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15 einfache Tipps, die dir helfen Aluminium in deinem Alltag zu vermeiden

Bei Aluminium denkt fast jeder zuerst an Deos oder Alufolie. Das Problem Aluminium wird schon seit geraumer Zeit vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als kritisch eingestuft. Aber noch viel zu wenig Menschen wissen Bescheid über die Gefahren, die in Lebensmitteln lauern.

Bei Aluminium denkt fast jeder zuerst an Deos oder Alufolie. Das Problem Aluminium wird schon seit geraumer Zeit vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als kritisch eingestuft. Aber noch viel zu wenig Menschen wissen Bescheid über die Gefahren, die in Lebensmitteln lauern. In diesem Beitrag erfährst du wissenswerte Informationen über Aluminium und die davon ausgehenden Gefahren. Dazu bekommst du meine 15 Tipps, wie du in Zukunft deinen Körper vor Aluminium schützen kannst.

Die Verwendung von Aluminium ist aus ökologischer Sicht untragbar

Die Herstellung von Aluminium ist extrem umweltschädlich, angefangen beim Abbau des Rohstoffs Bauxit bis hin zum hohen Energieverbrauch bei der Herstellung. Große Lagerstätten für Bauxit gibt es im Amazonasregenwald in Brasilien. Um an die Vorkommnisse zu gelangen, wird der Regenwald abgeholzt. Die energieintensive Herstellung sorgt für einen erheblichen Ausstoß des klimaschädlichen CO2.

Wir unterscheiden Aluminium in Primäraluminium, das direkt aus dem Rohstoff Bauxit per Elektrolyse gewonnen wird und Sekundäraluminium, das aus wiederverwertetem Alt-Aluminium per Recycling gewonnen wird. Im Jahr 2014 verbrauchte der Sektor Verkehr in Deutschland rund 1,4 Milliarden Tonnen Aluminium, weitere 25 Prozent des weltweit verwendeten Aluminiums werden im Bauwesen eingesetzt (Statista, 2016). Der Sektor Verpackungen benötigte 304.000 Tonnen Aluminium und steht somit an dritter Stelle.

Weißt du wo überall Aluminium enthalten ist?

Aluminium ist teils natürlich in Lebensmitteln enthalten, teils stammt es aber auch aus aluminiumhaltigen Lebensmittelzusatzstoffen und gelangt so in unseren Körper. Lebensmittelzusatzstoffe sollen die Beschaffenheit des Lebensmittels beeinflussen und werden eingesetzt um bestimmte Eigenschaften oder Wirkungen zu erzielen.

Aluminium ist heute in vielen Produkten des Alltags enthalten: Verpackungen, Deckel, Folien, Tüten, aber auch in Kosmetikprodukten. In Deos wird es aufgrund seiner schweißhemmenden Wirkung eingesetzt. In Cremes wird Aluminium als Emulgator (Aluminiumstearat) eingesetzt, in Zahncremes als Antibakterium (Aluminiumfluorid) und abrasives Mittel (Schleifmittel). Sonnencreme enthält Aluminium, das als Beschichtung von Nanopartikeln dient.

Aluminium in Lebensmitteln kannst du an den E-Nummern erkennen: E173 (Aluminium), E520 (Aluminiumsulfat), E521 (Aluminiumnatriumsulfat), E523 (Aluminiumammoniumsulfat), E554 (Natriumaluminiumsilikat), E555 (Kaliumaluminiumsilikat), E556 (Calciumaluminiumsilikat) und E598 (Calciumaluminat).

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat 2008 in einer Stellungnahme den typischen Aluminiumgehalt von unbehandelten Lebensmitteln mit weniger als 5 mg/kg angegeben.

Aluminium ist auch in Impfstoffen enthalten. Hier ist die Konzentration der Aufnahme besonders hoch. Allerdings ist eine einmalige Impfung nicht in dem Maße schädlich wie eine tagtägliche chronische Dosis, die über Nahrung, Kosmetika und Medikamente zugeführt wird. Doch bei Kindern ist die Blut-Hirn-Schranke noch nicht vollständig ausgebildet, so dass hier besonders auf den Verzicht von Aluminium geachtet werden sollte. Besonders die frühen Impfungen sind kritisch zu betrachten.

Fertigprodukte stehen besonders in der Kritik, da diese auch künstliche Aluminiumzusätze enthalten können. Im Trinkwasser findet sich auch Aluminium. Die Wasserwerke dürfen Aluminium als Flockungsmittel einsetzen, um dadurch kleinste Fremdpartikel zu binden. Nach der Trinkwasserverordnung beträgt der Grenzwert für Aluminium 0,2 mg/L. Medikamente zur Linderung von Sodbrennen, zum Beispiel Maaloxan, enthalten Aluminium. Bei Käsescheiben wird Aluminium als Trennmittel eingesetzt, damit die Scheiben nicht zusammenkleben.

Die Lebensmittelindustrie benutzt Aluminium auch als Lebensmittelzusatzstoff mit der Bezeichnung E173 als Farbstoff für Überzüge von Zuckerwaren. Die lustigen bunten Linsen sind voll damit. Die Brezel morgens zum Frühstück oder als Snack zwischendurch: Eine warme, knusprige Laugenbrezel liebt fast jeder von uns. Aber war dir bewusst, dass du weniger davon essen solltest, damit du deine Gesundheit nicht gefährdest? Auch in Brezeln und anderem Laugengebäck finden sich erhöhte Mengen an Aluminium.

Warum enthält Laugengebäck so hohe Gehalte an Aluminium?

Die Brezeln werden samt der Bleche vor dem Backen in Natronlauge getaucht. Diese kann das Leichtmetall lösen. Das Aluminium gelangt in die Brezel. In Bayern gibt es seit 1999 einen Aluminiumgrenzwert von 10 mg/kg Frischgewicht. Alternativen zum Backen auf Aluminium-Lochblechen gibt es bereits, zum Beispiel beschichtete Lochbleche oder Edelstahlbleche. Auch Backpapier oder ein Stofftuch zwischen Blech und Brezel sind Alternativen.

In einem Beitrag der Sendung Markt wurden die Höchstmengen an Aluminium in Laugengebäck von Discountern untersucht. Die Laugenstange von Netto enthielt zum Beispiel 5 mg/kg. Dies liegt noch unter der empfohlenen Höchstmenge von 10 mg/kg. Wenn du aber jeden Tag so eine Laugenstange isst, dann nimmst du einen beachtlichen Anteil der wöchentlich unbedenklichen Dosis an Aluminium zu dir.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nehmen viele Menschen allein über die Nahrung so hohe Mengen Aluminium auf, dass die wöchentlich verträgliche Menge bereits überschritten wird. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat im Jahr 2013 jedes fünfte untersuchte Laugengebäck in Bayern den Grenzwert von 10 Milligramm Aluminium pro Kilogramm Backware überschritten.

Warum ist Aluminium so gefährlich für dich?

Laut des Bundesinstitutes für Risikobewertung steht Aluminium unter Verdacht bestimmte Krankheiten auszulösen, unter anderem Demenz und Brustkrebs. Nachgewiesen werde konnte dies aber wohl noch nicht beziehungsweise gibt es unterschiedliche Studien, die sich widersprechen. Forscher fanden zum Beispiel bei Brustkrebspatientinnen erhöhtere Gehalte an Aluminium im Brustdrüsensekret als bei gesunden Frauen. Unklar ist, ob Aluminium der Auslöser ist oder es sich in Folge der Krebserkrankung bildet.

