Blog Umwelt und Nachhaltigkeit. Ökologischer Lifestyle und recherchierte Informationen. Dein Nachhaltigkeitsblog mit vielen Tipps für den Alltag.

Schlagwort: Plastikfrei leben

Zero Waste im Alltag Teil 1: Haarpflege

Ich wasche schon seit zwei Jahren meine Haare mit festem Shampoo. Du erfährst in diesem Beitrag welche empfehlenswerten Anbieter für Zero Waste Shampoo es gibt und welche Produkte sich bei mir bewährt haben.

Ich wasche schon seit zwei Jahren meine Haare mit festem Shampoo. Du erfährst in diesem Beitrag welche empfehlenswerten Anbieter für Zero Waste Shampoo es gibt und welche Produkte sich bei mir bewährt haben.

Warum wasche ich meine Haare mit festem Shampoo?

Der Hauptgrund warum ich das mache, ist die Vermeidung von Plastikverpackungen. Außerdem enthalten meine festen Shampoos keine Parabene, Silikone oder Erdölprodukte. Oft enthalten diese auch nicht so scharfe Tenside wie konventionelles Shampoo aus der Drogerie oder vom Friseur. Meine derzeitigen Lieblingsanbieter, Sauberkunst und Rosenrot, bei denen ich momentan mein festes Shampoo kaufe, benutzen das Tensid Sodium Lauryl Sulfoacetate (SLSA). Ich habe dir die Anbieter weiter unten verlinkt. Update 12.07.2018 Ich benutze aktuell das feste Shampoo (und auch die Körperseifen) von der Naturseifen Manufaktur Uckermark (Tensid ist SLSA und SCI) und bin super zufrieden! Update 28.03.2019 Ab sofort teste ich auch noch ein Shampoobar von der Naturkosmetikmarke Jolu. Ich bin aber auch weiterhin von meinem Shampoo von der Naturseifen Manufaktur Uckermark begeistert.

Sodium Lauryl Sulfoacetate, unter Verbrauchern kurz SLSA genannt, ist ein ecozertifiziertes Tensid auf Basis von Fettsäuren aus meistens Kokosöl (kann aber auch aus Palmöl hergestellt werden). Es ist milder im Vergleich zum in der konventionellen Kosmetikindustrie verwendeten und kostengünstigeren Sodium Lauryl Sulfate.

Feste Shampoos sind keine Haarseifen! Seifen werden mit Natronlauge angesetzt und haben einen gruseligen pH-Wert für unsere Haare. Marion Garz, Naturfriseur

Mit Haarseifen bin ich nicht zurecht gekommen und meine Haare wirkten fettig. Ich hatte aber auch keine Geduld. Viele sagen, dass sich das mit der Zeit reguliert.

Ich kaufe mir das feste Shampoo entweder im Unverpackt-Laden oder im Onlineshop der jeweiligen Manufaktur. Wenn ich online bestelle, dann immer gleich eine größere Menge, damit der Versand gerechtfertigt ist. Ich achte darauf, dass alles plastikfrei geliefert wird. Ich habe zwei Lieblingsanbieter für festes Shampoo (Sauberkunst und Rosenrot), die ich euch weiter unten verlinken werde. Den ersten Anbieter nutze ich seit zwei Jahren und bin nun zu dem anderen Anbieter gewechselt. Obwohl ich den auch schon länger kannte, denn die Shampoo Bars gibt es bei uns im Unverpackt-Laden. Update 12.07.2018 Ich nutze ab jetzt die festen Shampoos von der Naturseifen Manufaktur Uckermark (sind für meine Haare am besten).

Lush stellt zum Beispiel auch festes Shampoo her, doch würde ich davon abraten, da darin größtenteils bedenkliche Substanzen enthalten sind. In den Lush Solidshampoos ist das Tensid Sodium Lauryl Sulfate enthalten. Außerdem kann zum Beispeil Alpha-Isomethyl Ionone enthalten sein. Das ist ein Duftstoff, der Allergien auslösen kann. Dieser Stoff ist allerdings auch in Shampoo Bars von Sauberkunst enthalten. Einige Shampoo Bars von Lush enthalten leider auch Parabene und Polyethylenglycol (PEG). Und wer auf Naturkosmetik und gute Inhaltstoffe wert legt, sollte besser zu Rosenrot, oder anderen Naturkosmetikanbietern greifen beziehungsweise ganz genau die Inhaltstoffe von den Lush Shampoo Bars studieren (da gibt es erhebliche Unterschiede).

Es gibt noch festes Shampoo von Lamazuna, welches ich aber bisher nicht getestet habe. Darin ist das Tensid Sodium Cocoyl Isothioniate (SCI) enthalten, das sulfatfrei und eine milde Alternative zu SLSA ist. Es besteht ebenso aus natürlichen Fettsäuren des Kokosöls. Allerdings sind Glycerin und Stearinsäure enthalten. Die können aus Palmöl stammen. Es gibt aber auch palmölfreies Glyzerin, wie es Sauberkunst zum Beispiel verwendet.

Folgende feste Shampoos, die ohne Plastikverpackung auskommen, habe ich noch gefunden, aber noch nicht getestet:

  • Marion Garz – your loving nature (ohne Alkohol, Onlineshop, aber auch Salon & Shop in Berlin-Mitte, Naturfriseur, Shampoo Bars in Dose und als Refill & festes leave-in Pflege Konzentrat)
  • Rapunzel festes Shampookonzentrat (Tensid ist SLSA)
  • Natural & Pure Solids (Shampoo-Stein Tensid ist SLSA, Shampoo Bar Tensid ist sulfatfrei)
  • Jolu Naturkosmetik (ohne Kokosöl, Tenside: Sodium Lauroyl Glutamate, Sodium C12-18 Alkyl Sulfate, Sodium Lauryl Sulfoaceate)
Zero Waste Haare waschen

Festes Shampoo (links) und Conditioner (rechts) von Rosenrot
© Anja Blumschein

Preise (23.04.2018)

  • Rosenrot (vegan, außer Honig) 8,99 Euro / 55 g (festes Shampoo mit Pappschachtel oder in Zellglas)
  • Sauberkunst (vegan) 5,50 Euro / 45 g
  • Marion Garz – your loving nature 12,00 Euro / 50 g (Refill)
  • Naturseifen Manufaktur Uckermark (vegan) 7,00 bis 8,00 Euro / 55 g
  • Jolu Naturkosmetik (vegan) 8,90 Euro / 50 g (28.03.2019)
  • Natural & Pure Solids (vegan) Shampoo-Stein 7,50 Euro / 50 g; Shampoo Bar (sulfatfrei) 8,50 Euro / 70 g
  • Lamazuna (vegan) 9,90 Euro / 55 g
  • Schwesterchen Shampookonzentrat Rapunzel 14,40 Euro / 80 g
  • Lush (vegan) 8,95 Euro / 55 g

Andere Alternativen wie selbsthergestelltes Kastanienshampoo habe ich noch nicht ausprobiert – kann ich mir aber sehr gut vorstellen, da in Kastanien waschaktive Substanzen, sogenannte Saponine, enthalten sind. Das Kastanienshampoo wird ähnlich wie das Kastanienwaschmittel hergestellt. Vielleicht hast du mit einem Kastanien-Shampoo Erfahrungen und magst sie mir in einem Kommentar schreiben?

Alle Vorteile von festem Shampoo auf einen Blick:

  • Ergiebiger: Ein Stück festes Shampoo (45 g bis 55 g) reicht etwa so lange wie zwei bis drei der üblichen Shampooflaschen je nach Waschhäufigkeit.
  • Platzsparender: Auf Reisen nimmt das feste Shampoo weniger Platz im Gepäck ein. Und es hat auch ein geringeres Gewicht.
  • Mitnahme im Flugzeug: Keine Mengenbeschränkung wie bei flüssigem Shampoo.
  • Weniger Müll: Du kannst Plastik vermeiden und sparst viel unnötigen Müll.
Zero Waste Haarpflege

Feste Shampoos von Rosenrot (Sorten Kokos-Meersalz und Walnuss)
© Anja Blumschein

Fester Conditioner als Pflegespülung

Lange war ich auf der Suche nach einer plastikfreien Alternative, die meine Haare nach dem Waschen entwirrt, die Kämmbarkeit verbessert und meine Haare glänzender aussehen lässt. Meine schulterlangen Haare haben sich nach der Haarwäsche mit den Shampoo Bars von Sauberkunst oft stumpf und verfilzt angefühlt. Ich habe sie mit der Bürste kaum durchbekommen. Dann habe ich vor ein paar Wochen feste Conditioner Bits gefunden, die dazu sogar noch aus natürlichen Substanzen sind. Die funktionieren wie das Shampoo. Der Conditioner wird in die Spitzen und Längen massiert und nach einer kurzen Einwirkzeit wieder ausgespült. Die habe ich bis jetzt nur bei Rosenrot gefunden. Das war auch mit ein Grund warum ich den Anbieter jetzt gewechselt habe. Rosenrot gefällt mir von den Inhaltsstoffen aber auch besser.

Zusätzliche Geschmeidigkeit und Glanz erreichst du mit einer Apfelessig-Spülung, die du gelegentlich machen kannst. Aber nicht so oft, denn bei einem Shampookonzentrat brauchst du eine saure Rinse normalerweise nicht, nur bei Haarseifen. Für die Rinse 1 EL Apfelessig mit 1 Liter warmen Wasser mischen. Alternativ geht auch Zitronensaft, wenn du den Essiggeruch nicht magst.

Noch ein Tipp: Für unterwegs nutze ich ein kleines Organza-Säckchen zum Verstauen der Seife (das lag noch bei mir herum). Damit kann ich das Shampoo und den Conditioner auch gut zum Trocknen aufhängen. Es eignen sich aber auch Gläser, Dosen oder andere Stoffsäckchen.

Zero Waste unterwegs

Festes Shampoo auf Reisen in einem Säckchen verstauen
© Anja Blumschein

Weitere Zero Waste Pflegeprodukte

Wenn meine Haare eine extra Pflegeportion brauchen, mache ich mir eine Roggenmehl-Haarkur. Dazu 3 EL Roggenmehl mit Wasser zu einer Paste verrühren und auf das gewaschene Haar auftragen, eine kurze Zeit lang einwirken lassen und dann ausspülen. Das mache ich aber selten. Anfangs habe ich auch versucht meine Haare komplett mit Roggenmehl zu waschen. Das war mir jedoch zu unpraktisch, da ich sehr häufig Haare wasche und keine Lust hatte jedes Mal das Roggenmehl-Shampoo anzurühren. Außerdem musst du hinterher immer die Dusche oder Badewanne von den Resten reinigen.

