Blog Umwelt und Nachhaltigkeit. Ökologischer Lifestyle und recherchierte Informationen. Dein Nachhaltigkeitsblog mit vielen Tipps für den Alltag.

„Unilever, räum auf!“ – ein Konzern, zwei Gesichter

Nach der Schulzeit die Perspektive wechseln, ins Berufsleben hineinschnuppern und soziales Engagement zeigen: Das waren meine Motive für meinen weltwärts-Freiwilligendienst in Indien. Die umweltpolitische Organisation „The Other Media“ in Chennai ist jetzt für ein Jahr meine Arbeitsstelle.

Nach der Schulzeit die Perspektive wechseln, ins Berufsleben hineinschnuppern und soziales Engagement zeigen: Das waren meine Motive für meinen weltwärts-Freiwilligendienst in Indien. Die umweltpolitische Organisation „The Other Media“ in Chennai ist jetzt für ein Jahr meine Arbeitsstelle.

Was ich hier alles unternehme, erfährst du auf meinem Blog. Die Perspektive wechseln: Das heißt auch bisherige Auffassungen über Bord werfen zu müssen. Ich habe das am Beispiel „Unilever“ gemerkt.

Unilevers Doppelmoral zwischen Europa und Indien

Zwei Milliarden Menschen aus über 190 Ländern nutzen täglich ein Unilever-Produkt (Unilever). Bei mir gab es zum Beispiel in Deutschland keinen Filmeabend ohne mein Lieblingseis von Ben & Jerry’s. Die Trendmarke ist seit dem Jahr 2000 Tochter des Weltkonzerns. Dass auf den Eisbechern Werbung für Flüchtlingshilfe gemacht wird und zum Klimaschutz durch Kohleausstieg aufgefordert wird, hat mir beim Naschen auch gleich noch ein gutes Gewissen verschafft.

In der Marketingstrategie umd im Unternehmenskonzept von Unilever nehmen Social Responsibility und Nachhaltigkeit einen übergeordneten Stellenwert ein. Mit dem Unilever Sustainable Living Plan aus dem Jahr 2010 will sich Unilever für nachhaltiges Wachstum einsetzen. Im Jahr 2015 gewann Unilever-CEO Paul Polman die höchste Umweltauszeichnung der Vereinten Nationen: den „Champion of the Earth“- Award. Doch dieses positive Bild, das ich in Europa von Unilever hatte, habe ich während meines Freiwilligendienstes in Indien gründlich überdacht.

Kodaikanal, the „Gift of the Forest“ oder eher “Gift“ für den „Forest“?

Die umweltpolitische Organisation „The Other Media“ aus Chennai, bei der ich für zwölf Monate im Rahmen des weltwärts-Freiwilligendienstes arbeite, setzt sich für das Schicksal der südindischen Stadt Kodaikanal ein. Kodaikanal ist eine wunderschöne Bergstadt in den Western Ghats und ein beliebtes Urlaubsziel. Der Name bedeutet übersetzt „Geschenk des Waldes“. Nicht weit entfernt sind der Lake Kodaikanal sowie der Pambar Shola Forest, der zum Kodaikanal Wildlife Sanctuary gehört. In diesem Naturschutzgebiet sind mindestens 17 Tier- und Pflanzenarten heimisch, die auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten stehen.

Doch nicht umsonst gelten die Western Ghats als einer der 35 weltweit ausgewiesenen Biodiversitäts-Hotspotregionen mit einer hohen Artenvielfalt, die zugleich in besonderem Maße bedroht sind (Conservation International). Kodaikanals Bewohner und die Umwelt leiden seit über 30 Jahren unter der Quecksilber -Schadstoffbelastung , ausgehend von einer ehemaligen Thermometerfabrik, im Besitz von Hindustan Unilever. Boden- und Gewässerproben aus der Umgebung liefern stark erhöhte Quecksilberwerte, die erwiesenermaßen Ursache für gesundheitliche Schäden sind: Die World Health Organisation nennt Quecksilber-Vergiftung als einen der „Major Public Health Concerns“.

Wie konnte es in einem Naturschutzgebiet dazu kommen?

1983 wurde die Thermometerfabrik in Kodaikanal eröffnet. Ehemalige Arbeiter berichteten über die Zustände in der Fabrik, wo sie arglos mit den Quecksilberresten spielten, ohne dass sie über Gesundheitsrisiken und Schutzvorkehrungen Bescheid wussten. Im Jahr 2001 entdeckten Anwohner auf einem nahegelegenen Schrottplatz Schutthaufen zersplitterter Quecksilberthermometer, abgeladen von der Fabrik. Auch auf dem Fabrikgelände wurden illegale Ablagerungen gefunden. Auf Druck der staatlichen Behörden wurde die Fabrik geschlossen (kodaimercury.org). Was blieb, waren die Quecksilberrückstände.

Kodaikanal Quecksilber

Von 1983 bis 2001 wurde in Kodaikanal hochgiftiges Quecksilber in einer Thermometer-Fabrik verarbeitet
© The Other Media

 

Unilever weigert sich bis heute die Umwelt rund um Kodaikanal zu angemessen Standards von Quecksilber reinigen zu lassen. Zum Vergleich: In Deutschland gilt gemäß Bundesbodenschutzverordnung ein Quecksilber-Vorsorgewert von 0,1 mg/kg (Bodenart Sand). In Indien will Unilever einen Säuberungsstandard von 25 mg/kg durchsetzen. In einem ökologisch sensiblen Gebiet wie dem Pambar Shola Forest ist das inakzeptabel, und vor allem nicht vereinbar mit Unilevers Anspruch: „Wirtschaftliches Wachstum darf nicht auf Kosten der Menschen und des Planeten erfolgen.“ Wie kann Unilever diese Doppelmoral rechtfertigen:in Europa als Vorreiter der Nachhaltigkeit, in Indien als Verbreiter von giftigen Substanzen?

