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DIY Aloe Vera Leave-In Conditioner – Natürliche Zero-Waste-Haarpflege

Aloe Vera ist ein Allrounder in Sachen Gesundheit und Pflege und versorgt die Haare mit viel Feuchtigkeit. In diesem Beitrag zeige ich dir wie du einen natürlichen Aloe Vera Leave-In Conditioner selbst herstellen kannst.

Aloe Vera ist ein Allrounder in Sachen Gesundheit und Pflege und versorgt die Haare mit viel Feuchtigkeit. In diesem Beitrag zeige ich dir wie du einen natürlichen Aloe Vera Leave-In Conditioner selbst herstellen kannst.

Du brauchst dafür eine Aloe Vera Pflanze oder ein einzelnes Blatt (zum Beispiel aus dem Biosupermarkt) und Wasser. Wer mag kann noch ein beliebiges Öl dazugeben wie Kokosöl, Mandelöl oder Arganöl.

© juefraphoto – stock.adobe.com

 

Ich habe seit 1,5 Jahren eine Aloe Vera Pflanze (damals als Ableger bekommen) und möchte sie nun verwenden. Besser ist es sogar 3 Jahre zu warten bevor die Blätter geerntet werden.

So geht’s – Aloe Vera Leave-In Conditioner herstellen

Als erstes schneidest du ein äußeres Blatt von deiner Aloe-Pflanze ab. Nun stellst du das Blatt aufrecht in ein Gefäß und wartest bis die gelbliche Flüssigkeit vollständig abgelaufen ist (am besten über Nacht stehen lassen). Diese könnte sonst deine Haut reizen. Bei einem großen Blatt ist es sinnvoll dieses vorher in kleinere Abschnitte zu zerteilen.

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Anschließend wird das Mark, das Innere des Blattes, mit einem Messer oder einem Löffel aus der Schale gekratzt und mit einem Pürierstab oder Mixer zerkleinert (es geht auch mit einer Gabel, dauert nur länger). Das schäumt dann ein bisschen. Danach füllst du die gleiche Menge Wasser auf und schüttest alles durch ein Sieb in eine Sprühflasche (meine ist aus Plastik, weil ich die noch von damals aufgehoben hatte). Nun kannst du nach Belieben noch einige Tropfen eines pflegenden Öls hinzugeben (ich mache es ohne). Auch Honig oder Zitrone sind als Beigaben denkbar. Alles gut durchschütteln. Jetzt kannst du deinen Zero-Waste-Conditioner anwenden: Den Leave-In Conditioner auf das noch feuchte Haar aufsprühen und leicht einmassieren.

Aloe Vera Gel kann in Eiswürfelbehälter eingefroren werden

Mindestens eine Woche kannst du den Zero-Waste-Conditioner im Kühlschrank aufbewahren.

Es ist ratsam immer nur eine kleine Menge zu machen, je nachdem wie oft du deine Haare wäschst. Das Aloe Vera Gel lässt sich sehr gut in Eiswürfelbehältern einfrieren und dann immer nach Bedarf auftauen.

Ich würde mich freuen, wenn du den Aloe Vera Leave-In Conditioner auch mal ausprobierst. Jedenfalls bin ich jetzt begeistert von dieser Pflanze! Für mich die beste plastikfreie Lösung, da reines Öl nicht in Frage kommt.

Die Vorteile des Leave-In Conditioners lassen sich wie folgt beschreiben:

  • deine Haare werden mit Feuchtigkeit versorgt
  • die Kämmbarkeit deiner Haare wird verbessert
  • ökologisch, da kein Plastikabfall anfällt
  • ein Produkt mit natürlichen Inhaltsstoffen ohne Konservierungsstoffe und Silikone
  • einfach herzustellen
Zero Waste Conditioner

Fülle den Aloe Vera Leave-In Conditioner in eine Sprühflasche
© Umweltgedanken

Was benutzt du als Leave-in Conditioner oder kommst du ohne aus? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Titelbilder: © juefraphoto – stock.adobe.com / © Umweltgedanken

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Wie du als Lebensmittelretter unsere Ressourcen schützen kannst

Jeder von uns wirft pro Jahr etwa 55 Kilogramm Lebensmittel weg. Fast die Hälfte davon wird als vermeidbar eingeschätzt. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ins Leben gerufene Zu gut für die Tonne!-Bundespreis greift das Thema Lebensmittelverschwendung auf und sucht deinen #EinfallGegenAbfall.

Jeder von uns wirft pro Jahr etwa 55 Kilogramm Lebensmittel weg. Fast die Hälfte davon wird als vermeidbar eingeschätzt. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ins Leben gerufene Zu gut für die Tonne!-Bundespreis greift das Thema Lebensmittelverschwendung auf und sucht deinen #EinfallGegenAbfall.

