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Warum Bio-Tee aus fairem Handel besser ist – 5 Fakten, die mich zum Umdenken gebracht haben

Tee ist beliebt und nach Wasser das weitverbreitetste Getränk. Die größten Teeproduzenten sind China, Indien, Kenia und Sri Lanka. Sozial- und Umweltstandards sind dort vergleichsweise niedrig oder lassen sich nur schwer durchsetzen. Diese 5 Fakten haben mich zum Umdenken gebracht und werden mein Konsumverhalten nachhaltig verändern.

Tee ist beliebt und nach Wasser das weitverbreitetste Getränk. Die größten Teeproduzenten sind China, Indien, Kenia und Sri Lanka. Sozial- und Umweltstandards sind dort vergleichsweise niedrig oder lassen sich nur schwer durchsetzen. Diese 5 Fakten haben mich zum Umdenken gebracht und werden mein Konsumverhalten nachhaltig verändern.

 

Monokulturen sind schlecht für die Umwelt

Fast alle Teeanbaugebiete werden in Monokulturen bewirtschaftet. Monokulturen sind anfälliger für Schädlingsbefall und erfordern im konventionellen Anbau einen verstärkten Einsatz von Pestiziden. Die Bodenfruchtbarkeit verringert sich, und als Folge dessen werden vermehrt Kunstdünger eingesetzt. Monokulturen sind in der Natur nicht vorgesehen und zerstören das ökologische Gleichgewicht.

Ökologischere Alternativen können beispielsweise Mischkulturen mit Nelken- und Muskatbäumen, Kokospalmen und Gewürzpflanzen (Ingwer, Kardamom, Pfeffer) sein. Dadurch kann die Artenvielfalt erhöht und die Bodenfruchtbarkeit verbessert werden.

Zu den ökologischen Nachteilen kommen erhebliche wirtschaftliche Einbußen bei Ernteausfällen. In Anbaugebieten mit riesigen Monokulturen sind die Teepflückerinnen und Teepflücker von den Plantagenbesitzern abhängig, denn es gibt auf dem Land kaum Möglichkeiten einen anderen Beruf zu erlernen.

 

Tee gehört zu den Lebensmitteln, die häufig mit Schadstoffen belastet sind

Pestizide, Herbizide und Insektizide werden mit Sprühflugzeugen über die Plantagen verteilt. Hautausschlag, Lungenentzündungen und Atemwegserkrankungen sind die häufigsten Erkrankungen der Plantagenarbeiter. Die Pestizide sind nicht nur für die Umwelt und die Arbeiter schädlich, sie können auch die Verbraucher gefährden. Bei einem Test des ZDF-Magazins WISO enthielten beispielsweise fünf von sechs Schwarztees den krebserregenden Stoff Anthrachinon, der zur Abwehr von Vögeln eingesetzt wird.

 

Kinderarbeit ist auf den Plantagen immer noch Alltag

Um eine gute Qualität zu erzielen, wird Tee immer noch von Hand geerntet. Da die Teebüsche nicht hoch sind und das Bücken für die Erwachsenen anstrengend ist, greifen die Plantagenbesitzer oft auf Kinderarbeiter zurück – in Kenia sind ein Drittel der Teearbeiter Kinder. Viele Kinder sind auch unbezahlte Helfer ihrer Eltern, damit die ihre Quoten erfüllen können. Die Schulen sind oft weit entfernt und die Plantagenbesitzer organisieren keine Transporte, so dass einige Frauen gezwungen sind, ihre Kinder mit auf die Arbeit zu nehmen.

 

Schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen auf den Plantagen

Viele der Teepflückerinnen und Teepflücker sind abhängig von den Plantagenbesitzern und leben und arbeiten tatsächlich wie vor hundert Jahren. Ungeeignete Unterkünfte, Verweigerung von Gesundheitsvorsorge, unzureichender Arbeitsschutz, Überstunden und mangelnde Wasserversorgung sind die typischen Arbeitsrechtsverstöße auf Teeplantagen. Auch sexuelle Übergriffe sind nicht selten.

 

Die Löhne befinden sich oft weit unter der Armutsgrenze

Einer Studie des Katholischen Hilfswerks Misereor nach erhalten die Teepflückerinnen und Teepflücker weniger als ein Prozent des Verkaufserlöses als Lohn. Mindestlöhne werden selten gezahlt und entsprechen oft nicht dem aktuellen Preisniveau, so das Hilfswerk. In den meisten Anbauländern liegen die Löhne weit unter dem von der Weltbank definierten Existenzminimum, in Malawi zum Beispiel 50 Prozent unterhalb der definierten Grenze zur extremen Armut.

