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Schlagwort: Fair Trade

Warum Bio-Tee aus fairem Handel besser ist – 5 Fakten, die mich zum Umdenken gebracht haben

Tee ist beliebt und nach Wasser das weitverbreitetste Getränk. Die größten Teeproduzenten sind China, Indien, Kenia und Sri Lanka. Sozial- und Umweltstandards sind dort vergleichsweise niedrig oder lassen sich nur schwer durchsetzen. Diese 5 Fakten haben mich zum Umdenken gebracht und werden mein Konsumverhalten nachhaltig verändern.

Tee ist beliebt und nach Wasser das weitverbreitetste Getränk. Die größten Teeproduzenten sind China, Indien, Kenia und Sri Lanka. Sozial- und Umweltstandards sind dort vergleichsweise niedrig oder lassen sich nur schwer durchsetzen. Diese 5 Fakten haben mich zum Umdenken gebracht und werden mein Konsumverhalten nachhaltig verändern.

 

Monokulturen sind schlecht für die Umwelt

Fast alle Teeanbaugebiete werden in Monokulturen bewirtschaftet. Monokulturen sind anfälliger für Schädlingsbefall und erfordern im konventionellen Anbau einen verstärkten Einsatz von Pestiziden. Die Bodenfruchtbarkeit verringert sich, und als Folge dessen werden vermehrt Kunstdünger eingesetzt. Monokulturen sind in der Natur nicht vorgesehen und zerstören das ökologische Gleichgewicht.

Ökologischere Alternativen können beispielsweise Mischkulturen mit Nelken- und Muskatbäumen, Kokospalmen und Gewürzpflanzen (Ingwer, Kardamom, Pfeffer) sein. Dadurch kann die Artenvielfalt erhöht und die Bodenfruchtbarkeit verbessert werden.

Zu den ökologischen Nachteilen kommen erhebliche wirtschaftliche Einbußen bei Ernteausfällen. In Anbaugebieten mit riesigen Monokulturen sind die Teepflückerinnen und Teepflücker von den Plantagenbesitzern abhängig, denn es gibt auf dem Land kaum Möglichkeiten einen anderen Beruf zu erlernen.

 

Tee gehört zu den Lebensmitteln, die häufig mit Schadstoffen belastet sind

Pestizide, Herbizide und Insektizide werden mit Sprühflugzeugen über die Plantagen verteilt. Hautausschlag, Lungenentzündungen und Atemwegserkrankungen sind die häufigsten Erkrankungen der Plantagenarbeiter. Die Pestizide sind nicht nur für die Umwelt und die Arbeiter schädlich, sie können auch die Verbraucher gefährden. Bei einem Test des ZDF-Magazins WISO enthielten beispielsweise fünf von sechs Schwarztees den krebserregenden Stoff Anthrachinon, der zur Abwehr von Vögeln eingesetzt wird.

 

Kinderarbeit ist auf den Plantagen immer noch Alltag

Um eine gute Qualität zu erzielen, wird Tee immer noch von Hand geerntet. Da die Teebüsche nicht hoch sind und das Bücken für die Erwachsenen anstrengend ist, greifen die Plantagenbesitzer oft auf Kinderarbeiter zurück – in Kenia sind ein Drittel der Teearbeiter Kinder. Viele Kinder sind auch unbezahlte Helfer ihrer Eltern, damit die ihre Quoten erfüllen können. Die Schulen sind oft weit entfernt und die Plantagenbesitzer organisieren keine Transporte, so dass einige Frauen gezwungen sind, ihre Kinder mit auf die Arbeit zu nehmen.

 

Schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen auf den Plantagen

Viele der Teepflückerinnen und Teepflücker sind abhängig von den Plantagenbesitzern und leben und arbeiten tatsächlich wie vor hundert Jahren. Ungeeignete Unterkünfte, Verweigerung von Gesundheitsvorsorge, unzureichender Arbeitsschutz, Überstunden und mangelnde Wasserversorgung sind die typischen Arbeitsrechtsverstöße auf Teeplantagen. Auch sexuelle Übergriffe sind nicht selten.

