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Kategorie: Ökotourismus

Die wichtigsten Nachhaltigkeitssiegel im Tourismus

In diesem Beitrag stelle ich dir die wichtigsten Nachhaltigkeitssiegel im Tourismus vor. Achte bei deiner nächsten Reise darauf, ob dein Reiseveranstalter, deine Unterkunft oder andere touristische Einrichtungen eines dieser Siegel trägt.

In diesem Beitrag stelle ich dir die wichtigsten Nachhaltigkeitssiegel im Tourismus vor. Achte bei deiner nächsten Reise darauf, ob dein Reiseveranstalter, deine Unterkunft oder andere touristische Einrichtungen eines dieser Siegel trägt.

Die Nichtregierungsorganisation Global Sustainable Tourism Council (GSTC) entwickelte einen internationalen Standard für nachhaltigen Tourismus. Die Kriterien sind Minimumanforderungen, die von nachhaltigen Hotels und Reiseveranstaltern eingehalten werden sollten, um die Ressourcen der Welt für spätere Generationen zu erhalten.

Einige der folgenden Nachhaltigkeitssiegel basieren auf diesen Kriterien und bei den meisten der Zertifizierungsorganisationen kannst du auch nach nachhaltigen Unterkünften oder Reisezielen suchen.

 

TourCert

Bild von Cronito. Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

 

TourCert setzt sich für einen verantwortungsvollen Tourismus ein, berät und begleitet Tourismusunternehmen und Destinationen bei der Umsetzung einer nachhaltigen und erfolgreichen Wirtschaftsweise. In Seminaren, Beratungen und Online-Trainings vermittelt TourCert Fachkenntnisse zu nachhaltigem Tourismus. Neben der Vergabe der TourCert Zertifikate wird der Aufbau von lernenden Strukturen und die engagierte und gemeinsame Unternehmensentwicklung fokussiert. In den Tourismusbetrieben werden eigene CSR-Manager ausgebildet, die das ganze Team motivieren nachhaltig zu handeln. Der Kriterienkatalog ist offiziell vom Global Sustainable Tourism Council (GSTC) anerkannt, das heißt du kannst diesem Nachhaltigkeitssiegel trauen. In einer wissenschaftlichen Studie der Verbraucher Initiative e.V. und dem Zentrum für Nachhaltigen Tourismus an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde hat das Siegel herausragend abgeschnitten. Untersucht wurden insgesamt 36 Zertifikate.

 

Travelife Gold

Die Travelife Gold Zertifikation ist eine international anerkannte Auszeichnung für Hotels und andere Tourismus Organisationen, welche hohe Ansprüche im Umweltmanagement bewiesen haben. Viele Kriterien müssen für diese Auszeichnung erfüllt werden, wie zum Beispiel umweltfreundliche Beschaffungspolitik, Recycling, Energie- und Wassermanagement wie auch die Einführung von sozialer Verantwortung den Angestellten gegenüber und der Gemeinde vor Ort.

 

GreenSign

Bild von Suzann Heinemann/ Sandra Rochnowski auf GreenSign. Lizenz: CC BY-SA 4.0

 

Das hoch anerkannte GreenSign Nachhaltigkeitssiegel, bei dem bis zu 5 Level erreicht werden können, wird von InfraCert, dem Institut für nachhaltige Entwicklung in der Hotellerie herausgegeben. Der Prüfkatalog beinhaltet 85 Kriterien und basiert auf international anerkannten Rahmenwerken für Nachhaltigkeit. Die Kriterien umfassen sieben Kernbereiche, darunter Management und Kommunikation, Umwelt (Energie, Abfall, Wasser) sowie Regionalität und Mobilität. Für die Einstufung in Level 1 müssen mindestens 50 % der Kriterien innerhalb der sieben Kernbereiche erfüllt werden. Das Nachhaltigkeitszertifikat wird bisher in 10 europäischen Ländern vergeben, darunter Deutschland, Frankreich und Italien.

 

European Ecolabel

© EU Ecolabel

 

Das EU Ecolabel ist in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie Norwegen, Island, der Schweiz und der Türkei anerkannt. Du kannst zumindest in europäischen Ländern darauf achten, dass Reinigungsprodukte und Textilien mit dem EU Ecolabel in den Unterkünften verwendet werden. Mit dem EU Ecolabel dürfen seit dem Jahr 2000 auch Dienstleistungen (Beherbergungsbetriebe und Campingplätze) gekennzeichnet werden.

 

Viabono

© Viabono

 

Viabono ist eine Auszeichnung für umwelt- und klimafreundliche Hotels und andere Unterkünfte wie Pensionen, Ferienwohnungen, Restaurants und Campingplätze. Anders als bei anderen Umweltzertifizierungen fragt Viabono nicht nur Maßnahmen ab, sondern orientiert sich an den tatsächlichen Verbräuchen der jeweiligen Beherbergung, setzt diese mit den Übernachtungszahlen ins Verhältnis und vergleicht mit dem Branchendurchschnitt.

