Blog Umwelt und Nachhaltigkeit. Ökologischer Lifestyle und recherchierte Informationen. Dein Nachhaltigkeitsblog mit vielen Tipps für den Alltag.

Die Liebe zum Licht – Gibt es natürliche und ökologische Kerzen?

Jetzt wo die Adventszeit wieder beginnt habe ich mir die Frage gestellt, welche Kerzen ökologisch sind und worauf du beim Kauf achten kannst, um der Umwelt nicht zu schaden. Früher wurden Kerzen neben Fackeln, Öl- und Talglampen zur Beleuchtung genutzt.

Jetzt wo die Adventszeit wieder beginnt habe ich mir die Frage gestellt, welche Kerzen ökologisch sind und worauf du beim Kauf achten kannst, um der Umwelt nicht zu schaden. Früher wurden Kerzen neben Fackeln, Öl- und Talglampen zur Beleuchtung genutzt. Nach wie vor werden Kerzen heute in der Kirche, im Haus und an Festen verwendet, um eine feierliche oder besinnliche Atmosphäre zu schaffen.

Rund 654.000 Tonnen Kerzen verbrauchen die Europäer pro Jahr. Aus dem Branchenbericht Herbst/Winter 2015 der ECA (European Candle Association) geht hervor, dass statistisch gesehen jeder EU-Bürger etwa 1,3 Kilogramm Kerzen kauft. Überwiegend werden die Kerzen aus Paraffin und Stearin hergestellt.

Teelichter liegen in der Beliebtheitsskala weit vorn. Rund acht Millionen Stück werden jedes Jahr verkauft. Besonders stören mich immer die Aluminiumummantelungen. Hier gibt es bereits gute Alternativen – wiederverwendbare Edelstahl- oder Glastöpfchen. Die Teelichter selbst werden dann lose gekauft.

Spitzenreiter beim Kerzenabsatz dürfte ein schwedisches Möbelhaus sein. Jede fünfte verkaufte Kerze in Deutschland geht dort laut Expertenschätzungen über die Ladentheke.

Problematisch: Erdöl auf dem Adventskranz

75 % der handelsüblichen Kerzen bestehen aus Paraffin, einem Erdölprodukt. Deshalb sind diese Art von Kerzen nicht nachhaltig. Der Klimakiller Erdöl ist eine endliche Ressource und zudem nicht biologisch abbaubar.

Stearinkerzen lassen den Regenwald brennen

Stearinkerzen werden häufig als ökologisch bezeichnet. Da Stearinkerzen zumeist aus nachwachsenden Rohstoffen und nicht aus Erdöl hergestellt werden, sind diese auf den ersten Blick auch ökologischer als Paraffinkerzen. Doch bei den vermeintlichen Biokerzen werden oft hochwertige Palm- und Kokosöle verwendet.

Für den Anbau riesiger Palmölplantagen werden ganze Landstriche in den zwei Hauptanbauländern, Indonesien und Malaysia, brandgerodet. Orang-Utans und Sumatra-Tiger verlieren ihren Lebensraum. Die Böden werden durch den Anbau von Palmölpflanzen schnell ausgelaugt. Auf diesen Böden wächst dann nur noch minderwertiger Sekundärwald. Diese Flächen sind für Jahrhunderte verloren. Lies auch meinen Beitrag über Palmölanbau und dessen sozio-ökologische Auswirkungen.

Kerzen aus gentechnikfreiem Rapsöl, Sojaöl und Sonnenblumenöl

Es gibt mittlerweile Kerzen aus gentechnikfreiem Soja-, Raps- oder Sonnenblumenöl, die ich mehr als Paraffin- oder Stearinkerzen (aus Palmöl) empfehlen würde. Positiv ist auch, dass Raps und Sonnenblumen einheimische Pflanzen sind. Dennoch stellt sich auch hier die Frage, ob wir eigens für die Herstellung von diesen Kerzen Pflanzen anbauen wollen und damit Flächen für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion verschwenden. Ähnlich wie beim Biodiesel sieht die Ökobilanz bei Raps zum Beispiel nicht viel besser aus.

Bienenwachskerzen sind nicht umweltfreundlicher und nachhaltiger

Im Gegensatz zu Paraffin ist Bienenwachs ein echtes Naturprodukt. Deswegen gilt die Bienenwachskerze nach wie vor als „Ökokerze“ schlechthin. Am besten du verzichtest ganz auf Bienenwachskerzen, denn leider reicht die Menge an Bienenwachs bei weitem nicht aus, um den Bedarf an Kerzen zu decken.

Eine Biene produziert in ihrem Leben nur wenige Milligramm Wachs. Deshalb müssen 150.000 Bienen arbeiten, um 1 Kilogramm Wachs zu erzeugen. Bienenwachs ist ein kostbarer und teurer Rohstoff.

Weniger ist oft mehr und wenn du einfach nur zu bestimmten Anlässen deine Kerzen anzündest, kannst du den Produktwert noch mehr schätzen. Wenn es schon die Bienenwachskerze sein muss, dann von einem Imker aus der Region, der nachhaltige und artgerechte Imkerei betreibt.

In Drogerie- und Supermärkten werden Bienenwachskerzen verkauft, deren Bienenwachs zum Teil aus China, Südamerika oder Südafrika stammt. Die langen Transportwege wirken sich negativ auf die Ökobilanz aus und wie können wir uns in diesen Ländern der artgerechten Bienenhaltung sicher sein?

Sei sparsam und verwende nur wenige Kerzen

Sparsamkeit ist wahrscheinlich die Zauberformel. Auf Paraffinkerzen aus Erdöl und Stearinkerzen aus Palm- oder Kokosöl würde ich verzichten. Ich würde sogar so weit gehen auch keine Stearinkerzen aus Biopalmöl zu kaufen, da ich die Zertifizierungen hier auch nicht immer nachvollziehen kann und trotzdem Landflächen für die wilden Tiere gerodet werden.