Zu niedrige Löhne und die schlechten Arbeitsbedingungen führen in den größten Teeanbaugebieten zu weit verbreiteter Unterernährung. Fast in allen Anbaugebieten leiden über 30 % der unter 5 Jahre alten Kinder an Unterentwicklung, stellte das Katholische Hilfswerk Misereor fest.

Selbst fairer Handel kann in Indien laut Umwelt-Ethnologin Sarah Besky kaum etwas am Lohn auf den Plantagen ändern. Sie lebte einige Zeit im Nordosten Indiens und erforschte die Auswirkungen von fairem Handel. Alle Arbeiterinnen und Arbeiter auf Indiens Teeplantagen verdienen laut Besky gleich, da der Lohn gesetzlich festgelegt ist.

 

Warum Fair Trade trotzdem wichtig ist?

Fairer Handel ermöglicht soziale, ökologische und ökonomische Projekte (zum Beispiel Gewährung von Kleinkrediten, Lehrgänge in ökologischer Landwirtschaft), regelt die Arbeitsbedingungen der Teepflückerinnen und Teepflücker (Mutterschutz, Arbeitszeiten, Schutzkleidung, Sanitäranlagen, Trinkwasserverfügbarkeit und Erste-Hilfe-Ausstattung) und schützt durch Umweltstandards Mensch, Tier und Natur. Außerdem wird Kinderarbeit unterbunden und dafür gesorgt, dass Kinder von Produzentenfamilien die Schule besuchen können.

 

Was kannst du tun?

Kaufe am besten losen fair gehandelten Tee aus kontrolliert biologischem Anbau. Damit verringerst du das Risiko einer Pestizidbelastung, unterstützt faire Handelsstrukturen und einen umweltverträglichen Teeanbau. Weiterhin förderst du damit bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für Teepflückerinnen und Teepflücker.

Fair gehandelte Produkte sind nicht immer teurer als konventionelle Produkte. Die meisten großen Supermarktketten haben mittlerweile fair gehandelten Tee in ihrem Hausmarken-Sortiment.

 

Woran erkennst du Fair Trade? Durchblick im Siegel-Dschungel

Das Naturland Fair Siegel, das Fairtrade-Siegel vom TransFair e.V. und die Fairhandels-Häuser GEPA, dwp – Die Weltpartner und El Puente sind gute Anhaltspunkte, wenn du fairen Tee kaufen möchtest. Zudem gibt es noch das eigenständige Gütesiegel Hand in Hand der Rapunzel Naturkost AG sowie das Pro Planet Siegel der Rewe Group (zertifiziert konventionelle Produkte), die beide auch vertrauenswürdig sind.

Es gibt außerdem das Siegel mit dem grünen Frosch – Rainforest Alliance. Dieses geht aber von geringeren Standards aus und legt den Schwerpunkt vor allem auf effizientere Anbaupraktiken. Faire Arbeitsbedingungen und Mindestpreise für das Produkt stehen nicht im Vordergrund. So sind nur nationale Mindestlöhne Standard, die teilweise nicht existenzsichernd sind. Außerdem wird bemängelt, dass Kontrollen unzureichend sind.

Manche Händler wählen auch den Direct Trade Ansatz und kaufen Produkte ohne Zwischenhändler von Kleinbauern ein und sorgen vor Ort durch eigene Projekte für bessere Lebensbedingungen für sie und ihre Familien. So kann eine höhere Transparenz in der gesamten Produktionskette gewährleistet und auf die Qualität gut Einfluss genommen werden.

Mit dem Thema Teeanbau habe ich mich (leider, da sehr interessant) erst so richtig im Rahmen einer Kooperation mit dem Online-Teehändler Dear Mr. Nice Guy auseinandergesetzt.

Die sympathischen Gründer von Dear Mr. Nice Guy haben mir leckeren Tee aus kontrolliert biologischem Anbau und eine Teebereiterflasche zum Testen zur Verfügung gestellt. Auf der Teeverpackung steht, dass der Biotee ausschließlich von Partnern der Ethical Tea Partnership (ETP) Organisation bezogen wird, um faire Verhältnisse vom Anbau bis zum Handel zu garantieren.