 

Blaue Flagge

Die Umweltauszeichnung Blaue Flagge wird seit 1987 in Europa für nachhaltige Sportboothäfen, Strände und Badestellen Küsten sowie Binnengewässern von der Foundation for Environmental Education (FEE) vergeben. Die Stiftung wird in den einzelnen Ländern durch entsprechende Organisationen vertreten. Für jeweils ein Jahr wird das internationale Umweltsymbol in 55 Ländern vergeben. Alle mit der Blauen Flagge ausgezeichneten Sportboothäfen oder Badestellen müssen einen umfangreichen Kriterienkatalog erfüllen. Die Kriterien betreffen die Bereiche: Wasserqualität, Umweltkommunikation, Umweltmanagement und Service/ Sicherheit.

 

Green Key

© Green Key

Green Key ist die Umweltauszeichnung der FEE für Hotels und andere touristische Einrichtungen.

Du möchtest mehr über nachhaltiges Reisen erfahren? Dann empfehle ich dir diese Beiträge: Der erstgenannte ist ein Gastbeitrag von mir 😉

Slow Travel – Wie du nachhaltiger und wertschätzender reisen kannst

Wie du auf Reisen Menschen, Kultur und Natur schätzen kannst

Nachhaltig Reisen – 17 Tipps für einen grünen Urlaub!

Webseiten der Zertifizierungsorganisationen

Achtest du auf Nachhaltigkeitssiegel im Tourismusbereich? Ich freue mich auf deine Antwort in den Kommentaren. Lass mich bitte wissen, wenn ich ein wichtiges Siegel vergessen habe.

Titelbild: Bild von Mathias Apitz. Lizenz: CC BY-ND 2.0

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Sind Airbnb Unterkünfte wirklich nachhaltiger? Diese Fakten solltest du wissen

Der Gedanke hinter Airbnb ist einfach. Airbnb steht für Airbed (Luftmatratze) und Breakfast (Frühstück). Airbnb wurde 2008 in San Francisco gegründet. So war es anfangs auch gedacht – eine günstige Übernachtungsmöglichkeit als Alternative zu Hotels und Pensionen.

Der Gedanke hinter Airbnb ist einfach. Airbnb steht für Airbed (Luftmatratze) und Breakfast (Frühstück). Airbnb wurde 2008 in San Francisco gegründet. So war es anfangs auch gedacht – eine günstige Übernachtungsmöglichkeit als Alternative zu Hotels und Pensionen. Toll ist, dass man sich irgendwie heimischer fühlt und mehr verbunden ist mit den Menschen des Landes, das man gerade besucht.

Du hast jetzt länger nichts von mir gehört. Ich war vergangenes Wochenende auf einer Hochzeit einer sehr guten Freundin und davor für ein verlängertes Wochenende in Budapest. Warum Budapest? Warum nicht in Deutschland Kurzurlaub machen? Nun, meine Mission war es schon immer einmal nach Ungarn zu reisen, da meine Oma mütterlicherseits aus Ungarn stammt und ich unbedingt einmal dorthin wollte, sozusagen zu meinen Wurzeln.

Flug kompensieren und über Atmosfair Klimaschutzprojekte unterstützen

Ich bin mit dem Flugzeug von Frankfurt am Main zum Flughafen Ferihegy nach Budapest geflogen. Nicht nachhaltig, aber wenn man nur ein paar Tage Freizeit hat, ist diese Reiseform immer noch am schnellsten. Eine Zugreise hätte 10 Stunden und mehr gedauert. Insgesamt betrugen meine verursachten Emissionen 405 kg CO2 für den Hin- und Rückflug mit dem Airbus 321 in der Economy Class und mit einem Zwischenstopp am Flughafen Berlin-Tegel. Diese Emissionen möchte ich über die Plattform Atmosfair mit einem Beitrag in Höhe von 20 Euro zugunsten von Klimaschutzprojekten kompensieren.

Wohnen wie die Einheimischen

Meine Unterkunft in Budapest, genauer gesagt ein kleines Apartment, habe ich über das Portal Airbnb gebucht. Mein Gastgeber war ein ungarischer Mann und ich kann diese Unterkunft voll und ganz weiterempfehlen. Ihr findet den Gastgeber bei Airbnb, wenn ihr nach Bence Varga sucht. Die Unterkunft ist im quirligen jüdischen Viertel gelegen und alle Sehenswürdigkeiten sind gut zu Fuß oder mit dem Bus beziehungsweise mit der U-Bahn erreichbar. Nicht weit von der Unterkunft steht die zweitgrößte Synagoge der Welt, die ihr euch unbedingt ansehen müsst, wenn ihr einmal in Budapest seid. Diese ist fußläufig in 3 Minuten erreichbar.