Auch die ehemaligen Arbeiter aus der Fabrik mussten für eine angemessene Entschädigung jahrelang kämpfen. Unter den gesundheitlichen Folgen leiden Familien in Kodaikanal noch heute und die Liste der durch Quecksilber verursachten Gesundheitsschäden ist lang: Organversagen, Zahnausfall, Neurologische Störungen uvm. Besonders schockierend ist die Auswirkung auf ungeborene Kinder im Mutterleib, die mit Fehlbildungen zur Welt kommen.

Erst eine lebhafte Kampagne rund um einen extra für Kodaikanal geschriebenen Rap-Song erzeugte den medialen Druck, der Unilever zu einer Einigung mit den Arbeitern zwang. Weltweit waren Unilever-Kunden durch „Kodaikanal Won’t“ auf diese Umweltsünde aufmerksam geworden und nahmen an einer Petition teil.

Die Kampagne „Unilever, räum auf!“

 

Der neue Rap „Kodaikanal still Won’t“ von Sofia Ashraf, TM Krishna and Amrit Rao soll jetzt auch den Kampf für die Umwelt beenden. Wenn sich wieder weltweit Menschen zusammentun, die Kampagne unterstützen und fordern: „Unilever, räum auf!“, kann sich der Konzern seiner Verantwortung und selbstauferlegten Verpflichtung zum Schutz der Umwelt nicht mehr entziehen.

Viele Organisation, darunter auch die Bürgerbewegung WeMove Europe haben sich schon der Kampagne angeschlossen.

Ich freue mich, wenn auch du einen Beitrag für Kodaikanal leisten willst: Unterschreibe die Petition, höre den Rap-Song „Kodaikanal still won‘t“ und erzähle deinen Freunden von Kodaikanal. Denn neben dem Perspektive wechseln habe ich hier in Indien auch in Sachen soziales Engagement noch etwas gelernt: Dass es manchmal ganz einfach ist und jeder kleine Beitrag zählt!

Weiterführende Informationen

Du möchtest mehr über die Umweltorganisation The Other Media erfahren? Dann schau auf der Webseite von The Other Media vorbei.

Titelbild: Kodai Hills von Hareey3. Lizenz: CC-BY-SA-4.0

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Entdecke jetzt 9 einfache Regeln für nachhaltigen Fischkonsum

Die Lage der Fischbestände in den Weltmeeren ist besorgniserregend. Ich verrate dir zunächst die Gründe warum nachhaltige Fischerei wichtig ist. Anschließend gebe ich dir 9 Regeln mit auf den Weg, die du zukünftig bei deinem Fischkonsum beachten kannst.

Die Lage der Fischbestände in den Weltmeeren ist besorgniserregend. Ich verrate dir zunächst die Gründe warum nachhaltige Fischerei wichtig ist. Anschließend gebe ich dir 9 Regeln mit auf den Weg, die du zukünftig bei deinem Fischkonsum beachten kannst.

Warum ist nachhaltige Fischerei wichtig?

Immer mehr Menschen essen immer öfter Fisch. Das ist daran zu erkennen, dass sich der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch als Nahrungsmittel in den letzten 50 Jahren verdoppelt hat. Die langjährige Übernutzung der Meere hat dazu geführt, dass laut Welternährungsorganisation (FAO) weltweit 29 % der Fischbestände überfischt und 61 % bis an die Grenzen überfischt sind. Im Mittelmeer sind laut WWF sogar unglaubliche 93 % überfischt. Dadurch sind viele Fischarten vom Aussterben bedroht.

Weitere Opfer des konventionellen Fischfangs sind Wale, Delfine, Haie und Meeresschildkröten, die sich in den Netzen und Langleinen als Beifang verheddern und qualvoll sterben. Gemäß WWF zerstören vor allem grundberührende Fanggeräte auf der Jagd nach Scholle, Seezunge und Krabben durch das Umpflügen das empfindliche Ökosystem Meeresboden. Es sind aber nicht nur die Tiere, die als Beifang verenden, sondern 800 Millionen Menschen leben von der Fischerei und sind insbesondere in den Entwicklungsländern wegen der Überfischung in ihrer Existenz bedroht. Für viele ist Fisch nicht nur eine Einnahmequelle, sondern auch ein wichtiges Nahrungsmittel.

Als Verbraucher kannst du etwas gegen illegale und umweltzerstörerische Fangmethoden tun, denn die Nachfrage nach nachhaltig gefangenen Fisch bestimmt das Angebot. Nachfolgend gebe ich dir 9 wichtige Regeln mit auf den Weg wie du Fisch bewusster konsumieren kannst und damit vom Aussterben bedrohte Fischarten rettest.

9 Regeln für nachhaltigen Fischkonsum

Regel 1

Achte auf Nachhaltigkeitszertifikate. Für Fisch aus Zucht kannst du auf die Siegel von Bioland, Naturland und vom ASC (Aquaculture Stewardship Council) bei Verwendung gentechnikfreier Futtermittel achten. Bei Wildfisch gilt das MSC-Siegel einen Hinweis auf nachhaltige Fischerei. Wie bei vielen Zertifizierungen gibt es auch hier Kritik an bestimmten Siegeln. So fordert der WWF, dass die Anforderungen beim MSC-Siegel nachgebessert werden.

