Ernährung, Nachhaltigkeit
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Ist Kokosöl eine ökologische Alternative zu Palmöl?

Kokosöl ist ein wahrer Alleskönner, wenn man den Medien glaubt. Selbstgemachte Beauty-Produkte mit Kokosöl werden immer beliebter: Da werden Cremes mit Kokosöl angerührt und Deos hergestellt. Auch zum Braten, Backen und Zubereiten von Süßspeisen eignet sich Kokosöl. Es verleiht Gerichten eine leichte exotische Note. Kann ich Kokosöl unbedenklich einsetzen?

Der Kokosölmarkt  boomt

Es ist überall erhältlich und wird in vielen Produkten als Ersatz für Palmöl verwendet. Sogenannte Superfoods können heilen und es heißt viel hilft viel. Doch die Wirkung von Gojibeeren, Kokosöl, Maca und Chiasamen kann durch andere Lebensmittel genauso erzielt werden. Das wissen nur viele nicht und lassen sich von der Werbung leiten. Genauso wirkungsvoll wie Chiasamen sollen zum Beispiel Leinsamen sein.

Viele Menschen, die bewusst nachhaltig leben wollen, stellen sich die Frage, ob Kokosöl ökologischer ist als Palmöl.

 

„Von zwei Übeln, wird niemand das größere wählen, wenn er das kleinere wählen kann.“ (Platon, griechischer Philosoph)

 

Kokosöl wird auch in den Tropen angebaut

Kokosöl ist ein pflanzliches Öl, das aus dem getrockneten Nussfleisch (Kopra) gewonnen wird. Ursprünglich stammt Kokosöl aus Indonesien, den Philippinen, Indien, Sri Lanka, Malaysia und Papua-Neuguinea. Hierzulande ist es zu einem Hype geworden und die Nachfrage nach Kokosöl steigt. Der Transport nach Europa verursacht enorme CO2-Emissionen.

Noch wird Kokosöl meist von Kleinbauern angebaut, während Palmölpflanzen auf großen Monoplantagen angebaut werden. Für diese Monokulturen werden seit Jahrzehnten Regenwälder, oft illegal, abgeholzt oder abgebrannt. Indigene Völker und vom Aussterben bedrohte Tierarten, wie der Orang Utan, der Sumatra-Tiger oder der Malaienbär werden aus ihrem Lebensraum verdrängt.

Der Malaienbär aus Südostasien ist vom Aussterben bedroht – Schuld ist die Papier-, Holz- und Palmölindustrie © Martina Berg – Fotolia.com

Laut Rettet den Regenwald e. V. brannten 2015 etwa 17.000 Quadratkilometer Regenwald auf Borneo und Sumatra. 25 Millionen Menschen leben dort. In der Trockenzeit Ende 2015 war die Schadstoffpartikelkonzentration 90 mal höher als von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Rettet den Regenwald e. V. sammelt Unterschriften, um die Bundesregierung aufzufordern die fatale Biospritpolitik zu beenden. Bis 2020 sollen unsere Autos mit 7 % Biosprit fahren. Aktuell enthält jede Tankfüllung durchschnittlich fünf Prozent. Bitte unterschreibt die Petition, damit die Regierung endlich aufwacht!

Palmöl ist das mit Abstand billigste Pflanzenöl auf dem Weltmarkt. Der größte Palmölproduzent ist Indonesien: Hier wurden bereits viele Millionen Hektar Regenwald vernichtet.

Was würde mit dem Ökosystem passieren, wenn die Nachfrage nach Kokosöl steigt, so dass immer mehr Monokulturen angebaut werden müssten? Der Palmölanbau steigt stetig an. Wenn auch noch der Kokosölanbau rapide ansteigt, werden weitere Flächen für die Monokulturplantagen benötigt.

Wer bewusst lebt, möchte sich vielleicht Beauty-Produkte selbst herstellen, um zu wissen welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Doch in vielen Rezepten kommt Kokosöl vor, weil man das „böse“ Palmöl nicht verwenden will.