Die Zertifizierungsstelle RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) ist bei einigen Umweltorganisationen auch in die Kritik geraten. Kerzen aus Rapsöl oder Sonnenblumenöl würde ich zu bestimmten Anlässen kaufen, aber nur in sehr geringen Mengen.

Verglichen mit einer Paraffin- oder Stearinkerze finde ich eine Bienenwachskerze nicht ökologischer. Bevor ich eine Bienenwachskerze kaufe, würde ich lieber zu einer Rapsöl- oder Sonnenblumenölkerze greifen.

Seit einigen Jahren gibt es LED-Kerzen, die zwar in Punkto besinnliche Kerzenatmosphäre nicht ganz mit den anderen Kerzen mithalten können, aber dennoch meist sehr schön aussehen. Wäre zumindest eine wiederverwendbare Alternative.

Aus alten Wachsresten lassen sich Kerzen auch selber gießen. Frag doch mal in der Kirche deiner Gemeinde nach, ob du die Wachsreste bekommen kannst. Manche Kirchen gießen selbst Kerzen daraus, aber ich habe schon einmal eine große Kiste voller Wachsreste bekommen. Wenn die Wachsreste farblich gemischt sind, lassen sich daraus nicht unbedingt schöne Kerzen gießen. Aber du kannst tolle Fackeln für den Sommer daraus bauen.

Nochmal das Wichtigste zusammengefasst:

  • Im ökologischen Vergleich schneiden Paraffin-Kerzen nicht unbedingt schlechter ab als Kerzen auf Basis nachwachsender pflanzlicher Rohstoffe.
  • Auf Stearin-Kerzen aus Palmöl solltest du besser verzichten.
  • Beim Teelichterkauf keine aluminiumummantelten Teelichter kaufen, sondern lose Teelichter und wiederverwendbare Edelstahl- oder Glastöpfchen.
  • Für das reine Gewissen: Beim Kauf von Bienenwachskerzen darauf achten bei einheimischen Imkern zu kaufen, die eine nachhaltige und artgerechte Bienenhaltung garantieren.
  • Kerzenreste nicht wegwerfen, sondern wiederverwenden.

Ich wünsche dir eine schöne Adventszeit und ab und zu ein Lichtlein anzünden ist in Ordnung. Ich wollte in diesem Beitrag in erster Linie darauf aufmerksam machen, wie sehr wir mit dem Kauf von Kerzen auch der Umwelt schaden können.

Schreib mir mal unten in die Kommentare, ob dir der Beitrag weitergeholfen hat und welche Kerzen du verwendest. Welche Alternativen kennst du noch und worauf achtest du beim Kauf von Kerzen?

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Ich wurde für den Liebster Award 2016 nominiert – 11 Fragen, 11 Antworten

Wie ich schon auf Facebook angekündigt habe wurde ich von Jule und Raphael vom Blog Der Veg ist das Ziel für den Liebster Award 2016 nominiert. Ein herzliches Dankeschön an die beiden. Ich fühle mich sehr geehrt. Zunächst war ich skeptisch und habe mich über den Liebster Award im Internet informiert.

Wie ich schon auf Facebook angekündigt habe wurde ich von Jule und Raphael vom Blog Der Veg ist das Ziel für den Liebster Award 2016 nominiert. Ein herzliches Dankeschön an die beiden. Ich fühle mich sehr geehrt. Zunächst war ich skeptisch und habe mich über den Liebster Award im Internet informiert. Nach einigen Recherchen und weil mir die Fragen zu mir und meinem Blog gut gefallen haben und ich euch ohnehin mehr über meine Beweggründe zu bloggen erzählen möchte, habe ich mich dazu entschieden mitzumachen.

Diese 11 Fragen wurden mir gestellt:

1. Seit wann gibt es deinen Blog?
2. Was hat dich dazu bewegt zu bloggen?
3. Bloggst du hauptberuflich?
4. Wenn nicht, wie integrierst du das Bloggen in deinen Alltag?
5. Gibt es ein Thema was unbedingt irgendwann in deinen Blog eingebunden werden soll?
6. Was inspiriert dich?
7. Welche Beiträge mögen deine Leser*innen am liebsten?
8. Fällt dir spontan ein Highlight in deiner „Bloggerkarriere“ ein (ein toller Moment, ein erreichtes Ziel, …)?
9. Wie viele Menschen sind an deinem Blog beteiligt?
10. Beschäftigst du dich auch in deiner Freizeit mit dem Schwerpunktthema deines Blogs?
11. Was kochst du am liebsten?

Seit wann gibt es deinen Blog?

Umweltgedanken ist seit April 2016 online – also noch sehr jung. Alle technischen Vorbereitungen und das Layout-Design habe ich etwa im Oktober 2015 begonnen.

Was hat dich dazu bewegt zu bloggen?

Ich bin Unweltingenieurin und begeistere mich für eine nachhaltige Lebensweise und Umweltschutz. Ursprünglich fing alles mit meinem Wunsch plastikfrei zu leben an. Erst wollte ich nur darüber bloggen, habe mich aber dazu entschieden auch über andere interessante Umweltschutzthemen zu schreiben. Da es abgesehen von ein paar Blogs noch nicht so viel zu Umweltthemen gibt und sich immer mehr Menschen mit Nachhaltigkeit im Alltag beschäftigen dachte ich mir, dass es Leser*innen für meinen Blog geben wird.

Bloggst du hauptberuflich?

Manchmal kommt es mir so vor, da das Bloggen viel Zeit in Anspruch nimmt. Hauptberuflich arbeite ich als Projektleiterin und Assistentin in der Entsorgungsbranche. Mein Herz schlägt für Umweltgedanken und ich wäre froh, nur für Umweltgedanken zu schreiben und zu recherchieren. Das ist ein langer Weg und ich stehe noch am Anfang.

Wenn nicht, wie integrierst du das Bloggen in deinen Alltag?

