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Zero Waste im Badezimmer: Diese Produkte benutzen wir

Zero Waste Badezimmer

Minimalismus ist uns auch in unserem Badezimmer wichtig. Im Beitrag erfährst du welche Produkte wir in unserem (fast) Zero Waste Badezimmer benutzen.

Seit dem wir auf weniger Plastik in unserem Badezimmer umgestellt haben, finden wir es auch viel schöner. Und wir haben natürlich viel weniger Plastikmüll. Das schont die Umwelt.

Duschen und Baden

Körperseifen

Zum Duschen nutzen wir Körperseifen von der Naturseifen-Manufaktur Uckermark. Diese enthalten alle mehr oder weniger Kokosöl. Wer komplett auf Kokosöl verzichten möchte, kann auch zu einer reinen Pflanzenölseife greifen, zum Beispiel Alepposeife (Olivenölseife).

Wir benutzen noch Waschlappen, eine Bambus-Handbürste und am Handwaschbecken eine palmölfreie Handseife.

Shampoo Bar

Ein Shampoo Bar ist ein festes Shampoo. Einfach das Stück in den Händen reiben und Schaum erzeugen. Dann wie gewohnt waschen. Nach vielem Ausprobieren sind wir mit den festen Shampoos der Naturseifen-Manufaktur Uckermark sehr zufrieden.

Badebomben

Badebombe Zero Waste

Zero Waste Badebomben kannst du ganz leicht selber machen © Umweltgedanken

Wir baden nicht oft, aber wenn dann kann ich selbstgemachte Badebomben empfehlen. Sieht auch als Deko im Bad toll aus. Ich habe meine Badebomben nach diesem Rezept vom Blog Nia Latea gemacht.

Rasieren (noch in der Entwicklung)

Viele schwören auf Rasierhobel und Rasierseife (von Savion gibt es eine ohne Palmöl). Ich hatte bisher immer Angst mich mit dem Rasierhobel zu schneiden und nehme daher (leider) noch die Wegwerfvariante. Für die Beine benutze ich schon seit vielen Jahren ein Epiliergerät.

Haarpflege

Ich benutze Bio-Jojobaöl (aus einem örtlichen Naturkosmetikladen) als Pflege für meine Haarspitzen. Außerdem verwende ich manchmal nach dem Waschen einen selbstgemachten Leave-In Conditioner aus Aloe-Vera.

Hier kommst du zum Rezept: Aloe Vera Leave-In Conditioner aus Aloe-Vera

Körper und Gesichtspflege

Körperöl

Ich benutze für die Körper- und Gesichtspflege auch ein Bio-Jojoboöl (nicht-komedogen) und gelegentlich ein Mandelöl – zur Zeit das Weleda Gesichtsöl. Früher musste ich meinen ganzen Körper eincremen, aber heute brauche ich das nicht mehr. Gelegentlich benutze ich das Öl an rauhen Stellen wie Ellenbogen oder Knie.

Peeling

Zero Waste Bad

Kaffee-Peeling mit Bio-Jojobaöl mache ich selber © Umweltgedanken

Als Peeling kann ich puren Kaffeesatz, Rohrohrzucker, grobes Salz (Himalaya- oder Steinsalz) oder mein selbst gemachtes Kaffee-Peeling mit Bio-Jojobaöl empfehlen.

Hier kommst du zum Rezept: Kaffee-Peeling mit Bio-Jojobaöl

Deodorant

Selbstgemachte Deos mit Natron sind für meine empfindliche Haut nichts (Natron kann die Haut reizen). Deswegen benutze ich das palmölfreie Creme-Deo Zitrone von der Naturseifen-Manufaktur Uckermark. Vorher hatte ich auch andere feste Deos ausprobiert, die mir aber im Vergleich zum einen von der Wirksamkeit und zum anderen von den Inhaltsstoffen nicht so gefallen haben wie das was ich jetzt benutze.