 

Kokosöl wird als Superfood und Wundermittel von der Werbung angepriesen

Im Internet wird von dem vermeintlichen Wundermittel Kokosöl gesprochen, vielseitig einsetzbar. Da wird Kokosöl in vielerlei Funktion angepriesen: Als das perfekte Nahrungsergänzungsmittel aufgrund der Reichhaltigkeit an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralien, als die geschmeidigste Hautpflege, als Wundermittel gegen Hautalterung, als Lederpflege und als Mittel, das Bakterien abtötet und zu weißeren Zähnen verhilft. Nur frage ich mich, können diese Wirkungen nicht auch von einheimischen Ölen erzielt werden?

Beim Palmöl halte ich es persönlich so, dass ich niemals Produkte kaufe, die dieses enthalten, auch keine Produkte, die Palmöl aus ökologisch zertifiziertem Anbau versprechen. Ich hatte endlich einen Schokoaufstrich im Supermarkt vom Feinkosthändler Grashoff gefunden, der kein Palmöl enthält und sehr lecker ist.

Gerade habe ich mir nochmal die Zusammensetzung angesehen: Shea-, Raps- und Kokosnussöl. Selbst herstellen ist wahrscheinlich doch am besten. Ich kann mich daran erinnern, dass meine Mutter früher Schokoaufstrich mit Haselnüssen, Schokolade und Vollmilchpulver gemacht hat. Das war so unschlagbar lecker. Leider gibt es das Rezept nicht mehr.

Auf den Philippinen wird Biotreibstoff aus Kokosöl staatlich gefördert und in hohem Maße produziert. Die Nachfrage steigt stetig. Die Organisation Rettet den Regenwald schreibt auf ihrer Internetseite folgendes: „Doch nicht nur die Erzeugung von Palmöl hat katastrophale Auswirkungen auf die Natur und das Leben der Menschen in den Regenwaldländern. Auch andere tropische Pflanzenöle wie Kokosfett und Sojaöl sind genauso schädlich…Rettet den Regenwald fordert deshalb ein generelles Importverbot für Palm-, Kokos- und Sojaöl. Die für den europäischen Bedarf benötigten Pflanzenöle können und sollten auf heimischen Äckern angebaut werden.“

Für mich ist damit die Frage beantwortet. Kokosöl stellt für mich keine Alternative zu Palmöl dar, auch wenn das Internet häufig etwas anderes suggeriert.

Leinöl, Kürbiskernöl, Distelöl und Hanföl werden in Europa produziert und können aus meiner jetzigen Sicht bedenkenlos verwendet werden.

Welche Pflanzenöle verwendest du zum Herstellen von Kosmetik oder zum Backen und Braten? Wie sind deine Erfahrungen mit heimischen Ölen? Schreib es mir in deinem Kommentar.

Weitere Informationen

Kokosöl: Gesund und ökologischer als Palmöl? Gastbeitrag auf www.ricemilkmaid.de

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27 Kommentare

  1. Achilles sagt

    Ja, wahrscheinlich ist Kokosöl genauso eine Katastrophe wie Palmöl. Beidem auszuweichen ist schwer bis unmöglich. Bei Kosmetik bleibt wirklich nur selbermachen. Leider kenne ich ausser Kokosöl kein weiteres, welches fest ist. Da ich mir z. B. meine „Schokolade“ selbst mache, bin ich auf Kokosöl angewiesen, auch in meiner Zahnpasta verwende ich es aus dem gleichen Grund (und weil es natürlich auch geschmacklich einzigartig ist).