Oft schreibe ich meine Beiträge am Samstag oder Sonntag, so wie gerade auch. Der Aufwand für einen Artikel ist unterschiedlich. Beiträge mit hohem Rechercheaufwand brauchen auch mal mehrere Tage wie zum Beipiel der Artikel Wasser sparen in Windhoek – Jeder Tropfen zählt. Da zum Bloggen nicht nur das Schreiben gehört, sondern auch meine Facebook Seite, habe ich mir seit ein paar Wochen vorgenommen mindestens jeden zweiten Tag oder jeden Tag einen Post auf Facebook zu veröffentlichen. Das mache ich dann meistens abends nach der Arbeit. Die Ideenfindung mache ich morgens im Zug. Zum Anfang habe ich fast jeden Abend an Beiträgen für Umweltgedanken geschrieben. Das war auf Dauer anstrengend. Deswegen schreibe ich jetzt oft nur am Wochenende.

Gibt es ein Thema was unbedingt irgendwann in deinen Blog eingebunden werden soll?

Mein Blog ist bereits heute thematisch breit gefächert. Da ich mich für nachhaltiges Reisen und Ökotourismus interessiere, wäre das ein Thema, das ich weiter ausbauen möchte auf Umweltgedanken. Zukünftig sollen auch mehr Themen zu Energie sparen und nachhaltiges Bauen auf Umweltgedanken erscheinen.

Was inspiriert dich?

Natur, gute Gespräche mit meinem Freund, meine Umweltgedanken Leser*innen, Schokolade, ein gutes Buch, Musik, Yoga …

Welche Beiträge mögen deine Leser*innen am liebsten?

Wenn ich das an den Zahlen, wie oft ein Artikel geteilt wurde, festmache, dann wären das zum Beispiel Bali am Rande einer Umweltkatastrophe – Hilft nur noch die Tourismuswende? oder 10 Wege, die deinen ökologischen Fußabdruck verringern. Aber auch Minimalismus als Lebenseinstellung? und Auf einen Blick: faire ökologische Outdoorprodukte sind beliebte Beiträge. Schreibt mir mal unten in die Kommentare welches euer Lieblingsbeitrag auf Umweltgedanken ist.

Fällt dir spontan ein Highlight in deiner „Bloggerkarriere“ ein (ein toller Moment, ein erreichtes Ziel, …)?

Oh, da gibt es einige. Besonders habe ich mich gefreut als ich erstmals 954 Leser an einem Tag auf meinem Blog hatte. Auch mein erster Gastbeitrag Kokosöl: Gesund und ökologischer als Palmöl? war ein Highlight für mich. Besonders habe ich mich gefreut, dass ich für einen Baumarkt in der Schweiz ausgewählt wurde und nun ab und zu Beiträge zu Nachhaltigkeitsthemen auf deren DIY Blog schreiben kann. Das Veröffentlichen eines jeden Beitrags ist ein toller Moment und ich bin jedes mal gespannt wie der Beitrag bei euch ankommt.

Wie viele Menschen sind an deinem Blog beteiligt?

Nur ich schreibe auf Umweltgedanken. Unterstützung bekomme ich von meinem Freund, der meine Beiträge immer kritisch reflektiert und mir manchmal auch bei der Auswahl von Themen hilft und mich mit Ideen inspiriert.

Beschäftigst du dich auch in deiner Freizeit mit dem Schwerpunktthema deines Blogs?

Ein Blog ist oft dazu da einen Einblick in das persönliche Leben zu geben. Alles was ich auf Umweltgedanken empfehle, zumindest wenn es um Nachhaltigkeit im Alltag geht, lebe ich auch selbst in meinem Leben. Ich mache zum Beispiel seit einiger Zeit Yoga und Meditation, um mir noch bewusster über mein Verhalten gegenüber anderen und der Natur zu werden. Ich sehe mir auch gerne Dokumentationen über Umweltschutz und Nachhaltigkeit an. Außerdem arbeite ich in meiner Freizeit zusammen mit drei anderen jungen Menschen an einem nachhaltigen Projekt. Das steht noch ganz am Anfang, daher werde ich noch nicht so viel darüber verraten. Nächstes Jahr werdet ihr mehr darüber erfahren. Es hat mit Abfallvermeidung, Zero Waste und Nachhaltigkeit zu tun. Durch meine berufliche Laufbahn interessiere ich mich prinzipiell täglich für Umweltthemen. Auf der Arbeit engagiere ich mich zum Beispiel für die Nachhaltigkeitsthemen unserer Abteilung.

Was kochst du am liebsten?

Ich koche gerne indonesisch und thailändisch. Besonders mein Nasi Goreng koche ich gerne für meinen Freund. Wir versuchen oft ohne Fleisch zu kochen, vegetarisch oder vegan, aber manchmal mögen wir auch Fleisch. Und ich liebe ein Dessert besonders – Bananen in Kokosmilch. Dann koche ich auch sehr gerne Kürbis-Kartoffel-Pastinaken-Ofengemüse, weil es so schön schnell geht. Mein Lieblingssmoothie ist Mango-Orangen-Ingwer-Smoothie. In der Woche koche ich meist einfache Gerichte oder es gibt Brot mit Avocado und dazu viel Obst.

Ich nominiere …

Auch ich möchte an dieser Stelle einen anderen Blog nominieren. Den Regeln nach soll man mehrere Blogs nominieren, aber ich möchte nur einen nominieren. Da ich das Konzept eines Kettenbriefs nicht so gut finde, die Idee sich gegenseitig zu fördern und vorzustellen aber toll finde, habe ich mitgemacht.

Ich nominiere den wundervollen Blog:
Alt trifft Neu, da mich die Ideen und Anregungen für Upcycling-Projekte dort jedes Mal aufs Neue begeistern.

Meine Fragen für dich sind:

1. Seit wann bloggst du?
2. Wie bist du auf die Idee gekommen einen Upcycling Blog zu gründen?
3. Bloggst du hauptberuflich?
4. Wenn nein, wie integrierst du das Bloggen in deinen Alltag?
5. Welche Beiträge bzw. Upcycling-Ideen lieben deine Leser*innen am meisten?
6. Integrierst du Nachhaltigkeit auch sonst in dein Leben?
7. Was inspiriert dich?
8. Welches war der schönste Moment in deiner Bloggerkarriere?
9. Gibt es Themen, die du auf deinem Blog integrieren möchtest?
10. Welche wichtigen Tools verwendest du auf deinem Blog?
11. Was ist dein liebstes Upcycling Projekt, das du umgesetzt hast?