 

Die Löhne befinden sich oft weit unter der Armutsgrenze

Einer Studie des Katholischen Hilfswerks Misereor nach erhalten die Teepflückerinnen und Teepflücker weniger als ein Prozent des Verkaufserlöses als Lohn. Mindestlöhne werden selten gezahlt und entsprechen oft nicht dem aktuellen Preisniveau, so das Hilfswerk. In den meisten Anbauländern liegen die Löhne weit unter dem von der Weltbank definierten Existenzminimum, in Malawi zum Beispiel 50 Prozent unterhalb der definierten Grenze zur extremen Armut.

Zu niedrige Löhne und die schlechten Arbeitsbedingungen führen in den größten Teeanbaugebieten zu weit verbreiteter Unterernährung. Fast in allen Anbaugebieten leiden über 30 % der unter 5 Jahre alten Kinder an Unterentwicklung, stellte das Katholische Hilfswerk Misereor fest.

Selbst fairer Handel kann in Indien laut Umwelt-Ethnologin Sarah Besky kaum etwas am Lohn auf den Plantagen ändern. Sie lebte einige Zeit im Nordosten Indiens und erforschte die Auswirkungen von fairem Handel. Alle Arbeiterinnen und Arbeiter auf Indiens Teeplantagen verdienen laut Besky gleich, da der Lohn gesetzlich festgelegt ist.

 

Warum Fair Trade trotzdem wichtig ist?

Fairer Handel ermöglicht soziale, ökologische und ökonomische Projekte (zum Beispiel Gewährung von Kleinkrediten, Lehrgänge in ökologischer Landwirtschaft), regelt die Arbeitsbedingungen der Teepflückerinnen und Teepflücker (Mutterschutz, Arbeitszeiten, Schutzkleidung, Sanitäranlagen, Trinkwasserverfügbarkeit und Erste-Hilfe-Ausstattung) und schützt durch Umweltstandards Mensch, Tier und Natur. Außerdem wird Kinderarbeit unterbunden und dafür gesorgt, dass Kinder von Produzentenfamilien die Schule besuchen können.

 

Was kannst du tun?

Kaufe am besten losen fair gehandelten Tee aus kontrolliert biologischem Anbau. Damit verringerst du das Risiko einer Pestizidbelastung, unterstützt faire Handelsstrukturen und einen umweltverträglichen Teeanbau. Weiterhin förderst du damit bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für Teepflückerinnen und Teepflücker.

Fair gehandelte Produkte sind nicht immer teurer als konventionelle Produkte. Die meisten großen Supermarktketten haben mittlerweile fair gehandelten Tee in ihrem Hausmarken-Sortiment.

 

Woran erkennst du Fair Trade? Durchblick im Siegel-Dschungel

Das Naturland Fair Siegel, das Fairtrade-Siegel vom TransFair e.V. und die Fairhandels-Häuser GEPA, dwp – Die Weltpartner und El Puente sind gute Anhaltspunkte, wenn du fairen Tee kaufen möchtest. Zudem gibt es noch das eigenständige Gütesiegel Hand in Hand der Rapunzel Naturkost AG sowie das Pro Planet Siegel der Rewe Group (zertifiziert konventionelle Produkte), die beide auch vertrauenswürdig sind.

Es gibt außerdem das Siegel mit dem grünen Frosch – Rainforest Alliance. Dieses geht aber von geringeren Standards aus und legt den Schwerpunkt vor allem auf effizientere Anbaupraktiken. Faire Arbeitsbedingungen und Mindestpreise für das Produkt stehen nicht im Vordergrund. So sind nur nationale Mindestlöhne Standard, die teilweise nicht existenzsichernd sind. Außerdem wird bemängelt, dass Kontrollen unzureichend sind.

Manche Händler wählen auch den Direct Trade Ansatz und kaufen Produkte ohne Zwischenhändler von Kleinbauern ein und sorgen vor Ort durch eigene Projekte für bessere Lebensbedingungen für sie und ihre Familien. So kann eine höhere Transparenz in der gesamten Produktionskette gewährleistet und auf die Qualität gut Einfluss genommen werden.

Mit dem Thema Teeanbau habe ich mich (leider, da sehr interessant) erst so richtig im Rahmen einer Kooperation mit dem Online-Teehändler Dear Mr. Nice Guy auseinandergesetzt.