  2. Leo sagt

    Die Menge ist das Problem. Als sparsam eingesetztes, wertvolles Lebensmittel oder Kosmetikzutat halte ich Kokosöl für ökologisch vertretbar. Das gilt theoretisch auch für Palmöl.
    Allerdings sind wir gewohnt, feste Fette im Alltag einzusetzen. Jedoch liefern unsere heimischen Ölpflanzen flüssiges Öl. Gehärtete Fette sind gesundheitlich bedenklich. Butter und andere tierische Fette sind, insb. in großen Mengen, tierethisch problematisch. Züchtungen wie High-Stearic-Sonnenblumen sind noch im Versuchsstadium. Doch am besten sollten wir uns den alltäglichen Konsum fester Fette abgewöhnen.
    Die m. E. wichtigsten Schritte sind:
    – Biosprit aus Regenwaldgebieten stoppen
    – Überall, wo der Einsatz von flüssigen Fetten möglich ist, beispielsweise beim Braten, heimische Öle verwenden. High oleic Sonnenblumenöl wird in Europa erzeugt und eignet sich ausgezeichnet zum Braten. (Es gibt ja einige Leute, die Margarine zum Braten verwenden.)
    – Wenn ein Rezept festes Fett verlangt, nach anderen Rezepten suchen. Insb. beim Backen ist man da leider nicht immer erfolgreich.
    – Lebensmittel- und Kosmetikprodukte mit heimischen Ölen wählen
    – Konsum von Produkten, die nicht ohne feste Fette hergestellt werden können, reduzieren (oder wenn möglich mit flüssigen Ölen selbst machen)

  3. Anja Blumschein sagt

    Auf alles kann man ja auch nicht verzichten. Aber den Konsum erheblich reduzieren, wäre schon ein Anfang.

  4. Anja Blumschein sagt

    Lieber Leo,

    herzlichen Dank für deine vielen guten Anregungen und Informationen. Ich denke auch, dass weniger oft mehr ist.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.

  5. Ich finde deinen Artikel sehr interessant.
    Das Palmöl als wahrlich böse dargestellt wird ist ja denke ich jedem ein Begriff, jedoch habe ich nie Kokosöl in Frage gestellt.
    Vielen lieben Dank für den Denkanstoß, ich werde auf jeden Fall auch mal meine Recherche diesbezüglich machen 🙂
    Aber super informativer Artikel <3

    Liebe Grüße,
    Vivi <3

  6. Anja Blumschein sagt

    Liebe Vivi,

    danke für deine schönen Worte.
    Ich bin gespannt was du bei deiner Recherche herausbekommst.

  7. Liebe Anja!

    Ich finde deinen Artikel sehr interessant und informativ. In meiner Blog-Artikel-Schublade liegt aktuell ein Beitrag mit genau demselben Thema – da muss ich aber noch eingehender recherchieren und weiß jetzt schon, dass ich deinen Beitrag als Quelle anfügen werde. 🙂
    Ich möchte ebenfalls gerne denken, dass die Menge das Gift macht – weiß aber, dass das eigentlich nur eine semi-bequeme Ausrede ist, um mein Gewissen zu beruhigen.
    Als Veganerin esse ich ja auch nicht „ein bisschen Honig“, oder trage „ein bisschen Leder“ (obwohl sich hier natürlich auch wieder individuelle Definitionsspielräume eröffnen). Von daher wäre es aufgrund dieser schockierenden Fakten eigentlich nur konsequent und ethisch richtig, Kokosöl komplett aus dem Weg zu gehen.
    In meinem Alltag bekomme ich das allerdings (immer noch) nicht hin – meine selbstgemachte Zahnpasta ist auf Kokosöl angewiesen und generell benötige ich es auch ab und zu beim Backen (obwohl das auch wieder ein Luxusproblem ist).
    Ich bin da in einem ethischen Zwiespalt und ich hoffe, meine Recherchen zu meinem Artikel werden mir ein paar neue Denkanstöße dazu aufzeigen.
    Der deine hat es auf jeden Fall schon getan. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