Ich freue mich sehr auf deine Antworten!

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Plastikfrei leben – Kleine Schritte führen zum Erfolg

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe.

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe. Immer wieder gibt es auch Tage an denen ich mich erwische und gegen meine eigenen Prinzipien arbeite.

„Ich kann mir kein seligeres Wissen denken, als dieses Eine: dass man ein Beginner werden muss. Einer, der das erste Wort schreibt hinter einen jahrhundertelangen Gedankenstrich.“

Zitat von Rainer Maria Rilke, eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker, 1875-1926

Um dir einen Überblick zu geben was ich schon alles erreicht habe, erzähle ich dir jetzt meine Erfolgserlebnisse in Bezug auf ein plastikfreies Leben. Zudem erfährst du auch meine nächsten Vorhaben für den kommenden Monat.

Als erstes ist es wichtig, dass du weißt: Vergiss den Spaß am Leben nicht! Plastikfrei zu leben ist keine dogmatische Einstellung. Mit jedem kleinen Schritt können wir etwas für unsere Umwelt und unsere Gesundheit tun.

Wie alles bei mir begann…

Zuerst habe ich keine abgepackten Lebensmittel mehr gekauft. Meine Milch und meine Schlagsahne kaufe ich seit Beginn meines Experiments nur noch in Mehrwegflaschen. Auf alles andere habe ich meistens verzichtet.

Wenn ich einen Kuchen backen wollte und mir ein oder zwei Zutaten fehlten, die ich nur abgepackt bekomme, dann habe ich diese gelegentlich gekauft, zum Beispiel Schmand. Du siehst also, dass der Spaß am Leben trotz plastikfreiem Lebensstil immer noch bestehen bleiben sollte, sonst wird es anstrengend und macht keine Freude mehr.

Obst und Gemüse kaufe ich verpackungsfrei. Leider nicht immer in Bioqualität. Ich lege die Produkte lose in meinen Einkaufskorb und einzeln auf das Band an der Kasse. In meinem Supermarkt habe ich vor kurzem ausprobiert lose Kartoffeln in einem mitgebrachten Leinenbeutel zu kaufen. Es hat funktioniert.

Plastikfrei leben

GOTS zertifizierter Leinenbeutel aus Biobaumwolle

Grundnahrungsmittel wie Reis und Nudeln kaufe ich seit diesem Sommer lose aus dem Biounverpackt Wiesbaden. Ich habe mir dafür von Weck Gläser in verschiedenen Größen gekauft. Muskatnuss habe ich dort auch schon lose gekauft. Vorher habe ich auf Reis meistens verzichtet. Nudeln habe ich damals noch von Barilla gekauft, da diese in Pappkartons angeboten werden.

Weniger oder gar keine tierischen Produkte zu konsumieren erleichtert ein plastikfreies Leben

Vor meinem Umzug in ein anderes Stadtviertel war ich oft bei einem kleinen Metzger um die Ecke, um meine Wurst und Fleisch zu kaufen. Dort wurden mir die Produkte in meine selbst mitgebrachten Gefäße gepackt. Leider komme ich seit meinem Umzug nicht mehr so häufig dort vorbei. Längere Diskussionen an der Supermarkt-Frischetheke kenne ich seitdem zu genüge.

Es ist schwierig jedes Mal die Verkäuferin davon zu überzeugen die Wurst in eine Papiertüte ohne die mit Kunststoff beschichtete Papierfolie zu legen. In meinem Haushalt gibt es daher viel weniger tierische Produkte. Ich lebe nicht 100 % vegetarisch, aber versuche oft vegetarische Tage einzulegen. Meinen Freund kann ich auch langsam davon überzeugen.

Ganzheitlich auf die Konsumgewohnheiten achten

Da ich nicht nur plastikfrei zu leben versuche, sondern ganzheitlich auf meine Ernährung achte, kaufe ich die meisten Produkte im Supermarkt gar nicht mehr. Ganz zum Anfang als ich meinen Blog begonnen habe, war für mich das Thema auf Palmöl zu verzichten ganz groß: Das habe ich geschafft. In unserem Haushalt finden sich keine Produkte, die Palmöl enthalten. Du kannst einmal den Selbstversuch starten und genau auf die Zutatenliste achten. Dann wird dir schnell auffallen, dass viele Produkte Palmöl enthalten. Warum du besser keine Palmöl-Produkte kaufen solltest, kannst du hier nachlesen.

Um eine ganzheitliche ökologische Lebensweise zu fokussieren, hilft mir auch immer wieder Yoga und Meditation. Lies hierzu am besten meine Beiträge Green Yoga: Öko-Yogische Prinzipien für den Alltag und Green Yoga – ein nachhaltiges Lebensmodell.

Ein guter und einfacher Anfang: Einführung plastikfreier Alternativen im Badezimmer

Meine Allzweckreinigerflasche fülle ich aus einem großen Kanister im Biounverpackt Wiesbaden wieder auf. Das spart Abfall. Als nächsten Schritt möchte ich mein Handspülmittel und das Geschirrspülreinigerpulver aus dem Biounverpackt Wiesbaden ausprobieren.

Die Seife an meinem Waschbecken ist schon lange keine Flüssigseife mehr, sondern ein einfaches Seifenstück von Weleda. Das war zum Beispiel einer meiner ersten Schritte.

Ich kaufe seit diesem Sommer meine Körperseife und mein Shampoo-Bar (Shampoo in fester Form) ohne Verpackung im Biounverpackt Wiesbaden. Dieser Schritt von Duschgel und Shampoo in Verpackung hin zu einer verpackungsfreien Variante hat bei mir sehr lange gedauert. Immer wieder habe ich überlegt, ob ich damit zu recht komme, anstatt es endlich zu tun.