 

Bio und lecker: Dear Mr. Oorange – Oolong Tee mit Orangenschalen von Dear Mr. Nice Guy (Oolong Tee ist halbfermentierter Tee und verbindet somit die Eigenschaften von Grün- und Schwarztee)
© Umweltgedanken

 

Da ich die Ethical Tea Partnership Organisation bisher nicht kannte, habe ich nach weiterführenden Informationen gesucht. Die 1997 gegründete Zertifizierungs-organisation sagt von sich selbst, dass sie sich für Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen im Teeanbau und Teehandel einsetzt. Das Non-Profit-Magazin Ethical Consumer jedoch beschreibt die ETP als Initiative der Mainstream Teeindustrie und die Zertifizierung gilt verglichen mit einer Fairtrade-Zertifizierung als einfacher erreichbar. Auch das niederländische Centre for Research on Multinational Corporations (SOMO) kritisiert in einem Bericht aus dem Jahr 2006, dass wichtige Grundsätze wie ein existenzsichernder Lohn oder die Festlegung der maximalen Arbeitszeit fehlen; Kontrollen würden zuvor angekündigt.

 

Fair Trade Tee

Die Teebereiterflasche Dear Mr. Bamboottle eignet sich auch super, um aufgebrühten Tee umweltfreundlich mitzunehmen
© Umweltgedanken

 

Die ETP hat zwar nicht die höchsten Standards bezogen auf fairen Teeanbau und Teehandel, aber eine solche Zertifizierung ist besser als gar keine. Auch wenn mich die ETP als Zertifizierungsorganisation (ähnlich wie bei der Rainforest Alliance) nicht 100 % überzeugt, hat mich das ökologische Engagement und das Teesortiment von Dear Mr. Nice Guy dennoch sehr angesprochen.

Der Tee stammt aus kontrolliert biologischem Anbau und ist nach EU-Bio-Richtlinien zertifiziert. Für einen noch besseren ökologischen Fußabdruck spendet Dear Mr. Nice Guy 2 % des Warenkorbwertes für Aufforstungsprojekte an die Tropenwaldstiftung Oro Verde – 1 Euro steht dabei für einen gepflanzten Baum. Die Stiftung begleitet und betreut seit 1989 Regenwaldschutzprojekte in Lateinamerika und Asien. Auch beim Versand der Biotees achtet Dear Mr. Nice Guy auf Klimaschutz und versendet klimaneutral mit DHL Go Green.

Wenn du die leckeren Teesorten, wie beispielsweise Dear Mr. Apple Crumple oder Dear Mr. Cookie Monster auch mal ausprobieren möchtest, schau doch mal im Onlineshop von Dear Mr. Nice Guy vorbei. Es lohnt sich, denn das Angebot ist vielfältig und macht Lust auf einen gemütlichen Abend mit einer Tasse Tee. #qualitytime # teatime

 

Weiterführende Informationen zum Thema fairer Handel

Mit dem Produkt- und Einkaufsfinder von Fairtrade Deutschland kannst du fair gehandelte Produkte oder Verkaufsstellen in deiner Umgebung recherchieren.

Die fair gehandelten Produkte von El Puente gibt es in Weltläden und im eigenen Onlineshop. Auf der Webseite des Fairhandels-Unternehmens findest du einen Weltladen-Finder.

Fairtrade-Mythen: Die 10 bekanntesten Irrtümer über Fairtrade im Fakten-Check

Sustainabilitea – The Dutch Tea Market and Corporate Social Responsibility, SOMO, ProFound & India Committee of the Netherlands, 2006

 

Biotee von Dear Mr. Nice Guy

Der leckere Biotee von Dear Mr. Nice Guy hat mich überzeugt
© Umweltgedanken

 

Mit dem Kauf von fair gehandeltem Tee aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft unterstützt du einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit den Teepflückerinnen und Teepflückern auf den Plantagen. Außerdem schützt du dich als Verbraucher selbst vor Schadstoffen.

Waren dir die 5 Fakten über Tee bekannt? Ist dir fairer Handel und Bioqualität beim Teekauf wichtig? Ich freue mich auf deinen wertvollen Kommentar.

Titelbild: © Umweltgedanken

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BPA-freie Trinkflaschen bei 720°DGREE + zwei Fragen an die Unternehmensgründer

Ich war im Juli zwei Wochen im Urlaub in der Normandie (Frankreich) und habe für euch drei Produkte von 720°DGREE getestet. Das Team von 720°DGREE hat es sich zur Aufgabe gemacht wiederverwendbare Produkte mit einem hohen Anspruch an Design und Funktionalität herzustellen und möchte damit gegen den täglichen Wahnsinn der Müllproduktion durch Plastikflaschen, Einweg-Kaffeebecher und Wegwerf-Essensbehälter ein Zeichen setzen.