Auch eine Pflege mit Arganöl und/oder Jojobaöl wirkt gegen trockenes und brüchiges Haar. Arganöl wirkt auch als Hitzeschutz beim Fönen. Einfach 1 bis 2 Tropfen nach der Haarwäsche ins feuchte Haar (Längen und Spitzen) auftragen.

Bei Marion Garz – your loving nature gibt es eine schnelle Pflege gegen Trockenheit: ein festes leave-in Pflege Konzentrat. Das werde ich mir demnächst kaufen.

So, nun kennst du meine Haarwaschroutine. Mehr benutze ich nicht. Das spart eine Menge Plastikmüll und meine Haare sind seit dem Weglassen von Silikonen und anderem Zeug, das in konventionellem Shampoo, Pflegespülungen und Haarkuren enthalten ist, viel gesünder. Die Shampoo Bars sind auch viel ergiebiger als Shampoo in Plastikflaschen.

Links zu den Anbietern von denen ich momentan festes Shampoo kaufe (persönliche Kaufempfehlung, keine bezahlte Werbung):

Sauberkunst
Rosenrot (hier gibt es auch den festen Conditioner, wird in kompostierbarem Zellglas geliefert)

Nach meiner Recherche für diesen Beitrag sagen mir auch die Anbieter Marion Garz – your loving nature, Naturseifen Manufaktur Uckermark (Update 12.07.2018 Benutze ich aktuell auch.), Jolu Naturkosmetik und Natural & Pure Solids sehr zu.

Sauberkunst hat mittlerweile auch einen Laden in Berlin (Nikolaiviertel) und in Potzdam.

Ich hoffe, dir hat der Beitrag gefallen und dir bei deiner Enstcheidung, welches Zero Waste Shampoo das beste für dich ist, weitergeholfen. Was benutzt du so zum Haare waschen? Schreib es mir doch mal in die Kommentare.

Im zweiten Teil der Zero Waste im Alltag Serie erfährst du wie ich nachhaltig und umweltfreundlich putze und das ohne unnötige Plastikverpackungen.

Zusätzliche Informationen:

Ausführliche Liste zur Deklaration von Palmöl (Inhaltststoffe, die Palmöl enthalten können)

Sehr gute und umfangreiche Übersicht von Inhaltsstoffen in Kosmetik auf die du besser verzichten solltest

 

Titelbild: © Umweltgedanken

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

5 Kommentare zu Zero Waste im Alltag Teil 1: Haarpflege

Plastikfrei leben: 10 Tipps, die jeder im Alltag umsetzen kann

Seit 2015 versuche ich ein Leben ohne Plastik zu führen. Oft gelingt mir das sehr gut. Die folgenden Tipps, die alle leicht umsetzbar sind, kann jeder in seinen Alltag integrieren und damit viel Müll vermeiden.

Seit 2015 versuche ich ein Leben ohne Plastik zu führen. Oft gelingt mir das sehr gut. Die folgenden Tipps, die alle leicht umsetzbar sind, kann jeder in seinen Alltag integrieren und damit viel Müll vermeiden.

Warum ich plastikfrei leben möchte, kannst du im Beitrag über Kunststoffe und deren Gesundheitsgefahren nachlesen.

Tipp 1: Frisch kochen und keine abgepackten Lebensmittel kaufen

In einigen Supermärkten, in Bio- und Hofläden oder auf Wochenmärkten kannst du Obst und Gemüse lose kaufen. Verzichte auf die kostenlosen Plastik- beziehungsweise Papiertüten und nehme stattdessen einen Korb, eine Tragetasche oder einen Rucksack mit.

Für Kartoffeln oder Tomaten nehme ich einen Baumwollbeutel (Werbelink). Auch Käse, Wurst und Fleisch kaufe ich nicht mehr abgepackt. Unverpackt einkaufen ist die am meisten wirksamste Lösung, leider aber (noch) nicht überall möglich.

Tipp 2: Verzichte möglichst auf Süßigkeiten und Knabbereien der Großkonzerne

Seit dem ich plastikfrei lebe, fällt es mir gar nicht mehr schwer an den Süßigkeitenregalen im Supermarkt vorbei zu gehen. Abgesehen davon sind die meisten Süßigkeiten pure Zuckerbomben und enthalten fast immer Palmöl.  Hin und wieder gönne ich mir ein Stück Kuchen vom Bäcker oder mache uns einen leckeren selbstgemachten Schokoladenpudding.

Bei mir um die Ecke gibt es einen türkischen Bäcker, bei dem ich mir leckere frischgebackene Kekse in meine Dose abfüllen lasse. Wenn du einen Unverpackt-Laden in der Nähe hast, bekommst du dort unter anderem Nüsse, Bananenchips und andere Leckereien wie Gummibärchen oder schokolierte Früchte.

Tipp 3: Körperseife statt Duschgel und feste Shampoobars

Ich liebe zum Duschen die veganen und palmölfreien Körperseifen von SauberKunst (liefern plastikfrei). Am besten finde ich die Sorten Kirschblüte, Sanddorn und Meertau. Zum Haare waschen benutze ich feste Shampoobars (Kokosmakrone und Mango Lassi). Mein Freund benutzt das Avocado-Hanföl Shampoobar. Auch Haarseifen sind denkbar, aber da habe ich keine Erfahrung mit.

Festes Schampoobar Avocado-Hanföl
© Anja Blumschein

Tipp 4: Waschmittelpulver im Karton oder selbstgemachtes Waschmittel benutzen

Ich benutze das Frosch Aloe Vera Waschmittel im Karton. Denkbar, aber mit mehr Aufwand, wären auch selbstgemachtes Waschmittel aus Kastanien oder Efeu.

Kastanien Waschmittel

Waschmittelpulver aus Kastanien – natürlich, verpackungsfrei und ohne Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe
© Anja Blumschein

Tipp 5: Keinen Weichspüler benutzen

Erstens ist Weichspüler nicht ökologisch und zweitens bekommst du diesen nicht ohne Plastik. Lass ihn einfach weg! Es geht auch ohne.

Tipp 6: Stofftaschentücher oder Recyclingtaschentücher aus der plastikfreien Spenderbox

Stofftaschentücher sind wieder im Kommen. Alternativ kannst du Recyclingtaschentücher aus der Spenderbox kaufen. Bei Rossmann gibt es jetzt ein Produkt mit dem Blauen Engel, das komplett ohne Plastik auskommt.

Recyclingtaschentücher in plastikfreier Spenderbox
© Anja Blumschein

Tipp 7: Benutze Mehrwegbecher für deinen Coffee to go

Wir benutzen den Contigo Thermobecher (Werbelink). Bei dem auslaufsicheren Edelstahlbecher besteht lediglich der Deckel aus Plastik. Von der Funktionalität ist dieser Becher für uns die beste Kompromisslösung. Viele Bäckereien bieten mittlerweile auch einen Preisnachlass an, wenn du deinen eigenen Becher mitbringst.

Tipp 8: Milchprodukte in Mehrwegglas kaufen

Vermeide Milch in Tetrapacks, kaufe Mehrwegflaschen. Alternativ kannst du dir Milch auch frisch vom Bauern holen. In einigen Supermärkten gibt es bereits Milchzapfstationen. Das ist aber bisher noch selten. Kaufe Joghurt und Sahne im Pfandglas. Milchreis, Gries und Pudding bereite ich selbst zu.

Verschiedene Frischkäse lasse ich mir auf dem Wochenmarkt am Käsestand in mitgebrachte Glasgefäße abfüllen. Am besten eignen sich nach meiner Erfahrung eckige Glasschalen (Werbelink).

Tipp 9: Immer eine Tragetasche dabei haben

Für den geplanten Einkauf habe ich mehrereTragetaschen aus Jute, die besonders stabil sind und sehr lange halten. In meiner Handtasche ist auch immer ein Baumwollbeutel, falls ich einen Spontankauf mache.

unverpackt einkaufen

Auf geht`s zum Einkauf mit eigenen Gefäßen und Jutebeutel
© Anja Blumschein

Tipp 10: Babys Po ohne Feuchttücher waschen

Bei unserem Baby benutzen wir nur Waschlappen und Wasser zum Reinigen des Pos. Wenn es nötig ist, halten wir den Babypo direkt unter fließendes Wasser. Feuchttücher benutzen wir nur unterwegs.

Wasser und Waschlappen anstatt Feuchttücher spart Ressourcen
© Anja Blumschein

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren. Du musst zugeben: Alle diese Tipps kannst du direkt ab heute umsetzen. Alles andere kommt mit der Zeit.

Plastikfrei leben, aber bitte ohne Dogma ;-).

Ich liebe zum Beispiel griechischen Joghurt mit gerösteten Walnüssen und Honig. Den Joghurt bekomme ich leider nur in Plastik. Hier gebe ich mich dem Genuss hin und sage mir, es soll Spaß machen und nicht eine Last sein auf Plastik zu verzichten. Wenn jeder diese 10 Tipps beherzigen würde, wäre schon viel Plastik vermieden.

Ich verlinke dir noch das Rezept für den Schokoladenpudding, den ich gerne koche. Das Rezept ist sehr gut.

Welche Tipps hast du noch? Ich freue mich über deine besten Tipps für ein Leben ohne Plastik. Her damit in den Kommentaren. Und mich interessiert brennend worauf du gar nicht verzichten kannst.

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

6 Kommentare zu Plastikfrei leben: 10 Tipps, die jeder im Alltag umsetzen kann

Reisetipp: Plastikfrei einkaufen in der Markthalle Colmar

Ausspannen. Genießen. Kurzurlaub. Ich war mit meiner kleinen Familie für ein Wochenende in der wunderschönen elsässischen Stadt Colmar in Frankreich. Dort habe ich die traditionelle Markthalle (Marché Couvert) besucht und war begeistert von dem Angebot. Die Markthalle gehört zu den Top Sehenswürdigkeiten in Colmar.

Ausspannen. Genießen. Kurzurlaub. Ich war mit meiner kleinen Familie für ein Wochenende in der wunderschönen elsässischen Stadt Colmar in Frankreich. Dort habe ich die traditionelle Markthalle (Marché Couvert) besucht und war begeistert von dem Angebot. Die Markthalle gehört zu den Top Sehenswürdigkeiten in Colmar.

Colmar ist eine hübsche Stadt mit viel Charme und einer mittelalterlichen Altstadt. Die liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser kannst du bei einem Bummel durch das besonders interessante Petit Venice (Klein-Venedig) bewundern. Dort war auch unsere kleine Ferienwohnung. Vielleicht kommst du bei deinem Spaziergang entlang der Lauch (Fluss in Colmar) mit deren üppigen Blumendekorationen an der Markthalle vorbei. Die tollen Blumenarrangements an Brückengeländern und Straßenlaternen sind mir überall im Elsass begegnet.

