den Jeans-Blau Tüchern von Brauns Heitmann kannst du deine verblassten oder vergilbten Jeans wieder in neuer Farbe strahlen lassen. Ich habe das für dich ausprobiert.

Jeans-Blau Tücher

© Anja Blumschein

Die Tücher werden mit in die Waschmaschine gegeben und färben die Jeans mit der in den Tüchern gebundenen Textilfarbe wieder blau. Du kannst mit den Tüchern ausgewaschene hellblaue bis mittelblaue Jeans bei 30 °C oder 40 °C auffrischen. Das Waschmittel wird ganz normal dosiert.

Pro Waschladung sollten maximal 1.200 g Jeanskleidung (entspricht zwei Jeans) aufgefrischt werden. Laut Hersteller wird aber ein Tuch pro Jeans empfohlen. Der typische Jeanslook bleibt beim Waschen erhalten. Die Heitmann Jeans-Blau Tücher decken keine Flecken ab.

Die Waschmaschine bekommt von der Farbe nichts ab und auch deine Hände bleiben sauber.

Farbe auffrischen mit Heitmann Jeans-Blau Tüchern

© Anja Blumschein

Es handelt sich bei den Farben um chemisch hergestellte Farbstoffe. Es sind also keine Naturfarbstoffe. Heitmann verwendet aber hochwertige und streng kontrollierte Qualitätsfarbstoffe, von denen keine Umweltgefahren ausgehen. Falls du eine biologische Kläranlage zu Hause hast, solltest du die Tücher nicht anwenden, denn die Farbzusätze könnten das biologische Gleichgewicht durcheinanderbringen.

Aus ökologischer Sicht lohnt sich das Auffrischen gut erhaltener Textilien. Statt die Jeanskleidung aufgrund der verblassten Farbe zu entsorgen wird diese weitergetragen und es müssen keine neuen Ressourcen für die Jeansherstellung verbraucht werden.

In diesem How-to-Clip siehst du auch nochmal wie das Waschen mit den Heitmann Jeans-Blau Tüchern funktioniert.

 

Die Packung der Tücher besteht aus Recycling-Pappe. In der Packung sind 10 Tücher enthalten. Die reichen somit für 10 Waschladungen.

Leider fällt nach Gebrauch etwas Müll an. Die benutzten Tücher werden im Restmüll entsorgt. Richtig super wäre es, wenn die Tücher kompostierbar wären.

Bei Brauns Heitmann wird Nachhaltigkeit, Umwelt- und Tierschutz großgeschrieben. So wird bei den Tüchern auch komplett auf Tierversuche verzichtet. Das Unternehmen produziert zudem eigenen Strom mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Produktionshallen.

Du kannst die Jeans-Blau Tücher zum Beispiel in der Drogerie oder im Brauns Heitmann Onlineshop kaufen.

Vorher-Nachher Vergleich

© Anja Blumschein

Auf den Bildern siehst du den Vorher-Nachher Vergleich. Das Bild links zeigt die Jeans vor dem Waschen mit den Heitmann Jeans-Blau Tüchern und rechts siehst du das Ergebnis nach dem Waschen. Es ist auf jeden Fall ein Unterschied zu sehen. Insgesamt sieht das Ergebnis sehr natürlich aus.

Noch mehr Upcycling Ideen

Upcycling Taschen

Bildquellen: oben www.makerist.de, unten v.l.n.r. www.develloppa.de, www.prinzessinholala.blogspot.de, www.fraufadenschein.de

 

Upcycling Decken

Bildquellen: oben www.smilla-berlin.de, unten v.l.n.r. www.die-fabelhafte-welt-der-seifenkunst.blogspot.de, www.livemaster.ru, www.schoenmstricken.de

Bevor du das nächste Mal eine neue Jeans kaufst, überlege ob du deiner alten Jeans nicht mit den Heitmann Jeans-Blau Tüchern zu neuem Glanz verhelfen magst. Auf jeden Fall brauchst du deine alten Jeans niemals wegwerfen. Denn es gibt unglaublich gute und kreative Upcycling-Ideen für deine ausgedienten Jeans. Hast du selbst schon mal etwas aus einer alten Jeans gemacht? Dann schreib mir doch gerne in die Kommentare was du gemacht hast.

Gewinnspiel!

Ich verlose gemeinsam mit Brauns Heitmann 4 x 2 Packungen Jeans-Blau Tücher! Wenn du mitmachen möchtest, schau auf der Umweltgedanken Facebook-Seite vorbei. Dort findest du alle Informationen zum Gewinnspiel. Hier geht es zu den Teilnahmebedingungen.

Weiterführende Informationen

  • Bei Smarticular findest du noch viele weitere Upcycling-Ideen für deine Jeans.
  • Tolle Jeans-Upcycling Produkte gibt es beim Onlineshop Dawanda. Da kannst du dich auch inspirieren lassen.

Wenn es doch eine neue Jeans sein muss, dann klick dich doch mal durch die Anbieter für fair und umweltfreundlich produzierte Jeans.

  • Beim Onlineshop Armedangels findest du eine große Auswahl an nachhaltig produzierten Jeans Labels.
  • Auch eine große Auswahl an ökologisch hergestellten Jeans gibt es bei Avocadostore.
  • Ein toller Anbieter aus Freiburg verkauft die in Europa produzierte Fair Jeans.
  • Das Eco Label Kutie Protocol produziert Jeans für Kinder, die unter sozial fairen und umweltfreundlichen Bedingungen in Kolumbien gefertigt werden.

Titelbild: Jeans von Shaury. Lizenz: CC BY-SA 2.0

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Green Office: Prime Computer bringt Nachhaltigkeit ins Büro

Nachhaltigkeit im Büro bedeutet weit mehr als nur Mülltrennung und einen Baum zu pflanzen. Einen Drittel des Tages verbringen wir im Büro – Grund genug auch hier einen Blick auf die Ökobilanz zu werfen. In diesem Beitrag geht es um die Nutzung energieeffizienter Desktop-Computer und Server des nachhaltigen Schweizer IT-Unternehmens Prime Computer.