  8. Anja Blumschein sagt

    Hallo liebe Jenni,

    es freut mich, dass du meinen Beitrag bei dir zitieren möchtest. Zugegeben, das Thema ist nicht so leicht. Ich vermeide Palmöl und auch jetzt Kokosöl ganz. Ich verstehe aber auch, dass andere nicht ganz darauf verzichten können. Wenn es aus nachhaltigem Anbau stammt und man nur sehr wenig davon verwendet, spricht wahrscheinlich auch nicht so viel dagegen. Beim Kokosöl stört mich vor allem, dass bei der Ernte, zu mindestens bei konventionellem Kokosöl, oft Affen (Makaken) extra dafür dressiert werden, um die Kokosnüsse zu ernten. Selbstgemachte Zahncreme funktioniert doch bestimmt auch ohne Kokosöl, oder? Hast du es schon mit Zahnpulvermischungen versucht?

    Ich freue mich schon auf deinen Beitrag zum Thema Kokosöl und Nachhaltigkeit!

    Ganz liebe Grüße <3
    Anja

  9. Nick sagt

    Hey Anja,

    Du bringst es gleich zu Anfang schon sehr gut auf den Punkt: Diese ganzen Superfoods werden so sehr gehyped, dass man völlig übersieht, dass es auch andere (und zwar REGIONALE!) Produkte gibt, die die gleiche Wirkung haben.
    Zur Zeit ist es unglaublich in Mode exotische Produkte zu promoten, die um die halb Welt geflogen werden und schon längst nicht mehr nachhaltig gewonnen werden.
    Ein weiteres Beispiel ist zum Beispiel Quinoa: Die Nachfrage ist in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen, was natürlich dazu führt, dass die Preise in den Ländern selber (Bsp. Peru) auch gestiegen sind. Das wiederum führt dazu, dass man den Menschen vor Ort ein Grundnahrungsmittel vorenthält, weil sie es sich einfach nicht mehr leisten können.
    Und nur weil Quinoa in den westlichen Ländern boomt und damit in unseren u.a. veganen Restaurants der neuste, hipste Salat serviert werden kann.
    Es wird höchste Zeit, dass wir REGIONAL und SAISONAL denken. Da gibts auch genügend gesunde Superfoods – ohne dass jemand drunter leiden muss.

    Ach ne… ist ja nicht exotisch genug… 🙁

  10. Anja Blumschein sagt

    Lieber Nick,

    vielen Dank für deinen wichtigen Kommentar. Regional einzukaufen und zu kochen macht auch sehr viel Spaß. Es wäre schön, wenn alle Menschen so denken wie du.

    Viele Grüße
    Anja

  11. Hey Anja,

    Möglichkeiten um regional einzukaufen gibt es zwar genug, aber es ist dennoch immer noch leichter Produkte zu kaufen, die um die halbe Welt geflogen wurden, als Gemüse vom Bauern, der nur wenige Kilometer entfernt seinen Hof hat. Traurig, aber wahr…

    Liebe Grüße

    Nick

  12. Schön, dass Du dich mit dieser Problematik befasst! Ich bin auch der Meinung, dass es auf Dauer weder ökologisch noch ethisch vertretbar sein kann, den Kokosöl-/Avocado-/Chia-/Goji- etc. Trend so auf die Spitze zu treiben!

  13. Anja Blumschein sagt

    Liebe Madline,

    danke für deinen Kommentar. Ich bin ganz deiner Meinung. Für viele „Superfoods“ gibt es ja auch gute heimische Alternativen, z. B. Leinsamen statt Chiasamen oder Johannisbeeren statt Gojibeeren.