Regel 2

Kaufe nur Fische, die der WWF mit Hilfe eines Ampelsystems als „Gute Wahl“ einstuft.
Mit Hilfe des WWF-Ratgebers „Fische & Meeresfrüchte“ solltest du dich nur für Fische mit der Kennzeichnung „Gute Wahl“ entscheiden. Es gibt noch „Zweite Wahl“ und „Lieber nicht“. Den WWF-Einkaufsratgeber gibt es für unterwegs auch als App. Laut WWF werden kaum uneingeschränkt Fischarten zum Kauf empfohlen. Lediglich Karpfen und Afrikanischer Wels können ohne schlechtes Gewissen konsumiert werden. Bei vielen Fischarten kommt es auf die Herkunft an. Zum Beispiel ist Zander aus deutscher, niederländischer oder dänischer Zucht empfehlenswert, während Wildfang zum Beispiel aus Estland oder Kasachstan gemieden werden sollte.

Aal, Rochen, Hai, Granatbarsch und Schnapper sind immer rot!

Regel 3

Auch Greenpeace hat einen Einkaufsratgeber herausgegeben. Demnach ist Karpfen in Ordnung sowie Hering und Afrikanischer Wels, wobei bei den beiden letztgenannten auch kritische Ausnahmen bestehen, die du lieber meiden solltest.

Regel 4

Da Deutschland rund 90 % des Fisches importiert (Fisch-Informationszentrum e. V.) ist es ohnehin wichtig Fisch nur als nichtalltägliche Delikatesse zu genießen und wertzuschätzen. Der Schweizer Verein fair-fish empfiehlt wenn überhaupt nur einmal pro Monat Fisch zu essen.

Regel 5

Konsumiere keine vom Aussterben bedrohte oder kritische Fischarten. Verzichte zum Beispiel auf Aal, Dornhai (Schillerlocken), Rotbarsch, Steinbutt und Steinbeißer. Welcher Handel bedrohte oder kritische Fischarten im Angebot hat kannst du im WWF Bericht „Nicht im Trüben fischen“ nachlesen.

Regel 6

Ernährungsexperten raten ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu essen. Wir müssen Fisch jedoch nicht essen um gesund zu bleiben. Eiweiß ist auch in Hülsenfrüchten enthalten und Jod in Speisesalz. Auch wegen der Omega-3-Fettsäuren wird Fisch häufig empfohlen. Besonders fette Fischarten wie Lachs, Makrele, Thunfisch oder Hering enthalten viele der Omega-3-Fettsäuren, die der Körper selbst nicht bilden kann, welche aber beispielsweise für die Gehirnleistung und muskelaufbaubauende Prozesse im Körper bedeutend sind. Alternativen sind Walnüsse, Mandeln und Leinöl. Mehr über Omega-3-Fettsäuren kannst du in meinem Artikel über Leinsamen als regionale Superfood-Alternative nachlesen.

Regel 7

Beim Thunfischfang werden auch Delphine getötet. Daher achte auf das Siegel des Delfin-Schutzprogramms SAFE. Durch das 1990 ins Leben gerufene Programm SAFE werden heute über 90 % des weltweiten Handels in Europa, Kanada, Australien und in den USA kontrolliert. Laut der Gesellschaft zur Rettung der Delfine (GRD) werden dadurch jedes Jahr 80.000 bis 100.000 Delfine vom grausamen Tod als Beifang im Fischernetz verschont. Delfine dürfen auf der Fangfahrt weder gejagt noch mit Netzen umkreist werden. Treibnetze dürfen gar nicht zum Einsatz kommen. Außerdem sollen die dem SAFE-Programm angeschlossenen Fischereien auf den Fang von Jungthunfischen verzichten und diese wie alle anderen Beifangarten wieder freilassen. SAFE ist somit das wirkungsvollste Delfinschutzprogramm der Welt. Ohne das SAFE-Programm wären die im tropischen Ostpazifik heimischen Schlank- und Spinnerdelfinpopulationen schon ausgestorben.

Regel 8

Wenn du Fisch außerhalb essen gehst achte darauf, dass das Restaurant Fisch aus nachhaltiger Fischerei anbietet. Einen Anhaltspunkt für grüne Restaurant liefert dir die Webseite von Greentable – die 2014 gegründete Plattform für nachhaltiges Essen in Restaurants.

Regel 9

Garnelen am besten nur aus ökologisch zertifizierter Zucht kaufen, denn Garnelen aus konventioneller Aquakultur sind meist mit Pestiziden und Antibiotika belastet. Zudem werden für die Zucht oftmals Mangrovenwälder gerodet, die aber die Küsten vor Erosion und Überschwemmungen schützen sollen. Farmen, die zum Beispiel das Naturland-Siegel tragen investieren in die Wiederaufforstung der Mangrovenwälder, die auch als Regenwälder der Küsten gelten.

Mehr Informationen zum Thema nachhaltiger Fischkonsum

Naturland Broschüre Mit gutem Gewissen genießen – Fisch und Meeresfrüchte

Worauf achtest du beim Einkauf von Fisch? Denkst du, dass wir überhaupt noch Fisch essen sollten angesichts der erschreckenden Umweltauswirkungen des Fischfangs? Ich freue mich auf deinen wertvollen Kommentar.

Titelbild: © curto – Fotolia.com

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Wie du als Lebensmittelretter unsere Ressourcen schützen kannst

Jeder von uns wirft pro Jahr etwa 55 Kilogramm Lebensmittel weg. Fast die Hälfte davon wird als vermeidbar eingeschätzt. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ins Leben gerufene Zu gut für die Tonne!-Bundespreis greift das Thema Lebensmittelverschwendung auf und sucht deinen #EinfallGegenAbfall.

Jeder von uns wirft pro Jahr etwa 55 Kilogramm Lebensmittel weg. Fast die Hälfte davon wird als vermeidbar eingeschätzt. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ins Leben gerufene Zu gut für die Tonne!-Bundespreis greift das Thema Lebensmittelverschwendung auf und sucht deinen #EinfallGegenAbfall.

