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Schlagwort: Plastikfrei

DIY Aloe Vera Leave-In Conditioner – Natürliche Zero-Waste-Haarpflege

Aloe Vera ist ein Allrounder in Sachen Gesundheit und Pflege und versorgt die Haare mit viel Feuchtigkeit. In diesem Beitrag zeige ich dir wie du einen natürlichen Aloe Vera Leave-In Conditioner selbst herstellen kannst.

Aloe Vera ist ein Allrounder in Sachen Gesundheit und Pflege und versorgt die Haare mit viel Feuchtigkeit. In diesem Beitrag zeige ich dir wie du einen natürlichen Aloe Vera Leave-In Conditioner selbst herstellen kannst.

Du brauchst dafür eine Aloe Vera Pflanze oder ein einzelnes Blatt (zum Beispiel aus dem Biosupermarkt) und Wasser. Wer mag kann noch ein beliebiges Öl dazugeben wie Kokosöl, Mandelöl oder Arganöl.

© juefraphoto – stock.adobe.com

 

Ich habe seit 1,5 Jahren eine Aloe Vera Pflanze (damals als Ableger bekommen) und möchte sie nun verwenden. Besser ist es sogar 3 Jahre zu warten bevor die Blätter geerntet werden.

So geht’s – Aloe Vera Leave-In Conditioner herstellen

Als erstes schneidest du ein äußeres Blatt von deiner Aloe-Pflanze ab. Nun stellst du das Blatt aufrecht in ein Gefäß und wartest bis die gelbliche Flüssigkeit vollständig abgelaufen ist (am besten über Nacht stehen lassen). Diese könnte sonst deine Haut reizen. Bei einem großen Blatt ist es sinnvoll dieses vorher in kleinere Abschnitte zu zerteilen.

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Anschließend wird das Mark, das Innere des Blattes, mit einem Messer oder einem Löffel aus der Schale gekratzt und mit einem Pürierstab oder Mixer zerkleinert (es geht auch mit einer Gabel, dauert nur länger). Das schäumt dann ein bisschen. Danach füllst du die gleiche Menge Wasser auf und schüttest alles durch ein Sieb in eine Sprühflasche (meine ist aus Plastik, weil ich die noch von damals aufgehoben hatte). Nun kannst du nach Belieben noch einige Tropfen eines pflegenden Öls hinzugeben (ich mache es ohne). Auch Honig oder Zitrone sind als Beigaben denkbar. Alles gut durchschütteln. Jetzt kannst du deinen Zero-Waste-Conditioner anwenden: Den Leave-In Conditioner auf das noch feuchte Haar aufsprühen und leicht einmassieren.

Aloe Vera Gel kann in Eiswürfelbehälter eingefroren werden

Mindestens eine Woche kannst du den Zero-Waste-Conditioner im Kühlschrank aufbewahren.

Es ist ratsam immer nur eine kleine Menge zu machen, je nachdem wie oft du deine Haare wäschst. Das Aloe Vera Gel lässt sich sehr gut in Eiswürfelbehältern einfrieren und dann immer nach Bedarf auftauen.

Ich würde mich freuen, wenn du den Aloe Vera Leave-In Conditioner auch mal ausprobierst. Jedenfalls bin ich jetzt begeistert von dieser Pflanze! Für mich die beste plastikfreie Lösung, da reines Öl nicht in Frage kommt.

Die Vorteile des Leave-In Conditioners lassen sich wie folgt beschreiben:

  • deine Haare werden mit Feuchtigkeit versorgt
  • die Kämmbarkeit deiner Haare wird verbessert
  • ökologisch, da kein Plastikabfall anfällt
  • ein Produkt mit natürlichen Inhaltsstoffen ohne Konservierungsstoffe und Silikone
  • einfach herzustellen
Zero Waste Conditioner

Fülle den Aloe Vera Leave-In Conditioner in eine Sprühflasche
© Umweltgedanken

Was benutzt du als Leave-in Conditioner oder kommst du ohne aus? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Titelbilder: © juefraphoto – stock.adobe.com / © Umweltgedanken

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Wie du dir in 5 Minuten ein transparentes Puder herstellst – plastikfrei und mit nur drei Zutaten

Seit einem Jahr benutze ich mein selbstgemachtes Puder und spare mir dadurch den Kauf von teurer Kosmetik. Außerdem kann ich damit auf unnötiges Plastik in meinem Leben verzichten und tue damit etwas für die Umwelt. Ich möchte dir heute zeigen wie du ein gut mattierendes plastikfreies Puder aus nur drei Zutaten – zwei davon befinden sich in jeder Küche – ganz einfach selbst mischen kannst.