Aluminium schädigt ab bestimmten Konzentrationen das Nervensystem und hat eine reproduktionstoxische Wirkung (Wirkung auf Fruchtbarkeit und ungeborenes Leben) sowie negative Effekte auf die Knochenentwicklung (Demineralisierung der Knochen). Das Leichtmetall steht auch im Verdacht Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität und Lernschwächen hervorzurufen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (Tolerable Weekly Intake, TWI) von 1 Milligramm Aluminium je Kilogramm Körpergewicht für die orale Aufnahme über die Nahrung festgelegt.

Salz- oder säurehaltige Lebensmittel lösen Aluminiumionen heraus

Wenn Aluminium mit salz- oder säurehaltigen Lebensmitteln in Kontakt kommt, lösen sich die Aluminiumionen heraus und gelangen in die Nahrung und somit in unseren Körper.

Kaffeekapseln bestehen zum Teil auch aus Aluminium. Deutsche Kaffee-Trinker verbrauchen pro Jahr mehr als eine Milliarde davon. Auch Kaffee hat einen hohen Säuregehalt. Innerhalb der Kapsel ist der Kaffee durch eine transparente Folie vom Aluminium getrennt. Diese Folie wird aber beim Brühvorgang durchstoßen. Belegt ist das Risiko aber bislang nicht.

Glutamat, Zitronensäure und Aspartam begünstigen die Aufnahme von Aluminium ins Gehirn

Normalerweise zirkuliert das Aluminium mit dem Blut im Körper. Glutamat ermöglicht dem Aluminium ins Gehirn zu gelangen, indem es leichter durch die Blut-Hirn-Schranke dringt. Auch Zitronensäure oder der Süßstoff Aspartam wirken ähnlich wie Glutamat. Zitronensäure findet sich in Soft-Drinks, Fertiggerichten und auch in Süßigkeiten. Neben den Aluminiumlacken, die zur Färbung eingesetzt werden, werden auch Aluminium-Zusatzstoffe verwendet, die reines Aluminium (E173) enthalten. Es ist zum Beispiel in kandiertem Obst und als Trennmittel in Soßenpulver und Tütensuppen zu finden.

Meine 15 Tipps für dich, wie du Aluminium in deinem Alltag vermeiden kannst

#Tipp 1: Der gute alte Espressokocher – auch hier lauern die Gefahren. Die Schutzschicht wird beim Spülen in der Spülmaschine zerstört. Daher sollte der Espressokocher lieber von Hand abgewaschen werden.

#Tipp 2: Für Liebhaber von Schlemmerfilets: Frosta bietet den Fisch in Pappfaltschachteln aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung an. Diese Pappschachtel besteht laut Frosta aus Frischfasern, so dass keine erhöhten Werte von Mineralölen darin zu erwarten sind. Lies hierzu auch meinen Beitrag über Mineralöle in Lebensmitteln. Als Produktschutz enthalten die Pappschachteln eine Kunststoffschicht aus PET, die allerdings frei von Bisphenol-A (BPA) ist. Auch die verwendeten Klebersysteme enthalten keine Weichmacher.

#Tipp 3: Verwende beim Grillen umweltfreundliche Mehrweggrillschalen aus Edelstahl oder mit einer Emaillebeschichtung. Du kannst außerdem Fisch- und Gemüsehalter verwenden.

#Tipp 4: Wenn du unbedingt Alufolie benutzen möchtest, dann verwende zumindest zu 100 % recycelte Alufolie von If You Care.

#Tipp 5: Benutze doch anstatt Alufolie, Klarsichtfolie oder Butterbrotpapier einmal die individuell gestalteten Eco-Brotverpackungen von Eversnack, zum Beispiel die Eversnack Brottücher. Diese bestehen aus 100 % Baumwolle, zum Teil Öko-Tex-100 zertifizierte Baumwolle. Innen sind die Brottücher mit einer recycelbaren und BPA freien Kunststofffolie vernäht.

#Tipp 6: Eine weitere Alternative zu Alufolie ist Wachspapier aus 100% natürlichem Sojabohnenwachs von If You Care oder Bienenwachspapier von Bee’s Wrap oder die wiederverwendbare Bienenwachstücher von Abeego aus Biobaumwolle. Du kannst Wachstücher auch selbst machen. Eine gute Anleitung findest du hier. Es ist fraglich, ob Wachstücher nachhaltig sind, da der Baumwollanbau auch Probleme mit sich bringt. Lies hierzu auch meinen Beitrag über verantwortungsvollen Baumwollanbau. Für Veganer sind die Bienenwachstücher nicht geeignet. 

#Tipp 7: Verwende anstatt Alufolie Frischhaltedosen aus Porzellan, Glas oder wer möchte auch aus Kunststoff. Kunststoff würde ich persönlich nicht uneingeschränkt empfehlen, da davon wieder andere Gefahren ausgehen. Mehr dazu in meinem Beitrag über die Gesundheitsrisiken von Kunststoff.

#Tipp 8: Am besten vermeidest du mit Farblack überzogene Süßigkeiten und Kaugummis oder verzehrst diese nur in geringen Mengen.

#Tipp 9: Kaufe aluminiumfreie Deos und Sonnencreme.

#Tipp 10: Laugengebäck kannst du weiterhin essen, aber nicht in überdurchschnittlich hohen Mengen. Wenn du mehr über die Risikobewertung lesen möchtest, kannst du in einer Stellungnahme zu erhöhten Gehalten von Aluminium in Laugengebäck des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) nachlesen.

#Tipp 11: Teflonpfannen sind meist aus Aluminium gegossen. Als Alternative kannst du Pfannen aus Gusseisen oder Edelstahl verwenden.

#Tipp 12: Am besten keine Konservendosen kaufen, auch wegen der Innenbeschichtung, die Weichmacher enthält. Wenn du doch einmal etwas in Dosen kaufen musst, kannst du mit einem einfachen Trick prüfen, ob es sich um eine Weißblech- oder eine Aluminiumdose handelt. Nimm einen Magneten mit. Aluminium ist nicht magnetisch. Besonders Fischdosen bestehen häufig aus Aluminium. Bei Hering in Tomatensoße wird das Aluminium dann durch die saure Tomatensoße gelöst.

#Tipp 13: Fisch kannst du in Pergamentpapier garen zum Beispiel mit SAGA Kochpergament. Das ist biologisch abbaubar, wird aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern hergestellt und ist als umweltfreundlich zertifiziert.

#Tipp 14: Kaufe keine Fertigprodukte, wie Tütensuppen oder Soßenpulver.

#Tipp 15: Wenn du eine Kaffeemaschine mit Kaffeekapseln benutzt, kannst du diese durch Edelstahlmehrwegkapseln ersetzen. Du müsstest dann zwar den gemahlenen Kaffee selbst einfüllen, aber es ist in jedem Fall ökologischer und du verursachst keine Müllberge. Für Nespresso Maschinen gibt es zum Beispiel Mehrwegkapseln.

 

Um das Aluminium, dass du nun schon über Jahre in deinem Körper angereichert hast, wieder loszuwerden, kannst du speziell auf deine Ernährung achten. Vitamin D oder auch Silicium und Calcium begünstigen das Ausleiten von Aluminium aus deinem Körper.