Die sympathischen Gründer von Dear Mr. Nice Guy haben mir leckeren Tee aus kontrolliert biologischem Anbau und eine Teebereiterflasche zum Testen zur Verfügung gestellt. Auf der Teeverpackung steht, dass der Biotee ausschließlich von Partnern der Ethical Tea Partnership (ETP) Organisation bezogen wird, um faire Verhältnisse vom Anbau bis zum Handel zu garantieren.

 

Bio und lecker: Dear Mr. Oorange – Oolong Tee mit Orangenschalen von Dear Mr. Nice Guy (Oolong Tee ist halbfermentierter Tee und verbindet somit die Eigenschaften von Grün- und Schwarztee)
© Umweltgedanken

 

Da ich die Ethical Tea Partnership Organisation bisher nicht kannte, habe ich nach weiterführenden Informationen gesucht. Die 1997 gegründete Zertifizierungs-organisation sagt von sich selbst, dass sie sich für Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen im Teeanbau und Teehandel einsetzt. Das Non-Profit-Magazin Ethical Consumer jedoch beschreibt die ETP als Initiative der Mainstream Teeindustrie und die Zertifizierung gilt verglichen mit einer Fairtrade-Zertifizierung als einfacher erreichbar. Auch das niederländische Centre for Research on Multinational Corporations (SOMO) kritisiert in einem Bericht aus dem Jahr 2006, dass wichtige Grundsätze wie ein existenzsichernder Lohn oder die Festlegung der maximalen Arbeitszeit fehlen; Kontrollen würden zuvor angekündigt.

 

Fair Trade Tee

Die Teebereiterflasche Dear Mr. Bamboottle eignet sich auch super, um aufgebrühten Tee umweltfreundlich mitzunehmen
© Umweltgedanken

 

Die ETP hat zwar nicht die höchsten Standards bezogen auf fairen Teeanbau und Teehandel, aber eine solche Zertifizierung ist besser als gar keine. Auch wenn mich die ETP als Zertifizierungsorganisation (ähnlich wie bei der Rainforest Alliance) nicht 100 % überzeugt, hat mich das ökologische Engagement und das Teesortiment von Dear Mr. Nice Guy dennoch sehr angesprochen.

Der Tee stammt aus kontrolliert biologischem Anbau und ist nach EU-Bio-Richtlinien zertifiziert. Für einen noch besseren ökologischen Fußabdruck spendet Dear Mr. Nice Guy 2 % des Warenkorbwertes für Aufforstungsprojekte an die Tropenwaldstiftung Oro Verde – 1 Euro steht dabei für einen gepflanzten Baum. Die Stiftung begleitet und betreut seit 1989 Regenwaldschutzprojekte in Lateinamerika und Asien. Auch beim Versand der Biotees achtet Dear Mr. Nice Guy auf Klimaschutz und versendet klimaneutral mit DHL Go Green.

Wenn du die leckeren Teesorten, wie beispielsweise Dear Mr. Apple Crumple oder Dear Mr. Cookie Monster auch mal ausprobieren möchtest, schau doch mal im Onlineshop von Dear Mr. Nice Guy vorbei. Es lohnt sich, denn das Angebot ist vielfältig und macht Lust auf einen gemütlichen Abend mit einer Tasse Tee. #qualitytime # teatime

 

Weiterführende Informationen zum Thema fairer Handel

Mit dem Produkt- und Einkaufsfinder von Fairtrade Deutschland kannst du fair gehandelte Produkte oder Verkaufsstellen in deiner Umgebung recherchieren.

Die fair gehandelten Produkte von El Puente gibt es in Weltläden und im eigenen Onlineshop. Auf der Webseite des Fairhandels-Unternehmens findest du einen Weltladen-Finder.

Fairtrade-Mythen: Die 10 bekanntesten Irrtümer über Fairtrade im Fakten-Check

Sustainabilitea – The Dutch Tea Market and Corporate Social Responsibility, SOMO, ProFound & India Committee of the Netherlands, 2006

 

Biotee von Dear Mr. Nice Guy

Der leckere Biotee von Dear Mr. Nice Guy hat mich überzeugt
© Umweltgedanken

 

Mit dem Kauf von fair gehandeltem Tee aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft unterstützt du einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit den Teepflückerinnen und Teepflückern auf den Plantagen. Außerdem schützt du dich als Verbraucher selbst vor Schadstoffen.