Blumendekoration entlang der Lauch (rechts Markthalle Colmar) © R. Kubisch

Fachwerkhäuser Petit Venice © R. Kubisch

© R. Kubisch

Allein die Architektur der Markthalle lohnt für einen Besuch. Die Halle wurde zwischen 1863 bis 1865 von dem Architekten Louis-Michael Boltz aus Ziegelstein und Sandstein gebaut. Jahrzehntelang wurde die Markthalle als Garage für Autos genutzt. Erst dank einer umfassenden Renovierung im Jahr 2010 dient sie heute wieder als Ort an dem Feinschmecker voll auf ihre Kosten kommen.

Markthalle Colmar © R. Kubisch

Neben Biogemüse gibt es viele regionale elsässische Spezialitäten. Wir haben dort kleine Snacks für den Nachmittagsausflug zum Col de la Schlucht, einem 1139 m hohen Pass in den Vogesen, und für unser Abendessen gekauft.

Sehenswerte Deckenkonstruktion in der Markthalle Colmar © R. Kubisch

Plastiktüten habe ich bei den Händlern in der Markthalle keine gesehen. Das Obst und Gemüse wird vom Kunden selbst in Papiertüten oder Körbe gepackt. Auch Nüsse und Gewürze lassen sich in Papiertütchen abfüllen. Ich habe viele Kunden beobachtet, die kleine Baumwollsäckchen oder eigene Körbe dabei hatten, in die dann Tomaten und Kartoffeln gelegt wurden.

© R. Kubisch

In der Reduzierung von Plastiktüten spielt Frankreich eine Vorreiterrolle in Europa. Seit 1. Juli 2016 sind bereits Einkaufstüten aus Plastik verboten. Danach folgte das Verbot von Plastiktüten zum Verpacken für Lebensmittel. In diesem Sinne dürfen seit dem 1. Januar 2017 abseits der Kasse nur noch Verpackungen aus Papier und Stoff oder solche, die biologisch abbaubar sind, ausgelegt werden. Das betrifft vor allem Tüten für Obst und Gemüse, Aufschnitt, Fleisch und Fisch.

Kräuter in der Markthalle © R. Kubisch

Frankreichs Regierung übernimmt noch viel mehr Verantwortung für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. So muss Einweggeschirr bis 2020 biologisch abbaubar sein. Außerdem dürfen unverkaufte Lebensmittel in großen Supermärkten mit einer Ladenfläche ab 400 Quadratmeter nicht mehr weggeworfen werden und müssen einer kariativen Einrichtung gespendet werden. Im Gegensatz zu Frankreich baut Deutschland statt auf ein Gesetz mehr auf Aufklärung, denn die größten Lebensmittelverschwender sind die Verbraucher selbst.

Elsässische Spezialitäten, die mein Herz höher schlagen lassen

Wenn du im Elsass bist, probiere unbedingt den leckeren Käse dort. Besonders der Munster hat es uns angetan. Der Munster wird östlich der Vogesen im Münstertal hergestellt.

Wir haben unseren Munsterkäse in der traditionellen Schaukäserei Maison du Fromage auf dem Weg von Munster nach Gunsbach gekauft. Hier wurde mit viel Liebe zum Detail eine moderne und gut gemachte Ausstellung zum Thema Käseherstellung aufgebaut.

Traditionelle Schaukäserei Maison du Fromage © R. Kubisch

Den Käse haben wir dann nachmittags zusammen mit Baguette genossen. Ein Träumchen! Zum Nachtisch gab es Tarte aux chocolat (französische Schokoladentarte) und Tarte aux pommes (französische Apfeltarte), die wir auch in der Markthalle gekauft haben.

Einkäufe aus der Markthalle © R. Kubisch

Kleiner Käseladen in Colmar  © R. Kubisch

Colmar – eine Stadt zum Verlieben © R. Kubisch

Mehr traditionelle Markthallen wie die in Colmar oder kleine Käseläden wären doch auch bei uns schön, oder? Kennst du ähnliche dauerhafte Markthallen in anderen Ländern, die auf Regionalität, Bio und Nachhaltigkeit setzen? Ich freue mich auf deinen Tipp.

Bitte teile den Beitrag mit deinen Freunden, wenn er dir gefällt.

2 Kommentare zu Reisetipp: Plastikfrei einkaufen in der Markthalle Colmar

Nachhaltige Inspirationen für Kinderkrippe und Kindergarten

Du bist auf der Suche nach einer Checkliste für die Kinderkrippe oder den Kindergarten? Du suchst Inspirationen und nachhaltige Ideen? Mit dieser Liste vergisst du bestimmt nichts mehr.

Du bist auf der Suche nach einer Checkliste für die Kinderkrippe oder den Kindergarten? Du suchst Inspirationen und nachhaltige Ideen? Mit dieser Liste vergisst du bestimmt nichts mehr.

Welche Dinge du brauchst, ist individuell von Einrichtung zu Einrichtung verschieden. Beim Informationsgespräch wirst du bestimmt eine Liste mit benötigten Dingen bekommen.

Hygieneprodukte

In den meisten Kinderkrippen bringst du deine eigenen Hygieneprodukte mit.

Windeln

Ich nutze Windeln von Lillydo, da sie frei von Parfum, Lotion und Farbstoffen sind und mir von der Haptik und dem Design gut gefallen. Im Praxistest haben sich die Windeln bewährt. Aus Nachhaltigkeitsaspekten sind es nicht die besten Windeln (enthalten unter anderem saugstarke Mikroperlen), da gibt es sicher bessere, zum Beispiel Windeln von Naty by Nature oder Stoffwindeln. Lillydo bezeichnet sich trotz OEKO-TEX Standard 100 Zertifizierung auch nicht als Öko-Windelmarke. Im Vergleich zu Pampers etc. sind Lillydo dennoch ökologischer und dazu angenehmer auf der Haut. Die Produktion ist in Europa, die Verpackung ist industriell kompostierbar, die Feuchttücher sind zu 100 % biologisch abbaubar und die Windeln bestehen aus chlorfrei gebleichtem Zellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Ist schon alles nachhaltiger als bei anderen Herstellern. Besonders praktisch finde ich bei den Lillydo Windeln, dass sie im Abonnement monatlich nach Hause geliefert werden und ich online Menge und Größe ändern und jederzeit kündigen kann.

Ein paar wenige Kinderkrippen wickeln auch mit Stoffwindeln.

Erhalte 10 Euro Rabatt auf deine erste Bestellung bei Abschluss eines Lillydo Windelabos (begrenztes Angebot). Einfach den Code A3400C51 bei deiner Bestellung angeben.

Feuchttücher

Zu Hause benutzen wir keine Feuchttücher, sondern waschen mit Mullwaschlappen und Wasser oder bei größeren Verschmutzungen direkt unter dem Wasserhahn. Für unterwegs beziehungsweise die Kinderkrippe empfehle ich die Feuchttücher von Lillydo oder von Naty by Nature (Werbelink). Übrigens diesen tollen Mullwaschlappen aus Bio-Baumwolle habe ich bei einem Dawanda Shop (Lunaciel) bestellt.

Wasser und Waschlappen anstatt Feuchttücher spart Ressourcen
© Anja Blumschein

Wundschutzcreme

Der Babypopo von unserem Kind ist kaum wund. Wenn aber doch einmal eine kleine Stelle zu sehen ist, benutzen wir den Windelbalsam von Ingeborg Stadelmann. Dieser enthält Rohstoffe aus Bioanbau, ist frei von Konservierungsstoffen, Stabilisatoren und anderen Zusatzstoffen (kein Zink!). Das Produkt ist nicht ganz günstig, wirkt aber Wunder und ist sehr ergiebig. Ich würde keine andere Wundcreme mehr nehmen. Leider ist die Creme in einem Plastiktiegel. Ich gehe hier aufgrund des guten Produkts aber den Kompromiss ein.

Umweltfreundliche Brotbox ohne Plastik

Ob du überhaupt eine Brotbox brauchst, hängt davon ab, ob dein Kind eine Ganztagesverpflegung in der Kita bekommt oder eventuell das Frühstück und einen Nachmittagssnack mitbringen muss. Inspirationen für abwechslungsreiche und bunt gestaltete Brotboxfüllungen gibt es zum Beispiel auf der Seite Lunchboxdiary. Mir wäre wichtig, dass nur frische Biolebensmittel in die Brotbox meines Kindes wandern. Außerdem sollen keine verpackten Produkte in die Brotbox kommen, da ich versuche so weit wie möglich auf Verpackungen zu verzichten.

Aufgepasst bei Biokunststoffbrotboxen aus Bambus oder Maisstärke! Wer plastikfrei lebt, möchte möglichst keine Schadstoffe, aber Eltern sollten genau hinsehen: Frei von Bisphenol-A (BPA) bedeutet noch lange nicht schadstofffrei. Angepriesen als reine Ökoware sind in manchen Biokunststoffbrotboxen auch Kunststoffe, unter anderem Melaminharze und Polylactat enthalten. Da die Hersteller diese Brotboxen meist als rein natürlich anpreisen, ist das Verbrauchertäuschung. Problematisch ist der Produktionsgrundstoff des Melaminharzes: Formaldehyd. Dieses wird von der EU als krebsverdächtig eingestuft.

Eine gute Alternative zu Plastikbrotboxen sind Edelstahlbrotboxen. Da gibt es zum Beispiel die ECO Brotbox (Werbelink), die in einem Familienbetrieb in Indien produziert wird. Kinderarbeit ist dort selbstverständlich tabu und den Arbeitern werden faire Löhne gezahlt. Die Box hat an den Seiten Klippverschlüsse, die von den Kindern leicht bedient werden können. Hier kannst du dir ein Video über die Produktion der ECO Brotbox ansehen.

 

Die Edelstahl Brotbox von LunchBots mit 3 Fächern (Werbelink) finde ich auch sehr praktisch, zum Beispiel für Käsewürfel, Gemüsesticks oder Obst.

Geschirrset und Trinkbecher

In einigen Einrichtungen musst du das Geschirrset und einen Trinkbecher mitbringen.

Glas und Porzellangeschirr, sofern erlaubt, sollte frei von Blei und Kadmium sein.

Bei Bioplastik gilt das gleiche wie bei den Brotboxen. Biokunststoff heißt nicht gleich schadstofffrei. Fast immer ist das gefährliche Melamin enthalten. In der Ökotest 02/2016 wurde Kindergeschirr getestet. Getestet wurde vor allem ob die Produkte Melamin oder Formaldehyd abgeben. Das Raupe Nimmersatt Geschirrset war unetr anderem unter den Testsiegern. Fünf getestete Kunststoffalternativen aus Bambus (darunter Hungry Flamingo Set von Zupersozial und Biobu von Ekobo) wurden als nicht verkehrsfähig eingestuft! Ein Bambusset sonderte sogar krebsverdächtiges Formaldehyd in Mengen, die über dem EU-Grenzwert liegen, in heiße Speisen ab.