Seit einem Jahr benutze ich mein selbstgemachtes Puder und spare mir dadurch den Kauf von teurer Kosmetik. Außerdem kann ich damit auf unnötiges Plastik in meinem Leben verzichten und tue damit etwas für die Umwelt. Ich möchte dir heute zeigen wie du ein gut mattierendes plastikfreies Puder aus nur drei Zutaten – zwei davon befinden sich in jeder Küche – ganz einfach selbst mischen kannst.

Mein erster Blogbeitrag im neuen Jahr soll dich motivieren etwas für die Umwelt zu tun. Wenn du bisher dachtest beim Schminken kannst du nicht auf Plastik verzichten, dann kann ich dich mit diesem Beitrag bestimmt vom Gegenteil überzeugen.

Das plastikfreie Puder besteht aus Maisstärke, Heilerde für die Haut und Zimtpulver. Maisstärke und Heilerde für die Haut bekommst du in Papierverpackungen und wenn du einen Unverpackt-Laden in deiner Nähe hast, kannst du dort auch Zimt lose kaufen. Achte noch darauf, dass du Cylon-Zimt nimmst und nicht den billigen Cassia-Zimt (musste eben auch erstmal auf mein Zimtdöschen schauen ;-)). Warum Cylon-Zimt besser ist, erfährst du unter der Anleitung im Infokasten.

Eine vorgeschriebene Mengenangabe je Zutat gibt es nicht. Du musst einfach selbst etwas experimentieren bis du die Mischung, die deinem Hautton entspricht, gefunden hast.

Für eine Portion brauchst du (Mengen können nach eigenem Belieben angepasst werden):

  • 1 verschließbares Glas oder eine Dose
  • 2 Teelöffel Maisstärke
  • 1 bis 2 Teelöffel Heilerde (z. B. Luvos hautfein, gibt es in jeder Drogerie)
  • 0,5 bis 1 Teelöffel Zimtpulver oder Kakao-Pulver zum Backen oder beides (Menge kann erhöht werden bis die gewünschte Farbnuance erreicht ist)

Die Zutaten durch ein kleines Sieb in das Gefäß füllen und gut mischen.

Zimt wirkt aufgrund der ätherischen Öle stimulierend. Der anregende Duft ist hauptsächlich beim Öffnen des Glases zu riechen und verfliegt auf der Haut. Im Altertum war Zimt auch ein begehrtes Aphrodisiakum.

Wenn du Zimt kaufst, solltest du Cylon-Zimt nehmen. Im Gegensatz zu Cassia-Zimt enthält dieser nur Spuren des potentiell schädlichen Pflanzenstoffs Cumarin. Dieser kann auch über die Haut gut aufgenommen werden. Übrigens Tonkobohnen und Datteln enthalten auch Cumarin.

Und Achtung! Nicht jeder verträgt Zimt: Die Anwendung kann allergische Hautreaktionen hervorrufen. Besonders Pollenallergiker sollten auf Zimt verzichten, da dieser in einigen Fällen Kreuzallergien auslöst. Wer mag kann anstatt Zimt auch Back-Kakao nehmen. Der Duft von Kakao ist auch sehr angenehm.

5 Gründe, warum ich plastikfreies Puder selber mache – und warum du es mir nachmachen solltest:

  1. Du sparst Verpackungsmüll und tust damit etwas für die Umwelt.
  2. Heilerde pflegt und beugt Hautunreinheiten vor.
  3. Zimt wirkt entzündungshemmend und desinfizierend (antibakteriell).
  4. Das Puder ist sehr kostengünstig und du kommst sehr lange mit den Einzelzutaten aus.
  5. Die Herstellung geht schnell und das Puder besteht aus natürlichen Zutaten.

Ich komme gut mit losem Puder zurecht. Wenn du bisher Kompaktpuder gewöhnt bist, musst du dich etwas umstellen. Du brauchst auch noch einen großen Pinsel zum Auftragen des Puders. Vor dem Auftragen klopfe ich den Puderpinsel am Glasrand etwas ab, damit überschüssiges Puder abfällt.

Ich freue mich, wenn du das plastikfreie Puder auch mal ausprobierst und mir berichtest. Schreib mir gerne einen Kommentar wie du es findest. Ganz viel Freude beim Ausprobieren!