Plastikfrei leben

Shampoo-Bar (Kornblume-Zitrone-Salbei) und Calendula-Körperseife

Jetzt fühle ich mich wohl damit und würde nie wieder umsteigen. Meiner Haut und meinen Haaren geht es seitdem auch viel besser, weil in den Produkten keine schädlichen Substanzen enthalten sind. Die Produkte sind in Bioqualität.

Wenn ich eine Haarkur machen möchte, benutze ich ein selbstgemachtes Roggenmehl-Shampoo. Als Shampoo kann ich es mir nicht für jeden Tag vorstellen, da ich das Gefühl von Schaum vermisst habe und meine Haare sich auf Dauer nicht so sauber angefühlt haben, aber als reichhaltige Haarkur ist es wunderbar. Im nächsten Schritt möchte ich ein selbstgemachtes Zahnputzpulver ausprobieren.

Waschmittel aus Kastanien überzeugt mich im Alltag nicht

Diesen Monat habe ich Waschpulver aus Kastanien hergestellt. Das Rezept findest du in meinem Beitrag Die besten Tipps für ein gelingsicheres natürliches Waschmittel aus Kastanien. Als Dauerlösung kommt es für mich nicht in Frage, zum einen aufgrund des großen Herstellungsaufwandes und zum anderen bin ich bei stark verschmutzter Kleidung nicht besonders von der Reinigungswirkung überzeugt. Das Ausprobieren lohnt sich trotzdem und macht viel Spaß.

Kastanien Waschmittel

Waschmittelpulver aus Kastanien – natürlich, verpackungsfrei und ohne Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe

Nachhaltige Verpackungslösungen im Kosmetikbereich

Als nächstes werde ich mir meine Kosmetikprodukte vornehmen und schrittweise durch nachhaltige und verpackungsarme Varianten ersetzen. Überzeugt haben mich dabei die tollen ökologischen Produkte von ZAO. Du kaufst zum Beispiel einmal dein Puder oder deinen Lippenstift und kannst die Packung immer wieder auffüllen. In einem Beitrag über meine Wochenlieblinge habe ich dir diese Produkte von ZAO schon einmal vorgestellt. Ich benutze nicht so viele Produkte, das heißt ich brauche eine Abdeckcreme, Lippenstift, Puder und Wimperntusche und das auch nicht in tausend Variationen.

ZAO Matt Lipstick 462 old pink altrosa rosa-rot Lippenstift, in nachfüllbarer Bambus-Dose (bio, Ecocert, Cosmebio, Naturkosmetik) *

Restmüll braucht keine Plastiktüte

Meinen Restmüll lege ich in einen mit Zeitung ausgekleideten Mülleimer, so dass ich hier auch Plastik spare.

Lebensmittel nicht in Plastikdosen lagern

Schon seit 2015 lagere ich meine Lebensmittel nicht mehr in Plastikdosen. Das hat für mich hauptsächlich gesundheitliche Gründe. In den meisten Plastikdosen ist BPA (Bisphenol-A) enthalten. Ich hatte einige davon zu Hause und habe das meiste bei einem Umzug 2015 verschenkt.

Meine Küche ist im Prinzip bis auf ein paar Kleinigkeiten (Pürierstab, Wasserkocher, Sparschäler, Kaffeemühle) plastikfrei. Yippie!

Um meine Lebensmittel im Kühlschrank zu lagern, benutze ich häufig Gläser von Weck oder Keramikschalen. Da ich auf Aluminiumfolie oder Frischhaltefolie verzichten möchte, nehme ich oft einen Frühstücksteller zum Abdecken. Nachhaltige Alternativen zum Frischhalten findest du hier.

Noch ein Tipp, der nicht unbedingt für das plastikfreie Leben wichtig ist: Ich mache meine Säfte oder Smoothies mittlerweile alle selbst. Du brauchst einen Mixer oder einen guten Pürierstab und Obst oder Gemüse deiner Wahl. Meine Lieblingssmoothies sind zur Zeit: Orange-Banane-Mango-Ingwer Smoothie (sehr gesund besonders in der kalten Jahreszeit, wo wir zu Erkältungen neigen) und Avocado-Schoko-Shake (kenne ich aus Indonesien und ich liebe es).

Zusammengefasst ist das Leben ohne Plastik gar nicht so schwer. Es dauert etwas Zeit bis du alle Möglichkeiten erkannt hast, um dein Leben plastikfrei zu gestalten. Wichtig war und ist mir immer noch: Lass dich nicht stressen von den einschlägigen Gruppen in den sozialen Medien oder deinen Mitmenschen und sei stolz auf das was du bis jetzt geschafft hast.

Schreib deine Erfolge am besten auf einem Blatt Papier und du wirst merken, dass du schon viel erreicht hast. So habe ich es auch gemacht. Das Ergebnis hast du gerade gelesen.

Mein Umwelt-Mantra für den Monat Oktober

Mit kleinen Schritten erreiche ich mein Ziel plastikfrei und gesund zu leben!

Schreib jetzt auf was du schon erreicht hast und was du im nächsten Monat erreichen möchtest.

Warte nicht zu lange, sondern mache es genau jetzt. Sonst vergisst du es wieder. Sei dir bewusst, dass gute Dinge Zeit brauchen und du es schaffen kannst. Kleine Schritte und Erfolge sind besser als gar nichts zu tun und nur darüber zu reden.

Schreib mir in den Kommentaren wie dir der Beitrag gefällt und was du schon erreicht hast. Mich interessiert auch was du bei der Umstellung auf eine plastikfreie und gesunde Lebensweise schwierig findest.

Halte durch und verliere nicht den Spaß am plastikfreien Leben!

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Die besten Tipps für ein gelingsicheres natürliches Waschmittel aus Kastanien 

Mit Kastanien waschen ist gerade total angesagt. Auch ich als Zero Waste und Plastikfrei Begeisterte habe mich damit beschäftigt und mein eigenes natürliches Waschmittel gezaubert. Heute erfährst du mein persönliches Rezept und viele Tipps für eine gelingsichere Herstellung deines eigenen Kastanienwaschmittels.