Die Liste was du alles tun kannst, um weniger Aluminium zu dir zu nehmen, ist mit Sicherheit nicht vollständig. Ich freue mich auf deine Ergänzungen und weitere Tipps. Schreibe mir deine hilfreiche Anregung in den Kommentaren.

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Sind Airbnb Unterkünfte wirklich nachhaltiger? Diese Fakten solltest du wissen

Der Gedanke hinter Airbnb ist einfach. Airbnb steht für Airbed (Luftmatratze) und Breakfast (Frühstück). Airbnb wurde 2008 in San Francisco gegründet. So war es anfangs auch gedacht – eine günstige Übernachtungsmöglichkeit als Alternative zu Hotels und Pensionen.

Der Gedanke hinter Airbnb ist einfach. Airbnb steht für Airbed (Luftmatratze) und Breakfast (Frühstück). Airbnb wurde 2008 in San Francisco gegründet. So war es anfangs auch gedacht – eine günstige Übernachtungsmöglichkeit als Alternative zu Hotels und Pensionen. Toll ist, dass man sich irgendwie heimischer fühlt und mehr verbunden ist mit den Menschen des Landes, das man gerade besucht.

 

Du hast jetzt länger nichts von mir gehört. Ich war vergangenes Wochenende auf einer Hochzeit einer sehr guten Freundin und davor für ein verlängertes Wochenende in Budapest. Warum Budapest? Warum nicht in Deutschland Kurzurlaub machen? Nun, meine Mission war es schon immer einmal nach Ungarn zu reisen, da meine Oma mütterlicherseits aus Ungarn stammt und ich unbedingt einmal dorthin wollte, sozusagen zu meinen Wurzeln.

Flug kompensieren und über Atmosfair Klimaschutzprojekte unterstützen

Ich bin mit dem Flugzeug von Frankfurt am Main zum Flughafen Ferihegy nach Budapest geflogen. Nicht nachhaltig, aber wenn man nur ein paar Tage Freizeit hat, ist diese Reiseform immer noch am schnellsten. Eine Zugreise hätte 10 Stunden und mehr gedauert. Insgesamt betrugen meine verursachten Emissionen 405 kg CO2 für den Hin- und Rückflug mit dem Airbus 321 in der Economy Class und mit einem Zwischenstopp am Flughafen Berlin-Tegel. Diese Emissionen möchte ich über die Plattform Atmosfair mit einem Beitrag in Höhe von 20 Euro zugunsten von Klimaschutzprojekten kompensieren.

Wohnen wie die Einheimischen

Meine Unterkunft in Budapest, genauer gesagt ein kleines Apartment, habe ich über das Portal Airbnb gebucht. Mein Gastgeber war ein ungarischer Mann und ich kann diese Unterkunft voll und ganz weiterempfehlen. Ihr findet den Gastgeber bei Airbnb, wenn ihr nach Bence Varga sucht. Die Unterkunft ist im quirligen jüdischen Viertel gelegen und alle Sehenswürdigkeiten sind gut zu Fuß oder mit dem Bus beziehungsweise mit der U-Bahn erreichbar. Nicht weit von der Unterkunft steht die zweitgrößte Synagoge der Welt, die ihr euch unbedingt ansehen müsst, wenn ihr einmal in Budapest seid. Diese ist fußläufig in 3 Minuten erreichbar.

Das war meine erste Erfahrung mit Airbnb. Ich war sehr zufrieden und habe mich sehr wohl gefühlt, fast wie zu Hause. Ich würde immer wieder diese Unterkunft buchen. Besonders das kleine urige Pub nebenan mit dem schönen Namen „Uri Muri“ ist so wunderbar familiär. Dort trifft sich die Künstler- und Schauspielerszene Budapests und es wird angenehme Musik, meistens Musik aus den 60ern gespielt. Ich habe dort am Sonntagabend auch das Finalspiel der Fußball Europameisterschaft gesehen.

Es ist nicht schwer mit den Ungarn in Kontakt zu kommen, aber man muss schon etwas auf die Menschen zugehen. Da ich alleine gereist bin, war es wahrscheinlich einfacher, leicht ist es aber dennoch nicht. Es gehört ein wenig Überwindung dazu in einem fremden Land, dessen Sprache man nicht spricht, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen. Das war auch meine erste private Reise alleine, aber nun würde ich wieder alleine reisen mit dem Wissen, dass es Spaß macht.

Das soll hier jetzt kein Reisebericht werden. Deswegen komme ich nun zu meinem eigentlichen Blogpost, in dem ich der Frage nachgehen möchte, ob Airbnb nachhaltiger als Hotels und andere Unterkünfte ist.

Was ist eigentlich Airbnb?

Der Gedanke hinter Airbnb ist einfach. Airbnb steht für Airbed (Luftmatratze) und Breakfast (Frühstück). Airbnb wurde 2008 in San Francisco gegründet. So war es anfangs auch gedacht: eine günstige Übernachtungsmöglichkeit als Alternative zu Hotels und Pensionen. Toll ist, dass man sich irgendwie heimischer fühlt und mehr verbunden ist mit den Menschen des Landes, das man gerade besucht. Und man hat meist eine Küche zur Verfügung, die es in einem Hotel nicht gibt. Manchmal wird man von den Hosts auch herumgeführt und lernt dadurch die Stadt, oder wo man auch immer ist, sehr viel schneller kennen. Ein Hostel würde für mich nur unter Umständen in Frage kommen, zum Beispiel, wenn ich dort ein Einzelzimmer buchen kann.

Ökologischer Nutzen von Sharing Economy

Das Thema Sharing Economy ist ein spannendes Forschungsfeld. Es gibt nur wenige unabhängige Studien zu Airbnb, aber die US-Soziologin Juliet Schor hat herausgefunden, dass Nutzer von Airbnb aufgrund der preiswerten Zimmer oder Apartments häufiger in den Urlaub fahren. Dadurch nimmt mit steigenden Übernachtungen der ökologische Nutzen ab.

Airbnb hat selbst eine Studie in Auftrag gegeben, in der es heißt, dass im Jahr 2013 in Europa Wasser für das Befüllen von 1100 Schwimmbecken eingespart wurde, weil Airbnb Gäste sich gegen ein Hotel und für ein Privatzimmer entschieden haben.

Airbnb wird auch manchmal kommerziell missbraucht

Das Portal Airbnb organisiert laut Spiegel Online eine Million Übernachtungen monatlich. Da Airbnb aber auch immer mehr kommerziell genutzt wird, ist nicht mehr nur der Grundgedanke des Wohnraumteilens im Vordergrund. Einige Anbieter vermieten sehr viele Zimmer und Appartements und verdienen sich eine goldene Nase damit. Diese Wohnungen stehen dem Wohnungsmarkt nicht mehr zur Verfügung. Der Anreiz ist groß eine Wohnung zum Beispiel in einer sehr hoch frequentierten Touristenstadt wie Berlin über Airbnb zu vermieten anstatt diese regulär der Berliner Bevölkerung zur Langzeitmiete anzubieten. Insbesondere in den Innenstädten ist das ein großes Problem.

Auch muss man wissen, dass das Vermieten ohne Genehmigung Steuerhinterziehung ist. Mein Gastgeber in Budapest zahlt offiziell Steuern.