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2 Kommentare zu Wie du dir in 5 Minuten ein transparentes Puder herstellst – plastikfrei und mit nur drei Zutaten

Plastikstrohhalme adé #StopSucking

Die Firma HALM hat mir Trinkhalme aus Glas zum Testen zugesendet. Da mich das nachhaltige Gesamtkonzept von HALM anspricht, möchte ich euch heute diese wunderbaren Trinkhalme vorstellen. Außerdem habe ich den Gründern von HALM drei Fragen zu ihrem Produkt gestellt.

Die Firma HALM hat mir Trinkhalme aus Glas zum Testen zugesendet. Da mich das nachhaltige Gesamtkonzept von HALM anspricht, möchte ich euch heute diese wunderbaren Trinkhalme vorstellen. Außerdem habe ich den Gründern von HALM drei Fragen zu ihrem Produkt gestellt.

In Deutschland werden geschätzt etwa 40 Milliarden Plastikstrohhalme pro Jahr verbraucht. Diese sind aufgrund der zugesetzten Weichmacher, Stabilisatoren, Flammschutzmittel und Füllstoffe zum Teil gesundheitlich bedenklich. Außerdem werden Plastikstrohhalme aus Erdöl, einem immer knapper werdenden Rohstoff, hergestellt. Laut Umweltbundesamt werden 100 bis 140 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen vermutet und gefährden die Meerestiere.

Trinkhalme aus Glas
© Anja Blumschein

HALM wurde erfunden um mehr Geschmack in deine Drinks und weniger Plastik in die Umwelt zu bringen. Die Idee kam den sympathischen Gründern, Hannah Chenney und Sebastian Müller, während eines Urlaubs auf der Insel Koh Phayam vor der Westküste Thailands. An den Stränden lag jede Menge Plastikmüll. So organisierte Hannah spontan eine Strandputzaktion. In nur zwei Stunden füllten sie und ihre Freunde zwei Dutzend 150-Liter-Säcke mit Müll. „Gefühlt war jeder zweite Gegenstand ein Plastikstrohhalm“, berichtet Hannah.

Tatsächlich ist jedes 7. Plastikteil, das am Strand gefunden wird, ein Strohhalm bzw. Stirrer (Ocean Conservancy).

Glas überzeugt als Material für Trinkhalme

Hannah und Sebastian haben sich bewusst gegen recyceltes Glas entschieden wie es zum Beispiel bei Trinkhalmen aus Fernost benutzt wird. Daher ist der Trinkhalm aus Glas gesundheitlich absolut unbedenklich und frei von Blei oder anderen Giften. Glas ist eine gute Alternative für Plastik, da es wiederverwendbar, hygienisch, geschmacksneutral und vollständig recycelbar ist.

Vor allem die Gastronomie, der Hauptverursacher des Problems, wollen die HALM-Gründer mit ihrem wiederverwendbaren und geschmacksverbessernden Trinkhalm aus Glas ansprechen. Ich bin gespannt, ob sich das Plastikstrohhalmproblem auch bei den Fastfood-Ketten mit Take away Getränken lösen lässt. Denn dieser Plastikmüll landet allzu oft nicht dort wo er eigentlich hingehört.

Wenn das Geschäft einmal profitabel wird, sollen 50 % der erwirtschafteten Erträge in nachhaltige Projekte wie CleanUps, Bildung und Forschung zum Thema Plastikmüll investiert werden.

HALM Trinkhalme aus Glas gibt es in gebogener und gerader Form plus praktischer Reinigungsbürste mit Naturborsten
© Anja Blumschein

Die Trinkhalme aus Glas werden in drei verschiedenen Längen in gebogener und gerader Form angeboten. Damit du deinen Trinkhalm aus Glas überall mitnehmen kannst, gibt es auch eine coole Tasche aus 100 % Bio-Baumwolle zum Verstauen.

Wenn du es mit Zero Waste ernst meinst, sagst du ab sofort nein zu Plastikstrohhalmen #StopSucking und trinkst deinen Cocktail mit wiederverwendbaren Trinkhalmen. Lies auch meinen Beitrag über Zero Waste und warum diese neo-ökologische Bewegung mehr als nur ein Trend ist.

Benutze doch auch mal ein gebrauchtes Marmeladenglas für deinen nächsten Smoothie
© Anja Blumschein

Drei Fragen an die HALM-Gründer Hannah Chenney und Sebastian Müller

UMWELTGEDANKEN: Es gibt auch wiederverwendbare Trinkhalme aus Edelstahl oder Bambus. Sind Trinkhalme aus Glas nachhaltiger?