Besonders schade ist, dass das Beco Feeding Set nicht mehr produziert wird, da es kein Melamin enthalten hat, sondern aus Bambus, Reiskörnern und einem natürlichen Bindemittel (eine Art Harz aus Aminosäuren) bestand (Quelle). Es ist frei von BPA und Phthalaten. Mit ein bisschen Internetrecherche lassen sich noch Restposten bei dem einen oder anderen Shop ergattern. Warum der Hersteller die Produktion eingestellt hat, weiß ich nicht. Der Hersteller heißt jetzt Beco pets statt Beco things, so dass ich vermute, dass er nur noch umweltfreundliche Artikel für Tiere produziert.

Melaminfreies Bioplastikgeschirr: Teller, Schale und Becher aus Bambusabfallprodukten und Spelzen von Reiskörnern mit einem natürlichen Bindemittel
© Anja Blumschein

Ich habe kürzlich noch ein Beco Feeding Set kaufen können. Die Lieferung erfolgte allerdings aus Italien. Zusätzlich habe ich noch eine Babybreischale und -löffel aus Olivenholz (Werbelink). Diese kann ich später auch als Salat- oder Müslischale für das Kind verwenden. Olivenholzprodukte sind nicht für die Spülmaschine geeignet.

Babybreischale und -löffel aus Olivenholz
© Anja Blumschein

Für ältere Kinder eignet sich Besteck aus Edelstahl zum Beispiel das Kinder-Besteckset von Lunchbots (Werbelink).

Für die kleinen Babys, die noch nicht aus einem normalen Becher trinken können empfehle ich statt Schnabeltasse oder anderer Trinklernbecher den Doidy Cup (Werbelink). Dieser ist sowohl BPA als auch PVC frei. Dieser Becher hat zwei Henkel zum Festhalten und durch die schräge Form kann das Kind den Inhalt gut sehen. Eine korrekte Mund- und Kieferentwicklung sowie das gesunde Wachstum der Milchzähne werden unterstützt. Der Becher ist laut Hersteller ab 3 Monate geeignet. Der Kopf muss beim Trinken nicht nach hinten geneigt werden.

Trinkflasche

Als Trinkflasche, die auf den Ausflug oder auf den Spielplatz mitkommt, gefällt mir die Emil Bio Line, Größe 0,3 Liter am besten. Emil, die ökologische Trinkflasche, ist bereits seit 1991 auf dem Markt und wird in Europa hergestellt. Ich bevorzuge Glas, da das Wasser einfach besser schmeckt. Die Emil Flasche hat einen bruchsicheren Thermo-Isolierbecher (aus Polypropylen ohne Weichmacher) um das Glas, so dass auch nichts kaputt gehen kann. Toll ist auch die Individualisierbarkeit der Flasche mit Hilfe der bunten Stofftaschen. Übrigens ist eine Trinkflasche auch für den Hin- und Heimweg sinnvoll.

Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor

Da Babys und Kleinkinder eine größere Hautoberfläche im Verhältnis zur Körpergröße haben, ist es besonders wichtig, dass der Sonnenschutz frei von schädlichen Substanzen ist. Die enthaltenen Schadstoffe werden von der Haut absorbiert und damit in höherem Umfang aufgenommen als bei Erwachsenen. Der beste Sonnenschutz ist immer noch lange Kleidung und eine Kopfbedeckung mit Nackenschutz. Bei Babys unter einem Jahr sollte auch versucht werden ganz auf Sonnenschutzcreme zu verzichten, um die junge Haut nicht unnötig zu beanspruchen.

Laut Ökotest 2015 wurde der Sonnenbalsam LSF 30 Sonnenmichel von Alverde (dm Drogeriemarkt) als einziges Produkt mit sehr gut bewertet und zählt zu den günstigsten Produkten. Mit gut bewertet wurden unter anderem die Bübchen Sensitive Sonnenlotion LSF 50+, die Ladival Sonnenschutzmilch für Kinder 50+ und die Lavera Sun Sensitiv Sonnencreme LSF 30.

Ich benutze aktuell die vegane Sonnencreme von eco cosmetics Baby & Kids neutral (Werbelink) (ebenfalls von Ökotest mit gut bewertet und ohne Parfum), die frei von Konservierungs- und Farbstoffen, Nanopartikeln, PEG und Parabenen ist. Die Produkte von eco Cosmetics bestehen aus rein natürlichen Rohstoffe, viele davon aus Bio-Anbau, sowie Demeter-zertifizierte Öle.

Gummistiefel, Regenjacke und Matschhose

Bei Matschhosen gibt es für die ganz Kleinen auch welche mit Fuß (gesehen bei Hans Natur). Ich empfehle sowohl Regenkleidung als auch Gummistiefel in zweifacher Ausführung anzuschaffen, so dass einmal davon immer im Kindergarten bleibt. PVC freie Regenjacken und Gummistiefel aus synthetischem Kautschuk (Werbelink) gibt es bei dem nachhaltigen Hersteller Kamik, der auch den Zero Waste Gedanken in der Produktion verfolgt.

Regenkleidung und Gummistiefel am besten in zweifacher Ausführung kaufen, einmal für den Kindergarten und einmal für zu Hause
© Peter – Fotolia.com

Wechselkleidung

Die Wechselkleidung sollte vom Body bis zu den Socken eine komplette Garnitur umfassen. Für die schmutzige Kleidung brauchst du noch einen Wäschebeutel. Das kann ein einfacher Baumwollbeutel oder ein wasserfester Beutel (zum Beispiel Permanenttragetasche) sein. Meine Lieblingsökoonlineshops für Baby- und Kinderbekleidung habe ich hier für dich zusammengestellt.

Hausschuhe

Da wirst du sicher auch in einem meiner empfohlenen Ökoonlineshops für Babys und Kinder fündig.

Zahnbürste und Zahncreme

Wenn dein Kind eine Zahnbürste für den Kindergarten braucht, empfehle ich eine aus Bambus, um Plastik zu vermeiden. Bambuszahnbürsten sind kompostierbar. Die Auswahl der Anbieter ist mittlerweile groß und es ist gar nicht so einfach das beste Produkt auf dem Markt zu finden. Am besten nimmst du eine bei der auch die Borsten plastikfrei sind.

Bei der Zahncreme ist entscheidend: Mit oder ohne Fluorid? Ich möchte nicht darüber schreiben, ob Fluorid ja oder nein. Ich denke, es sollte eine Zahncreme sein, die speziell für die Bedürfnisse von kleinen Kindern entwickelt ist, das heißt nicht zu scharf im Geschmack und ohne Farb- und Süßstoffe. Kinderärzte empfehlen die Verwendung fluoridhaltig Zahncreme erst ab einem Alter von 4 Jahren, wenn ein Verschlucken von Zahncreme weitestgehend ausgeschlossen werden kann. Säuglinge und Kleinkinder sollen Fluorid in Form von Tabletten bekommen. Zahnärzte sind da anderer Auffassung. Wenn es nach ihnen geht müssen Kinder fluoridhaltige Zahncreme benutzen. Über die Art der Fluoridaufnahme streiten sich die Experten. Eines ist aber sicher: Niemals Fluoridtabletten verabreichen und fluoridhaltige Zahncreme gleichzeitig benutzen. Ökotest hat im Jahr 2016 Kinderzahnpastas getestet. Die Testsieger findest du hier, darunter zum Beispiel die Elmex Junior. Schreib mir doch gerne in die Kommentare wie du das mit dem Fluorid siehst.

Kuscheltier und Schmusetuch

Schöne schadstofffreie Kuscheltiere gibt es zum Beispiel bei Efie.

Schlafsack

In manchen Einrichtungen musst du einen eigenen Schlafsack mitbringen. Meine Favoriten sind die Schlafsäcke von Lotties und PoPoLiNi Iobio.

Rucksack oder Umhängetasche

Tolle fair produzierte Kindergartenrucksäcke und Kindergartentaschen in verschiedenen Größen findest du bei Affenzahn. Der Affenzahn Kinderrucksack Toni Tiger (Werbelink) und der Affenzahn Kinderrucksack Timmy Tiger (Werbelink) sind meine Favoriten. Ich kann mich nicht entscheiden: Welchen würdest du nehmen?

Wer es nicht so verspielt mag, dem möchte ich die Vaude Kinderrucksäcke ans Herz legen. Vaude setzt sich für faire Arbeitsbedingungen und Umweltschutz ein.

Habe ich etwas Wichtiges in der Checkliste vergessen? Schreib mir bitte einen Kommentar.

Bitte teile den Beitrag mit deinen Freunden, wenn er dir gefällt.

2 Kommentare zu Nachhaltige Inspirationen für Kinderkrippe und Kindergarten

Zero Waste: Neo-Ökologische Nische oder mehr als nur ein Ökotrend?

Aus bestehenden Business-Strategien wie Bio-Produkten, Fair Trade, Cradle-to-Cradle und Sharing Economy entwickelte sich mit Zero Waste ein weiterer Ansatz nachhaltigen Konsumierens.

Aus bestehenden Business-Strategien wie Bio-Produkten, Fair Trade, Cradle-to-Cradle und Sharing Economy entwickelte sich mit Zero Waste ein weiterer Ansatz nachhaltigen Konsumierens.

Körperseife und festes Shampoo statt Duschgel aus der Plastikverpackung, wiederverwendbare Baumwollbeutel für Obst und Gemüse statt Plastiktüten, selbstgemachte Zahnpasta, Bambuszahnbürste und Menstruationstasse statt Tampons – das sind nur einige Schlagworte für den noch jungen Ökotrend Zero Waste.

Zero Waste ist ein Trend der Neo-Ökologie und die Weiterführung des Cradle-to-Cradle Konzepts, ein Wirtschaftssystem ohne Abfall. Neo-Ökologie umfasst laut Zukunftsinstitut dabei nicht nur die klassischen ökologischen Themen, sondern auch die sozio-ökologischen Folgen unseres Handelns. Es ist immer mehr eine Ökonomisierung einst rein moralischer, ethischer oder ökologischer Fragen zu beobachten.

Precycling – Upcycling – Recycling

Den Cradle-to-Cradle Ansatz von Chemiker Michael Braungart und Architekt William McDonough gibt es schon seit mehr als 15 Jahren, doch schon lange sind nicht mehr nur Recycling oder Upcycling von Bedeutung. Jetzt wird Precycling, also erst gar keinen Müll entstehen zu lassen, ein zunehmend wichtiges Thema auf den Konsummärkten.