Das war meine erste Erfahrung mit Airbnb. Ich war sehr zufrieden und habe mich sehr wohl gefühlt, fast wie zu Hause. Ich würde immer wieder diese Unterkunft buchen. Besonders das kleine urige Pub nebenan mit dem schönen Namen „Uri Muri“ ist so wunderbar familiär. Dort trifft sich die Künstler- und Schauspielerszene Budapests und es wird angenehme Musik, meistens Musik aus den 60ern gespielt. Ich habe dort am Sonntagabend auch das Finalspiel der Fußball Europameisterschaft gesehen.

Es ist nicht schwer mit den Ungarn in Kontakt zu kommen, aber man muss schon etwas auf die Menschen zugehen. Da ich alleine gereist bin, war es wahrscheinlich einfacher, leicht ist es aber dennoch nicht. Es gehört ein wenig Überwindung dazu in einem fremden Land, dessen Sprache man nicht spricht, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen. Das war auch meine erste private Reise alleine, aber nun würde ich wieder alleine reisen mit dem Wissen, dass es Spaß macht.

Das soll hier jetzt kein Reisebericht werden. Deswegen komme ich nun zu meinem eigentlichen Blogpost, in dem ich der Frage nachgehen möchte, ob Airbnb nachhaltiger als Hotels und andere Unterkünfte ist.

Was ist eigentlich Airbnb?

Der Gedanke hinter Airbnb ist einfach. Airbnb steht für Airbed (Luftmatratze) und Breakfast (Frühstück). Airbnb wurde 2008 in San Francisco gegründet. So war es anfangs auch gedacht: eine günstige Übernachtungsmöglichkeit als Alternative zu Hotels und Pensionen. Toll ist, dass man sich irgendwie heimischer fühlt und mehr verbunden ist mit den Menschen des Landes, das man gerade besucht. Und man hat meist eine Küche zur Verfügung, die es in einem Hotel nicht gibt. Manchmal wird man von den Hosts auch herumgeführt und lernt dadurch die Stadt, oder wo man auch immer ist, sehr viel schneller kennen. Ein Hostel würde für mich nur unter Umständen in Frage kommen, zum Beispiel, wenn ich dort ein Einzelzimmer buchen kann.

Ökologischer Nutzen von Sharing Economy

Das Thema Sharing Economy ist ein spannendes Forschungsfeld. Es gibt nur wenige unabhängige Studien zu Airbnb, aber die US-Soziologin Juliet Schor hat herausgefunden, dass Nutzer von Airbnb aufgrund der preiswerten Zimmer oder Apartments häufiger in den Urlaub fahren. Dadurch nimmt mit steigenden Übernachtungen der ökologische Nutzen ab.

Airbnb hat selbst eine Studie in Auftrag gegeben, in der es heißt, dass im Jahr 2013 in Europa Wasser für das Befüllen von 1100 Schwimmbecken eingespart wurde, weil Airbnb Gäste sich gegen ein Hotel und für ein Privatzimmer entschieden haben.

Airbnb wird auch manchmal kommerziell missbraucht

Das Portal Airbnb organisiert laut Spiegel Online eine Million Übernachtungen monatlich. Da Airbnb aber auch immer mehr kommerziell genutzt wird, ist nicht mehr nur der Grundgedanke des Wohnraumteilens im Vordergrund. Einige Anbieter vermieten sehr viele Zimmer und Appartements und verdienen sich eine goldene Nase damit. Diese Wohnungen stehen dem Wohnungsmarkt nicht mehr zur Verfügung. Der Anreiz ist groß eine Wohnung zum Beispiel in einer sehr hoch frequentierten Touristenstadt wie Berlin über Airbnb zu vermieten anstatt diese regulär der Berliner Bevölkerung zur Langzeitmiete anzubieten. Insbesondere in den Innenstädten ist das ein großes Problem.

Auch muss man wissen, dass das Vermieten ohne Genehmigung Steuerhinterziehung ist. Mein Gastgeber in Budapest zahlt offiziell Steuern.

Airbnb Gäste nutzen häufiger den ÖPNV und gehen in nachhaltigen Restaurants essen

Prinzipiell denke ich, dass Menschen, die über Airbnb buchen oft nachhaltig leben und die Unterkunft wie ihre eigene Wohnung behandeln. Sie sparen Wasser und Strom und bewegen sich auch oft in dem Ort vermehrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln anstatt eines Mietwagens fort. Viele wählen vegane und vegetarische Restaurants und achten im Allgemeinen mehr auf ihre Umwelt. So habe ich auch gegenüber meiner Unterkunft lecker in einer Hummusbar gegessen. Meine Erfahrung in Budapest hat mir gezeigt, dass man dort sehr gut mit Bus und U-Bahn überall hinkommt. Das Liniennetz der U-Bahn ist übersichtlich gestaltet. Die Busse fahren mit Oberleitungsnetzen elektrisch und sind deswegen auch ökologisch.