HALM: Edelstahl ist genau so gut zu recyceln wie Glas und ist ebenfalls eine super wiederverwendbare Alternative. Bambus ist ein nachwachsender Rohstoff, biologisch abbaubar und kann über den Biomüll entsorgt werden. Bambus eignet sich für den privaten Gebrauch auch sehr gut, ist jedoch für die Gastronomie bezüglich der Hygiene undenkbar, denn es ziehen Stoffe in den Bambus ein. Außerdem gibt Bambus einen sehr deutlichen Eigengeschmack ab.

UMWELTGEDANKEN: Warum habt ihr euch für Trinkhalme aus Glas entschieden? Gehen die nicht schnell kaputt?

HALM: Trinkhalme aus Glas gehen genau so schnell kaputt wie unsere klassischen Trinkgläser. Mit 1,5 mm Wanddicke und dem extra-stabilen SCHOTT®-Spezialglas ist es überhaupt kein Problem auf den Halmen rumzubeißen oder diese als Stößel in Getränken zu nutzen. Glas und Edelstahl liegen in Punkten der Nachhaltigkeit und Wiederverwendbarkeit gleich auf, allerdings ist nur Glas im Vergleich komplett geschmacksneutral und erfüllt im Unterschied zu Silikon, Bambus oder speziellen Kunststoffhalmen hohe Hygienestandards. Im Gegensatz zu Edelstahl sieht man von außen auch, ob die Halme wirklich sauber geworden sind.

UMWELTGEDANKEN: Es gibt noch andere Anbieter für Trinkhalme aus Glas auf dem Markt. Warum sollen sich meine Leser für Trinkhalme von euch entscheiden?

HALM: Die meisten anderen Anbieter lassen in China in Handarbeit produzieren. Wir produzieren bei SCHOTT® in Deutschland und lassen die Halme vom Lebenshilfewerk in Neumünster einpacken. Borosilikatglas, so wie es zum Beispiel von STRAWGRACE verwendet wird, kann in diesen Größen nur in Handarbeit hergestellt werden. Von der Plakatkampagne bis zur Verpackung: Wir verzichten komplett auf die Verwendung von Mineralölen. Uns ist der ganzheitliche Ansatz sehr wichtig.

Mich haben die Antworten in Sachen Nachhaltigkeit überzeugt. Dich auch? HALM strebt außerdem an eine Firma mit Null Plastik Impact zu sein. Gerne mehr Unternehmen von dieser Sorte 🙂

© Anja Blumschein

© Anja Blumschein

Weiterführende Informationen

Ökologische Alternativen zu Strohhalmen aus Plastik im Vergleich
https://www.halm.co/de/wiederverwendbare-strohhalme-im-vergleich

Rezept Heidelbeer-Mandel-Smoothie

Zutaten: 2 Orangen, 2 Bananen, 50 g Heidelbeeren, 300 ml Mandelmilch, 20 g geschrotete Leinsamen

Zubereitung: Orangen und Bananen schälen. Dann zusammen mit den gewaschenen Heidelbeeren pürieren. Anschließend geschrotete Leinsamen hinzufügen und den Smoothie mit Mandelmilch auffüllen.

Jeder kann etwas gegen die Plastikstrohhalmflut machen. Schließt euch der Bewegung #StopSucking an und macht bei der Challenge mit.

Welche Trinkhalme verwendest du? Kennst du weitere nachhaltige Anbieter von ökologischen Trinkhalmen? Hinterlasse mir deinen wertvollen Kommentar.

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https://www.ecobrotbox.de/de/shop/zubehoer/eco-strohhalm/
2 Kommentare zu Plastikstrohhalme adé #StopSucking

Zero Waste – Realität oder Illusion?

Es ist möglich, den privaten Müll auf ein Minimum zu reduzieren. Zero Waste ist für mich noch lange nicht Realität. Denn da draußen sieht die Welt ganz anders aus als wir sie uns in unserer Nische zurecht legen.

Es ist möglich, den privaten Müll auf ein Minimum zu reduzieren. Zero Waste ist für mich noch lange nicht Realität. Denn da draußen sieht die Welt ganz anders aus als wir sie uns in unserer Nische zurecht legen.