Ich war im Juli zwei Wochen im Urlaub in der Normandie (Frankreich) und habe für euch drei Produkte von 720°DGREE getestet. Das Team von 720°DGREE hat es sich zur Aufgabe gemacht wiederverwendbare Produkte mit einem hohen Anspruch an Design und Funktionalität herzustellen und möchte damit gegen den täglichen Wahnsinn der Müllproduktion durch Plastikflaschen, Einweg-Kaffeebecher und Wegwerf-Essensbehälter ein Zeichen setzen.

Zero Waste Kaffee-To-Go-Becher

Edelstahl Kaffee-To-Go Becher von 720°DGREE mit 360 ° Trinköffnung
© Umweltgedanken

 

Statt ein eigenes dezentrales Netzwerk aufzubauen, hat sich das Unternehmen bewusst für den Vertrieb über Amazon entschieden. Ob der Vertrieb beim genannten Versandhändler nachhaltig ist – darüber will ich an dieser Stelle nicht diskutieren. Was ich zu bemängeln habe, ist das Plastikfüllmaterial im Paket. Es wäre gut, wenn Unternehmen darauf Einfluss nehmen könnten, dass zumindest nachhaltiges Füllmaterial verwendet wird.

Aber nun zu den Produkten selbst:

Neben einem 650 ml Premium Isolierbehälter für warme oder kalte Speisen habe ich noch einen Edelstahl Kaffeebecher mit 1-Klick Öffnung und eine Trinkflasche aus dem Material Tritan-Copolyester (frei von BPA, BPS und Phthalaten) getestet.

Zero Waste Essensbehälter

Isolierbehälter zum Mitnehmen von warmen und kalten Speisen
© Umweltgedanken

 

Was sind BPA und BPS?

Bisphenol A (BPA) und der alternative Weichmacher Bisphenol S (BPS) führen laut einer Studie von Forschern der University of Calgary zu Veränderungen in der Gehirnentwicklung. Nachgewiesen wurde dies bei Zebrafischen, deren Gene unseren zu 80 % ähnlich sind. Die Veränderungen der Gehirnneuronen treten insbesondere in der pränatalen (der Geburt vorausgehenden) Phase auf und führen zu neurologischen Entwicklungsstörungen wie Hyperaktivität und Autismus.

Ähnlich wie BPA greift BPS speziell männliche Hormone an. Mehr über die negativen Auswirkungen von BPA auf die Gesundheit findest du in meinem Beitrag Kunststoffverpackungen vermeiden – Gesundheit schützen.

Produkte und Verpackungen, die BPS enthalten, werden gerne als BPA-frei gekennzeichnet, um als sicher zu gelten. Möglicherweise ist BPS aber genauso giftig wie BPA.

Ich finde Unternehmen gut, die sich an Alternativen versuchen. Nur bleibt abzuwarten, ob die Ersatzstoffe wie Tritan so viel weniger schädlich sind.

Trinkflasche ohne BPA

Auslaufsichere Tritan Trinkflasche mit integriertem Fruchtsieb
© Umweltgedanken

 

Ist Tritan gesundheitlich unbedenklich?

Tritan wurde 2007 von der US-Firma namens Eastman Chemicals hergestellt. Das Unternehmen wollte ein Material auf den Markt bringen, welches sich auch für Babyflaschen eignet. Laut Studien, die Eastman in Auftrag gegeben hat, ist Tritan unbedenklich und gibt keine hormonell oder östrogen wirksamen Substanzen ab.

Gegen die Verwendung von Trinkflaschen aus Tritan sprechen Studien von amerikanischen Forschern der University of Texas sowie der University of Missouri-Columbia, die zu dem Ergebnis kamen, das Tritan Trinkflaschen den Hormonhaushalt stören und eine östrogene Wirkung haben. Die beiden Studien seien 200-mal sensitiver als die mit denen die Gefahrlosigkeit von Tritan gezeigt wurde. Eastman klagte gegen die Veröffentlichung der Ergebnisse und bekam recht. Möglicherweise sind andere Verbindungen, die bei der Kunststoffproduktion hinzugegeben wurden, verantwortlich für die östrogene Wirkung, vermutet Wade Welshons von der University of Missouri-Columbia.