 

Wieder zu viel eingekauft und nicht rechtzeitig verbraucht? Laut BMEL landen in Deutschland jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Die größten Verschwender sind die Verbraucher, aber auch in Supermärkten, Bäckereien und Restaurants landen noch essbare Nahrungsmittel in der Tonne. In den Statistiken überhaupt nicht berücksichtigt sind die Lebensmittel, die auf Äckern liegen bleiben, weil sie nicht der Norm entsprechen.

 

Der Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung

In den letzten Jahren haben sich daher immer mehr Initiativen gegründet, die gegen die Lebensmittelverschwendung kämpfen. So können Restaurantabfälle zum Beispiel mit der App Too Good to Go verteilt werden. Brotabfälle aus Bäckereien können mittlerweile einer Weiterverwertung zugeführt werden: Die Firma Knödelkult stellt aus altem Brot Knödel im Glas her, die dann, in Scheiben geschnitten, angebraten werden können. Aus Brotresten entsteht auch schon Bier. In vielen Städten gibt es sogenannte Essensretter, die noch brauchbare Lebensmittel aus Geschäften abholen und verteilen.

 

Den Gesamtprozess betrachten

Da wir auch Lebensmittel von anderen Kontinenten essen, sind die Auswirkungen weltweit zu spüren, wenn wir Lebensmittel verschwenden. Verschwendet werden nicht nur die eigentlichen Lebensmittel, sondern es werden im gesamten Herstellungsprozess wertvolle Ressourcen verbraucht. Für ein Kilo Äpfel sind zum Beispiel mehr als 800 Liter Wasser notwendig, dazu Dünger, Energie und Anbauflächen.

 

Deutschland hat sich verpflichtet die Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren

Deutschland hat sich aufgrund der hohen Ressourcenverschwendung, die immer mehr zunimmt, verpflichtet, die Lebensmittelabfälle bis zum Jahr 2030 um bis zu 50 % zu reduzieren. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, das wir nur mit klaren Zielvorgaben und Zuständigkeiten erreichen.

Frankreich hat Anfang 2016 beispielsweise ein Gesetz verabschiedet, das größeren Supermärkten (ab 400 m²) verbietet, unverkaufte aber genießbare Lebensmittel in den Müll zu werfen. Vielmehr sollen die Lebensmittel gespendet, zu Tiernahrung oder kompostiert beziehungsweise zur Energiegewinnung verwendet werden. Ein guter Ansatz!

 

Mach mit beim Zu gut für die Tonne!-Bundespreis

Weil das Thema Ressourcenschutz von sehr hoher Bedeutung ist, vergibt das BMEL seit ein paar Jahren einen Preis an Unternehmen, Privatpersonen, Kommunen, Nichtregierungsorganisationen oder Bürgerinitiativen für vorbildliche Aktionen rund um das Thema Lebensmittelverschwendung. Wenn du eine Idee hast, wie du Lebensmittel retten kannst, bewirb dich noch bis zum 31. Oktober 2018 für den Zu gut für die Tonne!-Bundespreis.

In der Kategorie Gastronomie hat 2017 das Berliner Restaurant Restlos glücklich, das komplett aus Resten kocht, gewonnen. Den Bundespreis 2018 in der Kategorie Handel gewann der Laden und Onlineshop SirPlus, der Lebensmittel anbietet, die im Handel nicht mehr verkauft werden dürfen.

 

Der Laden und Onlinehandel SirPlus gewann in der Kategorie Handel 2018 den Zu gut für die Tonne!-Bundespreis (© BMEL/Christof Rieken)

 

4 Tipps wie du Lebensmittel retten kannst

  • Bewusster einkaufen: Du kannst einen Essensplan für die ganze Woche schreiben. Das mache ich immer so. Ich kaufe dann nur die Dinge, die auf dem Einkaufszettel stehen. Seitdem werfen wir kaum noch Lebensmittel weg.
  • Achte auf die richtige Lagerung der Lebensmittel: Zum Beispiel solltest du Tomaten und Äpfel getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten lagern. Das enthaltende Ethylengas könnte sonst zur schnelleren Reifung führen.
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum: Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, sind oft noch lange genießbar.
  • Schließe dich in deiner Stadt einer Essensretter- oder Foodsharing-Initiative an.

Mehr Informationen zum Thema Lebensmittelverschwendung

Dokumentarfilm „Taste the Waste“ von Valentin Thurn

https://www.lebensmittelwertschaetzen.de/

Studie: Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland

WWF Studie: Das große Wegschmeißen

Foodsharing Initiative

 

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) entstanden.

Titelbild: ©highwaystarz

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Montessori im Bad: Waschtisch für Kleinkinder – so geht’s

In diesem Beitrag bekommst du Tipps, Ideen und Inspirationen für ein kleinkindgerechtes Badezimmer. Wir haben für unseren Sohn einen Montessori-inspirierten Waschplatz umgesetzt. Das Ziel ist es, dem Kind damit zur größtmöglichen Eigenständigkeit zu verhelfen.

In diesem Beitrag bekommst du Tipps, Ideen und Inspirationen für ein kleinkindgerechtes Badezimmer. Wir haben für unseren Sohn einen Montessori-inspirierten Waschplatz umgesetzt. Das Ziel ist es, dem Kind damit zur größtmöglichen Eigenständigkeit zu verhelfen.

 

Wir haben den Waschtisch selbstgebaut

Wir haben den kleinen Waschtisch nach den Maßen eines Ikea RAST Ablagetisches (52 x 40 x 30 cm) nachgebaut, da es den Tisch des schwedischen Möbelhauses leider nicht mehr zu kaufen gibt. Wenn du nicht selbst bauen willst, findest du einen passenden Beistelltisch zum Beispiel bei NATUREHOME, einem Markenhersteller für exklusives und ökologisches Wohndesign. NATUREHOME verbindet nachhaltige Produktionsverfahren mit elegantem Design. Der Nachteil ist, dass der Beistelltisch von NATUREHOME keinen zweiten Boden hat. Das war mir jedoch wichtig, um genügend Ablagefläche zu haben. Da wir nichts Vergleichbares wie den Ikea RAST gefunden habe, entschieden wir uns für den Selbstbau.