Restaurant ohne Müll

In Brighton (Großbritannien) gibt es seit 2014 ein Zero Waste Restaurant, das Silo, in dem alles darauf ausgerichtet ist keinen Müll zu produzieren. Gleichzeitig ist es auch Bäckerei, Rösterei und Brauerei. Gegründet wurde es von Doug McMaster, der zuvor 2012 „Silo by Joost“, das erste Zero Waste Restaurant in Melbourne ins Leben gerufen hatte. Gekocht wird im Silo regional-saisonal. Getränke werden in recycelten Marmeladengläsern serviert. Muss ich mir unbedingt merken und auch ausprobieren. Die Inneneinrichtung besteht komplett aus recycelbaren Materialien. Kernstück des Restaurants ist ein Schnellkomposter, der die biologischen Abfälle innerhalb von 24 Stunden in Kompost umwandelt. Klingt super.

Warum gibt es das (noch) nicht bei uns? Oder weiter gedacht: Warum können nicht alle Restaurants und Bars Zero Waste Ansätze wie die des Silos integrieren? Bisher kann ich in Deutschland wohl nicht mehr tun als meinen eigenen plastikfreien Glas- oder Edelstahltrinkhalm mit ins Restaurant nehmen, um wenigstens den Milchshake Zero Waste zu schlürfen.

Umdenken bei Verbrauchern

Verbraucher achten auch vermehrt darauf wie Konsumgüter hergestellt werden. So sinkt zum Beispiel die Akzeptanz von industriell verarbeiteten Produkten auf dem Foodmarkt immer mehr.

Auch mit dem To-Go Lifestyle sind viele Verbraucher nicht mehr einverstanden, denn dieser kostet viel Energie bei der Produktion. Beispielsweise entspricht der Energieverbrauch für die geschätzten 2,8 Milliarden Coffee-To-Go-Becher, die deutschlandweit jährlich im Müll landen, dem jährlichen Strombedarf einer Stadt mit 100.000 Einwohnern (Deutsche Umwelthilfe). Immer mehr Coffee-To-Go-Anbieter erlauben das Mitbringen eigener wiederverwendbarer Thermobecher. Einige gewähren sogar einen Preisnachlass.

Zero Waste Coffee

Thermobecher für den Coffee-To-Go sind umweltfreundlich
© Everest – Fotolia.com

Mit einer erhöhten Sensibilität für Ressourcenverschwendung möchten Verbraucher sich aus umweltschädlichen Systemen ausklinken.

Zero Waste Pionierin Bea Johnson und Bloggerin Shia vom Blog Wasteland Rebel leben es vor. Ihr Restmüll eines ganzen Jahres passt in ein kleines Schraubglas. Von Skeptikern kritisiert werden die beiden, weil sie auf den ersten Blick utopische Vorstellungen verkaufen. Auch bei den radikalen Zero Waste Verfechtern fällt Müll an, allerdings fast nur Müll, der recycelt oder kompostiert werden kann. Nichtsdestotrotz ist das ökologische Engagement und das was jede(r) theoretisch erreichen könnte, wenn sie(er) so leben würde wie die beiden, lobenswert und alles andere als negativ kritisierbar.

Anzahl der Unverpackt-Läden steigt

Das Einkaufen ohne Verpackungen begann in Deutschland 2014 mit dem Unverpackt Kiel und Original Unverpackt in Berlin. Europäisches Vorbild war das Unpacked in London. Heute gibt es mehr als 50 Unverpackt-Läden in Deutschland. Während die Idee des verpackungslosen Einkaufens bei uns erst in den letzten Jahren an Zustimmung gewann, gab es in den USA schon lange Bulkstores, wo die Verbraucher sich die losen Lebensmittel aus Bulks in mitgebrachte Behälter abfüllen können.

Verpackungswahnsinn im Onlinehandel 

Neben dem Foodmarkt bietet der Onlinehandel ein großes Potential für Zero-Waste-Konzepte. Laut einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney gehört Deutschland zu den fünf wachstumsstärksten Märkten für Onlinegeschäfte. Der gestiegene Onlinehandel lässt sich auch am aktuell steigenden Konzernergebnis der Deutschen Post erkennen. Mit steigenden Paketzahlen wachsen auch die Verpackungsberge. Eine wunderbare Zero Waste Lösung für den Verpackungswahnsinn im Onlinehandel bietet seit 2014 das Unternehmen RePack aus Finnland.

© RePack

Das ist aber bisher leider nicht sonderlich bekannt oder akzeptiert. RePack stellt recycelbare Verpackungen her, die bis zu 20-mal wiederverwendet werden können. Die erhaltene Verpackung wird dann gefaltet wieder in einen Briefkasten gesteckt und kostenfrei an den Absender geschickt

© RePack

Natural Branding: Laser-Logo für Obst und Gemüse

Bioprodukte und Zero Waste scheinen bisher kaum vereinbar und wenn nur in reinen Bioläden. Das „Natural Branding“, bei dem das Bio-Siegel mittels Laser auf das Obst und Gemüse aufgebracht wird, könnte die Plastikverpackungen im konventionellen Handel ersetzen. Seit März 2017 ist es in Filialen von Penny und Rewe in Nordrhein-Westfalen im Test. Es ist noch nicht klar, wann und ob sich das überall durchsetzt. Unklar ist auch die Akzeptanz beim Verbraucher. Schädlich ist es nicht, denn es werden mittels eines Lasers lediglich die Pigmente der äußersten Schalenschicht abgetragen. In Neuseeland und Australien gibt es diese Methode schon seit 2009.

Mehr Mehrweg?

Es wäre zudem wünschenswert, wenn es eine größere Auswahl an Mehrwegprodukten in Supermärkten oder auch Discountern gäbe. Bisher lassen sich nur Milch, Sahne und Joghurt Zero Waste einkaufen und das auch nicht überall. Das geringe Angebot an Mehrwegglas im Kühlregal lässt sich möglicherweise auf logistische Gründe zurückführen. Der Transport von Produkten in Mehrwegglas braucht mehr Kraftstoff, unter Umständen sind mehr Transporte nötig und auch die Leerguttransporte müssen mitberücksichtigt werden. Da bleibt zu überlegen, ob der ökologische Nutzen dann noch gegeben ist.

Ist ein Leben komplett ohne Müll möglich?

Nein. Zero Waste ist im Alltag nicht immer realisierbar, teilweise mit Verzicht und Aufwand verbunden und auch (noch) nicht für jeden alltagstauglich. Wir müssen uns auf keinen Fall schlecht fühlen, wenn es nur Less Waste und Less Plastic ist. Jeder Schritt ist ein Schritt zu mehr ökologischem Bewusstsein.

Zusammengefasst: Auch wenn die selbstgemachte Zahnpasta oder die Menstruationstasse nichts für dich ist, kannst du trotzdem in deinem Alltag eine erhebliche Menge Müll reduzieren und leistest somit einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz. Seinen eigenen Konsum kritisch hinterfragen kann jeder. Denk immer daran: Die Herstellung neuer Produkte und somit auch Verpackungen kostet wertvolle Ressourcen wie Energie, Wasser und Rohstoffe.

Vorsicht! Zero Waste als Marketingstrategie

Leider wird Zero Waste von Unternehmen immer häufiger auch als öffentlichkeitswirksame Marketingstrategie genutzt, um Nachhaltigkeit zu demonstrieren. Das bedeutet, immer achtsam sein und prüfen, ob das Unternehmen auf einem ganzheitlichen Niveau nachhaltig ist. Einige Produkte, die eine Cradle-to-Cradle Zertifizierung haben, das heißt die vollständig wiederverwertbar oder in deren Bestandteile zerlegbar sind, findest du zum Beispiel in dem Onlineshop cradlelution.

Starke Argumente für einen (plastikfreien) Zero Waste Lifestyle

Minimalismus: Das Bewusstsein für das Notwendige wird gestärkt. Es macht Spaß Zero Waste zu leben und auf Produkte bewusst zu verzichten, weil du merkst, dass du diese nicht vermisst.

Gesundheit: Der Verzicht auf Plastik ist gut für deine Gesundheit, denn die in Plastik enthaltenen Schadstoffe (Bisphenol A, Phthalate und Flammschutzmittel) sind krebserregend und zum Teil hormonwirksam. In meinem Beitrag über Plastik vermeiden erfährst du mehr über die Schadstoffe und deren Wirkung.

Vorbild: Je mehr Menschen eine ökologische Lebensweise ausprobieren und befürworten, desto mehr setzen wir Hersteller unter Druck nachhaltige Produkte auf den Markt zu bringen und die Unternehmenskultur zu überdenken.

Auch wenn es den einen oder anderen Kritiker gibt, glaube ich weiterhin an Zero Waste und den Cradle-to-Cradle Ansatz und hoffe, dass noch mehr Menschen und vor allem Unternehmen diesen neo-ökologischen Trends folgen. Zukünftig wird ein verantwortungsvolles Wirtschaften, das Rücksicht auf die Ressourcen der Natur und des Menschens nimmt, im Vordergrund stehen.

Umwelt-Mantra für den Monat September

Cradle-to-Cradle und Zero Waste sind ökoeffektive Trend-Konzepte, die den Gedanken der Kreislaufführung beziehungsweise des Precyclings verfolgen und zukunftsweisend sind. Eine völlig müllfreie Welt ist Utopie, aber dank der Zero-Waste und Cradle-to-Cradle Bewegung kann das Bewusstsein für langlebige Produkte und nachhaltige Verpackungskonzepte weltweit gestärkt und weiterentwickelt werden. Less Waste, less Worries!

 

Weiterführende Informationen

Auf dem Blog Wasteland Rebel findest du eine umfangreiche Liste von Unverpackt-Läden.

Jetzt bist du gefragt: Hat die Zero-Waste und Cradle-to-Cradle Bewegung Zukunft und wie kann eine breitere Masse der Gesellschaft mit Ökotrends erreicht werden? Lebst du selber Zero Waste? Schreib es mir in deinem Kommentar. Ich freue mich auf deine Meinung und deine Erfahrungen.

Titelbild: © Umweltgedanken

Bitte teile den Beitrag, wenn er dir gefällt.

4 Kommentare zu Zero Waste: Neo-Ökologische Nische oder mehr als nur ein Ökotrend?

Mit diesen Tipps gelingt das Einfrieren ohne Plastik

Das gute selbstgebackene Brot einfrieren? Oder die übriggebliebene Suppe? Oft habe ich mich gefragt wie ich das ohne Plastikgefäße oder Gefriertüte machen soll? In diesem Beitrag findest du brauchbare Tipps, damit es in Zukunft auch bei dir mit dem plastikfreien Einfrieren klappt.