Waren dir die 5 Fakten über Tee bekannt? Ist dir fairer Handel und Bioqualität beim Teekauf wichtig? Ich freue mich auf deinen wertvollen Kommentar.

Titelbild: © Umweltgedanken

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Auf einen Blick: faire ökologische Outdoorprodukte

Du bist auf der Suche nach ökologisch und fair produzierter Outdoorkleidung? Du möchtest einen Rucksack kaufen, der nachhaltig ist? Dann lies meinen Beitrag und verschaffe dir eine Übersicht wo du fündig wirst. Ganz leicht ist es nicht, aber es gibt einige gute Anbieter, denen ich vertrauen würde.

Du bist auf der Suche nach ökologisch und fair produzierter Outdoorkleidung? Du möchtest einen Rucksack kaufen, der nachhaltig ist? Dann lies meinen Beitrag und verschaffe dir eine Übersicht wo du fündig wirst. Ganz leicht ist es nicht, aber es gibt einige gute Anbieter, denen ich vertrauen würde.

Immer wieder wirst du in diesem Beitrag lesen: bluesign® oder GOTS zertifiziert. Was heißt das?

Wenn ein Unternehmen bluesign® system Partner ist, werden die Textilien nachhaltig und frei von umweltbelastenden Substanzen hergestellt. GOTS heißt Global Organic Textile Standard. Mit diesem Zertifikat wird gewährleistet, dass Textilien aus Biofasern aus biologisch erzeugten, natürlichen Rohstoffen gefertigt werden und das unter umwelt- und sozialverantwortlichen Bedingungen. Lies hierzu auch meinen Beitrag Textilien aus Baumwolle – Ökologische und soziale Verantwortung.

Jetzt geht es aber los mit der Übersicht zu den Anbietern von fairer und ökologischer Outdoorkleidung. Der Beitrag ist länger geworden als erwartet, da mich das Thema so gefesselt hat und ich doch mehr gute Anbieter aufspüren konnte als zuvor gedacht. Nimm dir also etwas Zeit zum Lesen. Ich beginne mit den bekannten Anbietern.

Vaude

Vaude bezeichnet sich selbst als nachhaltigster Outdoor-Ausrüster auf dem Markt und bewertet mit einem eigenen Bewertungssystem – Green Shape – wie ökologisch ein Material ist. Aber nicht nur das Material wird geprüft, sondern der gesamte Produktlebenszyklus, vom Design über die Produktionsstätte bis hin zu einem möglichen Recycling oder einer umweltfreundlichen Entsorgung.

Green Shape schließt z. B. PVC, Fluorcarbone, Nanotechnologie und lösungsmittelhaltige Drucke aus. Dabei geht die Green Shape Garantie sogar noch über die bluesign® Zertifizierung hinaus, da Green Shape den Einsatz von Fluorcarbonen nicht erlaubt, bei bluesign® das aber unter strengen Bedingungen möglich ist. Vaude ist seit 2010 Mitglied in der Fair Wear Foundation (FWF) und verpflichtet sich einen Verhaltenskodex einzuhalten. Die FWF überprüft als unabhängige non-profit Organisation regelmäßig die Fabriken und bewertet, ob die Arbeitsbedingungen sicher und sozial verträglich sind.

Vaude achtet darauf, dass sich die Produkte leicht reparieren lassen und bietet ein Reparaturhandbuch sowie einen Reparaturservice an. Sollte die Reparatur doch einmal nicht möglich sein, kannst du über Vaude die Produkte spenden. Die Altkleiderspende geht dann an FairWertung, einem Dachverband gemeinnütziger Organisationen.

Für wasserabweisende Produkte werden normalerweise poly- und perfluorierte Chemikalien (PFC oder auch Fluorcarbone) eingesetzt. Vaude hat sich freiwillig verpflichtet bis 2020 komplett PFC-freie Kollektionen zu produzieren. Insbesondere Greenpeace weist seit langem mit der „Detox“ Kampagne auf diese bioakkumulativen Stoffe hin, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Der Outdoor-Ausrüster arbeitet daher an Alternativen, die sowohl eine gute Performance aufweisen als auch ökologisch und gesundheitlich verträglich sind. Erkennbar an dem Eco Finish Label.