Oberleitungsbus in Budapest © Anja Blumschein

Die Unterstützung von Einheimischen ist nachhaltig

Du siehst, es ist schwierig die Nachhaltigkeit von Airbnb einzuschätzen. Es kommt auf den jeweiligen Wohnungsanbieter an. Wenn es sich um eine einheimische Person handelt, die ein oder zwei Apartments vermietet, denke ich, dass es nachhaltiger ist diese Person mit meinem Geld zu unterstützen als eine große Hotelkette.

Abschließend möchte ich dir eines mit auf den Weg geben: Reise nachhaltig, egal ob mit Airbnb oder ohne und sei dir bewusst über dein Verhalten auf Reisen.

Nachhaltig fortbewegen in Budapest_Umweltgedanken

Nachhaltig fortbewegen mit dem Fahrrad  © Anja Blumschein

Was denkst du über Airbnb und denkst du, dass es nachhaltiger ist als andere Übernachtungsmöglichkeiten? Her mit deiner Meinung in den Kommentaren. Ich freue mich darauf.

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3 Kommentare zu Sind Airbnb Unterkünfte wirklich nachhaltiger? Diese Fakten solltest du wissen

Was ist nachhaltiger Tourismus?

Wenn ich nachhaltige Kleidung kaufen möchte, ist es leicht herauszufinden, ob die Kleidung fair und ökologisch produziert wurde und Sozialstandards eingehalten werden. Bei Reisen bin ich eher verwirrt bei der Vielzahl an Siegeln, die für nachhaltigen Ökotourismus vergeben werden.

Wenn ich nachhaltige Kleidung kaufen möchte, ist es leicht herauszufinden, ob die Kleidung fair und ökologisch produziert wurde und Sozialstandards eingehalten werden. Bei Reisen bin ich eher verwirrt bei der Vielzahl an Siegeln, die für nachhaltigen Ökotourismus vergeben werden.

Diese vielen Siegel miteinander zu vergleichen ist kaum möglich, da ganz unterschiedliche Kriterien in Frage kommen. Ich habe für dich herausgefunden welchen Siegeln für nachhaltigen Ökotourismus du vertrauen kannst.

Touristenzahlen steigen weltweit weiter an

Die Anzahl der weltweiten Touristen ist von 25 Millionen in 1950 auf 1,1 Milliarden in 2015 gestiegen. Laut der Webseite von Sustaining Tourism wird bis 2030 ein Anstieg auf 1,8 Milliarden Touristen erwartet. Gerade wegen der immer steigenden Touristenzahlen ist es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich auf nachhaltiges, soziales und umweltverträgliches Reisen setzen.

You may never know what results come of your action, but if you do nothing there will be no result. (Mahatma Gandhi)

Ökotourismus und Naturtourismus ist nicht immer nachhaltig

Viele setzen Ökotourismus mit nachhaltigem Tourismus gleich. Heutzutage wird alles, das irgendwie grün ist als Ökotourismus vermarktet. Doch das muss nicht zwingend heißen, dass es umweltverträglich und nachhaltig ist. Manchmal ist Ökotourismus nur ein Wort, das nicht das verspricht was sich der ökologisch bewusst reisende Mensch darunter vorstellt. Auch ein bloßer Ausflug ins Grüne kann damit gemeint sein oder eben die Natur als Kulisse für eine Aktivität.

Häufig führt der Begriff Naturtourismus zu falschen Vorstellungen bei Reisenden. Schutz- und Erhaltungsziele der Natur sind hier nicht immer vorhanden.

Nachhaltiger Tourismus ist ein Ansatz, der ein Ziel für alle Tourismusformen darstellt. Eine nachhaltige Reise beginnt lange vor Reiseantritt. Ökotourismus entwickelt sich immer mehr in Richtung nachhaltiger Tourismus und wäre die ökologisch nachhaltige Umsetzung des Naturtourismus.

Verantwortungsvoll durchgeführte Beobachtungstouren in kleinen Gruppen schaden der Natur meist nicht. Kritisch zu betrachten sind Massenanstürme zum Beispiel auf eine kleine Insel, die nicht auf die hohen Besucherströme ausgelegt ist. Wenn du mehr erfahren möchtest wie sich so etwas auswirken kann, lies auch meinen Beitrag Wie du auf Reisen Menschen, Kultur und Natur schätzen kannst. Auch der Massentourismus auf Bali ist ein Beispiel für die Zerstörung der Natur durch Touristen.

Wenn ich in einem Land Urlaub mache, dann versuche ich die Besonderheiten der lokalen Küche zu entdecken. Zu vermeiden sind Importprodukte, statt dessen lieber saisonale und fair gehandelte Produkte aus ökologischem oder kleinbäuerlichen Anbau genießen. Und ruhig im Restaurant nachfragen, woher die Produkte kommen.

Viele Menschen suchen während ihres Urlaubes die Erholung im Einklang mit der Natur. Doch gerade in Touristenhochburgen ist das für die Natur oft nicht nachhaltig.