Das gute selbstgebackene Brot einfrieren? Oder die übriggebliebene Suppe? Oft habe ich mich gefragt wie ich das ohne Plastikgefäße oder Gefriertüte machen soll? In diesem Beitrag findest du brauchbare Tipps, damit es in Zukunft auch bei dir mit dem plastikfreien Einfrieren klappt.

Brot und Brötchen plastikfrei einfrieren mit Papier und Stoff

Brot kannst du in Papier oder Stofftücher (alte Bettlaken, Tischdecken, Geschirrtücher) einschlagen. Frische Brötchen lassen sich auch in den Papiertüten vom Bäcker einfrieren.

Wenn du Papier nimmst, solltest du das Gefriergut beim Auftauen vorher aus dem Papier nehmen und das Brot oder die Brötchen gegebenenfalls im Backofen kurz aufbacken. Du kannst auch Leinen- oder Baumwollbeutel zum Einfrieren verwenden. Bei allen Varianten würde ich das Gefriergut nicht über lange Zeit einfrieren, ein paar Monate sind aber möglich.

Achtung Glasbruch: Flüssigkeiten in Glasgefäßen nicht bis oben auffüllen

Einmachglas eignet sich zum Einfrieren von Flüssigkeiten. Achte darauf, dass du Flüssigkeiten nicht komplett bis oben auffüllst, sonst könnte das Glas aufgrund der Ausdehnung von der Flüssigkeit platzen. Im Gegensatz zu stückigem Gefriergut, wie zum Beispiel Erbsen oder Bohnen, sind bei Flüssigkeiten keine Hohlräume vorhanden, so dass sich das Gefriergut nicht ausdehnen kann. Deswegen sollte jedes Glas nur zu dreiviertel gefüllt werden und stehend gefrieren.

Weiter Öffnungsquerschnitt reduziert den Druck auf die Glaswände

Besonderen Einfluss hat der Querschnitt des Glases im Verhältnis zum Volumen. Vermeide daher schmale hohe Gläser und verwende am besten Gläser mit weiten Öffnungen, so dass der Druck auf die Glaswände geringer ist.

Wichtig: Lasse erhitzte Speisen erst erkalten bevor du sie ins Tiefkühlfach gibst.

Auch frische Kräuter kannst du in Einmachgläsern einfrieren. Lediglich das Platzproblem ist nervig, denn runde Gläser lassen sich schlechter stapeln als eckige Formen.

In Schraubgläsern kannst du Gemüse, Apfelmus, Kräuter, Obst und anderes einfrieren. Das Glas in den Gefrierschrank stellen, den Deckel nur locker auflegen bis der Inhalt am Tag darauf gefroren ist und dann erst fest zuschrauben.

Im Prinzip eignen sich alle Gläser von Marmeladen oder Konserven mit Schraubverschluss. Einmachgläser sind aber besonders hitzestabil und halten Spannungen besonders gut aus.

Bioplastik ist frei von Bisphenol-A und Phthalaten, aber nicht die umweltfreundlichste Alternative

Gefriersichere Biokunststoffbehälter gibt es zum Beispiel von ajaa. Diese sind ohne Bisphenol-A und bestehen zu 100 % aus dem nachwachsenden Rohstoff und Biopolymer Zucker. Es gibt die Dosen in unterschiedlichen Volumina. Das Platzproblem wird durch solche Dosen geringer, da eckige Formen besser sind als runde Gläser. Ich habe selbst eine Dose des Herstellers und bin zufrieden.

Rohes Fleisch luftdicht einfrieren oder vorher kochen

Rohes Fleisch würde ich nur äußerst luftdicht einfrieren. Ich habe bisher noch keine Erfahrungen mit Einmachgläsern gemacht. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du das Fleisch vorher zubereitest und dann erst einfrierst. Wer das nicht möchte, kann Fleisch frisch kaufen und direkt zubereiten und verzehren.

Für diejenigen, die Fleisch in großen Mengen zur Selbstversorgung einfrieren, eignen sich vermutlich nur Bioplastiktüten, da diese sich vakuumdicht verschließen lassen. Da gibt es zum Beispiel die in Österreich produzierten Bio-Gefrierbeutel von NaKu, die laut Hersteller innerhalb weniger Wochen im Kompost verrotten. Ich würde mich über eure Erfahrungen darüber sehr freuen.

Kräuter und Bratenfond lassen sich in Eiswürfelbehältern vorportionieren

Selbst gekochter, konzentrierter Bratenfond und Kräuter lassen sich auch super in Eiswürfelbehälter einfrieren, ebenso Spinat. Bei den Kräutern kommt noch etwas Wasser dazu. Wenn die Portionen tiefgefroren sind, kannst du diese herauslösen und direkt verwenden. Bei größeren Mengen empfehle ich die gefrorenen Portionen in ein Glasgefäß umzufüllen und schnell wieder einzufrieren. Dann kannst du aus dem Gefäß immer die gewünschte Menge entnehmen. Eiswürfelformen gibt es plastikfrei.

Wiederverwendbare Kühlsteine aus Edelstahl und Speckstein für Cocktails und Longdrinks

Bei der Recherche bin ich noch auf wiederverwendbaren Eiswürfel aus Edelstahl gestoßen. Vielleicht eine nachhaltige Alternative für Getränke? Es gibt diese wiederverwendbaren Kühlsteine auch aus Speckstein. Schöner Nebeneffekt: Es verwässert dein Getränk nicht.

Hast du noch Tipps für das gelingsichere plastikfreie Einfrieren? Habe ich etwas vergessen? Her damit in den Kommentaren!

Der Beitrag enthält Affiliatelinks, die als solche auch gekennzeichnet sind.

Noch mehr Tipps für ein plastikfreies Leben bekommst du in dem Buch Besser leben ohne Plastik (Werbelink) von Anneliese Bunk und Nadine Schubert oder hier auf Umweltgedanken.

Titelbild: © Adriana Nikolova – Fotolia.com

Bitte teile den Beitrag mit deinen Freunden, wenn er dir gefällt.

2 Kommentare zu Mit diesen Tipps gelingt das Einfrieren ohne Plastik

Plastikfrei leben – Kleine Schritte führen zum Erfolg

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe.

Heute will ich dir erzählen welche Schritte ich auf dem Weg zu einem plastikfreien Leben schon geschafft habe. Mein plastikfreies (-armes) Leben begann etwa Mitte 2015. Und du wirst überrascht sein: Ich habe noch lange nicht alles umgesetzt was ich mir vorgenommen habe. Immer wieder gibt es auch Tage an denen ich mich erwische und gegen meine eigenen Prinzipien arbeite.

„Ich kann mir kein seligeres Wissen denken, als dieses Eine: dass man ein Beginner werden muss. Einer, der das erste Wort schreibt hinter einen jahrhundertelangen Gedankenstrich.“ (Zitat von Rainer Maria Rilke, eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker, 1875-1926)

Um dir einen Überblick zu geben was ich schon alles erreicht habe, erzähle ich dir jetzt meine Erfolgserlebnisse in Bezug auf ein plastikfreies Leben. Zudem erfährst du auch meine nächsten Vorhaben für den kommenden Monat.

Als erstes ist es wichtig, dass du weißt: Vergiss den Spaß am Leben nicht! Plastikfrei zu leben ist keine dogmatische Einstellung. Mit jedem kleinen Schritt können wir etwas für unsere Umwelt und unsere Gesundheit tun.

Wie alles bei mir begann…

Zuerst habe ich keine abgepackten Lebensmittel mehr gekauft. Meine Milch und meine Schlagsahne kaufe ich seit Beginn meines Experiments nur noch in Mehrwegflaschen. Auf alles andere habe ich meistens verzichtet.

Wenn ich einen Kuchen backen wollte und mir ein oder zwei Zutaten fehlten, die ich nur abgepackt bekomme, dann habe ich diese gelegentlich gekauft, zum Beispiel Schmand. Du siehst also, dass der Spaß am Leben trotz plastikfreiem Lebensstil immer noch bestehen bleiben sollte, sonst wird es anstrengend und macht keine Freude mehr.

Obst und Gemüse kaufe ich verpackungsfrei. Leider nicht immer in Bioqualität. Ich lege die Produkte lose in meinen Einkaufskorb und einzeln auf das Band an der Kasse. In meinem Supermarkt habe ich vor kurzem ausprobiert lose Kartoffeln in einem mitgebrachten Leinenbeutel zu kaufen. Es hat funktioniert.

Plastikfrei leben

GOTS zertifizierter Leinenbeutel aus Biobaumwolle

Grundnahrungsmittel wie Reis und Nudeln kaufe ich seit diesem Sommer lose aus dem Biounverpackt Wiesbaden. Ich habe mir dafür von Weck Gläser in verschiedenen Größen gekauft. Muskatnuss habe ich dort auch schon lose gekauft. Vorher habe ich auf Reis meistens verzichtet. Nudeln habe ich damals noch von Barilla gekauft, da diese in Pappkartons angeboten werden.

Weniger oder gar keine tierischen Produkte zu konsumieren erleichtert ein plastikfreies Leben

Vor meinem Umzug in ein anderes Stadtviertel war ich oft bei einem kleinen Metzger um die Ecke, um meine Wurst und Fleisch zu kaufen. Dort wurden mir die Produkte in meine selbst mitgebrachten Gefäße gepackt. Leider komme ich seit meinem Umzug nicht mehr so häufig dort vorbei. Längere Diskussionen an der Supermarkt-Frischetheke kenne ich seitdem zu genüge.

Es ist schwierig jedes Mal die Verkäuferin davon zu überzeugen die Wurst in eine Papiertüte ohne die mit Kunststoff beschichtete Papierfolie zu legen. In meinem Haushalt gibt es daher viel weniger tierische Produkte. Ich lebe nicht 100 % vegetarisch, aber versuche oft vegetarische Tage einzulegen. Meinen Freund kann ich auch langsam davon überzeugen.

Ganzheitlich auf die Konsumgewohnheiten achten

Da ich nicht nur plastikfrei zu leben versuche, sondern ganzheitlich auf meine Ernährung achte, kaufe ich die meisten Produkte im Supermarkt gar nicht mehr. Ganz zum Anfang als ich meinen Blog begonnen habe, war für mich das Thema auf Palmöl zu verzichten ganz groß: Das habe ich geschafft. In unserem Haushalt finden sich keine Produkte, die Palmöl enthalten. Du kannst einmal den Selbstversuch starten und genau auf die Zutatenliste achten. Dann wird dir schnell auffallen, dass viele Produkte Palmöl enthalten. Warum du besser keine Palmöl-Produkte kaufen solltest, kannst du hier nachlesen.