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Green Yoga: Öko-Yogische Prinzipien für den Alltag

Öko, Yoga, Kopf, Herz und Verstand gehören zusammen – das ist Green Yoga. Es lässt uns nicht kalt, wenn Umweltzerstörung, Tierleid oder menschenverachtende Arbeitsbedingungen auf der Welt passieren. Die Welt – das bist auch du.

Öko, Yoga, Kopf, Herz und Verstand gehören zusammen – das ist Green Yoga. Es lässt uns nicht kalt, wenn Umweltzerstörung, Tierleid oder menschenverachtende Arbeitsbedingungen auf der Welt passieren. Die Welt – das bist auch du.

In einem früheren Beitrag habe ich dir erzählt, dass ich nach dem Prinzip Green Yoga mein Leben ausrichten möchte. Es gibt Prinzipien, die in Bezug auf Nachhaltigkeit und Leben im Einklang mit dir und deiner Umwelt dafür besonders wichtig sind. Die für mich wichtigsten öko-yogischen Prinzipien beziehungsweise Yamas und Niyamas möchte ich dir heute vorstellen.

Yama steht im Yoga für die ethischen Empfehlungen im Yoga, insbesondere im Raja Yoga, Kundalini Yoga und Hatha Yoga. Yama steht aber auch für den Todesgott. Vor dem Hintergrund, dass du irgendwann sterben wirst, kannst du überlegen: „Habe ich mein Leben mit Liebe gelebt, anderen Menschen Liebe gegeben und mich ethisch richtig verhalten?“. Denn nur das zählt und nicht wie viel Geld du angehäuft, wie viele Autos und welche Karrierestufe du hattest.

Im Raja Yoga gibt es fünf Yamas und fünf Niyamas. Yamas sind die Empfehlungen für den ethischen Umgang mit anderen und Niyamas sind der Gegenpol zu Yamas und die Empfehlungen für die persönliche Lebensführung.

Die fünf Yamas im Raja Yoga sind: Ahimsa (Nicht-Verletzen oder Liebe, Mitgefühl), Satya (Wahrhaftigkeit), Asteya (Nicht-Stehlen oder Großzügigkeit und Geben), Brahmacharya (in jedem Menschen das Fromme, Absolute zu sehen, eigentlich Enthaltsamkeit, Keuschheit) und Aparigraha (Nicht-Horten oder Großzügigkeit, Freundlichkeit ohne Hintergedanken).

Zu den Niyamas gehören Shaucha (Reinheit), Santosha (Zufriedenheit), Tapas (Disziplin und Askese), Swadhyaya (Selbststudium) und Ishvara (Hingabe an Gott).

 

Fünf wichtige öko-yogische Yamas und Niyamas

 

Yama „Aparigraha“ oder Nicht-Horten

Das Yama „Aparigraha“ oder Nicht-Horten, hält uns dazu an, dass wir um uns herum nicht mehr Dinge anhäufen als wirklich notwendig. Früher war das Horten von Nahrungsmitteln überlebensnotwendig, zum Beispiel damit wir in der kälteren Jahreszeit genügend zu essen haben. Heute horten wir vor allem eines: Geld.

Wörtlich übersetzt heißt Aparigraha nicht umfassen, nicht gierig sein. Das Gegenteil ist Parigraha, was soviel heißt wie umfassen, festhalten oder etwas mehr festhalten zu wollen – auch Gier genannt.

Aparigraha heißt auch loslassen, gelassen zu sein. Es ist ein Zufriedensein mit dem was rechtmäßig kommt. Aparigraha wird deshalb auch als Unbestechlichkeit bezeichnet. Es bedeutet, dass du keine Geschenke und Gefallen annimmst, die dir angeboten werden, um etwas von dir zu erreichen. Geschenke, die von Herzen kommen und die Freundschaft erhalten, sind damit nicht gemeint. Wenn du durch das Geschenk in deiner ethischen Freiheit eingeschränkt wirst, dann solltest du dieses nicht annehmen. Nimm Geschenke an, die aus Liebe gegeben werden, aber mache dich nicht abhängig von Gefallen.

 

Yama „Ahimsa“ oder Nicht-Gewalt

Diese Verhaltensrichtlinie hält uns an keine Gewalt auszuüben. Nicht nur Gewalt gegen Menschen ist damit gemeint, sondern auch Gewalt gegenüber anderen Wesen und die Natur. Dazu zählen zum Beispiel unterdrückende Gesellschaftsstrukturen und unfaire Handelsbedingungen.

Leben kannst du dieses Yama indem du keine ausbeuterischen Arbeitsbedingungen unterstützt und Waren aus Fairem Handel kaufst. Auch Fleisch aus Massentierhaltung oder Tierversuche solltest du nicht durch dein Konsumverhalten unterstützen, wenn du nach diesem öko-yogischen Prinzip leben willst.

Zusammengefasst geht es um ein achtsames Konsumverhalten, zum Beispiel durch Kauf von regionalen Bioprodukten und faire Kleidung, aber auch um eine gewaltfreie Kommunikation.

 

Yama „Asteya“ oder Nicht-Stehlen

In der heutigen globalisierten Welt geschieht Diebstahl oft indirekt und unbewusst. Zum Beispiel wird ein großer Teil unseres Getreides für die Biospritproduktion und die Fleischproduktion verbraucht. An anderer Stelle müssen Menschen hungern. Wenn wir Billigkleidung kaufen, nehmen wir vielen Menschen eine gewisse Lebenschance. Vielmehr sollten wir fairen Handel und faire Produktionsbedingungen mit unserem eigenen Konsumverhalten beeinflussen.

 

Niyama „Shaucha“ oder Reinheit

Darunter verstehen wir, dass du deinen Körper und deine Wohnung rein hältst. Dazu gehört eine gesunde Ernährung ohne Schadstoffe. Das heißt auch ohne Fast Food. Die Reinhaltung des Körpers erreichst du zudem durch eine kontinuierliche Asana-Praxis. Asanas sind die Übungen, die du beim Yoga machen kannst. Auch Meditation hilft dir in deinen Körper zu kommen.