Airbnb Gäste nutzen häufiger den ÖPNV und gehen in nachhaltigen Restaurants essen

Prinzipiell denke ich, dass Menschen, die über Airbnb buchen oft nachhaltig leben und die Unterkunft wie ihre eigene Wohnung behandeln. Sie sparen Wasser und Strom und bewegen sich auch oft in dem Ort vermehrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln anstatt eines Mietwagens fort. Viele wählen vegane und vegetarische Restaurants und achten im Allgemeinen mehr auf ihre Umwelt. So habe ich auch gegenüber meiner Unterkunft lecker in einer Hummusbar gegessen. Meine Erfahrung in Budapest hat mir gezeigt, dass man dort sehr gut mit Bus und U-Bahn überall hinkommt. Das Liniennetz der U-Bahn ist übersichtlich gestaltet. Die Busse fahren mit Oberleitungsnetzen elektrisch und sind deswegen auch ökologisch.

Oberleitungsbus in Budapest © Anja Blumschein

Die Unterstützung von Einheimischen ist nachhaltig

Du siehst, es ist schwierig die Nachhaltigkeit von Airbnb einzuschätzen. Es kommt auf den jeweiligen Wohnungsanbieter an. Wenn es sich um eine einheimische Person handelt, die ein oder zwei Apartments vermietet, denke ich, dass es nachhaltiger ist diese Person mit meinem Geld zu unterstützen als eine große Hotelkette.

Abschließend möchte ich dir eines mit auf den Weg geben: Reise nachhaltig, egal ob mit Airbnb oder ohne und sei dir bewusst über dein Verhalten auf Reisen.

Nachhaltig fortbewegen in Budapest_Umweltgedanken

Nachhaltig fortbewegen mit dem Fahrrad  © Anja Blumschein

Was denkst du über Airbnb und denkst du, dass es nachhaltiger ist als andere Übernachtungsmöglichkeiten? Her mit deiner Meinung in den Kommentaren. Ich freue mich darauf.

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3 Kommentare zu Sind Airbnb Unterkünfte wirklich nachhaltiger? Diese Fakten solltest du wissen

Warum wir alle für die Lebensmittelverschwendung verantwortlich sind

Etwa 7,3 Milliarden Menschen leben heute auf der Welt. Etwa 1 Milliarde leidet täglich Hunger, obwohl weltweit Lebensmittel für 12 Milliarden Menschen produziert werden. Der deutsche Dokumentarfilm „Taste the Waste“ von Valentin Thurn aus dem Jahr 2011 machte das Thema Lebensmittelverschwendung für das breite Publikum zugänglich. In diesem Beitrag erfährst du was wir als Endverbraucher beachten müssen, um weniger Lebensmittel wegzuwerfen.

Etwa 7,3 Milliarden Menschen leben heute auf der Welt. Etwa 1 Milliarde leidet täglich Hunger, obwohl weltweit Lebensmittel für 12 Milliarden Menschen produziert werden. Der deutsche Dokumentarfilm „Taste the Waste“ von Valentin Thurn aus dem Jahr 2011 machte das Thema Lebensmittelverschwendung für das breite Publikum zugänglich. In diesem Beitrag erfährst du was wir als Endverbraucher beachten müssen, um weniger Lebensmittel wegzuwerfen.

Der Endverbraucher muss lernen umzudenken

Die Europäische Kommission hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt bis 2020 weggeworfene Lebensmittel um 50 % zu reduzieren. Über die Strategie zur Umsetzung bin ich gespannt. Momentan reden wir viel über den Sinn oder Unsinn von Verpackungsabfällen, aber auch die unnütze Lebensmittelverschwendung muss in die Köpfe der Verbraucher. Es ist das gleiche wie mit den Plastiktüten. Nur wenn der Verbraucher im übertragenen Sinne bereit ist die krumme Gurke zu kaufen, dann erst hört dieser Lebensmittelverschwendungswahnsinn auf.

In den Supermärkten erwartet der Kunde volle Regale und eine große Warenvielfalt. Der Verbraucher ist demnach mit verantwortlich, dass der Handel ein Überangebot von Lebensmitteln vorhält. In Deutschland landen beispielsweise 25 % der Backwaren auf dem Müll, weil Supermarktketten die Filialen zum Teil dazu verpflichten bis Ladenschluss volle Regale zu haben.

Der Handel entscheidet mit seiner Beschaffungspraxis auch darüber wie viel Gemüse als unverkäuflich auf den Äckern verbleibt. Die REWE Gruppe bietet laut ihrer Webseite seit Oktober 2013 unter der Eigenmarke „Wunderlinge“ Obst und Gemüse an, dass trotz besonderem Aussehen gut in Qualität und Geschmack ist. Die krummen und eigenwillig aussehenden Kartoffeln und Möhren werden zu einem günstigeren Preis angeboten. Oft können Produzenten Gemüse und Obst, dass von der Norm abweicht im Handel sonst gar nicht verkaufen.

Interessant finde ich auch die Initiative von Bäckereien, die ihr gesamtes Sortiment an Brot, Brötchen und Kuchen zum halben Preis verkaufen. Ich selbst sehe jeden Tag eine Filiale auf dem Weg zur Arbeit in Frankfurt am Main, die diesen Service in großem Maßstab neben ihrem regulären Verkauf anbietet.

Im Sinne nachhaltigen Konsums sollte die Wertschätzung für Lebensmittel in allen Teilen der Bevölkerung gesteigert werden. Lebensmittel sind Mittel zum Leben und so sollten wir sie auch behandeln. Oft ist das Verderben von Lebensmitteln Ergebnis einer falschen Lagerung oder eines falschen Transportes.

Jedes Jahr wären in Deutschland 10 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle vermeidbar

Über 18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jährlich weggeschmissen, wovon bereits heute 10 Millionen Tonnen vermeidbar wären (WWF Deutschland, 2015). Diese 10 Millionen Tonnen sind umgerechnet mit einem Ausstoß von fast 22 Millionen Tonnen Treibhausgasen verbunden.

Von den weggeworfenen Lebensmitteln sind über 60 % auf die Wertschöpfungskette vom Produzenten bis zum Großverbraucher zurückzuführen. Etwa 40 % liegen beim Endverbraucher. Insbesondere bei Gemüse, Obst, Backwaren und Speiseresten ließen sich unnötige Abfälle vermeiden.

Insgesamt liegt die globale Lebensmittelverschwendung bei etwa 30 bis 40 % unabhängig davon, ob es sich um ein Industrieland oder ein Entwicklungsland handelt. In Südamerika, Afrika und Asien sind die Ernte-, Nachernte- und Prozessverluste tendenziell höher als zum Beispiel in Nordamerika und Europa. Je höher eine Region auf der Welt wirtschaftlich entwickelt ist, desto höher sind die Verluste beim Endverbraucher.

Ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum suggeriert uns, und ich zähle mich auch dazu, das Produkt wegzuwerfen. Oft ohne zu prüfen, ob die Milch oder der Joghurt noch genießbar sind. Warum ist es aber erst dazu gekommen, dass das Lebensmittel nicht vor diesem Datum verzehrt wurde?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist seit 1981 in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Der Ernährungsminister Christian Schmidt setzt sich für die Abschaffung dieses Mindesthaltbarkeitsdatums ein. Schmidt fordert, dass auf den Verpackungen ein echtes Verfallsdatum gedruckt werden soll, nach dem diese Produkte tatsächlich nicht mehr genießbar sind.