Um eine ganzheitliche ökologische Lebensweise zu fokussieren, hilft mir auch immer wieder Yoga und Meditation. Lies hierzu am besten meine Beiträge Green Yoga: Öko-Yogische Prinzipien für den Alltag und Green Yoga – ein nachhaltiges Lebensmodell.

Ein guter und einfacher Anfang: Einführung plastikfreier Alternativen im Badezimmer

Meine Allzweckreinigerflasche fülle ich aus einem großen Kanister im Biounverpackt Wiesbaden wieder auf. Das spart Abfall. Als nächsten Schritt möchte ich mein Handspülmittel und das Geschirrspülreinigerpulver aus dem Biounverpackt Wiesbaden ausprobieren.

Die Seife an meinem Waschbecken ist schon lange keine Flüssigseife mehr, sondern ein einfaches Seifenstück von Weleda. Das war zum Beispiel einer meiner ersten Schritte.

Ich kaufe seit diesem Sommer meine Körperseife und mein Shampoo-Bar (Shampoo in fester Form) ohne Verpackung im Biounverpackt Wiesbaden. Dieser Schritt von Duschgel und Shampoo in Verpackung hin zu einer verpackungsfreien Variante hat bei mir sehr lange gedauert. Immer wieder habe ich überlegt, ob ich damit zu recht komme, anstatt es endlich zu tun.

Plastikfrei leben

Shampoo-Bar (Kornblume-Zitrone-Salbei) und Calendula-Körperseife

Jetzt fühle ich mich wohl damit und würde nie wieder umsteigen. Meiner Haut und meinen Haaren geht es seitdem auch viel besser, weil in den Produkten keine schädlichen Substanzen enthalten sind. Die Produkte sind in Bioqualität.

Wenn ich eine Haarkur machen möchte, benutze ich ein selbstgemachtes Roggenmehl-Shampoo. Als Shampoo kann ich es mir nicht für jeden Tag vorstellen, da ich das Gefühl von Schaum vermisst habe und meine Haare sich auf Dauer nicht so sauber angefühlt haben, aber als reichhaltige Haarkur ist es wunderbar. Im nächsten Schritt möchte ich ein selbstgemachtes Zahnputzpulver ausprobieren.

Waschmittel aus Kastanien überzeugt mich im Alltag nicht

Diesen Monat habe ich Waschpulver aus Kastanien hergestellt. Das Rezept findest du in meinem Beitrag Die besten Tipps für ein gelingsicheres natürliches Waschmittel aus Kastanien. Als Dauerlösung kommt es für mich nicht in Frage, zum einen aufgrund des großen Herstellungsaufwandes und zum anderen bin ich bei stark verschmutzter Kleidung nicht besonders von der Reinigungswirkung überzeugt. Das Ausprobieren lohnt sich trotzdem und macht viel Spaß.

Kastanien Waschmittel

Waschmittelpulver aus Kastanien – natürlich, verpackungsfrei und ohne Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe

Nachhaltige Verpackungslösungen im Kosmetikbereich

Als nächstes werde ich mir meine Kosmetikprodukte vornehmen und schrittweise durch nachhaltige und verpackungsarme Varianten ersetzen. Überzeugt haben mich dabei die tollen ökologischen Produkte von ZAO. Du kaufst zum Beispiel einmal dein Puder oder deinen Lippenstift und kannst die Packung immer wieder auffüllen. In einem Beitrag über meine Wochenlieblinge habe ich dir diese Produkte von ZAO schon einmal vorgestellt. Ich benutze nicht so viele Produkte, das heißt ich brauche eine Abdeckcreme, Lippenstift, Puder und Wimperntusche und das auch nicht in tausend Variationen.

ZAO Matt Lipstick 462 old pink altrosa rosa-rot Lippenstift, in nachfüllbarer Bambus-Dose (bio, Ecocert, Cosmebio, Naturkosmetik) *

Restmüll braucht keine Plastiktüte

Meinen Restmüll lege ich in einen mit Zeitung ausgekleideten Mülleimer, so dass ich hier auch Plastik spare.

Lebensmittel nicht in Plastikdosen lagern

Schon seit 2015 lagere ich meine Lebensmittel nicht mehr in Plastikdosen. Das hat für mich hauptsächlich gesundheitliche Gründe. In den meisten Plastikdosen ist BPA (Bisphenol-A) enthalten. Ich hatte einige davon zu Hause und habe das meiste bei einem Umzug 2015 verschenkt.

Meine Küche ist im Prinzip bis auf ein paar Kleinigkeiten (Pürierstab, Wasserkocher, Sparschäler, Kaffeemühle) plastikfrei. Yippie!

Um meine Lebensmittel im Kühlschrank zu lagern, benutze ich häufig Gläser von Weck oder Keramikschalen. Da ich auf Aluminiumfolie oder Frischhaltefolie verzichten möchte, nehme ich oft einen Frühstücksteller zum Abdecken. Nachhaltige Alternativen zum Frischhalten findest du hier.

Noch ein Tipp, der nicht unbedingt für das plastikfreie Leben wichtig ist: Ich mache meine Säfte oder Smoothies mittlerweile alle selbst. Du brauchst einen Mixer oder einen guten Pürierstab und Obst oder Gemüse deiner Wahl. Meine Lieblingssmoothies sind zur Zeit: Orange-Banane-Mango-Ingwer Smoothie (sehr gesund besonders in der kalten Jahreszeit, wo wir zu Erkältungen neigen) und Avocado-Schoko-Shake (kenne ich aus Indonesien und ich liebe es).

Zusammengefasst ist das Leben ohne Plastik gar nicht so schwer. Es dauert etwas Zeit bis du alle Möglichkeiten erkannt hast, um dein Leben plastikfrei zu gestalten. Wichtig war und ist mir immer noch: Lass dich nicht stressen von den einschlägigen Gruppen in den sozialen Medien oder deinen Mitmenschen und sei stolz auf das was du bis jetzt geschafft hast.

Schreib deine Erfolge am besten auf einem Blatt Papier und du wirst merken, dass du schon viel erreicht hast. So habe ich es auch gemacht. Das Ergebnis hast du gerade gelesen.

Mein Umwelt-Mantra für den Monat Oktober

Mit kleinen Schritten erreiche ich mein Ziel plastikfrei und gesund zu leben!

Schreib jetzt auf was du schon erreicht hast und was du im nächsten Monat erreichen möchtest.

Warte nicht zu lange, sondern mache es genau jetzt. Sonst vergisst du es wieder. Sei dir bewusst, dass gute Dinge Zeit brauchen und du es schaffen kannst. Kleine Schritte und Erfolge sind besser als gar nichts zu tun und nur darüber zu reden.

Schreib mir in den Kommentaren wie dir der Beitrag gefällt und was du schon erreicht hast. Mich interessiert auch was du bei der Umstellung auf eine plastikfreie und gesunde Lebensweise schwierig findest.

Halte durch und verliere nicht den Spaß am plastikfreien Leben!

Dieser Beitrag enthält einen Affiliate Link (gekennzeichnet mit einem *). Wenn du über diesen Link etwas bestellst, werde ich prozentual daran beteiligt. Es entstehen für dich keine weiteren Kosten.

Bitte teile den Beitrag mit deinen Freunden, wenn er dir gefällt.

9 Kommentare zu Plastikfrei leben – Kleine Schritte führen zum Erfolg

Wie mein Weg des bewussten Lebens begann

Der Verzicht auf Plastik in meinem Leben ist ein Weg von vielen, um umweltfreundlich und gesund zu leben. Warum die Reduzierung deines Plastikkonsums wichtig für dich und deine Umwelt ist, erzähle ich dir in diesem besonderen Beitrag.

Der Verzicht auf Plastik in meinem Leben ist ein Weg von vielen, um umweltfreundlich und gesund zu leben. Warum die Reduzierung deines Plastikkonsums wichtig für dich und deine Umwelt ist, erzähle ich dir in diesem besonderen Beitrag. Anschließend verrate ich dir mein persönliches Umwelt-Mantra. Ab heute bekommst du hier auf Umweltgedanken jeden Monat ein Umwelt-Mantra, dass dich auf deinem Weg zu einem bewussten und nachhaltigen Leben begleiten kann.

Was ist ein Mantra, fragst du dich jetzt?

Mantra bedeutet Geistprojektion. Das Mantra entfaltet seine Wirkung durch das Hören und Sprechen bzw. Singen. Du musst es aber nicht singen, wenn du nicht möchtest. Mit einem Mantra können Informationen in Form eines Rituals in das Bewusstsein des Geistes transportiert werden. Es hilft den Geist auszurichten und produziert einen veränderten Bewusstseinszustand, welches das Muster des Gedankenflusses einstellt.

Du kannst dein Mantra zum Beispiel bei deiner Meditation sprechen oder es dir präsent an einen Ort hinhängen, damit du es immer wieder siehst. Die Wiederholung bewirkt eine Vertiefung der Erfahrung. Klänge oder Rhythmen können dich bei der Meditation unterstützen, so dass du dir dein Mantra besser einprägst.

Warum du auf dem Weg zu einem nachhaltigen und gesunden Leben mit der Reduzierung deines Plastikkonsums auf jeden Fall beginnen solltest, erzähle ich dir jetzt.

 

Ohne Plastik ist dein Leben gesünder

Plastik enthält unter anderem Weichmacher, Bisphenol A und Flammschutzmittel. Die Chemikalie Bisphenol A mit der Abkürzung BPA ist nachweislich ein Hormongift, erbgutschädigend und gilt als krebserregend. Das heißt, es wirkt wie andere endokrine Substanzen schädlich auf unseren Organismus ein. Mehr Informationen zu Bisphenol A kannst du in meinem ersten Beitrag auf Umweltgedanken nachlesen.

 

Weniger Plastikkonsum bedeutet weniger Müll

Jedes Jahr gelangen nach Angaben des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) über 6 Millionen Tonnen Müll in die Meere. Plastik ist langlebig – es dauert je nach Kunststoffart bis zu 450 Jahre bis es sich zersetzt.

Besonders kritisch für unser Ökosystem ist das sogenannte Mikroplastik. Nach Angaben des Umweltbundesamtes kommen im nordwestlichen Mittelmeer auf zwei Planktontierchen ein Teilchen Mikroplastik. Schwer abbaubare Schadstoffe wie Pestizide oder PCB (Polychlorierte Biphenyle) binden sich zudem an die Mikroplastikteilchen und gelangen in den Organismus der Meerestiere. Über den Fisch oder die Meeresfrüchte, die wir konsumieren, gelangen diese in unseren Körper.