Hautausschläge sind in der heutigen Zeit oft ein Zeichen, dass dein Körper allergisch auf Stoffe reagiert, die in Kosmetika und Hygieneartikeln enthalten sind. In der öko-yogischen Praxis verzichtest du am besten auf Zusatzstoffe und lässt nur naturbelassene Kosmetik an deine Haut. Auch zertifizierte Naturtextilien helfen, dass keine Schadstoffe aus dem Produktionsprozess auf deinen Körper gelangen.

Es gibt aber nicht nur das Shaucha auf körperlicher Ebene, sondern auch auf geistiger Ebene. Wenn du nicht du selbst bist beziehungsweise nicht im reinen mit deinem Geist bist, zum Beispiel weil du traurig bist, dann kommst du ins Ashaucha, das heißt du bist unrein und von dir selbst entfernt. Dann kannst du versuchen wieder ins Shaucha zu kommen.

 

Niyama „Tapas“ oder Disziplin und Askese

Tapas bedeutet Hitze oder Wärme. Tapas bedeutet spirituelle Praxis, die mit Begeisterung ausgeführt wird. Es ist auch das bewusste Tun von etwas, das du nicht magst oder das dich anstrengt. In dem du aber bewusst etwas tust, was dir (zunächst) keine Freude bereitet oder dich Kraft kostet, wirst du an Willenskraft dazugewinnen.

Das können die Asanas sein, die du jeden Tag oder jede Woche übst oder ein Fasten-Tag, um deinen Körper zu reinigen. Ich verzichte auf Plastik in meinem Leben. Das schaffe ich auch nicht immer und es ist oft schwer dranzubleiben, aber ich „zwinge“ mich jeden Tag aufs Neue diesen Weg weiterzugehen.

Das waren meine Top 5 Yamas und Niyamas. Die anderen sind nicht weniger wichtig für einen Lebensstil nach Green Yoga, nur würden diese den Beitrag sprengen. Daher folgen diese in einem zweiten Teil.

Ich würde mich freuen, wenn du mir in den Kommentaren schreibst, ob dir diese Lebensprinzipien weiterhelfen und ob Green Yoga etwas für dich ist. Hast du noch weitere Beispiele, die wir unter den Green-Yamas und Green-Niyamas zusammenfassen können?

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Zero Waste – Realität oder Illusion?

Es ist möglich, den privaten Müll auf ein Minimum zu reduzieren. Zero Waste ist für mich noch lange nicht Realität. Denn da draußen sieht die Welt ganz anders aus als wir sie uns in unserer Nische zurecht legen.

Es ist möglich, den privaten Müll auf ein Minimum zu reduzieren. Zero Waste ist für mich noch lange nicht Realität. Denn da draußen sieht die Welt ganz anders aus als wir sie uns in unserer Nische zurecht legen.

Die Zero Waste Bewegung ist mit Shia vom Blog Wasteland Rebel auch nach Deutschland gekommen. Wie auch schon zuvor Bea Johnson, die Mitbegründerin der Zero Waste Bewegung, lebt Shia uns vor wie es geht. In einem tollen Artikel fasst Shia zusammen wie wenig Müll sie in einem Jahr produziert hat. Dank der vielen Unverpackt Läden wird es auch immer einfacher Produkte lose einzukaufen. Mittlerweile gibt es in fast jeder größeren Stadt einen Laden, indem wir Produkte in selbst mitgebrachte Gefäße abfüllen können.

Es ist möglich, den privaten Müll auf ein Minimum zu reduzieren. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass selbst in den Unverpackt Läden leider noch viel zu viel Müll anfällt. Die Lieferanten denken noch nicht genauso wie ihre Kunden.

Der Kunde will im Prinzip weniger Müll ansammeln. Die Hersteller von Produkten machen es uns aber im Alltag nicht leicht. Wenn wir jetzt mal betrachten, dass die Zero Waste Bewegung und auch die Plastikfrei-Bewegung nur eine kleine Nischengruppe ist, die zwar stetig wächst, kaufen dennoch Millionen von Menschen verpackte Produkte.

Das meiste Plastik landet gar nicht in der stofflichen Verwertung, so dass neues Plastik daraus wird, sondern wird energetisch in Müllverbrennungsanlagen entsorgt. Downcycling nennen Experten das.

Die Supermarktregale spiegeln uns keinen ressourcenschonenden Umgang. Dem Kunden bleibt oft keine Wahl, zum Beispiel bei der Entscheidung kaufe ich konventionell oder ökologische Waren – wenn Bio, dann aber oft in Plastik verpackt.

Es ist ein kleiner Anfang, dass immer mehr Supermärkte die Plastiktüten abschaffen, Rewe und Lidl wollen bis 2017 gar keine Plastiktüten mehr zum Kauf anbieten. Viel wichtiger ist es, dass die Verpackungsingenieure und Verpackungsdesigner der Herstellerfirmen andere Verpackungskonzepte entwickeln. Es wäre ein Traum, weniger Verpackungen und mehr Möglichkeiten, auch Grundnahrungsmittel, wie Reis, Nudeln, Nüsse, Cerealien im Supermarkt unverpackt in loser Schüttung zu bekommen.

Zu bedenken ist, dass die Problematik mit dem Müll in den Schwellen- und Entwicklungsländern gravierender ist als bei uns, denn dort gibt es oftmals gar keine Entsorgung oder Verwertung. Der Müll landet letztendlich im Meer und schadet unserem Ökosystem.

Unsere Gesellschaft wandelt sich. Es ist vermehrt zu beobachten, dass in den letzten 10 Jahren die To-Go-Becher zunehmen. Auch verlagern sich Partys immer mehr in den öffentlichen Raum. Public Viewing, Quartiersfeste, Museumsnächte, Outdoor-Sportfeste und Beach-Landschaften mit tonnenweise Sand – da fällt auch viel Müll an, vorallem Müll, der aus Einwegmaterialien besteht.