Die Hersteller kalkulieren beim Mindesthaltbarkeitsdatum zu große Sicherheitspuffer, so dass wir als Verbraucher aus Unsicherheit dazu verleitet werden Produkte schon wegzuwerfen bevor diese überhaupt schlecht sind.

In der EU werden jährlich insgesamt 89 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, ein Großteil, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Darunter auch lange haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis oder Kaffee. EU-Mitgliedsländer, darunter Schweden und die Niederlande,  wollen die Liste der Lebensmittel ausweiten, für die nach EU-Recht kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden muss.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (im Englischen: best before) sagt lediglich aus, dass bis zu dem bestimmten Tag vom Hersteller die Qualität in Farbe, Geschmack und Nährwertgehalt garantiert wird. Anders sieht es bei Frischwaren aus: Hier handelt es sich um ein Verfallsdatum (im Englischen: use by).

Viele Verbraucher haben den Bezug zu Lebensmitteln verloren. Statt ihren eigenen Sinnen zu vertrauen, verlassen sich die Verbraucher auf einen Aufdruck der Industrie. Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn etwas schlecht riecht, ranzig schmeckt oder schimmelt, sollte man es nicht mehr essen. Früher ging es anscheinend auch ohne Mindesthaltbarkeitsdatum.

In den Industrienationen werden laut Zahlen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinigten Nationen (FAO) hauptsächlich Gemüse, Obst und Brot weggeschmissen – Lebensmittel, die ohnehin kein Mindesthaltbarkeitsdatum aufweisen müssen.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum spielt anscheinend nicht die übergeordnete Rolle bei der Lebensmittelverschwendung.

Viel entscheidender ist doch das eigene Einkaufsverhalten. Wer zuviel einkauft, verliert den Überblick und natürlich laufen dann Produkte ab, bevor wir diese überhaupt verwerten können.

Fünf einfache Tipps und Tricks, wie du in Zukunft weniger Lebensmittel wegwirfst

#Tipp 1: Am besten kaufst du nur die Produkte, die du in den nächsten zwei bis drei Tagen verzehren möchtest. Schreibe dir eine Einkaufsliste und plane dein Mittag- oder Abendessen. So vermeidest du Spontankäufe. Ich nutze als Einkaufsliste die App „Denkst du daran“. Diese ist auf mehreren Endgeräten synchron und du kannst mit jemanden zusammen einkaufen und der andere sieht was du schon in deinen Einkaufskorb gelegt hast. Das ist sehr praktisch.

#Tipp 2: Koche die Portionen so, dass du das Gericht möglichst am Zubereitungstag aufessen kannst. Aus eigener Erfahrung essen wir aufgehobene Lebensmittelreste meist nicht am Folgetag.

#Tipp 3: Obst, das bereits unschöne Stellen hat, eignet sich immer noch super für Obstsalat oder Smoothies. Eine richtig braune Banane ist zum Beispiel auch bestens für die leckersten frittierten Bananen geeignet. Erst dann haben sie die richtige Süße und schmecken genau wie im Chinarestaurant. Auch ein Bananenbrot ist umso leckerer, wenn die Bananen überreif sind.

#Tipp 4: Vertraue auf deine eigenen Sinne – riechen, schmecken, sehen. Du wirst nicht gleich an einer Lebensmittelvergiftung sterben, wenn du deine Frischmilch noch trinkst, obwohl das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist.

#Tipp 5: Verwende Abfallprodukte vom Gemüse putzen. Zum Beispiel kannst du aus den Schälresten von Spargel eine sehr leckere Spargelcremesuppe zubereiten.

Beobachte einfach einmal selbst dein Einkaufverhalten und achte darauf wie viele Lebensmittel du in die Biotonne wirfst.

Bist du für die Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums und die Verwendung echter Verfallsangaben? Welche Tipps hast du noch, um weniger Lebensmittelabfälle zu produzieren? Her damit in den Kommentaren!

Weiterführende Informationen:

Hier kommst du zur Studie vom WWF Deutschland (2015): Das große Wegschmeißen. Vom Acker bis zum Verbraucher: Ausmaß und Umwelteffekte der Lebensmittelverschwendung in Deutschland.

Die Einkaufslisten-App „Denkst du daran“ findest du hier.

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2 Kommentare zu Warum wir alle für die Lebensmittelverschwendung verantwortlich sind

Soziale Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz – so schaffst du es frei zu sein

Jeder weiß was passiert, wenn Hennen in Massen auf dem Boden oder in Volieren gehalten werden. Sie rupfen immer wieder ihren Artgenossinnen die Federn aus und picken sie wund bis aufs Blut. Soziale Nachhaltigkeit? Ich verrate dir, wie du dich im Arbeitsalltag frei und selbstbestimmt fühlst. Es liegt in deiner Hand. Los geht’s.

Jeder weiß was passiert, wenn Hennen in Massen auf dem Boden oder in Volieren gehalten werden. Sie rupfen immer wieder ihren Artgenossinnen die Federn aus und picken sie wund bis aufs Blut. Soziale Nachhaltigkeit? Ich verrate dir, wie du dich im Arbeitsalltag frei und selbstbestimmt fühlst. Es liegt in deiner Hand. Los geht’s.

Der Mensch hat ein nachhaltiges und faires Leben am Arbeitsplatz verdient. Doch manche Personen verhalten sich wie Legehennen in Bodenhaltung.

Wir kaufen doch Bioeier, weil wir nicht unterstützen wollen, dass die Legehennen artfremd auf engem Platz gehalten werden. Freie und glückliche Hühner, die gesund sind – das wollen wir.

In meinen Beiträgen schreibe ich oft, dass wir uns wertschätzend der Umwelt gegenüber verhalten sollen. Wir schützen unsere Natur und unsere Tiere. Doch verhalten wir uns auch nachhaltig gegenüber uns selbst und anderen?

 

Ist der Mensch nicht auch ein Teil der Umwelt, der geschützt werden will?

Leben wir nicht oft in einem Käfig auf begrenztem Raum ohne die Chance zu haben uns aus eigener Kraft Platz zu verschaffen?

Wir genießen veganes Food, kaufen Fair Trade Kleidung und setzen uns für artgerechte Tierhaltung ein. Anderen Menschen gegenüber sind wir immer wieder unfair und legen ungesunde Verhaltensweisen an den Tag.

Warum ist uns Nachhaltigkeit auf ökologischer Ebene so wichtig? Und warum sind wir nicht auch öfter nachhaltig auf sozialer Ebene?

Es gibt einen Verhaltenskodex im Arbeitsleben, aber der wird gar nicht von unabhängigen Instituten oder Prüflaboren unter die Lupe genommen. Kleiner Scherz, das geht bestimmt auch nicht.

 

Woran messen wir ein mitarbeiterfreundliches Unternehmen?

Ist es das Angebot eines kostenlosen Kindergartenplatzes oder einer firmeneigenen Kantine? Vielleicht auch ein Dienstwagen, Firmenevents oder Weiterbildungsmöglichkeiten?