Ökotourismus heißt also, dass der Mensch Verantwortung übernehmen soll. Ein kurzer Ausflug mit der Reisegruppe in den Nationalpark und zurück erzeugt viele Emissionen. Können wir das als nachhaltig bezeichnen? Ich denke, nein. Auch inszenierte Tierschauen (Delfinarien, Walbeobachtungen) sollten wir meiden und statt dessen Schutzprojekt-Besuche in den Urlaub integrieren und die Tiere dort in Ruhe beobachten.

Ökotourismus wird laut Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) als Instrument zur Förderung der Regionalentwicklung und Unterstützung beim Schutzgebietsmanagement gesehen. Er trägt dazu bei, dass Schutzgebiete eingerichtet werden und zum Teil finanzieren sich diese Schutzgebiete auch durch die Tourismuseinnahmen.

Da nachhaltiger Tourismus nicht immer ein Urlaub in der Wildnis bedeutet, bestehen Chancen für den Massentourismus, der auch in Richtung Nachhaltigkeit verändert werden könnte. Der gute Wille ist bei vielen Reisebuchenden da und Umweltstandards auf Reisen werden für viele immer wichtiger.

Welchen Siegeln für Ökotourismus und nachhaltigen Tourismus kannst du trauen?

Vertrauenswürdige Ökotourismus-Siegel in Deutschland sind Viabono und Blaue Schwalbe. Schweden hat zum Beispiel nur ein Ökosiegel und zwar Naturens Bästa. Auf europäischer Ebene gibt es das etablierte European Ecolabel.

Ein internationaler Standard für nachhaltigen Tourismus wurde von der unabhängigen non-profit Organisation Global Sustainable Tourism Council (GSTC) entwickelt. Diese Kriterien sind Minimumanforderungen, die von nachhaltigen Hotels und Tourveranstaltern eingehalten werden sollten, um die natürlichen und kulturellen Ressourcen der Welt nachhaltig für die späteren Generationen zu erhalten. Für mehr Informationen besuche Global Sustainable Tourism Council.

Einen guten Überblick über nachhaltige Reiseveranstalter gibt es beim forum für anders reisen e. V., der nur Reiseveranstalter als Mitglied akzeptiert, die möglichst alle Punkte des umfangreichen Kriterienkatalogs erfüllen. Der Kriterienkatalog beinhaltet ökonomische, soziale und ökologische Dimensionen genauso wie die Verantwortung gegenüber den Reisenden und den Mitarbeitenden des Unternehmens.

Das Zitat von Ghandi beschreibt sehr treffend was ich denke und mit diesem Post sagen möchte: Wenn wir nichts tun, um die Natur und Menschen zu schützen und weiterhin rücksichtslos in Länder reisen, dann werden wir auch nicht wissen wie es wäre, wenn wir nachhaltigen Tourismus leben.

Für mich ist klar: Nachhaltiger Tourismus muss sich von einer Worthülse zu einer echten Aktion entwickeln.

Ich freue mich über dein Feedback in den Kommentaren. Hat dir der Beitrag gefallen? Achtest du bei deiner Reiseplanung selbst auch auf Zertifizierungen, die Nachhaltigkeit bestätigen? Habe ich etwas Wichtiges vergessen? Dann teile es mir bitte in deinem Kommentar mit.

Noch mehr zum Thema Nachhaltig reisen: Slow Travel – Wie du nachhaltiger und wertschätzender reisen kannst

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Titelbild: © Kar Tr – Fotolia.com

5 Kommentare zu Was ist nachhaltiger Tourismus?

Wie du auf Reisen Menschen, Kultur und Natur schätzen kannst

Viele von uns reisen gerne in andere Länder. Wir wollen andere Kulturen kennenlernen. Was heißt das eigentlich? Nachhaltig reisen? Reiseveranstalter werben oft mit sanftem oder grünem Tourismus. Aber woran erkennst du, ob dein Reiseverhalten ökologisch und für die einheimische Bevölkerung nachhaltig ist?

Viele von uns reisen gerne in andere Länder. Wir wollen andere Kulturen kennenlernen. Was heißt das eigentlich? Nachhaltig reisen? Reiseveranstalter werben oft mit sanftem oder grünem Tourismus. Aber woran erkennst du, ob dein Reiseverhalten ökologisch und für die einheimische Bevölkerung nachhaltig ist?

Stell dir eine Insel oder an einen Ort deiner Wahl vor, wo du schon immer mal hinreisen wolltest. Du bist dort Einheimischer. Was würdest du dir von den Touristen wünschen? Du würdest dir bestimmt vorstellen, dass die Touristen deine Kultur kennenlernen, in deinem Geschäft deine Souvenirs kaufen, in deinem Restaurant lecker essen oder in deiner Unterkunft übernachten.

Nehmen wir einmal die Insel Bali in Indonesien. Kuta Beach ist vergleichbar mit dem Ballermann auf Mallorca. Jedes Jahr kommen auf Bali unzählige Hotelkomplexe hinzu. Manche Menschen kommen nach Kuta Beach, um ausgelassen Party zu machen und hinterlassen eine Menge Müll am Strand.