    Sonnige Grüße
    Anja

  14. Nicole Arndt sagt

    Ich bin in Sachen Lebensmittel hinterfragen vielleicht ein Spätzünder, aber es wird mir zunehmend wichtiger, dass ich weiß woher meine Lebensmittel kommen. Ich habe mich viel zu lange von der Werbung im Handel verführen lassen und bin auf dem Weg neue Wege zu gehen. Regional und saisonal sind mir wichtig. Eine Biogurke schmeckt auch besser wie eine konventionell angebaute. Noch besser ist das Gewächshaus meiner Tante, das geht kaum regionaler. Auch dieser Artikel sagt mir, dass ich auf das Gerede der Leute nicht hören sollte, sondern es selber ergründe, ob es für mich richtig ist Kokosöl zu verwenden, was ich hiermit nicht tun werde. Und schon ist es einer weniger der sich einfach von allem blenden lässt.
    Liebe Grüße Nicole

  15. Anja Blumschein sagt

    Hallo liebe Nicole,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich, dass du neue Wege gehen möchtest. Besser spät als nie 😉 Regional und saisonal einkaufen ist ein super Anfang. Vielleicht findest du auf Umweltgedanken noch mehr Tipps für ein umweltfreundliches Leben. Ich würde mich freuen wieder von dir zu lesen.

    Liebe Grüße
    Anja

  16. Hi,

    eine gute Alternative für viele Öle wäre Hanföl. Denn Hanf wächste sehr gut in unseren Breitengraden. Ich denke daher ist Hanf eine Pflanze, die „Menschen wie wir“ unterstützen sollten und auch viele Jahre unterschätzt/vergessen/vernachlässigt/verteufelt wurde.

  17. Anja Blumschein sagt

    Hallo Dida,

    danke für deinen Tipp. In Salaten oder kalten Gerichten ist Hanföl sicher eine Alternative. Möglicherweise auch in Kosmetik – das weiß ich nicht. Zum Braten, Kochen eignet sich Hanföl aufgrund des geringen Rauchpunktes eher nicht.

    Liebe Grüße
    Anja

  18. Alle Fette und Öle sind umwelt- und gesundheitsschädlich. Wer nicht einverstanden, bitte melden. Oder denkt jemand lokal aufwendig hochgezüchtetes und verarbeitetes Bioöl z.B. sei nicht ohne schlimmen Umweltfootprint zu haben? Die aufwendige Lebens- und Arbeitsweise unserer Bauern? Oder wenn aus Asien, die verschwenderische Logistik, Nachbehandlung für akzeptable Hygiene, da meist von Produzenten mit Frischwasser- und Fäkalienen-Management- Problemen, Schutzpackung, Kühlung, Hitzebehandlung, Chemisches z.B. zur Begasung, Abtöten von Viren, Bakterien, Parasiten, Rodents und so weiter?
    Da hilft nur öl-fettlos oder maßvoll und nicht hintersinnen, sonst müsst ihr auch auf Compi verzichten.

  19. Anja Blumschein sagt

    Hallo lieber Max,

    danke für deinen Kommentar. Auch bei der Herstellung von Bioölen fallen Emissionen an. Das stimmt. Allerdings weniger als bei konventionellen Ölen. Fette bzw. Öle sind wichtig für eine ausgewogene Ernährung und gerade Öle mit den wichtigen Omega-Fettsäuren braucht der Körper, hauptsächlich auch wenn z. B. wenig bis gar kein Fisch/Meeresfrüchte gegessen werden. Chemikalien dürfen m. W. bei der Herstellung und Weiterverarbeitung von zertifizierten Bioölen nicht eingesetzt werden. Ich empfehle auch immer kaltgepresste Öle zu verzehren, da die Vitamine und Nährstoffe hier noch nicht durch eine Hitzebehandlung/ Raffination zertstört sind. Es ist wie mit allem maßvoll und mit Verstand konsumieren ist der richtige Weg. Dann ist auch ab und zu nichts gegen die Verwendung von exotischen Produkten einzuwenden, wenn es keine regionalen Alternativen gibt. Eine Frage habe ich noch zu deinem Kommentar: Was meinst du mit hintersinnen und was ist Compi?