Nachhaltigkeit im Büro bedeutet weit mehr als nur Mülltrennung und einen Baum zu pflanzen. Einen Drittel des Tages verbringen wir im Büro – Grund genug auch hier einen Blick auf die Ökobilanz zu werfen. In diesem Beitrag geht es um die Nutzung energieeffizienter Desktop-Computer und Server des nachhaltigen Schweizer IT-Unternehmens Prime Computer.

 

Interesse an Green IT Lösungen steigt weiter

Insbesondere Computergeräte unterliegen einer schnellen technischen Entwicklung und einem überdurchschnittlich schnellen Alterungsprozess. Daher sind Umweltbelastungen durch Computergeräte von wachsender Bedeutung. Ob es sich um ein ökologisches Gerät handelt, erkennst du am ehesten an einem der Prüfsiegel oder Umweltzeichen, zum Beispiel dem Blauen Engel oder Energystar.

Blauer Engel LogoEnergy Star Logo

Mit technischen Weiterentwicklungen aufgrund der vom Endverbraucher geforderten höheren Leistungsfähigkeit sind in den letzten Jahren die Energiekosten für Rechenzentren und Endenergiegeräte signifikant gestiegen. Der Betrieb von Rechenzentren mit erneuerbaren Energien trägt zum Beispiel zur Schonung der natürlichen Ressourcen bei. Wer sich für einen Cloud-Dienst interessiert, um Daten extern zu speichern, findet beispielsweise bei Windcloud einen Anbieter, der seinen Strom aus einem eigenen Windpark bezieht.

 

Prime Computer ist Gewinner des Red Dot Design Awards 2018

Es tut sich einiges in Sachen Nachhaltigkeit am IT-Markt. Ich möchte dir die Prime Computer AG vorstellen: Die Produkte PrimeMini4, PrimeMini3 und PrimeServer wurden mit dem diesjährigen Red Dot Design Award ausgezeichnet.

Der Red Dot ist ein international anerkanntes Qualitätssiegel, das von einer Expertenjury an Produkte mit hoher Gestaltungsqualität vergeben wird.

PrimeMini3

Stromsparender und lautloser PrimeMini 3 für Home-Office oder Mediacenter
© Prime Computer AG

 

Umweltfreundliche Computer und Server aus der Schweiz

Die Prime Computer AG ist ein Schweizer IT-Unternehmen, das lüfterlose Desktop-PCs und Server in St. Gallen in der hauseigenen Werkstatt in der Schachenstraße 9 zusammenbaut und betriebsbereit macht. Prime Computer verfolgt hierbei eine langfristige IT-Strategie, die insbesondere eine Minimierung der Ressourcenverschwendung zum Ziel hat.

PrimeServer

Dank der kompakten Bauweise passen zwei PrimeServer auf ein genormtes 19-Zoll-Tablar im Rack
© Prime Computer AG

 

Das 2013 gegründete IT-Unternehmen legt großen Wert darauf, dass Computer und Server langlebig, recyclefähig und energiesparender sind. Dank dieser Vorteile haben Produkte von Prime Computer einen erheblich kleineren ökologischen Fußabdruck als herkömmliche Geräte.

Wenn du dich für einen lüfterlosen PrimeMini (30 Watt) entscheidest, kannst du im Vergleich zu einem Standard-PC mit Lüfter (200 Watt) bei einer Nutzungsdauer von 5 Jahren laut Prime Computer 85 % der Stromkosten einsparen.

 

Lüfterlose Bauweise verspricht hohe Hygiene und Einsatz in schmutzintensiven Branchen

Prime Computer verwendet Komponenten von namhaften Firmen wie Intel, Samsung und Kingston und gibt 5 Jahre Garantie auf jedes Produkt.

Durch das Aluminiumgehäuse und die lüfterlose Bauweise sind die kompakten und sehr leichten Geräte praktisch wartungsfrei, da kein Schmutz eindringen kann. Die Computer wirbeln dank der passiven Kühltechnologie und des fast geschlossenen Gehäuses die Luft nicht auf. Staub, Mikroben, Bakterien, Viren und Pollen werden so nicht angesaugt und an die Umgebung abgegeben. Damit erfüllt der PrimeMini hohe Hygieneansprüche und eignet sich hervorragend für Krankenhäuser, Arztpraxen und in der Lebensmittelverarbeitung sowie Gastronomie.

PrimeMiniPro

© Prime Computer AG

 

Lüfterlose Computer wie der PrimeMini Pro eignen sich besonders in schmutzintensiven Branchen wie Schreinereien, Metallverarbeitung, Autogaragen, Landwirtschaft und Friseursalons.

PrimeMiniPro

© Prime Computer AG

 

Mehr zur lüfterlosen Bauweise erfährst du auf dem Blog von Prime Computer.

 

Weniger Emissionen am Arbeitsplatz

Alle Geräte arbeiten komplett lautlos, rauschen und vibrieren nicht. Das trägt zu einem gesunden Arbeitsplatz bei. Verglichen mit herkömmlichen Geräten stoßen Prime-Computer-Produkte außerdem wenig Schadstoffe aus. Und auch die elektromagnetische Strahlung, die von den Geräten ausgeht, ist gering. Diese niedrigen Werte tragen zu einem verbesserten Wohlbefinden bei und schonen die Umwelt.

 

Prime Computer pflanzt auch Bäume

Prime Computer pflanzt für jedes verkaufte Produkt einen Baum in Mexiko und unterstützt damit die Billion Tree Campaign von Plant for the Planet. Bisher wurden 1.100 Bäume von der Prime Computer AG und 4.000 Bäume von der Prime Computer AG Community gepflanzt. Mach mit! Jetzt einen Baum in Mexiko pflanzen.

Plant for the Planet ist eine Kinder- und Jugendinitiative, deren Ziel es ist bei Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen. Dies macht die Initiative durch weltweite Baumpflanzaktionen.

 

Weitere IT-Tipps für ein Green Office

Altgeräte nicht wegwerfen

Altgeräte können an gemeinnützige Einrichtungen abgegeben werden – etwa Schulen oder Vereine freuen sich immer über eine Sachspende.