 

Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen. Sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen. Maria Montessori

 

Waschschüssel und Krug aus Emaille

 

Montessori Waschtisch

© Umweltgedanken

 

Nachdem der Waschtisch fertig war, ging es an die Utensilien. Eine Waschschüssel musste her und ein Wasserkrug, mit dem mein Sohn das Wasser vom großen Waschbecken zur eigenen Waschschüssel transportieren kann. Ich habe mich bewusst für eine Schüssel und einen Krug aus Emaille entschieden. Hier wird häufiger mal etwas heruntergeschmissen und so gibt es keinen Bruch. Zudem haben mir die Griffe an der Schüssel sehr gut gefallen, denn so kann mein Sohn nach dem Waschen die Schüssel selbstständig in die Toilette schütten.

 

Welche Utensilien haben wir sonst noch auf dem Waschtisch?

 

Waschtisch

© Umweltgedanken

 

Für den Waschtisch habe ich noch einen runden Flechtkorb für die zusammengerollten Handtücher und einen Standspiegel (stelle ich erst später auf) sowie eine kleine Handbürste und eine schlichte Seifenschale besorgt. Unser Sohn benutzt zurzeit eine duftfreie Handseife mit Bio-Stutenmilch und Mandelöl. Da das Seifenstück für seine kleinen Hände zu groß wäre, habe ich ein kleineres Stück von der Seife abgeschnitten. Dann finden noch seine Haarbürste und bald auch sein Zahnputzzeug Platz auf dem Waschtisch. Die Pflege soll sich langsam immer mehr vom Wickeltisch ins Bad verlagern.

 

Montessori im Bad

© Umweltgedanken

 

Ich werde noch einen kleinen Eimer und ein Aufwischtuch bereitstellen, falls mal etwas daneben geht.

 

Mit einem Tritthocker das Erwachsenenwaschbecken erreichen

© Umweltgedanken

 

Mit dem Buche Massivholz Tritthocker von NATUREHOME gelangt unser Sohn auch leicht ans große Waschbecken, um dort Wasser zu holen. Später wird er mit dem Tritthocker auch das große Waschbecken nutzen können. Der Tritthocker ist ebenso praktisch, um an alle anderen höhergelegenen Bereiche in der Wohnung zu kommen wie in der Küche oder im Kinderzimmer. Dank des Tragegriffes kannst du ihn problemlos transportieren und überall einsetzen.

 

Tritthocker Badezimmer

© Umweltgedanken

 

Ich habe den Tritthocker im Rahmen einer Kooperation mit NATUREHOME kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Er ist mir schon jetzt sehr ans Herz gewachsen.

 

Der in Europa gefertigte Tritthocker besteht aus nachhaltigem, zertifiziertem Holz aus deutscher Forstwirtschaft und wurde mit einem veganen, in Deutschland hergestellten Bio-Möbelöl behandelt.

 

Wir nutzen den Tritthocker auch als Sitzgelegenheit, wenn unser Sohn badet. Aufgrund der wertigen Verarbeitung kann ich dir den Tritthocker uneingeschränkt empfehlen. Die gute Qualität rechtfertigt den hohen Preis. Der Tritthocker kann auch prima als Sitzbank beim Anziehen genutzt werden.

 

Bei NATUREHOME gibt es viele tolle nachhaltige Design-Möbel und Wohnaccessoires. Mir gefallen auch die in Deutschland produzierten Tablets sehr gut, die du zum Beispiel für Montessori-Darbietungen verwenden kannst.

 

Mit Wasser planschen macht große Freude

Den Waschplatz haben wir eingerichtet als unser Sohn etwa 11 Monate alt war. Noch benötigt er Hilfe beim Waschen. Nichtsdestotrotz findet er seinen Waschplatz super und planscht immer munter drauf los oder versucht mit dem Krug Wasser in die Schüssel zu schütten. Er liebt es auch besonders auf den Tritthocker zu steigen, um am großen Waschbecken zu stehen und das Wasser auf- und zuzudrehen. Wie die Erwachsenen! Das ist immer ein großer Spaß!

 

Die Übungen des täglichen Lebens fördern Selbstständigkeit

Hände waschen gehört zu den Übungen des täglichen Lebens, genauer zu den Übungen zur Pflege der eigenen Person. Die Übungen des täglichen Lebens sind die Grundlage dafür, selbstständig zu werden. Hilf mir, es selbst zu tun – das ist der Grundsatz von Maria Montessori und ich liebe diesen Satz. Freiheit und Unabhängigkeit hilft dem Kind Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu bekommen. Im Alter ab etwa 1,5 Jahren kann mit der Übung Hände waschen begonnen werden. Anstatt eines Spiels kannst du diese Übung anbieten. Hier findest du eine Anleitung für die Durchführung der Übung Hände waschen

 

Montessori im Bad

© Umweltgedanken

 

Uns ist es wichtig für unseren Sohn in der Wohnung viele auf seine Bedürfnisse ausgerichtete Bereiche zu schaffen an denen er sich ohne Hilfe zurecht findet. So fühlt er sich angenommen und respektiert.

 

Wie sieht dein Badezimmer aus? Hast du einen Waschtisch oder einen Tritthocker für deine Kinder vorbereitet? Schreib mir deine Meinung in einem Kommentar. Du kannst auch gerne in deinem Kommentar auf Facebook ein Bild dazu posten. Ich freue mich auf deine Ideen!