Würden diese Menschen das auch in ihrem Heimatort machen? Sicher nicht. Die Balinesen kommen nicht hinterher diesen Müll zu beseitigen. Dadurch wird der Strand und das Meer an manchen Stellen in Bali über kurz oder lang für bestimmte Menschen unattraktiv. Das wiederum führt zu weniger Touristen, denn nicht jeder mag im Abfall schwimmen.

Anderes Beispiel aus Thailand: Die Insel Tachai im Similan Nationalpark nordwestlich von Phuket war ein Paradies für Taucher. Einst gab es auf der nur zwölf Quadratkilometer großen Insel makellose Strände und unberührte Natur. Nun ist Tachai für Besucher gesperrt.

Von Mai bis Oktober schließt der Nationalpark sowieso wegen der Monsun-Saison. Aber 2016 durfte auch im Oktober kein Tourist mehr auf die Insel. Die Natur wurde massiv zerstört von den Touristen. Die Strände sind nur für ein paar Hundert Menschen ausgelegt. Es kamen in den letzten Jahren aber Tausende auf die Insel. Nun muss sich die Natur vom Menschen erholen.

Und so könnte ich weitere verheerende Beispiele über Zerstörung von Natur durch Tourismus aufzählen. Doch das bringt uns nicht weiter. Was will ich dir damit sagen? Bei deinen nächsten Reiseplanungen beziehe die Bevölkerung des Landes, die Kultur und die Natur stärker mit ein. Wir sollten uns in einem anderen Land genauso verhalten wie wir es uns zum Beispiel von Gästen auf unserem eigenen Gartengrundstück wünschen.

Der ethnisch korrekt und bewusst reisende Tourist möchte Land und Leute so natürlich wie möglich erfahren. Deine Unterkunft sollte keine Belastung für die Umwelt darstellen. Spüre die Natur und handle ausnahmslos umweltfreundlich. Nutze einheimische Transportmittel- und Wege. Auch zukünftig sollte an bisher wenig touristisch erschlossenen Orten keine extra Infrastruktur geschaffen werden. Denn gerade diese Unberührtheit macht doch Ökotourismus aus, oder?

Noch ein Tipp: Klar kannst du auf deiner Reise auch ein paar schöne und wertvolle Souvenirs kaufen, aber zahle auch einen angemessenen Preis an die Einheimischen.

Hat dir der Beitrag gefallen? Schreib mir doch was Ökotourismus für dich bedeutet? Welche Erfahrungen hast du auf deinen Reisen gemacht? Wo gibt es sanften Tourismus noch?

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2 Kommentare zu Wie du auf Reisen Menschen, Kultur und Natur schätzen kannst

Bali am Rande einer Umweltkatastrophe – Hilft nur noch die Tourismuswende?

Bali gilt als einer der spirituellsten und magischsten Orte auf der Welt mit bezaubernden Menschen, wunderschönen Tempeln, Reisfeldern und traumhaften Landschaften und ist eine der bekanntesten und touristisch erschlossensten Inseln Indonesiens.

Bali gilt als einer der spirituellsten und magischsten Orte auf der Welt mit bezaubernden Menschen, wunderschönen Tempeln, Reisfeldern und traumhaften Landschaften und ist eine der bekanntesten und touristisch erschlossensten Inseln Indonesiens. Einerseits ist Bali abhängig vom Tourismus, andererseits führen die stetig wachsenden Touristenströme seit den 80er Jahren zu immer steigenden Umweltproblemen. Jedes Jahr kommen rund vier Millionen Touristen nach Bali. Derzeit gibt es etwa 80.000 Hotelbetten, mindestens 67 weitere Hotelanlagen sind in Bau.

Umweltprobleme auf Bali

Das zunächst sichtbarste Problem sind die wachsenden Müllberge. Aber auch die Übernutzung von Trinkwasser führt immer mehr zu spürbar absinkenden Grundwasserspiegeln. Die Akademikerin Stroma Cole erforschte über Monate die Ursachen und Auswirkungen der Wasserknappheit auf Bali. Die Tourismuswirtschaft verbraucht 65 % des auf der Insel verfügbaren Wassers. Berechnungen von Balifokus ergaben, dass bessere Hotels am Tag 500 Liter Wasser pro Zimmer verbrauchen, darin eingeschlossen sind Duschen, Zimmerreinigung, Swimmingpool und Gartenbewässerung. Im Süden Balis ist durch das Absinken des Grundwasserspiegels schon Salzwasser in das Grundwasser eingedrungen. Auch Verschmutzungen durch Fäkalien wurden festgestellt. Auf Bali gibt es kaum ein richtiges Abwasserentsorgungsnetz. Abseits der Hotels und Touristenhochburgen fließt das Abwasser oft ungefiltert direkt in die Flüsse und in das Meer.