Es gibt auch die Plattform Green Panda, die gebrauchte Business Hardware mit Garantie verkauft. Das Unternehmen Reteq kauft ausrangierte Business Hardware auf und stellt deren Funktionstüchtigkeit wieder her. Da es sich bei Business Hardware um hochwertige Qualität handelt, können diese Computer oft noch länger weiterverwendet werden. Werden alte Computer wiederaufgearbeitet, spricht man von Refurbished IT.

Der Kauf gebrauchter Geräte schont wertvolle Ressourcen, dämmt den ständig wachsenden Berg von Elektroschrott ein und leistet einen effektiven Beitrag zum Umweltschutz.

Druckerzeugnisse nachhaltig drucken

Broschüren, Plakate oder Geschäftsberichte am besten nur digital anbieten und soll es dennoch ausgedruckte Exemplare geben, kannst du dieUmweltDruckerei wählen. Dort werden ausschließlich Recyclingpapiere und vegane Pflanzenfarben zum Drucken verwendet. Außerdem nutzt die Druckerei Ökostrom und versendet klimaneutral.

Telefon- und Videokonferenzen statt Dienstreisen

Bei Inlandsreisen solltest du möglichst komplett auf Flugreisen verzichten oder diese alternativ über Atmosfair kompensieren. Aber wie wäre es mal zu überlegen, ob eine Dienstreise überhaupt notwendig ist und ob das Meeting nicht über eine Telefon- und Videokonferenz realisierbar ist.

 

Fazit

Große Veränderungen lassen sich nicht von heute auf morgen umsetzen, doch es lohnt sich anzufangen. Als erster Schritt muss im Unternehmen Nachhaltigkeit als strategisches Unternehmensziel erkannt und etabliert werden. Dann können zum Beispiel mit Hilfe von Benchmark-Daten machbare Zielgrößen zum Beispiel für die Energieeffizienz von Hardware konkretisiert werden.

Auch wenn sich laut der in der Schweiz meistverkauften und meistgelesenen PC-Zeitschrift – PCtipp – der PrimeMini 3 nicht für moderne Computerspiele eignet, so ist der kompakte Kleinstcomputer für alle gängigen Alltagsarbeiten bestens geeignet und wurde 2017 mit einer exzellenten Bewertung ausgezeichnet. Für leistungsstärkere Anwendungen ist der PrimeMini Pro besser geeignet.

Vielleicht möchtest du den PrimeMini jemanden zu Weihnachten schenken? Dann habe ich noch ein amüsantes Video für dich.

 

Möchtest du mehr Informationen über Prime Computer? Dann besuche doch mal die Webseite oder den Onlineshop. Prime Computer stellt auf ihrer Webseite auch Produktdatenblätter und eine Broschüre zum Download zur Verfügung. Ganz neu ist der PrimeMini 4. der erste PrimiMini mit i7 Prozessor. Du kannst den PrimeMini 4 jetzt schon vorbestellen! Auslieferungen erfolgen Ende Juni 2018.

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit der Prime Computer AG entstanden.

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Titelbild: PrimeMini 3 – © Prime Computer AG

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Marktschwärmer: Fair und regional einkaufen direkt vom Erzeuger

Marktschwärmer ist eine Initiative, die Onlineshop und Bauernmarkt verbindet. Ich habe die Plattform getestet und bei einer Schwärmerei meiner Wahl einen Gutschein eingelöst. Regional einkaufen und dabei die Erzeuger persönlich kennenlernen.

Vor einiger Zeit bekam ich eine E-Mail von Volker Zepperitz, dem Sprecher der Initiative der Marktschwärmer. Darin enthalten war ein 25-Euro-Gutschein, den ich in einer Schwärmerei meiner Wahl einlösen kann. Was um Himmels willen ist eine Schwärmerei, dachte ich? Ich hatte noch nie davon gehört. Da ich mich zu nichts verpflichtet fühlen sollte, löste ich den Gutschein ein und hatte ein positives Einkaufserlebnis und eine nette Begegnung mit den Gastgebern einer Schwärmerei in Mainz.

Ich war so begeistert von der Vision hinter dem Konzept Marktschärmer, dass ich dich an meiner Freude teilhaben lassen möchte. Vielleicht probierst du die Marktschwärmer auch mal aus?

Ich suchte mir eine Schwärmerei in meiner Nähe und zwar die Amorella Kirsch-Manufaktur in Mainz. Leider gibt es aktuell noch keine Schwärmerei in Wiesbaden (ist aber in Aufbau im Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden). Denn immer von Wiesbaden nach Mainz zu fahren ist auch nicht nachhaltig!

Marktschwärmer ist ein sozial und ökologisch orientiertes Netzwerk zur Direktvermarktung

Nun zu dem Konzept Marktschwärmer. Was ist das? Hierbei finden sich regionale Anbieter zusammen und verkaufen Lebensmittel und Getränke zu fairen Preisen an nachhaltig denkende Menschen. Aktuell gibt es 44 Schwärmereien in Deutschland. Das Ganze ist auch nicht brandneu. Zuvor hieß Marktschwärmer Food Assembly, doch dies war vielen zu international und spiegelte nicht den Grundgedanken – die Regionalität – wider. So wurde Food Assembly 2017 in Marktschwärmer umbenannt.

Der Vorteil für die Erzeuger ist, dass diese nur so viele Produkte produzieren müssen wie auch gekauft wurden. Es gibt dadurch keine Verschwendung verderblicher Lebensmittel. Lies dazu auch meinen Beitrag zum Thema Lebensmittelverschwendung.

Der Kunde bekommt nicht einfach nur eine anonyme Lieferung wie es zum Beispiel bei Lebensmittelkisten der Fall ist, sondern kann am Abholtag direkt mit den Erzeugern ins Gespräch kommen. Auch muss der Kunde nicht jeden Erzeugerhof einzeln anfahren, um dort in den Hofläden die Lebensmittel zu kaufen. Das spart Kraftstoff und somit CO2-Emissionen. Und das ist gut für unser Klima!