 

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Titelbild: © Umweltgedanken

 

1 Kommentar zu Montessori im Bad: Waschtisch für Kleinkinder – so geht’s

Reisetipp Normandie: 7 außergewöhnliche Ausflugsziele in die Natur

Ich war mit meiner Familie im Normandie-Urlaub. Neben vielen geschichtlichen Stationen, der von Touristen überrannten Klosterinsel Mont-Saint-Michel und zwei wunderschönen Besuchen am Strand von Cabourg haben wir auch viele Ausflüge in die Natur gemacht.

Ich war mit meiner Familie im Normandie-Urlaub. Neben vielen geschichtlichen Stationen, der von Touristen überrannten Klosterinsel Mont-Saint-Michel und zwei wunderschönen Besuchen am Strand von Cabourg haben wir auch viele Ausflüge in die Natur gemacht.

 

Alle Touren haben wir von unserem Cottage Le Petit Promenant in La Bazoque aus gemacht.

 

1. Steilklippen und Gärten von Étretat

Die 120 km lange Steilküste, in der Étretat liegt, wird wegen ihrer hellen Färbung auch Alabasterküste genannt. Die in der Oberkreide entstandenen Felsklippen bestehen im Wesentlichen aus weißer Kreide und Feuerstein. Unterhalb der Felsen lagert sich Feuerstein, von dem sich die Kreide gelöst hat und vom Meer weggespült wurde, schichtweise ab. Diese bilden die charakteristischen Kiesstrände.

Ich möchte dir das Restaurant La Flotille in Étretat empfehlen – ohne dass mich dieses Restaurant beauftragt hat 😉 Das Restaurant hat einen Holzofengrill, auf dem Rumpsteaks vor deinen Augen zubereitet werden. Wir haben danach außerhalb nicht wieder so gut gegessen.

 

Ausblick auf das Felsentor Porte d’Aval und die Felsnadel Aiguille bei diesigem Wetter
© Umweltgedanken

 

Beeindruckend sind die drei Felsentore Porte d’Amont, Porte d’Aval und Manneporte. Einen grandiosen Blick auf das berühmte Porte d’Aval und die Felsnadel Aiguille bietet die Aussicht von den Gärten Étretats. Leider war es bei unserem Besuch sehr diesig.

 

Installation in den Gärten von Étretat
© Umweltgedanken

 

Grüne Skulpturen in den Gärten von Étretat
© Umweltgedanken

 

© Umweltgedanken

 

Die von Madame Thébault (franz. Schauspielerin des 20. Jahrhunderts und enge Freundin des impressionistischen Malers Claude Monet) beauftragten und vom Landschaftsarchitekten Alexander Grivko angelegten Gärten von Étretat sind eine einzigartige Sammlung moderner experimenteller Kunst. In dem folgenden Video bekommst du einen Einblick in die Gärten.

 

 

© Umweltgedanken

 

© Umweltgedanken

 

Die Ausflugsziele 2. bis 5. haben wir nacheinander als Tagestour gemacht. Alle Stationen liegen im Regionalen Naturpark der Sümpfe des Cotentin und des Bessin (franz. Parc naturel régional des Marais du Cotentin et du Bessin). Der Naturpark liegt in den Départements Calvados und Manche.

Hier findest du eine Übersichtskarte vom Naturpark.

Ich liebe Botanik und habe versucht einige Pflanzen zu bestimmen. Sollte ich mich einmal vertan haben, würde ich mich über Feedback von dir freuen.

 

2. Naturschutzhaus – Maison du Parc

Rund um das Naturschutzhaus kannst du spazieren gehen und die zahlreichen Vögel in den Salzwiesen beobachten.

Strandflieder

Strandflieder taucht die Salzwiesen in ein zartes Violett (hinter dem Maison du Parc)
© Umweltgedanken

 

Schafgarbe rosafarben

Gewöhnliche Schafgarbe mit seltenen rosafarbenen Zungenblüten
© Umweltgedanken

 

3. Mont Castre

See beim ehemaligen Sandsteinbruch Mont Castre
© Umweltgedanken

 

Der Mont Castre ist einer der höchsten Erhebungen im Cotentin. Es handelt sich beim Mont Castre um einen alten Sandsteinbruch. Neben dem Parkplatz gibt es auch einen Kinderspielplatz und Sitzmöglichkeiten. Außerdem habe ich dort Brombeeren gesammelt. Lecker!

 

Einer der beiden Seen unterhalb des Mont Castre
© Umweltgedanken

 

Brombeersträucher am Mont Castre (Ansicht vom Spielplatz aus)
© Umweltgedanken

 

4. Fluss Ay

© Umweltgedanken

 

© Umweltgedanken

 

Im Flussgebiet der Ay gibt es einen 2 km langen Wanderweg. Wir haben unseren Nachmittagssnack auf der neben dem Fluss liegenden Wiese gegessen und Schmetterlinge und Libellen beobachtet. Anschließend war unser Sohn im Fluss baden.

 

© Umweltgedanken

 

5. Dünen von Créances

© Umweltgedanken

 

Die Dünen begrenzen im Süden den Naturhafen von Saint-Germain-Sur-Ay. Dieser ist mit 600 Hektar der größte Naturhafen der Westküste des Cotentin. Besonders interessant fande ich die Pflanzenwelt in den Salzwiesen.

 

© Umweltgedanken

 

Strand-Distel
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Samtgras (wird auch Hasenschwänzchen genannt)
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6. Tal der Vire und Crêperie Les Roches de Ham

Atemberaubender Blick ins Tal der Vire
© Umweltgedanken

 

Das Tal der Vire, eine hügelige Heckenlandschaft, hat mich nachhaltg beeindruckt. Diese schöne Landschaft, südlich von Saint-Lô, kannst du am besten bei Les Roches de Ham auf dich wirken lassen. Wir haben diesen Ausflug an unserem letzten Urlaubstag unternommen. Ich habe diese Gegend nur durch Zufall entdeckt, da ich nach einer guten Crêperie in der Nähe von unserem Aufenthaltsort gegoogelt hatte. Der Kaffee und die für die Normandie typischen Buchweizen-Crêpes waren der Hammer! Ich wurde nicht von Les Roche de Ham für diese Empfehlung bezahlt!