 

Trinkflasche aus Tritan – eine Alternative zu anderen Kunststoffflaschen?

Ich habe schon eine Trinkflasche aus Glas mit der ich sehr zufrieden bin, aber für Wanderungen oder beim Joggen ist eine leichte Kunststoffflasche komfortabler. Die „uberBottle“ von 720°DGREE ist auslaufsicher und praktisch, doch bin ich mir unsicher, ob das Material Tritan angesichts der oben genannten negativen Studien wirklich so unbedenklich ist.

 

Der Premium Isolierbehälter hat mich überzeugt

Zero Waste Isolierbehälter

Praktischer Edelstahl Essensbehälter von 720°DGREE für unterwegs
© Umweltgedanken

 

Ob im Büro, beim Picknick oder auf Reisen: Mit dem auslaufsicheren Isolierbehälter bleiben deine Speisen dank Doppelwand Vakuum mit zusätzlicher Kupferschicht lange warm oder kalt. Mit dem wiederverwendbaren Essensbehälter trägst du aktiv dazu bei Verpackungsmüll zu reduzieren.

Ich habe zu einem Ausflug in ein Naturschutzgebiet bei Ouistreham einen exotischen Reissalat mit Datteln und Cashewkernen mitgenommen. Morgens in den Isolierbehälter eingefüllt, war dieser auch noch am Nachmittag richtig schön kalt. Der Hersteller verspricht, dass der Isolierbehälter aus gesundheitlich unbedenklichen 18/8 Edelstahl bis zu 24 Stunden kühlt und bis zu 12 Stunden warmhält.

18/8 Edelstahl wird gerne in der Gastronomie und in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt. Die Ziffernfolge 18/8 bedeutet, dass 18 % Chrom, 8 % Nickel und 74 % Stahl enthalten sind. Wenn eine Legierung mindestens 13 % Chrom enthält, darf der Stahl als rostfrei bezeichnet werden. Aufgrund des Nickelanteils ist der Stahl zudem widerstandsfähig gegenüber Säuren.

 

Der Isolier-Kaffeebecher hält was er verspricht

Wiederverwendbarer Kaffee-To-Go Becher

Wiederverwendbare Kaffee-To-Go Becher sind umweltfreundlicher
© Umweltgedanken

 

Auch der Kaffee-To-Go Becher von 720°DGREE hat mich überzeugt. Das Getränk, in meinem Fall Kaffee, bleibt mindestens 5 Stunden heiß. Der Becher ist auslaufsicher und durch den praktischen 1-Klick-Deckel leicht zu öffnen. Leider ist es schlecht zu erkennen, ob der Becher geöffnet oder geschlossen ist. Hilfreich wäre hier eine Markierung, an der man sehen kann, ob der Becher offen ist.

 

Zwei Fragen an die Gründer von 720°DGREE

 

720°DGREE engagiert sich für den Brunnenbau in Gebieten mit Wasserknappheit. Wie sieht euer Engagement genau aus? Arbeitet ihr vor Ort mit Partnern zusammen?

Wir arbeiten hier direkt mit der Neven Subotic Stiftung zusammen. Diese haben über ihr Netzwerk schon viel Erfahrung in Äthiopien gesammelt und somit die Expertise vor Ort. Zusätzlich zur allgemeinen Aktion, dass wir die Neven Subotic Stiftung unterstützen, haben wir nun bis Ende des Jahres die #GiveWater2All Sonderedition uberBottle aufgesetzt. Jegliche Überschüsse, die hier zusammenkommen, werden direkt gespendet, um in 2018 genug Geld für mindestens einen 720°DGREE Brunnen gesammelt zu haben.

 

Sind weitere nachhaltige Projekte geplant, die ihr in Zukunft unterstützen wollt?

Wir haben zur Weihnachtszeit einige soziale Einrichtungen wie Kinderheime, den Kinderschutzbund, etc. in Deutschland mit Produkten unterstützt, welche nicht mehr verkaufsfähig waren, da die Verpackung z. B. beschädigt war. Auf Instagram posten wir regelmäßig Stories hierzu. Weiterhin möchten wir in Zukunft sogenannte Strandsäuberungs-Aktionen unterstützen, damit angeschwemmter Müll ordentlich weggeräumt wird. Hier sind wir jedoch noch ganz am Anfang und freuen uns jederzeit über Hinweise, welche Organisationen wir am besten unterstützen sollten.