Kombination aus Onlineshop und Bauernmarkt

Der Einkauf erfolgt ganz bequem online, so dass beim Abholen mehr Zeit für das Wesentliche, das Miteinander sprechen bleibt, da der Bezahlvorgang schon abgeschlossen ist. Das Tolle an den Marktschwärmern ist also, dass die Erzeuger bei der Verteilung, die einmal die Woche in Mainz zum Beispiel in der Zeit von 17:30 Uhr bis 19 Uhr stattfindet, anwesend sind. So kannst du direkt etwas zu den Produkten und deren Anbau- bzw. Aufzuchtbedingungen fragen.

Ich kam leider etwas spät, so dass ich nur noch zwei Erzeuger treffen konnte. Die anderen waren schon wieder unterwegs, weil die einen längeren Anfahrtsweg von einer Stunde hatten. Die meisten meiner Produkte waren schon zusammengestellt und wurden mir von der Gastgeberin der Schwärmerei, Katja Mossel, in der Alten Waschküche vom Chausseehaus in Mainz-Marienborn überreicht.

Mit dabei waren frische Milch und Quark vom Milchhof Soonwald, zwei Sorten Käse vom Buchenhof, ein Paket Feldsalat von Stein`s Kräuter und Garten, ein halbes Dinkel-Kartoffel-Nuss-Brot (ohne jegliche Zusatzstoffe) von Kaegy’s Kornkammer. Das Highlight war das Rinder-Hackfleisch von Bauer-Balzer.

Saisonal und regional einkaufen

Leckere regionale Produkte, die ich in der Schwärmerei gekauft habe (leider nicht alle plastikfrei)
© Anja Blumschein

Gut fand ich, dass alles regional und saisonal ist. Nicht gefallen hat mir das viele Plastik bei den Verpackungen. Die Milch kam immerhin im 2-Liter-Mehrwegbehälter. Leider war die Portionsgröße 250 g beim Quark nicht in einem Mehrwegbecher möglich. Erst ab 500 g gibt es den Quark oder Joghurt im Mehrwegbecher. Auch das Rinder-Hackfleisch war in einer Plastiktüte eingepackt. Der Feldsalat war ebenfalls in einem Einwegplastikschale mit Deckel. Hier hätte ich den Vorschlag wiederverwendbare Plastikschalen zu verwenden. Das wäre umweltfreundlicher und würde mir besser gefallen. Die Erzeuger können dann wie der Milchhof Soonwald auch ein Pfand auf die Schale erheben.

Die Produkte waren allesamt sehr lecker. Den Käse und das Brot haben wir noch gleich am selben Abend probiert.

Mir gefällt das Konzept von Marktschwärmer. Daher wollte ich es hier mit euch teilen. Sicher gibt es auch Erzeuger in anderen Schwärmereien Deutschlands, die mehr auf plastikarmes Verpacken achten. Schau doch mal bei Marktschwärmer vorbei und vielleicht gibt es auch in deiner Nähe eine Schwärmerei bei der du tolle regionale Produkte kaufen kannst. Die Registrierung beziehungsweise die Mitgliedschaft bei Marktschwärmer ist kostenlos.

Katja Mossel, Gastgeberin der Schwärmerei in Mainz, erzählte mir, dass zu jedem Marktschwärmer-Tag rund 50 Menschen kommen. Da ist sicher noch Potential. Ich denke, dass viele gar nicht wissen, dass es diese Möglichkeit des regionalen Einkaufs neben Wochenmarkt und Hofladen gibt.

Für Menschen, die es zeitlich nicht schaffen auf den Wochenmarkt zu gehen, ist so eine Schwärmerei eine Alternative für den regionalen Einkauf.

Kaufst du immer regional? Und warst du schon mal bei einer Schwärmerei in deiner Nähe? Ich freue mich auf deine Erfahrung und Meinung in deinem Kommentar.

Weiterführende Informationen:

Werbevideo von Marktschwärmer: Wir sind Marktschwärmer. Und du? 
Hier kommst du zur Plattform Marktschwärmer
Marktschwärmer bei Facebook

Titelbild: © Marktschwärmer

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Windelfrei: Braucht ein Kind Belohnungen beim Sauberwerden?

Sauberkeitserziehung, Töpfchentraining: Das sind Worte, die bereits Kontrolle und Zwang im Namen tragen. Beim Sauberwerden handelt es sich ausschließlich um einen Reifungsprozess, der ähnlich wie das Laufen- und Sprechenlernen nicht beschleunigt werden kann.

Sauberkeitserziehung, Töpfchentraining: Das sind Worte, die bereits Kontrolle und Zwang im Namen tragen. Beim Sauberwerden handelt es sich ausschließlich um einen Reifungsprozess, der ähnlich wie das Laufen- und Sprechenlernen nicht beschleunigt werden kann. Das eigene Kind dabei zu begleiten, so dass es selbständig und wertschätzend lernt auf die Toilette oder das Töpfchen zu gehen, ist für viele Eltern eine Herausforderung. Zahlreiche Ratgeber versprechen Tipps und Tricks, die beim Sauberwerden helfen sollen.

Exkurs: Warum war in der ehemaligen DDR das Töpfchentraining so beliebt?

In den Krippen der ehemaligen DDR wurden die Kinder alle gemeinsam in einer Reihe auf das Töpfchen gesetzt. Es gab nur nässende Baumwollwindeln. Deshalb wurde vielleicht mehr Engagement in das Sauberwerden gesteckt. Gebracht hat das Töpfchentraining aber nur etwas, wenn das Kind körperlich dazu bereit war. Der Imitationslerneffekt war sehr groß. Dennoch verstärkt die Intensität der Sauberkeitserziehung die Entwicklung der Blasen- und Darmkontrolle nicht, so der Schweizer Kinderarzt Remo Largo, Autor der bekannten Bücher Babyjahre (Werbelink) und Kinderjahre (Werbelink).

Unabhängig davon, ob geübt wird oder nicht, werden etwa alle Kinder zum gleichen Zeitpunkt trocken, da hierfür Hirnreifungsprozesse verantwortlich sind, die dazu führen, dass das Kind die Ausscheidungen und den Harn- beziehungsweise Stuhldrang bewusst wahrnimmt. Die meisten Kinder sind emotional und körperlich zwischen 18 und 22 Monaten bereit für diesen Entwicklungsschritt. Dabei sollte das Kind dabei unterstützt werden die eigenen Körpersignale (wieder) zu lernen.