Weitere Informationen kannst du im Nachhaltigkeitsbericht von Vaude nachlesen. Alle tollen Nachhaltigkeitsaktionen hier aufzuführen würde den Beitrag sprengen. Mit ihrem großen sozialen und nachhaltigem Engagement für die Umwelt ist Vaude für mich einer der Top Outdoor-Ausrüster. Für gemäßigtes Klima gibt es dort zum Beispiel einen coolen Schlafsack, den Arctic 450 mit Green Shape Garantie und Eco Finish Label, also ohne PFC hergestellt. Achte einfach beim Kauf immer auf das Green Shape Logo.

Patagonia

Auch Patagonia setzt auf soziale und ökologische Verantwortung. Interessant finde ich, dass Patagonia 1 % des Umsatzes zur Förderung von Umweltprojekten bereitstellt. Das habe ich zum Beispiel gar nicht gewusst, dass es diese Möglichkeit der Förderung von Umweltprojekten gibt, obwohl ich mich doch ganz gut in der Förderlandschaft auskenne. Viele der Patagonia Produkte sind bluesign® zertifiziert.

Klättermusen

Einen sehr nachhaltigen Eindruck macht auch Klättermusen. Die Produkte sind bluesign® oder GOTS zertifiziert. Es werden Produkte aus recycelten Materialien angeboten und da gehört Klättermusen zu den Pionieren bei den Outdoor-Ausrüstern. Noch ambitionierter als Vaude möchte Klättermusen im September 2017 zu 100 % auf Fluorcarbone verzichten.

Pinqponq

Bei pinqponq findest du super coole Rucksäcke mit den unverwechselbaren zwei Punkten des Labels. Die Rucksäcke wurden aus 100 % recycelten PET Flaschen hergestellt. Die Rucksäcke sind bluesign® zertifiziert.

AEP

AEP ist zwar kein Outdoor-Anbieter in dem Sinne, bietet aber auch tolle aus PET recycelte Rucksäcke für den modernen Stadtbewohner an. Die Produzenten von AEP werden von der Fair Wear Foundation überwacht. Die Produkte von AEP sind bluesign® zertifiziert. Hier findest du tolle nachhaltige  Laptoptaschen und Rucksäcke in einem modernen, minimalistischen Design.

Miceweekend

Miceweekend stellt umweltfreundliche Rucksäcke in minimalistischem Design aus 100 % Altpapier her. Es lohnt sich diese Tagesrucksäcke anzuschauen. Du wirst staunen. Das Design ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber die Idee ist toll. Mich würde interessieren wie strapazierfähig diese Rucksäcke sind und ob sie auch einen starken Regenguss überstehen?

Du siehst es gibt tolle Anbieter für faire und ökologische Outdoorkleidung und Accessoires. Aber ich habe noch viel mehr für dich gefunden.

Pyua

Mit der Kleidung von Pyua kannst du auch deinen ökologischen Fußabdruck verringern. Pyua produziert Outdoor-Bekleidung aus recycelten bzw. recycel-fähigen Polyestermaterialien und setzt wie Vaude auch auf das Closed-Loop-Recycling. Das funktioniert mit einem Rücknahmesystem, so dass aus alter Pyua Kleidung wieder neue wird. Pyua steht weiterhin für eine sozial verantwortliche Produktion in Europa und bluesign® zertifizierte Produkte ohne Fluorcarbone.

Felsenfest

Den Anbieter für Kletterbekleidung Felsenfest fand ich auch ganz spannend, denn die T-Shirts sind aus Fair Trade Biobaumwolle. Bei den Mützen aus Merinowolle wird darauf geachtet, dass die Schafe aus der Umgebung kommen und artgerecht gehalten werden. Weiterhin engagiert sich Felsenfest sozial und zwar werden die Mützen von älteren Menschen in einer sozialen Einrichtung gehäkelt.

mela wear

Das Label mela wear bietet sowohl eigene Kollektionen als auch Kollektionen der folgenden Marken an: Do U Speak Green und Frajorden. Hier handelt es sich nicht unbedingt um Outdoor-Kleidung, aber ich wollte mela wear mit aufnehmen, da hier tolle Fair Trade und GOTS zertifizierte Streetware und Schals angeboten werden.