 

Wenn du mehr über 720°DGREE erfahren möchtest, besuche den Onlineshop oder die Webseite.

Mehr Informationen zur Neven Subotic Stiftung, die sich dafür einsetzt, dass Menschen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen haben, bekommst du hier.

Haben dir die Produkte von 720°DGREE gefallen? Was denkst du über das innovative Material Tritan als Alternative zu Polycarbonat-Kunststoffen?

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2 Kommentare zu BPA-freie Trinkflaschen bei 720°DGREE + zwei Fragen an die Unternehmensgründer

Wie du als Lebensmittelretter unsere Ressourcen schützen kannst

Jeder von uns wirft pro Jahr etwa 55 Kilogramm Lebensmittel weg. Fast die Hälfte davon wird als vermeidbar eingeschätzt. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ins Leben gerufene Zu gut für die Tonne!-Bundespreis greift das Thema Lebensmittelverschwendung auf und sucht deinen #EinfallGegenAbfall.

Jeder von uns wirft pro Jahr etwa 55 Kilogramm Lebensmittel weg. Fast die Hälfte davon wird als vermeidbar eingeschätzt. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ins Leben gerufene Zu gut für die Tonne!-Bundespreis greift das Thema Lebensmittelverschwendung auf und sucht deinen #EinfallGegenAbfall.

 

Wieder zu viel eingekauft und nicht rechtzeitig verbraucht? Laut BMEL landen in Deutschland jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Die größten Verschwender sind die Verbraucher, aber auch in Supermärkten, Bäckereien und Restaurants landen noch essbare Nahrungsmittel in der Tonne. In den Statistiken überhaupt nicht berücksichtigt sind die Lebensmittel, die auf Äckern liegen bleiben, weil sie nicht der Norm entsprechen.

 

Der Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung

In den letzten Jahren haben sich daher immer mehr Initiativen gegründet, die gegen die Lebensmittelverschwendung kämpfen. So können Restaurantabfälle zum Beispiel mit der App Too Good to Go verteilt werden. Brotabfälle aus Bäckereien können mittlerweile einer Weiterverwertung zugeführt werden: Die Firma Knödelkult stellt aus altem Brot Knödel im Glas her, die dann, in Scheiben geschnitten, angebraten werden können. Aus Brotresten entsteht auch schon Bier. In vielen Städten gibt es sogenannte Essensretter, die noch brauchbare Lebensmittel aus Geschäften abholen und verteilen.

 

Den Gesamtprozess betrachten

Da wir auch Lebensmittel von anderen Kontinenten essen, sind die Auswirkungen weltweit zu spüren, wenn wir Lebensmittel verschwenden. Verschwendet werden nicht nur die eigentlichen Lebensmittel, sondern es werden im gesamten Herstellungsprozess wertvolle Ressourcen verbraucht. Für ein Kilo Äpfel sind zum Beispiel mehr als 800 Liter Wasser notwendig, dazu Dünger, Energie und Anbauflächen.

 

Deutschland hat sich verpflichtet die Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren

Deutschland hat sich aufgrund der hohen Ressourcenverschwendung, die immer mehr zunimmt, verpflichtet, die Lebensmittelabfälle bis zum Jahr 2030 um bis zu 50 % zu reduzieren. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, das wir nur mit klaren Zielvorgaben und Zuständigkeiten erreichen.

Frankreich hat Anfang 2016 beispielsweise ein Gesetz verabschiedet, das größeren Supermärkten (ab 400 m²) verbietet, unverkaufte aber genießbare Lebensmittel in den Müll zu werfen. Vielmehr sollen die Lebensmittel gespendet, zu Tiernahrung oder kompostiert beziehungsweise zur Energiegewinnung verwendet werden. Ein guter Ansatz!

 

Mach mit beim Zu gut für die Tonne!-Bundespreis

Weil das Thema Ressourcenschutz von sehr hoher Bedeutung ist, vergibt das BMEL seit ein paar Jahren einen Preis an Unternehmen, Privatpersonen, Kommunen, Nichtregierungsorganisationen oder Bürgerinitiativen für vorbildliche Aktionen rund um das Thema Lebensmittelverschwendung. Wenn du eine Idee hast, wie du Lebensmittel retten kannst, bewirb dich noch bis zum 31. Oktober 2018 für den Zu gut für die Tonne!-Bundespreis.