Das Interesse des Kindes hängt (…) von der Möglichkeit ab, eigene Entdeckungen zu machen. (Zitat Maria Montessori)

Laut Largo beherrschen am Ende des dritten Lebensjahres 75 % der Kinder tagsüber den Toilettengang und im Laufe des vierten Lebensjahres sind fast alle Kinder sauber. Dieses Ergebnis hat Largo in der Zürcher Längsschnittstudie erforscht, bei der über 700 Kinder seit 1954 in der Universität Zürich untersucht wurden.

Die Eltern oder Geschwisterkinder können gute Vorbilder sein und beim Toilettengang das Kind zusehen lassen. Wer das nicht möchte, kann den Vorgang auch mit Hilfe von Büchern erklären.

Empfehlenswerte Bücher sind:

Moritz Moppelpo braucht keine Windel mehr (Werbelink)
Was hast du in deiner Windel? (Werbelink)

Von auf dem Markt erhältlichen Trainingswindeln, die Kinder schnell hoch- und runterziehen können, würde ich abraten. Der Lerneffekt ist begrenzt, denn Flüssigkeit wird sofort aufgesogen. In der Übergangsphase ist dann aber mit mehr Wechselwäsche zu rechnen.

Bei einigen Kindern helfen entsprechende Aufkleber und Belohnungen.  Doch nicht jede Belohnung ist für jedes Kind gleichermaßen geeignet. Das eine Kind freut sich über kleine Geschenke. Das andere über gemeinsames Lesen einer Geschichte.

Am Anfang können die Belohnungen auch hilfreich sein. Lob hilft deinem Kind aber nur bedingt und bestärkt es nur im ersten Moment. Nach einer bestimmten Zeit, solltest du diese unbedingt weglassen.

Schwierig finde ich bei Belohnungen immer, dass du damit dem Kind suggerierst: „Du schaffst es nicht allein!“ Ich würde eher auf Belohnungen verzichten und versuchen das Kind mit Worten zu bestärken und ihm Hilfestellung zu geben, wenn es diese braucht.

Belohnung und Bestrafung machen Kinder abhängig

Gehirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther hält Belohnung genauso gefährlich wie Bestrafung. Lernen funktioniert mit Begeisterung und Spaß. „Es muss bedeutsam sein und unter die Haut gehen.“, so Hüther. Auch Maria Montessori, italienische Ärztin und Reformpädagogin (1870-1952), sagte, dass sich ein Kind nur verbessern und vervollkommnen kann, wenn es so viel und so lange üben darf, wie es möchte. Eine eigene Fehlerkontrolle ist außerdem wichtig. Aus diesem Grund lehne ich oben schon angesprochene Trainingswindeln ab, da damit keine „Fehlerkontrolle“ stattfindet.

Kinder, die mit Belohnung oder Bestrafung erzogen werden, lernen nicht aus sich selbst heraus und werden abhängig.

Hier noch ein kurzes Video, indem Prof. Dr. Hüther sehr gut erklärt wie Lernprozesse bei Kindern am besten gelingen. Unbedingt ansehen.

 

Vedvarende UG bietet Set Pieselpiet als Belohnungssystem an

Wer gerne mit Lob arbeitet und ein Belohnungssystem anwenden möchte, dem kann ich das süße Set Pieselpiet von der Vedvarende UG ans Herz legen.

Dieses wurde mir kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt. In dem Set sind eine Beschreibung über das Konzept Pieselpiet, 10 verpackte nachhaltige Geschenke, 58 Pieselpiet-Sticker und 10 Stickerkarten enthalten.

Pieselpiet-Sticker und Stickerkarten © Anja Blumschein

Unser Sohn ist noch nicht soweit, aber ich werde bei ihm zum Sauberwerden aus oben beschriebenen Gründen kein Belohnungssystem anwenden. Daher habe ich die Geschenke schon jetzt ausgepackt und für euch begutachtet. Das Set wurde liebevoll von Hand gepackt. Richtig doll hat sich unser Sohn über den Glockenstab aus naturbelassener Buche von Schlossfürst Musikinstrumente gefreut. Bei Schlossfürst Musikinstrumente gibt es sehr schöne Musikinstrumente und Musik-Bewegungsmaterial für die musikalische Frühförderung.

Glockenstab aus naturbelassener Buche © Anja Blumschein

Was mir nicht so gut an dem Set gefällt ist, dass ein paar der Geschenke nicht für unter dreijährige Kinder geeignet sind, obwohl das Set beziehungsweise die „Sauberkeitserziehung“ laut Vedvarende ab 2 Jahre empfohlen wird.

Das Set eignet sich nicht für Leute, die komplett auf Plastik verzichten möchten, da zwei der enthaltenen Geschenke unter anderem aus Plastik bestehen. Du kannst dir aber auch selbst Geschenke ausdenken.

© Anja Blumschein

Beim Sauberwerden finde ich folgende Punkte wichtig:

 

Zum richtigen Zeitpunkt beginnen und die Umgebung vorbereiten

Viele Kinder entwickeln im zweiten und dritten Lebensjahr ein Interesse für den Körper und die Ausscheidungen. Diese Phase nennt Remo Largo die „anale Phase“. In dieser Phase reicht es aus ein Töpfchen im Badezimmer bereitszustellen. Wichtig ist, dass das Töpfchen im Bad steht und nicht in einem anderen Zimmer oder im Garten. Daneben kannst du noch einen Korb mit einer Toilettenpapierrolle und einen kleinen Eimer für das gebrauchte Papier stellen. Außerdem kannst du noch einen Korb mit Wechselkleidung und ein kleines Bilderbuch über das Sauberwerden hinstellen. Alternativ zum Töpfchen kannst du auch einen Toilettensitzverkleinerer benutzen und einen kleinen Hocker vor die Erwachsenentoilette stellen. Oder einfach beides anbieten.

Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen, sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen. (Zitat Maria Montessori)

Inspirationen für die Einrichtung der Montessori-Kindertoilette gibt es auf Pinterest.