Do U Speak Green arbeitet neben GOTS zertifizierter Biobaumwolle auch mit nachhaltigen Stoffen wie Hanf, Bambus oder Recycling Materialien. Das Modelabel Frajorden bietet Seidenschals an, wobei entgegen der konventionellen Seidenproduktion die Raupe am Leben bleibt und als Schmetterling in die Natur zurück kann.

Toll finde ich den Rucksack Ansvar, der Fair Trade und GOTS zertifiziert ist. 18 bis 25 Liter fasst dieser Rucksack, der aus robuster Biobaumwolle besteht und ausschließlich pflanzlich gegerbtes Leder hat, auch die Metalldetails sind chrom- und nickelfrei.

Wer auf Kunststofffasern bei Rucksäcken verzichten möchte, der hat mit Ansvar eine schicke Alternative in skandinavischem Design. Ansvar steht in Skandinavien übrigens für Verantwortung.

Bleed clothing

Bleed clothing ist auch kein direkter Outdoor-Ausrüster, hat aber zum Beispiel vegane Mode. Dazu findest du hier Kleidung aus verschiedenen Materialien wie Biobaumwolle, Kork, Tencel® (Naturfaser, die 50 % mehr Feuchtigkeit als Baumwolle aufnimmt), Hanf, Leinen und recyceltes Polyester. Die Produkte sind GOTS zertifiziert, vegan, fair produziert und es wird auf Wiederverwertbarkeit der Materialien geachtet. Es gibt ein paar sehr schöne Stücke dort, die auch sicher für eine Outdoor-Aktivität geeignet sind.

Kun_tiqi

Durch Zufall habe ich Kun_tiqi gefunden. Hier findest du alles was das Surfer Herz begehrt in Bio- und Fair Trade Qualität. Kun_tiqi’s Baumwolle ist GOTS zertifiziert und trägt das Fair Wear Foundation Zertifikat. Die Kleidung wird per Hand im Siebdruckverfahren bedruckt und es werden nur wasserbasierende ökologische Farben eingesetzt. Es gibt eine Kollektion für Männer und eine für Frauen.

Du bekommst hier nicht nur coole Kleidung zum Surfen, sondern auch das tolle Balsa Holz Surfboard in vielen verschiedenen Ausführungen. Kun_tiqi vertreibt auch ein Eco Surfboard Wax des Herstellers GreenFix. Aus 100 % natürlichen Stoffen und per Hand hergestellt.

Ich bin zwar keine Surferin, aber die Surfboards haben mich schon sehr beeindruckt, sind doch viel schöner als Boards aus Plastik, oder was sagen die Surfer unter euch?

Wo wir nun auch schon irgendwie bei nachhaltigen Accessoires für Outdoor-Aktivitäten sind, hier noch ein Tipp: Wie wäre es denn mit einem nachhaltigen Bambusfahrrad?

My Boo fertigt mit höchster sozialer Verantwortung Bambusfahrräder in Ghana und unterstützt mit den Einnahmen die Einheimischen vor Ort. So können dort die Bildungschancen verbessert werden.

My Boo unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Yonso Projekt die Ausbildung junger Ghanaer, die durch das gemeinsame Projekt einen festen Job haben, fair bezahlt und sozial versichert sind. Es gibt noch weitere Bambusfahrradanbieter, aber der Gedanke hinter diesem Projekt ist genial und nachhaltig. Daumen hoch.

Jetzt bist du dran. Welche Anbieter von Outdoor-Kleidung oder Accessoires habe ich vergessen? Schreib mir in deinem Kommentar, ob dieser Überblick für dich hilfreich war. Findest du, dass wir Kleidung aus Recyclingfasern angesichts der Mikroplastikproblematik tragen können?

Und auch viel Spaß beim fair und ökologisch shoppen. Und denk immer dran: Weniger ist mehr.

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links von Amazon.

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6 Kommentare zu Auf einen Blick: faire ökologische Outdoorprodukte

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