 

Blick von Les Roche de Ham
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Exkurs Bocage – Heckenlandschaft

Wallhecke und Hohlweg nahe an unserem Cottage Le Petit Promenant
© Umweltgedanken

 

 

Die Hecken oder Wallhecken und Hohlwege wurden durch keltische Bauern vor etwa 2000 Jahren als Flurgrenzen angelegt und spielen heute aufgrund der großen Diversität kleinräumiger Landschaftsstrukturen eine wichtige Rolle für den Erhalt der biologischen Artenvielfalt. Der auch als Bocage bezeichnete Landschaftstyp kommt vorwiegend in den französischen Atlantikregionen vor. Weitere großflächige Heckenlandschaften gibt es in Belgien und Großbritannien.

Hier noch eine spannende ARTE-Dokumentation über die Bocage-Landschaft in der Normandie.

 

Wer noch mehr über die Heckenlandschaft erfahren will, der kann den 3 km langen Lehrpfad bei Carentan besuchen.

 

7. Parc Animalier du Beauquet Marais

© Umweltgedanken

 

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Lama
© Umweltgedanken

 

© Umweltgedanken

 

Ich bin gegen Tierparks und Zoos, weil die Tier dort meist nicht artgerecht gehalten werden, doch diesen Tierpark mit ausschließlich domestizierten Tieren in hoher Artenvielfalt kann ich dir dennoch empfehlen.

 

© Umweltgedanken

 

© Umweltgedanken

 

Angora-Ziege
© Umweltgedanken

 

© Umweltgedanken

 

Gerade wenn du mit kleinen Kindern unterwegs bist, macht ein Ausflug und das gemeinsame Füttern der Schweine, Schafe und Ziegen sehr viel Freude, denn die Tiere leben auf großen Weiden und werden artgerecht gehalten.

 

© Umweltgedanken

 

Wollschwein
© Umweltgedanken

 

© Umweltgedanken

 

Uns hat die Normandie sehr beeindruckt, auch wegen der interessanten Kulturlandschaften. Wir kommen auf jeden Fall wieder, denn es ist fast unmöglich in zwei Wochen Urlaub alle Sehenswürdigkeiten und schönen Plätze zu besuchen. Und dann möchten wir auf der Vire Kanu fahren gehen.

Warst du auch schon in der Normandie? Welche Orte kannst du empfehlen?

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Zero Waste Lifestyle: Ohne Müll leben – 6 Fragen an die Gründerin vom Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade

Immer mehr Menschen versuchen ihren Lebensstil umzustellen und weniger Müll zu verursachen. Der Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade steht für nachhaltige und wiederverwendbare Produkte. Ich habe der Gründerin von Zum Wegwerfen zu schade zu ihren Produkten und dem Thema Zero Waste Lifestyle ein paar Fragen gestellt.

Immer mehr Menschen versuchen ihren Lebensstil umzustellen und weniger Müll zu verursachen. Der Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade steht für nachhaltige und wiederverwendbare Produkte. Ich habe der Gründerin von Zum Wegwerfen zu schade zu ihren Produkten und dem Thema Zero Waste Lifestyle ein paar Fragen gestellt.

Zero Waste ist eine Bewegung, die mittlerweile viele erreicht. Immer öfter begegnen mir seit kurzem wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze in Supermärkten oder festes Shampoo in Drogeriemärkten. Parallel dazu fällt mir auch auf, dass es immer mehr Verpackungsmüll und Einwegartikel gibt.

Vieles kannst du selbst machen, wie zum Beispiel diesen Badreiniger und dadurch Plastikmüll vermeiden. Für die Dinge, die man nicht selbst machen kann oder will, möchte ich dir die Produktpalette vom Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade empfehlen. Dort findest du nachhaltige Mehrwegprodukte mit einer längeren Lebensdauer. Auch Artikel aus Materialien, die durch Recycling zurückgewonnen wurden und Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Kork, Bambus oder Hanf gibt es im Sortiment. Bei der Auswahl der Produkte wird darauf geachtet, dass diese möglichst wenig oder gar keinen Verpackungsmüll verursachen.

Vier Produktkategorie stehen zur Auswahl: Küche & Haushalt, Bad & Hygiene, Baby & Kind und Einkaufen.

 

Zero waste lifestyle

Ausschnitt Produktkategorie Küche & Haushalt im Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade

 

Die Auswahl der Produkte ist sehr gut und es sind auch welche dabei, die ich vorher noch nicht kannte wie zum Beispiel die Cheeky Wipes (u. a. wiederverwendbare Babyfeuchttücher aus Baumwolle oder Bambus). Gut finde ich auch die wiederverwendbaren Küchentücher aus Bio-Baumwolle als Alternative zur Küchenrolle und die Deocremes in Gläsern.

 

zero waste

Ausschnitt Produktkategorie Bad & Hygiene im Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade

 

Ich habe der Gründerin Susann Köthe vom Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade ein paar Fragen zu ihren Produkten und dem Thema Zero Waste Lifestyle gestellt. Viel Spaß beim Lesen des Interviews.

Am Ende erwartet dich noch eine Überraschung!

 

Du bist Gründerin des Onlineshops Zum Wegwerfen zu schade. Was ist das Besondere an deinem Shop?

In meinem Shop Zum Wegwerfen zu Schade geht es hauptsächlich um Alternativen zu Wegwerfartikeln. Früher war es ganz normal, Dinge zu hegen und zu pflegen. Es kam keiner auf die Idee, etwas nach nur einmaliger Benutzung wegzuwerfen. Heute in unserer Überflussgesellschaft haben wir den Blick dafür leider verloren.