    Viele Grüße
    Anja

  20. Regina sagt

    Vielen Dank für den wirklich guten Beitrag über die Kokosnüsse. Endlich mal ein Schreiben, wo bei Kokosnüssen auf die Ökobilanz hingewiesen wird!

    Was die Körperpflege betrifft, finde ich Olivenöl geeignet für die Haut. Ich benutze es auch für ein Peeling mit Salz, an Bauch/Po/Oberschenkel. Funktioniert hervorragend! Auf Pinterest hab ich Zahnpaste-Alternative auf Olivenölbasis gefunden, wo Natron, Salbei und Meersalz hinzugefügt werden. Mit der Mischung die Zähne putzen, vielmehr pflegen. Meine Grossmutter hat jeweils auch Salz auf die Zahnbürste gestreut. Kann demnach nicht falsch sein.

    Auf Pinterest fand ich mal ein Rezept für vegane Nutella. Es gibt Alternativen.

    Danke für die hervorragende Seite! Weiter so!

  21. Anja sagt

    Hallo Regina,

    danke für deine weiteren Tipps! Es freut mich auch sehr, dass dir meine Seite gefällt 🙂

    Liebe Grüße

    Anja

  22. Annette sagt

    Ja, es wäre endlich mal Zeit nachzudenken, was wir alles verbrauchen. 90 % ist ja nur Gehirnwäsche. Ob man alles braucht, was nicht regional ist, ist sehr bedenkenswert. Und dazu kommt noch so eine Menge anderes, z. B. sind ist Deutschland ein mitteleuropäisches Land. Hier wachsen keine tropische Früchte, Gemüse, usw. Dennoch die Industrie flüstert es immer wieder ein und bietet alles an, alles essen zu können und sogar zu sollen wegen der Gesundheit. So ein Mist echt… Und einer große Menge ist es echt egal was sie essen, Hauptsache es schmeckt, und wenn es schon im Laden ist warum nicht. Aber so wird es keine Veränderung geben. Und die Erde leidet darunter. Man kann auch kein Obst mehr bekommen, was lecker ist, z. B. alte Apfelsorten aus Deutschland, weil es verboten ist damit zu handeln. So gibt es bei der Lebensmittelwirtschaft immer schlechtere Produkte. Ich z. B. finde die Äpfel fasst schon unverträglich. Und ich denke wegen der schnellen Anpflanzung und Züchtung haben die auch sehr geringe Nährwerte und Vitamingehalte. Wenn man Vitamine braucht, die kann man auch von Kartoffeln, Kohl, Karotten, Äpfel usw. nehmen. Alles ist nur Handel und Umsatzgeschäft hier. Diese Leute sind reich durch uns, weil wir ihre Vorschriften folgen, teilweise sind wir auch dazu gezwungen diese Sünden täglich zu machen, wie Fleisch aus der Industrie zu kaufen. Weil Bio nicht den Marktpreis haben darf. So hängt man von den billigen Wirtschaftsprodukten ab. Es kann sich ja nicht jeder Bio leisten. Dieses ganze System ist sehr respektlos und unverschämt ausbeutend.

  23. Anja sagt

    Liebe Annette, es ist gut, dass es Menschen wie uns gibt, die darauf achten regional und vorallem saisonal zu kaufen. Und es werden immer mehr 🙂 Es spricht auch nichts dagegen selten einmal eine exotisches Gemüse oder eine Frucht zu essen. Nur du hast recht – die ständige Verfügbarkeit und die Suggestion durch die Werbung gewisse Produkte zu brauchen ist nicht umweltverträglich. Meiner Meinung nach ist auch Bio nicht zu teuer – die konventionelle Ware hat nur nicht den angemessenen Preis, siehe Milch und Fleisch. Viele Grüße, Anja