 

Vorbildfunktion

Wenn die Eltern oder Geschwister auf die Toilette gehen, ruhig die Tür auflassen und das Kind zusehen lassen.

Keinen Druck ausüben

Wenn es noch nicht gleich klappt, nochmal zu einem späteren Zeitpunkt probieren. Nicht in stressigen Zeiten mit dem Sauberwerden beginnen. Auf keinen Fall schimpfen, wenn das Kind einnässt, sonst verbindet es den Töpfchengang mit Angst.

Routinen einführen

Vor dem Schlafengehen oder vor dem raus gehen das Töpfchen anbieten.

Liebe, Vertrauen, Ruhe und Respekt

Zeige deinem Kind, dass du es lieb hast und bestärke das Selbtsbewusstsein, indem du ihm hilfst es selbst zu tun. Schon früh übt das Kind das Trockenwerden. Auch dass es sich in eine Ecke verzieht, um das Geschäft zu erledigen, ist ein normaler Prozess. Bereits Kleinkinder haben ein Schamgefühl und dieses sollten die Eltern respektieren und das Kind in Ruhe lassen. Kinder müssen meistens dann, wenn sie entspannt sind, also im Spiel oder nach dem Essen.

Auch nachts die Windel weglassen

Kinder verwirrt es, wenn sie tagsüber keine Windel tragen und nachts eine anhaben. Lieber das Kind nochmal vorher erinnern, dass es keine Windel anhat. Und einen Nässeschutz für das Bett kaufen (zum Beispiel diesen (Werbelink) oder diesen (Werbelink)) sowie die Bettwäscheausstattung aufstocken. Vor dem Schlafengehen nicht zu viel Wasser oder Tee geben.

Unterhosen und T-Shirts statt Bodys anziehen

So kann sich das Kind selbstständig aus- und wieder anziehen.

Am Anfang passieren sicher viele Unfälle, aber diese sollten die Eltern mit Gelassenheit begegnen und immer genügend Wechselsachen dabei haben.

Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler und Anstrengung zu, denn daraus kann ich lernen. (Zitat Maria Montessori)

Wie siehst du das? Würdest du Belohnungen beim Sauberwerden deiner Kinder anwenden? Wenn ja, dann ist vielleicht das Set Pieselpiet für dich geeignet. Ich freue mich über deine Erfahrungen.

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Möchtest du mehr über Montessori wissen? Ich habe einen Gastbeitrag über die Sensiblen Phasen geschrieben. Das passt gut zu diesem Thema.

Titelbild: © kuzmichstudio – Fotolia.com

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Vegane Energie: Tierethisch unbedenklicher Strom für 100 % veganes Leben?

Ökostrom kennen die meisten, aber hast du schon mal etwas von veganem Strom gehört? Eine Marke der TWL Energie Deutschland GmbH, Vegawatt, liefert Energie, die unter nachhaltig veganen Gesichtspunkten erzeugt wurde.

Ökostrom kennen die meisten, aber hast du schon mal etwas von veganem Strom gehört? Eine Marke der TWL Energie Deutschland GmbH, Vegawatt, liefert Energie, die unter nachhaltig veganen Gesichtspunkten erzeugt wurde. In diesem Beitrag erfährst du den Unterschied zwischen konventionellem Strom, Ökostrom und veganem Strom. Ich gehe auch der Frage nach, wie vegan unterschiedliche Ökostromarten sind.

Zunächst werde ich etwas zu den Motiven einer veganen Lebensweise schreiben.

Veganer konsumieren keine tierischen Lebensmittel, tragen keine Kleidung aus Pelz, Wolle, Leder oder Seide, benutzen keine Produkte, die an Tieren getestet wurden, gehen nicht jagen oder angeln und meiden Orte, an denen Tiere ausgestellt, vorgeführt oder von anderen Tieren gehetzt werden.

Es gibt viele Motive sich dafür zu entscheiden vegan zu leben. Die meisten Veganer entscheiden sich für diese Lebensweise aus ethisch-moralischen Gründen. So sind die Motive unter anderem Mitleid mit den Tieren und die Forderung nach gesellschaftlicher Anerkennung der Rechte von Tieren, zum Beispiel das Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit. Aber auch ökologische, gesundheitliche und religiöse Motive spielen eine Rolle.

Vegawatt liefert tierethisch unbedenkliche Energie

Ist Ökostrom auch veganer Strom?

Konventioneller Strom wird unter anderem in Kohle- und Atomkraftwerken erzeugt. Die Ausgangsprodukte sind zum Beispiel entweder Stein- oder Braunkohle oder Uran, Thorium sowie Plutonium. Aus ökologischer Sicht und mit Blick auf das Tierwohl ist die Erzeugung von Energie aus Atom- und Kohlekraftwerken nicht empfehlenswert. Denken wir bei Atomkraftwerken nur an mögliche Reaktorunglücke wie Tschernobyl und Fukushima.

Ökostrom stammt, im Gegensatz zu Kohle- und Atomenergie, aus erneuerbaren Quellen und ist nahezu unbegrenzt verfügbar. Doch die grünen Energiearten Wind, Wasser und Biomasse, wenngleich umweltfreundlich, haben mitunter negative Auswirkungen auf die Tierwelt.

Windenergie ist aufgrund des Vogelschlags aus veganer Sicht bedenklich. Das gilt auch für den negativen Einfluss von Offshore-Anlagen auf die Meerestiere.

Wasserkraftanlagen wirken sich ebenso nachteilig auf die Tierwelt aus. Für solche Anlagen sind Eingriffe in die Natur mit massiven Erdbewegungen unvermeidbar. Staudämme und Wehre führen dazu, dass Fische ihre Laichplätze nicht mehr finden. Trotz Fischtreppen sterben immer noch Fische. Ganze Landstriche trocknen durch Staudämme aus. Andererseits werden große Natur- und Kulturlandschaften von Stauseen überschwemmt.

Auch konventionelle Gaserzeugungsarten wie Erdgas und Fracking sind weder nachhaltig noch vegan. Insbesondere der Pipelinebau hat empfindliche Auswirkungen auf die Tierwelt.