Oder fairer Umgang miteinander? Die Kunst den anderen zu schätzen, die Stärken und die Schwächen zu erkennen. Nicht die Schwächen des anderen und von sich selbst zu sehr in den Vordergrund zu heben, sondern die Stärken zu nutzen. Wenn dein Gegenüber deine Stärken nicht kennt: Dann zeige sie ihm doch einfach. Und finde die Stärken der anderen heraus.

Einige von euch arbeiten im Freiland, sozusagen in „artgerechter“ Biohaltung. Andere zählen sich eher zu der Gruppe Bodenhaltung mit Gehacke und Blut.

 

Wie kommst du in die Bio-Freilandhaltung?

Ich verrate es dir. Es liegt in deiner Hand.

Merke dir: Von Natur aus bist du ein freier Mensch. Also fühle dich verdammt nochmal auch auf der Arbeit frei. Wehr dich. Kommunikation ist alles. Vieles passiert oft unterschwellig, so dass wir es nicht immer gleich merken. Fang bei dir selbst an etwas zu verändern. Das merken auch die anderen.

Sei mutig, sage deinem Gesprächspartner, wenn dich etwas stört. Sonst weiß er es ja nicht. Es hilft, dass der andere dich besser versteht. Sag es direkt, sage stopp. Körpersprache verstehen kann nicht jeder. Im Normalfall sind wir ja keine Psychologen. Pack die Emotionen in den Koffer und hole sie erst raus, wenn sachliche Argumentationen nicht mehr helfen.

Die Probleme offen ansprechen. Das machen wir beim Natur- und Tierschutz doch auch. Hilft leider auch nicht immer. Etwas zu unternehmen ist aber besser als sich der hackenden Henne wehrlos auszusetzen.

Hennen, die Stress nicht so gut ertragen können, so spekulieren Wissenschaftler, neigen eher zum Federpicken, das heißt sie hacken auf Artgenossen ein, weil sie sich anders offenbar nicht zu helfen wissen. Bei freilebenden Wildhühnern treten diese Verhaltensanomalien wohl nicht auf.

Genau wie von den Legehennen wird im Arbeitsleben immer mehr Leistung gefordert. Eine qualitativ hohe Leistung ist wichtig, aber welchen Preis zahlt man uns für das Erreichen dieser Höchstleistungen? Soziales Miteinander? Faire Gehälter? Wertschätzung? Freiheit? Schutz?

Fragen über Fragen, die wir uns in einer Gesellschaft, die so oft von Nachhaltigkeit spricht, auch einmal stellen sollten.

Ich würde mich freuen, wenn du mir in deinem Kommentar schreibst wie jeder von uns zu mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz beitragen kann. Und damit meine ich ausnahmsweise nicht die ökologische Dimension.

Findest du soziale Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz wichtig oder sind andere Dinge für dich von mehr Bedeutung? Ich freue mich auf deinen Kommentar. Trau dich.

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Was ist nachhaltiger Tourismus?

Wenn ich nachhaltige Kleidung kaufen möchte, ist es leicht herauszufinden, ob die Kleidung fair und ökologisch produziert wurde und Sozialstandards eingehalten werden. Bei Reisen bin ich eher verwirrt bei der Vielzahl an Siegeln, die für nachhaltigen Ökotourismus vergeben werden.

Wenn ich nachhaltige Kleidung kaufen möchte, ist es leicht herauszufinden, ob die Kleidung fair und ökologisch produziert wurde und Sozialstandards eingehalten werden. Bei Reisen bin ich eher verwirrt bei der Vielzahl an Siegeln, die für nachhaltigen Ökotourismus vergeben werden.

Diese vielen Siegel miteinander zu vergleichen ist kaum möglich, da ganz unterschiedliche Kriterien in Frage kommen. Ich habe für dich herausgefunden welchen Siegeln für nachhaltigen Ökotourismus du vertrauen kannst.

Touristenzahlen steigen weltweit weiter an

Die Anzahl der weltweiten Touristen ist von 25 Millionen in 1950 auf 1,1 Milliarden in 2015 gestiegen. Laut der Webseite von Sustaining Tourism wird bis 2030 ein Anstieg auf 1,8 Milliarden Touristen erwartet. Gerade wegen der immer steigenden Touristenzahlen ist es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich auf nachhaltiges, soziales und umweltverträgliches Reisen setzen.

You may never know what results come of your action, but if you do nothing there will be no result. (Mahatma Gandhi)

Ökotourismus und Naturtourismus ist nicht immer nachhaltig

Viele setzen Ökotourismus mit nachhaltigem Tourismus gleich. Heutzutage wird alles, das irgendwie grün ist als Ökotourismus vermarktet. Doch das muss nicht zwingend heißen, dass es umweltverträglich und nachhaltig ist. Manchmal ist Ökotourismus nur ein Wort, das nicht das verspricht was sich der ökologisch bewusst reisende Mensch darunter vorstellt. Auch ein bloßer Ausflug ins Grüne kann damit gemeint sein oder eben die Natur als Kulisse für eine Aktivität.

Häufig führt der Begriff Naturtourismus zu falschen Vorstellungen bei Reisenden. Schutz- und Erhaltungsziele der Natur sind hier nicht immer vorhanden.

Nachhaltiger Tourismus ist ein Ansatz, der ein Ziel für alle Tourismusformen darstellt. Eine nachhaltige Reise beginnt lange vor Reiseantritt. Ökotourismus entwickelt sich immer mehr in Richtung nachhaltiger Tourismus und wäre die ökologisch nachhaltige Umsetzung des Naturtourismus.

Verantwortungsvoll durchgeführte Beobachtungstouren in kleinen Gruppen schaden der Natur meist nicht. Kritisch zu betrachten sind Massenanstürme zum Beispiel auf eine kleine Insel, die nicht auf die hohen Besucherströme ausgelegt ist. Wenn du mehr erfahren möchtest wie sich so etwas auswirken kann, lies auch meinen Beitrag Wie du auf Reisen Menschen, Kultur und Natur schätzen kannst. Auch der Massentourismus auf Bali ist ein Beispiel für die Zerstörung der Natur durch Touristen.

Wenn ich in einem Land Urlaub mache, dann versuche ich die Besonderheiten der lokalen Küche zu entdecken. Zu vermeiden sind Importprodukte, statt dessen lieber saisonale und fair gehandelte Produkte aus ökologischem oder kleinbäuerlichen Anbau genießen. Und ruhig im Restaurant nachfragen, woher die Produkte kommen.

Viele Menschen suchen während ihres Urlaubes die Erholung im Einklang mit der Natur. Doch gerade in Touristenhochburgen ist das für die Natur oft nicht nachhaltig.

Ökotourismus heißt also, dass der Mensch Verantwortung übernehmen soll. Ein kurzer Ausflug mit der Reisegruppe in den Nationalpark und zurück erzeugt viele Emissionen. Können wir das als nachhaltig bezeichnen? Ich denke, nein. Auch inszenierte Tierschauen (Delfinarien, Walbeobachtungen) sollten wir meiden und statt dessen Schutzprojekt-Besuche in den Urlaub integrieren und die Tiere dort in Ruhe beobachten.

Ökotourismus wird laut Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) als Instrument zur Förderung der Regionalentwicklung und Unterstützung beim Schutzgebietsmanagement gesehen. Er trägt dazu bei, dass Schutzgebiete eingerichtet werden und zum Teil finanzieren sich diese Schutzgebiete auch durch die Tourismuseinnahmen.