  24. Anette Andresz-Li sagt

    Liebe Anja!
    Ich wuchs bei meiner Oma auf in Ungarn, aber hier fällt es mir schwer, weil die Auswahl ist anders, und ich achte manchmal darauf, dass ich z.B. keine Tomaten im Winter esse. Aber dieser Konsum ist schwer abzugewöhnen. Ich bin jetzt auch nicht top dran alles regional und saisonal zu kaufen und essen, z.B. manchmal esse ich Avocados, weil es zu lecker für mich ist. Aber ich denke auch so: Man kann eigentlich alles essen, aber man sollte nicht alles 12 Monate in riesen Mengen anbieten. Im Mittelalter war es ja auch (zwar damals nur die Reichen), aber man konnte schon einiges aus den exotischen Ländern importieren. Das denke ich, schadet auch nicht in einer kleinen Menge. Aber so wie es jetzt ist, das ist traurig. Ich versuche manchmal darauf zu achten. Nur es ist schwer geworden, wenn man so aufwächst, dass man im Winter immer Bananen, Orangen, Mandarinen isst. Also der Gedanke macht mir schon Arbeit im Kopf. Ich werde mal bald nachgucken, wie kann man mit natürlichen Mitteln den ganzen Haushalt sauber halten, bzw. auch Kosmetik möchte ich mal ändern, wie natürliche Seifen.

    MfG

    Annette

  25. Sara sagt

    Danke für den informativen Beitrag. Ich befinde mich seit längerer Zeit in einem Prozess, immer weniger Tierprodukte zu verwenden und bin so z.B. von Kuh- auf Hafermilch umgestiegen. Irgendwann musste auch die Butter der Margarine weichen. Leider ist in fast jeder handelsüblichen Margarine Palmfett drin. Auf der Suche nach einem palmfettfreien Produkt fiel mir auf, dass bei den wenigen Treffern auch Kokosfett drin ist und fragte mich schnell, ob das so viel besser sei.

    Eine Margarine ohne beides habe ich frustrierenderweise nie gefunden. Nach deiner Erklärung zu festen Fetten wird mir der Grund klarer. Es scheint keine käuflich erhältliche vertretbare Alternative zu Butter zu geben. Eine Umfrage im ökologisch bewussten Freundeskreis lief auf Verzicht oder Eigenkreation hinaus (z.B. Öl-Linsen-Paste). Was würdest du empfehlen?

    PS: Ich weiß, dass Rapsöl mit Vorsicht zu genießen ist, weil die Monokulturen die Insektenvielfalt zerstören usw. – wie ist es mit Sonnenblumenöl?

  26. Anja sagt

    Liebe Sara,

    Öl-Linsen-Paste als Butter- oder Margarineersatz klingt gut. Ich selbst benutze keine Streichfette auf meinem Brot, daher habe ich da auch nicht so viele Erfahrungen. Was ich dir noch empfehlen kann, sind Brotaufstriche auf Sonnenblumenkernbasis. Die sind ganz lecker. Ich denke Sonnenblumenöl ist in Ordnung, aber auch ein gutes Olivenöl geht sicher. Hier findest du vier gute Rezepte http://www.einfachbewusst.de/2019/02/aufstriche-sonnenblumenkerne/. Im Prinzip kannst du auch ein gutes Olivenöl pur auf dein Brot streichen.

    Viele Grüße

    Anja

  27. Anja sagt

    Liebe Sara,

    Öl-Linsen-Paste als Butter- oder Margarineersatz klingt gut 🙂 Ich selbst benutze keine Streichfette auf meinem Brot, daher habe ich da auch nicht so viele Erfahrungen. Was ich dir noch empfehlen kann, sind Brotaufstriche auf Sonnenblumenkernbasis. Die sind ganz lecker. Ich denke Sonnenblumenöl ist in Ordnung, aber auch ein gutes Olivenöl geht sicher. Hier findest du vier gute Rezepte http://www.einfachbewusst.de/2019/02/aufstriche-sonnenblumenkerne/. Im Prinzip kannst du auch ein gutes Olivenöl pur auf dein Brot streichen.

    Viele Grüße

    Anja

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