Ich möchte mit meinem Produktsortiment aufmerksam machen! Es gibt so viele tolle und auch qualitativ bessere Artikel. Produkte mehrmals zu nutzen und damit Ressourcen zu schonen, Dingen eine Wertschätzung zu geben und Respekt und Anerkennung denen entgegen zu bringen, die an der Wertschöpfungskette beteiligt sind – das ist meine Mission.

 

Wie kamst du zum Thema Müllvermeidung? Gab es ein bestimmtes Schlüsselerlebnis?

Angefangen hat alles 1998 mit der Geburt meines Sohnes. Von da an waren Stoffwindeln in meinem Leben präsent. Ich war einfach nur begeistert, sparte jede Menge Müll und Geld. Daraufhin gründete ich meine Firma Babys Natur und war 1999 der erste Online-Shop für Stoffwindeln im Internet.

Vor einigen Jahren kreierte ich unter dem Label Feine Lebensart Geschenksäckchen aus Stoff als Alternative zum Geschenkpapier, das oft nur einmal zum Einsatz kommt. Diese Idee griff ich auf und fand viele Alternativen mit einem Mehrwert – nachhaltige Produkte, die nach nur einmaliger Nutzung nicht weggeworfen werden müssen. Und so entstand das Konzept: Zum Wegwerfen zu Schade.

 

Worauf achtest du bei der Auswahl deiner Produkte?

Zuerst bin ich auf die Suche nach Alternativen zu Wegwerfprodukten gegangen. Und da habe ich mittlerweile jede Menge gefunden: statt Plastikbeutel für Obst und Gemüse gibt es Gemüsenetze, statt Plastiktüten für den Einkauf gibt es Baumwolltaschen und Canvas-Bags, statt Servietten aus Papier gibt es Stoffservietten, statt der Wegwerfunterlage für unterwegs gibt es die waschbare Variante, statt Plastikrasierer gibt es den Rasierhobel aus Edelstahl, Babypflegetücher zum Selbstmachen statt Feuchtpflegetücher – um nur einige Beispiele zu nennen.

 

Zero waste leben

Zero Waste Lifestyle: Trinkflasche aus Edelstahl statt aus Plastik
© SpelaG – Fotolia.com

 

Plastikvermeidung beim Produkt und der Verpackung ist ebenfalls ein großes Thema bei der Auswahl meines Sortiments: Seife und Shampoobar statt Duschbad und Haarshampoo in der Plastikflasche, Trinkflaschen aus Edelstahl statt aus Plastik, waschbare Slipeinlagen statt der Wegwerfvariante.

Und Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen finden ebenso den Weg in meinen Shop: Baumwoll-Wischtücher statt aus Microfaser, Ohrenstäbchen aus Bambus und Baumwolle statt aus Plastik, Bienenwachstücher statt Frischhalte- und Alufolie.

Außerdem gibt es noch Kosmetik mit unbedenklichen Inhaltsstoffen – ohne Mikroplastik und Nanopartikel – wie Seifen, Cremeparfüms, Zahnpasta und Deocremes.

 

Welche Produkte sind bei deinen Kunden besonders beliebt?

Die Renner in meinem Sortiment sind Gemüsenetze, Bienenwachstücher, Ohrenstäbchen, Trinkhalme und Rasierer aus Edelstahl, Bambus-Zahnbürsten, Stoffservietten und Seifen.

 

Nicht nur deine Produkte sind besonders nachhaltig, auch sonst ist dir das Thema sehr wichtig – zum Beispiel beim Versand deiner Produkte. Erzähl mal.

Beim Versand ist mir besonders wichtig: Der Karton muss zur Größe der Bestellung passen. Und nicht: Es ist noch Platz für Verpackungsmaterial. Kartons und Versandtüten werden oft mehrmals benutzt. Kartons hole ich mir auch gern von benachbarten Firmen oder aus dem Supermarkt.

 

Für alle, die sich noch nicht so sehr mit dem Thema Zero Waste Lifestyle beziehungsweise Müllvermeidung auseinandergesetzt haben: Wo fängt man am besten an?

Da kann man bei ganz banalen Dingen einsteigen: Kaufe Waschmittel im Karton statt in der Plastikflasche, versuche auf Joghurt und Milch in Glasflaschen umzusteigen, nimm Gemüsenetze und Dosen mit in den Supermarkt. Der Trend zeigt, dass sich auch die großen Supermarktketten nicht davor verschließen können und schon Lösungen an der Wurst- und Käsetheke gefunden haben, um die Ware in mitgebrachte Dosen zu verpacken.

Greife eher zu der nachhaltigen Lösung statt alles in Plastik verpackt zu kaufen. Nutze regionale Hofläden, Fleischereien und Wochenmärkte. Auch die kleinen Dinge zählen!

 

Wenn du langlebige und wiederverwendbare Produkte suchst, schau dich mal im Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade um. Außerdem betreibt Susann mit Baby Natur noch einen weiteren schönen Onlineshop für biologische Babybekleidung, Stoffwindeln und vielem mehr.

 

Ich verlose gemeinsam mit Zum Wegwerfen zu schade 1 x 1 Bees Wrap Bienenwachstücher Bears & Bees Lunchpack 3er-Set und 1 x 1 Cheeky Wipes Komplett-Kit! Wenn du mitmachen möchtest, schau auf der Umweltgedanken Facebook-Seite vorbei. Dort findest du alle Informationen zum Gewinnspiel. Hier geht es zu den Teilnahmebedingungen.

Welche nachhaltigen „Zero Waste“ Produkte benutzt du so? Schreib es mir in deinem Kommentar!

Titelbild: © Werner – Fotolia.com

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1 Kommentar zu Zero Waste Lifestyle: Ohne Müll leben – 6 Fragen an die Gründerin vom Onlineshop Zum Wegwerfen zu schade

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