 

Meerestiere und Vögel können durch die Aufnahme von Plastikteilchen sterben

Fische, Vögel, Schildkröten und Robben verfangen sich im Plastik oder verschlucken es, weil sie es mit Nahrung verwechseln. Studien zufolge haben fast alle der untersuchten Nordseevögel Plastik im Magen.

Selbst in unbewohnten Regionen, wie einigen pazifischen Archipelen, finden sich die Zeichen unserer Wegwerfgesellschaft.

Vor allem in Ländern, in denen es keine Müllverwertung gibt und die Abfälle auf Deponien, in Flüsse und das Meer gelangen, sind die Auswirkungen des gestiegenen Plastikkonsums auf die Umwelt gravierend.

 

Es geht auch ohne Verpackungen!

Plastik ist ein synthetisches Produkt der Industriegesellschaft. Kunststoffe werden erst seit 1907 industriell hergestellt, so das Umweltbundesamt. Der Chemiker Ernst Richard Escales vergab im Jahr 1910 erstmals den Namen Kunststoff.

In Deutschland werden jedes Jahr 14 Millionen Tonnen Verpackungen verbraucht. Etwa 40 % davon bestehen aus Kunststoff. Seit dem Bewusstsein, dass Plastikverpackungen schlecht für die Umwelt sind, gibt es immer mehr biobasierte Alternativen auf dem Markt. Als Biomasse für Biokunststoffverpackungen sind Mais, Kartoffeln, Zuckerrohr, Zuckerrüben und Bambus relevant.

Der BUND empfiehlt, generell auf Plastiktüten oder Verpackungen zu verzichten, egal ob diese aus Bioplastik oder aus herkömmlichen Kunststoffen hergestellt wurden, denn Biokunststoffe haben momentan keine bedeutenden Vorteile gegenüber Plastik auf Erdölbasis.

Deshalb will ich gar keine Verpackungen mehr konsumieren. Auch Verpackungen aus Papier sind ökologisch nicht besser, meist ist die Ökobilanz noch schlechter.

Vielleicht ist es nicht immer umzusetzen, aber ich stelle mir einfach vor, dass es Kunststoffe früher auch nicht gab und versuche danach zu leben. Ich möchte wenig Müll produzieren und meinem Körper bewusst nicht den Risiken, die durch die Verpackungen entstehen, aussetzen.

 

Wie mein Weg des bewussten Lebens begann

Begonnen hat bei mir alles mit dem Wunsch weniger Müll zu produzieren und keine schädlichen Substanzen aus Plastik mehr in meinen Körper gelangen zu lassen. Das war der Anfang vor etwa zwei Jahren – danach folgten viele weitere Ansätze, die ich verfolge, um bewusster und gesünder zu leben.

Mir helfen dabei bestimmte positive Glaubenssätze, um mich immer wieder zu motivieren und anzutreiben. Der allererste Satz, den ich verinnerlicht habe, war das folgende Umwelt-Mantra, dass ich dir auf deinem Weg mitgeben möchte.

 

Dein erstes Umwelt-Mantra zum Vorsprechen und Verinnerlichen

Du kannst es dir auf ein Blatt Papier oder eine Tafel schreiben, damit du es immer siehst. Vielleicht klebst du es an deinen Kühlschrank oder an eine Zimmertür.

Ich bin Teil der Natur und lebe jeden Tag im Einklang mit der Natur.

Wenn du dir diesen Satz bewusst einprägst, kommen die nächsten Schritte von ganz alleine. Ich verspreche es dir.

In meinem nächsten Umwelt-Mantra im Oktober verrate ich dir genau wie du Plastik aus deinem Leben streichen kannst. Du bekommst mein zweites Umwelt-Mantra, dass mir jeden Tag dabei hilft diesen Weg immer weiter zu gehen. Eine große Rolle spielt dabei Verzicht und die Suche nach umweltfreundlichen und gesunden Alternativen.

Schreib mir in den Kommentaren, ob dir das Umwelt-Mantra auf deinem Weg geholfen hat und was sich für dich seit dem verändert hat. Wenn du schon weiter bist und verinnerlicht hast im Einklang mit der Natur zu leben, freue ich mich natürlich auch auf deinen Kommentar.

Bitte teile diesen Beitrag, wenn er dir gefällt.

4 Kommentare zu Wie mein Weg des bewussten Lebens begann

Kunststoffverpackungen vermeiden – Gesundheit schützen

Ich habe vor etwa einem Jahr angefangen Kunststoffverpackungen aus meinem Leben zu verbannen, nicht nur, weil ich weniger Abfälle produzieren möchte, sondern auch weil ich keine Lebensmittel mehr zu mir nehmen möchte, die in Kunststoff verpackt sind und Plastikteilchen enthalten können.

Ich habe vor etwa einem Jahr angefangen Kunststoffverpackungen aus meinem Leben zu verbannen, nicht nur, weil ich weniger Abfälle produzieren möchte, sondern auch weil ich keine Lebensmittel mehr zu mir nehmen möchte, die in Kunststoff verpackt sind und Plastikteilchen enthalten können.

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich mikroskopisch kleine Plastikpartikel im Gewebe von zum Beispiel Miesmuscheln anlagern.

Bisphenol A ist ein Hormongift und krebserregend

Das sogenannte Bisphenol A, auch als Weichmacher bezeichnet, ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Warum? Es handelt sich um einen Grundstoff zur Herstellung des Kunststoffes Polycarbonat. Enthalten ist es in Kunststoffbeschichtungen von Konservendosen, in Getränkeflaschen, in Plastikgeschirr und in vielen weiteren Lebensmittelverpackungen, aber auch in Thermopapieren (Kassenbons). Zum Beispiel verhindert es als Beschichtung in Konservendosen, dass das Blech korrodiert und sich Metalle herauslösen.

Die Chemikalie Bisphenol A mit der Abkürzung BPA ist nachweislich ein Hormongift, erbgutschädigend und gilt als krebserregend. Das heißt es wirkt wie andere endokrine Substanzen schädlich auf unseren Organismus ein. Es wirkt ähnlich wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen und soll die Fortpflanzung und die Gehirnentwicklung beeinflussen. Auch wird ein Zusammenhang zwischen Hyperaktivität und BPA vermutet. In Babytrinkflaschen ist BPA seit dem 1. Juni 2011 EU-weit verboten. Allerdings haben andere Länder schon viel früher dieses Verbot ausgesprochen. Kanada war weltweit das erste Land, dass bereits 2008 dieses Verbot ausgesprochen hat.

Verbraucherschützer fordern EU-weites Verbot von Bisphenol A in Lebensmittelverpackungen

Immer mehr Länder beschränken die Verwendung von Bisphenol A auch in anderen Lebensmittelverpackungen. So hat Frankreich sich bereits 2015 entschieden ein Verbot für BPA in Lebensmitteldosen durchzusetzen.

Laut BUND, Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland, ist der mittlere Gehalt an Bisphenol A im menschlichen Blut inzwischen höher als die Konzentration, die bei Mäusen zur Verringerung der Sexualentwicklung führen kann.

Der Ausschuss der EU-Chemikalienverordnung REACH hat am 4. Februar 2016 für eine Einstufung von Bisphenol A als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B gestimmt. Das EU-Parlament prüft einen Regulierungsentwurf, der es nach Zustimmung durch die Kommission erlauben würde, BPA in die Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe aufzunehmen.

Kritisch diskutiert wird der Ersatz von Bisphenol A in der Verpackungsindustrie. Die Entwicklung von Alternativen steht noch in den Kinderschuhen und es ist bisher wenig bekannt über die toxische Wirkung alternativer Substanzen.

Wie kannst du deine Gesundheit schützen und Plastik vermeiden?

Ich bin für mich schon Anfang 2015 zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht nur auf Kunststoffe verzichte, die Bisphenol A enthalten, sondern auch alle anderen Kunststoffe, wie zum Beispiel Polyethylen (Code 2 oder 4) und Polypropylen (Code 5) meide. Polyethylenterephthalat (PET), Polyvinylchlorid (PVC) und Polystyrol (PS) enthalten zwar auch kein BPA, aber dafür andere hormonähnliche Weichmacher.

Mit meinem teilweisen Verzicht auf Plastikverpackungen trage ich dazu bei, dass weniger Müll entsteht und gleichzeitig fühle ich mich sicherer, da ich nicht wissentlich meine Gesundheit gefährde. Es gibt auch ein paar Einschränkungen, die es im Alltag oft schwer machen auf Plastik im Leben zu verzichten. Zudem ist es auch oft eine Gewissensfrage – Habe ich die Zeit in den Bioladen zu gehen oder zu einem Hofladen zu fahren, um unverpackte regionale Bioprodukte zu kaufen? Wenn die Zeit vorhanden ist, dann mache ich das bevorzugt. Es ist für mich auch in Ordnung den Kompromiss einzugehen, dass ich zum Beispiel Obst im Supermarkt nur in konventioneller Qualität erhalte, da viele der Bioprodukte in der Obstabteilung in Kunststoff verpackt sind.

Seitdem ich kaum noch in Plastik verpackte Produkte kaufe, hat sich mein Kaufverhalten verändert. Mir ist aufgefallen, dass ich an bestimmten Regalen vorbeigehe. Zum Anfang fiel es mir besonders schwer bei dem Regal für Chips und andere Knabbereien. Warum werden diese Waren nicht in Papierverpackungen angeboten?

5 Tipps, um auf Plastik im Alltag zu verzichten

  1. Vermeide Fertigprodukte und koche öfter selbst
  2. Kaufe frisches und unverpacktes Obst und Gemüse und lege deine Waren an der Kasse lose auf das Band oder nutze wiederverwendbare schadstofffreie Leinenbeutel
  3. Frage deinen Metzger des Vertrauens, ob er dir die Wurst oder das Fleisch in selbst mitgebrachte Gefäße füllen kann (klappt im Supermarkt leider nicht)
  4. Kaufe Milch, Sahne und Joghurt in Mehrwegglas
  5. Verwende für Lebensmittel keine Plastikgefäße – Alternativen sind Keramik, Bambus, Holz, Glas oder Edelstahl

In einem meiner nächsten Posts werde ich dir weitere Tipps und Tricks verraten, um deinen Konsum an Plastikverpackungen zu verringern und damit maßgeblich einen Beitrag für die Umwelt zu leisten.

Was machst du, um Plastik im Alltag zu vermeiden? Ich freue mich auf deinen hilfreichen Kommentar.

Bitte teile diesen Beitrag, wenn er dir gefällt.

1 Kommentar zu Kunststoffverpackungen vermeiden – Gesundheit schützen

Suchbegriff in das unten stehende Feld eingeben und Enter drücken um zu suchen