In der Kategorie Gastronomie hat 2017 das Berliner Restaurant Restlos glücklich, das komplett aus Resten kocht, gewonnen. Den Bundespreis 2018 in der Kategorie Handel gewann der Laden und Onlineshop SirPlus, der Lebensmittel anbietet, die im Handel nicht mehr verkauft werden dürfen.

 

Der Laden und Onlinehandel SirPlus gewann in der Kategorie Handel 2018 den Zu gut für die Tonne!-Bundespreis (© BMEL/Christof Rieken)

 

4 Tipps wie du Lebensmittel retten kannst

  • Bewusster einkaufen: Du kannst einen Essensplan für die ganze Woche schreiben. Das mache ich immer so. Ich kaufe dann nur die Dinge, die auf dem Einkaufszettel stehen. Seitdem werfen wir kaum noch Lebensmittel weg.
  • Achte auf die richtige Lagerung der Lebensmittel: Zum Beispiel solltest du Tomaten und Äpfel getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten lagern. Das enthaltende Ethylengas könnte sonst zur schnelleren Reifung führen.
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum: Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, sind oft noch lange genießbar.
  • Schließe dich in deiner Stadt einer Essensretter- oder Foodsharing-Initiative an.

Mehr Informationen zum Thema Lebensmittelverschwendung

Dokumentarfilm „Taste the Waste“ von Valentin Thurn

https://www.lebensmittelwertschaetzen.de/

Studie: Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland

WWF Studie: Das große Wegschmeißen

Foodsharing Initiative

 

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) entstanden.

Titelbild: ©highwaystarz

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2 Kommentare zu Wie du als Lebensmittelretter unsere Ressourcen schützen kannst

Montessori im Bad: Waschtisch für Kleinkinder – so geht’s

In diesem Beitrag bekommst du Tipps, Ideen und Inspirationen für ein kleinkindgerechtes Badezimmer. Wir haben für unseren Sohn einen Montessori-inspirierten Waschplatz umgesetzt. Das Ziel ist es, dem Kind damit zur größtmöglichen Eigenständigkeit zu verhelfen.

In diesem Beitrag bekommst du Tipps, Ideen und Inspirationen für ein kleinkindgerechtes Badezimmer. Wir haben für unseren Sohn einen Montessori-inspirierten Waschplatz umgesetzt. Das Ziel ist es, dem Kind damit zur größtmöglichen Eigenständigkeit zu verhelfen.

 

Wir haben den Waschtisch selbstgebaut

Wir haben den kleinen Waschtisch nach den Maßen eines Ikea RAST Ablagetisches (52 x 40 x 30 cm) nachgebaut, da es den Tisch des schwedischen Möbelhauses leider nicht mehr zu kaufen gibt. Wenn du nicht selbst bauen willst, findest du einen passenden Beistelltisch zum Beispiel bei NATUREHOME, einem Markenhersteller für exklusives und ökologisches Wohndesign. NATUREHOME verbindet nachhaltige Produktionsverfahren mit elegantem Design. Der Nachteil ist, dass der Beistelltisch von NATUREHOME keinen zweiten Boden hat. Das war mir jedoch wichtig, um genügend Ablagefläche zu haben. Da wir nichts Vergleichbares wie den Ikea RAST gefunden habe, entschieden wir uns für den Selbstbau.

 

Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen. Sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen. Maria Montessori

 

Waschschüssel und Krug aus Emaille

 

Montessori Waschtisch

© Umweltgedanken

 

Nachdem der Waschtisch fertig war, ging es an die Utensilien. Eine Waschschüssel musste her und ein Wasserkrug, mit dem mein Sohn das Wasser vom großen Waschbecken zur eigenen Waschschüssel transportieren kann. Ich habe mich bewusst für eine Schüssel und einen Krug aus Emaille entschieden. Hier wird häufiger mal etwas heruntergeschmissen und so gibt es keinen Bruch. Zudem haben mir die Griffe an der Schüssel sehr gut gefallen, denn so kann mein Sohn nach dem Waschen die Schüssel selbstständig in die Toilette schütten.

 

Welche Utensilien haben wir sonst noch auf dem Waschtisch?