 

Wieder zu viel eingekauft und nicht rechtzeitig verbraucht? Laut BMEL landen in Deutschland jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Die größten Verschwender sind die Verbraucher, aber auch in Supermärkten, Bäckereien und Restaurants landen noch essbare Nahrungsmittel in der Tonne. In den Statistiken überhaupt nicht berücksichtigt sind die Lebensmittel, die auf Äckern liegen bleiben, weil sie nicht der Norm entsprechen.

 

Der Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung

In den letzten Jahren haben sich daher immer mehr Initiativen gegründet, die gegen die Lebensmittelverschwendung kämpfen. So können Restaurantabfälle zum Beispiel mit der App Too Good to Go verteilt werden. Brotabfälle aus Bäckereien können mittlerweile einer Weiterverwertung zugeführt werden: Die Firma Knödelkult stellt aus altem Brot Knödel im Glas her, die dann, in Scheiben geschnitten, angebraten werden können. Aus Brotresten entsteht auch schon Bier. In vielen Städten gibt es sogenannte Essensretter, die noch brauchbare Lebensmittel aus Geschäften abholen und verteilen.

 

Den Gesamtprozess betrachten

Da wir auch Lebensmittel von anderen Kontinenten essen, sind die Auswirkungen weltweit zu spüren, wenn wir Lebensmittel verschwenden. Verschwendet werden nicht nur die eigentlichen Lebensmittel, sondern es werden im gesamten Herstellungsprozess wertvolle Ressourcen verbraucht. Für ein Kilo Äpfel sind zum Beispiel mehr als 800 Liter Wasser notwendig, dazu Dünger, Energie und Anbauflächen.

 

Deutschland hat sich verpflichtet die Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren

Deutschland hat sich aufgrund der hohen Ressourcenverschwendung, die immer mehr zunimmt, verpflichtet, die Lebensmittelabfälle bis zum Jahr 2030 um bis zu 50 % zu reduzieren. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, das wir nur mit klaren Zielvorgaben und Zuständigkeiten erreichen.

Frankreich hat Anfang 2016 beispielsweise ein Gesetz verabschiedet, das größeren Supermärkten (ab 400 m²) verbietet, unverkaufte aber genießbare Lebensmittel in den Müll zu werfen. Vielmehr sollen die Lebensmittel gespendet, zu Tiernahrung oder kompostiert beziehungsweise zur Energiegewinnung verwendet werden. Ein guter Ansatz!

 

Mach mit beim Zu gut für die Tonne!-Bundespreis

Weil das Thema Ressourcenschutz von sehr hoher Bedeutung ist, vergibt das BMEL seit ein paar Jahren einen Preis an Unternehmen, Privatpersonen, Kommunen, Nichtregierungsorganisationen oder Bürgerinitiativen für vorbildliche Aktionen rund um das Thema Lebensmittelverschwendung. Wenn du eine Idee hast, wie du Lebensmittel retten kannst, bewirb dich noch bis zum 31. Oktober 2018 für den Zu gut für die Tonne!-Bundespreis.

In der Kategorie Gastronomie hat 2017 das Berliner Restaurant Restlos glücklich, das komplett aus Resten kocht, gewonnen. Den Bundespreis 2018 in der Kategorie Handel gewann der Laden und Onlineshop SirPlus, der Lebensmittel anbietet, die im Handel nicht mehr verkauft werden dürfen.

 

Der Laden und Onlinehandel SirPlus gewann in der Kategorie Handel 2018 den Zu gut für die Tonne!-Bundespreis (© BMEL/Christof Rieken)

 

4 Tipps wie du Lebensmittel retten kannst

  • Bewusster einkaufen: Du kannst einen Essensplan für die ganze Woche schreiben. Das mache ich immer so. Ich kaufe dann nur die Dinge, die auf dem Einkaufszettel stehen. Seitdem werfen wir kaum noch Lebensmittel weg.
  • Achte auf die richtige Lagerung der Lebensmittel: Zum Beispiel solltest du Tomaten und Äpfel getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten lagern. Das enthaltende Ethylengas könnte sonst zur schnelleren Reifung führen.
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum: Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, sind oft noch lange genießbar.
  • Schließe dich in deiner Stadt einer Essensretter- oder Foodsharing-Initiative an.

Mehr Informationen zum Thema Lebensmittelverschwendung

Dokumentarfilm „Taste the Waste“ von Valentin Thurn

https://www.lebensmittelwertschaetzen.de/

Studie: Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland

WWF Studie: Das große Wegschmeißen

Foodsharing Initiative

 

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) entstanden.

Titelbild: ©highwaystarz

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2 Kommentare zu Wie du als Lebensmittelretter unsere Ressourcen schützen kannst

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