Die Zero Waste Bewegung ist mit Shia vom Blog Wasteland Rebel auch nach Deutschland gekommen. Wie auch schon zuvor Bea Johnson, die Mitbegründerin der Zero Waste Bewegung, lebt Shia uns vor wie es geht. In einem tollen Artikel fasst Shia zusammen wie wenig Müll sie in einem Jahr produziert hat. Dank der vielen Unverpackt Läden wird es auch immer einfacher Produkte lose einzukaufen. Mittlerweile gibt es in fast jeder größeren Stadt einen Laden, indem wir Produkte in selbst mitgebrachte Gefäße abfüllen können.

Es ist möglich, den privaten Müll auf ein Minimum zu reduzieren. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass selbst in den Unverpackt Läden leider noch viel zu viel Müll anfällt. Die Lieferanten denken noch nicht genauso wie ihre Kunden.

Der Kunde will im Prinzip weniger Müll ansammeln. Die Hersteller von Produkten machen es uns aber im Alltag nicht leicht. Wenn wir jetzt mal betrachten, dass die Zero Waste Bewegung und auch die Plastikfrei-Bewegung nur eine kleine Nischengruppe ist, die zwar stetig wächst, kaufen dennoch Millionen von Menschen verpackte Produkte.

Das meiste Plastik landet gar nicht in der stofflichen Verwertung, so dass neues Plastik daraus wird, sondern wird energetisch in Müllverbrennungsanlagen entsorgt. Downcycling nennen Experten das.

Die Supermarktregale spiegeln uns keinen ressourcenschonenden Umgang. Dem Kunden bleibt oft keine Wahl, zum Beispiel bei der Entscheidung kaufe ich konventionell oder ökologische Waren – wenn Bio, dann aber oft in Plastik verpackt.

Es ist ein kleiner Anfang, dass immer mehr Supermärkte die Plastiktüten abschaffen, Rewe und Lidl wollen bis 2017 gar keine Plastiktüten mehr zum Kauf anbieten. Viel wichtiger ist es, dass die Verpackungsingenieure und Verpackungsdesigner der Herstellerfirmen andere Verpackungskonzepte entwickeln. Es wäre ein Traum, weniger Verpackungen und mehr Möglichkeiten, auch Grundnahrungsmittel, wie Reis, Nudeln, Nüsse, Cerealien im Supermarkt unverpackt in loser Schüttung zu bekommen.

Zu bedenken ist, dass die Problematik mit dem Müll in den Schwellen- und Entwicklungsländern gravierender ist als bei uns, denn dort gibt es oftmals gar keine Entsorgung oder Verwertung. Der Müll landet letztendlich im Meer und schadet unserem Ökosystem.

Unsere Gesellschaft wandelt sich. Es ist vermehrt zu beobachten, dass in den letzten 10 Jahren die To-Go-Becher zunehmen. Auch verlagern sich Partys immer mehr in den öffentlichen Raum. Public Viewing, Quartiersfeste, Museumsnächte, Outdoor-Sportfeste und Beach-Landschaften mit tonnenweise Sand – da fällt auch viel Müll an, vorallem Müll, der aus Einwegmaterialien besteht.

Jedes Jahr werden bis zu 4,7 Milliarden Plastikbecher weggeworfen. Frankreich will nun im Rahmen des Energiewende-Gesetzes „Energy Transition for Green Growth Act“ bis zum Jahr 2020 ein Verbot von Plastikgeschirr umsetzen. Auch das Problem Lebensmittelverschwendung geht Präsident François Hollande an.

Auch in Deutschland bewegt sich etwas in Sachen Lebensmittelverschwendung stoppen. Immer mehr Essensretter und öffentlich zugängliche Kühlschränke etablieren sich. In Berlin eröffnete der Verein RESTLOS GLÜCKLICH e. V. ein kleines Lokal im Stadtteil Neu-Kölln. Vom Verein angebotene Bildungsprojekte und Kochkurse fördern das Bewusstsein für Konsum und Nachhaltigkeit.

Um Verhaltensänderung in großem Maßstab bei den Kunden zu bewirken, müssen insgesamt mehr nachhaltige Angebote und Lösungen in den konventionellen Supermärkten oder auf Veranstaltungen angeboten werden. Es ist diesmal andersherum. Der Kunde hat eine Nachfrage, ein Bedürfnis nach Alternativen, aber der Handel bietet dem Kunden Verpackungsmüll und wenig ökologische und nachhaltige Produkte. Die werden dann online bestellt, da nicht beim alltäglichen Einkauf im Supermarkt verfügbar. Das verursacht CO2-Emissionen und weitere Verpackungen.