Biomasse zählt zu den ökologischen Energiearten, wenn organische Abfälle verwertet werden. Wenn aber nachwachsende Biomasse auf Flächen angepflanzt wird, die eigentlich der Nahrungsmittelerzeugung dienen sollten, dann ist das nicht ganz ökologisch. Energie aus Biomasse ist nicht 100 % klimaneutral, da schädliche Methangase ausgestoßen werden. Biogas oder Strom aus Biomasse klingt erstmal ökologisch, doch werden für die Vergärung tierische Abfälle verwendet, ist das nicht vegan. Wenn es sich nicht um eine kontrolliert biologische Tierhaltung handelt, fördert der Gebrauch von Biogas außerdem die Massentierhaltung.

Vegawatt

Biogaserzeugung aus Abfällen der Zuckerrübe, wie es Vegawatt macht, ist vegan, ökologisch und nachhaltig
© Bits and Splits – Fotolia.com

Vegawatt verwendet für die vegane Biogasherstellung Zuckerrübenabfälle und hat einen Biogaserzeuger gefunden, der ausschließlich Zuckerrübenschnitzel in seiner Anlage fermentiert. Zudem wird das Gas direkt in das Ortsnetz eingespeist, so dass kein Pipelinebau notwendig ist.

Sonnenenergie ist relativ klimaneutral und lässt sich gut als vegane Energiequelle nutzen. Allerdings werden die Auswirkungen des Rohstoffabbaus sowie die CO2-Emissionen zur Herstellung der Solarzellen nicht genügend berücksichtigt.

Vegawatt produziert veganen Strom aus Photovoltaikanlagen. Auf den ersten Blick hat diese Art der Stromerzeugung keinen negativen Einfluss auf den Lebensraum der Tiere, sofern die Anlagen in Europa hergestellt und installiert werden. In einer vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Studie wurde hingegen nachgewiesen, dass die Reproduktionsrate von Insekten und Reptilien in der Nähe von Solarparks sinkt, da die Tiere ihre Eier auf den wasserähnlich aussehenden Paneelen ablegen.

Auf Freiflächen, die zum Nahrungsmittelanbau geeignet sind, sollten keine Photovoltaikanlagen aufgestellt werden. Aus veganer Sicht sind Photovoltaikanlagen auf Dächern von Fleischindustrie und Tierhaltungsbetrieben inakzeptabel. Ein weiteres Problem von Solaranlagen ist die Veränderung der Bodenstruktur (Verdichtung) sowie die Überschirmung und damit die Verschattung von Flächen was dazu führt, dass sich das Mikroklima ändert. Wegen der Einzäunung der Anlage wird der Lebensraum von insbesondere mittelgroßen bis großen Tieren zerschnitten.

Genau wie Solarenergie ist auch Geothermie eine weitgehend vegane Energiequelle. Dennoch kann es auch bei Geothermie durch mögliche Erdabsenkungen zu negativen Auswirkungen auf die Tierwelt kommen.

Mein Fazit: 100 % vegane Energie gibt es nicht. Selbst Solarenergie und Geothermie können negative Auswirkungen auf die Tierwelt haben. Einem Veganer geht es aber um das Vermeiden des Vermeidbaren und da sind diese beiden Energiearten veganer als andere.

Im deutschen Stromnetz kommt immer ein Mix aus konventioneller und grüner Energie aus der Steckdose. Vielleicht fragst du dich jetzt: Warum soll ich veganen Strom von Vegawatt beziehen, wenn ich diesen Strom gar nicht geliefert bekomme?

Die Antwort ist einfach: Du unterstützt damit tierethisch unbedenklichen Strom in Deutschland und vielleicht kommt dann schon bald veganer Strom aus deiner Steckdose.

Wer sich vegane Energie wünscht, kommt an Ökostrom oder Ökogas von Vegawatt nicht vorbei.

Wechsel zu Vegawatt, unterstütze die Energiewende und lebe konsequent vegan. Berechne dir jetzt deinen veganen Tarif.

Bist du selbst Veganer und nutzt schon vegane Energie oder möchtest du in Zukunft zu einem veganen Energieanbieter wechseln? Erzähl mir mehr davon in deinem Kommentar.

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Vegawatt entstanden.

Titelbild: © VioNet – Fotolia.com

Keine Kommentare zu Vegane Energie: Tierethisch unbedenklicher Strom für 100 % veganes Leben?

Plastikstrohhalme adé #StopSucking

Die Firma HALM hat mir Trinkhalme aus Glas zum Testen zugesendet. Da mich das nachhaltige Gesamtkonzept von HALM anspricht, möchte ich euch heute diese wunderbaren Trinkhalme vorstellen. Außerdem habe ich den Gründern von HALM drei Fragen zu ihrem Produkt gestellt.

Die Firma HALM hat mir Trinkhalme aus Glas zum Testen zugesendet. Da mich das nachhaltige Gesamtkonzept von HALM anspricht, möchte ich euch heute diese wunderbaren Trinkhalme vorstellen. Außerdem habe ich den Gründern von HALM drei Fragen zu ihrem Produkt gestellt.

In Deutschland werden geschätzt etwa 40 Milliarden Plastikstrohhalme pro Jahr verbraucht. Diese sind aufgrund der zugesetzten Weichmacher, Stabilisatoren, Flammschutzmittel und Füllstoffe zum Teil gesundheitlich bedenklich. Außerdem werden Plastikstrohhalme aus Erdöl, einem immer knapper werdenden Rohstoff, hergestellt. Laut Umweltbundesamt werden 100 bis 140 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen vermutet und gefährden die Meerestiere.

Trinkhalme aus Glas
© Anja Blumschein

HALM wurde erfunden um mehr Geschmack in deine Drinks und weniger Plastik in die Umwelt zu bringen. Die Idee kam den sympathischen Gründern, Hannah Chenney und Sebastian Müller, während eines Urlaubs auf der Insel Koh Phayam vor der Westküste Thailands. An den Stränden lag jede Menge Plastikmüll. So organisierte Hannah spontan eine Strandputzaktion. In nur zwei Stunden füllten sie und ihre Freunde zwei Dutzend 150-Liter-Säcke mit Müll. „Gefühlt war jeder zweite Gegenstand ein Plastikstrohhalm“, berichtet Hannah.