Da nachhaltiger Tourismus nicht immer ein Urlaub in der Wildnis bedeutet, bestehen Chancen für den Massentourismus, der auch in Richtung Nachhaltigkeit verändert werden könnte. Der gute Wille ist bei vielen Reisebuchenden da und Umweltstandards auf Reisen werden für viele immer wichtiger.

Welchen Siegeln für Ökotourismus und nachhaltigen Tourismus kannst du trauen?

Vertrauenswürdige Ökotourismus-Siegel in Deutschland sind Viabono und Blaue Schwalbe. Schweden hat zum Beispiel nur ein Ökosiegel und zwar Naturens Bästa. Auf europäischer Ebene gibt es das etablierte European Ecolabel.

Ein internationaler Standard für nachhaltigen Tourismus wurde von der unabhängigen non-profit Organisation Global Sustainable Tourism Council (GSTC) entwickelt. Diese Kriterien sind Minimumanforderungen, die von nachhaltigen Hotels und Tourveranstaltern eingehalten werden sollten, um die natürlichen und kulturellen Ressourcen der Welt nachhaltig für die späteren Generationen zu erhalten. Für mehr Informationen besuche Global Sustainable Tourism Council.

Einen guten Überblick über nachhaltige Reiseveranstalter gibt es beim forum für anders reisen e. V., der nur Reiseveranstalter als Mitglied akzeptiert, die möglichst alle Punkte des umfangreichen Kriterienkatalogs erfüllen. Der Kriterienkatalog beinhaltet ökonomische, soziale und ökologische Dimensionen genauso wie die Verantwortung gegenüber den Reisenden und den Mitarbeitenden des Unternehmens.

Das Zitat von Ghandi beschreibt sehr treffend was ich denke und mit diesem Post sagen möchte: Wenn wir nichts tun, um die Natur und Menschen zu schützen und weiterhin rücksichtslos in Länder reisen, dann werden wir auch nicht wissen wie es wäre, wenn wir nachhaltigen Tourismus leben.

Für mich ist klar: Nachhaltiger Tourismus muss sich von einer Worthülse zu einer echten Aktion entwickeln.

Ich freue mich über dein Feedback in den Kommentaren. Hat dir der Beitrag gefallen? Achtest du bei deiner Reiseplanung selbst auch auf Zertifizierungen, die Nachhaltigkeit bestätigen? Habe ich etwas Wichtiges vergessen? Dann teile es mir bitte in deinem Kommentar mit.

Noch mehr zum Thema Nachhaltig reisen: Slow Travel – Wie du nachhaltiger und wertschätzender reisen kannst

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Titelbild: © Kar Tr – Fotolia.com

5 Kommentare zu Was ist nachhaltiger Tourismus?

Auf einen Blick: faire ökologische Outdoorprodukte

Du bist auf der Suche nach ökologisch und fair produzierter Outdoorkleidung? Du möchtest einen Rucksack kaufen, der nachhaltig ist? Dann lies meinen Beitrag und verschaffe dir eine Übersicht wo du fündig wirst. Ganz leicht ist es nicht, aber es gibt einige gute Anbieter, denen ich vertrauen würde.

Du bist auf der Suche nach ökologisch und fair produzierter Outdoorkleidung? Du möchtest einen Rucksack kaufen, der nachhaltig ist? Dann lies meinen Beitrag und verschaffe dir eine Übersicht wo du fündig wirst. Ganz leicht ist es nicht, aber es gibt einige gute Anbieter, denen ich vertrauen würde.

Immer wieder wirst du in diesem Beitrag lesen: bluesign® oder GOTS zertifiziert. Was heißt das?

Wenn ein Unternehmen bluesign® system Partner ist, werden die Textilien nachhaltig und frei von umweltbelastenden Substanzen hergestellt. GOTS heißt Global Organic Textile Standard. Mit diesem Zertifikat wird gewährleistet, dass Textilien aus Biofasern aus biologisch erzeugten, natürlichen Rohstoffen gefertigt werden und das unter umwelt- und sozialverantwortlichen Bedingungen. Lies hierzu auch meinen Beitrag Textilien aus Baumwolle – Ökologische und soziale Verantwortung.

Jetzt geht es aber los mit der Übersicht zu den Anbietern von fairer und ökologischer Outdoorkleidung. Der Beitrag ist länger geworden als erwartet, da mich das Thema so gefesselt hat und ich doch mehr gute Anbieter aufspüren konnte als zuvor gedacht. Nimm dir also etwas Zeit zum Lesen. Ich beginne mit den bekannten Anbietern.

Vaude

Vaude bezeichnet sich selbst als nachhaltigster Outdoor-Ausrüster auf dem Markt und bewertet mit einem eigenen Bewertungssystem – Green Shape – wie ökologisch ein Material ist. Aber nicht nur das Material wird geprüft, sondern der gesamte Produktlebenszyklus, vom Design über die Produktionsstätte bis hin zu einem möglichen Recycling oder einer umweltfreundlichen Entsorgung.

Green Shape schließt z. B. PVC, Fluorcarbone, Nanotechnologie und lösungsmittelhaltige Drucke aus. Dabei geht die Green Shape Garantie sogar noch über die bluesign® Zertifizierung hinaus, da Green Shape den Einsatz von Fluorcarbonen nicht erlaubt, bei bluesign® das aber unter strengen Bedingungen möglich ist. Vaude ist seit 2010 Mitglied in der Fair Wear Foundation (FWF) und verpflichtet sich einen Verhaltenskodex einzuhalten. Die FWF überprüft als unabhängige non-profit Organisation regelmäßig die Fabriken und bewertet, ob die Arbeitsbedingungen sicher und sozial verträglich sind.

Vaude achtet darauf, dass sich die Produkte leicht reparieren lassen und bietet ein Reparaturhandbuch sowie einen Reparaturservice an. Sollte die Reparatur doch einmal nicht möglich sein, kannst du über Vaude die Produkte spenden. Die Altkleiderspende geht dann an FairWertung, einem Dachverband gemeinnütziger Organisationen.

Für wasserabweisende Produkte werden normalerweise poly- und perfluorierte Chemikalien (PFC oder auch Fluorcarbone) eingesetzt. Vaude hat sich freiwillig verpflichtet bis 2020 komplett PFC-freie Kollektionen zu produzieren. Insbesondere Greenpeace weist seit langem mit der „Detox“ Kampagne auf diese bioakkumulativen Stoffe hin, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Der Outdoor-Ausrüster arbeitet daher an Alternativen, die sowohl eine gute Performance aufweisen als auch ökologisch und gesundheitlich verträglich sind. Erkennbar an dem Eco Finish Label.

Weitere Informationen kannst du im Nachhaltigkeitsbericht von Vaude nachlesen. Alle tollen Nachhaltigkeitsaktionen hier aufzuführen würde den Beitrag sprengen. Mit ihrem großen sozialen und nachhaltigem Engagement für die Umwelt ist Vaude für mich einer der Top Outdoor-Ausrüster. Für gemäßigtes Klima gibt es dort zum Beispiel einen coolen Schlafsack, den Arctic 450 mit Green Shape Garantie und Eco Finish Label, also ohne PFC hergestellt. Achte einfach beim Kauf immer auf das Green Shape Logo.