Zero Waste ist für mich noch lange nicht Realität. Denn da draußen sieht die Welt ganz anders aus als wir sie uns in unserer Nische zurecht legen. Sollen wir eher von Low Waste Bewegung sprechen – wäre doch realistischer, oder?

Ich möchte dir im Kontext dieses Textes zwei tolle Low Waste Produkte vorstellen. Das eine Produkt ist gut für alle die nicht immer die Zeit oder Lust haben Cremes und Deos selbst zu machen und trotzdem nach einer plastikfreien und natürlichen Alternative suchen.Obwohl ich das richtig gut finde, wenn Menschen ihr Deo selbst machen. Die andere Marke, die euch unbedingt vorstellen muss, stellt wiederbefüllbare Puder, Lippenstifte und Eyeshadow in Bambusverpackungen her.

Wochenliebling #1: Low Waste Vanilla Orange Shea Butter und Deos von Organic Essence

Ich habe Deos und Sheabutter in ökologischer und abbaubarer Papierverpackung entdeckt. Von Organic Essence – plastikfrei, ohne Phthalate und vegan! Mir gefällt, dass viele Produkte von Organic Essence ohne Tierversuche hergestellt werden.

Zudem enthalten sie keine Enzyme oder ähnliches aus gentechnisch veränderten Organismen. Das ist anlässlich von TTIP und CETA ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium, da das Produkt aus den USA kommt. Die Produkte enthalten außerdem keine Parabene oder sonstige schädliche Substanzen.

In den Produkten von Organic Essence ist Kokosöl enthalten. Wer meine Artikel über Kokosöl kennt, weiß, dass ich das nicht kaufen würde, aber das Produkt überzeugt mich im Ganzen, so dass ich mir das einmal gönnen kann. Zudem ist das Kokosöl aus biologischem Anbau und Organic Essence unterstützt die Kokosnuss-Plantagenfarmer.

Du kannst die Deos von Organic Essence plastikfrei bei Monomeer bestellen, wenn sie dir auch so gut gefallen wie mir.

Lies dazu auch meinen Gastbeitrag über Kokosöl auf dem Blog Ricemilkmaid.

Wochenliebling #2: Wiederbefüllbare Organic ZAO Make up Produkte in Bambusverpackung

ZAO Compact Powder 303 braun-beige (neutral) Kompaktpuder, in nachfüllbarer Bambus-Dose (bio, Ecocert, Cosmebio, Naturkosmetik)

ZAO stellt ökologische Beauty-Produkte her, die zum größten Teil wiederauffüllbar sind, aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen und wo möglich aus kontrolliert biologischem Anbau stammen und Fair Trade sind. Die Verpackungen und auch die Produkte bestehen zum Teil aus Bambus. Die Nagellacke sind vegan. Es werden keine Test mit Tieren durchgeführt.

ZAO Mineral Silk 500 transparent farblos, loser Puder, Mineral-Make-up in Bambus-Dose (bio, vegan, Naturkosmetik)

In den Nagellacken findest du keine Dibutylphthalate, Toluole, Formaldehyde oder Xylene. Einige Produkte sind nach Ecocert zertifiziert, wie zum Beispiel der Concealer. Zudem sind viele Produkte glutenfrei.

In der Foundation werden Palmbutter oder Derivate von Palmöl eingesetzt, wobei das Palmöl aus nachhaltiger Plantagenwirtschaft stammt. ZAO hat bereits für einige Derivate eine Zertifizierung durch den RSPO. Es ist sichergestellt, dass keine Primärwälder abgeholzt werden.

Alle Produkte werden in Europa produziert. Hier kannst du die Produkte von Zao bestellen.

ZAO Matt Lipstick 462 old pink altrosa rosa-rot Lippenstift, in nachfüllbarer Bambus-Dose (bio, Ecocert, Cosmebio, Naturkosmetik)

Dies ist kein Sponsered Post. Beide Produkte empfehle ich dir, weil ich das Gesamtkonzept gut finde, auch wenn bei Organic Essence Kokosöl und bei ZAO Palmöl in der Foundation enthalten ist. Bei ZAO ist besonders der Refill Gedanke lobenswert.

Schreib mir in den Kommentaren, ob dir mein Beitrag gefällt und du auch den Weg eines nachhaltigen Low Waste Lifestyle wählst. Mich interessiert auch wie du Müll in deinem Alltag reduzierst. Welche nachhaltigen und plastikfreien Beauty-Produkte kennst du? Verrate es mir in den Kommentaren.

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2 Kommentare zu Zero Waste – Realität oder Illusion?

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