Tatsächlich ist jedes 7. Plastikteil, das am Strand gefunden wird, ein Strohhalm bzw. Stirrer (Ocean Conservancy).

Glas überzeugt als Material für Trinkhalme

Hannah und Sebastian haben sich bewusst gegen recyceltes Glas entschieden wie es zum Beispiel bei Trinkhalmen aus Fernost benutzt wird. Daher ist der Trinkhalm aus Glas gesundheitlich absolut unbedenklich und frei von Blei oder anderen Giften. Glas ist eine gute Alternative für Plastik, da es wiederverwendbar, hygienisch, geschmacksneutral und vollständig recycelbar ist.

Vor allem die Gastronomie, der Hauptverursacher des Problems, wollen die HALM-Gründer mit ihrem wiederverwendbaren und geschmacksverbessernden Trinkhalm aus Glas ansprechen. Ich bin gespannt, ob sich das Plastikstrohhalmproblem auch bei den Fastfood-Ketten mit Take away Getränken lösen lässt. Denn dieser Plastikmüll landet allzu oft nicht dort wo er eigentlich hingehört.

Wenn das Geschäft einmal profitabel wird, sollen 50 % der erwirtschafteten Erträge in nachhaltige Projekte wie CleanUps, Bildung und Forschung zum Thema Plastikmüll investiert werden.

HALM Trinkhalme aus Glas gibt es in gebogener und gerader Form plus praktischer Reinigungsbürste mit Naturborsten
© Anja Blumschein

Die Trinkhalme aus Glas werden in drei verschiedenen Längen in gebogener und gerader Form angeboten. Damit du deinen Trinkhalm aus Glas überall mitnehmen kannst, gibt es auch eine coole Tasche aus 100 % Bio-Baumwolle zum Verstauen.

Wenn du es mit Zero Waste ernst meinst, sagst du ab sofort nein zu Plastikstrohhalmen #StopSucking und trinkst deinen Cocktail mit wiederverwendbaren Trinkhalmen. Lies auch meinen Beitrag über Zero Waste und warum diese neo-ökologische Bewegung mehr als nur ein Trend ist.

Benutze doch auch mal ein gebrauchtes Marmeladenglas für deinen nächsten Smoothie
© Anja Blumschein

Drei Fragen an die HALM-Gründer Hannah Chenney und Sebastian Müller

UMWELTGEDANKEN: Es gibt auch wiederverwendbare Trinkhalme aus Edelstahl oder Bambus. Sind Trinkhalme aus Glas nachhaltiger?

HALM: Edelstahl ist genau so gut zu recyceln wie Glas und ist ebenfalls eine super wiederverwendbare Alternative. Bambus ist ein nachwachsender Rohstoff, biologisch abbaubar und kann über den Biomüll entsorgt werden. Bambus eignet sich für den privaten Gebrauch auch sehr gut, ist jedoch für die Gastronomie bezüglich der Hygiene undenkbar, denn es ziehen Stoffe in den Bambus ein. Außerdem gibt Bambus einen sehr deutlichen Eigengeschmack ab.

UMWELTGEDANKEN: Warum habt ihr euch für Trinkhalme aus Glas entschieden? Gehen die nicht schnell kaputt?

HALM: Trinkhalme aus Glas gehen genau so schnell kaputt wie unsere klassischen Trinkgläser. Mit 1,5 mm Wanddicke und dem extra-stabilen SCHOTT®-Spezialglas ist es überhaupt kein Problem auf den Halmen rumzubeißen oder diese als Stößel in Getränken zu nutzen. Glas und Edelstahl liegen in Punkten der Nachhaltigkeit und Wiederverwendbarkeit gleich auf, allerdings ist nur Glas im Vergleich komplett geschmacksneutral und erfüllt im Unterschied zu Silikon, Bambus oder speziellen Kunststoffhalmen hohe Hygienestandards. Im Gegensatz zu Edelstahl sieht man von außen auch, ob die Halme wirklich sauber geworden sind.

UMWELTGEDANKEN: Es gibt noch andere Anbieter für Trinkhalme aus Glas auf dem Markt. Warum sollen sich meine Leser für Trinkhalme von euch entscheiden?

HALM: Die meisten anderen Anbieter lassen in China in Handarbeit produzieren. Wir produzieren bei SCHOTT® in Deutschland und lassen die Halme vom Lebenshilfewerk in Neumünster einpacken. Borosilikatglas, so wie es zum Beispiel von STRAWGRACE verwendet wird, kann in diesen Größen nur in Handarbeit hergestellt werden. Von der Plakatkampagne bis zur Verpackung: Wir verzichten komplett auf die Verwendung von Mineralölen. Uns ist der ganzheitliche Ansatz sehr wichtig.

Mich haben die Antworten in Sachen Nachhaltigkeit überzeugt. Dich auch? HALM strebt außerdem an eine Firma mit Null Plastik Impact zu sein. Gerne mehr Unternehmen von dieser Sorte 🙂

© Anja Blumschein

© Anja Blumschein

Weiterführende Informationen

Ökologische Alternativen zu Strohhalmen aus Plastik im Vergleich
https://www.halm.co/de/wiederverwendbare-strohhalme-im-vergleich

Rezept Heidelbeer-Mandel-Smoothie

Zutaten: 2 Orangen, 2 Bananen, 50 g Heidelbeeren, 300 ml Mandelmilch, 20 g geschrotete Leinsamen

Zubereitung: Orangen und Bananen schälen. Dann zusammen mit den gewaschenen Heidelbeeren pürieren. Anschließend geschrotete Leinsamen hinzufügen und den Smoothie mit Mandelmilch auffüllen.

Jeder kann etwas gegen die Plastikstrohhalmflut machen. Schließt euch der Bewegung #StopSucking an und macht bei der Challenge mit.

Welche Trinkhalme verwendest du? Kennst du weitere nachhaltige Anbieter von ökologischen Trinkhalmen? Hinterlasse mir deinen wertvollen Kommentar.

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

https://www.ecobrotbox.de/de/shop/zubehoer/eco-strohhalm/
2 Kommentare zu Plastikstrohhalme adé #StopSucking

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