Patagonia

Auch Patagonia setzt auf soziale und ökologische Verantwortung. Interessant finde ich, dass Patagonia 1 % des Umsatzes zur Förderung von Umweltprojekten bereitstellt. Das habe ich zum Beispiel gar nicht gewusst, dass es diese Möglichkeit der Förderung von Umweltprojekten gibt, obwohl ich mich doch ganz gut in der Förderlandschaft auskenne. Viele der Patagonia Produkte sind bluesign® zertifiziert.

Klättermusen

Einen sehr nachhaltigen Eindruck macht auch Klättermusen. Die Produkte sind bluesign® oder GOTS zertifiziert. Es werden Produkte aus recycelten Materialien angeboten und da gehört Klättermusen zu den Pionieren bei den Outdoor-Ausrüstern. Noch ambitionierter als Vaude möchte Klättermusen im September 2017 zu 100 % auf Fluorcarbone verzichten.

Pinqponq

Bei pinqponq findest du super coole Rucksäcke mit den unverwechselbaren zwei Punkten des Labels. Die Rucksäcke wurden aus 100 % recycelten PET Flaschen hergestellt. Die Rucksäcke sind bluesign® zertifiziert.

AEP

AEP ist zwar kein Outdoor-Anbieter in dem Sinne, bietet aber auch tolle aus PET recycelte Rucksäcke für den modernen Stadtbewohner an. Die Produzenten von AEP werden von der Fair Wear Foundation überwacht. Die Produkte von AEP sind bluesign® zertifiziert. Hier findest du tolle nachhaltige  Laptoptaschen und Rucksäcke in einem modernen, minimalistischen Design.

Miceweekend

Miceweekend stellt umweltfreundliche Rucksäcke in minimalistischem Design aus 100 % Altpapier her. Es lohnt sich diese Tagesrucksäcke anzuschauen. Du wirst staunen. Das Design ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber die Idee ist toll. Mich würde interessieren wie strapazierfähig diese Rucksäcke sind und ob sie auch einen starken Regenguss überstehen?

Du siehst es gibt tolle Anbieter für faire und ökologische Outdoorkleidung und Accessoires. Aber ich habe noch viel mehr für dich gefunden.

Pyua

Mit der Kleidung von Pyua kannst du auch deinen ökologischen Fußabdruck verringern. Pyua produziert Outdoor-Bekleidung aus recycelten bzw. recycel-fähigen Polyestermaterialien und setzt wie Vaude auch auf das Closed-Loop-Recycling. Das funktioniert mit einem Rücknahmesystem, so dass aus alter Pyua Kleidung wieder neue wird. Pyua steht weiterhin für eine sozial verantwortliche Produktion in Europa und bluesign® zertifizierte Produkte ohne Fluorcarbone.

Felsenfest

Den Anbieter für Kletterbekleidung Felsenfest fand ich auch ganz spannend, denn die T-Shirts sind aus Fair Trade Biobaumwolle. Bei den Mützen aus Merinowolle wird darauf geachtet, dass die Schafe aus der Umgebung kommen und artgerecht gehalten werden. Weiterhin engagiert sich Felsenfest sozial und zwar werden die Mützen von älteren Menschen in einer sozialen Einrichtung gehäkelt.

mela wear

Das Label mela wear bietet sowohl eigene Kollektionen als auch Kollektionen der folgenden Marken an: Do U Speak Green und Frajorden. Hier handelt es sich nicht unbedingt um Outdoor-Kleidung, aber ich wollte mela wear mit aufnehmen, da hier tolle Fair Trade und GOTS zertifizierte Streetware und Schals angeboten werden.

Do U Speak Green arbeitet neben GOTS zertifizierter Biobaumwolle auch mit nachhaltigen Stoffen wie Hanf, Bambus oder Recycling Materialien. Das Modelabel Frajorden bietet Seidenschals an, wobei entgegen der konventionellen Seidenproduktion die Raupe am Leben bleibt und als Schmetterling in die Natur zurück kann.

Toll finde ich den Rucksack Ansvar, der Fair Trade und GOTS zertifiziert ist. 18 bis 25 Liter fasst dieser Rucksack, der aus robuster Biobaumwolle besteht und ausschließlich pflanzlich gegerbtes Leder hat, auch die Metalldetails sind chrom- und nickelfrei.

Wer auf Kunststofffasern bei Rucksäcken verzichten möchte, der hat mit Ansvar eine schicke Alternative in skandinavischem Design. Ansvar steht in Skandinavien übrigens für Verantwortung.

Bleed clothing

Bleed clothing ist auch kein direkter Outdoor-Ausrüster, hat aber zum Beispiel vegane Mode. Dazu findest du hier Kleidung aus verschiedenen Materialien wie Biobaumwolle, Kork, Tencel® (Naturfaser, die 50 % mehr Feuchtigkeit als Baumwolle aufnimmt), Hanf, Leinen und recyceltes Polyester. Die Produkte sind GOTS zertifiziert, vegan, fair produziert und es wird auf Wiederverwertbarkeit der Materialien geachtet. Es gibt ein paar sehr schöne Stücke dort, die auch sicher für eine Outdoor-Aktivität geeignet sind.

Kun_tiqi

Durch Zufall habe ich Kun_tiqi gefunden. Hier findest du alles was das Surfer Herz begehrt in Bio- und Fair Trade Qualität. Kun_tiqi’s Baumwolle ist GOTS zertifiziert und trägt das Fair Wear Foundation Zertifikat. Die Kleidung wird per Hand im Siebdruckverfahren bedruckt und es werden nur wasserbasierende ökologische Farben eingesetzt. Es gibt eine Kollektion für Männer und eine für Frauen.

Du bekommst hier nicht nur coole Kleidung zum Surfen, sondern auch das tolle Balsa Holz Surfboard in vielen verschiedenen Ausführungen. Kun_tiqi vertreibt auch ein Eco Surfboard Wax des Herstellers GreenFix. Aus 100 % natürlichen Stoffen und per Hand hergestellt.

Ich bin zwar keine Surferin, aber die Surfboards haben mich schon sehr beeindruckt, sind doch viel schöner als Boards aus Plastik, oder was sagen die Surfer unter euch?

Wo wir nun auch schon irgendwie bei nachhaltigen Accessoires für Outdoor-Aktivitäten sind, hier noch ein Tipp: Wie wäre es denn mit einem nachhaltigen Bambusfahrrad?

My Boo fertigt mit höchster sozialer Verantwortung Bambusfahrräder in Ghana und unterstützt mit den Einnahmen die Einheimischen vor Ort. So können dort die Bildungschancen verbessert werden.

My Boo unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Yonso Projekt die Ausbildung junger Ghanaer, die durch das gemeinsame Projekt einen festen Job haben, fair bezahlt und sozial versichert sind. Es gibt noch weitere Bambusfahrradanbieter, aber der Gedanke hinter diesem Projekt ist genial und nachhaltig. Daumen hoch.

Jetzt bist du dran. Welche Anbieter von Outdoor-Kleidung oder Accessoires habe ich vergessen? Schreib mir in deinem Kommentar, ob dieser Überblick für dich hilfreich war. Findest du, dass wir Kleidung aus Recyclingfasern angesichts der Mikroplastikproblematik tragen können?

Und auch viel Spaß beim fair und ökologisch shoppen. Und denk immer dran: Weniger ist mehr.

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links von Amazon.

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6 Kommentare zu Auf einen Blick: faire ökologische Outdoorprodukte

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