Jedes Jahr werden bis zu 4,7 Milliarden Plastikbecher weggeworfen. Frankreich will nun im Rahmen des Energiewende-Gesetzes „Energy Transition for Green Growth Act“ bis zum Jahr 2020 ein Verbot von Plastikgeschirr umsetzen. Auch das Problem Lebensmittelverschwendung geht Präsident François Hollande an.

Auch in Deutschland bewegt sich etwas in Sachen Lebensmittelverschwendung stoppen. Immer mehr Essensretter und öffentlich zugängliche Kühlschränke etablieren sich. In Berlin eröffnete der Verein RESTLOS GLÜCKLICH e. V. ein kleines Lokal im Stadtteil Neu-Kölln. Vom Verein angebotene Bildungsprojekte und Kochkurse fördern das Bewusstsein für Konsum und Nachhaltigkeit.

Um Verhaltensänderung in großem Maßstab bei den Kunden zu bewirken, müssen insgesamt mehr nachhaltige Angebote und Lösungen in den konventionellen Supermärkten oder auf Veranstaltungen angeboten werden. Es ist diesmal andersherum. Der Kunde hat eine Nachfrage, ein Bedürfnis nach Alternativen, aber der Handel bietet dem Kunden Verpackungsmüll und wenig ökologische und nachhaltige Produkte. Die werden dann online bestellt, da nicht beim alltäglichen Einkauf im Supermarkt verfügbar. Das verursacht CO2-Emissionen und weitere Verpackungen.

Zero Waste ist für mich noch lange nicht Realität. Denn da draußen sieht die Welt ganz anders aus als wir sie uns in unserer Nische zurecht legen. Sollen wir eher von Low Waste Bewegung sprechen – wäre doch realistischer, oder?

Ich möchte dir im Kontext dieses Textes zwei tolle Low Waste Produkte vorstellen. Das eine Produkt ist gut für alle die nicht immer die Zeit oder Lust haben Cremes und Deos selbst zu machen und trotzdem nach einer plastikfreien und natürlichen Alternative suchen.Obwohl ich das richtig gut finde, wenn Menschen ihr Deo selbst machen. Die andere Marke, die euch unbedingt vorstellen muss, stellt wiederbefüllbare Puder, Lippenstifte und Eyeshadow in Bambusverpackungen her.

Wochenliebling #1: Low Waste Vanilla Orange Shea Butter und Deos von Organic Essence

Ich habe Deos und Sheabutter in ökologischer und abbaubarer Papierverpackung entdeckt. Von Organic Essence – plastikfrei, ohne Phthalate und vegan! Mir gefällt, dass viele Produkte von Organic Essence ohne Tierversuche hergestellt werden.

Zudem enthalten sie keine Enzyme oder ähnliches aus gentechnisch veränderten Organismen. Das ist anlässlich von TTIP und CETA ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium, da das Produkt aus den USA kommt. Die Produkte enthalten außerdem keine Parabene oder sonstige schädliche Substanzen.

In den Produkten von Organic Essence ist Kokosöl enthalten. Wer meine Artikel über Kokosöl kennt, weiß, dass ich das nicht kaufen würde, aber das Produkt überzeugt mich im Ganzen, so dass ich mir das einmal gönnen kann. Zudem ist das Kokosöl aus biologischem Anbau und Organic Essence unterstützt die Kokosnuss-Plantagenfarmer.

Du kannst die Deos von Organic Essence plastikfrei bei Monomeer bestellen, wenn sie dir auch so gut gefallen wie mir.

Lies dazu auch meinen Gastbeitrag über Kokosöl auf dem Blog Ricemilkmaid.

Wochenliebling #2: Wiederbefüllbare Organic ZAO Make up Produkte in Bambusverpackung

ZAO Compact Powder 303 braun-beige (neutral) Kompaktpuder, in nachfüllbarer Bambus-Dose (bio, Ecocert, Cosmebio, Naturkosmetik)

ZAO stellt ökologische Beauty-Produkte her, die zum größten Teil wiederauffüllbar sind, aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen und wo möglich aus kontrolliert biologischem Anbau stammen und Fair Trade sind. Die Verpackungen und auch die Produkte bestehen zum Teil aus Bambus. Die Nagellacke sind vegan. Es werden keine Test mit Tieren durchgeführt.

ZAO Mineral Silk 500 transparent farblos, loser Puder, Mineral-Make-up in Bambus-Dose (bio, vegan, Naturkosmetik)

In den Nagellacken findest du keine Dibutylphthalate, Toluole, Formaldehyde oder Xylene. Einige Produkte sind nach Ecocert zertifiziert, wie zum Beispiel der Concealer. Zudem sind viele Produkte glutenfrei.

In der Foundation werden Palmbutter oder Derivate von Palmöl eingesetzt, wobei das Palmöl aus nachhaltiger Plantagenwirtschaft stammt. ZAO hat bereits für einige Derivate eine Zertifizierung durch den RSPO. Es ist sichergestellt, dass keine Primärwälder abgeholzt werden.

Alle Produkte werden in Europa produziert. Hier kannst du die Produkte von Zao bestellen.

ZAO Matt Lipstick 462 old pink altrosa rosa-rot Lippenstift, in nachfüllbarer Bambus-Dose (bio, Ecocert, Cosmebio, Naturkosmetik)

Dies ist kein Sponsered Post. Beide Produkte empfehle ich dir, weil ich das Gesamtkonzept gut finde, auch wenn bei Organic Essence Kokosöl und bei ZAO Palmöl in der Foundation enthalten ist. Bei ZAO ist besonders der Refill Gedanke lobenswert.

Schreib mir in den Kommentaren, ob dir mein Beitrag gefällt und du auch den Weg eines nachhaltigen Low Waste Lifestyle wählst. Mich interessiert auch wie du Müll in deinem Alltag reduzierst. Welche nachhaltigen und plastikfreien Beauty-Produkte kennst du? Verrate es mir in den Kommentaren.

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2 Kommentare zu Zero Waste – Realität oder Illusion?

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