 

Waschtisch

© Umweltgedanken

 

Für den Waschtisch habe ich noch einen runden Flechtkorb für die zusammengerollten Handtücher und einen Standspiegel (stelle ich erst später auf) sowie eine kleine Handbürste und eine schlichte Seifenschale besorgt. Unser Sohn benutzt zurzeit eine duftfreie Handseife mit Bio-Stutenmilch und Mandelöl. Da das Seifenstück für seine kleinen Hände zu groß wäre, habe ich ein kleineres Stück von der Seife abgeschnitten. Dann finden noch seine Haarbürste und bald auch sein Zahnputzzeug Platz auf dem Waschtisch. Die Pflege soll sich langsam immer mehr vom Wickeltisch ins Bad verlagern.

 

Montessori im Bad

© Umweltgedanken

 

Ich werde noch einen kleinen Eimer und ein Aufwischtuch bereitstellen, falls mal etwas daneben geht.

 

Mit einem Tritthocker das Erwachsenenwaschbecken erreichen

© Umweltgedanken

 

Mit dem Buche Massivholz Tritthocker von NATUREHOME gelangt unser Sohn auch leicht ans große Waschbecken, um dort Wasser zu holen. Später wird er mit dem Tritthocker auch das große Waschbecken nutzen können. Der Tritthocker ist ebenso praktisch, um an alle anderen höhergelegenen Bereiche in der Wohnung zu kommen wie in der Küche oder im Kinderzimmer. Dank des Tragegriffes kannst du ihn problemlos transportieren und überall einsetzen.

 

Tritthocker Badezimmer

© Umweltgedanken

 

Ich habe den Tritthocker im Rahmen einer Kooperation mit NATUREHOME kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Er ist mir schon jetzt sehr ans Herz gewachsen.

 

Der in Europa gefertigte Tritthocker besteht aus nachhaltigem, zertifiziertem Holz aus deutscher Forstwirtschaft und wurde mit einem veganen, in Deutschland hergestellten Bio-Möbelöl behandelt.

 

Wir nutzen den Tritthocker auch als Sitzgelegenheit, wenn unser Sohn badet. Aufgrund der wertigen Verarbeitung kann ich dir den Tritthocker uneingeschränkt empfehlen. Die gute Qualität rechtfertigt den hohen Preis. Der Tritthocker kann auch prima als Sitzbank beim Anziehen genutzt werden.

 

Bei NATUREHOME gibt es viele tolle nachhaltige Design-Möbel und Wohnaccessoires. Mir gefallen auch die in Deutschland produzierten Tablets sehr gut, die du zum Beispiel für Montessori-Darbietungen verwenden kannst.

 

Mit Wasser planschen macht große Freude

Den Waschplatz haben wir eingerichtet als unser Sohn etwa 11 Monate alt war. Noch benötigt er Hilfe beim Waschen. Nichtsdestotrotz findet er seinen Waschplatz super und planscht immer munter drauf los oder versucht mit dem Krug Wasser in die Schüssel zu schütten. Er liebt es auch besonders auf den Tritthocker zu steigen, um am großen Waschbecken zu stehen und das Wasser auf- und zuzudrehen. Wie die Erwachsenen! Das ist immer ein großer Spaß!

 

Die Übungen des täglichen Lebens fördern Selbstständigkeit

Hände waschen gehört zu den Übungen des täglichen Lebens, genauer zu den Übungen zur Pflege der eigenen Person. Die Übungen des täglichen Lebens sind die Grundlage dafür, selbstständig zu werden. Hilf mir, es selbst zu tun – das ist der Grundsatz von Maria Montessori und ich liebe diesen Satz. Freiheit und Unabhängigkeit hilft dem Kind Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu bekommen. Im Alter ab etwa 1,5 Jahren kann mit der Übung Hände waschen begonnen werden. Anstatt eines Spiels kannst du diese Übung anbieten. Hier findest du eine Anleitung für die Durchführung der Übung Hände waschen

 

Montessori im Bad

© Umweltgedanken

 

Uns ist es wichtig für unseren Sohn in der Wohnung viele auf seine Bedürfnisse ausgerichtete Bereiche zu schaffen an denen er sich ohne Hilfe zurecht findet. So fühlt er sich angenommen und respektiert.

 

Wie sieht dein Badezimmer aus? Hast du einen Waschtisch oder einen Tritthocker für deine Kinder vorbereitet? Schreib mir deine Meinung in einem Kommentar. Du kannst auch gerne in deinem Kommentar auf Facebook ein Bild dazu posten. Ich freue mich auf deine Ideen!

 

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

 

Titelbild: © Umweltgedanken

 

1 Kommentar zu Montessori im Bad: Waschtisch für Kleinkinder – so geht’s

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