An den sauber aufgeräumten Hotspots der Touristen und den hoteleigenen Stränden fällt das Umweltproblem vielleicht nicht immer gleich auf, aber Bali hat große Mühe die täglich anfallenden Müllberge zu bewältigen. In Kuta, dem sogenannten Ballermann von Indonesien, werden die Strände von Aufräumtrupps vom Müll befreit und trotzdem liegt dort noch jede Menge Plastikmüll, wie einschlägige Fotos im Internet beweisen. Auf einer Webseite habe ich eine Bildergalerie der 13 Strände gefunden, an denen man seinen Urlaub lieber nicht verbringen möchte. Kuta Beach auf Bali gehört leider dazu.

Trotzdem kommen viele Touristen nach Bali, denn Kuta ist nur die eine Seite, es gibt auch unzählige schöne Plätze dort, insbesondere im Landesinneren. Bali ist auch bei Surfern äußerst beliebt, aber auch die sind sehr unzufrieden mit der immer schlimmer werdenden Situation. Es ist nicht nur der schwimmende Plastikmüll im Meer, auch die Einleitung von Abwässern stinkt vielen Touristen. Vereinzelt wurden bereits dezentrale Abwasserbehandlungsanlagen insbesondere in Armenvierteln installiert. Damit Bali weiterhin ein beliebter Touristenort bleibt, muss aber sicher mehr in Sachen Umweltschutz und Ökotourismus passieren.

Wie fast überall in Indonesien gibt es auch hier nur eine mäßige von lokalen Behörden organisierte Müllabfuhr, geschweige denn genügend Abfallbehandlungsanlagen. Die Menschen schmeißen Abfälle allzu häufig auf die Straße, in Flussbetten oder ins Meer. Oft werden Abfälle auch verbrannt und verpesten damit die Luft – es riecht nicht selten nach verbranntem Plastik. Die Regenfälle schwemmen die Abfälle von den dutzenden Mülldeponien im Landesinneren an die Küste, dorthin wo die Touristen sind.

Balinesen wünschen sich einen nachhaltigen, sanften Kulturtourismus

Der Tourismus ist nichtsdestotrotz die wichtigste Einnahmequelle auf Bali. Die Entwicklung des Tourismus ging nur schneller als der Ausbau der Entsorgungsstruktur. Ökotourismus gibt es auf Bali bisher aber leider nur vereinzelt. Die Balinesen selbst möchten eigentlich keinen Massentourismus wie er jetzt vorherrscht, sie wünschen sich nachhaltigen, sanften Kulturtourismus.

Immer mehr Balinesen setzen sich daher für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein und versuchen die Balance zwischen Kultur, Natur und Tourismus wiederherzustellen. Denn gerade im Hinduismus, der Hauptreligion der Balinesen, ist der friedliche Umgang mit sich selbst und der Natur von hoher Bedeutung. So sind es insbesondere die Bewohner der Insel, die nach Lösungen für das wohl sichtbarste von allen, das Abfallproblem, suchen, nicht aber die indonesische Regierung, die sich der Problematik wohl bewusst ist und sicher auch viel mehr helfen könnte.

Erste Schritte in die richtige Richtung

Ein einzigartiges Projekt, das um die ganze Welt ging, wurde von zwei indonesischen Schwestern, Isabel und Melati Wijsen, ins Leben gerufen. Die Schwestern setzen sich für ein Bali ohne Plastiktüten ein. Ihre Initiative nennt sich „Bye Bye Plastic Bags“ und wurde gegründet als die beiden Mädchen gerade mal zehn und zwölf Jahre alt waren. Mit einem symbolischen Hungerstreik schafften es die beiden nun auch den Gouverneur Made Mangku Pastika auf sich aufmerksam zu machen und kamen mit ihm ins Gespräch. Daraufhin verkündete die Umweltschutzagentur der Insel, dass Bali ab 2018 frei von Plastiktüten sein soll. Ich bin gespannt, ob dieses Ziel erreicht wird. Ein erstes Pilotdorf gibt es bereits. Dort haben Isabel und Melati viele Ladenbesitzer und Haushalte überzeugen können auf Plastiktüten zu verzichten.

Schade ist nur, dass erst radikale Maßnahmen richtige Aufmerksamkeit bei dem Gouverneur auslösen. Die beiden Mädchen haben hier Aufgaben geleistet, die eigentlich die Regierung vollbringen müsste, nämlich das Bewusstsein bei der Bevölkerung für Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu stärken. Die Wegwerfmentalität ist in Indonesien sehr groß. Aus den Augen, aus dem Sinn, so kommt es einem vor.

Das Unternehmen Eco Bali, das 2006 gegründet wurde, bietet eine kostenpflichtige Müllabfuhr für zum Beispiel Hotels an und betreibt eine eigene Abfallsortieranlage. Zudem gibt es eine Kampagne „Bring Your Own Bag (BYOB)“, um die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren ihre eigenen Beutel zum Einkauf mitzubringen anstatt die kostenlosen Einwegplastiktüten zu nutzen, die dann überall in der Umwelt landen. Zudem bietet Eco Bali Systeme zur Eigenkompostierung für Haushalte, Restaurants und Hotels an.