Zahnpflege

Ich benutze seit kurzem eine Bambuszahnbürste von Hydrophil mit Borsten aus erdölfreiem Rizinusöl. Vorher hatte ich auch schon mal eine Bürste eines anderen Herstellers mit der ich vom Putzgefühl nicht zufrieden war. Die von Hydrophil ist aber gut. Bambus ist zwar nicht einheimisch und somit nicht wirklich nachhaltig, aber es ist eine bessere Alternative zu Plastik. Es gibt wohl auch Zahnbürsten aus einheimischen Hölzern wie Buchenholz (z. B. von Alverde). Weiß aber nicht wie gut die sind und ob die Borsten auch biologisch abbaubar sind. Häufig sind die auch mit Schweineborsten und damit nicht vegan.

Zahncreme benutze ich noch welche in der Plastiktube. Ich möchte aber Zahnputztabletten oder Zahnkreide (mit Xylitol) ausprobieren. Ganz ohne Zahnpasta kannst du mit dem Miswak Zahnputzholz putzen. Bin mir aber noch unsicher, ob die Alternativen zur normalen Zahncreme wirklich so gut für die Zähne sind. An die selbst gemachte Zahnpasta traue ich mich auch nicht so ran. Hast du da Erfahrung was Zahnärzte dazu sagen?

Zahnseide gibt es im wiederverwendbaren Glastiegel.

Make up

Zero Waste Puder

Zero Waste Puder aus 3 Zutaten selbst mischen © Umweltgedanken

Ich benutze nicht allzu viel. Mein Puder mische ich selbst. Im nächsten Schritt möchte ich meine Mascara und Rouge selber machen.

Hier kommst du zum Rezept: Plastikfreies Puder aus 3 Zutaten herstellen

Sinnvoll sind eventuell noch waschbare Reinigungs- und Abschminkpads. Ich habe keine – Wasser, Seife und Waschlappen reichen bei mir.

Hygiene

Toilettenpapier

Da ist es bei mir nicht so Zero Waste, aber zumindest umweltverträglich. Wir benutzen Recycling-Toilettenpapier. Die Plastikverpackung benutze ich weiter als Mülltüte für den Kosmetikeimer. Von dem oft angepriesenen Bambustoilettenpapier halte ich nicht so viel, denn dieses muss erst importiert werden. Besser ist Recyclingtoilettenpapier mit dem Blauen Engel.

Monatshygiene (noch in der Entwicklung)

An eine Menstruationstasse oder einen Menstruationsschwamm (z. B. Levantiner) habe ich mich bisher noch nicht ran getraut, obwohl ich denke, dass es eine gute Sache ist. Ökologische Tampons gibt es zum Beispiel von Natracare (bei Alnatura, tegut, denn’s), Masmi, Organyc oder Ovy. Slipeinlagen benutze ich von Cosmea. Es gibt waschbare Slipeinlagen (Kulmine, Ella, Bloodmilla), die ich auch mal ausprobieren möchte.

Ohrstäbchen

Da gibt es plastikfreie Varianten mit Biobaumwolle in der Drogerie. Ich verzichte aber seit zwei Woche komplett auf Wattestäbchen. In den ersten Tagen war es ein komisches Gefühl, das geht aber schnell weg.

So das waren im Großen und Ganzen meine Pflegeprodukte und Utensilien. Mehr brauche ich nicht. Dinge wie Kamm und Bürste sind bei uns nicht plastikfrei, da die erst ausgetauscht werden, wenn diese nicht mehr gebrauchsfähig sind ?.

„We don’t need a handful of people doing zero waste perfectly. We need millions of people doing it imperfectly.“ (Anne-Marie Bonneau)

An das Thema Zero Waste Monatshygiene muss ich mich erst noch herantasten. Verwendest du Bio-Tampons oder Menstruationstassen oder waschbare Slipeinlagen? Was benutzt du sonst so an Produkten in deinem Zero Waste Badezimmer? Schreib mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich auf deine Gedanken zum Thema Zero Waste Bad.

Titelbild: © Umweltgedanken

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14 Kommentare

  1. Laura sagt

    Hey!
    Mein Bad sieht ganz ähnlich aus und ich bin sehr zufrieden so viel weniger Plastik rumstehen zu haben.
    Ich nutze ein Levantiner Menstruationsschwämmchen und bin total glücklich damit! Man kann es individuell zurechtschneiden, gut auswaschen und ich spüre es überhaupt nicht. Ich hatte damals 3 Stück gekauft und mir den sympathischsten rausgesucht. Die anderen habe ich in Reserve bzw. man könnte sie auch als Gesichtsschwamm benutzen.
    Probiers doch mal aus!