Es gibt vorbildliche Eco Resorts

Eco Resorts wie zum Beispiel das Puri Dajuma Cottages & Spa auf West Bali, ein 4-Sterne-Hotel, dass kein Abwasser ins Meer leitet, Brauchwasser behandelt, Kompost aus organischen Abfällen produziert, Glas und Plastik mit Hilfe der lokalen Bevölkerung vor Ort recycelt, Energie spart, Regenwasser sammelt und lokale Projekte vor Ort unterstützt, sollte es viel mehr auf Bali geben. Zudem macht das Hotel den Gästen weitere Vorschläge wie durch eigenes Verhalten die CO2-Bilanz des Aufenthaltes um den Faktor 4 reduziert werden kann, zum Beispiel indem die Gäste die Zimmerkühlschränke vom Strom nehmen und kalte Getränke an der Bar kaufen.

Einzelbeispiele lösen leider nicht das Problem im Ganzen. Insgesamt fehlt es wie immer an mehr Unterstützung durch die lokalen Behörden vor Ort. Bali braucht ein funktionierendes Wasser-, Abwasser- und Abfallmanagement. Die Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung und der lokalen Gewerbetreibenden steht an erster Stelle.

Was ich mir für die Insel Bali wünsche

Ich wünsche mir, auch weil ich sehr oft in Indonesien war und die Kultur und Menschen dort sehr schätze, dass die Regierung sich stärker für die Umweltproblematik einsetzt. Ich habe selbst im Rahmen von Projekten im Bereich Abfallmanagement oft mit Vertretern der Regierung sprechen können. Ich denke es liegt insbesondere daran, dass Fachkräfte im Land fehlen oder oft nicht viel bewirken können, da die Umweltprobleme ein so großes Ausmaß haben. Die bessere Ausbildung an den Universitäten ist ein erster Schritt. Ich war selbst am Aufbau eines Umweltmasterstudiengangs an der staatlichen Universitas Indonesia in Depok auf der Insel Java beteiligt, dessen Schwerpunkte Wasser-, Abwasser- und Abfallmanagement sind. Die jungen gut ausgebildeten Menschen werden hoffentlich in Zukunft mehr bewirken können als es bisher vielleicht der Fall war.

Ich wünsche mir auch, dass Bali es in Zukunft schafft einen Ökotourismus aufzubauen, bei dem Mensch, Kultur und Natur im Einklang sind und dass sich die Touristenströme nicht weiter auf benachbarte Inseln wie zum Beispiel Lombok oder die Gili Inseln verlagern, wo die Umwelt noch halbwegs in Ordnung zu sein scheint. Aber das ist wohl eine Illusion, oder? Immer mehr Gebiete werden in Indonesien touristisch erschlossen mit weitreichenden Folgen für das Ökosystem. Schade, wir wollen unberührte Natur, aber sind wir auch bereit für Umweltschutz und Ökotourismus mehr zu bezahlen? Und sind wir bereit im Urlaub auf Dinge zu verzichten, die wir aus unserem Alltag kennen?

Nicht nur die Touristen sind schuld

Es sind nicht nur die Touristen Schuld, sondern auch die Bevölkerung selbst und der Einfluss der westlichen Konsumgesellschaft. Früher war es das Bananenblatt, in dem Nahrung eingewickelt wurde, heute die Plastikfolie. Weggeschmissen wird oft beides direkt in die Natur, nur mit dem Unterschied, dass das Bananenblatt verrottet. Das Bewusstsein muss sich auch innerhalb der Bevölkerung verändern. Aber wo viel Armut herrscht, wird Umweltschutz meist nachrangig, denn Nahrung, Wasser und ein Dach über den Kopf zu haben sind da verständlicherweise erstmal wichtiger. Wo die Regierung nicht viel unterstützt und vor allem als Vorbild fungiert, kann auch niemand von der Bevölkerung erwarteten, etwas zu verändern.

Jeder von uns reist gerne in ferne Länder, um andere Kulturen, Menschen und Landschaften kennenzulernen. Aber wir sollten alle darauf achten und notfalls auch darauf aufmerksam machen, dass die Betreiber von Hotels auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz achten.

Lass uns jetzt über die Konsequenzen des Tourismus auf Bali diskutieren. Wie sind deine Erfahrungen? Bist du schon auf Bali oder anderen Inseln gewesen und welchen Eindruck hast du von der Umweltverschmutzung dort? Denkst du, dass eine Tourismuswende hin zum nachhaltigen Ökotourismus umsetzbar ist und hat Bali noch genügend Zeit das zu tun oder ist es schon zu spät für die Natur? Ich freue mich auf deinen hilfreichen Kommentar.

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2 Kommentare zu Bali am Rande einer Umweltkatastrophe – Hilft nur noch die Tourismuswende?

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