  2. Anja sagt

    Liebe Laura, oh super, vielen Dank für den Hinweis mit dem Menstruationsschwämmchen. Das würde ich auch gerne ausprobieren. Ich bin noch auf der Suche nach einem mit Kordel. Oder geht das gut ohne? Ich habe die Befürchtung, dass das Schwämmchen dann verschwindet? Viele Grüße, Anja

  3. Laura sagt

    Hey Anja,
    also bei mir gehts ohne 😉
    Nee im Ernst: Jede Frau ist wohl anders gebaut und wohl auch je nach Alter und ob mit oder ohne Kinder sehr individuell tief/breit/eng… Bei mir klappt’s total gut, das Schwämmchen ist auch so groß, dass ich locker dran komme.

    Nur Mut!

  4. Hallo Anja,

    vielen Dank für die guten Tipps! Tatsächlich habe ich das Thema „Badezimmer“ auch schon seit einiger Zeit am Wickel und versuche, etwas bewusster mit den Verbrauchsgegenständen umzugehen. Dein Artikel hat mir dazu nochmal wertvollen Input gegeben 🙂

    Liebe Grüße

  5. Anja sagt

    Hi Katharina,

    gerne :-), es freut mich, dass etwas für dich dabei war was dir auf deinem Weg hilft. Vielen Dank für dein liebes Feedback!

    Liebe Grüße

    Anja

  6. Petra sagt

    Das Gesichtspuder werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren, klingt wirklich einfach. Mich würde interessieren ob es zumindest etwas abdeckt – ich habe nämlich leichte Rötungen an den Wangen…
    Was die Menstruation betrifft, kann ich die Menstruationstassen nach über 2 Jahren Gebrauch empfehlen. Man muss zunächst zwar ein Gefühl dafür entwickeln wie weit man sie in die Scheide schiebt, damit sie einerseits dicht ist, andererseits nicht wieder rausrutscht, aber wenn das mal funktioniert geht das ratz fatz und ist sehr angenehm. Ich trage an starken Tagen zur Sicherheit noch Stoff-Slipeinlagen.

  7. Anja sagt

    Liebe Petra, vielen Dank für dein Feedback mit den Menstruationstassen. Ich tendiere momentan zu diesen Schwämmchen, bin mir aber immer noch unsicher. Stoff-Slipeinlagen will ich aber auf jeden Fall probieren. Zu deiner Frage: Ich würde sagen, dass das Puder nur minimal abdeckt, wenn überhaupt. Es ist eher transparent und ich trage es mit einem Puderpinsel auf. Probiere es aus. Ich bin sehr zufrieden. Danach sieht die Haut auf jeden Fall ebenmäßiger aus. Viele Grüße, Anja

  8. Anja sagt

    Hallo Christoph,

    ganz lieben Dank! Es freut mich, dass dir der Beitrag gefällt.

    Viele Grüße

    Anja

  9. Ich bin auch dabei mein Badezimmer plastikfrei zu machen. Den im Artikel gelesenen Tipps kann ich nur zustimmen.
    Liebe Grüße
    Monika

  10. Sanne sagt

    Zum Rasieren benutze ich einen elektrischen Rasierer. Der hält inzwischen 15 Jahre. Ökologischer und finanzieller Vorteil: Keine Klingen und keinen Rasierschaum (meist palmölhaltig) kaufen. Nachteil: Es wird nicht so 100 % glatt wie bei einer Nassrasur. Dafür aber sehr gut bei empfindlicher Haut und einwachsende Haare gibt’s auch nicht.

  11. Anja sagt

    Hallo Sanne,

    vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Deine Methode ist sehr ökologisch, da du auch keinen Rasierschaum brauchst. Ich benutze auch keinen. Für den Großteil (Beine) benutze ich ja einen Epilierer und für die anderen kleinen Stellen reicht ordentlich einseifen (Seife hat man ja sowieso) 🙂

    Liebe Grüße

    Anja

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